Jahresabschluss Übung 2

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Author:
huatieulans
ID:
307068
Filename:
Jahresabschluss Übung 2
Updated:
2015-08-30 15:32:12
Tags:
Klausur
Folders:
Jahresabschluss und Steuern
Description:
Klausurvorbereitung
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  1. Der Jahresabschluss
    Der Jahresabschluss einer Personengesellschaft setzt sich aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammen. Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich laut § 264 Abs. 1 HGB einen Anhang an den Jahresabschluss anfügen, in dem einige Positionen aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung näher erläutert werden. Große und mittelgroße Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht aufstellen. Die Einteilung der Kapitalgesellschaften nach den Größenklassen wird nach § 267 HGB vorgenommen.
  2. Zeitpunkt der Aufstellung
    Für eine Personengesellschaft wird für die Aufstellung des Jahresabschlusses kein Zeitraum angegeben. Im § 242 HGB ist lediglich formuliert, dass der Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes und zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres eine Bilanz und eine GuV aufstellen muss. Das Geschäftsjahr muss dabei nicht dem Kalenderjahr entsprechen. Der Jahresabschluss einer großen oder mittleren Kapitalgesellschaft muss laut § 264 Abs. 1 HGB innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres aufgestellt werden. Eine kleine Kapitalgesellschaft hat für die Aufstellung des Jahresabschlusses die ersten sechs Monate des Jahres Zeit.
  3. Funktion des Jahresabschlusses
    Der Jahresabschluss wird für alle Personen aufgestellt, die ein Interesse an der tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens besitzen. Zu den Interessenten gehören in erster Linie das Finanzamt, um die Steuern bestimmen zu können und die Investoren, um das Risiko des Investments einzuschätzen. Vorstände, Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden sind ebenfalls am Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft interessiert, um einschätzen zu können, wie sicher ihr Arbeitsplatz ist oder ob eine intensivere Zusammenarbeit von Vorteil wäre. Ebenfalls sind zukünftige Investoren am Inhalt des Jahresabschlusses interessiert, um über eine eventuelle zukünftige Investition in das Unternehmen entscheiden zu können.
  4. Offenlegung JA
    Die Offenlegungspflicht ist in §§ 325-329 HGB geregelt und betrifft nur Kapitalgesellschaften. Je nach ihrer Einteilung in eine der drei Größenklassen sind nicht alle Informationen offen zu legen. Mittlere und große Kapitalgesellschaften sind verpflichtet ihren Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer überprüfen zu lassen und sie dann im Handelsregister oder Bundesanzeiger innerhalb von 12 Monaten zu veröffentlichen. Aktiengesellschaften veröffentlichen zusätzlich noch einen Geschäftsbericht, der den vollständigen Jahresabschluss enthält und vor allem an die Aktionäre gerichtet ist. Kleine Kapitalgesellschaften hingegen brauchen nach § 326 HGB nur die Bilanz und den Anhang zu veröffentlichen, wobei Informationen zur Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sein müssen.
  5. Übung 1 Aufgabe 3
    Angenommen, die Schultheiss Brauerei AG sei börsenorientert und habe im Jahr 2010 ein Grundstück an der Methfesselstraße in Kreuzberg für 5 Mio € erworben. Für den 31.12.2013 habe ein Immobilienmakler den potentiellen Veräußerungserlös des Grundstück auf 7 Mio € geschätzt
    1. Welche Jahresabschlussadressaten sind daran interessiert, dass das Grundstück am 31.12.2013 mit 5 Mio € bilanziert wird, welche Adressaten bevorzugen die 7 Mio €?
    2. Wie ist dieser Sachverhalt nach HGB zu lösen?
    • Gläubigerschutz via Vorsichtsprinzip [Wirkungskette]
    • "vorsichtige" Gewinnermittlung i.S.d §252 Abs.1 Nr 4 HGB
    • => Begrenzung des Mittelentzugs durch Ausschüttung zu Anteilseigner 
    • => Stärkung der Zahlungsfähigkeit des U 

