PP Frühjahr 2008

Card Set Information

Author:
RiniBini
ID:
305263
Filename:
PP Frühjahr 2008
Updated:
2015-07-16 06:52:21
Tags:
Frühjahr 2008 PP Prüfung
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PP Fragen Frühjahr 2008
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  1. Wie nennt man ein Messinstrument, bei dem eine einfache Linie gezeigt wird und der Patient eine Markierung auf der Linie setzen soll um bspw. seine Schmerzintensität einzuschätzen?
    Visuelle Analogskala
  2. Kriterien einer dissozialen Persönlichkeitsstörung
    Während das DSM-IV die Diagnose einer antisozialen Persönlichkeitsstörung ausdrücklich erst ab dem 18. Lebensjahr gestattet, gibt die ICD-10 keine entsprechend enge Grenze vor. Die ICD-10-Kriterien beschreiben neben sozialer Abweichung charakterologische Besonderheiten, insbesondere Egozentrik, mangelndes Einfühlungsvermögen und defizitäre Gewissensbildung. Kriminelle Handlungen sind also nicht zwingend erforderlich. Mindestens drei der in der ICD-10 genannten Merkmale müssen erfüllt sein. Hierzu gehören:

    • Mangelnde Empathie und Gefühlskälte gegenüber anderen
    • Missachtung sozialer Normen
    • Beziehungsschwäche und Bindungsstörung
    • Geringe Frustrationstoleranz und impulsiv-aggressives Verhalten
    • Mangelndes Schulderleben und Unfähigkeit zu sozialem Lernen
    • Vordergründige Erklärung für das eigene Verhalten und unberechtigte Beschuldigung anderer
    • Anhaltende Reizbarkeit
  3. Behandlung mit Lithium.
    Welche Kontrolluntersuchung gibt Auskunft darüber, ob der Patient richtig eingestellt ist und ist regelmäßig durchzuführen?
    Plasmaspiegelkontrolle
  4. Patienten weisen oftmals Defizite bei der Bewältigung des Alltags in der Form auf, dass es ihnen nicht gelingt, ihre Schwierigkeiten konkret zu definieren, eigene Ziele zu formulieren, eine zumindest ausreichende Anzahl von Mitteln zur Erreichung der Ziele zu entwickeln und diese Mittel flexibel einzusetzen.
    Wie nennt man das verhaltenstherapeutische Verfahren, das speziell auf die Bewältigung dieser Defizite ausgerichtet ist?
    Problemlösetraining
  5. Welche Aussagen zum Odds Ratio sind richtig? (3 Antworten)

    A) EIn OR von 1 bedeutet, dass das Risiko für eine Erkrankung bei dieser Personengruppe nicht erhöht ist

    B) OR größer 1 sind klinisch bedeutsam, OR kleiner 1 hingegen nicht

    C) OR können nur positive Werte annehmen

    D) OR können Werte von -1 bis +1 annehmen

    E) Zu den OR können Konfidenzintervalle angegeben werden. Falls diese die Zahl 1 nicht enthalten, ist das OR statistisch signifikant
    • A
    • C
    • E
  6. Welche der folgenden Ängste spielen nach psychoanalytischem Verständis in der Ätiologie von Zwangsstörungen eine Rolle? (2 Antworten)

    A) Ängste vor Angriffen anderer

    B) Ängste vor den Folgen eigener aggressiver Regungen

    C) Ängste vor der Fragmentierung des Selbst

    D) Hypochondrische Ängste

    E) Todesängste

    F) Verlustängste
    • B) Ängste vor den Folgen eigener aggressiver Regungen
    • C) Ängste vor der Fragmentierung des Selbst
  7. Symptome des ersten Ranges nach Schneider
    • Dialogische Stimmen, kommentierende Stimmen, Gedankenlautwerden
    • leibliche Beeinflussungserlebnisse
    • Gedankeneingebung, Gedankenentzug, Gedankenausbreitung, Willensbeeinflussung
    • Wahnwahrnehmung (realen Wahrnehmungen wird eine wahnhafte Bedeutung beigemessen)
    • alles von anderen Gemachte oder Beeinflusste auf dem Gebiet des Fühlens, Strebens [der Triebe] und des Wollens
  8. Welche Prinzipien der Gesprächführung sind speziell dem familiendiagnostischen Interview
  9. Was bedeutet primäre Prävention?
    Verhinderung von Krankheiten, bspw. durch

