Strom 1

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  1. Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB, engl. Transmission System Operator, kurz TSO) sind....
    Dienstleistungsunternehmen, die die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben, für bedarfsgerechte Instandhaltung und Dimensionierung sorgen und Stromhändlern- und Lieferanten diskriminierungsfrei Zugang zu diesen Netzen gewähren.
  2. In Deutschland gibt es 4 Übertragungsnetzbetreiber
    TenneT TSO (Verkauf am 01. Januar 2010 von E.ON an TenneT) 

    50hertz (Verkauf am 19. Mai 2010 von Vattenfall an elia) 

    Amprion (Verkauf von 74,9% der Anteile im September 2011 von RWE an ein Konsortium aus Infatrukturfounds unter Führung der Commerz Real [Tochtergesellschaft der Commerzbank]) 

    Transnet BW (100% Tochtergesellschaft von EnBW)
  3. Verteilnetzbetreiber
    Def + Funktion
    • Ein Verteilnetzbetreiber (engl. Distribution System Operator (DSO)) ist ein Unternehmen, das Strom-, bzw. Gasnetze zur Verteilung an Endverbraucher (private Haushalte und Kleinverbraucher) betreibt. Verteilnetzbetreiber müssen ihre Netze diskriminierungsfrei allen Lieferanten gegen Nutzungsentgelt zur Verfügung stellen. Gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) muss der Betrieb von Verteilnetzen ab einer bestimmten Größe durch eine rechtlich eigenständige Gesellschaft erfolgen (sog. Entflechtung, auch unbundling) und somit von der Handels- und Erzeugungsfunktion eines Energieversorgers abgespalten werden. 
    • Ein Verteilnetzbetreiber unterhält Stromnetze im Nieder-, Mittelspannungsbereich und abschnittsweise auf oberenNetzebenen im Hoch- und Höchstspannungsbereich (110 kV, in städtischen Bereichen teilweise auch 380 kV) zur regionalen Stromversorgung.Ein Verteilnetzbetreiber ist somit das Ergänzungsstück zum Übertragungsnetzbetreiber und für den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Niederspannungsnetze und Mittelspannungsnetze in einem bestimmten Gebiet und für die Verbindung mit anderen Stromnetzen verantwortlich ist, soweit es sich um ein Energieversorgungsnetz der allgemeinen Versorgung nach § 3 Nr. 17 EnWG handelt
  4. Grundversorger
    Grundversorger ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz (§ 36 Abs. 1 S. 1 EnWG) dasjenige Energieversorgungsunternehmen in einem Netzgebiet, welches die Mehrzahl der Haushaltskunden versorgt. Haushaltskunden nach dem Energiewirtschaftsgesetz sind „Letztverbraucher, die Energie überwiegend für den Eigenverbrauch im Haushalt oder für den einen Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden nicht übersteigenden Eigenverbrauch für berufliche, landwirtschaftliche oder gewerbliche Zwecke kaufen“. Der Grundversorger ist verpflichtet, jedermann gemäß den rechtlichen Bedingungen der Grundversorgung mit Elektrizität oder Gas zu versorgen. Alle drei Jahre wird durch den Netzbetreiber der allgemeinen Versorgung zum 1. Juli der Grundversorger für die nächsten drei Jahre festgelegt und bis zum 30. September im Internet veröffentlicht. Die Pflicht zur Grundversorgung besteht nicht, wenn die Versorgung für das Energieversorgungsunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen nicht zumutbar ist. Das Vertragsverhältnis zwischen Grundversorger und Haushaltskunden kann durch einen Vertrag in Schriftform aber auch durch konkludentes Handeln erfolgen. Das Versorgungsverhältnis kann durch den Kunden mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Siehe hierzu auch Strom GVV§2.
  5. Stromzähler
    Mengen an elektrischer Energie, die z. B.ein Haushalt verbraucht, wird üblicherweisemit einem Stromzähler gemessen.
  6. Eintarif-Zähler
    Eintarif-Zähler messen nur die gesamte bezogene Energiemenge, unabhängig z. B. von den Tageszeiten.
  7. Zweitarif-Zähler
    Zweitarif-Zähler kommen meist dann zum Einsatz, wenn der Kunde eine Nachtspeicherheizung besitzt. Hier wird mittels eines Rundsteuerempfängers zwischen Hoch- und Niedertarif (i.d.R. günstiger) unterschieden
  8. Zweirichtungs-Zähler
    Zweirichtungs-Zähler können aus dem Netz bezogene und in das Netz eingespeiste Energiemengen getrennt erfassen. Dies ist z. B. nötig bei einer Photovoltaikanlage.
  9. Smart-Meter Zähler (elektronische Haushaltszähler):
    Smart-Meter Zähler (elektronische Haushaltszähler): Ihr Einbau ist seit 2010 in Deutschland bei Neubauten und größeren Renovierungsarbeiten Pflicht. Sie werden aber auch schon im Rahmen des regulären Zählerwechsels bei Endkunden eingebaut.
  10. GPKE
    GPKE (Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität)
  11. Die Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität (GPKE) haben das Ziel....
    Die Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität (GPKE) haben das Ziel einer Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen und Datenformaten bei der Abwicklung der Versorgung von Kunden mit Elektrizität im liberalisierten Strommarkt. 

