STeuern (JA&St) Übung

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Author:
huatieulans
ID:
304808
Filename:
STeuern (JA&St) Übung
Updated:
2015-09-24 13:50:56
Tags:
Klausur
Folders:
Jahresabschluss und Steuern
Description:
Vorbereitung
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  1. Übung 1.1
    a) Wie sind Steuern gemäß der Abgabenordnung definiert? Diskutieren Sie, ob der Rundfunkbeitrag bzw. die Hundesteuer nach dieser Definition eine Steuer darstellen.
    • §3(1) AO
    • - Geldleistung (keine Sach- oder Dienstleistung)
    • - Gegenleistungfrei (-> Opfertheorie // Steuer = Opfer des Steuerpflichtigen zu Lasten seiner Bedürfnisbefriedigung / Alternativ: Äquivalenzprinzip -> Steuer in Zahlung mit Gegenleistung 

    vom öffentlichen rechtlichen Gemeinwesen auferlegt (bund, Länder, Gemeinden)

    kraft Gesetzes (≠ freiwillig, vertraglich) -> "keine Steuer ohne Gesetz"

    zur Erzielung von Einnahmen (Haupt- /nebenzweck)

    Gebühr: Zahlungen für die tatsächlichen Inanspruchnahme öffentlicher Zahlungen z.B Müllabfuhr 

    Beitrag: Zahlung für das Vorhandensein öffentlicher Einrichtungen unabhängig von tatsächlichen Inanspruchnahme z.B Straßenanliegenbeitrag 

    • Rundfunkbeitrag : Geldleistung? ja Gegenleistungfrei?
    • 2 Argumentationen : 
    • 1) Rundfunkgebühr ist Vorzugslast -> verschafft Gruppe derer, die Rundfunk nutzen, einen Vorteil  (Gruppenbetrag) -> Idee Gesetzgeber 
    • 2) Kritik: wird undifferenziert pro Wohnung erhoben -> Gemeinlast -> Geldleistung ihnen Gegenleistung -> Steuer 
    • - von öffentlichen/ rechtlichen Gemeinwesen auferlegt ( von Ländern beschlossen , diese hier keine Gesetzgebungkompotenzen für Steuern Art.105 66

    • -kraft Gesetzes (Rundfunktbeitragstaatsvertrag, Transformationsgesetz)
    • - Erzielung Einnahmen 


    • Hundessteuer
    • .pro Hund
    • . alle Tatbstandsmerkmale erfüllt (insbesondere keine Gegenleistung)
    • . Einnahmenerzielung + Lenkungzweck (hundezahlung begrenzen )

    -> Steuer
  2. Übung 1.1

    b) Ordnen Sie § 8 AO bzw. § 2 EStG den Bereichen formelles bzw. materielles Steuerrecht zu.
    • Formelle vs. materielles Steuerrecht 
    • Formell:
    • -> Definitionen + Grundlegen 

    • Materiell:
    • -> einzelne Steuerarten
    • -> Voraussetzungen für deren Erhebung (Steuersubjekt,- Objekt, BMG; Tarif)

    §8 AO -> formelles Steuerrecht / -> allgemeine Definition Wohnsitz

    §2 EStG -> materielles Steuerrecht / -> Einkunftsarten der Est
  3. Übung 1.1
     
    c) Welche Zwecke werden mit der Tabaksteuer bzw. der Umsatzsteuer verfolgt?
    • Zwecke der Steuererhebung 
    • Fiskalzweck -> Staatseinnahmen 
    • Lenkungszweck -> Änderung Mensch. Verhaltens 
    • Sozialzweck -> Vermögensverteilung 

    Tabaksteuer: Fiskazweck aber auch Lenkungszweck (wenig rauchen ) 