    • Antirauchkampagnen
    • Impfungen
    • Etablierung guter Ess- und Bewegungsgewohnheiten zur Vermeidung von Übergewicht
    • Suchtvorbeugung in der Schule
  10. Was bedeutet sekundäre Prävention?
    Früherkennung einer Erkrankungen, bspw

    • Brustkrebsscreening
    • Neugeborenenscreening/ Neugeborenenuntersuchung
  11. Was bedeutet tertiäre Prävention?
    Folgen einer Krankheit eindämmen/ Verhinderung von Verschlimmerung
  12. 40 jähriger Pat beim EG

    " Mein ganzes Leben ist eine Kette von Demütigungen"
    "Mein Vater hat mich ständig erniedrigt und bloßgestellt"
    "Meine Mutter wollte mich abtreiben lassen"
    "Bei der Arbeit bin ich der Trottel vom Dienst"
    "Frauen trampeln auf mir herum"
    "Auf der Arbeit werden gerade viele entlassen. Ich hänge mich zwar rein, aber mit mir kann man es ja machen"

    Welcher KOnflikt ist dies nach OPD?
    Selbstwertkonflikt
  13. Pat kommt zu spät, vergisst Termine, verschlampt Unterlagen. Er bekommt große Angst, dass der Therapeut ihn "niedermacht und rausschmeißt", nach dem Motto "Mit Ihnen ist keine Therapie möglich".

