Makroökonomie Buch Zusammenfassung

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Author:
huatieulans
ID:
311385
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Makroökonomie Buch Zusammenfassung
Updated:
2016-01-13 08:10:13
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Makroökonomie
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Makroökonomie
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Klausurvorbereitung
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  1. Als Makroökonomik bezeichnet man ...
    die Analyse der Gesamtwirtschaft. Dies umfasst Problemkreise wie wirtschaftliches Wachstum, Preisstabilität und Beschäftigung. Die makroökonomik versucht, sowohl das makroökonomische Geschehen zu erklären als auch geeignete wirtschaftspolitische Instrumente zu entwickeln
  2. Um das wirtschaftliche Geschehen analysieren und verstehen zu können, verwenden Ökonomen Modelle. Modelle sind...
    vereinfachte Abbildungen der Wirklichkeit, die die Wirkung der exogenen auf die endogenen Variablen sichtbar machen. die Kunst besteht darin, zu beurteilen, ob ein Modell in geeigneter Weise die relevanten Beziehungen der Wirklichkeit erfasst. Da kein einzelnes Modell alle Fragen beantworten kann, werden in der Makroökonomik verschiedene Modelle verwendet, um unterschiedlichen Fragestellungen nachzugehen
  3. ob Preise flexibel oder starr sind, ist eine der zentralen Eigenschaften eines makroökonomischen Modells. Die meisten Makroökonomen gehen davon aus,dass...
    Markträumungsansätze das langfristige Verhalten der Wirtschaft in geeigneter Weise beschreiben, aber Modelle mit starren Preisen eine bessere Beschreibung der Wirtschaft bei kurzfristiger Betrachtung bieten.
  4. Als Mikroökonomik bezeichnet man....
    die Analyse der einzelwirtschaftlichen Entscheidungen von Haushalten und Unternehmen sowie die Untersuchung des Zusammenwirkens dieser Entscheidungsträger. Da das makroökonomische Geschehen letztlich das Ergebnis einer Vielzahl mikroökonomischer Handlungen ist, sollen makroökonomische Modelle mit den mikroökonomischen Grundlagen konsistens sein, auch wenn diese Grundlagen nur implizit auftreten.
  5. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst...
    sowohl das Gesamteinkommen einer Wirtschaft als auch die Gesamtausgaben für die in dieser Wirtschaft produzierten Waren und Dienstleistungen
  6. Das nominale BIP
    das reale BIP
    Das nominale BIP bewertet Waren und Dienstleistungen zu laufenden Preisen. Das reale BIP bewertet Waren und Dienstleistungen zu konstanten Preisen. Daher nimmt das reale BIP nur dann zu, wenn die Menge der produzierten Güter gestiegen ist. Das nominale BIP kann sich dagegen sowohl aufgrund einer Zunahme der Produktion als auch aufgrund einer allgemeinen Preissteigerung erhöhen
  7. Das BIP ist die Summe von ....
    von vier Ausgabenkategorien: Konsum, Investitionen, Staatsausgaben und Nettoexporte
  8. Der Verbraucherpreisindex misst...
    den Preis eines Warenkorbs, der von einem durchschnittlichen privaten Haushalt gekauft wird. Wie der BIP-Deflator, der als Verhältnis von nominalen zu realem BIP definiert ist, misst der Verbraucherpreisindex die Höhe des allgemeinen Preisniveaus
  9. Die Arbeitslosenquote gibt...
    Auskunft über den Anteil derjenigen, die arbeiten wollen, aber keine Arbeit haben. Eine Zunehme der Arbeitslosenquote geht typischerweise mit einer Verringerung der Wachstumsrate des realen BIP einher.
