Mikroökonomie

Card Set Information

Author:
huatieulans
ID:
304453
Filename:
Mikroökonomie
Updated:
2015-07-18 06:10:19
Tags:
Klausur
Folders:
BWL
Description:
Vorbereitung
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  1. Konsumtheorie
    Wie verhalten sich Konsumenten?
    • Grundidee: Konsumenten wählen das subjektiv
    • beste Güterbündel, das sie sich leisten können
    • Die Konsumtheorie operationalisiert diese Idee.
    • Was bedeutet
    • 1. „sich leisten können“? => Budgetrestriktion
    • 2. „das Beste“? =>Präferenzen
  2. Die Budgetbeschränkung
    Fragestellung:
    Wie operationalisiert man
    „sich leisten können“?
    • Einfachster Fall:
    • 1. Konsumenten mit Budget (Geld) m>0 =>exogen.
    • 2. Zwei Güter 1 und 2: Menge x1 und x2 => endogen.
    • 3. Die Marktpreise sind jeweils p1 und p2 => exogen.

    • Welche Güterbündel (x1,x2) kann sich ein Konsument leisten?
    • Jedes, das sein Budget nicht übersteigt!

    p1x1 + p2x2 <= m -> Budgetbeschränkung
  3. Steigung der Budgetgeraden:
    x2= -p1/p2 x1 + m/p2

    Steigung der Budgetgerade ist = -p1/p2

    • Die Steigung der Budgetgeraden misst das Verhältnis,
    • in dem der Markt bereit ist, Gut 2 gegen Gut 1 zu tauschen.
    • Ökonomische Bedeutung:
    • In anderen Worten: Die Steigung drückt die Opportunitätskosten von Gut 2 gemessen in Gut 1 aus
  4. Konvention: „relative Preise“
    • Die Preise der anderen Güter und das Einkommen werden relativ zu dem des zusammengesetzten Gutes ausgedrückt. Man spricht von einem Numeraire
    • Allgemein:
    • • Im Prinzip kann man das Numeraire beliebig wählen:

    Allgemein: p1x1 + p2x2 <= m

    •  Gut 1 als Numeraire: 1x1 +p2/p1 x2 <= m/p1
    • Gut 2 als Numeraire:  p1/p2 x1 + 1x <= m/p2
    • Die Budgetmenge ändert sich dadurch nicht!
    • Fazit: Nur relative und nicht absolute Preise sind relevant.
  5. Komparative Statik:
    Änderungen der exogenen Parameter.

    • Einkommenserhöhung
    • Preisänderung des 
    •  Gleichmäßige Änderung beider Preise
  6. Auswirkung einer Steuer auf die Budgetmenge:
    • • Wertsteuer/ Ad Valorem Steuer: z.B. Umsatzsteuer // Wirkt sich wie eine gleichmäßige
    • Preiserhöhung aus!
    • • Pauschalsteuer: fixer Betrag unabhängig vom Verhalten
    • des Konsumenten. z.B. Gemeindesteuer
    • Wirkt wie Einkommensrückgang.
    • • Effekte einer Rationierung: Konsument darf nicht mehr als eine bestimmte Menge x1max konsumieren.
    • Budgetgeraden müssen nicht linear sein
  7. Vollständigkeit:
    • Ein Konsument kann alle
    • Güterbündel miteinander vergleichen.
  8. Reflexivität:
    • Ein Konsument findet das gleiche
    • Güterbündel ebenso gut wie es selbst.
  9. Transitivität:
    • Wenn ein K. ein Güterbündel X besser
    • als Y und das Güterbündel Y besser als Z findet,
    • dann findet er Güterbündel X auch besser als Z.
  10. 1. Perfekte Substitute:
    • Aus Sicht des Konsumenten sind die Güter gleich
    • Bei perfekten Substituten ist die Steigung der Indifferenzkurve konstant…  zwar
    • häufig wie hier -1.
  11. Perfekte Komplemente:
    • Aus Sicht der Konsumenten
    • nutzen die Güter nur gemeinsam etwas→ Perfekte Substitute und Perfekte Komplemente sind als Extremfälle interessant.
  12. Ein „Schlecht“ (= „unerwünschtes Gut“)
    • Beispiel: In der Kneipe ist für Nichtraucher
    • Bier ein „Gut“, Rauch aber ein „Schlecht“.
  13. Neutrale Güter:
    • Beispiel: Für Raucher mag Bier ein „Gut“ bleiben,
    • Rauch aber ein „neutrales Gut“ sein.
  14. Präferenzen im Normalfall (Standardannahme):
    • Monotonie: „Mehr ist Besser“ (kein Schlecht).
    • -> Negative Steigung der Indifferenzkurve.