    Mit welchem Begriff lässt sich dieses Verhalten und Erleben des Pat aus psychoanalytischer Sicht am ehesten kennzeichnen?
    Interaktioneller Anteil der Übertragung
  14. Pat spricht in TP über eine belastende Schwierigkeit, ihrem Mann nicht deutlich machen zu können, dass sie anderer Meinung ist als er. Sie lächelt dabei fortwährend und auch die Therapeutin spürt. dass sie sich von diesem Lächeln  anstecken lässt. 
    Für welchen Konflikttyp (gemäß OPD) spricht dieses in der therapeutischen Beziehung gezeigte Verhalten am ehesten?
    Konflikt Individuation vs. Abhänghigkeit
  15. Was bedeutet der Konflikt: Abhängigkeit versus Autonomie (Individuations-Abhängigkeits-Konflikt)
    • Existenzielle Bedeutung von Selbstständigkeit / Zugewandtheit in Beziehungen.
    • Bipolare Spannung zwischen der Suche nach enger Beziehung und intensiver Nähe (Abhängigkeit) und dem Streben nach betonter Selbstständigkeit und ausgeprägter Distanz (Individuation).
    • Passiver Modus: Enge und dauerhafte Beziehungen (fast) um jeden Preis, Vermeiden von Verantwortung und Eigenständigkeit, Unterordnung unter die Wünsche und Interessen der Beziehungspersonen, Verleugnung, Bagatellisierung oder Rationalisierung von Konflikten in Beziehungen, Selbstwahrnehmung von Hilflosigkeit, Schwäche und Angewiesensein-auf-Andere. Leitaffekt: Existenzielle Angst bei Verlust, Trennung und Einsamkeit
    • Gegenübertragung: Sorge und Verantwortung, Befürchtung vor überstarken Nähewünschen und Vereinnahmung.
    • Aktiver Modus: Übersteigerte emotionale und existenzielle Unabhängigkeit, Kampf in allen Lebensbereichen um Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, Unterdrückung eigener Bedürfnisse nach Anlehnung und Nähe, Selbstwahrnehmung von großer Stärke und Nicht-Angewiesensein-auf-Andere
    • Leitaffekt: Existenzielle Angst vor Nähe, Vereinnahmung und Verschmelzung Gegenübertragung: Kaum Verantwortungsgefühl, wenig Bedürfnis von Fürsorge und Schutz, Besorgnis vor abgewehrten Abhängigkeitswünschen.
  16. Was bedeutet der Konflikt "Unterwerfung vs. Kontrolle
    • Zentrales Motiv ist, den anderen zu dominieren oder sich dem anderen unterzuordnen.
    • Passiver Modus: Passiv-aggressive Unterwerfung mit den Affekten ohnmächtige Wut, untergründig spürbare Verärgerung bei gefügigem Verhalten.
    • Aktiver Modus: aggressives Dominanzstreben, trotzige Aggressivität, Machtlust, Wut, Ärger. Angst, bestimmt zu werden
  17. Was bedeutet der Konflikt "Versorgung vs. Autarkie"
    • Beziehungen sind von Wünschen nach Versorgung und Geborgenheit bzw. deren Abwehr geprägt.
    • Passiver Modus: anklammerndes Verhalten, Ausbeutung anderer, „etwas bekommen“. Angst, den anderen zu verlieren, oft depressiv.
    • Aktiver Modus: selbstversorgende, anspruchslose Grundhaltung mit erheblichem altruistischem Einsatz für andere. Anspruchsloser Verzicht, um es dem anderen recht zu machen. Nicht zur Last fallen bei untergründiger Sehnsucht.
    • Wikipedia: In einem Extrem führen Versorgungs- und Geborgenheitswünsche zu starker Abhängigkeit und der Mensch wirkt passiv und anklammernd. Im anderen Extrem nimmt der Mensch keine Hilfe an und wehrt die Wünsche nach Hilfe ab, indem er sich als anspruchslos darstellt. In einer altruistischen Konfliktverarbeitung bekommen Andere die Versorgung, nach der er sich selbst unbewusst sehnt
  18. Was bedeutet laut OPD "Selbstwertkonflikt (Selbst vs. Objekt Konflikt)"?
    • Natürliche Bedürfnisse nach Anerkennung des Selbstwerts werden übermäßig stark, weil erfolglos oder unzureichend oder gescheitert.
    • Passiver Modus: geringwertiges Selbstbild, wahrnehmbare Scham, idealisierende Bewunderung anderer; Gefühle des Bestätigt-werden-Müssens.
    • Aktiver Modus: Forcierte Selbstsicherheit, narzisstische Wut, abwertende Kränkung anderer. Entwertungstendenz.
    • Wikipedia: Es bestehen Selbstwertkonflikte, die im einen Extrem als Minderwertigkeit erlebt werden, während Andere aufgewertet oder idealisiert werden. Im anderen Extrem werden kompensatorische Anstrengungen erbracht, die das Selbstbild bis hin zum Größenwahn stützen, während Andere abgewertet werden.
  19. Was bedeutet der Konflikt "Schuld/ egoistische versus prosoziale Tendenzen / Selbst- versus Fremdbeschuldigung"
    • Schuld über ein angemessenes Maß der Verantwortung hinaus entweder sich selbst oder anderen aufbürden.
    • Passiver Modus: Neigung zu Selbstvorwürfen. Schnelle Übernahme von Verantwortung. Zerknirschung, Selbstbestrafung.
    • Aktiver Modus: Anklagend, Schuld wird externalisiert, Schuldgefühle auf andere abgewälzt. Geringe Bereitschaft, eigene Verantwortung anzuerkennen.
    • Wikipedia: Im einen Extrem führt die Schuldübernahme bis zur masochistischen Unterwerfung. Im anderen Extrem sieht der Mensch die Schuld nur beim anderen, wobei ihm jegliche Form eines eigenen Schuldgefühls fehlt.
  20. Was bedeutet der ödipal-sexuelle Konflikt?
    • Es geht um die sozialen Rollen von Mann und Frau mit den Motiven, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhalten, den Kontakt erotisch-zärtlich zu genießen und sich des eigenen Mann- oder Frauseins zu versichern. Dies ergibt sich aus der Identifikation mit bzw. der Übernahme der geschlechtsspezifischen elterliche Rollen.
    • Passiver Modus: Schüchternheit, graue Maus, sich unattraktiv halten, sich geschlechtlos geben, Verdrängung von Erotik/Sexualität.
    • Aktiver Modus: phallisch-hysterisch im Mittelpunkt stehen. Erotiisierung und Sexualisierung der Beziehungen, rivalisieren, Schamlosigkeit.
    • Wikipedia: Im einen Extrem nimmt der Mensch seine Erotik und Sexualität nicht wahr, im anderen Extrem bestimmt sie alle Lebensbereiche, ohne dass eine Befriedigung gelingt. Dies meint nicht sexuelle Funktionsstörungen anderer Herkunft. Leichsenring: Erotik und Sexualität fehlen in Wahrnehmung,
  21. Was bedeutet laut OPD "Identitätskonflikt"?
    • Passiver Modus: Gefühl des chronischen oder immer wiederkehrenden Identitätsmangels; Verleugnen dieser Disonanz. Vermeden von Lebenssituationen, die diesen Mangel aufdecken könnte; Rückzug, Hemmung.
    • Aktiver Modus: aktives Überspielen der Unsicherheit; Kompensation; Vermeidung des Gewahrwerdens; evtl. Konstruktion eines Familienromans.
    • Wikipedia: Bei sonst hinreichenden Ich-Funktionen übernimmt der Mensch die Geschlechts-, Rollen oder Gruppenidentität anderer oder überspielt die Identitätsambivalenz kompensatorisch.
  22. Wie viel Prozent liegen innerhalb einer SD, und wie viel Prozent innerhalb 2 SD der Normalverteilung?
    • 1 SD --> 68,27 % aller Messwerte
    • 2 SD --> 95,45 % aller Messwerte
    • 3 SD --> 99,73 % aller Messwerte
  23. Was bedeutet Transvestitismus?
    Transvestitismus ist laut ICD-10 eine psychische Störung, und wird dort unter dem Code F64.1 (Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen) geführt.