    Die Bundesnetzagentur hat rechtsverbindlich Prozesse definiert, die den Netzzugang und die Belieferung von Endkunden betreffen. 

    • Kündigung
    • Lieferende
    • Lieferbeginn
    • Ersatzversorgung
    • Zählerstand- und Zählwertübermittlung/Messwertübermittlung Netznutzungsabrechnung Stammdatenänderung
    • Geschäftsdatenanfrage
    • Bestandsliste
  12. Identifikation der Entnahmestelle
    Grundsätzlich ist die Entnahmestelle durch den Namen oder die Firma des Kunden, die Anschrift der Entnahmestelle und die Zählpunktbezeichnung eindeutig zu benennen.

    Liegt die Zählpunktbezeichnung noch nicht vor, so muss die Kombination aus den vorgenannten Daten und der Zählernummer zur Identifizierung herangezogen werden.

    Alternativ ist die Zuordnung auch über eine Kombination aus den vorgenannten Daten und der Kundennummer beim Altversorger möglich.

    Ist keine der vorgenannten Datenkombinationen vollständig mitgeteilt worden, so darf der Angefragte die Identifizierung dennoch nur dann ablehnen, wenn ihm auch bei Wahrung der gebotenen Sorgfalt dennoch keine eindeutige Identifizierung möglich war.

    Eine Ablehnung wegen Nicht-Identifizierbarkeit des Kunden ist auch bei unbekannten Namen nicht möglich, wenn eine korrekte Zählpunktbezeichnung oder die Zählernummer für die angefragte Adresse korrekt ist.

    Der Altlieferant ist dazu verpflichtet, die Zählpunktbezeichnung in seiner Kündigungsantwort anzugeben.
  13. Vollmachten im Wechselprozess
    Um einen möglichst hohen Grad an automatisierten Prozessen zu erreichen, wird davon ausgegangen, dass dem anfragenden Lieferanten eine entsprechende Vollmacht des Kunden vorliegt. Die Vollmacht selbst ist nicht zu übermitteln, kann in begründeten Ausnahmefällen aber angefordert werden. Allerdings unterbricht die Anforderung der Vollmacht selbst nicht den Prozesslauf oder die Fristen, in denen eine Antwort zu erfolgen hat.
  14. Stornierung und Rückabwicklung
    Eine Stornierung kommt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn keine weiteren Prozessschritte durchgeführt wurden. Bei einer Stornierung wird der laufende Prozessschritt abgebrochen (z.B. indem eine eingehende Meldung nicht bearbeitet wird), ohne dass weitere Aktionen erforderlich sind. Stornierungen sind unverzüglich elektronisch zu beantworten, d.h. unverzüglich zu bestätigen oder abzulehnen.

