Kommunikation

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  1. Wie viele Kommunikationsaxiome gibt es nach Watzlawick?
    Es gibt Kommunikationsaxiome nach Watzlawick.
  2. Wie lautet das 1. Axiom nach Watzlawick?
    Man kann nicht nicht kommunizieren.
  3. Wie lautet das 2. Axiom nach Watzlawick?
    Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. D.h. Der Beziehungsaspekt beeinflusst den Inhaltsaspekt. Der Beziehungsaspekt bestimmt also den Inhaltsaspekt, d.h., der Beziehungsaspekt legt die Spur fest, in die der Zuhörer treten soll, um den Inhalt angemessen zu verstehen. Wie der Zuhörer den Inhalt dann versteht, passiert unbewusst.
  4. Erläutere den Beziehungsaspekt nach Watzlawick.
    Beziehungsaspekt ist "wie" ich etwas sage. z.B.  „Das hast du super gemacht“ könnte durch Mimik (Gesichtsausdrücke), Gestik (Körpersprache), BetonungSatzmelodieKlangfarbe der Stimme (ob die Stimme weich oder hart klingt) unterschiedlich verstanden werden.
  5. Erläutere den Inhaltsaspekt nach Watzlawick.
    Der Inhaltsaspekt ist der sachliche Kern einer Aussage. Der Inhaltsaspekt ist das „Was“ der Aussage.
  6. Was bezeichnet Watzlawick als Metakommunikation?
    Watzlawick bezeichnet den Beziehungsaspekt als Metakommunikation, weil damit eine Aussage über die Art und Weise, wie die Kommunikationspartner kommunizieren, getroffen würde. Diese Art und Weise wird nicht bewusst kommuniziert.
  7. Was ist Metakommunikation in der Regel?
    In der Regel wird der Begriff Metakommunikation aber definiert als die Art und Weise, wie man miteinander spricht, bewusst und gewollt reflektiert. Dies passiert mit dem Ziel, Störungen wie Misverständnisse in der Kommunikation zu verringern.
  8. Wie lautet das 3. Axiom?
    Kommunikation folgt immer dem Prinzip von Interpunktion (Struktur von Ursache und Wirkung (action und reaction)).
  9. Was ist das Prinzip von Interpunktion?
    Interpunktion ist eine Kommunikationsstruktur in der Gesprächspartner glauben, dass ihr Verhalten die Reaktion auf das Verhalten des anderen ist. D.h. jeder Kommunikationspartner interpretiert das Gesagte unterschiedlich von dem was gemeint wurde und reagiert dementsprechend. Beide denken, dass sie Recht haben. Interpunktion findet oft auch statt zwischen Menschen aus unterschiedliche Kulturen, weil sie verschiedenes Verhalten als Richtig empfinden.
  10. Wie lautet das 4. Axiom?
    Kommunikation hat digitale und analoge Ausdrucksmittel.
  11. Erläutere digitale Ausdrucksmittel.
    Digitale Ausdrucksmittel sind Sprache und Schrift (Wörter und Zahlen), welche konkret eindeutigen Inhalt vermitteln.
  12. Was sind analoge Ausdrucksmittel?
    Analoge Ausdrucksmittel sind Gestik und Mimik, Betonung, Satzmelodie, Klangfarbe der Stimme etc. Diese analogen Ausdrucksmittel können mehrdeutig interpretiert werden.
  13. Was ist ein Double Bind?
    Man spricht von einem double bind, wenn das, was auf den verschiedenen Mitteillungsebenen (analoge & digitale) mitgeteilt wird, sich widerspricht. Daraus entsteht eine Kommunikationsfalle (Falle = trap). Egal auf welche Ebene der Zuhörer reagiert, seine Reaktion ist falsch.
  14. Wie kann man den Satz „Das hast du super gemacht“ analog und digital verstehen?
    „Das hast du super gemacht“ ist digital ein Lob, kann aber analog Kritik bedeuten. Die Kommunikation ist nicht kongruent (nicht völlig gleich).
  15. Warum ist der Double Bind für Kinder und Jugendliche eine große Belastung?
    Weil Erzieher oft eine wichtige Bezugsperson darstellen. Vor allem für Kinder stellt das eine enorme Kommunikationsstörung da.
  16. Wie lautet das 5. Axiom?
    Kommunikation kann symmetrisch (gleichwertig) und/ oder komplementär (ergänzend) sein.

    Erfolgreiche Kommunikation ist sowohl symmetrisch als auch komplementär.
  17. Was ist symmetrische Kommunikation?
    In der symmetrischen Kommunikation ist jeder Partner das Spiegelbild des anderen, d.h. nicht, dass sie sozial auf eine Augenhöhe sind, sondern Unterschiede klein halten. Freundlichkeit wird mit Freundlichkeit und Feindseligkeit mit Feindseligkeit beantwortet.
  18. Nenne ein Beispiel für symmetrische Kommunikation.
    Wenn der Chef sehr emotional redet, versucht der Mitarbeiter Gefühle zu zeigen.
  19. Was ist komplementäre Kommunikation?
    Die komplementäre Kommunikation ist, wenn Gesprächspartner sich gegenseitig ergänzen und Unterschiede betont werden.
  20. Gib ein Beispiel für komplementäre Kommunikation.
    Wenn der Chef keine Emotionen zeigt und nur sachlich redet, zeigt der Mitarbeiter Gefühle und/ oder wird persönlich. Eine weiteres Beispiel ist, wenn einer eine Bitte äußert der andere sie erfüllt.
  21. Welches Kommunikationsmodell entwickelte Schulz von Thun?
    Schulz von Thun entwickelte das Model des „Kommunikationsquadrat“ bzw. "Vier – Ohren - Modell“.

