Makroökonomik Internet 1

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  1. 7.7
    Im Solow-Modell führt die Bevölkerungswachstum zu einem Wachstum der Gesamtproduktion, nicht aber zu einem Wachstum der Pro-Kopf-Produktion. Meinen Sie, dass diese Aussage immer noch richtig wäre, wenn die Produktionsfunktion zunehmende oder abnehmende Skalenerträge aufweisen würde? Erläutern Sie ihre Antwort
    • Steigende Skalenerträge bedeuten, dass eine Erhöhung des Einsatzes beider Produktionsfaktoren um einen bestimmten Prozentsatz dazu führt, dass der Output um ehr als diesen Prozentsatz steigt. In diesem Fall führt Bevölkerungswachstum nicht nur zu einem Wachstum der Gesamtproduktion, sondern auch zu einem Wachstum der Pro-Kopf Produktion
    • Sinkende Skalenerträge bedeuten, dass eine Erhöhung des Einsatzes beider Faktoren um einen bestimmten Prozentsatz dazu führt, dass der Output um weniger als diesen Prozentsatz steigt. In diesem Fall führt Bevölkerungswachstum dazu, dass der Gesamt Output steigt, die Pro-Kopf-Produktion aber sinkt.
  2. 7.9
    Suchen sie sich zwei Länder heraus, von denen eines reich und eines arm ist. Wie hoch ist das jeweilige Pro-Kopf-Einkommen? Such Sie Daten zu Länder Charakteristika, die dabei helfen könnten, die Einkommensunterschiede zu erklären: Investitionsquote, Wachstumsraten der Bevölkerung, Erziehungswesen etc
    Wie können Sie herausfinden, welcher dieser Faktoren für die Erklärung der beobachteten Einkommensunterschiede am wichtigsten ist
    Bei der Zusammenstellung der Daten sind Sie auf sich gestelt- Bei der Frage, welcher der Faktoren Ihnen am wichtigsten erscheint, weist die Fallstudie "Bevölkerungswachstum im internationalen Vergleich" darauf hin, dass Länder mit hoher Bevölkerungswachstumsrate mit einem geringeren Steady-State-Kapitalstock verbunden ist und daher mit einem geringeren Pro-Kopf-Einkommen. Sie sollten aber auch daran denken, dass es sich beim Solow-Modell um ein sehr einfaches Wachstumsmodell handelt, das z.B die Bedeutung guter Institutionen für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes nicht berücksichtigt.
  3. Die Mikroökonomie untersucht
    die Mechanismen, mit denen Haushalte und Unternehmungen ihre Entscheidungen treffen und die Wirtschaftseinheiten auf den einzelnen Märkten zusammenwirken.
  4. Die Makroökonomie untersucht gesamtwirtschaftliche Phänomene z.B
    • - Auswirkungen der Staatsverschuldung
    • - Veränderungen der Arbeitslosenquote
    • - Effekte und Auswirkungen wachstumspolitischer Maßnahmen
    • - Inflation, BIP etc..
  5. Positive Analyse
    Wie ist es? (Daten und Fakten)
  6. Normative Analyse
    Wie sollte es sein? (Fakten und Werturteile)
  7. Bruttoinlandsprodukt BIP
    = Gesamteinnahmen/ausgaben einer Gesellschaft, Maßstab für den Wohlstand eines Volkes
  8. Gesamteinnahmen
    = Gesamtausgaben für eine Volkswirtschaft als Ganzes. Wenn jemand ausgibt, nimmt ein anderer ein. Siehe Flussdiagramm
  9. Berechnung des BIP:
    Summation der Gesamtausgaben der Haushalte oder Summation der von den Unternehmen gezahlten Einkommen In der realen Welt nicht so einfach, da die Einkommen von den Haushalten nicht vollständig ausgegeben werden, sondern gespart oder als Steuern abgeführt werden.
  10. Die Messung des BIP:
    Das BIP ist der Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, die in einem Land in einem bestimmten Zeitabschnitt hergestellt werden.
  11. “Das BIP ist der Marktwert..”
    Es werden Marktpreise für die Berechnung herangezogen, weil dies die Gleichgewichtspreise sind, die das Volk für ein best. Gut zu zahlen gewillt ist.
  12. Das BIP ist der Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen
    • “...aller...” Es wird alles berücksichtigt, was in einer Volkswirtschaft hergestellt und LEGAL verkauft wird. Auch der Marktwert von z.B. Wohnraum. Bei Wohneigentum wird der geschätzte Mietwert in die Berechnung des BIP einbezogen.
    • Das BIP schließt jedoch alles aus, was illegal gehandelt oder produziert wird, sowie Dinge, die in nichtgewerblichen Prozessen hergestellt werden( Heimgemüsezucht
  13. “...für den Endverbrauch bestimmten...”
    Papierfabrik produziert Papier und verkauft dieses exklusiv an eine Kartenfabrik. Die produzierte Grußkarte ist dann das für den Endverbrauch produzierte Gut, das Papier lediglich ein Zwischenprodukt. Das BIP erfasst jedoch nur den Wert der Endprodukte, powered by raute-wirtschaft.de Seite 4 von 38 da der Wert der Zwischenprodukte bereits im Marktpreis des Endproduktes enthalten ist.

