Wirkstoffe Antidepressiva

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  1. Sedierung nicht erwünscht
    • SSRI (z.B. Citalopram)
    • SSNRI (z.B. Venlafaxin)
    • SNRI (z.B. Reboxetin)

    2.Wahl: MAO-Hemmer
  2. Sedierung erwünscht
    • Mirtazapin
    • Trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin o. Trimipramin)

    Trizyklische Antidepressiva sollten aufgrund ihrer anticholinergen Wirkung bei Demenzen vermieden werden
  3. keine Kombination dieser Antidepressiva
    MAO-Hemmern mit SSRI/SSNRI oder dem trizyklischen Antidepressivum Clomipramin

    Serotonin-Syndrom
  4. Amitriptylin
    • TZA
    • eher bei Depressionen mit Unruhezuständen gut wirksam
    • Zu vermeiden bei Demenzen und älteren Patienten aufgrund starker anticholinerger Wirkung
    • Weitere Indikation: Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)

    • Stark sedierend
    • Stark anticholinerg
    • Gewichtszunahme
    • Sexualstörungen ÜberdosierungsgefahrWirkung
  5. Imipramin
    TZA

    • Zu vermeiden bei Demenzen und älteren Patienten aufgrund starker anticholinerger Wirkung
    • Erste Substanz der Klasse der Antidepressiva (Markteinführung: 1958)
    • Weitere Indikation: Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)


    • Kaum Einfluss auf Antrieb
    • Ansonsten ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
  6. Nortriptylin
    TZA

    • Nicht sedierend, sondern antriebssteigernd → Unruhe
    • ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
  7. Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
    • Bei antriebsgeminderten, depressiven Episoden: Mittel der 1. Wahl
    • Weitere Indikationen: Angst- und Zwangsstörungen, somatoforme Störungen und weitere psychiatrische Erkrankungen
  8. Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI)
    • Bei antriebsgeminderten, depressiven
    • Episoden: Mittel der 1. Wahl
    • Weitere Indikationen: Angst- und Zwangsstörungen, somatoforme Störungen und weitere psychiatrische Erkrankungen
    • Duloxetin: Einsatz auch bei Stressinkontinenz
  9. Reboxetin
    • Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)
    • Reboxetin: Eine staatliche Meta-Analyse konnte keinen Nutzen für Reboxetin nachweisen → Aktuell keine Empfehlung
  10. Bupropion
    Selektive Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer

    Vor allem als Zweitlinientherapie bei antriebsgeminderten, depressiven Episoden Weitere Indikation: Raucherentwöhnung
  11. Mirtazapin Mianserin
    Präsynaptische α-Blocker (Tetrazyklische Antidepressiva)

    • Bei nicht antriebsgeminderten, depressiven Episoden: Mirtazapin Mittel der 1. Wahl
    • Gabe zur Nacht wegen sedierender Wirkung

    • Ausgeprägte Gewichtszunahme durch Appetitsteigerung (insb. Mirtazapin)
    • Deutliche Sedierung
    • Mianserin: Agranulozytose
  12. Moclobemid
    Reversible MAO-Hemmung (vor allem MAO-A)

    • Antriebssteigernd → Unruhe
    • Kopfschmerzen, Schwindel
    • Übelkeit, Erbrechen sowie weitere gastrointestinale Nebenwirkungen
  13. Tranylcypromin
    • irreversible MAO-Hemmung (gleichermaßen MAO-A und MAO-B)
    •  Aufgrund seiner zahlreichen Wechselwirkungen ist Tranylcypromin nur bei therapierefraktären, stark antriebsgeminderten Depressionen indiziert!
    • RR-Anstiege bis zur hypertensiven Krise bei Aufnahme von Tyramin
  14. Agomelatin
    Melatonin-Analoga

    • Eher Mittel der 2. Wahl bei schweren Depression (ggf. in Kombination)
    • Besonderes Wirkprinzip
    • Agonismus an melatoninergen MT1- und MT2-Rezeptoren → Beeinflussung der zirkadianen Rhythmik → Verringerung von Schlafstörungen Antagonismus an serotoninergen 5-HT2C-Rezeptoren → Indirekte Erhöhung der Noradrenalin- und Dopaminspiegel
  15. Clomipramin
    • TZA
    • Zu vermeiden bei Demenzen und älteren Patienten aufgrund starker anticholinerger Wirkung
    • Erste Substanz der Klasse der Antidepressiva (Markteinführung 1958)
    • Weitere Indikation: Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
    • Kaum Einfluss auf Antrieb
    • Ansonsten ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
    • Clomipramin: Gefahr eines Serotonin-Syndroms
  16. Trimipramin
    • Amitriptylin-Typ
    • TZA
  17. Doxepin
    Amitriptylin-Typ
  18. Desipramin
    • TZA
    • Nicht sedierend, sondern antriebssteigernd → Unruhe Ansonsten ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
    • Desipramin wurde in Deutschland aufgrund plötzlicher ungeklärter Todesfälle vom Markt genommen.
  19. Citalopram
    SSRI
  20. Escitalopram
    SSRI
  21. Sertralin
    SSRI
  22. Fluvoxamin
    SSRI
  23. Fluoxetin
    SSRI
  24. Paroxetin
    SSRI
  25. Venlafaxin
    SSNRI
  26. Duloxetin
    • SSNRI
    • Stressinkontinenz
  27. Atomoxetin
    • Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)
    • Bisher keine Bedeutung als Antidepressivum.
    • Einsatz vor allem als Alternative zu Methylphenidat bei ADHS
  28. TZA NW
    • Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen)
    • Reduktion der Krampfschwelle
    • Orthostatische Hypotonie
    • Sexualstörungen
    • Gewichtszunahme
    • Anticholinerge Wirkung Überdosierungsgefahr
  29. SSRI NW
    • Sexualstörungen
    • Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen
    • Schlafstörungen Kopfschmerzen
    • Störungen der Hämostase mit erhöhtem Blutungsrisiko
  30. SSNRI NW
    • Gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit)
    • Hypertonie

Card Set Information

Author:
csand
ID:
320115
Filename:
Wirkstoffe Antidepressiva
Updated:
2017-03-05 16:39:37
Tags:
Antidepressiva
Folders:
Psychatrie
Description:
Wirkstoff-->Indikation,NW
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