GUS Grundbegriffe

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Author:
marsupilamii
ID:
32075
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GUS Grundbegriffe
Updated:
2010-11-14 05:25:10
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TBMC GUS Grundbegriffe
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Grundbegriffe Geschichte und Staatslehre
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  1. Absolutismus
    Regierungsform, in der alle Macht unumschränkt in der Hand des Königs liegt
  2. Aufklärung
    • Epoche der geistigen Entwicklung der westlichen Gesellschaft im 17. bis 18. Jahrhundert, die besonders durch das Bestreben geprägt war, das Denken mit den Mitteln der Vernunft von althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes wissen zu schaffen.
    • Politische Grundprinzipien: Menschenrechte, Gewaltenteilung, Demokratie
  3. Autonomie
    Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit, ein Beispiel für solche Bestrebungen auf dem Gebiet der Politik ist das Recht nationaler minderheiten, einen Teil ihrer Angelegenheiten selbst zu bestimmen.
  4. Aristokratie
    • (Herrschaft) des Adels [nicht mehr nur König]
    • [$Bild[Pyramide]]
  5. Antisemitismus
    • Semiten = {genetische Juden, Araber}
    • Allgemein aber:
    • Judenhass, Judenfeindschaft; pauschale Ablehnung de Juden und des Judentums. Dieses Phänomen ist seit etwa 2500 Jahren bekannt und hat besonders die Geschichte Europas über weite Strecken begleitet.
  6. Anarchie
    • "Herrschaftslosigkeit"; bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft.
    • [nur kurz und übergangsweise vorhanden]
  7. Bundespräsident
    "Primus inter pares"; Vorsitzender des Bundesrats (1Jahr), Repräsentant der CH-Regierung
  8. Bundesrat
    Regierung der Schweiz, 7 Bundesräte, Kollegialprinzip
  9. Bundesstaat
    föderalistisches Staatsgebilde (-> Föderalismus)
  10. Bundesverfassung
    Grundgesetz; regelt den grundlegenden organisatorischen Staatsaufbau, die territoriale Gliederung des Staates, die Beziehung zu seinen Gliedstaaten und zu anderen Staaten sowie das Verhältnis zu seinen Bund deren wichtigste Rechte und Pflichten
  11. Bundesversammlung
    Vereinigte Bundesversammlung: gemeinsame Sitzung von National- und Ständerat (Wahl des Bundesrats, des Bundeskanzlers, der Bundesrichter und des Generals, Kompetenzstreitigkeiten
  12. Demokratie
    Volksherrschaft; Partizipationsrechte für alle Bürger ab Vollendung des 18. Lebensjahres: diese betreffen z.B. die direkte Demokratie, Basisdemokratie
  13. Diktatur
    Regierungsform, die sich durch eine einzelne regierende Person, den Diktator (-> Führer), oder eine regierende Gruppe von Personen (z.B. Partei, militärjunta, Familie) mit unbeschränkter Macht auszeichnet.
  14. Einfaches / doppeltes Mehr
    Volksmehr (bei fakultativem Referendum) / Volksmehr und Ständemehr (bei Initiative und obligatorischem Referendum
  15. Exekutive
    ausführende Gewalt oder vollziehende Gewalt: Regierung (Bund: Bundesrat, Kantone: Regierungsrat)
  16. Freie Marktwirtschaft
    Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, der Staat schafft (möglichst freie) Rahmenbedingungen; Nachtwächterstaat (Wirtschaftsliberalismus)
  17. Faschismus
    • (Italien, Mussolini)
    • Sammelbegriff für alle antiliberalen und antisozialistischen totalitären Ideologien; duldet keine andere Weltanschauung neben sich; "Führerprinzip": Gewalt und gewaltsame Machtergreifung gelten als absolut legitim. Meinungsfreiheit, demokratische Strukturen, eine funktionierende Opposition oder gar freie Wahlen sind daher in solchen Systemen nicht denkbar
  18. Föderalismus
    System, bei dem die einzelnen Gliedstaaten(CH: Kantone, D, Ö: Bundesländer) relativ viele Kompetenzen haben
  19. Globalisierung
    Prozess der zunehmenden internationalen Verflechtung in allen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.). Diese Intensivierung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten. Als wesentliche Ursachen gelten der technische Fortschritt insbesondere in den Kommunikations- und Transporttechniken sowie die politischen Entscheidungen zur Liberalisierung des Welthandels.
