Jahresabschluss Buch

Card Set Information

Author:
huatieulans
ID:
306920
Filename:
Jahresabschluss Buch
Updated:
2015-09-30 11:42:55
Tags:
Klausur
Folders:
Jahresabschluss und Steuern
Description:
Vorbereitung
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  1. Das Eigenkapital
    Im Gegensatz zu den Aktiva und dem Fremdkapitalposten sind fpr die Bilanzierung des Eigenkapitals die Basiselemente der Bilanzierung "Ansatz" und "Bewertung" primär nur inridekt anzuwenden, da sich das EK in Form des Nettovermögens (bzw Reinvermögen) rechnerisch als Residuum zwischen den Aktiva und dem Fremdkapital ergibt. Somit bestimmen der Ansatz und die Bewertung des Vermögens und des FK indirekt die Höhe des Eigenkapitals. 


    Den konstanten Teil des EK (Grund- bzw Stammkapital) bezeichnet mahn auch als Nominalkapital. Addiert man zu diesem noch sämtliche variablen Eigenkapitalkonten, erhält man das rechnerische EK. Erweitert man dieses zusätzlich um die stillen Reserven des U ergibt sich das effektive EK.
  2. Nach §272 Abs.1 Satz 1 HGB heißt das konstante EK der Kapitalgesellschaft....
    "gezeichnetes Kapital. Bei der Aktiengesellschaft trägt es den Namen "Grundkapital" während es bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung als "Stammkapital" bezeichnet wird.
  3. Gezeichnetes Kapital
    Der erste Posten des EK ist das "gezeichnetes Kapital", das den Teil des EK umfasst, auf den die Haftung der Gesellschafter für die Vb der Kapitalgesellschaft ggü den Gläubigern beschränkt ist (§272 Abs.1 Satz 1 HGB). Es entspricht dem Nomianalkapital einer KG (=konstantes EK) und wird, wie erwähnt, in der Bilanz einer AG bzw. KGaA als "Grundkapital" und in der Bilanz einer GmbH als "Stammkapital" bezeichnet.
  4. das Grundkapital einer AG ...
    gemäß §7 AktG mindestens 50.000 EUR) wird durch die Summe der Nennbeträge aller ausgegebenen Aktien bestimmt. Eine Änderung der Höhe des Grundkapitals bedarf einer 3/4 Mehrheit der in der Hauptversammlung anwesenden Stimmen
  5. das Stammkapital einer GmbH setzt sich aus...
    • den sog. Stammeinlagen der/des Gesellschafter(s) zusammen, deren Nennbeträge auf volle Euro lauten müssen und beträgt mindestens 25.000 EUR. Die Höhe des Stammkapitals kann ebenfalls nur mit 3/4 Stimmrechtmehrheit der bei der Gesellschafterversammlung anwesenden Gesellschafter verändert werden. 
    • Nach §272 Abs. 1 Satz 2 HGB ist das gezeichnete Kapital zum Nennbetrag anzusetzen, der am Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragen ist. Allerdings muss es nicht vollständig einbezahlt sein.
  6. Kapitalrücklage
    • gemäß §272 Abs.2 HGB sind in die Kapitalrücklage folgende Beträge aufzunehmen, die dem Unternehmen von außen zugeführt werden: 
    • - der Betrag, der bei der Ausgabe von Anteilen über deren Nennbetrag hinaus erzielt wird (Agio, Aufgeld) 
    • - der Betrag, der bei Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erzielt wird 
    • - Zuzahlungen von Gesellschaftern gegen Gewährung eines Vorzugs für ihre Anteile. 
    • - Andere Zuzahlungen, die Gesellschafter in das EK leisten, zb Nachschösse bei einer GmbH
  7. Bilanzergebnis
    • Der Gewinn eines Unternehmens kann entweder ausgeschüttet oder einbehalten werden. Zu den Maßnahmen dieser Ergebnisverwendung zählen Ausschüttungen an die Anteilseigner, Einstellungen in und Auflösungen von Gewinnrücklagen, Auflösungen de Kapitalrücklage sowie ein i.d.R aus diesen Maßnahmen resultierender Gewinnvortrag. Damit ergeben sich drei mögliche Ergebnisposten für die Bilanz (§268 Abs.1 HGB) 
    • - Jahresüberschuss/-fehlbetrag (= Ergebnis der aktuellen Periode) 
    • - gewinn- /Verlustvortrag (= unverwenderte Ergebnisanteile von Vorperioden bzw. der aktuellen Periode)
    • - Bilanzgewinn/-verlust(= zur Ausschüttung vorgeschlagene Ergebnisanteile) 

    • der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft kann: 
    • - vor Gewinnverwendung 
    • - nach teilweiser Gewinnverwendung oder 
    • - nach vollständiger Gewinnverwendung 