    • Konvexe Präferenzen: Der Konsument bevorzugt durchschnittliches/mittleres
    • Güterbündel gegenüber extremen
    • Bündeln.
    • Definition: Die Präferenzen eines Konsumenten sind
    • konvex, wenn für zwei beliebige Güterbündel, zwischen
    • denen der Konsument indifferent ist, gilt, daß der Konsument jede „konvexe Kombination“ dieser zwei Güterbündel dem ursprünglichen Bündeln vorzieht
  15. Grenzrate der Substitution (MRS):
    Steigung der Indifferenzkurve.

    • = Rate, zu der ein Konsument bereit ist, eine marginale
    • Einheit des Gutes 1 durch Einheiten des Gutes 2 zu
    • substituieren, ohne sich hierdurch schlechter zu stellen.
  16. MRS und Gütertausch
    • Der Konsument besitzt ein Güterbündel X und kann Gut 1 bei einem Kurs von E gegen Gut 2 eintauschen (E ist der
    • Preis von Gut 1 ausgedrückt in Gut 2: E = p1/p2).
  17. Interpretation MRS als marginale Zahlungsbereitschaft
    • Definition: Die MRS gibt auch an, wie viel der Konsument für
    • eine zusätzliche Einheit von Gut 1 (in Einheiten von Gut 2)
    • zu zahlen bereit ist. In dem Fall entspricht die MRS der
    • marginalen Zahlungsbereitschaft (oder Grenzzahlungsbereitschaft/GZB)
  18. Eigenschaften der MRS/GZB im Normalfall:
    • Eigenschaften ergeben sich aus den Annahmen über
    • die Präferenzen im Normalfall.

    • 1) Monotonie -> MRS ist negativ (Konsument „gibt Gut 2
    • auf“).
    • 2) Konvexität -> Die Steigung nimmt ab. D.h.
    • die Grenzrate der Substitution bzw. die Grenzzahlungsbereitschaft
    • nimmt entlang einer Indifferenzkurve (absolut)
    • ab
  19. Die Idee der Nutzenfunktion
    • Der direkte Umgang mit Präferenzen ist umständlich. Es
    • wäre besser, Präferenzen direkt durch Zahlen auszudrücken. Prinzip: Jedes Güterbündel X versehen wir mit einer Zahl
    • u(X) und zwar so, dass Güterbündel X die höhere Zahl zugewiesen
    • bekommt, wenn der Konsument Güterbündel X
    • strikt besser findet als Güterbündel Y

    Die Nutzenfunktion u(·) beschreibt die Präferenzen.
  20. Ordinalität
    Konsequenz
    • Nur die Ordnung ist wichtig. Die absolute Größe des Nutzens
    • hat keine Bedeutung.
    • Gegenentwurf: kardinale Nutzenfunktion. Die absolute Größe der Nutzen hat eine Bedeutung

    • Unterschied: Die Aussage „Bündel X bringt mir zwei mal so viel Nutzen wie Bündel Y“ macht nur Sinn bei einem kardinalen
    • Nutzenkonzept.
    • Vorteil ordinaler Nutzenfunktion: schwächeres Konzept (weniger strikte Annahmen) als kardinaler Nutzen; reicht dennoch für konsistente Konsumtheorie.

    • Konsequenz:
    • Jede Änderung der Nutzenfunktion, die die
    • Ordnung nicht verändert, beschreibt die gleiche zugrundeliegende
    • Präferenzordnung
    • Wie sehen solche Änderungen einer Nutzenfunktion aus?
    • Eine Änderung kann man durch eine „Änderungsfunktion“
    • (monoton steigende Transformation) f(u) ausdrucken:
    • u(X) → v(X) „durch die Funktion f“. D.h. v(X)=f(u(X))

    • Beispiel: u(X)=2X; v(X)=6X.
    • Dann v(X)=3 u(X).
    • D.h. die Transformationsfunktion ist f(u)=3u.
  21. Transformationen
    • Wenn u(·) und v(·) die gleichen Präferenzen beschreiben,
    • muss, wenn u(X)>u(Y) gilt, dann auch v(X)>v(Y) gelten.

    • Fazit:
    • Jede monoton steigende Transformation einer Nutzenfunktion ergibt eine neue Nutzenfunktion, die die gleichen Präferenzen
    • beschreibt.
    • Da v(X)=f(u(X)) ist, muss daher bei u(X)>u(Y) dann auch f(u(X))>f(u(Y)) gelten.