  10. Die Produktionsfaktoren und die verwendete Produktionstechnologie bestimmen ...
    die Höhe des Outputs an Waren und Dienstleistungen der betrachteten Volkswirtschaft. Eine Zunahme der Faktormengen oder das Auftreten von technologischem Fortschritt erhöht den Output
  11. Grenzprodukt
    Im Wettbewerb stehende, gewinnmaximierende Unternhmen stellen so lange Arbeitskräfte ein, bis das Grenzprodukt der Arbeit mit dem Reallohnsatz übereinstimmt. Auf analoge Weise wird so lange zusätzliches Kapital beschäftigt, bis das Grenzprodukt des Kapitals mit dem realen Mietpreis des Kapitals übereinstimmt. Jeder Produktionsfaktor wird daher mit seinem Grenzprodukt entlohnt. Weist die Produktionsfunktion konstante Skaöenerträge auf, wird der gesamte Output für die Entlohnung der Faktoren verwendet
  12. Der Output der betrachteten Wirtschaft wird für Konsum, Investitionen und staatliche Güterkäufe verwendet. Der Konsum hängt..ab
    Der Konsum hängt positiv vom verfügbaren Einkommen ab. Die Investitionen hängen negativ vom Realzinssatz ab. Staatsausgaben und Steuern werden als exogene fiskalpolitisiche Variablen betrachtet
  13. Der reale zinssatz passt sich so an, dass
    Güternachfrage und Güterangebot bzw Kreditangebot (Sparen) und Kreditnachfrage (geplante Investitionen) ins Gleichgewicht kommen. Eine Verminderung des volkswirtschaftlichen Sparens, möglicherweise aufgrund einer Zunahme der Staatsausgaben oder einer Verringerung der Steuern, führt zu einem Rückgang des gleichgewichtigen Investitionsvolumens und zu einem Anstieg des Zinssatzes.Eine Zunahme der Investitionsnachfrage,möglicherweise aufgrund einer technologischen Neuerung oder eines steuerlichen Investitionsanreizes, führt ebenfalls zu einem Anstieg des Zinssatzes. Sie löst jedoch nur dann einen Anstieg des Investitionsvolumens aus, wenn die höheren Zinssätze das volkswirtschaftliche Sparen stimulieren.
  14. ...wird als Geld bezeichnet. Geld dient als...
    Den Bestand an Vermögensobjekten, der zur Durchführung von Transaktionen verwendet wird, bezeichnet man als Geld. Geld dient als Wertaufbewahrungsmittel, als Recheneinheit und als Tauschmittel. Als Geld können unterschiedliche Vermögensobjekte verwendet werden: Warengeldsysteme benutzen ein Vermögensobjekt mit innerem Werd, Nominalgeldsysteme hingegen ein Vermögensobjekt, dessen einziger Zweck es ist, als Geld zu dienen. In modernen Volkswirtschaften fällte einer Zentralbank, wie zB der Europäischen Zentralbank, die Verantwortung für die Steuerung der Geldmenge zu
  15. Die Quantiätstheorie nimmt an...
    das die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes stabil ist und kommt zu dem Ergebnis, dass sich das nominale BIP proportional zur Geldmenge verhält.Weil die Produktionsfaktoren zusammen mit der Produktionsfunktion das reale BIP bestimmen, impliziert die Quantitätstheorie, dass das Preisniveau proportional zur Geldmenge ist. Folglich bestimmt die Wachstumsrate der Geldmenge auch die Inflationsrate
  16. Den ertrag, den der Staat mit dem Drucken von Geld erzielt, bezeichnet man als ...
    Seigniarage. Es handelt sich hierbei um eine Steuer auf die Geldhaltung. In den meisten Ländern ist die Seigniorage quantitativ unbedeutend. In Volkswirtschaften mit Hyperinflationen stellt sie jedoch oft die Haupteinanhmequelle des Staates dar.
  17. Der nominale Zinssatz ergibt sich...
    als Summe aus dem Realzinssatz und der Inflationsrate. Der Fisher-Effekt besagt, dass sich der nominale Zinssatz im Verhältnis von eins zu eins mit der erwarteten Inflationsrate ändert
  18. Der nominale Zinssatz beschreibt die...
    Opportunitätskosten der Geldhaltung. Man sollte daher erwarten, dass die Nachfrage nach Realkasse vom Nominalzinssatz abhängt. Wenn die Realkasse vom Nominalzinssatz abhängt, dann hängt das Preisniveau sowohl von der gegenwärtigen als auch der für die Zukunft erwarteten Geldmenge ab
  19. Zu den Kosten einer erwarteten Inflation gehören die Kosten zusätzlicher Wege,...
    Menu Costs, die Kosten der Änderung von relativen Preisen, Steuerverzerrungen und die Nachteile, die sich aus notwendigen Inflationskorrekturen ergeben. die Kosten einer unerwarteten Inflation sind insbesondere in den willkürlichen Vermögensumverteiungesprozessen zwischen Schuldnern und Gläubigern zu sehen. Ein möglicher Vorteil der Inflation besteht darin, dass sie die Funktionsfähigkeit von Arbeitsmärkten verbessert, indem sie den Reallöhnen erlaubt, ihr gleichgewichtsniveau zu erreichen, ohne dass Nominallohnsenkungen erforderliche sind.