    • Zur Diagnose dieser Störung werden hauptsächlich drei Kriterien herangezogen:
    • Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, um die zeitweilige Erfahrung der Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu erleben.
    • Der Kleiderwechsel ist nicht von sexueller Erregung begleitet.
    • Der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur besteht nicht.
  24. Was bedeutet fetischistischer Transvestitusmus?
    • Paraphilie
    • Zur Erreichung sexueller Erregung wird Kleidung des anderen Geschlechts getragen;
    • damit wird der Anschein erweckt, dass es sich um eine Person des anderen Geschlechts handelt.
    • Fetischistischer Transvestismus unterscheidet sich vom transsexuellem Transvestitismus durch die deutliche Kopplung an sexuelle Erregung und das starke Verlangen, die Kleidung nach dem eingetretenen Orgasmus und dem Nachlassen der sexuellen Erregung abzulegen.
    • Er kann als eine frühere Phase in der Entwicklung eines Transsexualismus auftreten.
  25. Welche Paraphilien gibt es?
    • F65.0 Fetischismus
    • F65.1 Fetischistischer Transvestismus/Transvestitischer Fetischismus (DSM)
    • F65.2 Exhibitionismus
    • F65.3 Voyeurismus
    • F65.4 Pädophilie
    • F65.5 Sadomasochismus
    • F65.6 Multiple Störungen der Sexualpräferenz
    • F65.8 Sonstige Störungen der Sexualpräferenz
    •         Frotteurismus
    •         Zoophilie
    •         Nekrophilie
    •         Acrotomophilie und Apotemnophilie
  26. Absolute Indikation
    Um negative Auswirkungen auf die Gesundheit so gering wie möglich zu halten, muss eine entsprechende Therapie erfolgen
  27. Selektiv-differentielle Indikation
    • Auswahl der geeignesten verfügbaren Intervention
    • Welches Verfahren, für wen, für was, durch welchen Therapeuten
  28. Prozessual-adaptive Indikation
    • Ziel: Optimierung des Therapieverlaufs
    • Therapieentschiedungen werden an die Veränderungen des Pat angepasst (bspw. Medikation)
  29. Vitale Indikation
    Ergreifung von lebensrettenden Maßnahmen bei lebensbedrohenden Krankheitsbild
  30. Kausale Indikation
    Therapie ergibt sich aus der Krankheitsursache
  31. Symptomatische Indikation
    Therapie ergibt sich aus den Krankheitszeichen
  32. Tic-Störung
    Im ICD-10 werden Ticstörungen unter den 'Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit oder Jugend' (F9) klassifiziert. D. h. für die Diagnose einer Ticstörung muss der Beginn vor dem 18. Lebensjahr liegen.

