Jahresabschluss Übung

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Author:
huatieulans
ID:
304184
Filename:
Jahresabschluss Übung
Updated:
2015-09-04 08:51:54
Tags:
Klausur
Folders:
Jahresabschluss und Steuern
Description:
Vorbereitungsfragen
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  1. Bitte formulieren Sie je eine kurze Definition zu Bestands- und Bewegungsrechnungen und nennen Sie je ein Beispiel aus der externen Rechnungslegung.
    • Bestandsrechnung:
    • Zeitpunktrechnung
    • Ausweis von Vermögen, Schulden und Eigenkapital zu einem bestimmten Zeitpunkt
    • Erfolgsmessung über den Vergleich der Bestandsrechnunge zu verschiedenen Zeitpunkten ( EX-Vergleich -> Distanzrechnung)

    • Bewegungsrechnung
    • Zeitraumrechnung
    • Ausweis der Veränderungen von Vermögen und Schulden (und somit des Ek) über einen Zeitraum 
    • direkte Efolgermittlung
    • Gewinn-und Verlustrechnung
  2. Wie lassen sich erfolgsneutrale Buchungsvorgänge systematisieren?
    Erfolgsneutrale Buchungsvorgänge:

    • Bilanzverlängerung = Aktiv-Passiv Mehrung 
    • Buchungssatz: Aktives BK Soll AN Passives BK Haben
    •  
    • Bilanzverkürzung = Aktiv-Passiv Minderung 
    • Buchungssatz: Passives BK Soll AN Aktives BK Haben 

    • Aktivtausch = Bestand Konstant 
    • Buchungssatz: Aktives BK Soll AN Aktives BK Haben 

    • Passivtausch = Bestand Konstant 
    • Buchungssatz: Passives BK Soll AN Passives BK Haben
  3. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. 
    Geschäftsvorfälle 2014: 
    (1) Am 05.01. kauft die Neon Gelb GmbH Aluminium für insgesamt 5.000 € und zahlt noch am selben Tag 20 % des Kaufpreises an. Die Lieferung des Aluminiums erfolgt am 28.02. und der Restbetrag wird am 10.03. überwiesen.
    • 05.01 geleistete Anzahlung an Bank 1.000
    • -> Aktivtausch -> erfolgsneutral
    • -> Zahlungswirksam

    • 28.02 Rohhilfsbetrieb-Stoffe 5000 an geleistete Anzahlung 1.000 und Verbindlichkeit aus LuL 4.000
    • -> Aktivtausch und Aktiv/Passiv- Mehrung -> erfolgsneutral -> zahlungsunwirksam

    • 10.03 Verbindlichkeit aus LuL an Bank 4.000
    • -> Aktiv/passsiv-Minderung -> erfolgsneutral 
    • -> zahlungswirksam
  4. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. 
    Geschäftsvorfälle 2014: 

    (2) Am 20.02. stockt die Neon Gelb GmbH ihr Warenlager auf, indem sie 500 Paar Gummistiefel auf Ziel zum Preis von je 10 € einkauft. Es gilt: Zahlung innerhalb von 8 Tagen unter Abzug von 1 % Skonto oder innerhalb von 20 Tagen netto.
    a. Zahlung per Überweisung am 08.03. 
    b. Alternativ: Zahlung per Überweisung am 25.02.
    • 20.02 Handelswaren an Vb aus LuL 5000
    • -> Aktiv /passiv - Mehrung -> erfolgsneutral
    • -> nicht zahlungswirksam

    • a) 08.03 Vb aus LuL an Bank 5000
    • -> aktiv/passiv -Minderung -> erfolgsneutral
    • -> zahlungswirksam

    • b)
    • 25.02 Vb aus LuL 5000 an Bank 4.950 und erh. Skonti 50
    • -> erfolgsneutral
    • -> z.T zahlungswirksam (Auflösung am Ende d.Periode Lieferanten/erh. Skonti an Handelswaren
  5.  
    Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. 
    Geschäftsvorfälle 2014: 

    (3) Im März produziert die Neon Gelb GmbH 1.000 Sonnenschirme. Hierbei fallen folgende Aufwendungen an: Aluminium 1.000 €, Baumwolle 500 €, Löhne 3.500 €.
    • Aufwand RHB-Stoffe an RHB-Staoffe 1.500
    • Personalaufwand an Bank 3.500 

    -> insgesamt 5000

    fertige Erzeugnisse 5.000 an Aufwand RHB 1.500 und an Personalaufwand 3.500

    -> gesamter Produktionsprozess: erfolgsneutral
  6.  
    4. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. 
    Geschäftsvorfälle 2014: 

    (4) Es regnet im März sehr viel und so verkauft die Neon Gelb GmbH 300 Paare Gummistiefel zu einem Preis von je 40 €. Von den 300 Paaren werden 200 von den jeweiligen Kunden sofort bezahlt. Die verbleibenden 100 kauft der örtliche Kindergarten auf Ziel. Als Zahlungstermin wird der 30.04. sowie Skonto von 3 % bei vorzeitiger Zahlung bis zum 10.04. festgelegt. a. Der Zahlungseingang (Überweisung) erfolgt am 28.04. 
    b. Alternativ: Der Zahlungseingang (Überweisung) erfolgt am 09.04.
    Kasse 8.000 und Forderung aus LuL 4.000 an Umsatzerlöse 12.000

    • -> z.T zahlungswirksam
    • -> erfolgswirksam

    • Wareneinsatz an Handelswaren 3.000
    • -> nicht zahlungswirksam
    • -> erfolgswirksam

    • a) 28.04 Bank an Ford aus LuL 4.000
    • -> aktivtausch -> erfolgsneutral
    • -> zahlungswirksam

    b) 09.04 Bank 3880 und gewährten Skonti/Kundenskonti 120 an Ford. aus LuL 4.000
  7. 4. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. Geschäftsvorfälle 2014: 

    (5) Während der April stark durchwachsen ist, folgen Mai und Juni mit viel Wärme und Sonnenschein und so verkauft die Neon Gelb GmbH im Laufe der Monate 950 Sonnenschirme für einen Preis von je 100 € gegen Banküberweisung.
    • Bank an UE 95.000
    • -> zahlungswirksam
    • -> ergebniswirksam

    • umsatzbezogene HK / Umsatzaufwand an fertige Erzeugnisse  4.750 (siehe (3) 5.000 Aufwand für 1.000 Stk -> 5,- Aufwand pro Stück)
    • -> ergebniswirksam
    • -> nicht zahlungswirksam
  8. 4. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. Geschäftsvorfälle 2014: 


    (6) Nach diesen Erfolgsmonaten setzt die Neon Gelb GmbH jedoch im Juli, August und September keine Waren ab und sieht sich zur Deckung ihrer Kosten zur Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 50.000 € gezwungen. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre. Die Tilgung erfolgt am Ende der Laufzeit. Das Darlehen wird zum 01.10. vollständig ausgezahlt und es fallen künftig zum 30.09. Zinsen in Höhe von 5 % an, welche die Neon Gelb GmbH stets pünktlich überweist.
    • 01.10 Bank an Vb ggü Kreditinstitut 50.000
    • -> zahlungswirksam
    • -> Aktiv/Passiv-Mehrung -> erfolgsneutral 

    • 31.12 Zinsaufwand an sonstige Vb 625
    •  50.000.0,05.3/12 = 625

    • -> nicht zahlungswirksam
    • -> erfolgswirksam
  9. 4. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. Geschäftsvorfälle 2014:
    (7) Die Neon Gelb GmbH zahlt am 15.12. die Miete für ihre Geschäftsräume (monatlich 1.000 €) für Dezember bis einschließlich Februar per Überweisung.
    • 15.12 Mietaufwand 1000 und aktive aRAP 2.000 an Bank 3.000
    • -> z.T erfolgswirksam
    • -> zahlungswirksam
  10. 4. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. Geschäftsvorfälle 2014:

    (8) Da die Geschäfte im November überdurchschnittlich gut verlaufen, beschließt die Neon Gelb GmbH die Hälfte des aufgenommenen Darlehens zum 31.12. vorzeitig zurückzuzahlen. Eine Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 200 € muss hierbei gezahlt werden.
    • 31.12 Verbindlichkeit ggü Kreditinstitut 25.000 an Bank 25.000
    • -> erfolgsneutral (aktiv-passiv Minderung)
    • -> zahlungswirksam

    • sonstige betriebl Aufwand 200 an Bank 200
    • -> erfolgswirksam, zahlungswirksam
  11. 4. Die Neon Gelb GmbH mit Sitz in Berlin produziert und verkauft Sonnenschirme. Hierfür beschäftigt die Neon Gelb GmbH 20 Produktions- und 5 Vertriebsmitarbeiter und benötigt zudem regelmäßig Rohstoffe in Form von Baumwolle und Aluminium. Um jedoch das gesamt Jahr über Waren absetzen zu können, betreibt die Neon Gelb GmbH zudem den Vertrieb von Gummistiefeln, welche sie zuvor von der Wasserdicht AG einkauft. Für ihre Rechnungslegung verwendet die Neon Gelb GmbH das Umsatzkostenverfahren. Bitte geben Sie für die nachfolgenden Geschäftsvorfälle die zugehörigen Buchungssätze im Jahr 2014 an. Prüfen Sie, ob der jeweilige Buchungssatz zahlungswirksam und/oder erfolgswirksam ist. Die Umsatzsteuer ist zu vernachlässigen. Geschäftsvorfälle 2014:
    (9) Aus langjähriger Erfahrung weiß die Neon Gelb GmbH mit ausreichend hoher Sicherheit, dass trotz der außergewöhnlich hohen Qualität ihrer Sonnenschirme insgesamt ca. 5 % der verkauften Waren aus Garantiegründen zurückgegeben werden. Garantiezeitraum 1 Jahr.
    31.12 Aufwandsgarantieleistung 4750 an Gewährleisungrückstellung 4750 