    • erstelltwerden (§268 Abs.1 HGB) 
    • Je nach verwendeter Alternative ergeben sich unterschiedliche Formen, das Ergebnis des Geschäftsjahres in der Bilanz auszuweisen. Ein Ergebnisausweis vor Gewinnverwendung ist nur dann möglich, wenn für die bilanzerstellenden Organe keine gesetzliche oder satzungsmäßige bzw. gesellschaftsvertragliche Verpflichtung zur Einstellung oder Auflösung einer Rücklage besteht. Für Aktiengesellschaften ist die Bilanzerstellung nach teilweiser Gewinnverwendung der üblicher Fall, da zumeist gesetzliche bzw statutarische Verpflichtungen zur Einstellung in Rücklagen bestehen (§§ 150 Abs.2 AktG, 272 Abs.4 HGB)
  8. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
    Übersteigen die erwirtschafteten Verluste das gesamte Eigenkapital einer Kapitalgesellschaft (buchmäßige Überschuldung), so ist der Differenzbetrag am Bilanzende auf der Aktivseite als "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" gesondert auszuweisen (§268 Abs.3 HGB). Dadurch soll ein negativer Ausweis der Abschlussgruppe "Eigenkapital" verhindert werden.
  9. Betriebsergebnis (Gesamtkostenverfahren)
    • Umsatzerlöse
    • + Bestandsveränderungen 
    • = Gesamtleistung 
    • - Materialaufwand
    • - Personalaufwand
    • - Abschreibungen 
    • = Betriebergebnis
  10. Betriebsergebnis (Umsatzkostenverfahren)
    • Umsatzerlös
    • - umsatzbezogene Herstellungskosten 
    • - außerplanmäßige Abschreibungen 
    • = Bruttoergebnis vom Umsatz
    • - Vertriebskosten
    • - Verwaltungskosten
    • - sonstige betriebliche Aufwendungen 
    • = Betriebergebnis
  11. originäre Ermittlung der Zahlungsströme
    Originär erstellte liquiditätsorientierte Rechnungen erfassen die relevanten Zahlungsströme unmittelbar bei den einzelnen Geschäftsvorfällen in der Buchhaltung, so dass aus allen Ein- und Auszahlungen die Kapitalflussrechnung abgeleitet werden kann (= direkte Methode). Dies erfordert eine Kennzeichnung der Zahlungsvorgänge nach ihrem Verwendungszweck.
  12. derivative Ermittlung
    • Die derivative Ermittlung der Zahlungsströme aus den Daten eines Jahresabschlusses( = indirekte Methode) geschieht dadurch, dass die periodisierten GUV- wirksamen Größen in umperiodisierte liquiditätswirksame Zahlunggssgrößen zurückentwickelt werden. 
    • Weit verbreitet in der Praxis ist die derivative Ermittlung der Zahlungsströme im operativen Bereich, bei gleichzeitig originärer Ermittlung der Zahlungsströme im Investitions- und Finanzierungsbereich
  13. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
    entspricht aus der Leistungverwertung des U erwirtschafteten Einzahlungsüberschuss. Mittelzuflüsse oder -abflüsse ergeben sich hier insbesondere aus der Umsatztätigkeit des Unternehmens, d.h. aus dem Produktions-, Verkaufs- und Servicebereich
  14. Der Cashflow aus der Investitionstätitigkeit gibt an,
    wie viel Mittel in der Periode netto, d.h nach Abzug von Desinvestitionen, investiert wurden. Investitionstättigkeiten sind der Erwerb und die Veräußerung langfristiger Vermögensgegenstände. Der Ausweis der Mittelzuflüsse und -abflüsse aus der Investitionstätigkeit soll eine Beurteilung ermöglichen, in welchem Ausmaß Zahlungen zur Generierung von Erlösen  in späteren Perioden getätigt wurden. Die Summe aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem- i.d.R negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit bezeichnet man als den frei verfügbaren Cashflow (=Free Cashflow)
  15. Der CF aus der Finanzierungstätigkeit gibt an,
    wie viel Mittel dem Unternehmen in der Periode netto, d.h nach Abzug aller Auszahlungen an die Kapitalgeber, aus der Aufnahme neuen Fremd- und Eigenkapitals zugeflossen sind. Die Finanzierungstätigkeit beinhaltet somit zum einen Transaktionen mit Anteilseignern und zum anderen Veränderungen langfristiger Fremdmittel.
  16. die Summe der Bereichs- Cashflows ergibt die Veränderung des Finanzmittelsonfd,d.h...
    Insofern ist der operative Cashflow eine maßgröße für die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens, denn er gibts Auskunft über die Fähigkeit des Unternehmens, genügend Fnianzmittal in seinem Geschäftsbetrieb zu erwirtschaften, um damit Investitionen finanzieren zu können bzw seinen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Finanzierungstätigkeit nachkommen (Zins und Tilgung, Gewinnausschüttungen etc) zu können. Ein negativer operativer Saldo müsste demnach durch Desinvestitionen (z.b Verkauf von Teilbereichen) oder durch Aufnahme neuen Kapitals (z.B Zuführ neuen Eigenkapitals oder Aufnahme neuer Kredite) Gedeckt werden,
  17. Jahresüberschuss = Erträge - Aufwendungen
    • Jahresüberschuss = Erträge - Aufwendungen
    • + Aufwand, keine Auszahlung
    • (z.B Abschreibungen, Bildung von Rückstellungen) 