  20. Bei Hyperinflation sind die meisten Inflationskosten beträchtlich. Hyperinflationen entstehen typischerweise, wenn...
    der Staat große Budgetdefizite über die Notenpresse finanziert. Sie enden, wenn fiskalpolitische Reformen die Notwendigkeit für Seigniorage beseitigen.
  21. Im Klassischen Modell der Wirtschaft wird angenommen, dass das Geld neutral ist:...
    das Geldangebot hat keinen Einfluss auf die realen Variablen. Die klassische Theorie erlaubt uns, zunächst die Bestimmungsgründe der realen Variablen zu untersuchen, ohne auf das Geldangebot Bezug nehmen zu müssen. Durch das Gleichgewicht auf dem Geldmarkt werden dann das Preisniveau und damit auch alle übrigen nominalen Variablen bestimmt. Diese theoretische Trennung zwischen realen und nominalen Variablen wird als klassische Dichotomie bezeichnet.
  22. Als Nettoexporte bezeichnet man ...
    Die Differenz zwischen Export und Import. Die Nettoexporte entsprechen der Differenz aus der inländischen Produktion und der inländischen Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern sowie den Transformationsausgaben des Staates.
  23. Der Nettokapitalexport ergibt sich aus...
    aus dem Überschuss der inländischen Ersparnis über die inländischen Investitionen. Der Leistungsbilanzsaldo entspricht dem Betrag, den das Inland für seiner Nettoexporte an Waren und Dienstleistungen erhält. Die Verwendungsgleichung des Bruttoinlandsprodukts zeigt, dass die Nettokapitalexporte immer dem Leistungsbilanzsaldo entsprechen.
  24. Die Wirkung jeder wirtschaftspolitischen Maßnahme auf die Leistungsbilanz kann...
    durch die Analyse ihrer Wirkung auf Ersparnis und Investitionen bestimmt werden. Maßnahmen, die die Ersparnis erhöhen oder die Investitionen verringern, führen zu einem Leistungsbilanzüberschuss. Maßnahmen, die die Ersparnis verringern oder die Investitionen erhöhen, führen zu einem Leistungsbilanzdefizit.
  25. Der nominale Wechselkurs ist ...
    der Kurs, zu dem man die Währungen zweier Länder tauschen kann. Der reale Wechselkurs ist der Kurs, zu dem man die Güter, die in zwei Ländern erzeugt werden, gegeneinander tauschen kann. Der reale Wechselkurs ist gleich dem nominalen Wechselkurs multipliziert mit dem Preisniveauverhältnis der beiden Länder
  26. Weil der reale Wechselkurs der Preis heimischer Güter relativ zu ausländischen Gütern ist, führt...
    ein Anstieg des realen Wechselkurses tendenziell zu einem Rückgang de Nettoexporte. Der gleichgewichtige reale Wechselkurs ist der Wechselkurs, bei dem die Nettoexporte gleich den Nettokapitalexporte sind
  27. Der nominale Wechselkurs wird...
    vom realen Wechselkurs und den Preisniveau der beiden Länder bestimmt. Unter sonst gleichen Umständen führt eine hohe Inflationsrate zur Abwertung der Währung
  28. Die Quantitätstheorie nimmt an, dass
    die  Umlaufgeschwindigkeit des Geldes stabil ist und kommt zu den Ergebnis, dass sich das nominale BIP proportional zur Geldmenge verhält. Weil die Produktionsfaktoren zusammen mit der Produktionsfunktion das reale BIP bestimmen, impliziert die Quantitätstheorie, dass das Preisniveau proportional zur Geldmenge ist. Folglich bestimmt die Wachstumsrate der Geldmenge auch die Inflationsrate
  29. Den Ertrag, den der Staat it dem Drucken von Geld erzielt, bezeichnet man als...
    Seigniorage. Es handelt sich hierbei um eine Steuer auf die Geldhaltung. In den meisten Ländern ist die Seigniorage quantitativ unbedeutend. In Volkswirtschaften mit Hyperinflationen stellt sie jedoch oft die Haupteinnahmequelle des Staates dar.