    D.h. wenn u(X)-u(Y)>0 ist, dann muss auch f(u(X))-f(u(Y))>0 sein.

    und wenn u(X)-u(Y)<0 ist, dann muss auch f(u(X))-f(u(Y))<0 sein
  22. Transformation „kompakt“:
    • 1. Zu einer bestimmten Präferenzordnung gehören
    • beliebig viele Nutzenfunktionen.
    • 2. Zu einer bestimmten Nutzenfunktion gehört nur eine Präferenzordnung.
  23. Zusammenfassung (2): Nutzenfunktion
    • Eine monotone Transformation der Nutzenfunktion
    • beeinflusst die Grenznutzen, nicht jedoch die
    • Grenzrate der Transformation
    • Definitionen für bestimmte Nutzenfunktionen:
  24. Notwendige allgemeine Bedingung für Optimum:
    • Wenn,
    • 1) die Indifferenzkurve differenzierbar (glatt) ist und
    • 2) die Lösung ein inneres Optimum ist, 
    • dann ist die Steigung der Indifferenzkurve und der Budgetgerade im Optimum gleich.
    • Im Optimum (x1*,x2*) gilt somit:
    • MRS(x*1,x*2) = p1/p2
    • MRS positiv (“absolut”) definiert!
  25. 1. „Normale Güter“:
    Die Nachfrage steigt mit dem Einkommen.
  26. 2. „Inferiore Güter“:
    Die Nachfrage sinkt mit dem EinkommenBeispiele: Güter des einfachen Bedarfs oder niedriger Qualität.
  27. Sind Engelkurven stets gerade?
    • Bislang stets Spezialfall „homothetischer“ Präferenzen: Einkommenserhöhung
    • führt zu proportionaler NachfragesteigerungDefinition: Ein Konsument hat homothetische Präferenzen,
    • wenn für jedes t > 0 gilt, dass wenn
    • X > Y -> tX > tY
    • Bei homothetischen Präferenzen ist die Engelkurve eine
    • Gerade
  28. Nicht-lineare Engelkurven: “Luxusgüter” / “Notwendige Güter”
    • Luxusgut: Bei steigendem Einkommen kauft der Konsument
    • vom Gut überproportional viel mehr.
    • Notwendiges Gut: Bei steigendem Einkommen kauft der
    • Konsument vom Gut unterproportional viel mehr.
  29. Quasi lineare Präferenzen: u(x1,x2)=v(x1)+x2
    • Bei quasi-lineare Präferenzen ist die Engelkurve eine Vertikale
    • -> Erhöhung des Einkommen beeinflusst die Nachfrage nicht!
    • -> Kein Einkommenseffekt.
  30. Auch bei eigener Preisänderung sind also zwei Fälle denkbar:
    Gewöhnliche Güter, Giffengüter
    • 1. „Gewöhnliche Güter“: Nachfrage sinkt wenn der eigene Preis steigt
    • 2. „Giffen Güter“: Nachfrage steigt wenn der eigene Preis steigt.
  31. Auch bei Preisänderung des anderen Preises zwei Fälle denkbar

    Substitute, Komplemente
    Substitute: Nachfrage nach Gut 1 steigt, wenn der Preis des anderen Gutes steigt.

    Wenn Gut 2 teurer wird, substituiert der Konsument Gut 2 für Gut 1. Extremfall: perfekte Substitute

    • Komplemente: Nachfrage nach Gut 1 sinkt, wenn der Preis des
    • anderen Gutes steigt.
    • Der Konsument konsumiert die Güter gerne gemeinsam. 
    • Extremfall: perfekte Komplemente
  32. Eine Preissenkung des Gutes 1 hat zwei Effekte:
    • 1. Der Konsument wird reicher, weil er sich mehr
    • von Gut 1 leisten kann.
    • Das Realeinkommen des Konsumenten steigtï Einkommenseffekt
    • 2. Gut 1 wird relativ zu Gut 2 billiger.
    • SubstitutionseffektWenn der Preis sinkt, kann man das alte
    • Güterbündel kaufen und „behält Geld übrig“.
    • → Preisänderung hat einen Einkommenseffekt.
    • Weiter hat man einen Substitutionseffekt,
    • weil die Güter ein neues Preisverhältnis
    • haben.