    -> erfolgswirksam, nicht zahlungswirksam
  12. Übergang Eröffnungsbilanz zu Schlussbilanz (Beispiel): Verzeichnen Sie bitte alle Zu- und Abgänge des Kontos Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Gesamt) aus Aufgabe 4 in T-Form und geben Sie die zugehörigen Eröffnungs- und Schlussbuchungen an. Der Eröffnungsbilanzwert beträgt 15.000 €.
  13. In der Bilanzpressekonferenz am 18.03.2015 zum Geschäftsbericht 2014 betonte Dr. Norbert
    Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, folgende Punkte:
     Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) ist mit einem Plus von 10,3 % deutlich auf
    8,7 Milliarden Euro gestiegen.
     2014 wurden zum ersten Mal mehr als zwei Millionen Automobile in einem Jahr
    ausgeliefert. Auf Group-Ebene bedeutet das eine Steigerung der Verkaufszahlen um
    7,9 Prozent auf über 2,1 Millionen Fahrzeuge und einen neuen Höchstwert. Seit über
    10 Jahren bewegt sich BWM an der weltweiten Spitze des Premium-Segments.
     Die EBIT-Marge im Segment Automobile liegt bei 9,6 % und damit am oberen Rand
    des angestrebten Korridors von 8 bis 10 %.
     Jeder Festangestellte erhält eine Erfolgsbeteiligung. Es erfolgten Investition in Höhe
    von 335 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung. Insgesamt bildet die BMW
    Group 4.595 junge Menschen aus.
     Es erfolgt ein internationaler Ausbau, bspw. Der Produktionsstandorte in Mexiko und
    den USA. In Deutschland wird das Forschungs- und Innovationszentrum FIZ
    erweitert.
     Strategie-Schlagworte: Nachhaltige Wertschöpfung, gesundes Wachstum, Einsatz
    neuester Technik, Engagement für den Marktausbau für E-Fahrzeuge, strategische
    Marktpositionierung in großen Weltregionen. Reithofer: „Seit 2006 haben wir den
    Ressourcenverbrauch und die Emissionen je produziertes Fahrzeug im Durchschnitt
    um 45 Prozent verringert.“
    a) Wer hat Interesse an diesen Angaben und an dem Jahresabschluss der BMW AG?
    Warum besteht dieses Interesse?
    Relevanz

    • Aktionäre -> Höhe der Dividende? Entscheidung über weiteres Engagement, Entscheidung über Entlastung des Vorstands
    • Gläubiger: Entscheidung über Kreditvergabe
    • Kunden: Bestandskraft des U, Entscheidung über langfristige Bindung
    • Arbeitnehmer: Bestandskraft des U, Entscheidung über Jobwechsel
    • Lieferanten: Zahlungsfähigkeit, Bestanskraft (starke Abhängigkeit)
    • Staat: Steuereinnahmen (durch BMW aber auh durch MA)


    • Verlässlichkeit:
    • Prüfung durch WP
    • Einhaltung standardisierter Normen (HGB, IFRS)
  14. In der Bilanzpressekonferenz am 18.03.2015 zum Geschäftsbericht 2014 betonte Dr. Norbert
    Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, folgende Punkte:
     Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) ist mit einem Plus von 10,3 % deutlich auf
    8,7 Milliarden Euro gestiegen.
     2014 wurden zum ersten Mal mehr als zwei Millionen Automobile in einem Jahr
    ausgeliefert. Auf Group-Ebene bedeutet das eine Steigerung der Verkaufszahlen um
    7,9 Prozent auf über 2,1 Millionen Fahrzeuge und einen neuen Höchstwert. Seit über
    10 Jahren bewegt sich BWM an der weltweiten Spitze des Premium-Segments.
     Die EBIT-Marge im Segment Automobile liegt bei 9,6 % und damit am oberen Rand
    des angestrebten Korridors von 8 bis 10 %.
     Jeder Festangestellte erhält eine Erfolgsbeteiligung. Es erfolgten Investition in Höhe
    von 335 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung. Insgesamt bildet die BMW
    Group 4.595 junge Menschen aus.
     Es erfolgt ein internationaler Ausbau, bspw. Der Produktionsstandorte in Mexiko und
    den USA. In Deutschland wird das Forschungs- und Innovationszentrum FIZ
    erweitert.
     Strategie-Schlagworte: Nachhaltige Wertschöpfung, gesundes Wachstum, Einsatz
    neuester Technik, Engagement für den Marktausbau für E-Fahrzeuge, strategische
    Marktpositionierung in großen Weltregionen. Reithofer: „Seit 2006 haben wir den
    Ressourcenverbrauch und die Emissionen je produziertes Fahrzeug im Durchschnitt
    um 45 Prozent verringert.“

    b) Inwieweit bestehen Interessenunterschiede zwischen den Adressaten des
    Jahresabschlusses?
  15. Die Los Pollos Hermanos AG (LPH) stellt Fertigungsanlagen zur Bearbeitung von
    vegetarischem Hühnerfleisch (auf Sojabasis) her.
    a) Bilden Sie zu den Geschäftsvorfällen den Buchungssatz bzw. die Buchungssätze und
    ermitteln Sie bitte die jeweilige Auswirkung auf den Gewinn und auf den Cash Flow.
    b) Skizzieren Sie bitte den Gewinnverlauf und den Verlauf des Cash Flow von 2010 bis
    2014.
    c) Wie beurteilen sie Gewinn und Cash Flow bezüglich der Kriterien
    „Entscheidungsnützlichkeit“ und „Prognosefähigkeit“?
    Geschäftsvorfälle:
    (1) Die LPH hat am 31.12.2010 eine Maschine erworben, welche noch am selben Tag
    geliefert und in einen betriebsbereiten Zustand gesetzt wurde. Die Bezahlung des
    Kaufpreises von 100.000 € erfolgte noch am 31.12.2010. Die Maschine wird planmäßig
    über 10 Jahre genutzt und linear abgeschrieben.
    (2) Am 02.01.2011 begann die LPH mit der Herstellung einer Fertigungsmaschine. Hierfür
    sind Materialeinzelkosten von 30.000 € (Lagerbestand) und Fertigungseinzelkosten von
    60.000 € (Personal) angefallen.
    (3) Am 01.6.2012 verkaufte die LPH die Fertigungsmaschine für 150.000 €. Die Bezahlung
    des Kaufpreises erfolgte erst am 01.02.2013.
    (4) Am 01.11.2013 wurde hinreichend klar, dass die LPH zu einer Schadensersatzzahlung
    von 40.000 € verklagt wird. Die Zahlung betrug dann letztendlich lediglich 15.000 € und
    wurde am 01.02.2014 getätigt.
    (5) Am 01.01.2014 nahm die LPH ein Darlehen auf (250.000 €, Tilgung in 5 Jahren, Zinssatz
    10 %).
    • 1) 2010: Maschine an Bank 100000
    • 2011-2012 planmäßige Abschreibung an Maschine 10.000

    • Gewinn 2010: 0€
    • Cashflow 2010: -100000 €
    • Gewinn 2011-12: -10.000
    • Cashflow 2011-2020: 0€

    • 2)
    • 2011: Materialaufwand 30.000 an Bank 60.000
    • Personalaufwand 60.000 an Material 30.000

    FE an Bestandsveränderung 90.000

    • Gewinn 0€
    • Cashflow -60.000€

    3) 2012

    • FOrd. aus LuL 150.000 an UE 150.000
    • Bestandsveränderung an FE 90.000

    • Gewinn 2012 : 60.000
    • Cashflow 2012: 0€
    • Gewinn 2013: 0€
    • Cashflow 2013: 150 €

    Bank an Ford aus LuL 150.000

    • 4) 
    • Aufwand Rückstellung an Rückstellung 40.000 €

    2014 Rückstellung 40.000 an Bank 150.000 und s.b.E 25.000

    • Gewinn 2013: -40.000
    • Cashflow: 0
    • Gewinn 2014: 25000
    • Cashflow 2014 -15.000

    • 5)
    • 2014
    • Bank an Vbl KI 250.000
    • Zinsaufwand an Bank 25000

    2018

    • Bank an Vbl KI 250.000
    • Gewinn 2014: -25.000
    • Cashflow 2014: 225.000
    • Gewinn 2015-2018 -25.000
    • Cashflow 2015-18: -25.000

    Cashflow ist als Erfolgmaß ungeeignet, da oft stark durch einmalige Effekte beeinflusst (z.B Kreditaufnahme)
  16. Nennen und erläutern Sie besondere Regelungen hinsichtlich der Bestandteile des
    Jahresabschlusses von Kapitalgesellschaften sowie bestimmter Personengesellschaften gemäß
    HGB.
    • Basis §238 (1) Buchführungspflicht
    • § 242(1) Bilanz
    • §242 (2) GuV
    • §242 (3) Bilanz + GuV = JA
    • §242 (4) -> kleine Einzelkaufleute (§241a) von Buchführungspflicht + Aufstellung JA befreit 
    • §241a Befreiung Buchführungspflicht
    • §242 (4) Befreiung Aufstellung JA 