  20. Gewaltenteilung
    Die drei Gewalten im Staat: Legislative, Exekutive, Judikative; gegenseitige Kontrolle
  21. Holocaust
    "vollständig Verbranntes" oder Shoah (hebräisch für "Unheil", "grosse Katastrophe") bezeichnet den Völkermord an 6 Millionen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.
  22. Imperialismus
    Bestrebungen eines Staates, seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen. Diese Machterweiterungspolitik kann sich unter anderem in bevölkerungspolitischer, nationalistischer und wirtschaftlicher Weise ausdrücken. 1870 - 1914 Zeit des Imperialismus
  23. Islamismus
    politische Ideologie, die sich vom Islam ableitet; allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe "Islamismus" und "Islamischer Fundamentalismus" oftmals gleichgesetzt
  24. Interpellation
    Mitglieder der Bundesversammlung können vom Bundesrat Auskunft über wichtige Probleme verlangen. Über die Antwort kann der Rat diskutieren.
  25. Initiative
    Grundlegendes direktdemokratisches Recht jedes Schweizer Stimmberechtigten, Antrag auf Änderung der Bundesverfassung mit 100.000 Unterschriften, Abstimmung mit doppeltem Mehr, einmalig auf der Welt
  26. Judikative
    richterliche Gewalt: Bundesgericht (Lausanne), Bundesstrafgericht (Bellinzona), Bundesverwaltungsgericht (St.Gallen), eidg Versicherungsgericht (Luzern)
  27. Kommunismus
    bezeichnet das politische Ziel einer klassenlosen Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und das erwirtschaftete Sozialprodukt gesellschaftlich angeeignet wird, das heisst, allen Menschen gleichermassen zugänglich ist.
  28. Kolonialismus
    Beherrschung eines Gebietes oder Landes durch eine fremde Macht. Meist ist die abhängigkeit von Überseegebieten durch europäische Staaten seit den Entdeckungen gemeint
  29. kumulieren
    Kandidat zweimal auf Wahlliste setzen
  30. Konservativismus
    Strömung, dier verlangt, die gegebene Situation zu bewahren, sofern das Neue nicht überwiegend als besser erkannt worden ist.
  31. Koaltion
    Zusammenschluss von Staaten, Organisationen, politischen Parteien oder Personen zur Durchsetzung bestimmter Ziele, vergleichbar einem Bündnis.
  32. Legislative
    gesetzgebende Gewalt: Parlament; in der Schweiz National- und Ständerat
  33. Liberalismus
    Strömung, die die individuelle Freiheit als bestimmende Grundlage der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung anstrebt.
  34. Marxismus
    • [Karl Marx]
    • Gilt als einflussreichste Strömung[bzw. Basis] des Sozialismus und Kommunismus
  35. Militarismus
    Ideologie, welche die Meinung vertritt, dass nur durch militärische Stärke Sicherheit oder gar Frieden gewährleistet wird. In ihrer schwächsten Form dient diese Ideologie dazu, prophylaktische Aufrüstung zu rechtfertigen; übertriebene Wertschätzung militärischer Hierarchien, Waffen, Orden, Uniformen
  36. Majorzwahl
    • Kandidat mit den meisten Stimmen wird gewählt
    • 1. Wahlgang: (meist) absolutes Mehr erforderlich
    • 2. Wahlgang: (meist) relatives Mehr erforderlich
    • [Bundes- und Ständeratswahl]
  37. Milizsystem
    Ausführung eines Amtes im Nebenberuf, ehrenamtlich z.B. in der Schweizer Armee oder im Parlament
  38. Motion
    Mitglied der Bundesversammlung beauftragt den Bundesrat, Gesetzesentwurf vorzulegen; wird von anderen Ratsmitgliedern unterzeichnet. Wenn ihr beide Kammern zustimmen, gilt die Motion als an den Bundesrat überwiesen.