  30. Der nominale Zinssatz ergibt sich als...
    Summe aus dem Realzinssatz und der Inflationsrate. Der Fischer-Effekt besagt, dass sich der nominale Zinssatz im Verhältnis von eins zu eins mit der erwarteten Inflationsrate ändert.
  31. Der nominale Zinssatz beschreibt ...
    die Opportunitätskosten der Geldhaltung. Man sollte daher erwarten, dass die Nachfrage nach Realkasse vom Nominalzinssatz abhängt. Wenn die Realkasse vom Nominalzinssatz abhängt, dann hängt das Preisniveau sowohl von der gegenwärtigen als auch der für die Zukunft erwarteten Geldmenge ab.
  32. Zu den Kosten einer erwarteten Inflation gehören...
    Kosten zusätzlicher Wege, Menu Costs, die Kosten der Änderung vom relativen Preisen, Steuerverzerrungen und die Nachteile, die sich aus notwendigen Inflationskorrekturen ergeben. Die Kosten einer unerwarteten Inflation sind insbesondere in den willkürlichen Vermögensumverteilungsprozessen zwischen Schuldnern und Gläubigern zu sehen. Ein möglicher Vorteil der Inflation besteht darin, dass sie die Funktionsfähigkeit von Arbeitsmärkten verbessert, indem sie den Reallöhnen erlaubt, ihr Gleichgewichtsniveau zu erreichen, ohne dass Nominallohnsenkungen erforderlich sind.
  33. Bei Hyperinflation sind die meisten Inflationskosten beträchtlich. Hyperinflationen entstehen typischerweise, wenn...
    der Staat große Budgetdefizite über die Notenpresse finanziert. Sie enden, wenn fiskalpolitische Reformen die Notwendigkeit für Seigniorage beseitigen
  34. Im klassischen Modell der Wirtschaft wird angenommen, dass das Geld neutral ist:
    Das Geldangebot hat keinen Einfluss auf die realen Variablen. Die klassischen Theorie erlaubt uns, zunächst die Bestimmungsgründe der realen Variablen zu untersuchen, ohne auf das Geldangebot Bezug nehmen zu müssend. Durch das Gleichgewicht auf dem Geldmarkt werden dann das Preisniveau und damit auch alle übrigen nominalen Variablen bestimmt. Diese theoretische Trennung zwischen realene und nominalen Variablen wird als klassische Dichotomie bezeichnet.
  35. Die natürliche Arbeitslosenquote ist die Arbeitsquote, die ...
    bei dynamischen Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt vorliegt. Sie hängt von der Quote der Auflösungen und der Quote der Abschlüsse von Arbeitsverhältnissen ab
  36. Ein bestimmtes Maß an fraktioneller Arbeitslosigkeit ist unvermeidbar, weil..
    es einiger Zeit bedarf, bis ein AN den Arbeitsplatz gefunden hat, der am besten zu seinen Fähigkeiten und seinen Vorstellungen passt. Verschiedene arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie z.B. die Arbeitslosenversicherung, beeinflussen die Höhe der fraktionellen Arbeitslosigkeit.
  37. Strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht, wenn...
    der Reallohn oberhalb des Niveaus verharrt, bei dem Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage im Gleichgewicht sind. Mindestlohnvorschriften sind ein Grund für Lohnstarrheiten, Gewerkschaftsmacht ist ein anderer. Schließlich weisen die Effizienlohntheorien darauf hin, dass die Unternehmen es aus verschiedenen Gründen für vorteilhaft halten können, Löhne trotz eines Überangebots an Arbeit hoch zu halten
  38. Ob man zu dem Ergebnis kommt dass der größte Teil der Arbeitslosigkeit kurzfristig oder langfristiger Natur ist, hängt davon ab, ...