    • 1) Aktionäre: Bilanzierung zu 7 Mio. Eur ("wahrer" Wert des Grundstückes)
    •  
    • Gläubiger: Bilanzierung zu 5 Mio Eur (höherer Haftungsmasse, da stille Reserve i.H.v 2 Mio Ehr nicht ausgeschüttet werden kann 

    • 2) Vorsichtsprinzip in Form des Realisationsprinzip §252 Abs.1 Nr.4 HGB i.V.m dem AK-Prinzip §253 Abs 1 S.1 HGB 
    • -> Bilanzierung erfolgt vorsichtig und höchstens zu dem AK i.H.v 5 Mio Ehr
  6. Übung 1 Aufgabe 4
    Bilden Sie zu den folgenden Sachverhalten die entsprechenden Buchungssätze nach HGB (ohne USt). Prüfen Sie, welche Funktion des Jahresabschlusses zum 31.12.2013 primär angesprochen wird. Begründen Sie ihre Entscheidung 
    1. Die G-Bau AG hat am 01.01.2012 eine Maschine mit Anschaffungskosten in Höhe von 100.000 Eur aktiviert. Die Maschine soll 8 Jahre im Unternehmen genutzt werden. Der voraussichtliche Restwert beträgt 20.000€. Die Abschreibung erfolgt linear. Wie lautet die Buchung zum 31.12.2013

    2. Am 10.12.2013 wurde gegen die G-Bau durch einen Konkurrenten wegen einer mutmaßlichen Patentverletzung Klage eingereicht. Der Streitwert beträgt 75.000€. Verliert die G-Bau AG die Klage, würden zusätzlich Gerichtskosten in Höhe von 5.000€ entstehen. 
    3. Die G-Bau AG ist Mieterin einer Lagerhalle. Am 01.12.2013 überwies die G-Bau AG die Miete für die Monate Dezember bis Februar in Höhe von 9.000€
    4. Der Vorstand der G-Bau AG ist der Meinung, dass die bisherige Kundenliste doch einen erheblichen Wert aufweist (ca. 500.000 €) und möchte diesen Wert gerne in der Bilanz darstellen
    5.Die G-Bau AG kaufte am 20.12.2013 Vorräte auf Rechnung- Die Lieferung erfolgte am 31.12.2013, die Bezahlung der Rechnung am 31.01.2014

    6. Die G-Bau AG verkauft am 05.12.2013 Betonfertigwände auf Rechnung. Die Lieferung erfolgte am 10.01.2014, die Bezahlung der Rechnung am 31.01.2014

    7. Am 01.10.2013 erwirbt die G-Bau AG per Barzahlung einen LKW samt Anhänger für insgesamt 120.000 €, wovon 75% auf den LKW entfallen
    1. Abschreibung an Maschine 

    • -> Informationsfunktion: Werteverzehr durch Verschleiß etc (fraglich, ob lineare Abschreibung= tats. Werteverzehr und geplante ND= tats. ND)
    • -> Zahlungsbemessungsfunktion: Abschreibung vermindert ausschüttungsfähigen Gewinn (Haftungsmasse entspricht durch Abschreibung u.U. dem tatsächlichen Vermögenswert)

    2. Aufwand an Prozessrückstellung 80.000€

    • 3. Mietaufwand an Bank 9.000
    •  aRap an Mietaufwan 6.000€

    -> Informationsfunktion: GUV soll über Ertragslage des Geschäftsjahres informieren. Aus diesem Grund muss eine Anpassung der Zahlungsströme in Bezug auf ihre Aufwands-  und Ertragswirkung erfolgen gem. §250(1)HGB 

    4. Aktierungsverbot nach §248(2) HGB, obwohl die Information über den Wert der Kundenliste durchaus entscheidungsrelevant sein kann, erfolgt mangels Bewertbarkeit) keine eindeutige Zuordnung der Herstellkosten möglich, Stichwort "Verlässlichkeit") keine Bilanzierung. Der Gläubigerschutz( Zahlungsbemessungsfunktion) überwiegt. 