    Umsatzsteuer: Fiskalzweck aber auch Sozialzweck (Anknüpfung Konsumstärke)
  4. Übung 1.2

     a) Definieren Sie die Begriffe Steuersubjekt, Steuerobjekt, Bemessungsgrundlage und Steuertarif! 
    b) Sind Steuerzahler und Steuerschuldner immer dieselbe Person?
    Steuersubjekt: wer ist steuerpflichtig? (natürliche/juristische Person)

    Steuerobjekt: Was wird besteuert? ("Tatbestand" z.B Einkommen, Vermögen)

    Bemessungsgrundlage (Wert/ menge) -> Quantifizierung der Steuerobjektes (z.B zu versteuernde Einkommen für die Est)

    Steuertarif: -> Zuordnung von BMG und Steuerbetrag über Steuersatz

    • b) Steuerschuldner 
    • -> materielles Steuerpflicht 
    • -> vermögensrechl. Verpflichtung 

    • Steuerzahler -> Zahlung an das Finanzamt 
    • Steuerträger -> wirtschaftl. Belastung 

    • -> Nein, Steuerschuldner nicht immer gleich Steuerzahler 
    • z.B Lohnsteuer
    • Zahler = Arbeitgeber 
    • Schuldner = Arbeitnehmer
  5. Übung 2.1
     
    b) Befindet sich der Markt im Gleichgewicht, wenn jeder Investor einem Steuersatz von 40 % unterliegt? Welche Art der Anpassung wäre denkbar, wenn ein vollkommener und vollständiger Markt unterstellt wird?
    • Nein, da unterschiedliche Nettorenditen 
    • -> im vollkommenen, vollständigen und arbitragefreier Markt erfolgt eine Anpassung -> Nachsteuerrenditen aller Investitionsobjekte gleichen sich an 
    • (wie? -> Nachfrage nach Investitionsprojekt mit hoher NAchsteuerrendite steigt
    • -> preis des Investitionsprojektes steigt 
    • -> Bruttorendite sinkt -> folglich geringere Nettorendite

    • => implizite Steuerlast
    • = Bruttorendite - Einbußen der Investition durch die Anpassung 
    • -> Steuervorteile über Renditeeinbußen bezahlt 

    explizite Steuerlast entspricht Zahlung an das Finanzamt
  6. Implizite Steuersätze
    • 􏰀 Definition
    • Verhältnis der Steuereinnahmen einer bestimmten Steuerart zu einem
    • Näherungswert der dazugehörigen Steuerbasis.
    • 􏰀 Verwendung
    • Internationaler und intertemporaler Vergleich der Steuerlast diverser steuerlicher
    • Bemessungsgrundlagen.
    • 􏰀 Vorteile
    • - Einfache Vergleichbarkeit
    • - Berücksichtigung der gesetzlichen Steuersätze, Steuerfreibeträge, ...
    • 􏰀 Nachteile
    • - Grund für die Variation des impliziten Steuersatzes ist durch die indirekte

    • Berücksichtigung des Steuersystems nicht erkennbar.
    • - Schwankungen des Indikators durch die zeitliche Divergenz zwischen der

    Entstehung der Steuerschuld und der tatsächlichen Steuerzahlung
  7. Übung 3.1
    Das Ehepaar Pete und Trudy Campbell, wohnhaft in Berlin, ist seit zwei Jahren verheiratet und möchte
    seine gemeinsame Einkommensteuererklärung für das Jahr 2014 erstellen. Folgende Sachverhalte sind
    dabei zu berücksichtigen:
    1. Pete ist bei der Werbeagentur Sterling Cooper als Kundenbetreuer angestellt und hat dabei
    zuletzt monatlich 3.500 € brutto verdient. Sein Arbeitgeber hat davon 500 € Lohnsteuer an das
    zuständige Finanzamt abgeführt.
    • § 2(1) Einkunfsarten 
    • Gewinneinkünfte §2(2) Unterscheidung 
    • Einkünfte aus Kapitalvermögen  §20 // Abgeltungssteuer 

    • §1(1) EstG: unbeschränkt Est-pflichtig durch Wohnsitz (§8AO)
    • Steuersubkekt: zusammen veranlagte Ehepaar (§§ 26, 26b EStG)
    • Steuerobjekt: Einkommen 
    • BMG: zu versteuernde Einkommen 

    § 2 EstG: steuerpflichtige Einkünfte? 