    Wie kann man die beiden Effekte trennen?→Einkommenseffekt muss neutralisiert werden.
  33. Neutralisation des Einkommenseffektes
    • Idee: Konsument „erhält“ gerade so viel Einkommen, dass er
    • sich sein altes Güterbündel (x1,x2) bei neuen Preisen weiter
    • leisten kann:
  34. Richtung/Vorzeichen der Effekte:
    • 1. Einkommenseffekt (Wiederholung)
    • Bei normalen Gütern ist der Einkommenseffekt
    • negativ (= entgegengesetzt):
    • p1↓ -> Einkommenserhöhung -> Änderung x1↑

    • Bei inferioren Gütern ist der Einkommenseffekt
    • positiv (= gleichgerichtet):
    • p1↓ -> Einkommenserhöhung Änderung x1↓

    2. Substitutionseffekt ist immer negativ (=entgegengesetzt):
  35. Eigenschaften der Nachfragekurve
    • Preiselastizität: „Um wie viel Prozent ändert sich die
    • Nachfrage, wenn der Preis um 1% steigt.“

    E= % Änderung der Nachfrage / %Änderung des Preises

    • Wenn |ε(p)|>1, redet man über elastische Nachfrage:überproportionale Reaktion der Nachfrage. 
    • Wenn |ε(p)|<1, redet man über unelastische Nachfrage:unterproportionale Reaktion der Nachfrage.
  36. Kreuzpreiselastizität:
    • Um wie viel Prozent ändert sich die
    • Nachfrage, wenn der Preis des anderen Gutes um 1% steigt?
  37. Produktionsfunktion:
    • Maximal möglicher Output für ein gegebenes
    • Inputniveau
    • D.h. die Zahl f(x1,x2) ist die maximale Menge an Output,
    • die die Firma mit den Inputmengen (x1,x2) produzieren kann
    • Da Inputs Kosten verursachen, beschreibt die Produktionsfunktion den effizienten Rand der Produktionsmöglichkeitenmenge.
  38. Die Produktionsfunktion hat Ähnlichkeiten mit der Nutzenfunktion
    aus der Konsumtheorie. Aber….…wichtiger Unterschied:
    Nutzenfunktion ist ein ordinales Konzept: absolute Nutzenzahl bleibt ohne Bedeutung.

    Produktionsfunktion ist ein kardinales Konzept:absolute Produktionszahl ist von Bedeutung!
  39. Produktionfunktion substitutional.

    Produktionsfunktion
    limitational
    • Benötigt eine Firma mehrere Inputfaktoren, kann aber bei
    • effizienter Produktion (d.h. ohne Inputs wegzuwerfen) mit
    • unterschiedlichen Inputkombinationen die gleiche Outputmenge
    • erzeugen, dann heißt die Produktionfunktion substitutional.
    • Wenn eine Outputmenge nur durch eine mögliche Inputkombination
    • effizient zu erzeugen ist, ist die Produktionsfunktion
    • limitational. Inputwahl: Bei substitutionalen Produktionsfunktionen muss
    • die Firma überlegen, mit welcher Inputkombination sie eine
    • bestimmte Outputmenge produziert. Nicht so bei limitationaler
    • Technologie.
  40. Isoquante:
    • Menge aller Inputkombinationen, die gerade ausreichen
    • um eine bestimmte Outputmenge zu erzeugenWir gehen davon aus, dass die Produktionsfunktion streng monoton
    • ist (d.h. mit größeren Inputmengen kann man mehr Output
    • produzieren). Als Konsequenz muss die Isoquante fallend sein.
  41. Grenzprodukt:
    • Änderung in der Produktionsmenge, wenn die
    • Inputmenge eines Faktors um eine Einheit erhöht wird.Üblicherweise ist die Produktionsfunktion monoton, d.h. mit
    • größeren Inputmengen kann die Firma mehr produzieren.