    5. Vorräte an Verb aus LuL

    Informationsfunktion: auch wenn die Vorräte bisher nicht bezahlt wurden, befinden sich die Vorräte bereits im Verfügungsbereich der G-Bau AG (wirtschaftliche betrachtungsweise) entsprechend werden die Vermögensgegenstände bilanziert 

    6. Forderungen aus LL an Umsatzerlöse

    -> Informationsfunktion: Gewinnrealisierung erfolg nach Gefahrenübergang zum Zeitpunkt der Lieferung (ebenfalls wirtschaftliche Betrachtungsweise). Die GuV informiert entsprechend über die Ertragslage und ist unabhängig von Zeitpunkt des Zahlungseingangs

    • 7. LKW 90.000 Anhänger 30.000 an Kasse 120.000
    • Grundsatz der Einzelbewertung gem. §252 (1) Nr. 3 HGB 
    • -> Informationsfunktion
  7. ÜB 2 Aufgabe 1
    Nennen  und erläutern Sie die Bestandteile des Jahresabschlusses nach HGB
    • Allgemeine Regelungen: 
    • - Basis bildet die Buchführungspfliche gem. §238 Abs.1 HGB 
    • - JA gem. §242 (1),(2),(3) 
    •   Bilanz + GuV-Rechnung = Jahresabschluss
    • - Befreiung von Buchführung und Aufstellungspflicht gem. §241 a HGB i.V.m §242 (4) HGB 
    • - bei Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, KGaA) zusätzlich Anhang (und Lagebericht) § 264(1) HGB 

    • - bei kapitalmarktorientierten KapG zusätzlich Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie Segmentsberichtserstattung (freiwillig) gem. §264(1) S.2 HGB i.V.m §264 d HGB 
    • - bei Konzern ebenfalls Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspielgel sowie Segmentsberichtserstattung (freiwillig) §290(1) i.V.m §297(1) HGB 
    • - für bestimmte Personengesellschaften (haftungsbeschränkt Bsp GmBH&CoKG) gelten die zusätzliche Vorschriften für KapG  analog §264a HGB
  8. Eine GmbH&Co.KG ist als Personenhaldelsgesellschaft nicht an die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§264ff.HGB) gebunden
    • Falsch. 
    • §264ff HGB gelten auch für bestimmte PersG §§264 a-c HGB
  9. Der HGB- Jahresabschlüss einer Kapitalgesellschaft besteht aus einer Bilanz, einer GuV, einem Anhang und eine Lagebericht
    Falsch. Lagebericht ist kein Bestandteil des Jahresabschlüsses
  10. Der Anhang erläutert die Inhalte der Bilanz und GuV und enthält Angaben, die über die Bilanz und GuV hinausgehen
    Richtig
  11. kapitalmarktorientierte Unternehmen können ihren Konzernabschlüsse seit 2005 nach IFRS erstellen
    Falsen. müssen §315a HGB i.V.m EG Verordnung 18.06.2002
  12. Entscheidet sich ein Unternehmen für die Erstellung eines IFRS- Einzelabschlusses, so kann es auf die Erstellung eines HGB- Einzahlabschlusses verzichten
    • Falsch
    • HGB- Einzelabschluss weiterhin Pflicht 
    • -> Aussschüttungsbemessungsfuntkion
  13. Die Entscheidung, ob eine Kapitalgesellschaft kapitalmarktorientert ist, richtet sich danach, ob die Gesellschaft mit ausgegebenen Wertpapieren in organisierten Märkten im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes handelt.
    • Falsch. §264d HGB 
    • -> nicht eigene Handeln sondern die eigenen Wertpapiere sollen auf diverse Märkten gehandelt werden
  14. JA 
    Was muss/kann aufgestellt werden? 
    Bilanz
    GuV
    => (1)
    Anhang
    Lagebericht 
    =>(2)
    Kapitalflussrechnung 
    Eigenkapitalspiegel
    Segmentsberichterstattung (optional)
    => (3)
    1) jeder Kaufman, der kein Einzelkaufmann i.S.d §241a HGB ist (§242 Abs.4 HGB)

    • 2) §261(1), §264 a
    • Kapitalgesellschaft (nicht kapitalmarktorientiert) und bestimmte PersonG 
    • Ausnahme => "kleine" KapG i.S.v §267(1)HGB
    • -> Keinen Lagebericht, §264(1)S.4 HGB 
    • Ausnahme => "KleinstkapG" i.S.v §267a -> keinen Anhang (§264(1) S.5 Nr.1-3 HGB)