    Fris §243(3) -> Rechtsprechung 12 Monate

    • zweiter Abschrift ergänzende Vorschriften KapG
    • §264(1) S.1 Erweiterung JA um Anhang. Lagebericht aufstellen 
    • §264 (1) S.2 -> kapitalmarktorientierte Kap G (§264d) + nicht konzernabschlusspflichtig  // Kapitalflussrechung + Eigenkaptialspiegel freiwillig Segmentberichterstattung

    • § 264(1) S.3 Frist 3 Monate
    • §264(1) S.4 kleine Kap G (im S d §267(1)9 /keine Lagebericht/ verlängerte Frist 6 Monate
    • § 264(1) S.5 kleinst KapG (§267a) .zusätzlich kein Anhang bei Erfüllung der Kriterien des $ 264 (1) S.5 Nr 1-3


    • Kapitalmarktorientierte KapG -> gilt als große KapG (§267.(3))
    • §264 (3) HGB KapG mit Eu Konzernmutter + zusätzliche Voraussetzungen erfüllt
    • -> Befreiung von Vorschriften dieser Unterabschnitte ( §264-290)
    • 3.Unterabschnitt des 2.Abschnitts ( §316-324a)
    • 4. Unterabschnitt des 2. Abschnitts (§325-329)


    §264 a Ergänzende Vorschriften für Kapg gelten auch für bes. Pers G -> haftungsbeschränkte Personengesellschaften 

    • KOnzernabschluss 
    • §290(1) iVm §297(1) ebenfalls Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel,freiwillige Segmentberichterstattung
  17. Die Bilanz der LPH AG zum 01.01.t0 hat folgendes Aussehen:
    Aktiva
    Kasse 5 Mio. €

    Passiva
    EK 5 Mio. €

    Am 31.12.t0 erwirb die LPH AG ein unbebautes landwirtschaftliches Grundstück für 14 Mio.
    €. Zur Finanzierung wird ein Kredit in Höhe von 9 Mio. € aufgenommen. Weitere
    Geschäftsvorfälle sind nicht angefallen. Steuern fallen ebenfalls nicht an. Alle
    Entscheidungen werden unter Sicherheit getroffen. Der Kreditzins beträgt 5 % (entspricht
    annahmegemäß WACC).
    a) Die Jährlichen Nettomieterträge (Erträge nach Aufwendungen) betragen 1 Mio. €.
    Berechnen Sie den Marktwert des Eigenkapitals und vergleichen Sie den Wert mit
    dem Buchwert des Eigenkapitals zum 31.12.t0.
    • Ewige Rente:
    • Betrag X, den ich heute anlege, um ewig Y zu erzielen (z.B. als Zinsertrag)
    • Y = X * i -> X = Y / i
    • z. B. 100 € anlegen, 5 % Zins -> Je Jahr können 5 € als „Rente“ entnommen werden. Der Barwert der ewigen 5 € entspricht dann wieder 100 €. 

    • a) Ertragswerte:
    • Ertragswert des Unternehmens: 1.000.000 € /0,05 = 20.000.000 €
    • Wert des Fremdkapitals: 9.000.000 €
    • Ertragswert des Eigenkapitals: 20.000.000 € - 9.000.000 € = 11.000.000 €

    • Buchwerte:
    • Bilanzwert des Unternehmens: Gesamte Aktiva = Grundstück

    Bewertung des Grundstücks zu Anschaffungskosten : 14.000.000 €

    Wert des Fremdkapitals: 9.000.000 €

    Bilanzwert des Eigenkapitals: 14.000.000 € - 9.000.000 € = 5.000.000 €

    • Unterschied Ertragswert und Buchwert:
    • Ertragswert > Buchwert:
    • Ertragswert berücksichtigt noch nicht erzielte Gewinne (als Barwert). Buchwert
    • berücksichtigt lediglich historische Anschaffungskosten -> Vorsichtsprinzip -> Realisationsprinzip.
  18. Die Bilanz der LPH AG zum 01.01.t0 hat folgendes Aussehen:AktivaKasse 5 Mio. € PassivaEK 5 Mio. €Am 31.12.t0 erwirb die LPH AG ein unbebautes landwirtschaftliches Grundstück für 14 Mio.€. Zur Finanzierung wird ein Kredit in Höhe von 9 Mio. € aufgenommen. WeitereGeschäftsvorfälle sind nicht angefallen. Steuern fallen ebenfalls nicht an. AlleEntscheidungen werden unter Sicherheit getroffen. Der Kreditzins beträgt 5 % (entsprichtannahmegemäß WACC).

    a) Die Jährlichen Nettomieterträge (Erträge nach Aufwendungen) betragen 1 Mio. €.Berechnen Sie den Marktwert des Eigenkapitals und vergleichen Sie den Wert mitdem Buchwert des Eigenkapitals zum 31.12.t0.

    b) Alternativ zu a): Die jährlichen Nettomieterträge (Erträge nach Aufwendungen)betragen unerwartet dauerhaft 0,5 Mio. €. Berechnen Sie den Marktwert desEigenkapitals und vergleichen Sie den Wert mit dem Buchwert des Eigenkapitals zum31.12.t0.
    • b) Ertragswerte:
    • Ertragswert des Unternehmens: 500.000 € /0,05 = 10.000.000 €

    Wert des Fremdkapitals: 9.000.000 €

    Ertragswert des Eigenkapitals: 10.000.000 € - 9.000.000 € = 1.000.000 €

    • Buchwerte:
    • Bilanzwert des Unternehmens: Gesamte Aktiva = Grundstück

    Bewertung des Grundstücks zu Anschaffungskosten : 14.000.000 €

    • ABER Außerplanmäßige Abschreibung des Grundstücks auf niedrigeren
    • beizulegenden Wert §253 (3) HGB: Abschreibung in Höhe von 4.000.000 € => neuer Wert: 10.000.000 €

    Wert des Fremdkapitals: 9.000.000 €

    Bilanzwert des Eigenkapitals: 10.000.000 € - 9.000.000 € = 1.000.000 €

    • Unterschied Ertragswert und Buchwert:
    • Ertragswert = Buchwert
    • Kein Unterschied -> Imparitätsprinzip -> Verluste früher berücksichtigen als Gewinne
    • -> hier: Ertragswert als beizulegender Wert des Grundstücks (§ 255 (4) HGB –
    • anerkannte Bewertungsmethode)
  19. Die Bilanz der LPH AG zum 01.01.t0 hat folgendes Aussehen:AktivaKasse 5 Mio. € PassivaEK 5 Mio. €Am 31.12.t0 erwirb die LPH AG ein unbebautes landwirtschaftliches Grundstück für 14 Mio.€. Zur Finanzierung wird ein Kredit in Höhe von 9 Mio. € aufgenommen. WeitereGeschäftsvorfälle sind nicht angefallen. Steuern fallen ebenfalls nicht an. AlleEntscheidungen werden unter Sicherheit getroffen. Der Kreditzins beträgt 5 % (entsprichtannahmegemäß WACC).

    c) Alternativ zu a): Eine Stunde nach dem Kauf wird das Land zu Bauland erklärt undkönnte sofort für 30 Mio. € verkauft werden. Berechnen Sie den Marktwert desEigenkapitals und vergleichen Sie den Wert mit dem Buchwert des Eigenkapitals zum31.12.t0.
    • c)Ertragswerte:
    • Ertragswert des Unternehmens: 30.000.000 € -> Marktwert

    Wert des Fremdkapitals: 9.000.000 €

    Ertragswert des Eigenkapitals: 30.000.000 € - 9.000.000 € = 21.000.000 €

    • Buchwerte:
    • Bilanzwert des Unternehmens: Gesamte Aktiva = Grundstück

    Weiterhin Bewertung des Grundstücks zu Anschaffungskosten : 14.000.000 €

    • Wert des Fremdkapitals: 9.000.000 €
    • Bilanzwert des Eigenkapitals: 14.000.000 € - 9.000.000 € = 5.000.000 €

    • Unterschied Ertragswert und Buchwert:
    • Ertragswert > Buchwert
    • Realisationsprinzip (Stichwort: Stille Reserven) -> Mögliche zukünftige Gewinne/
    • Gewinnhoffnungen dürfen in der Bilanz nicht ausgewiesen werden ->
    • Vorsichtsprinzip
    • Ertragswert hingegen berücksichtigt veränderte Marktbedingungen
  20. Sind die folgenden Sachverhalte in die Bilanz aufzunehmen?
    (1) Los Pollos Hermanos möchte unter der selbstgeschaffenen Marke „Chilli P“ eiskühlten
    Tee vertreiben. Die Personalkosten in Höhe von 8 Mio. € für die Entwicklung dieser
    Marke möchte die AG in ihrer Bilanz aktivieren.
    • Vermögengegenstand?
    • Abstrakte Aktivierungsfähigkeit?
    • künftiger wirtschaftlicher Nutzen? ja
    • selbständige Bewertbarkeit? ja
    • eigenständige Verkehrsfähigkeit ? ja

    • konkrete Aktivierungsfähigkeit?
    • §248(2)S.2 HGB -> Bilanzierungsverbot

    => nicht in Bilanz ausweiten
  21. Sind die folgenden Sachverhalte in die Bilanz aufzunehmen?