    Baut eine Firma allerdings mit einem Zwischenprodukt eine Lagerhaltung auf, um das Zwischenprodukt zu einem späterem Zeitpunkt zu vertreiben, so fließt der Wert der Lagerhaltung als Lagerinvestition ins BIP ein. Werden die gelagerten Güter schließlich doch verkauft, so fließt dies als negative Lagerinvestition ins BIP.
  14. “...Waren und Dienstleistungen...”
    Die Preise für Waren und für Dienstleistungen sind für das BIP gleichbedeutend.
  15. “...die in einem Land...”
    Gemessen wird innerhalb der geographischen Grenzen eines Landes. Der Lohn z.B. eines französischen Gastarbeiters fließt ins deutsche BIP ein. Hat ein Deutscher eine Fabrik in Frankreich, so zählt die Produktionsleistung der Firma zum französischen BIP und nicht zum Deutschen.

    Anders mist in so einer Situation das Bruttosozialprodukt(Bruttonationaleinkommen). Das BIP mist den Produktionswert, der von den dauerhaften Bewohnern eines Landes erwirtschaftet wird. So zählt der PW der Firma in Frankreich aufgrund des deutschen Besitzers sehr wohl zum BSP, während das Gehalt des französischen Gastarbeiters aufgrund der Kurzfristigkeit seines Aufendhaltes nicht dazu gehört. Das BSP ist damit ein Inländerprodukt.
  16. “...in einem bestimmten Zeitabschnitt...”
    Das BIP mist innerhalb eines Zeitintervalls, in der Regel ein Quartal oder ein Jahr. Saisonale Schwankungen(Weihnachtsgeschäft, etc..) können dabei heraus gerechnet werden.
  17. “...hergestellt werden.”
    Das BIP umfasst nur “frische” Waren und Dienstleistungen. Der private Verkauf eines Gebrauchtwagens wird dabei beispielsweise nicht mit einberechnet.
  18. Nettonationaleinkommen
    Das gesamte Einkommen der dauerhaften Bewohner eines Landes nach Abzug von Abschreibungen. Abschreibung werden dabei auch als ”Verschleiß von fixem Kapital” bezeichnet.
  19. Einkommen der privaten Haushalte
    Das Einkommen welches Haushalte und Selbständige erhalten. Einbehaltene Gewinne (Unternehmenseinkommen) werden nicht miteinberechnet.
  20. Verfügbares Einkommen
    Haushaltseinkommen abzüglich Steuern und Sozialbeiträgen
  21. Die Bestandteile des BIP
    • Das BIP enthält alle Ausprägungen und Ausgaben für im Inland hergestellte Waren und Dienstleistungen.
    • Zusammensetzung des BIP(Y) in 4 Bereiche: Konsum/Privater Verbrauch: C
    • Investitionen: I
    • Staatsausgaben: G
    • Nettoexporte: NX