    • 3) §264 (1) S.2, §264d HGB 
    • KapG (kapitalmarktorientiert)
    • Konzern: 
    • - Konzernbilanz
    • - Konzern GUV
    • - Konzern-Anhang
    • - Kapitalflussrechnung 
    • - EK- Spiegel 
    • - Segmentsberichterstattung (optional)
    • - Konzernlageberricht § 290(1) i.V.m §297(1) HGB 

    • Lagebericht 
    • -> unterliegt nicht den GOB
    • -> Inhalt §289 HGB 
    • -> auch zukünftige Chancen und Risiken
  15. ÜB 3 Aufgabe 1

    a) Was ist unter dem Begriff "GoB" zu verstehen?
    b) Mittlerweile sind viele GoB im HGB kodifiziert. Ordnen Sie den Sätzen des §252 HGB das jeweilige Gebot/Verbot/Prinzip zu. Auf weitere GoB in anderen Normen neben §252 HGB brauchen Sie nicht eingehen
    • a) GOB- Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung 
    • - unbestimmter erfolgt: - induktiv, deduktiv, hermeneutisch 
    • - erforderlich, um HGB - Regelungen einzelfallbezogen auszulegen (HGB: prinzipienbasiert) 

    • b) §252 Abs.1
    • - Nr 1: Grundsatz der Bilanzidentität , formelle Stetigkeit 
    • - Nr. 2: going-concern Prinzip 
    • - Nr. 3: Prinzip der Einzelbewertung, Vermögen und Schulden sind einzeln und unabhängig voneinander zu bewerte 
    • - Nr. 4: Vorsichtsprinzip HS 1 // Imparitätsprinzip : Gewinne sind erst zu zeigen, wenn sie realisiert sind (Realisationsprinzip HS 2) // Verluste sind bereits zu zeigen, wenn sie wirtschaftlich zuzuordnen sind 

    - Nr.5: Grundsatz der Periodisierung // Zuweisung von Erträge und Aufwendungen in die Geschäftsjahre, in denen sie wirtschaftlich verursacht werden // tatsächliche Zahlung ist irrelevant
  16. ÜB 3 Aufgabe 3
    Geben Sie für die folgenenden Sachverhalte an, ob eine Periodisierung erforderlich ist: 

    a) LOs Pollos überweist die KFZ- Versicherungsbeiträge am 30.11.2013 in Höhe von 60.000€ für die Firmenwagen für den Zeitraum 01.12.2013- 30.11.2014

    b) das U erwirbt im Juli 2013 ein bebautes Fertigungsgrundstück und zahlt auf den Kaufpreis im Januar 2014
    c) Im mai 2013 erwirbt Los Pollos 15% der Anteile an Octopus Car Wash AG als Finanzanlage 
    d) Überbestände an Vorräten werden im November 2013 an die Octopus Car Wash AG veräußert in Höhe von 20.000€ (ohne Umsatzsteuer). Der Kaufpreis wird im Februar 2014 fällig. 
    e) Im Januar 2014 wird bekannt, dass die Vamonos Pest AG die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 20.12.2013 beantragt hat. Es liegen Forderungen a LL gegen die Vamonos Pest AG vor 
    f) im 01.April 2013 erwirbt die Los Pollos eine Hochleistungsfritteuse auf ziel. Die Nutzungsdauer der Maschine beträgt 5 Jahre. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 134.000€ (ohne Ust). Die Rechnung wird am 15. Mai beglichen. Gehen sie davon aus, dass die Umsatzsteuer nicht als Anschaffungskosten aktiviert werden kann.
    • a) Verischerungsaufwand 5.000 aRap 55.000 an Bank 60.000
    • -> Periodisierung erfolgt hier über einen aRap §250 Abs.1 HGB 
    • Auflösung in 2014 : Versicherungsaufwand 55.000 an arap 55.000
    • -> Zahlung in 2013
    • -> Aufwand in 2013 (5.000) und 2014 (55.000) 