    Daher wird das Grenzprodukt positiv sein:
  42. Die Technische Rate der Substitution (TRS) beschreibt das
    • Die Technische Rate der Substitution (TRS) beschreibt das
    • Verhältnis, in dem ein Produktionsfaktor durch einen anderen
    • ersetzt werden kann, so dass die Outputmenge konstant bleibt.
    • Die TRS(x1,x2) entspricht der Steigung der Isoquante in (x1,x2):
  43. Langfristige/kurzfristige Betrachtung: Wenn eine Firma
    • Langfristige/kurzfristige Betrachtung: Wenn eine Firma mehrere
    • Inputfaktoren benutzt, könnte es sein, dass die Anpassungsfähigkeit
    • der Faktoren zeitlich unterschiedlich ausfällt.Beispiel: Die Größe des Fabrikgeländes ist weniger schnell
    • zu ändern als die benutzte Menge von Rohstoffen!
    • Kurzfristig sind oftmals einige Inputfaktoren fixiert.
    • Langfristig aber können alle Inputfaktoren variiert werden.
  44. ) Quasi-fixe Faktoren
    • Kosten fallen nicht an, wenn nichts
    • produziert wird. Aber falls produziert wird, liegt ihre Höhe
    • fest. (z.B. Heizkosten).
  45. Inverse Faktornachfragekurve:
    Wie hoch muß der Faktorpreissein, damit eine bestimmte Menge vom Inputfaktor nachgefragtwird?
  46. = „bedingte Faktornachfragefunktion“:
    • Faktornachfrage bedingt auf eine gegebene Outputmenge y.
    • Diese Funktion beantwortet die Frage, mit welchen Inputmengen x1, x2 die Firma am kostengünstigsten einen Output y produziert, wenn die Inputpreise gegeben sind.
  47. Konstante Skalenerträge:
    • Um statt einer Einheit y Einheitenzu produzieren braucht die Firma y-mal so viel von jedem Input.
    • → Die minimalen Kosten für y Einheiten sind c(w1,w2,1)y.
    • → c(w1,w2,y)= c(w1,w2,1)
    • → AC(y)= c(w1,w2,1)y/y= c(w1,w2,1)
    • D.h. die Durchschnittskosten sind konstant.
  48. Fall 2: Steigende Skalenerträge
    • Fall 2: Steigende Skalenerträge: Um statt einer Einheit yEinheiten zu produzieren braucht die Firma weniger als y-malso viel von jedem Input. D.h. die minimalen Kosten für yEinheiten des Outputs sind kleiner als c(w1,w2,1)y.
    • → c(w1,w2,y)<c(w1,w2,1)y
    • Die Durchschnittskosten sind fallend.
  49. Fall 3: Fallende Skalenerträge:
    • Um statt einer Einheit y
    • Einheiten zu produzieren braucht die Firma mehr als y-mal so
    • viel von jedem Input. D.h. die minimale Kosten für y Einheiten
    • des Outputs sind größer als c(w1,w2,1)y.
    • → c(w1,w2,y)>c(w1,w2,1)y
    • Die Durchschnittskosten sind steigend.
  50. „Sunk Costs“:
    • eine Art von Fixkosten – aber im „zeitlichen
    • Sinn“. Kosten die bereits ausgegeben (versunken) sind und
    • daher das aktuelle oder künftige Verhalten von Firmen nicht
    • mehr beeinflussen.
    • Beispiele: „Eintrittsgebühren“ wie die 3G/UMTS-Lizenzen;
    • F&E Ausgaben; Studienkosten (nach Diplom).
  51. Hat die AC-kurve (AVC-kurve) ein Minimum, dann schneidet die MC-kurve die AC-kurve (AVC-kurve) inihrem Minimum:Wenn MC(y)<AC(y)
    • Wenn MC(y)AC(y), dann kostet eine zusätzliche Outputeinheit
    • mehr als die Durchschnittskosten.
    • → Eine Erhöhung des Outputs verringert die Durchschnittskosten
    • → AC-kurve verläuft in y fallend.

    • Wenn MC(y)>AC(y), dann kostet eine zusätzliche Outputeinheit
    • mehr als die Durchschnittskosten. 
    • Eine Erhöhung des Outputs erhöht die Durchschnittskosten
    • → AC-kurve verläuft in y steigend.
  52. Preiselastizität des Angebots:
    • relative Änderung des Marktangebots
    • bei einer relativen Preisänderung (Wie stark reagiert das Angebot auf
    • eine Preisänderung?)
  53. Langfristige Effekte:
    • Langfristig können alle Produktionsfaktoren optimal angepaßt werden→ keine fixen Kosten.
    •  Langfristig können Firmen den Markt verlassen und in den Markt
    • eintreten.
    • → Zahl der Firmen am Markt ist endogen.
    •  Langfristig werden die technologischen Unterschiede zwischen Firmen
    • verschwinden, weil jede Firma versuchen wird, die kostengünstigste
    • Technologie zu kopieren. 
    • → Produktionsfunktionen der Firmen gleich.
  54. Null-Gewinne?!
    • Null-Gewinne heißt nicht, daß die buchhalterischen Gewinne gleich
    • null sind.
    • Im langfristigen Gleichgewicht werden alle Produktionsfaktoren zu
    • ihren Opportunitätskosten entlohnt.