    wie man die statistischen Zahlen betrachtet. In den meisten Fällen ist die Dauer der Arbeitslosigkeit gering. Der größte Teil der insgesamt gemessenen Arbeitslosigkeit ist jedoch auf die realtiv geringe Zahl der Langzeitsarbeitslosen zurückzuführen
  39. Die Arbeitslosenquote zeigt für die verschiedenen demographischen Gruppen deutliche Unterschiede. Insbesondere gilt, dass...
    die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen höher ist als die von älteren AN. Dies ist auf Unterschiede in den Quoten der Auflösung von Arbeitsverhältnissen und nicht auf Unterschiede in den Quoten des Abschlusses von Arbeitsverhältnissen zurückzuführen
  40. Die natürliche Arbeitslosenquote hat sich im Laufe der letzten Dekaden langfristigen Trends folgend verschoben. In den Vereinigten Staaten stieg sie während der 50er, 60er- und 70er- Jahre. In den 90er- und den frühen 20er Jahren war sie wieder rückläufig.  Dafür wurden verschiedene Erklärungen angeboten, u.a.
    Änderungen in der demographischen Zusammensetzung der Erwerbspersonen und die Zunahme von strukturellen Veränderungen. In den Ländern der EU und insbesondere in Deutschland hat die Arbeitslosigkeit seit Mitte der 70er- Jahre langfristig zugenommen
  41. Ein erheblicher Teil der Arbeitslosigkeit ist auf Personen zurückzuführen, die...
    erst seit kürzerer Zeit zur Gruppe der Erwerbspersonen gehören. Die Zu- und Abgänge bei der Erwerbspersonen erschweren die Interpretation der Arbeitslosenstatistik
  42. Amerikanische und europäische Arbeitsmärkte weisen einige bedeutende Unterschiede auf.
    In der jüngeren Vergangenheit war die Arbeitslosigkeit in Europa deutlich höher als in den Vereinigten Staaten. Wegen dieser höheren Arbeitslosigkeit, wegen kürzerer Arbeitswochen, einer größeren Anzahl an Feiertagen und Einers frühere Renteneintritts arbeitet ein durchschnittlicher europäischer Arbeitnehmer weniger Stunden pro Jahr als ein durchschnittlicher amerikanischer Arbeitnehmer.
  43. Das Solow-Modell zeigt, dass..
    langfristig die Sparquote einer Wirtschaft die größe ihres Kapitalstocks und damit das Niveau ihrer Produktion bestimmt. Je höher die Sparquote, desto höher der Kapitalstock und desto höher das Outputniveau.
  44. Eine Erhöhung der Sparquote führt im Solow- Modell zu..
    einer Periode hohen Wachstum. Mit der Annäherung an den neuen stationären Zustand verlangsamt sich das Wachstum aber immer weiter. Obwohl also eine große Sparquote zu einem hohen stationären Outputniveau führt, kann die Ersparnis für sich betrachtet kein dauerhaftes Writschaftswachstum generieren.
  45. Das Kapitalvolumen, bei dem der Konsum ein Maximum annimmt, wird als...
    Golden- Rule- Niveau des Kapitalstocks bezeichnet. Ist der Kapitalstock einer Ersparnis einen höheren Konsum, und zwar auf dem gesamten Anpassungspfad. Ist dagegen der Kapitalstock kleiner als das golden-Rule-Niveau, dann lässt sich der Golden-Rule-Zustand nur über eine Erhöhung der Investitionen erreichen, was mit einer Verringerung des Konsums für die gegenwärtigen Generationen verbunden ist.
  46. Das Solow-Modell zeigt,...
    dass die Wachstumsrate der Bevölkerung eine weitere Determinante des Lebensstandards ist. Je höher die Rate des Bevölkerungswachstums, desto geringer ist das Niveau der Pro-kopf- Versorgung. Anderer Theorien haben weitere Wirkungen des Bevölkerungswachstum hervor. Malthus vermutete, dass das Bevölkerungswachstum die Menschheit an die Grenzen der Möglichkeiten führen würde, Nahrungsmittel zu produzieren. Kremer vermutete, dass eine größere Zahl an Menschen den technologischen Fortschritt vorantreiben könnte.