    (2) Die Fastfoodkette unterhält eine landwirtschaftliche Fläche in Mexiko. Gegenwärtig hat Mexiko eine wirtschaftsfreundliche Regierung, so dass die aktuelle Rechtslage nach
    Beendigung der Ausbeutung von Grund und Boden keine Rekultivierung vorsieht.
    Allerdings liegt für die nächste Wahl eine grüne Partei in den Meinungsumfragen vorn.
    Diese Partei würde nach einem Wahlsieg gemäß ihrem Parteiprogramm sofort eine
    Rekultivierungsverpflichtung einführen. Nur geringe Wahlaussichten hat die
    Volksrevolutionspartei, die im Falle eines Wahlsiegs Bodenschätze sofort verstaatlichen
    würde.
    • Schuld? -> Rückstellung?
    • Abstrakte Passivierungsfähigkeit?
    • rechtl./wirtschaftl. Verpflichtung?
    • -> rechtl. Verpflichtung -> nein, Gesetz noch nicht geändert
    • wirtschaft. Verpflichtung? -> nein 

    => abstrakte Passivierungsfähigkeit nicht gegeben ( wirtschaftl. Belastung? ja // Quantifizierbarkeit? ja)


    • konkrete Passivierungsfähigkeit? §249(2) HGB -> keine Passivierung
    • -> zu vage, nicht hinreichend sicher
  22. Sind die folgenden Sachverhalte in die Bilanz aufzunehmen?

    (3) Los Pollos Hermanos baut derzeit einen Hühnerbauernhof auf eigenem Grundstück.
    Das bebaute Grundstück wird nach Fertigstellung an einen Immobilienfonds zu einem vertraglich fest vereinbarten Preis übertragen. Es ist bereits absehbar, dass die
    Herstellungskosten den Veräußerungspreis deutlich übersteigen werden.
    • abstrakte Passivierungsfähigkeit 
    • • rechtl./wirtschaftl. Verpflichtung? ja
    • • wirtschaftliche Belastung? ja
    • • Quantifizierbarkeit / selbstständigbewertbar (nicht nur Unt.Risiko) ? ja

    => abstrakte Passivierungsfähig

    konkrete Passivierungsfähigkeit? §249(1) HGB -> Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
  23. Sind die folgenden Sachverhalte in die Bilanz aufzunehmen?

    (4) Die AG hat vom Fremdenverkehrsministerium Mexikos für einen Einmalbetrag von
    5 Mio. € die exklusive Konzession erworben, am Meeresstrand von Acapulco ihren
    eisgekühlten Tee „Chilli P“ zu vertreiben. Die Konzession ist zeitlich unbegrenzt und
    nicht übertragbar.
    • Eine Konzession ist eine Art Partnerschaft zwischen dem öffentlichen Sektor und einem (in der Regel)
    • privaten Unternehmen, die sich in bestimmten Bereichen wie etwa der Infrastrukturentwicklung
    • bewährt hat.

    • Konzessionen werden in Sektoren vergeben, die für die Lebensqualität der EU-Bürgerinnen
    • und -Bürger bedeutsam sind.

    • Beispiele: Straßen- und Schienenverkehr, Hafen- und Flughafendienste, Instandhaltung und
    • Verwaltung von Autobahnen, Abfallentsorgung, Energie- und Wärmeversorgung,
    • Freizeiteinrichtungen und Parkhäuser.

    • Konzessionen ermöglichen die Mobilisierung von privatem Kapital und Know-how als Ergänzung zu
    • den Ressourcen der öffentlichen Hand. Sie ermöglichen Neuinvestitionen in öffentliche
    • Infrastrukturen und Dienste, ohne die öffentliche Verschuldung zu erhöhen. 


    • Abstrakte Aktivierungsfähigkeit?
    • künftiger wirtschaftlicher Nutzen? ja
    • selbständige Bewertbarkeit? ja
    • eigenständige Verkehrsfähigkeit ? ja (strittig/ einzelfall / Argumentation /Rechtsprechung)

    konkrete Aktivierungsfähigkeit? entgeltlich erworbener immaterieller Vermögensgegenstand
  24. Sind die folgenden Sachverhalte in die Bilanz aufzunehmen?

    (5) Die AG hat Ende des Geschäftsjahres t4 einen gerichtlichen Rechtsstreit mit dem
    Finanzamt. Es geht dabei um die Körperschaftsteuerzahlung für das 4. Quartal t4. Das Unternehmen überlegt, ob es nicht vorsichtshalber eine Rückstellung bilden sollte bzw. müsste. Die Steuernachzahlung wird auf eine Höhe von 130.000 € geschätzt.
    • abstrakte Passivierungsfähigkeit 
    • • rechtl./wirtschaftl. Verpflichtung? ja
    • • wirtschaftliche Belastung? Ja
    • • Quantifizierbarkeit / selbstständigbewertbar (nicht nur Unt.Risiko) ?ja

    => abstrakt passivierungsfähig

    • konkrete Passivierungsfähigkeit
    • -> ungewisse Verbindlichkeit
    • -> Passivierungspflicht §249(1) HGB
  25. Los Pollos Hermanos kaufte am 15.01.t0 eine Schnellzerlegungsstraße für Sojafleisch zum
    Preis von 26.180 € (inkl. USt). Für diese Straße wurde am 10.01.t0 von der Grey-Matter-
    GmbH ein Fundament errichtet (für 1.130,50 € inkl. USt). Der Transport erfolgt durch den
    Einzelunternehmer Hank Schrader am 15.01.t0. Dieser stellt Los Pollos Hermanos eine
    Rechnung in Höhe von 535,50 € (inkl. USt) aus. Den Anschluss der Straße an das Stromnetz
    besorgt die Firma „Vamonos Pest“ noch am gleichen Tag (für 297,50 € inkl. USt). Aufgrund
    eines Fördergesetzes erhielt Los Pollos Hermanos in t0 eine Investitionszulage in Höhe von
    3.210 €.
    (1) Mit welchem Wert ist die Straße in der Bilanz zum 31.12.t0 vor Abschreibung
    anzusetzen, wenn die Zahlung des Rechnungsbetrags für die Fertigungsstraße am
    01.05.t0 unter Abzug von 2 % Skonto erfolgt?
    (2) Ermitteln Sie den Abschreibungsbetrag für das Jahr t0 bei linearer Abschreibung und
    einer Nutzungsdauer von 8 Jahren (Restwert = 5 % der AK) und buchen Sie.
    (3) Wie hoch sind die fortgeführten Anschaffungskosten am 31.12.t1?
    (4) Am Ende des Jahres t2 stellt das Unternehmen fest, dass der
    Wiederbeschaffungszeitwert bei 12.000 € liegt. Hierbei handelt es sich um eine
    dauernde Wertminderung. Welche Auswirkungen ergeben sich daraus auf den
    bilanziellen Wert der Fertigungsstraße? Buchen Sie.
    (5) Mit welchem Betrag steht die Fertigungsstraße am 31.12.t3 in der Bilanz?
    Annahmegemäß hat sich der Restwert nicht geändert.
    (6) Am Ende des Jahres t4 ergibt sich wider Erwarten, dass der Grund für die in t2
    vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist. Was ist zu tun?
    • 1) Erstbewertung
    • -> Anschaffungskosten (Fremdbezug)
    • Anschaffungspreis 26.180 /1,19 = 22.000

    + Anschaffungsnebenkosten (Fundament 1.130,50/1,19= 950 // Transport 535,50 /1,19 =450 // Anschluss 297,50/ 1,19 = 250)

    - Anschaffungspreisminderungen (Skonto 0,02 x 22.000 = 440 // investitionszuschuss 3210)

    = Anschaffungskosten gem. §255 (1) HGB 20.000

    • 2) Folgebewertung 
    • lineare Abschreibung (planmäßige AFA)
    • (Anschaffungskosten - Restwert) / Nutzungsdauer <=> (20.000 -1.000)/8 = 2375 € pro Jahr

    Abschreibungsaufwand an Maschine 2.375

    • 3) Buchwert 31.12.t1?
    • fortgeführte Anschaffungskosten 15.250

    • 4) Ende t2
    • -> Niederstwertprinip
    • -> Anlagevermögen
    • -> außerplanmäßige Abschreibung §253 (3) HGB
    • => Abschreibungspflicht da dauerhafte Wertminderung 
    • Restbuchwert 31.12.t2: 12.875
    • außerplanmäßige Abschreibung  an Maschine 875

    • 5) buchwert 31.12.t3?
    • lineare AfA (12.000 -1000)/5 = 2200
    • Restbuchwert 31.12.t3 12.000-2.200 = 9.800

    • 6) § 253 (5) S.1 HGB
    • -> wie wäre der Wert ohne außerplanmäßige Abschreibung? 
    • t4 eigentlicher Restbuchwert  8.125
    • (20.000 -(5 x2375)