    • D.h., das Kapital muß mit dem Marktzins verzinst werden und der
    • Unternehmer muß einen Unternehmerlohn bekommen, der seinem
    • Lohn in der nächstbesten anderen Tätigkeit entspricht.
    • Aber darüber hinaus werden keine Gewinne erzielt. Dieses extreme Resultat gilt natürlich nur in einer idealen Welt, in der
    • alle Produktionsfaktoren mobil sind und alle Unternehmen die gleiche
    • Technologie verwenden. In der realen Welt sind auch langfristig „ExtraGewinne“
    • möglich, wenn diese Annahmen verletzt sind. 
    • Aber: Diese Gewinne werden im Zeitablauf verschwinden.
  55. realer Einkommen& nominaler Einkommen
    Dabei wird unter "Konstanthalten des realen Einkommens" verstanden, dass der Haushalt vor und nach der Preisänderung ein Einkommen bezieht, mit dem jeweils auf den Pfennig genau das Güterbündel P bezahlt werden kann. Er kann sich also die gleichen Mengen an "realen Gütern" kaufen. Das nominale Einkommen steigt durch die Kompensationszahlung.Eine Preisänderung bedeutet immer auch eine Änderung des realen Einkommens. Wenn ein Preis steigt, dann sinkt das reale Einkommen, da der Haushalt nicht mehr in der Lage ist, die gleichen Gütermengen wie vor der Preissteigerung zu erwerben (der Budgetraum verkleinert sich). Umgekehrt geht eine Preissenkung mit einer Steigerung des realen Einkommens einher. Preisänderungen lassen sich also nicht isoliert beobachten, da sich mit dem Preis eines Gutes immer auch das reale Einkommen verändert.
  56. giffen Gut
    Güter, die nach einer Preissteigerung vermehrt nachgefragt werden, heißen giffen Gut
  57. inferiore Güter
    Ein Gut heißt superior (inferior), wenn es infolge einer Einkommenssteigerung vermehrt (vermindert) nachgefragt wird.Ein Gut kann für einen Haushalt superior und zugleich für einen anderen inferior sein. Selbst innerhalb eines Haushalts kann das gleiche Gut in bestimmten Situationen superior, in anderen inferior sein. So ist es ohne weiteres möglich, dass ein Gut bei einem niedrigen Haushaltseinkommen superior und bei einem höheren Einkommen inferior ist
  58. Dennoch müssen wir uns mit zwei wichtigen Eigenschaften von Nutzenfunktionen vertraut machen, die eng miteinander zusammenhängen.
    1. Zu jeder Präferenzordnung gibt es unendlich viele Nutzenfunktionen.2. Nutzenfunktionen messen keinen Nutzen.Wenn die erste Behauptung richtig ist, dann muss sie ja auch für den oben betrachteten Haushalt mit der Nutzenfunktion U=KB gelten. Um nur einige Beispiele zu nennen:  [6]    U1= a*k*B mit a> 0  [7]    U2= K*B + 17,32  [8]     U3= (K*B)c mit c>0Alle diese Funktionen erzeugen für die fünf alternativen Güterbündel eine Reihung der Ergebnisse, die mit der Präferenzordnung des Haushalts übereinstimmt. Tatsächlich lässt jede beliebige positive monotone Transformation der Nutzenfunktion die Ordnung, die durch sie erzeugt wird, intakt. Plastisch kann man sich das so vorstellen: Wenn man auf einem Gummiband mehrere Punkte markiert, dann kann man das Band an manchen Stellen stärker, an anderen schwächer dehnen - die Reihenfolge der Punkte auf dem Band ändert sich dadurch nichtDas erklärt eigentlich auch schon die zweite Aussage. Der absolute Wert, den die Nutzenfunktion liefert, hat keine Bedeutung. Wenn wir z. B. in [6] a = 2 setzen, würden wir jeweils den doppelten Wert unserer ursprünglichen Nutzenfunktion aus [4] erhalten. Die Nutzenfunktion bildet die Präferenzordnung ab, aber ihr Wert lässt sich nicht in "Nutzeneinheiten" interpretieren. Um dies deutlich zu machen, spricht man auch von ordinalen Nutzenfunktionen.
  59. kardinale nutzen
    Nutzenfunktionen, deren Wert als "Nutzeneinheiten" interpretiert wird, heißen kardinale Nutzenfunktionen.
  60. Indiffirenzkurve
    Indifferenzkurven sind die grafischen Darstellungen von Nutzenfunktionen. Da Nutzenfunktionen Präferenzordnungen abbilden, geben Indifferenzkurven auch Auskunft über die Präferenzen eines Wirtschaftssubjekts. Man kann sagen, Indifferenzkurven sind das Bild der Präferenzen eines Wirtschaftssubjektes.
  61. Eigenschaft Indifferenzkurve
    Indifferenzkurven zeigen Güterbündel, die dem Haushalt gleichen Nutzen stiften. Indifferenzkurven können sich nicht schneiden (Transitivitätsannahme).Indifferenzkurven haben fallenden Verlauf (Nichtsättigungsannahme).Höhere Indifferenzkurven zeigen höhere Nutzenindexwerte.Eine weitere wichtige Eigenschaft von Indifferenzkuven werden wir im nächsten Abschnitt zur Grenzrate der Substitution kennen lernen: Indifferenzkurven sind konvex (Ausgewogenheitsannahme).
  62. Dynamische Perspektive
    • Bei p < p* ist die Nachfrage größer als das Angebot und einigeKonsumenten werden nicht bedient, obwohl sie kaufenwollen. Diese hätten einen Anreiz einen höheren Preis zubieten, so dass die Firmen mehr produzieren würden.® p steigt bis p*.