    • Daraus folgt: Y = C+I+G+NX
    • Die Gesamtsumme dieser Faktoren muss(!) der Summe des BIP entsprechen, denn jede ausgegebene Mark entspricht einem der 4 Faktoren.
  22. Konsum/Verbrauch privater Haushalte(C)
    Ausgaben der Haushalte für Waren und Dienstleistungen/Familie Schmidt geht essen oder kauft ein Auto.
  23. Investitionen(I)
    Kauf von Kapitalausstattungen, Bau von Lagerhallen, Kauf von Grundstücken, Neubau von Häusern
  24. Staatsausgaben(G)
    Ausgaben des Staates auf Ebene der Gemeinden, Bundesländer und des Gesamtstaates.
  25. Nettoexporte(NX)
    Käufe von im Inland produzierten Gütern durch Ausländer abzüglich der Käufe ausländischer Güter durch Inländer.
  26. Transferleistungen
    Beispielsweise Sozialhilfe durch den Staat; wird nicht als Teil der Staatsausgaben gezählt obwohl im eigentlichen Sinne schon eine solche staatliche Ausgabe vorliegt.
  27. Das BIP misst die Gesamtausgaben für Waren und Dienstleistungen. Situation: Das BIP steigt von einem Jahr zum nächsten. Was ist passiert?
    - Die VW produziert(und konsumiert) einen höherem Output an Waren und Dienstleistungen. - Die Güter werden zu höheren Preisen verkauft. Um diese Effekte voneinander zu trennen, muss man ein Maß der Gesamtmenge aller produzierten Waren und Dienstleistungen schaffen, dass nicht von deren Preisschwankungen abhängig ist:
  28. Das reale BIP
    Vorrausgehend ist folgende hypothetische Frage: Wie hoch wäre der Wert der in diesem Jahr hergestellten Güter und Dienstleistungen, wenn wir diese zu Preisen eines bestimmten Jahres in der Vergangenheit(Basisjahr) bewerten würden? Durch diese Fixierung der laufenden Produktion an Preise aus der Vergangenheit ist es möglich anzugeben, wie sich die gesamtwirtschaftliche Produktion im Zeitablauf verändert.
  29. Der BIP-Deflator
    Der BIP-Deflator berechnet sich aus dem nominalem und dem realen BIP. Er misst das aktuelle Preisniveau bezogen auf das Preisniveau des Basisjahres. Er gibt uns damit denjenigen Anteil der Steigerung des nominalen BIP an, welcher ausschließlich durch Preissteigerungen entstanden ist.
  30. Berechnung des BIP-Deflators
    = nominales BIP / reales BIP * 100Der BIP-Deflator misst das Preisniveau einer VW, da das reale BIP nicht durch Preissteigerungen beeinflusst wird. Der BIP-Deflator beträgt im Basisjahr immer 100.

    • Die Erhöhung des Preisniveaus erhält man, wenn man vom BIP-Deflator 100 abzieht.
    • Beispiel:
    • Nominales BIP : 500 Reales BIP : 250
    • BIP-Deflator : 200 –100 = 100% Preissteigerung

    Der BIP-Deflator ist ein Maß, welches man einsetzt um die Preisentwicklung innerhalb einer VW zu beobachten.
  31. BIP und Ökonomischer Wohlstand
    • Das BIP misst das Gesamteinkommen einer VW, sowie die Gesamtausgaben. Daraus lässt sich als Indikator für das Wohlergehen des Durchschnittsmenschen ein PROKOPF- BIP berechnen. Das BIP ist jedoch nicht alleiniger Maßstab für die Lebensqualität einer Gesellschaft. Werte, die nicht auf Geld zurückgeführt werden können, werden auch von BIP nicht erfasst:
    • - Schafft man beispielsweise die Wochenenden und Feiertage abgeschafft, erhöhte dies evtl. das BIP, senke aber die Lebensqualität.
    • - Das Hinwegnehmen von Umweltschutzmaßnahmen (-> externe Effekte) erhöht evtl. das BIP senkt jedoch die Lebensqualität.
    • - Ehrenamtliche Arbeit trägt zur allgemeinen Wohlfahrt bei, wird aber vom BIP nicht erfasst.
  32. Preisindex für die Lebenshaltung
    Zum Vergleich des Lebensstandards bzw. dem Wert des Gehaltes in o.g. Beispiel muss man einen Weg finden, Geldbeträge in ein sinnvolles Kaufkraftmaß umzuwandeln. Dafür gibt es die statistische Größe „Preisindex für die Lebenshaltung“. Mit dieser Größe ist es möglich, Geldbeträge von unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander zu vergleichen
  33. Inflationsrate
    Muss man mehr Geld ausgeben, um seinen ursprünglichen Lebensstandart aufrecht zu erhalten, so spricht man von Inflation. Es ist eine allgemeine Steigerung des Preisniveaus im Bezug auf eine vorhergehende Periode gemeint und wird von Statistischen Bundesamt anhand eines normierten Durchschnittswarenkorbs errechnet.
  34. Berechnung des Preisindex für die Lebenshaltungskosten
    • Preis des Warenkorbs im aktuellen Jahr 
    • -----------------------------------------------* 100
    • Preis des Warenkorbs im Basisjahr
  35. Berechnung der Inflationsrate
    Die Inflationsrate erhält man, wenn man vom PifLH 100 abzieht. Bei einem PifLH von 107,5 erhält man dann eine Inflationsrate von 7,5%
  36. BIP-Deflator versus Preisindex für die Lebenshaltung
    Der BIP-Deflator ist das Verhältnis von nominalem zum realen BIP Er ist damit vergleichbar mit der Inflationsrate bzw. dem Preisindex für Lebenshaltung. Prinzipiell werden beide Größen herangezogen, wenn es darum geht, zu beurteilen, wie schnell die Preise steigen. Es gibt jedoch zwei konzeptionelle Unterschiede, die zu Abweichungen führen können.