    • aktuelle Wert t4
    • 9.800 - 2.200 = 7.600

    • Zuschreibung 8125 -7600 = 525
    • Maschine an sonstige betriebl. Ertrag 525
  26. Aufgabe 3
    Los Pollos Hermanos stellt Schnellkochtöpfe für Suppensoja her und verkauft diese
    anschließend. Am 31.12.t3 befinden sich noch 1.500 fertige Kochtöpfe zu 17 € (pro Stück)
    aktivierten Herstellungskosten auf Lager. Es wird damit gerechnet, die Kochtöpfe für 20 €
    (pro Stück) verkaufen zu können. Allerdings fallen noch 4 € (pro Stück) Materialkosten und
    Löhne für Transport und Versand an. Die Kochtöpfe könnten alternativ auch für 18 € je Stück von einem Lieferanten als Handelsware bezogen werden. Mit welchem Wert sind die 1.500 Kochtöpfe in der Bilanz zum 31.12.t3 anzusetzen?
    • 1500 Kochtöpfe HK 17€ je
    • Kochtöpfe = fertige Erzeugnisse im UV
    • Absatzmarkt p = 20€ abzüglich 4€ Kosten
    • Beschaffungsmarkt p= 18€

    §253(4) HGB -> niedriger Wert -> Börsen- oder Marktpreis // Sofernn nicht vorhanden -> beizulegender Wert 

    i.d R wiederbeschaffungskosten oder Reproduktionskosten bei RHB oder Handelswaren des UV

    • unfertige und fertige Erzeugnisse
    • -> können auch fremdbezogen werden -> Beschaffungsmarkt + Absatzmarkt

    -> können nicht fremdbezogen werden -> Absatzmarkt

    -> hier 2 potentiellle Märkte -> Vorsichtsprinzip -> Minimum aus Absatz- u. Beschaffungsmarkt 

    • Beschaffungsmarkt 18€
    • vorsichtig geschätzten Veräußerugserlös: 20€- 4€ = 16€

    • -> Ansatz zu 16€ je Stück -> strenges Niederstwertprinzip
    • -> außerplanmäßig Abschreibung an Fertige Erzeugnisse 1500 € (24.000/16)
  27. Aufgabe 4 [Hausaufgabe]
    Die Neon Gelb GmbH produziert und verkauft immer noch erfolgreich Sonnenschirme.
    Aufgrund der Erderwärmung möchte sie nun künftig ihre Produktionskapazität ausweiten. Zu
    diesem Zweck wird ein Grundstück nebst darauf befindlicher Lagerhalle gekauft. Außerdem
    wird die Produktionsstraße um eine selbst hergestellte Aluminiumgussmaschine ergänzt.
    Im Zusammenhang mit dem Grundstück/Gebäude sind folgende Kosten angefallen:
     Kauf von Grundstück und Lagerhalle: Der gesamte Kaufpreis betrug 800.000 €; dieser
    entfällt zu 60 % auf das Grundstück und zu 40 % auf die darauf befindliche Lagerhalle.
     Der Kauf des Grundstücks nebst Halle wurde zudem zu 50 % fremdfinanziert. Hierfür
    fallen jährliche Zinsaufwendungen in Höhe von 5 % an.
     Das Entgelt für das beauftragte Maklerbüro hat netto 2 % des Verkaufspreises betragen.
     Auch Beratungs- und Fahrtkosten eines Sachverständigen, die im Vorfeld der
    Anschaffung im Rahmen etlicher Besichtigungen angefallen sind, wurden bezahlt (10.000
    €).
     Rechtsanwaltskosten für das Aufsetzen des Kaufvertrages von 1.000 € netto fielen an.
     Die amtliche Gebühr für die Eintragung in das Grundbuch betrug 500 €.
    Im Rahmen der Herstellung der Aluminiumgussmaschine sind folgende Kosten angefallen:
     Bauelemente, Gehäuse und Kleinmaterialen für 110.000 €,
     Skizzen und Modelle für 25.000 €,
     Kosten für die Grundlagenforschung zur Aluminiumgussgeschwindigkeit von 250.000 €,
     Anteilige Kosten für das Vertriebspersonal in Höhe von 17.000 €,
     Kalkulatorische Miete für die Fertigungsräume, die im Eigentum der Neon Gelb GmbH
    stehen, in Höhe von 34.000 € (davon auf den Zeitraum der Herstellung entfallend
    17.000 €),
     Strom und Heizung in den Fertigungsräumen 30.000 €,
     Lohnaufwand für die Monteure 150.000 €,
     Anteilige allgemeine Verwaltungskosten 21.000 €,
     Planmäßige Abschreibung für die zur Herstellung verwendeten Maschinen 14.000 €.
    Nehmen Sie die Erstbewertung vor.
    • AK Grundstück/Lagerhalle:
    • Kaufpreis 800.000
    • Makler 16.000
    • RA 1.000
    • Grundbuchgebühr 500
    • AK 817.500
    • Davon entfallen auf Grund und Boden 60 %: 490.500
    • Davon entfallen auf Gebäude 40 %: 327.000

    •  FK-Zinsen idR keine AK (Ausnahme: kreditfinanzierte Anzahlung für langfristige
    • Auftragsfertigung)

    • Beratungskosten, die im Vorfeld der Anschaffung eines VG anfallen, sind Aufwand, wenn die Kosten der Entscheidungsphase und dem Beschaffungsvorgang vorgelagert sind
    • (Anbahnungskosten -> sind nicht mittelbar dem VG zuzuordnen)

    • HK Aluminiumgussmaschine: 
    • Bauelemente etc. (MEK; MGK) 110.000
    • Lohn Monteure (FEK) 150.000
    • Strom und Heizung (FGK) 30.000
    • Skizzen und Modelle (SEK der Fertigung) 25.000
    • Abschreibung Maschinen (planm. Werteverzehr) 14.000
    • Wertuntergrenze Herstellungskosten 329.000
    • anteilige Verwaltungskosten 21.000
    • Wertobergrenze Herstellungskosten 350.000

    Nicht: Kosten Vertriebspersonal und Grundlagenforschung gem. § 255 (2) S. 4 HGB

    Nicht: Kalkulatorische Kosten (Pagatorik)
  28. 1) Die Locust AG erwirbt am 1.1.2014 in einem „Asset Deal“ alle Vermögensgegenstände
    der SME GmbH. In der Bilanz der GmbH wird lediglich Anlagevermögen mit einem
    Buchwert von 100.000 Euro (Marktpreis 150.000 Euro) ausgewiesen. Weitere
    Vermögensgegenstände sind nicht vorhanden. Die Locust AG zahlt für die Übernahme
    der SME GmbH einen Kaufpreis von 650.000 Euro.
    a) Wie wird der Sachverhalt 2014 und 2015 im Jahresabschluss der Locust AG
    ausgewiesen? Das erworbene Anlagevermögen hat eine Restnutzungsdauer von 10
    Jahren. Die Locust AG schreibt linear ab und setzt als Nutzungsdauer für Geschäftsoder
    Firmenwerte fünf Jahre ab dem Jahr der Anschaffung an. (6 Punkte)
    a) Asset Deal -> Kauf aller VG u Schulden nicht Kauf der Beteiligung 

    • Bilanz SEM GmbH 13
    • AV 100'
    • EK 100'

    -> Neubewertung AK als Teil Gesamtkaufpreis Asset Deals 

    • AV: Aufdeckung stelle Reserven (§257 (1) HGB)
    • -> Erstbewertung 01.01.14 150'
    • -> Folgebewertung 31.12.14 135'
    • (jährl. AfA= 15') 31.12.15 120'

    • GOF 
    • -> §246 HGB
    • -> Differenz zw. dem Kaufpreis u neubewerteten EK 
    • -> 650' -150' = 500'
    • Aktivierung §246 (1) S.4 HGB 
    • -> Erstbewertung 01.01.14 500'
    • -> Folgebewertung 31.12.14 400
    • (ND= 5J) => 31.12.15 300'
    • -> § 285 Nr13 HGB
  29. 1) Die Locust AG erwirbt am 1.1.2014 in einem „Asset Deal“ alle Vermögensgegenstände
    der SME GmbH. In der Bilanz der GmbH wird lediglich Anlagevermögen mit einem
    Buchwert von 100.000 Euro (Marktpreis 150.000 Euro) ausgewiesen. Weitere
    Vermögensgegenstände sind nicht vorhanden. Die Locust AG zahlt für die Übernahme
    der SME GmbH einen Kaufpreis von 650.000 Euro.
    a) Wie wird der Sachverhalt 2014 und 2015 im Jahresabschluss der Locust AG
    ausgewiesen? Das erworbene Anlagevermögen hat eine Restnutzungsdauer von 10
    Jahren. Die Locust AG schreibt linear ab und setzt als Nutzungsdauer für Geschäftsoder
    Firmenwerte fünf Jahre ab dem Jahr der Anschaffung an. (6 Punkte)
    b) Welche Auswirkungen hat der Vorgang auf die latenten Steuern im Jahr 2014, wenn
    steuerlich die Restnutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände des
    Anlagevermögens acht Jahre beträgt? Geschäfts- oder Firmenwerte werden steuerlich
    über 15 Jahre abgeschrieben. (6 Punkte)
    • b) unterschiedl. Rechsnutzungsdauer HB u StB
    • -> temporäre Differenzen HB & StB 
    • -> §274 HGB -> aktive /passive latente Steuer?