  39. Nationalismus
    politische Strömung, die aus einer sittlichen, sprachlichen, kulturellen oder historischen Gemeinschaft von Personen (Völker, Nationen) das Recht auf staatliche Selbstbestimmung (Nationalstaat) ableitet.
  40. Nationalsozialismus
    radikal antisemitische, antikommunistische und antidemokratische Weltanschauung; entstand in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg; Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) gelangte unter Adolf Hitler 1933 zur Herrschaft und errichteten eine totalitäre Diktatur, den "Führerstaat" bzw. das "Dritte Reich"
  41. Nationalrat
    • grosse Kammer des Parlaments
    • 200 Sitze
  42. Postulat
    Mitglied der Bundesversammlung beauftragt den Bundesrat zu prüfen und Bericht zu erstatten, ob der Entwurf zu einem Erlass der Bundesversammlung vorzulegen sei.
  43. Proletariat
    • gesellschaftliche Schicht der Landlosen und Lohnabhängigen (Besitzlosen), welche aber nicht versklavt war. [Arbeiterschaft/-klasse]
    • (Gegensatz ist die besitzende Klasse der Bourgeoisie)
  44. Patriotismus
    emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation; Nationalgefühl oder Nationsalstolz
  45. Pazifismus
    ethische Grundhaltung, die den Krieg prinzipiell ablehnt und danach strebt, bewaffnete Konflikte zu vermeiden, zu verhindern und die Bedingungen für dauerhaften Frieden zu schaffen
  46. progressiv
    fortschrittlich
  47. panaschieren
    Kandidat(en) einer anderen Parteiliste werden einmal oder kumuliert auf gewählte Parteiliste genommen
  48. Petition
    Bitte, Anregung oder Beschwerde an staatliche Behörde
  49. Pressefreiheit
    Keine Zensur in den Medien -> freie Meinungsäusserung
  50. Proporzwahl
    Anzahl Sitze proportional zum Stimmenanteil der Parteien
  51. Radikalismus
    politische Einstellung, die grundlegende Veränderungen an einer derzeit herrschenden Gesellschaftsordnung anstrebt. "radikal" beschreibt das Bestreben, gesellschaftliche und politische Probleme "an der Wurzel" anzugreifen und von dort aus möglichst umfassend, vollständig und nachhaltig zu lösen. Der Begriff bezieht sich nicht auf eine bestimmte politische Richtung.
  52. reaktionär
    • rückwärtsgewandt
    • [härter als konservativ]
  53. Referendum
    Recht des Volkes über parlamentarische Entscheide im Nachhinein abzustimmen; obligatorisches (bei Verfassungsänderungen, Staatsverträgen, Beitritt zu internationalen Organisationen) und fakultatives Referendum
  54. Session
    Sitzung des Parlaments (National- und Ständerat getrennt), 4x jährlich 3 Wochen
  55. Staatenbund
    Konföderation; Loser Bund von selbständigen Staaten (z.B. Eidgenossenschaft, supranationale Gemeinschaften wie EU, UNO, NATO)
  56. Ständerat
    • kleine Kammer des Parlaments
    • 46 Sitze (je 2 pro Kanton)
  57. Stimmrecht
    Recht an Abstimmungen teilzunehmen (auf Bundesebene: Schweizer ab 18 Jahre, mündig)
  58. Vernehmlassungsverfahren
    Gesetzesvorentwurf zur Stellungnahme an Kantone, Parteien und Interessengruppen
  59. Wahlrecht
    aktiv: Recht zu wählen, passiv: Recht, sich zur Wahl zu stellen (auf Bundesebene: Schweizer ab 18 Jahre, mündig)
  60. Zentralismus
    • zentral geführte Regierung; Einheitsstaat
    • [Frankreich -> Paris]
  61. Zweikammersystem
    Parlament bestehend aus 2 Kammern (National-, Ständerat)
  62. Despotie
    ist eine Staatsform, in der das Staatsoberhaupt(der Despot) die unumschränkte Herrschaft ausübt. Heutzutage wird der Begriff meist abwertend im Sinne von „Gewaltherrschaft“ gebraucht.
  63. Zensur
    behördliche Prüfung oder Verbot von Büchern, Theaterstücken etc.
  64. Mätresse
    Geliebte

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