    • b) Aktivierung in 2013: Grundstück an Vn 
    • Auszahlung in 2014: VB an Bank 
    • -> keine Periodisierung 

    • c) Auszahlung und Aktivierung im Jahr 2013
    • -> keine Periodisierung 

    • d) Realisation des Umsatzes 2013
    • Forderung an UE 20.000 USt 3.800

    Einzahlung in 2014: Bank 23.800 an Ford. 23.800

    • e) Möglich: 
    • wertbegründendes Ereignis gem §252 Abs.1 Nr.4 HGB war 2014 nicht begründet -> hier wertaufhellend -> ggf Abschreibung der Forderung -> Aufwandsrealisation unabhängig von tatsächlichen (vermutetn) Zahlungsausfall

    • f) Zahlung erfolgt 2013, Periodisierung der Zahlung über Nutzungsdauer der Maschine als Abschreibungsaufwand 
    • Buchungen 2013: 
    • Maschine 134.000 USt 25.460 an Verbindlichkeit aus LL 159.460€

    • Verbind aus LL an Bank 159.460
    • Abschreibungsaufwand an Maschine 20.100
  17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
    • erhält alle Geschäftstypischen Aufwendungen /Erträge 
    • BE beschreibt die Leistungserstellung des U 
    • FE stellt die finanziellen Aufwands- und Ertragskompotenten dar 
    • Außerordentlichen Ergebnis erfasst alle Unternehmensfremden und selten vorkommende Aufwendungen und Ertrage (Schaden durch Naturkatastrophen)
  18. FCF Free Cash Flow
    • Betrag, der für Dividendenzahlungen an EK Geber, Zinszahlungen an FK-Geber oder für Wachstumsinvestitionen (Innenfinanzierung) zur Verfügung steht. 
    • Berechnung: OCF + Investionscashflow (in der Regel negativ)
  19. Funktionen
    Der Jahresabschluss hat zwei Grundfunktionen: Er informiert über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und stellt die Bemessungsgrundlage für die Verteilung des Ergebnisses auf.Informationsfunktion: Die Dokumentation der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag ist Basis für Planungen und künftige Entscheidungen des Unternehmens, der Anteilseigner und externer Gruppen. Das Ergebnis des Jahresabschlusses wird von Banken und anderen Gläubigern als Kriterium für Kreditvergabe herangezogen und kann nach § 258 HGB als Beweis in einem Rechtsstreit verwendet werden.Zahlungsbemessungsfunktion: Der Jahresabschluss ist Grundlage für die Besteuerung des Unternehmens und für die Ermittlung von erfolgsabhängigen Auszahlungen wie Dividenden und Erfolgsbeteiligungen (Ausschüttungsbemessungsfunktion).Dokumentationsfunktion: Nachweis der in der Buchführung aufgezeigten Geschäftsvorfälle und Erfassung der finanz- und leistungswirtschaftlichen Sachverhalte.

    Die Ausschüttungsbemessungsfunktion ermittelt den Gewinn, der den Gesellschaftern zugewiesen wird und vollständig ausschüttbar ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich dabei auch um den tatsächlich ausgeschütteten Gewinn handelt.Des Weiteren sorgt die Ausschüttungsbemessungsfunktion für den Schutz der Anteilseigner, indem sie verhindert, dass fiktive Gewinne ausgewiesen werden und somit bewirkt, dass der ursprüngliche Gesellschaftszweck, nämlich die (angenommene) Fortführung des Unternehmens, erhalten bleibt. Daneben schützt die Ausschüttungsbemessungsfunktion auch die Gläubiger des Unternehmens, indem sie dadurch, dass sie den Ausweis fiktiver Gewinne unterbindet, auch für die Existenz eines Mindestkapitals für Haftzwecke des Unternehmens sorgt, auf welches die Gläubiger im Falle einer Insolvenz zugreifen können. Der Erhalt dieses Mindesthaftungskapitals erfolgt dadurch, dass nur Werte an die Gesellschafter ausgeschüttet werden, die tatsächlich Teil des Gewinns und somit zur Ausschüttung disponibel sind.

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