    • AV
    • Wertansatz 2014   HB 135.000 / StB 131.250 (150.000/8)

    • -> Differenz -> passive latente Steuer ( Pflicht!)
    • -> zukünftige höhere Steuer relativ zu HB da weniger Abschreibungsaufwand 
    • -> Vgl Verbindlichkeit ggü FA 

    • GOF
    • Wertansatz HB 400' // StB 466.667 (5000'/15)

    • -> Diffezenz -> aktive latente Steuer (Wahlrecht!) // -> zukünftige Steuerentlastung //-> zukünftige StB höhere AfA
    • -> vgl. Vorauszahlung 
    • -> Saldierung ist möglich!
  30. 1) Die Locust AG erwirbt am 1.1.2014 in einem „Asset Deal“ alle Vermögensgegenstände
    der SME GmbH. In der Bilanz der GmbH wird lediglich Anlagevermögen mit einem
    Buchwert von 100.000 Euro (Marktpreis 150.000 Euro) ausgewiesen. Weitere
    Vermögensgegenstände sind nicht vorhanden. Die Locust AG zahlt für die Übernahme
    der SME GmbH einen Kaufpreis von 650.000 Euro.
    a) Wie wird der Sachverhalt 2014 und 2015 im Jahresabschluss der Locust AG
    ausgewiesen? Das erworbene Anlagevermögen hat eine Restnutzungsdauer von 10
    Jahren. Die Locust AG schreibt linear ab und setzt als Nutzungsdauer für Geschäftsoder
    Firmenwerte fünf Jahre ab dem Jahr der Anschaffung an. (6 Punkte)
    b) Welche Auswirkungen hat der Vorgang auf die latenten Steuern im Jahr 2014, wenn
    steuerlich die Restnutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände des
    Anlagevermögens acht Jahre beträgt? Geschäfts- oder Firmenwerte werden steuerlich
    über 15 Jahre abgeschrieben. (6 Punkte)
    c) Im Jahr 2016 ergibt ein Niederstwerttest, dass zu diesem Zeitpunkt ein Kaufpreis für
    die SME GmbH in Höhe von 200.000 Euro angemessen gewesen wäre. Welche
    bilanziellen Folgen hat dies (verbal, ohne Zahlen)? Was passiert, wenn sich der Wert
    im nächsten Jahr wieder erholt? (6 Punkte)
    • c) 2016
    • Niederstwertprinzip HB (§253(3) S.3 HGB)
    • -> außerplanmäßige Abschreibung auf niederigen beizulegenden Wert? 
    • -> Ja
    • -> Frage AV u GoF? Hier GOF ausreichend // GoF zuerst
    • -> neue Berechnung AfA

    • 2017
    • Wertaufholung § 253 (5)
    • -> AV § 253 (5) S.1 HGB Wertaufholung bnis max. historische fortgeführte AK 
    • -> GoF §253(5) S.2 HGB niederiger Wert ist beizubehalten
  31. Die Test-AG hat am 31.12.2014 1.000 Barrel Rohöl auf Lager. Diese Position wurde am
    1.3.2014 für 100.000 Euro angeschafft. Am 31.12.2014 liegt der Weltmarktpreis für
    Rohöl bei 75 Euro/Barrel. Die Test-AG hält außerdem eine Verkaufsoption für Rohöl.
    Diese Option berechtigt die AG, 900 Barrel Rohöl am 1.6.2015 für 117.000 US-Dollar zu
    verkaufen. Der Marktpreis der Option liegt am 31.12.2014 über ihren
    Anschaffungskosten. Der Kurs am 31.12.2014 betrage 1,30 US-Dollar/Euro. Wie ist der
    Sachverhalt im Jahresabschluss der Test-AG am 31.12.2014 zu berücksichtigen? (10
    Punkte)
    • Angabe 
    • Barrel Rohöl 
    • 31.12.14 AK 100' // MP 1000 x 75= 75.000 // Verkaufoption MP > AK // Kurs US $/€ 1,30

    01.06.15 Verkaufoption 900 Barrel 117000$ -> 90.000€

    • Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft
    • -> Möglichkeit Bewertungseinheit §254 HGB?
    • -> "kann-VOrschrift"

    -> ohne Bewertungseinheit -> einzelbewertung §252 (1) Nr.3 HGB 

    Rohöl (niederstwertprinzip) -> 75.000€ // §253 (4) S.1 HGB

    Verkaufsobtion (Realisationsprinzip)

    • -> Bewertungseinheit 
    • -> möglich -> überwiegender Teile gesichert
    • -> Abkehr von Einzelbewertung / realisationsprinzip 
    • -> Verrechnung Wertsteigerung u Minderung von Sicherungs- und Grundgeschäft 

    • Wertänderung 
    • Rohöl               - 25.000
    • Verkaufspotion + 22000 (900 von 1000 Barrel gesichert 90% 0,9x 25.000= 22.500)

    • => -25.000 -> nicht abgesichert 
    • -> Abschreibung Rohöl
  32. Die Muster-AG weist zum 31.12.2014 folgendes Eigenkapital aus (in Tausend Euro):
    Gezeichnetes Kapital 100
    Kapitalrücklage 0
    Gewinnrücklage 200
    Jahresüberschuss 30
    Gewinnvortrag 10
    a) Erläutern Sie an dem Beispiel die Aufstellung des Jahresabschlusses vor, nach
    teilweiser und nach Gewinnverwendung. (6 Punkte)
    • EK Bilanzierung 
    • -> Folie 104
    • -> §268 HGB
    • vor Gewinnverwendung 
    • -> sowie oben (Aufgabenstellung) 
    • -> Ausweis JÜ in der Bilanz 
    • -> Hauptversammlung muss nach vollständig über Gewinnverwendung entscheiden 
    • -> Gewinnvortrag aus Vorjahr bleibt stehen 

    • nach teilweiser Gewinnverwendung 
    • -> § 268(1) HGB
    • -> vor Aufstellung JA teilweise Gewinnverwendungsbeschluss
    • -> Summe aus JÜ +/- Gewinn-/verlustvortrag aus Vorjahr -> der Teil aus Summe über den noch nicht entschieden = Bilanzgewinn 

    • nach vollständiger Gewinnverwendung 
    • -> kein Bilanzgewinn 
    • -> ggf Dividendenverbindlichkei
  33. Die Muster-AG weist zum 31.12.2014 folgendes Eigenkapital aus (in Tausend Euro):
    Gezeichnetes Kapital 100
    Kapitalrücklage 0
    Gewinnrücklage 200
    Jahresüberschuss 30
    Gewinnvortrag 10
    a) Erläutern Sie an dem Beispiel die Aufstellung des Jahresabschlusses vor, nach
    teilweiser und nach Gewinnverwendung. (6 Punkte)
    b) Der Vorstand schlägt vor, 20.000 Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen. Über
    die Verwendung des verbleibenden Betrags soll dann die Hauptversammlung
    entscheiden. Wie ist der Vorschlag des Vorstands im Eigenkapitalausweis
    abzubilden? (6 Punkte)
    b) Gewinnverwendungsrechnung 

    • JÜ 30
    • + Gewinnvortrag 10
    • - Einstellung in Gewinnrücklage -20
    • --------------------------------------
    • = Bilanzgewinn 20

    • Ausweis
    • Gez.Kapital 100
    • Kapitalrücklage 0
    • Gewinnrüclage 220
    • Bilanzgewinn 20
  34. Bitte nehmen Sie mit kurzer Begründung und ggf. Nennung der einschlägigen Norm
    Stellung, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.
    Bei konstant steigenden Einkaufspreisen führt das Bewertungsvereinfachungsverfahren
    „FIFO“ zu höheren stillen Reserven als das Verfahren „LIFO“.
    • Falsch
    • LIFO führt bei steigenden Rohstoffpreisen zu höheren stillen Reserven als das FIFO, da
    • sich bei LIFO annahmegemäß die zuerst relativ günstig angeschafften
    • Vermögensgegenstände noch in der Bilanz befinden (FIFO = umgekehrt)
  35. Bitte nehmen Sie mit kurzer Begründung und ggf. Nennung der einschlägigen Norm
    Stellung, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.

    Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert muss handelsrechtlich aktiviert werden,
    obwohl die abstrakte Bilanzierungsfähigkeit nicht vorliegt. Für den originären
    Geschäfts- oder Firmenwert besteht handelsrechtlich ein Wahlrecht.
    • Falsch
    • Für den originären GoF besteht handelsrechtlich ein Aktivierungsverbot (UKS aus
    • § 246 Abs. 1 S. 4 HGB).
  36. Bitte nehmen Sie mit kurzer Begründung und ggf. Nennung der einschlägigen Norm
    Stellung, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.

    Bei Fremdwährungsposten (auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und
    Verbindlichkeiten) mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger gelten
    handelsrechtlich das Anschaffungswertprinzip und das Realisationsprinzip nicht.
    • Richtig
    • Die Restlaufzeit eines Fremdwährungspostens beeinflusst dessen Bewertung!
    • § 256a S. 2 HGB: Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1
    • S. 1 [AK-Prinzip] und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HS 2 [Realisationsprinzip] nicht anzuwenden.
  37. Bitte nehmen Sie mit kurzer Begründung und ggf. Nennung der einschlägigen Norm
    Stellung, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.