    Hat ein Prozessschritt bereits Auswirkungen auf nachfolgende Prozessschritte entfaltet (z.B. weil eine Meldung bereits positiv/negativ beantwortet wurde), kommt keine Stornierung, sondern nur noch eine Rückabwicklung in Betracht.
  15. Ablauf beim Lieferantenwechsel
    Ein Lieferantenwechsel ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kunde bereits einen bestehenden Stromliefervertrag bei einem anderen Anbieter hat. Dieser ist in diesem Vorgang zunächst zu kündigen und anschließend zum bestätigten Kündigungsdatum eine Netzanmeldung beim Netzbetreiber vorzunehmen. Der Ablauf gestaltet sich dabei wie folgt:
  16. Kündigung beim Altversorger
    Der Lieferantwechsel wird durch die Übermittlung der Kündigung an den Altversorger eingeleitet. Der bestehende Liefervertrag kann dabei zu einem „fixen“ Termin oder zu einem Termin „nächst möglich“ gekündigt werden. Je nach Kündigungsform existieren unterschiedliche Vorgaben zur Beantwortung der Kündigung.

    Der Altlieferant prüft die Kündigung und beantwortet diese entsprechend. Wichtig: Eine Lieferantenkündigung ist auch bei vorheriger Eigenkündigung des Kunden zu akzeptieren, sofern dies der Vertragslage entspricht.

    • Erfolgt die Kündigung auf einen fixen Termin und sollte dieser Termin abgelehnt werden, so muss der Altlieferant folgende Daten übermitteln:
    • Zulässiges KDG-Datum
    • KDG-Frist
    • Angabe, ob der Vertrag bereits durch den Kunden oder einen anderen Anbieter gekündigt wurde.
    • Bei der Kündigung zu „nächst möglich“ muss der abgebende Anbieter die Kündigung bestätigen und das zulässige KDG-Datum übermitteln.
    • Mit Bestätigung der Kündigung muss der Altlieferant den Vorjahresverbrauch mitteilen.

    Nach bestätigter Kündigung ist vom Altlieferanten der GPKE-Prozess „Lieferende“ einzuleiten.
  17. Anmeldung beim Netzbetreiber
    In diesem Schritt wird die Netzanmeldung zum bestätigten KDG-Termin vorgenommen. Die Netzanmeldung ist im Rahmen des Lieferantenwechsels nur in die Zukunft gerichtet möglich. Die Vorlauffrist beträgt dabei 10 WT zum Anmeldedatum.

    Nach Eingang der Anmeldung prüft der Netzbetreiber, ob die Lieferstelle dem anfragenden Lieferanten konfliktfrei zugeordnet werden kann. Ist das der Fall, wird die Netzanmeldung positiv bestätigt. Erst mit dieser bestätigten Netzanmeldung gilt der Kunde als geschaltet.

    Liegen Zuordnungskonflikte vor, so gelten auch hier feste Regeln, die in der GPKE beschrieben sind.

    Nach der bestätigten Netzanmeldung ist der Netzbetreiber verpflichtet, die entsprechenden Messwerte an den Lieferanten zu übermitteln. Der Anfangs-ZST muss also 28 Tage nach dem bestätigten Lieferbeginndatum vorliegen.
  18. Ablauf bei Neueinzug
    • Bei einem Neu-Einzug erfolgt nur eine Anmeldung beim Netzbetreiber, eine vorherige Kündigung eines evtl. Altvertrages ist in der Regel nicht nötig.
    • Ein Neueinzug ist, im Gegensatz zum Lieferantenwechsel, auch rückwirkend möglich. Das Anmeldedatum kann dabei bis zu 42 KT (6 Wochen) in der Vergangenheit liegen.

    Für die Übermittlung der Messwerte (Anfangs-ZST) gilt hierbei eine Frist von 28 Tagen ab dem Tag, an dem die Netzanmeldung bestätigt wurde.
  19. Ablauf bei Einzug aus Ersatzversorgung (ZD2)

     Begriffsklärung
    Eine Entnahmestelle muss grundsätzlich. zu jedem Zeitpunkt X einem Lieferanten zugeordnet sein. Stellt der Netzbetreiber fest, dass eine Lieferstelle keinem Lieferanten zugeordnet ist, erfolgt die Anmeldung zur Ersatzversorgung an den Grundversorger.