    • Bei p > p* ist das Angebot größer als die Nachfrage und einigeFirmen werden ihre Produkten gar nicht verkaufen können.Diese Firmen werden ihre Preise senken, so dass dieKonsumenten mehr kaufen.® p sinkt auf p*.Dynamische Perspektive

    • Nur bei p = p* ist die Situation stabil.
  63. 3 Arten von Umverteilungen
    • 1. Umverteilung zwischen Konsumenten
    • Ist es möglich die Menge S(p*) anders über die Konsumentenaufzuteilen und Ausgleichszahlungen zu bestimmen, sodass mindestens ein Konsument sich verbessert und dieanderen sich nicht verschlechtern?Kann man durch eine Änderung der Menge und Ausgleichszahlungeneine Firma oder einen Konsumenten besser stellen,ohne dass die anderen Akteure sich verschlechtern?3. Umverteilung zwischen Konsumenten und Produzenten:Ist es möglich die Herstellung von S(p*) Gütern zu ändernund eine Ausgleichszahlung zu bestimmen, so dass mindestenseine Firma sich verbessert und die anderen Firmensich nicht verschlechtern?

    • 2. Umverteilung zwischen den Produzenten:
    • Ist es möglich die Herstellung von S(p*) Gütern zu ändernund eine Ausgleichszahlung zu bestimmen, so dass mindestenseine Firma sich verbessert und die anderen Firmensich nicht verschlechtern?
  64. 1. Umverteilung zwischen den Konsumenten
    • Im Gleichgewicht gilt, dass Konsument i das Güterbündel(x1i,x2i) wählt, so dass gilt:
    • lMRSl= p*
    • Da die MRS abnehmend ist, bedeutet das, dass jeder Konsumentfür eine zusätzliche Einheit etwas weniger als p* zahlenmöchte, aber für eine Abgabe von einer Einheit etwasmehr als p* verlangt
    • D.h. bei einem Austausch verliert der eine Konsument mehrals der andere dazu gewinnt.
    • ® keine kompensierende Ausgleichszahlung möglich
    • ® keine Pareto-Verbesserung zwischen den Konsumentenmöglich
  65. 2. Umverteilung zwischen den Produzenten
    • Die Firma i produzieren gerade so viel, dass
    • MC= p*
    • Zusätzlich sind die Grenzkosten steigend.D.h. wenn eine bestimmte Firma eine Einheit weniger produziertund eine andere Firma dafür eine Einheit mehr,dann ist die Kostenersparnis der 1. Firma kleiner als derKostenzuwachs der 2. Firma.
    • ->keine Ausgleichszahlung möglich
    • -> keine Pareto-Verbesserung zwischen den Produzentenmöglich
  66. Umverteilung zwischen Konsumenten und Produzenten
    • 3. Umverteilung zwischen Konsumenten und Produzenten
    • Im Gleichgewicht gilt:
    • lMRSl= p* = MCyi
    • Kann man durch eine Änderung der produzierten Mengeneine Pareto-Verbesserung erreichen?
    • mehr produzieren
    • Die Kosten einer zusätzlichen Einheit übersteigen p*, aber esgibt keinen Konsumenten der bereit ist mehr als p* für dieEinheit zu zahlen.
    • -> keine Pareto verbesserung möglich