    Der erste Unterschied besteht darin, dass der Preisindex für LH alle Güter und Dienstleistungen erfasst, die auf dem inländischen Markt zu erwerben sind. Auch ausländische Produkte werden also mit auf dem PfLH einwirken, während das BIP, egal ob nominell oder real, und damit der BIP-Deflator davon unberührt bleibt.

    Der zweite Unterschied besteht darin, dass beim PfLH ein fester Warenkorb die Basis darstellt, während der BIP-Deflator den Preis der gegenwärtig verkauften Güter mit denen des Basisjahres vergleicht
  37. Indexierung
    • Bindung nominaler Kontrakte an die Entwicklung eines bestimmten Preisindex, um inflationsbedingte Umverteilungseffekte zu verhindern.
    • - Lohnindexierung, Zinsindexierung, Steuerindexierung
    • - Deutschland: Dynamische Rentenanpassung an die Lohn- und Gehaltsentwicklung
  38. Real- und Nominalzinssätze
    Der Zinssatz, den die Bank bezahlt, wird als Nominalzinssatz bezeichnet, der von der Inflationsrate bereinigte Zinssatz als Realzinssatz. Beispiel: Man legt 1000 DM für 10% Nominalzinssatz für ein Jahr an. Nach einem Jahr bekommt man 1100 DM ausgezahlt. Haben sich in diesem Jahr die Güter jedoch verteuert, bzw. eine Inflationsrate von 6% ist eingetreten, so kann man davon ausgehen, dass der Realzinssatz der Anlage nur 4% beträgt.

    REALZINSATZ = NOMINALZINSSATZ-INFLATIONSRATE
  39. Produktivität:
    Menge der Waren und Dienstleistungen, die eine Arbeitskraft in einer Arbeitsstunde herstellen kann.

    - Europäer leben besser als Nigerianer, weil sie in derselben Zeit mit derselben Menge an AK mehr Waren und Dienste herstellen können.
  40. Bestimmung der Produktivität
    • - Realkapital, Humankapital, natürliche Ressourcen und technologisches Wissen
    • - Realkapital ist des Tischlers Säge
    • - Realkapital war Output und ist nun Input: Der Tischler musste die Säge kaufen
    • - Kapital dient zur Herstellung von Waren und Dienstleistungen sowie Kapital
    • - Humankapital ist Wissen und Fähigkeiten der ausgebildeten Arbeiter
    • - Humankapital erhöht die Fähigkeit eines Landes, zu produzieren - Auch Humankapital ist ein produzierter Output einer VW.
    • - Natürliche Ressourcen sind Land, Flüsse, Bodenschätze
    • - Unterscheidung der natürliches Ressourcen in regenerierbare und nichtregenerierbar (technologieabhängig) : Wald versus Erdöl
    • - Manche Länder sind nur durch ihre Ressourcen reich: Saudi-Arabien
    • - Technologisches Wissen bezieht sich auf die besten Wege zur Herstellung von Waren und Dienstleistungen. (Fleißband, Dünger)
  41. Die Produktionsfunktion
    • Y=AF(L,K,H,N)
    • - Y = produzierte Menge
    • - L = Arbeit
    • - K = Realkapital
    • - H = Humankapital
    • - N = Natürliche Ressourcen
    • - F stellt eine Funktion dar, wie die Inputs zur Produktion kombiniert werden
    • - A repräsentiert die verfügbare Produktionstechnologie
    • - Steigt also A an, kann aus L,K,H und N mehr Y hergestellt werden
    • - Konstante Skalenerträge: mit Verdoppelung des Einsatzes verdoppelt sich der Output, hier beispielsweise sei x = 2