    Ein Haushaltskunde kann maximal 3 Monate in Ersatzversorgung sein. Anschließend erfolgt die Belieferung durch den Grundversorger zum Grundversorgungstarif, sofern sich der Kunde in der Zwischenzeit keinen regulären Versorger gesucht hat bzw. mit dem Grundversorger einen Sondertarif abgeschlossen hat.

    Der Grundversorger wird regelmäßig (alle drei Jahre) neu bestimmt. Zum Grundversorger wird dabei der Lieferant bestimmt, der zum Überprüfungszeitpunkt die meisten Zählpunkte versorgt.

    Gewerbekunden mit einem Verbrauch über 10.000 kWh sind nicht grundversorgungspflichtig. Hier erfolgt nur die Ersatzversorgungspflicht. Hat sich der Kunde keinen neuen Versorger gesucht, kann der Grundversorger die Belieferung, die über die Ersatzversorgungspflicht hinausgeht, ablehnen. Die Folge wäre, dass der Netzbetreiber den Zähler und somit den Bezug sperrt.
  20. Ablauf bei Einzug aus Ersatzversorgung (ZD2)

    Auswirkungen auf den Anmeldeprozess
    Wichtig ist die Unterscheidung für uns dahingehend, da damit unterschiedliche Prozesse und Fristen verbunden sind. So ist der Einzug aus Ersatzversorgung bis zu 42 KT (max. 6 Wochen) rückwirkend möglich, die Übernahme aus bestehender Grundversorgung nur im Rahmen eines Lieferantenwechsel (10 WT in die Zukunft) möglich.
  21. Netzabmeldung
    • Im Rahmen der Netzabmeldung erfolgt die Abmeldung einer Entnahmestelle beim Netzbetreiber. Eine Netzabmeldung kann sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit erfolgen. 
    • Abmeldung wegen Lieferantenwechsel : Frist heute + 7 WT
    • Abmeldung wegen Auszug: Frist heute - 42KT

    Nach Bestätigung der Netzabmeldung ist der Netzbetreiber verpflichtet, die End-Zählerstände zu übermitteln. Hierbei gelten folgende Fristen:Lieferfrist End-ZST: 28 Tage nach Bestätigung der Abmeldung
  22. Als Messwert wird....
    ist ein mit einer geeichten Messeinrichtung ermittelter Wert wie z.B. Zählerstand, Lastgang bezeichnet, wobei auch Ersatzwerte als Messwerte gelten. Im entsprechenden GPKE-Prozess „Messwertübermittlung“ werden die Erhebung, Aufbereitung und Weiterleitung von Messwerten beschrieben.
  23. Aufbereitung und Weiterleitung von Messwerten
    Der Netzbetreiber ist grundsätzlich dafür zuständig, die Zählerwerte für die Kunden- und die Netzabrechnung aufzubereiten und an den Lieferanten zu übermitteln.

    Der Zählerstand, der der Netzabrechnung zugrunde gelegt wird, muss zwingend vor der Netzabrechnung übermittelt werden.

    Die Aufbereitung der Messwerte umfasst folgende Aufgaben: Plausibilisierung, Bildung von Ersatzwerten

    Messwerte, die für die Netzabrechnung nicht relevant sind, sind vom NB in gleicher Weise zu behandeln und können dem NB optional übersandt werden.
  24. Bestimmung des Ableseturnus zw. Netzbetreiber und Lieferant
    Sofern zw. NB und Lieferant keine abweichende Regelung getroffen wird, legt der Netzbetreiber den Turnus der Ablesung fest. Der Ableseturnus gilt dabei gleichermaßen für den Turnus der Netzabrechnung.

    Abweichend davon kann der Lieferant einen anderen Turnus bestimmen, sofern er dies mit seinen Kunden so vereinbart hat. Allgemein gilt ein 12-monatiger Ableseturnus, der Lieferant kann mit seinen Kunden aber auch einen monatlichen, viertel- oder halbjährlichen Ableseturnus festlegen und dies so an den NB übermitteln.
  25. Außerturnusmäßige Ablesungen
    Außerplanmäßige Ablesungen können bei Lieferantenwechsel oder bei der Anforderung von Sonderablesungen auftreten.