    • 1) Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit 
    • §19 (1)S.1 Nr.1 EstG
    • (12 * 3.5000 = 42.000 €) <- Einnahmen 

    Überschusseinkünfte §2(2)S.1 Nr.2 EStG

    • Werbungskosten?
    • -Grds. Arbeitnehmer Pauschalbetrag 
    • §9 a S.1 Nr.1 Buchst a EstG 
    • (-1.000 €) wenn nicht tats. höhere Werbungskosten im Zusammenhang mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit
  8. Übung 3.1

    2. Um immer auf dem neuesten Stand der Branche zu sein, hat Pete eine MarketingFachzeitschrift
    abonniert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 400 € im Jahr. Zudem bezahlt er
    für das Abonnement einer Tageszeitung jährlich 600 €.
    • Werbungskosten gem. §9 (1) S.1 EStG
    • Fachzeitschrift wichtig für Einkünfteerzielung 
    • -> diesen Erwerb, Sicherung und Erhalt der Einahmen 
    • -> abziehbar (400€)

    Tageszeitung nicht mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit im Zusammenhang (private Ausgabe) -> kein Abzug
  9. Übung 3.1.

    3. Pete spielt seit Jahren Lotto und hat im Jahr 2014 erstmals einen nennenswerten Gewinn in
    Höhe von 6.000 € erzielt.
    • Lotto -> keiner Einkunftsart zuzuordnen §3 / keine Marktteilname
    • -> nicht stehbare Einkünfte 

    • (Abgrenzung steuerfreie Einnahmen 
    • -> prinzipiell Einkunftsart zuzuordnen aber explizit Steuerfrei gestellt 

    (§ 3 EstG)
  10. Übung 3.1.

    4. Trudy hat im Jahr 2014 durch die Veröffentlichung einer Kurzgeschichte im
    Hausfrauenmagazin „The Good Wife“ sowie eines Gedichtbands Einnahmen von insgesamt
    75.000 € erzielt
    • Einkünfte aus selbständiger Arbeit 
    • §18(1) Nr. 1 S.2 Est G 
    • ("Schriftstellerische Tätigkeit")

    • (75.000€)
    • -> gewinneinkünfte §2(2) S.1 Nr.1 EStG
    • -> Gewinn = Betriebseinnahmen - Betriebsausgaben 
    • -> Werbungskosten vs. Betriebsausgaben 
    • -> Werbungskosten (§9 EStG) -> überschusseinkünfte 

    -> Betriebsausgaben (§4 (4) EStG) -> gewinneinkünfte 

    -> keine Wk- Pauschalbetrag da Gewinneinkünte
  11. Übung 3.1.

    5. Trudy hat ihre Begeisterung für Kanarienvögel entdeckt. Bereits seit mehreren Jahren verkauft sie Kanarienvögel aus ihrer kleinen Zucht an gleichermaßen begeisterte Vogelfreunde. Dafür hat sie im Jahr 2014 Aufwendungen von 10.000 € getätigt und Einnahmen von 3.000 € erzielt.
    Beide Werte entsprechen in etwa denen der letzten vier Jahre.
    • Liebhaberei? 
    • .Einkünfte iSd §2(1) EStG -> ernsthafte Beteiligung am wirtschaftlichen Leben -> wichtiger Indiz: einkpnfteerzielungsabsicht 
    • . Fehlende Einkünfte Erzielungsabsicht (ja) da negative Totalerfogsprognose (aktuell Verlust iH v 2000 € entspricht etwa Vorjahren
    • -> kein Anzeichen für Verbesserung der Ertragslage 
    • . steuerlich umbeachtlichen Gründen für Tätigkeit (ja)
    • -> Hobby
    • -> Liebhaberei -> steuerlich umbeachtlich (privat)
  12. Übung 3.1.