    Das Model zeigt, dass Menschen immer gleichzeitig mit vier Zungen reden und vier Ohren hören. (vier Ebenen – die Sachebene, Selbstoffenbarungsebene, Appellebene und Beziehungsebene)
  22. Was ist der Sachinhalt im "Vier-Ohren-Modell" nach Schulz von Thun?
    Der Sachinhalt ist die sachliche Information ohne persönliche Gefühle, Wünsche oder Absichten (Intensions).  Der Sachinhalt ist mit Watzlerwick’s digital Kommunikation zu vergleichen.
  23. Erläutern Sie die Selbstoffenbarungsebene.
    Selbstoffenbarung ist Information über den Sender. Die Selbstoffenbarung kann explizit oder implizit sein.
  24. Erkläre den Unterschied zwischen expliziter und impliziter Selbstoffenbarung
    • Eine explizite Selbstoffenbarung ist direkt über die sprachliche Formulierung zu erkennen. Jemand sagt direkt etwas über sich selbst.
    • Eine implitzite Selbstoffenbarung ist indirekt über Ausdrucksmittel wie Mimik und Gestik etc zu erkennen oder „versteckt“ in sprachlichen Formulierungen. (Read between the lines)
  25. Erläutere die Beziehungsebene des "Vier-Ohern-Modells" nach Schulz von Thun.
    Beziehung - Jede Bostschaft vermittelt, wie der Sender zum Emfänger steht und was er von ihm hält.  Umgekert interpretiert der Empfänger die Botschaft, abhängig von der Beziehung. (Every message the sender sends, contains information about what kind of relationship they have and what he thinks about the receiver.  How the information is interpreted also depends on their relationship)
  26. Apell
    Appell – der Appell ist die Intention den Empfänger zu beeinflussen. Der Sender möchte, dass der Empfänger etwas tut, denkt oder fühlt.
  27. Was sollte man beachten, um Kommunikationsstörungen zu vermeiden?
    • Kommunikationsstörungen vermeiden:
    • Auf Tonfall, Körperhaltung und Mimik achten
    • Bei Kindern sollte man besonders auf non-verbale Signale achten weil sie sprachlich noch nicht fortgeschritten genug sind und non-verbale Signale besser verstehen.
    • Darauf achten, ob Worte mit Mimik, Gestik (how the person moves) und Körperhaltung (how the person is standing) zusammen passen.
  28. Nenne Manipulationsarten.
    • Blockieren
    • Mit dem Kopf durch die Wand
    • Entweder-oder-Argumentation 
    • Unerlaubter Vergleich
    • Schwarzsehen
    • Verallgemeinern
    • Gesprächskiller
    • Perfektionstrick
  29. Was sind Merkmale folgender Manipulationsart: "Blockieren"?
    • Keine Antwort geben oder ausweichend antworten
    • Nicht verstehen wollen oder absichtlich missverstehen
  30. Was sind Merkmale folgender Manipulationsart: "Mit dem Kopf durch die Wand"?
    • Drohen
    • Laut werden
    • Persönlich werden: an Charakter oder Vertrauenswürdigkeit zweifeln
  31. Was sind Merkmale von folgender Manipulationsart: "Entweder-oder-Argumentation"?
    • So tun, als ob es nur 2 Alternativen gibt
    • So tun, als ob alle anderen Alternativen inakzeptabel sind
  32. Was ist ein "Unerlaubter Vergleich"?
    Mit nicht vergleichbaren Situationen argumentieren
  33. Was macht man beim "Schwarzsehen"?
    Die gegnerische Position bewusst drastisch düster darstellen
  34. Was sind Merkmale folgender Manipulationsart: "Verallgemeinern"?
    • „Jeder weiß, dass ....“
    • „Niemand zweifelt dochernsthaft daran, dass...“
    • „Alle sind sich doch einig, dass...“
  35. Was ist der "Gesprächskiller"?
    • „Das haben wir schon immer gemacht!“
    • „Das hat noch nie funktionert!“
    • „Das ist unrealistisch!“
    • „In der Theorie klappt das vielleicht, aber in der Praxis...“
  36. Was sind Merkmale folgender Manipulationsart: "Perfektionstrick"?
    Einen Vorschlag ablehnen, weil er nicht perfekt oder noch nicht ausgereift ist
  37. Wie wehrt man sich gegen Manipulaiton?
    • Manipulationsart ansprechen und beim Namen nennen.
    • Mit kritischen Fragen Schwachpunkte aufdecken
    • Scheinargumente bewusst überhören.
    • Da weitermachen, wo man unterbrochen wurde.
    • Angespannte Gespräche versachlichen. Konkret nachfragen: „Was ist genau vorgefallen?“
    • „Schallplatte-mit-Sprung-Technik“: Wenn der Gegenüber ablenkt, die wichtigen Punkte wiederholen: „Nochmals, mir ist wichtig...“ „Ich wiederhole...“
    • Das Gespräch unterbrechen, wenn alle anderen Methoden nicht geholfen haben.
Author:
Ruhnow
ID:
313465
Card Set:
Kommunikation
Updated:
2015-12-27 21:37:34
Tags:
communication
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Kommunikationsaxiome nach Watzlawick; Schulz von Thun - Kommunikationsquadrat; Kommunikationsstörungen; ICH-Botschaften nach Thomas Gordon
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