    Mit einem Lieferantenwechsel ist immer die Anforderung zur Bereitstellung eines ZST verbunden, wobei der NB hier i.d.R. einen geschätzten Ersatzwert liefert.

    Für Zwischenabrechnungen oder zur Überprüfung ungewöhnlicher Abrechnungen kann eine Sonderablesung beauftragt werden.

    Für die Aufbereitung und Übergabe der Zählerwerte gelten die gleichen Grundsätze wie für die Turnusablesungen.

    Bei Zwischenabrechnungen ist der NB verpflichtet, auf Anforderung des Lieferanten die entsprechenden abrechnungsrelevanten Daten zur Verfügung zu stellen.
  26. Geschäftsdatenanfrage
    Der Prozess beschreibt die Anfrage von Geschäftsdaten zu Kunde und Entnahmestelle zwischen zwei Marktpartnern

    Voraussetzung: Kunde hat dem anfragenden eine entsprechende Vollmacht erteilt, sofern sie nicht aus einem gültigen Vertragsverhältnis resultiert

    Anwendungsfälle: Der Kunde oder die Entnahmestelle konnten nicht identifiziert werden oder die Daten liegen dem Anfragenden nicht vor.

    Die Antwort muss spätestens 10 WT nach Eingang der Anfrage erfolgen, in speziellen Einzelfällen kann der Angefragte einen entsprechenden Nachweis zur Berechtigung der Anfrage einfordern.
  27. Übermittlung Kündigung
    Der Neulieferant (LFN) übermittelt die Kündigung an den Altlieferanten (LFA) in Form einer UTILMD

    • Die Kündigung kann zu einem  
    • - fixen Termin
    • - zu einem nächstmöglichen Termin  erfolgen.

    Das Kündigungsdatum ist der Tag an dem der Vertrag beim Altlieferanten enden soll. Dieses kann auch untermonatlich sein.
  28. Prüfung Kündigung
    • Der LFA (Lieferant Alt) prüft die vorliegende Kündigung 
    • Liegt dem LFA bereits eine wirksame Kündigung vor (Kunde oder anderer Lieferant) so ist eine weitere Kündigung zulässig, wenn es der Vertragslage entspricht
  29. 3a. Ablehnung der Kündigung
    Der LFA teilt unter Angabe des Grundes dem Neulieferanten die Ablehnung der Kündigung per UTILMD mit. Dieses hat unverzüglich jedoch spätestens 3 WT nach Eingang der Kündigung zu erfolgen

    Hat der LFN zu einem fixen Termin gekündigt, so muss der LFA mitteilen, zu wann der Kundenvertrag frühestens gekündigt werden kann. 

    Liegt dem LFA eine wirksame Kündigung eines anderen Lieferanten oder des Kunden vor und die Vertragslage lässt eine Kündigung zum gewünschten Datum nicht zu, so teilt der LFA gleichzeitig mit der Ablehnung mit, zu wann der Vertrag gekündigt wurde und ob es sich um einen Kundenkündigung oder Fremdlieferantenkündigung handelt.
  30. Mögliche Ablehnungen:Antwortstatus
    • z12 - Ablehnung Vertragsbindung
    • z34 - Ablehnung Mehrfachkündigung
  31. 3b. Zustimmung der Kündigung
    • Der LFA bestätigt dem LFN die Kündigung per UTILMD.
    • Dieses hat unverzüglich jedoch spätestens 3 WT nach Eingang der Kündigung erfolgen. 
    • Die Kündigung kann 
    • - ohne inhaltliche Änderungen erfolgen
    • - mit inhaltlichen Änderungen erfolgen

    Hat der LFN zum nächstmöglichen Termin gekündigt, so bestätigt der LFA die Kündigung unter Angabe des frühestmöglichen Kündigungstermins.

     Zusätzlich teilt der LFA dem FLN den Vorjahresverbrauch des Kunden mit. 