    XY=AF(xL,xK,xH,xN)
  42. Bedeutung von Ersparnis und Investitionen
    • - Kapital stellt einen (selbstproduzierten) Produktionsfaktor dar, deshalb kann eine Volkswirtschaft ihre Kapitalausstattung verändern.
    • - Wenn die VW heute mehr Kapitalausstattung produziert, kann sie morgen generell mehr produzieren
    • - Ressourcen, die zur Produktion von Kapital genutzt werden, können aber nicht für die Produktion von Waren und Dienstleistungen genutzt werden.
    • - Eine Gesellschaft, die mehr Kapital produzieren will, darf weniger konsumieren und muß sparen. Die Gesellschaft schränkt sich ein, um in der Zukunft mehr konsumieren zu können
    • - Förderung der Spar- und Investitionsanregungen durch die Regierung
    • - Investitionen als Teil des BIP und Wachstum lassen einen positiven, aber keinen streng proportionierbaren Zusammenhang erkennen.
    • - Investitionen haben schnelleres Wirtschaftswachstum zur Folge
  43. Abnehmende Skalenerträge und Catch-up –Effekt
    - Wenn der Kapitalstock zunimmt, verringert sich der mit jeder zusätzlichen Einheit Kapital hergestellte Output - Sparen führt nur vorübergehend zu schnellerem Wachstum - Langfristig hat eine höhere Sparquote ein höheres Niveau an Produktivität und Einkommen zur Folge, nicht aber ein schnelleres Wachstum dieser Variablen - Unter sonst gleichen Bedingungen ist es für ein Land einfacher, ein schnelles Wachstum zu erreichen, wenn es zunächst relativ arm ist - Arbeitskräfte in reichen Ländern haben einen hohen Kapitalstock zur Verfügung, der bei weiterer Aufstockung nur wenig Produktionssteigerung bringt (abnehmende Skalenerträge) - Den Arbeitern/Arbeitswilligen in armen Ländern stehen eventuell selbst einfachste Werkzeuge nicht zur Verfügung. „Da reicht’s schon, wenn man denen einen Hammer in die Hand drückt, und schon leisten die 100% mehr“ - Das ist der sogenannte Catch-up Effekt - Soll heißen, dass arme Länder tendenziell schneller wachsen als reiche Länder
  44. Die natürliche Arbeitslosenquote
    • - Problem der Arbeitslosigkeit zweigeteilt analysiert: langfristig und kurzfristig
    • - Natürliche Arbeitslosigkeit einer Volkswirtschaft ist das normale Niveau an langfristiger Arbeitslosigkeit gemeint.
    • - Schwankungen der Arbeitslosigkeit von Jahr zu Jahr sind eng an den Konjunkturzyklus gebunden und werden daher als zyklische Arbeitslosigkeit bezeichnet
    • - Bezeichnung „Natürliche Arbeitslosigkeit“ soll nicht „erwünscht“ implizieren, sondern bedeutet, dass diese nicht von alleine verschwindet.
    • - Frage der amtlichen Definition
    • - Schwierigkeiten bei der Deutung der Arbeitslosenzahlen
    • - Durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit für den Einzelnen
  45. Inflation: Ursachen und Kosten
    • - In unserer VW steigend die meisten Preise tendenziell im Zeitablauf. Das nennt man Inflation
    • - Inflation ist nicht unvermeidbar
    • - Ein Fallen des allgemeinen Preisniveaus bezeichnet man als Deflation
    • - Spektakulärstes Beispiel für Inflation in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg
    • - Ungewöhnlich hohe Inflationsraten mit mehr als 50% pro Monat bezeichnet man als Hyperinflation
    • - Die Preise steigen, wenn zuviel Geld in Umlauf gebracht wird
    • - Inflation ist ein Problem, weil die Leute sie nicht mögen
  46. Ursachen der Inflation Preisniveau und Geldwert
    • - Gestiegener Eispreis Folge eines Kaufkraftverlustes des Geldes
    • - Inflation umfasst die gesamte Volkswirtschaft und hat mehr mit dem Wert des Geldes zu tun als mit dem Wert der Güter
    • - Allgemeines Preisniveau als Indikator für den Geldwert