    6. Dem Ehepaar fließen Einnahmen aus der Vermietung ihrer Ferienwohnung in Höhe von
    20.000 € zu. Um die Sauberkeit der Wohnung zu garantieren, wird sie monatlich gereinigt,
    wodurch jeweils Kosten in Höhe von 250 € entstehen. Des Weiteren mussten die Fenster im Jahr 2014 für 3.500 € gestrichen werden. Für die Ferienwohnung beläuft sich die jährliche
    Absetzung für Abnutzung (AfA) auf 5.000 €.
    • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (V+V)
    • §21(1) S.1 Nr.1 EStG 
    • -> Überschusseinkünfte 

    • 20.000 Mieteinahmen 
    • -3.000 Reinigungskosten (12.250)
    • -3.500 Erhaltungsaufwand 
    • -5.000 AfA FeWo §9.(1) S3 Nr7 EStG
    • ----------------------------------
    • 8.500€ Einkünfte aus V+V
  13. Übung 3.1

    7. Das Ehepaar hat 1.500 € an einen gemeinnützigen Verein gespendet
    • -> Sonderausgaben
    • gem §10b (1) S.1 EStG

    • 1.500€
    • -> Höchstbetrag 20% des Gesamtbetrages der Einkünfte
  14. Übung 3.2

    Die Eheleute Betty und Henry Francis haben in folgende vielversprechende Projekte investiert:
    1. Betty besitzt Aktien der Procter & Gamble AG und erhielt im Jahr 2014 für das
    Geschäftsjahr 2013 eine Nettodividende von 3.000 €. Die Quellensteuer auf die Dividende
    beträgt 1.000 € und ist dem Finanzamt zugeflossen. Als Aktionärin hat Betty die
    Hauptversammlung besucht, ihr sind deshalb Werbungskosten in Höhe von 2.500 € entstanden.

    2. Henry erhält Zinserträge aus seinem Tagesgeldkonto bei der Deutschen Bank in Höhe von2.000 € brutto. Die Bank führt davon Quellensteuer in Höhe von 500 € ab.

    3. Betty erzielt einen Verlust aus dem Verkauf eines Aktienpaketes in Höhe von 1.000 €. Dieseshatte sie am 01.01.2014 gekauft und am 22.06.2014 verkauft.

    a) Ermitteln Sie die Einkünfte aus Kapitalvermögen und die darauf entfallende Einkommensteuer fürdas Jahr 2014! Betty und Henry haben keine weiteren Einkünfte. Betty und Henry stellenannahmegemäß keinen Antrag auf Günstigerprüfung nach § 32d Abs. 6 EStG.
    • -> Einkünfte aus Kapitalvermögen
    • -> nicht individueller Est- Satz sondern gesonderter Tarif iHv 25% (§32d EStG)
    • -> fallen Einkünfte aus regulärer Ermittlung des z.vE heraus § 2 (5b) EStG
    • -> Einbehalt der Kapitalertragsteuer gem. §§43 iVm 43a EStG
    • -> Abgeltungswirkung §43(5) EStG

    • 1) §20(1) Nr.1 EStG Dividende 4.000 (3.000 + 1.000 Steuer)
    • -> Überschusseinkünfte
    • -> Werbungskosten §20 (9) S.2 EStG Sparerpauschalbetrag -1.602
    • bei Zusammenveranlagung statt Abzug tats. Werbungskosten 

    • 2) Zinsen -> § 20 (1) Nr.7 EStG 2.000€
    • 3) §20 (2) S.1 Nr.1
    • gewinn aus Anteilsveräußerung einer KapGes- 
    • -> Verlust -> Abzug?
    • -> §20 (6) S.5 EStG Verrechnung nur mit gewinnen aus Veräußerung von Aktien daher Vortrag 

    a) Einkünfte aus Kapitalvermögen 

    •     4.000 € Dividende
    • +  2.000 Zinsen
    • -   1602 Spaererpauschbetrag 
    • ------------------------------------
    • = 4398 € Einkünfte aus KapV
    •    1099,5 Est auf Kapitalerträge (25% gemäß §32d(1)S.1 EStG 