  47. Im stationären Zustand des Solow-Modell ist die..
    Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommen allein durch die exogene Rate des technologischen Fortschritts bestimmt
  48. Viele empirische Studien haben überprüft, in welchen Maß das Solow-Modell langfristiges Wachstums erklären kann. Dabei wurde deutlich, dass
    das Modell in der Tat viele Muster, dies sich in den Daten erkennen lassen, sehr gut erfassen kann. zu diesen mustern gehören  das gleichgewichtige Wachstum und die bedingte Konvergenz. Neuere Studien haben auch gezeigt, dass die internationalen Unterschiede in der Höhe des Lebensstandards auf eine Kombination aus Kapitalakkumulation und Effizienz der Kapitalnutzung zurückgeführt werden können
  49. Im Solow-Modell mit Bevölkerungswachstum und technologischen Fortschritt ist der...
    stationäre Zustand der Goldene Regel durch die Gleichheit von Netto-Grenzprodukt des Kapitals (MPK-δ)n und stationärer Wachstumsrate (n+g) gekennzeichnet. In den Vereinigten Staaten ist das Netto-Grenzprodukt des Kapitals deutlich größer als die Wachstumsrate, was darauf hinweist, dass die Wirtschaft der Vereinigten Staaten über einen deutlich geringeren Kapitalstock verfügt, als nach der goldenen Regel erforderlich wäre.
  50. Wirtschaftspolitiker fordern häufig, dass ...
    ihrer Länder einen größeren Teil des Outputs sparen und investieren sollten. Eine höhere staatliche Ersparnis und Steueranreize für die private Ersparnis stellen zwei Möglichkeiten dar, die Kapitalakkumulation zu fördern
  51. Die Politik kann das Wirtschaftswachstum auch durch den Aufbau "guter" Rechts- und Finanzinstitutionen fördern.
    Gute Institutionen sorge für eine effizientere Ressourcenallokation und stellen angemessene Anreize sicher, um Forschung und technologischen Fortschritt zu ermutigen.
  52. In den frühen 70er-Jahren ging die Wachstumsrate in den meisten industrialisierten Ländern deutlich zurück. Die Gründe für diese Verlangsamung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Ab Mitte der 90er-Jahre hat sich das Produktivitätswachstum in den meisten Länder wieder beschleunigt.
    Ursache hierfür sind höchstwahrscheinlich die Fortschritte in der Informationstechnologie
  53. Moderne theorien endogenen Wachstums versuchen die Rate des technologischen Fortschritts zu erklären, die im Solow-Modell als exogen angenommen wird.
    Diese Modelle beschäftigen sich vor allem mit den Entscheidungen, welche die Schaffung von Wissen durch Forschung und Entwicklung bestimmen
  54. Volkswirtschaften machen kurzfristige Schwankungen ihrer ökonomischen Aktivität durch, die am umfassendsten durch das reale BIP gemessen werden. Die Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität gehen einher mit...
    einer entsprechenden Entwicklung vieler makroökonomischer Variablen. Insbesondere gilt, dass ein Rückgang des BIP-Wachstums mit einer Verringerung des Konsumswachstums, einer Verringerung des Investitionswachstums und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit verbunden ist. (Die Schwankungen im Konsumwachstum sind typischerweise geringer, die Schwankungen im Investitionswachstum stärker ausgeprägt als die Schwankungen des BIP). Um die konjunkturelle Entwicklung prognostizieren zu können, beobachten Wirtschaftswissenschaftler eine Reihe von Frühindikatoren. Allerdings sind Konjunkturschwankungen im Großen und Ganzen kaum vorhersagbar.
  55. Der grundlegende Unterschied zwischen langfristiger und kurzfristiger Betrachtung besteht darin, dass...
    die Preise langfristig flexibel, kurzfristig aber starr sind. Das Gesamtangebots- Gesamtnachfrage-Modell liefert einen Rahmen für die Analyse gesamtwirtschaftlicher Schwankungen. Es zeigt darüber hinaus die unterschiedlichen  Wirkungen der Wirtschaftspolitik, die sich infolge unterschiedlicher Betrachtungszeiträume ergeben.
  56. Die Gesamtnachfragekurve verläuft mit negativer Steigung. Sie zeigt,...
    dass die Gesamtnachfrage (die aggregierte Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen) mit abnehmendem Preisniveau steigt.