    • - Ein Anstieg des Preisniveaus hat einen Rückgang des Geldwertes zur Folge
  47. Bestimmungsfaktoren der nachgefragten Geldmenge
    Je mehr die Menschen auf Kreditkarten und bargeldlose Zahlungssysteme vertrauen, desto weniger Bargeld möchten sie. Weiterhin hängt die Nachfrage davon ab, ob es gewinnbringender wäre, sein Geld anzulegen, anstatt es herumzutragen (Zinssatz). Ein weiterer Bestimmungsfaktor ist das Preisniveau. Je mehr höher die Preise für Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sind, desto mehr Geld tragen die Leute mit sich herum. Damit erhöht ein hohes Preisniveau unweigerlich die nachgefragte Geldmenge.
  48. Wodurch wird sichergestellt, dass das bereitgestellte Geldangebot mit der nachgefragten Geldmenge übereinstimmt?
    Auf lange Sicht passt sich das Preisniveau an das Niveau an, bei dem die Geldnachfrage dem Geldangebot entspricht. Wenn das Preisniveau über dem Gleichgewichtsniveau liegt, übersteigt die Geldnachfrage das Angebot, so dass das Preisniveau sinken wird, um Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen
  49. Auswirkungen einer Erhöhung der Geldmenge
    Annahme: Die Zentralbank erhöht die Geldmenge durch Abkaufen von Staatspapieren (oder Verteilung von Geld mim Hubschrauber). Effekt siehe Schaubild: Die Angebotsmenge verschiebt sich nach rechts, der Geldwert sinkt, das Preisniveau steigt.
  50. Theorie von Hume:
    Einteilung der wirtschaftlichen Variablen in nominale und reale Variablen. Nominale Variablen werden in Geldeinheiten ausgedrückt und Reale Variablen werden in Mengeneinheiten ausgedrückt. Der Preis für Mais ist daher eine nominale Variable, während die Maismenge eine reale Variable darstellt. Das nominale BIP misst den Wert des Outputs einer VW, während das reale BIP die Menge des Outputs misst. Wenn man von relativen Preisen redet meint man damit reale Variablen (Preisrelation Mais zu Weizen).
  51. Die strikte Trennung von nominalen und realen variablen nennt man klassische Dichotomie.
    Sie ist sehr hilfreich weil nominale und reale Variablen von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden. Nach Hume beeinflussen Änderungen der Geldmenge zwar die nominalen Variablen aber nicht die realen Variablen. Wenn die Zentralbank die Geldmenge verdoppelt, verdoppeln sich als Folge auch die Preise. Die Irrelevanz von Geldmengenänderungen auf reale Variablen bezeichnet man als Neutralität des Geldes. Eine Verdoppelung der Geldmenge wird langfristig genauso viel ausmachen, wie wenn man den Meter von 100cm nominell auf 50cm verkürzen würde. Die gemessenen Entfernungen verdoppeln sich damit, die Tatsächlichen aber bleiben gleich! Auf kurze Sicht jedoch bedeutet eine Änderung des Geldwertes große Verwirrung und Fehler, die eine gewisse Zeit brauchen um berichtigt zu werden. Die Neutralität des Geldes und die klassische Dichotomie sind also nur auf lange Sicht gültig.
  52. Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und Quantitätsgleichung
    • - Wie oft wird eine Währungseinheit im Schnitt pro Jahr dazu verwendet, um neue Waren oder Dienste zu erwerben, sprich, wie oft wechselt sie den Besitzer?
    • - Variable: Umlaufgeschwindigkeit des Geldes
  53. V (Umlaufgeschwindigkeit)
    • = (P(Preisniveau) x Y(reales Bip))/M(Geldmenge)
    • M x V = P x Y
    • Das Produkt aus Geldmenge(M) und Umlaufgeschwindigkeit(V) entspricht dem Produkt aus Preisniveau(P) und Outputmenge(Y)
Author:
huatieulans
ID:
313613
Card Set:
Makroökonomik Internet 1
Updated:
2016-01-13 13:09:50
Tags:
Klausur
Folders:
Makroökonomie
Description:
Klausurvorbereitung
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