       1.500 davon bereits gezahlter Kapitalertragssteuer


  15. Übung 3.2

    b) Hat das Ehepaar die Möglichkeit, einen Teil der bereits bezahlten Steuern erstattet zu bekommen?
    • § 32d(4) EStG 
    • auf Grund des nicht ausgeschöpften Sparerpauschbetrag schulden sie (das Ehepaar) weniger Steuern als einbehalten wurden 

    -> B+H können Antrag auf Steuerfestsetzung stellen, überprüfen der Stern der Höhe nach
  16. Übung 4.1

     Tom und Donna betreiben den angesagten Nachtclub „Snake Hole Lounge“ in Form einer oHG, an der sie zu 40 % bzw. 60 % beteiligt sind. Die oHG hat für das Jahr 2014 eine Handelsbilanz erstellt. Der handelsbilanzielle Gewinn beträgt 350.000 €. Folgende Sachverhalte sind bereits berücksichtigt und im Gewinn lt. Handelsbilanz enthalten: 
    1. Tom erhält von der oHG ein Geschäftsführergehalt in Höhe von 80.000 €. 
    2. Die oHG hat insgesamt 4.000 € für Geschäftsessen mit Unternehmensvertretern ausgegeben, die an der Durchführung von Betriebsfeiern in der „Snake Hole Lounge“ interessiert waren. 
    3. Für Werbespots im lokalen Radio wurden 15.000 € bezahlt. 

    Ermitteln Sie Toms Einkünfte aus Gewerbebetrieb für das Jahr 2014.
    • -> Welche Einkünfte? 
    • -> Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. §15 (1) S.1 Nr 2 EStG (-> Gewinneinkünfte)

    •  OHG -> Personengesellschaft (PersG) 
    • -> zweistufige Gewinnermittlung (Hintergrund: Transparenzprinzip) 


    1.) Ermittlung des Gewinns auf Ebene der Gesellschaft + Zuordnung zum MU 

    • 1. Ausgehend vom HB- Gewinn (350.000€)
    • -> Geschäftsführergehalt (= Betriebsausgabe BA) bleibt zunächst abgezogen (§4(4) EStG
    • -> Bewirtungsaufwendungen nur zu 70% abzugsfähig gemäß §4(5) S.1 Nr.2 EStG -> +1.200€ (30%*4000€)
    • -> Werbespots sind BA und bleiben abgezogen §4 (4) EStG 
    • -> Gewinn auf Ebene der OHG 351.200
    • -> Anteile Tom(40%) = 0,4*351.200 = 140.480€

    • 2. Hinzurechnung von Sondervergütungen aus leistungsbeziehungen des MU mit der Gesellschaft (z.B Gesellschafter- Geschäftsfüheregehalt, Gewährung von Darlehen od. Verpachtung von Grundstücken)
    • gem. §15(1) S.1 Nr.2 2. HS EStG 
    • -> GGG ist Sonderbetriebseinahme für Tom -> + 80.000
    • -> Tom hat EK aus Gewerbebetrieb iHv 220.480€
  17. Übung 4.2

    Die nachfolgende Tabelle stellt die (voraussichtlichen) Einkünfte der Arztpraxis des Chirurgen Greg Harris dar:
     Jahr 2015 Einkünfte aus S 300.000 / 2016 : -1.800.0000 / 2017:1.150.000 / 2018: 300.000
     