  57. Die langfristige Gesamtangebotskurve verläuft ...
    senkrecht. Die Höhe der Produktion wird ausschließlich durch die vorhandene Ausstattung mit Arbeit und Kapital sowie durch die verfügbare Produktionstechnologie bestimmt, nicht aber durch das Preisniveau. Verschiebungen der Gesamtnachfrage verändern daher das Preisniveau, nicht aber das Niveau von Produktion und Beschäftigung.
  58. Die kurzfristige Gesamtangebotskurve verläuft...
    waagerecht, weil Löhne und Preise kurzfristig fest vorgegeben sind. Verschiebungen der Gesamtnachfrage führen daher zu Änderungen von Produktion und Beschäftigung
  59. Angebots- und Nachfrageschocks führen zu..
    konjunkturellen Schwankungen. Da die Zentralbank die Lage der Gesamtnachfragekurve beeinflussen kann, kann sie versuchen, diesen Schocks durch eine entsprechende Geldpolitik entgegenzuwirken, um auf diese Weise Produktion und Beschäftigung auf ihren natürlichen Niveau zu halten.
  60. Das keynesianische Kreuz ist ein einfaches Modell zur Bestimmung des Einkommens. es geht von der Annahme aus, dass...
    die Fiskalpolitik sowie die geplanten Investitionen exogen gegeben sind und zeigt, dass unter dieser Annahme ein Niveau des gesamtwirtschaftlichen Einkommens existiert, bei dem geplante Ausgaben und tatsächliche ausgaben übereinstimmen. Es zeigt ferner, dass fiskalpolitiksche Maßnahmen einer verstärkte Wirkung auf das Einkommen haben
  61. Geht man davon aus, dass die geplanten Investitionen vom Zinssatz abhängen, dann ergibt..
    das keynesianische Kreuz eine Beziehung zwischen Zinssatz und Gesamteinkommen. Ein höherer Zinssatz führt zu einer Verringerung der geplanten Investitionen und damit zu einer Reduzierung des Gesamteinkommens. Die IS-Kurve fasst diese negative Beziehung zwischen Zinssatz und Einkommen zusammen.
  62. Die Liquiditätspräferenztheorie ist ein einfaches Modell zur Bestimmung des Zinssatzes.
    Das nominale Geldangebot und das Preisniveau sind exogene Größen, und der Zinssatz stellt das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zur Realkasse her. Die Liquiditätspräferenztheorie impliziert, dass Vergrößerungen des Geldangebots mit Verengerungen des Zinssatzes verbunden sind
  63. Unter der Annahme, dass die Nachfrage nach Realkasse auch vom Gesamteinkommen abhängt,...
    führt die Liquiditätspräferenztheorie zu einer Beziehung zwischen Einkommen und Zinssatz. Ein höheres Einkommensniveau bewirkt eine größere Nachfrage nach Realkasse und damit eine Erhöhung des Zinssatzes. Die LM-Kurve fasst diese posivite Beziehung zwischen Einkommen und Zinssatz zusammen.
  64. Das IS/LM-Modell verbindet die ....
    Elemente des keynesianischen Kreuzes mit den Elementen der Liquiditätspräferenztheorie. Die IS-Kurve zeigt alle Punkte, die die Gleichgewichtsbedingung für den Gütermarkt erfüllen. Die LM-Kurve zeigt alle Punkte, die die Gleichgewichtsbedingung für den Geldmarkt erfüllen. Der Schnittpunkt von IS-Kurve und LM-Kurve gibt den Zinssatz und das Einkommen wieder, bei denen beide Gleichgewichtsbedingungen simultan erfüllt sind
  65. Das IS/LM-Modell stellt ein allgemeines Modell der Gesamtnachfrage dar.
    Die exogenen Variablen des Modells sind die Fiskalpolitik, die Geldpolitik und das Preisniveau. Das Modell erklärt zwei endogene Variablen: den Zinssatz und das Gesamteinkommen
  66. DIe IS-Kurve ist eine ...
    negative Beziehung zwischen Zinssatz und Gesamteinkommen und beschreibt alle Zins-Einkommens-Kombinaiionen, bei denen Gleichgewicht auf dem Gütermarkt herrscht. Die LM-Kurve ist eine positive Beziehung zwischen Zinssatz und Gesamteinkommen und beschreibt alle Zins-Einkommens-Kombinationen, bei denen Gleichgewicht auf dem Markt für reale Geldbestände herrscht. Das Gleichgewicht des IS/LM-Modells- der Schnittpunkt von IS- und LM-Kurve - beschreibt das silmutane Gleichgewicht auf Güter- und Geldmarkt