    Es werden drei Hauptformen von Tic-Störungen unterschieden

    • Vorübergehende Ticstörung:
    • Einzelne oder multiple motorische oder sprachliche Tics treten viele Male am Tag auf, an den meisten Tagen; dies über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen und höchstens zwölf Monaten.
    • Chronische motorische oder vokale Tics: Motorische oder vokale Tics (aber nicht beides) treten viele Male am Tag auf, an den meisten Tagen; dies über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten. Im gegebenen Jahr gibt es keine Remission die länger als zwei Monate andauert.
    • Kombinierte vokale und multiple motorische Tics (Tourette-Syndrom): Während der Störung bestehen eine Zeit lang multiple motorische Tics und ein oder mehrere vokale Tics, aber nicht notwendigerweise gleichzeitig. Die Tics treten viele Male am Tag auf, fast jeden Tag; dies länger als ein Jahr. Im gegebenen Jahr gibt es keine Remission die länger als zwei Monate andauert.
  33. Welchen Effekt hat der Parasympaticus auf die Bronchialmuskulatur?
    Kontraktion
  34. Was bedeutet Sublimationsfähigkeit?
    Eigene Regungen auf mittelbare, kulturell verfeinerte Weise befriedigen
  35. Was bedeutet die Control Mastery Theory?
    • Die Control-Mastery-Theorie ist eine entwickelte Theorie (Weiss & Sampson 1986) aus dem Umfeld der Psychoanalyse.
    • Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Patienten sich gegenüber Therapeuten zeitweise so verhalten, dass dies von Seiten der Therapeuten als Beziehungstest gedeutet werden kann.
    • Die Theorie fußt auf der Annahme in der Kindheit erworbener, unbewusster Schemata des Patienten. Er tritt mit entsprechend dem Schema organisierten, unbewussten Befürchtungen und Erwartungen in die analytische Situation und organisiert die dort gemachten Wahrnehmungen ebenfalls gemäß seinen unbewussten Schemata.
    • Sind die erworbenen Schemata pathogen, so befürchtet der Patient unbewusst, dass eine Erreichung der in der Psychotherapie angestrebten Ziele ihn selbst oder andere (Bezugspersonen) gefährden könnte. Die Therapieziele sind daher für ihn zunächst unerreichbar.
    • Wenn die Patienten bewusst und unbewusst hochmotiviert sind, ihre Probleme zu lösen und ihre Symptome zu verlieren, werden sie die pathogenen Überzeugungen kontinuierlich in der Therapiesituation am Therapeuten überprüfen (Vergleiche Realitätstest in der Verhaltenstherapie). Die Aufgabe des Therapeuten liegt daher in der Unterstützung des Patienten bei der Widerlegung der pathogenen Überzeugungen in der Therapiesituation.
  36. Die Überprüfung, ob diagnostische Maßnahmen wie der Einsatz von Fragebögen und Skalen zur Dokumentation des Therapieverlaufs sachgerecht erfolgen, dienst am ehesten der Sicherung und Verbesserung der... [Qualität]
    Prozessqualität
  37. Was bedeutet Strukturqualität?
    • Qualität der Rahmenbedingungen
    • Sachliche, personelle und strukturelle Voraussetzungen einer Behandlung
    • Beispiel: räumliche Ausstattung, Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter, interne Vernetzung durch Teamsitzungen
  38. Was ist Prozessqualität?
    • bezieht sich auf die Durchführung und den Verlauf einer Leistung
    • z. B. Übereinstimmung mit anerkannten Standardsm Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeit, Dokumentation, Abläufe
  39. Was ist Ergebnisqualität?
    • bezieht sich auf die Erreichung genereller und individueller Ziele
    • z. B. Auswirkungen der Behandlung auf Morbidität, Heilungsdauer, Lebensqualität
  40. Der Inhalt der abrechungsfähiger psychotherapuetischen Leistungen bei Behandlungen im Rahmen der GKV und das wertmäßige, in Punkten ausgedrückte Verhältnis der Leistungen zueinander sind in folgendem Gesetztes bzw. Regelwerk enthalten:
    Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)
  41. Charaketistika des malignen neuroleptischen Syndroms
    • extrapyramidal-motorische Störungen: Akinese, Rigor (typisch); extreme Muskelsteife, Tremor, Hyporeflexie, Opisthotonus, Trismus, Blickkrämpfe
    • vegetative Entgleisung: Hyperthermie (typisch), starkem Schwitzen, Tachykardie, Tachypnoe, Blutdruckänderungen, Harn- bzw. Stuhlinkontinenz oder Harnverhalt
    • psychische Störungen: Stupor, Verwirrtheit, Mutismus, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Katatonie
    • auffällige Laborbefunde: extreme CK- sowie Transaminasen-Erhöhung, Myoglobinurie, Leukozytosemetabolische Azidose

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