    Wie kann der im Jahr 2016 erzielte Verlust einkommensteuerlich behandelt werden, wenn Greg außerdem wegen der Unterhaltszahlungen an seine Ex-Frau jährlich Sonderausgaben in Höhe von 10.000 € geltend machen kann? Der Verlustrücktrag soll ökonomisch sinnvoll ausgenutzt werden.
    • Verlustverrechnung 
    • -> §10d Verlustabzug 
    • -> Verlustrücktrag (= Abzug von Gesamtbetrag der Einkünfte (GdE))  EStG 
    • von bis 1.000.000 gemäß §10d (1) S.1 EStG 
    • Höhe frei wählbar (1Mio=Max) -> § 10d(1) S.5 EStG 

    • -> ökonomisch sinnvoller Rücktrag, wenn:
    • 1. das zvE nicht 0€ sonder 8.354€ 

    2. Sonderausgaben (§10d Nr.1 EStG, geltend gemacht werden können 

    • 300.000 € Gewinn =GdE
    • - x € Verlustrücktrag
    • - 10.000 € Sonderausgaben
    • --------------------------------------
    • 8.354 € zvE

    • x= 300.000€ - 10.000€ - 8354 €
    •   = 281.646 € (Rücktrag)
    • Verbleibenden Verlustvortrag von 1.800000€ -281.646€ = 1518354€

    • 2017
    • Verlustvortrag unbeschränkt bis 1 Mio. Ehr darüberhinaus zu 60% gem. §10d (2) EStG
    • -> keine Wahlmöglichkeit bezüglich der Höhe des Vortrages (GFB, SA und agB gehen ggf. verloren, wenn Einkünfte < 1Mio €)

    • 1.150.000€ Gewinn = GdE
    • - 1.000.000 € unbeschränkter Verlustvortrag 
    • - 90.000 € beschränkter Verlustvortrag des 1 Mio € übersteigenden Betrages 0,6 (1.150.000- 1.000.000)
    • - 10.000 € Sonderausgaben 
    • ------------------------------------------
    • 50.000 € zvE

    • -> verbleibenden Verlustvortrag 
    • 1518.354 € - 1090.000€ = 428.354€

    • 2018
    • -> Vortrag §10d(2) EStG
    •   300.000€ Gewinn = GdE
    • - 300.000€ unbeschränkter Verlustvortrag 
    • -----------------------------------------------
    • = 0€ zvE

    • -> SA geht verloren 
    • -> verbleibender Verlustvortrag von 428.354€ -300.000 € = 128.354€ -> weiter vortragen
  18. Übungsblatt 4 Aufgabe 3 

    Das Ehepaar April und Andy Dwyer lebt in Berlin. Aus der Tätigkeit als Angestellte beim städtischen Grünflächenamt erzielt April Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von 65.000 €. Andy ist halbtags als Hausmeister tätig, sodass ihm noch genug Zeit für seine (bislang mäßig erfolgreiche) Band bleibt. Er erzielt Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit von 20.000 €. Ist es für das Ehepaar Dwyer steuerlich vorteilhaft, eine Zusammenveranlagung zu wählen? Wenn ja, wie hoch ist der Splittingvorteil? Erläutern Sie, wie ein solcher Vorteil zustande kommt.
    • Splittingverfahren 
    • §26(1) EstG: Wahlrecht zwischen Zusammenveranlagung und Einzelveranlagung 

    • § 26(1) S.1 Nr.1-3 EStG Voraussetzungen 
    • - niedrige Progressionszonen können durch Splitting bei beiden Steuerpflichtigen gleichmäßig genutzt werden 
    • - Vorteil bei höher Einkommendifferenz wenn ein Ehepartner niedrige Progressionszonen nicht vollständig ausnutzt 