  67. Das Gesamtnachfragekurve zeigt die ...
    Beziehung zwischen Gleichgewichtseinkommen und Preisniveau. Sie stellt eine Zusammenfassung der Elemente des IS/LM-Modells dar. Die gesamtnachfragekurve verläuft abwärts geneigt, weil ein niedriges Preisniveau die realen Kassenbestände erhöht, den Zinssatz senkt, die Investitionensnachfrage stimuliert und dadurch das gleichgewichtseinkommen erhöht.
  68. Expansive Fiskalpolitik - eine Zunahme der staatlichen Güterkäufe oder eine Senkung der Steuern- verschiebt die
    IS-Kurve nach rechts. Diese Verschiebung der IS-Kurve erhöht den gleichgewichtigen Zinssatz und das gleichgewichtige Einkommen. Die Einkommenserhöhung bedeutet eine Rechtsverschiebung der Gesamtnachfragekurve. In analoger Weise führt eine kontrastive Fiskalpolitik zu einer Linksverschiebung der IS-Kurve, zu einer Verringerung des Zinssatzes und zu einer Senkung des Einkommens und einer Linksverschiebung der Gesamtnachfragekurve
  69. Expansive Geldpolitik verschiebt ....
    die LM-Kurve nach unten. Dieser Verschiebung der LM-Kurve verringert den Zinssatz und erhöht das gesamteinkommen. Die Zunahme des Einkommens bedeutet einer Rechtverschiebung der Gesamtnachfragekurve. Ähnlich verschiebt eine kontrastive Geldpolitik die LM-Kurve nach oben, erhöht den Zinssatz und vermindert das Einkommen. Daher verschiebet sich in diesem Fall die Gesamtnachfragekurve nach links.
  70. Das Mundell-Fleming-Modell ist das IS/LM-Modell für die kleine offene Volkswirtschaft.
    Es geht von einem gegebenen Preisniveau aus und zeigt dann, wodurch Schwankungen des Einkommens und des Wechselkurses hervorgerufen werden
  71. Das Mundell-Fleming-Modell zeigt, dass...
    die Fiskalpolitik des Einkommens im Fall flexibler Wechselkurse nicht beeinflussen kann. Eine expansive Fiskalpolitik führt zu einer Aufwertung der Währung, wodurch die Nettoexporte vermindert werden. Dadurch wird der expansive Effekt auf das Einkommen gerade aufgehoben. Bei festen Wechselkursen beeinflusst die Fiskalpolitik dagegen das Einkommen
  72. Das Mundell- Fleming-Modell zeigt, dass...
    die Geldpolitik bei festen Wechselkursen das Einkommen nicht beeinflussen kann. Jeder Versuch, das Geldangebot auszudehnen ist fruchtlos, weil sich das geldangebot stets so anpassen muss, dass der Wechselkurs auf dem festgelegten Niveau bleibt. Bei flexiblen Wechselkursen hingegen hat die Geldpolitik Einfluss auf die Höhe des Einkommens.
  73. Haben Investoren Vorbehalte, Anlagen in einem Land zu tätigen, wird
    der Zinssatz dieses Landes um eine risikoprämie oberhalb des Weltzinssatzes liegen. Dem Mundell-Fleming-Modell zufolge führt eine Erhöhung der Risikoprämie zu einem Anstieg des Zinssatzes und zu einem Rückgang des Wechselkurses
  74. Sowohl flexible als auch feste Wechselkurse haben spezifische Vorteile.
    Flexible Wechselkurse ermöglichen es der Geldpolitik, nicht ausschließlich den Wechselkurs zu fixieren, sondern auch andere Ziele zu verfolgen. Feste Wechselkurse vermindern die Unsicherheit bei internationalen Transaktionen. Die Wirtschaftspolitik ist bei ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Wechselkursregime durch die Tatsache beschränkt, dass es für eine Volkswirtschaft unmöglich ist, gleichzeitig freien Kapitalverkehr, einen festen Wechselkurs und eine unabhängige Geldpolitik zu haben.

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