    weniger produzieren

    • Die Kostenersparnis, wenn eine Einheit weniger produziertwird, ist etwas kleiner als p*, aber der Konsument wäre bereit,mehr als p* für die verlorene Einheit zu zahlen.
    • ->Keine Pareto-Verbesserung möglich
  67. In einem Markt mit vollkommener Konkurrenz, führt eineSteuer zu einem Rentenverlust (Deadweight loss).
    • Die Steuer führt zu einem höheren Gleichgewichtspreis ausSicht des Konsumenten. Deswegen konsumiert er weniger und ein Teil der Renten geht verloren.
    • -> Eine Steuer verzerrt Allokation
    • Mengensteuer als reines Finanzierungsinstrument führt zueinem wirtschaftlichen Verlust.

    Es wäre besser, wenn die Akteure eine Pauschalsteuer „lumpsum“(d.h. unabhängig von der Menge) zahlen(Paretoverbesserung).
  68. Entstehung von Monopolen
    • 1) Ausschließliche Kontrolle über einen Inputfaktor
    • deBeers: Diamantenkartell
    • IBM: Wissenschaftler
    • 2) Natürliche Monopole: Monopol aus technologischem Grund Entstehung von Monopolen
    • • minimale effiziente Unternehmensgröße im Vergleich zurMarktgröße (z.B. Stahlwerk in den Niederlanden)
    • • Langfristig fallende Durchschnittskosten (hohe Fixkosten)niedrige variable Kosten (z.B. Telefonnetz)

    • 3) Kartelle. Zusammenschluß von mehreren Unternehmen umWettbewerb auszuschließen.
    • 4) Staatlich geschützte Monopole (bzw. Oligopole):
    • - Patente
    • - Hoheitsrechtliche Monopole (z.B. die Post)
    • - Berufsgruppen (z.B Taxifahrer, Anwälte)
  69. 1. Preisdiskriminierung 1. Grades
    -> Der Monopolist verkauft unterschiedliche Einheitenseines Outputs zu unterschiedlichen Preisen, so dassdie Preise auch von Person zu Person unterschiedlichsein können (= perfekte Preisdiskriminierung).

    Jede Einheit eines Gutes wird an denjenigen verkauft, der diehöchste Zahlungsbereitschaft dafür hat, zum maximalen Preis,den er bereit ist, dafür zu zahlen

    Alle Renten gehen an den Monopolisten.Die Konsumenten können keine Renten realisieren.
  70. 2. Preisdiskriminierung 2. Grades
    -> Der Monopolist verkauft unterschiedliche Einheitenseines Outputs zu unterschiedlichen Preisen, aber jederKonsument, der die gleiche Menge kauft, zahlt auch dengleichen Preis ( z.B. Mengenrabatte).

    • Die Preisdiskriminierung 2. Grades wird auch als nichtlinearePreissetzung bezeichnet, weil der Preis, den man pro Einheit zu zahlen hat, nicht konstant ist, sondern von der nachgefragten Menge abhängig ist.
    • Preisdiskriminierung 2. Grades kann häufig bei den Tarifen von Versorgungsunternehmen beobachtet werden, bei denen z. B. der Preis der kWh Strom abhängig von der Gesamtabnahmemenge ist.
    • Preisdiskriminierung 2. Grades liegt letztlich bei jeder Form des Mengenrabatts vor. Preisdiskriminierung 2. Grades kann als Selbstselektionsmechanismus eingesetzt werden
  71. 3. Preisdiskriminierung 3. Grades
    • -> Der Monopolist verkauft unterschiedliche Einheitenseines Outputs zu unterschiedlichen Preisen, aber jedeEinheit, die an die gleiche Person verkauft wird, hatden gleichen Preis (z. B. Studententarife bei Theaterkartenoder Flugtickets
    • Preisdiskriminierung 3. Grades bedeutet, dass der Monopolistalle Einheiten an eine Person zum gleichen Preis verkauft,aber unterschiedlichen Personen zu unterschiedlichen Preisen.

    Preisdiskriminierung 3. Grades ist in der Realität häufig zu beobachten,z.B. bei Studententarifen, Rabatten für Senioren undArbeitslose.

    Annahmen

    • Der Monopolist kann zwei Konsumentengruppen unterscheiden,Gruppe 1 mit der inversen Nachfrage p1(y) und Gruppe 2 mit der inversen Nachfrage p2(y).
    • Die beiden Gruppen können das Gut untereinander nicht austauschen.
    • Der Monopolist hat konstante Grenzkosten von c.

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