    • Einzelveranlagung 
    • April zvE = summe d. Einkünfte
    •                 - SA- Pauschbetrag §10c S.1 EStG
    • ---------------------------------------------------
    •              = 65.000 € -36€
    •              = 64.964 €
  19. Übungsblatt 5 Aufgabe 1 
    Joan Holloway betreibt in Berlin ein Kosmetikstudio als GmbH, bei der sie die einzige Gesellschafterin ist. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer beträgt 410 %. Für das Jahr 2015 hat das Kosmetikstudio einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 1.500.000 € ermittelt. Joan möchte 400.000 € als Gewinn ausschütten und den Rest thesaurieren. Berechnen Sie die für das Jahr 2015 anfallenden Steuerzahlungen sowohl für das Kosmetikstudio als auch für Joan (GewSt, KSt, SolZ, ESt). Nehmen Sie an, dass die Ausschüttung der GmbH an Joan der Abgeltungsteuer unterliegt. Berücksichtigen Sie dabei auch folgende Sachverhalte, welche handelsrechtlich bereits erfasst wurden: 

    a) Von der Sterling Cooper AG, an der Joan mit ihrer GmbH zu 100 % beteiligt ist, wurden Dividenden in Höhe von 200.000 € bezogen. Im Zusammenhang mit den Beteiligungserträgen sind Aufwendungen in Höhe von 10.000 € entstanden. 

    b) Für einen Kredit mit einer Laufzeit von 10 Jahren fielen Zinsaufwendungen in Höhe von 500.000 € an.
    -> GmbH ist ein Kapitalgesellschaft 

    1) GmbH: Körperschaftsteuer 

    • -> unbeschränkte Steuerpflicht für inländische KapG gemäß §1 (1) Nr.1 KStG  
    • -> Sitz d. GmbH in Berlin 
    • -> KapG hat Einkünfte aus Gewerbebetrieb §8(a)KStG)
    • -> Einkommenermittlung auch nach EStG §8(1) KStG) 
    • 1.500.000 € vorläufige Gewinn gem HB (Maßgeblichkeit §5(1) EStG )

    - 200.000€ (erhaltene Dividende steuerfrei §8b(1) KStG // -> Vermeidung der Doppelbesteuerung mit KStG // §8b(4) KStG greift nicht da Bet >= 10%

    • +10.000€ 5% der steuerfreien Dividenden gelten als nicht abzugsfähig BA §8b(5) KStG 
    • -> Aufwendungen in Zsh mit der Beteiligung bzw. Dividende voll abzugsfähig §8b (5) S.2 KStG
    • -> zinsaufwendungen sind BA §4(4)EStG
    •  -> Zinsschranke greift nicht §8a KStG iVm §4h EStG -> keine Korrektur für Zinsen 

    1310.000 zvE (BMG für KörperschaftSt)

    • 196.500 15% darauf KörperschaftSt §23(1) KStG 
    • 10807,50€ darauf SolZ 5,5% auf KörpSt                           

    2) GmbH: Gewerbesteuer (GewSt)

    Steuerpflicht für inl. Gewerbebetrieb  §2(1)S.1 und (2) S.1 GewbStG 

    1.310.000€ Startgröße ist Gewinn aus Gewerbebetrieb nach KStG §7 S.1 GewStG                

    • Hinzurechnungen
    • Zinsen §8 GewStG
    • +100.000€ (500.000€ -100.000€) .1/4                   "Summe" -"Freibetrag"               

    •        
    • nach §8b(1) KStG außer Ansatz bleibende Dividenden
    • -> §8 Nr.5 GEwStG 
    • Aber: erfüllen d. Voraussetzungen des §9 Nr.2a GewStG (Bet >=15%) -> daher kkeine Hinzurechnung            

    Kürzungen §9 GewStG -> keine Angaben 

    • 1410.000 € Gewerbeertrag §7 GewStG
    • 1.410.000€  abgerundet auf volle 100€ gem §11(1) S.1


    49.350€ Steuermessbetrag §11(1)S.1 und 2 GewStG Hebesatz 410% §16(1) 