    Große Kapitalgesellschaften müssen unabhängig davon, ob sie kapitalmarktorientiert
    sind oder nicht, ihren Konzernabschluss nach IFRS aufstellen.
    • Falsch
    • Kapitalmarktorientierte KapG müssen einen IFRS-KA erstellen vgl. § 315a Abs. 1 HGB.
    • Kapitalmarktorientierte KapG gelten auch immer als große KapG (vgl. § 267 Abs. 3
    • S. 2 HGB) aber nicht umgekehrt.
  38. Zu Graham, Harvey, Rajgopal, The economic implications of corporate financial
    reporting, Journal of Accounting and Economics 2005, S. 3-73: Erläutern Sie jeweils, wie
    mit folgenden Maßnahmen das Jahresergebnis gezielt beeinflusst werden kann. (12
    Punkte) (Anmerkung: Inhalt wird in der VL am 1.6. besprochen)
     Reduktion diskretionärer Aufwendungen
    • Reduktion diskretionärer Aufwendungen
    • Sachverhaltsgestaltung
    • Eine Reduktion diskretionärer Aufwendungen, bspw.
    • − Sondervergütungen an Mitarbeiter
    • − sog. „weiche Investitionen“ wie Forschung, Mitarbeiterfortbildung, Werbung
    • führt zu einem steigenden Jahresergebnis
  39. Zu Graham, Harvey, Rajgopal, The economic implications of corporate financial
    reporting, Journal of Accounting and Economics 2005, S. 3-73: Erläutern Sie jeweils, wie
    mit folgenden Maßnahmen das Jahresergebnis gezielt beeinflusst werden kann. (12
    Punkte) (Anmerkung: Inhalt wird in der VL am 1.6. besprochen)

     Verzögern eines neuen Projekts
    • Sachverhaltsgestaltung
    • Die Verzögerung eines neuen Projekts
    • − verzögert die Erlöse, die mit dem Projekt einhergehen und verringern das
    • Jahresergebnis
    • − kann eine positive Ergebniswirkung haben, bspw. wenn ein Projekt nicht
    • vollständig aktiviert wird oder werden darf (Wahlrechte und Verbote im Rahmen
    • der Ermittlung der Herstellungskosten) – dann führt die Verzögerung eines
    • Projekts zu weniger Aufwand
  40. Zu Graham, Harvey, Rajgopal, The economic implications of corporate financial
    reporting, Journal of Accounting and Economics 2005, S. 3-73: Erläutern Sie jeweils, wie
    mit folgenden Maßnahmen das Jahresergebnis gezielt beeinflusst werden kann. (12
    Punkte) (Anmerkung: Inhalt wird in der VL am 1.6. besprochen)

     Änderung Schätzannahmen
    • Abbildungsgestaltung
    • Eine Änderung von Schätzannahmen kann das Jahresergebnis sowohl positiv als auch
    • negativ beeinflussen. Bspw. werden folgende Schätzungen angestellt:
    • − Nutzungsdauer: je länger die Nutzungsdauer, desto weniger Aufwand p. a.
    • − lange Nutzungsdauer → weniger Aufwand pro Periode → höheres JE
    • − Kurze Nutzungsdauer → mehr Aufwand pro Periode → geringes JE
    • − Bemessung von Rückstellungen
    • − Restwert
  41. zahlungswirksam/ erfolgswirksam
    1. "Zahlung/zahlungswirksam" bedeutet tatsächlicher Geldfluss, z.B. Barkauf von Büromaterial2. "Erfolgswirksam" bedeutet in der Tat, dass Erfolgskonten betroffen sind, also schlussendlich die GuV.Demnach wären also "zahlungswirksame Aufwendungen", Aufwendungen, bei denen direkt Geld geflossen ist."erfolgswirksame Zahlungen" können jedoch sowohl Aufwendungen, als auch Erträge betreffen!
  42. Übungsblatt 2 Aufgabe 2
    c) Wie beurteilen sie Gewinn und Cash Flow bezüglich der Kriterien
    „Entscheidungsnützlichkeit“ und „Prognosefähigkeit“?
    • Entscheidungsnützlichkeit
    • Relevanz
    • Gewinn: sehr relevant // spiegelt tatsächlichen Erfolg des U recht gut wider (vergleich mit Geschäftsvorfällen) // Ausnahme bspw. Rückstellung, da die Höhe der Rückstellung stark vom tatsächlichen Aufwand abweicht 


    Cash Flow: weniger relevant bezüglich Erfolgsabbildung (Vergleich mit Geschäftsvorfällen) // CF- Verlauf würde stark steigenden Erfolgsverlauf zeigen, der so aber nicht vorliegt // auch wenn nur der operative CF betrachtet wird, ist der Verlauf bspw. durch unterschiedliche Zeitpunkte bezüglich Herstellung und Verkauf sehr volatil und passt weniger gut zum tatsächlichen Erfolgsverlauf // CF als Indikator für Liquidität dennoch wichtig 

    • Verkässlichkeit 
    • Gewinn: ggf. sehr konservativ ermittelt (vgl. Rückstellung) // ggf. durch Ermessen ( Höhe der Rückstellung, Höhe der Herstellungskosten, Nutzungsdauer etc) und Bilanzpolitik beeinflusst 

    Cashflow: im Vergleich zum Gewinn verlässlicher

    • Prognosefähigkeit
    • CF- Verlauf würde stark wachsendes U mit hoher Streuung zeigen, wobei der Gewinn eher konstant mit geringer Streuung verläuft -> Gewinn eher geeignet, um zukünftigen Erfolg zu prognostizieren
    • CF als Ermittlungsgröße für zukünftigen Erfolg geeinet? -> eher geringe Korrelation mit tatsächlichen Erfolg (sieh oben) 
    • Empire: es gibt Anzeichen dafür, dass Gewinne zukünftige CF besser prognostizieren als heutige CF, d.h Periodisierung scheint Prognosefähigkeit zu erhöhen
    • Prognosefähigkeit und Entscheidungsnützlichkeit sind miteinander verbunden ( z.B Entscheidung über Halten der Anteile erfordert Erwartungen zum Erfolg in der Zukunft)
  43. Free CF
    Operative CF( CF aus laufender Geschäftstätigkeit) + Investitioncashflow (CF aus Finanzierungstätigkeit. CF aus Interaktion mit EK/FK-Geber)
  44. Kapitalflussrechnung
    • Zahlungsmittelstrom eines best. Zeitraumes
    • Veränderung Liquidität + Ursachen der Veränderung
    • Aufteilung operativ , Finanzierung, Investition 
    • -> Ein- und Auszahlungen
  45. Weitere Gründe Unterschiede zwischen Ertragswert und Buchwert:
    • • Nicht alles, was zu Ertragswert beiträgt, wird auch in Bilanz erfasst (z. B. Kundeliste,
    • Mitarbeiter Knowhow, selbstgeschaffene Marken -> Immaterielle VG)
    • • Einzelbewertung in Bilanz ungleich Gesamtbewertung bei Ertragswert
    • (Synergieeffekte fließen in Ertragswert ein)
    • • Bilanzmanipulation / Bilanzpolitik
    • • Modellannahmen und Unsicherheit bei Berechnung des Ertragswertes
    • -> Aufzählung nicht abschließend
  46. Aktivierungsgrundsatz
    abstrakte Aktivierungsfähigkeit // konkrete Aktivierungsfähigkeit
    abstrakte Aktivierungsfähigkeit

    • • künftiger wirtschaftlicher Nutzen / Wert
    • • selbständige Bewertbarkeit
    • • selbständige Verkehrsfähigkeit

    • konkrete Aktivierungsfähigkeit
    • • Pflicht (derivativer GoF)
    • • Verbot (Gründung, EK-Beschaffung,
    • selbst erschaffene Marken, …)
    • • Wahlrecht (Entwicklungskosten selbst
    • erstellter immat. VG, aktive latente
    • Steuern, Schenkungen, …)
  47. Passivierungsgrundsatz
    abstrakte Passivierungsfähigkeit // konkrete Passivierungsfähigkeit
    • abstrakte Passivierungsfähigkeit 
    • • rechtl./wirtschaftl. Verpflichtung
    • • wirtschaftliche Belastung
    • • Quantifizierbarkeit / selbstständig
    • bewertbar (nicht nur Unt.Risiko)

    • konkrete Passivierungsfähigkeit
    • • Verbot (nicht im Gesetz genannte
    • Rückstellungen)
    • • Wahlrecht (Pensionsrückstellungen vor
    • 1987)
  48. Zugangsbewertung §§ 253 und 255 HGB //
    Grundsatz der Einzelbewertung
    • • Grundsatz der Einzelbewertung
    • • Wertansätze: § 253 Abs. 1 HGB
    • • AK: Für fremdbezogene VG (Definition: § 255 Abs. 1 HGB)
    • • HK: Vom Unt. hergestellte VG (Definition: § 255 Abs. 2 HGB)
    • • Erfüllungsbetrag: Aufzuwendender Betrag zur Erfüllung der (sicheren)
    • Verpflichtung
    • • Notwendiger Erfüllungsbetrag: Aufzuwendender Betrag zur Erfüllung der
    • Rückstellung; Abzinsung bei Laufzeit > 1 Jahr
    • • Beizulegender Zeitwert: Insbesondere bei Rückstellungen für
    • Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich am Zeitwert der
    • entsprechenden Wertpapiere im AV orientiert.
  49. Folgebewertung § 253 HGB (Stichpunkte)
    • Planmäßig
    • • Abschreibungen bei abnutzbaren VG des AV
    • • Zuschreibung des Diskontierungsanteils bei abgezinsten Schulden