    Der LFA ist verpflichtet, unmittelbar mit der Bestätigung der Kündigung den Prozess „Lieferende“ beim zuständigen Netzbetreiber anzustoßen. Hat der Kunde selber gekündigt, so ist der LFA verpflichtet, mit Bestätigung der Kündigung an den Kunden, den Prozess „Lieferende“ anzustoßen.
  32. Mögliche Zustimmungen: Antwortstatus
    • Z 01: Zustimmung mit Terminänderung
    • E 15: Zustimmung ohne Korrekturen
    • Z 44: Zustimmung mit nicht bilanzierungsrelevanten Korrekturen

    In Einzelfällen kann auch eine Kombinationsmeldung in Form einer Z01#Z44 erfolgen.
  33. Lieferanmeldung
    • Der Neulieferant meldet den Kunden zur Versorgung beim zuständigen Netzbetreiber an. Dabei hat er anzugeben ob es sich um einen Neueinzug des Kunden handelt oder um einen Lieferantenwechsel.
    •  Ein Neueinzug kann max. 6 Wochen rückwirkend erfolgen. 

    Ein Lieferantenwechsel muss spätestens 10 WT vor Belieferung beim Netzbetreiber eingehen.
  34. Prüfung durch den Netzbetreiber
    Die Prüfung erfolgt in 3 Schritten 

    1.Schritt:  Prüfung ob die Fristen (speziell beim Lieferantenwechsel) eingehalten wurden.

    • 2. Schritt: Prüfung aller sonstigen Voraussetzungen (Lieferstelle korrekt, Zähler-Nr. bekannt, richtiges Netzgebiet etc.).
    • Fällt hier die Prüfung negativ aus, so wird sofort die Ablehnung verschickt.

    • 3. Schritt: Prüfung ob eine Abmeldung bereits vorliegt 
    • - ist die Lieferstelle keinem Lieferanten zugeordnet oder liegt eine korrespondierende Abmeldung vor, so fährt der Netzbetreiber mit Prozessschritt 4b fort 

    - ist die Lieferstelle noch einem anderen Lieferanten zugeordnet und liegt keine korrespondierende Abmeldung vor, so fährt der Netzbetreiber mit Prozessschritt 3a fort
  35. 3a. Informationsmeldung über existierende Zuordnung
    Der Netzbetreiber informiert den Neulieferanten darüber, dass zum gewünschten Anmeldedatum noch ein anderer Lieferant (Altlieferant) der Lieferstelle zugeordnet ist. Daher wird eine Abmeldeanfrage an den Altlieferanten verschickt.

     Hierbei teilt der Netzbetreiber dem Neulieferanten mit um welchen Altlieferanten es sich handelt (E44/Z26 – Informationsmeldung über existierende Zuordnung).
  36. 3b. Abmeldeanfrage
    Der Netzbetreiber übermittelt die Abmeldeanfrage an den Altlieferanten des Zählpunktes.
  37. 3c. Prüfung der Abmeldeanfrage
    • Der Altlieferant prüft die ihm vorliegende Abmeldeanfrage anhand seiner Vertragslage. Hier entscheidet er ob er der Abmeldeanfrage  zustimmt
    • ablehnt
  38. 3d. Beantwortung der Abmeldeanfrage
    Diese muss spätestens 3 WT nach Eingang der Abmeldeanfrage erfolgen. Hierbei gilt: liegt dem Netzbetreiber keine Antwort auf die Abmeldeanfrage vor, so gilt dieses als stillschweigende Zustimmung der Abmeldung. 

    Bei einer Ablehnung der Anfrage muss der Altlieferanten dem Netzbetreiber die Begründung mitteilen, warum er dieser nicht zustimmen kann. Dieses erfolgt entweder mit einer Z12 – Ablehnung Vertragsbindung oder mit Z09 – Transaktionsgrund unplausibel.
  39. Neueinzug
    Ist wie hier bei Neueinzug „Ja“ markiert, wird bei der Gesamtausführung der Schaltungsvorgänge ein Einzug exportiert. 

    Beim Neueinzug muss in den Strominformationen das untere Feld links „Vorversorger“ ungefüllt bleiben und im oberen Feld Vorversorger „Neueinzug“ stehen. Letzteres ist keine Pflichtangabe.

Card Set Information

Author:
huatieulans
ID:
324537
Filename:
Strom 1
Updated:
2016-10-14 17:33:59
Tags:
Schaltung
Folders:
Strom
Description:
Schaltungsbereich
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