    202.355€ GewSt

    3) Joan Holloway : Einkommensteuer 

    400.000€ Ausschüttung= Einnahmen aus Kapitalvermögen für Joan §20(1) Nr.1 EStG 

    - 801 € Sparerpauschbetrag §20 (9)EStG 

    399.199 € Einkünfte aus Kapitalvermögen 

    • 99.799,75€ darauf ESt (25% gemäß §32d(1) EsTG ) 
    • 5488,99 €  SolZ

    •  Gesamtsteuerlast 
    • 196.500€ KSt
    • 10.807,50€ SolZ auf KSt
    • 202.335€  GewSt
    • 99.799,75€  ESt
    • 5488,99€  SolZ auf ESt 
    • ------------------------------
    • 514.931,24€  Gesamtsteuerlast
  20. Übungsblatt 5
    Aufgabe 2 
    Welche Änderungen ergeben sich bezüglich der Besteuerung des in Aufgabe 1 geschilderten Sachverhalts, wenn Joan das Kosmetikstudio nicht als GmbH, sondern als Einzelunternehmerin betreibt? Berechnen Sie auch für diesen Fall die für das Jahr 2015 anfallenden Steuerzahlungen und vergleichen Sie diese mit denen aus Aufgabe 1! Vernachlässigen Sie hierbei Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen. Eine Thesaurierungsbegünstigung gem. § 34a EStG wird nicht gewünscht.
    Einzelunternehmen -> Personengesellschaft -> Transparenzprinzip 

    • 1) Joan Holloway ESt 
    • Einkünfte aus Gewerbebetrieb §15(1)Nr1 EStG 
    • 1.500.000 € JÜ vor Steuern 

    • - 80.000€ 40% d Dividende steuerfrei
    •        Teileinkunftverfahren (TEV) gemäß §3Nr40 lit d EStG 
    •   
    • + 4.000€ §3c (2) EStG 
    •     nur 60% der BA im Zusammenhang mit TEV abzugsfähig 
    • -> 40% der Aufwendungen (10.000€) hinzurechnen 

    • 1424.000€ EK aus Gewerbebetrieb = zVE 
    •       ESt §32a(1) S.1 Nr.5 EStG 
    • 625.039€ (0,45x - 15761) 
    •             x= zvE

    2) GewSt -> PerG Gewerbebetrieb 

    1424.000€  Startgröße: Gewinn aus Gewerbebetrieb nach EStG §7 S.1 GEwStG

    •             Hinzurechnung §8 GewStG
    • +100.000 € Zinsen §8 Nr.1 lit a GewStG
    •             nach §3 Nr.40 EStG außer Ansatz bleibende Dividende §8 Nr.5 GewStG 
    • Aber Bet >=15% §9 Nr. 2a GewStG 

                    Kürzungen §9 GewStG 

    • – (120.000 – 6.000) Div aus Bet >=15% soweit im Gewinn erhalten (60%) 
    • Aufwendungen mindern Kürzbetrag §9 Nr.2a §3 GewSt 
    • -> Div voll steuerfrei für GewSt
    • -> BA komplett nicht abzugsfähig 

    • 1410.000 €  Gewerbeertrag §7 GewStG 
    • 1410.000€  abgegrundet §11(1) S.3 GewStG
    • - 24.500 € Freibetrag §11(1) S.3 Nr.1 GewStG 

    • 1385.500 €   * Steuermesszahl 3,5%
    •                      § 11(1) S.2 und (2) GewStG 

    • 48492,50€  Steuermessbetrag 
    •                   * Hebesatz Gemeinde 410%
    •                    §16(1) GewStG 

    • 198.819,25 GEwSt 
    • 3) Anrechnung GewSt auf ESt 
    • GewSt kann auf die anteilige ESt auf gewerbliche Einkünfte angerechnet werden (hier nur Gewerblich Einkünfte)
    • -> §35 EStG 

    • min (GewSt; 3,8* Steuermessbetrag)
    • min (198.819,25€; 3,8*48492,50€)
    • min(198819,25€ ; 184271,50€) 

    • Gesamtsteuerlast 
    •    198819,25€ GewSt
    •    440767,50€ festzusetzende Est
    •    24242,21€  SolZ auf festzusetzende ESt
    • -------------------------
    •   663.828,96 € Gesamtsteuerlast

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