    Außerplanmäßig:

    • • Beizulegender Wert vs. beizulegender Zeitwert
    • • Beschaffungsmarkt vs. Absatzmarkt
    • • Niederstwertprinzip

    Wertaufholung
  50. Kapitalflussrechnung
    • • Abbildung von Zahlungsströmen:
    • • Einblick in die Finanzlage des Unt.
    • • Verzicht auf Periodisierung aber Periodenbezug
    • • Generierung von liquiden Mittel aus operativer Tätigkeit?
    • • Normierung:
    • • § 264 Abs. 1 S. 2 und § 297 Abs. 1 S. 1 HGB
    • • DRS 2 bzw. neu: DRS 21
    • • Ermittlung:
    • • Direkte Methode -> Buchung von zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen
    • unmittelbar auf Zahlungskonten
    • -> direkte Darstellungsmethode

    • • Indirekte Methode -> Auf Basis des Jahresabschlusses:
    • • (Mechanisch: Beständedifferenzbilanz
    • -> Veränderungsbilanz -> 
    • Bewegungsbilanz sowie Einbeziehung der Erfolgsrechnung und weiterer
    • Informationen)

    • Intuitiv?
  51. Kapitalflussrechnung 
    Jahreserfolg =
    • Jahreserfolg = Erträge - Aufwendungen
    •    + Nicht zahlungswirksame Aufwendungen
    •     - Nicht zahlungswirksame Erträge
    •    = Zahlungswirksamer Jahreserfolg
    •    + Nicht GuV-wirksame Einzahlungen
    •    - Nicht GuV-wirksame Auszahlungen

    Veränderung der Finanzmittel = Einzahlungen - Auszahlungen
  52. Erstellung der Konzernbilanz
    • • Vorbereitende Maßnahmen
    • • §§ 298, 299 HGB
    • • §§ 300 (Ansatz), 308 (Bewertung) HGB -> HB II
    • • Währungsumrechnungen nach § 308a HGB
    • • Eigentliche Konsolidierung
    • • Kapitalkonsolidierung (§§ 301, 302 HGB)
    • • Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB)
    • • Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB)
    • • GuV-Anpassungen (§ 305 HGB
  53. Erstkonsolidierung
    1) Summenbilanz 2013 erstellen (Beteiligung an Tochter U, gezeichnetes Kapital, Gewinnvortrag wurden verändert)

    • 2) Konzernbilanz 2013 erstellen ( keine Schuldenkonsolidierung oder Zwischenergebniseliminierung notwendig)
    • GOF, Grund und Boden, sonstiges AV //gezeichnetes Kapital, Gewinnvortrag)
  54. Folgenkonsolidierung
    1) Summenbilanz 2014 erstellen ( keine HB II- Anpassungen oder Umrechnungen erforderlich)

    • 2) Erste Kapitalkonsolidierung wiederholen (auf Basis 2013)
    • GoF; Grund und Boden, sonstiges AV // gezeichnetes Kapital, Gewinnvortrag)

    • 3)Eigentliche Kapitalfolgekonsolidierung:
    • GoF, Grund und Boden, sonstiges AV // Gewinnvortrag)

    • 4) Schuldenkonsolidierung 
    • 5) Zwischenergebniselimierung
    • Vorräte // Gewinnvortrag
  55. a) Erläutern Sie bitte zunächst allgemein die dem Konzernabschluss zugrunde liegende Theorie.
    Konzernabschluss -> Informationsfunktion 

    • Einheitstheorie:
    • -> Asset Deal -> Erwerb VG + Schulden
    • -> Quotientkonsolidierung z.B Joint Venture
  56. b) Prüfen Sie bitte, inwieweit die LPH AG handelsrechtlich verpflichtet ist, einen Konzernabschluss
    zu erstellen.
    • §290 HGB
    • -> Sitz im Inland (MU
    • -> beherschender Einfluss ? -> 100% der Anteile => Stimmrechtmehrheit §290 (2) Nr.1

    • Ausnahme?
    • - § 291 u 292 HGB -> Konzernketten
    • - § 293 HGB -> größenabhängige Befreiung  // -> hier in Aufgabe wenig Information // -> Ausnahme §293 greift nicht // -> Achtung Abs.5 -> Kapitalmakrt orientiert -> "immer groß" + IFRS Pflicht

    • - §296 HGB -> Verzicht auf Einbeziehung TU 
    • => keine AUsnahme 

    => Verpflichtung Aufstellung KA nach HGB
  57. Exkurs Verkaufsoption
    • -> Finazprodukt 
    • -> inhaber der Option: Recht zukünftigen Zeitpunkt best. VG zu heute festgelegten Preis zu verkaufen 

    -> Optionsgewährer_ erhält heute den Preis der Option (= AK für Optionsinhaber ) und zu zukünftigen Zeitpunkt muss er den best. VG zu vorher festgelegten Preis kaufen)
  58. Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert

    Bsp Die X-AG kauft die Y-AG, die über ein Vermögen von 5 Mill. € verfügt und Schulden von 2 Mill. € hat. Der Kaufpreis beträgt 10 Mill. €. Wie hoch ist der derivative Geschäftswert?
    • Der derivative Geschäfts- oder Firmenwert (= derivativer Goodwill) bezeichnet den Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis einer Unternehmung und der Differenz aus Vermögen und Schulden dieser Unternehmung, sofern die Differenz positiv ist.
    • Da der eigentliche „Wert“ der Y-AG dann 5 – 2 = 3 Mill. € beträgt, ist der Kaufpreis von 10 Mill. € gewissermaßen um 7 Mill. € „überhöht“. Diese 7 Mill. € bilden damit den derivativen Geschäftswert. Der derivative Geschäftswert ist also ein Maß dafür, wie sehr der Kaufpreis einer Unternehmung „überhöht“ ist. Er findet seine Berechtigung darin, dass man offenbar positive Erwartungen für die Zukunft der gekauften Unternehmung hat, so dass sich der gewissermaßen überhöhte Kaufpreis rentieren wird.
  59. Realisationsprinzip
    • § 252 Abs.1 Nr.4 Halbsatz 2 HGB
    • AUsweis und Ausschüttung unrealisierter Gewinne wird verhindert 
    • dazu gehört: AHK- Prinzip §253 Abs.1 S.1 HGB 
    • - Realisationszeitpunkt: Zeitpunkt der Leistungserbringung 
    •  - ergänzt das Realisationsprinzip
    • - Zeitraumbezogene Erträge und Aufwendungen sind den einzelnen Perioden zeitanteilig zuzurechnen
  60. Vorsichtsprinzip
    • §252 Abs.1 Nr.4 HGB 
    • Daumenregel 
    • Imparitätsprinzip:
    • Es ist eine dem Vorsichsprinzip folgende ungleiche (imparitätische) Behandlung von Gewinnen und Verlusten vorzunehmen 
    • positive Ergebnisse müssen sowohl verursacht als auch realisiert werden 
    • negative Ergebnisse sind bereits dann als Aufwand zu erfassen, wenn sie verursacht sind
  61. Ergebnisverwendung
    • Jahresergebnis
    • +/- Gewinn-/Verlustvorträge
    • + Entnahmen aus kapitalrücklagen
    • + Entnahmen aus Gewinnrücklagen
    • - Einstellung in Gewinnrücklagen
    • ---------------------------------------=          Bilanzgewinn
    • - auszuschüttender Betrag
    • --------------------------------------
    • = Gewinn-/Verlustvortrag (für Folgeperiode)
  62. Anschaffungskosten
    • § 255 I HGB 
    •  Kaufpreis (Netto)
    • + Anschaffungsnebenskosten
    • + Nachträgliche Anschaffungskosten
    • -  Preisminderung ( Rabatte, Skonto, Boni)
    • ----------------------------------------------
    •  = Anschaffungskosten
  63. Herstellungskosten
    • Bestandteile:    
    • Materialeinzelkosten
    • +Materialgemeinkosten
    • +Sondereinzelkosten
    • +Fertigungseinzelkosten
    • +Fertigungsgemeinkosten
    • +Werteverzehr des Anlagevermögens
    • --------------------------------------------
    • = Wertuntergrenze (Pflichtbestandteile)
    • + angemessener Teil der Kosten für     
    •           .allg. Verwaltung           
    •            .soziale Einrichtung des Betriebs                    . freiwillige soziale Leistungen                        . betrieblicher Altervorsorge
    • + Finazierungskosten (§ 255 III HGB)
    • --------------------------------------------
    • = Wertobergrenze (Wahlrechtbestandteile)
  64. Gesamtkostenverfahren
    • Erhöhungen und Minderungen des Bestandes an fE und uE werden im Bestandsveränderungskonto erfasstGliederung nach Aufwandsarten :    
    • - Materialaufwand 
    • - Personalaufwand
  65. Umsatzkostenverfahren
    • kein Bestandsveränderungskonto vorhandenGliederung nach Funktionsbereichen:  - umsatzbezogene Herstellungskosten 
    • - Vertriebskosten 
    • - Verwaltungskosten

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