    • - Erträge, keine Einzahlung
    • ( z.B Verkauf auf Ziel, Zuschreibenden, Auflösung von Rückstellungen) 

    • - Auszahlungen, kein Aufwand
    • ( z.B Bezahlung von Lieferantenverbindlichkeiten, Einkauf von Vorräten)

    • + Einzahlungen, kein Ertrag
    • (z.B Eingang von Kundenforderungen) 

    = Cashflow = Einzahlung - Auszahlungen
  18. direkte Ermittlung des Mittelzuflusses/-abflusses
    • 1.Einzahlung von Kunden für den Verkauf von Erzeugnissen, Waren und Dienstleistungen 
    • 2. - Auszahlungen an Lieferanten und Beschäftige
    • 3. + sonstige Einzahlungen, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 
    • 4. - sonstige Auszahlungen, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 
    • 5. +/- Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 
    • 6. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 

    • 7. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 
    • 8. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 
    • 9. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 
    • 10. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 
    • 11. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 
    • 12. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 
    • 13. + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten U und sonstigen GE
    • 14. - Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten U und sonst. GE 
    • 15. + Einzahlungen aufgrund  von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 
    • 16. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
    • 17.  = Cashflow aus der Investitionsftätigkeit 

    • 18. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile, etc) 
    • 19. - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen) 
    • 20. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 
    • 21. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 
    • 22. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 
  19. indirekte Ermittlung des Mittelzuflusses/-abflusses
    • 1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 
    • 2. +/– Abschreibungen/ Zusschreibungen auf Gegenstände des AV
    • 3. +/– Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
    • 4. +/– Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge (bspw. Abschreibungen auf ein aktiviertes Disagio)
    • 5.+/– Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 
    • 6.-/+ Zunahme /Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 
    • 7.+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derer Passiva, die nicht der Inv- oder Finanz. zuzuordnen sind 
    • 8.+/– EIn- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 
    • 9. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 

    • 10. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 
    • 11. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 
    • 12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegen. des immateriellen Anlagevermögens 
    • 13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 
    • 14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 
    • 15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanalagevermögen 
    • 16. + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten U und sonstigen GE
    • 17. - Auszahlungen aus dem Erwerb von kon.U und sonst. GE
    • 18. + Einzahlungen aufgrund von finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdispostionen 
    • 19. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdispostion 
    • 20. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit 

    • 21. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhung, Verkauf eigener Anteile etc)
    • 22. - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen) 
    • 23. + Einzahlungen aus der Begebung von anleihen und aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten
    • 24. – Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten
    • 25.= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 
  20. Vergleich Cashflow // Gewinn
    • Cashflow: sehr verlässlich -> nachprüfbar
    • stark zufällig, schwankt stark 
    • im Bezug auf Erfolg weniger relevant 
    • -> Ein/Auszahlungen die Ergebnis neutral sind enthalten 
    • Idee: nur operativer CF -> weniger aber immer noch sehr volantil -> immer noch zufällig 

    • Gewinn 
    • -> periodisierte Zahlungen 
    • -> "geglätter" Größe
    • Prognose: keine lausche Aussage möglich -> Einzelfall 
    • Aber: teil Befunde Gewinn besser geeignet
  21. Betriebergebnis
    • Mit dieser Kennzahl können Investoren genau ekennen, wie hoch der Erfolg in einer best. Perioden war. Denn es werden alle Einnahmen aus der ordentlichen Geschäftsbetrieb mit den dazugehörigen Ausgaben berechnet und noch vor der Bestrebung gegenüberstellt. Zu den Angaben gehören bspw Kosten für Rohstoffe, Betriebsstoffe, Personal und Marketing 
    • Die Einnahmen beinhalten alle verkauften Waren, Merhbestände oder aktivierte Eigenleistungen, die zum direkten Geschäftsbetrieb zählen
  22. Finanzergebnis beinhaltet:
    • die Erträge aus der Anlage von Geldern (finanziellen Erträge wie z.B erhaltene Dividende oder Zinserträge)
    • Die Aufwendungen aus der Aufnahme von Fremdkapital (finanzielle Aufwendungen wie z.B Zinsaufwand für Kredite) sowie auch Abschreibungen auf Wertpapier
  23. Free Cashflow
    • Betrag, der für Dividendenzahlungen an EK-Geber, Zinszahlungen an FK-Geber oder für Wachstumsinvestitionen (Innenfinanzierung) zur Verfügung steht) 
    • Oft als Basis für Unternehmensbewertungsmodelle, wie beispielsweise das DCF Verfahren 
    • Auch Indikator für Kreditwürdigkeit

    Einfachste Methode: operativer CF + Investition CF (investitions CF in der Regel negativ)

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