Urinstatus

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  1. Welches UM wird beim Urinstatus verwendet?
    • Mittelstrahlurin
    • Morgenurin oder Spontanurin
  2. Was ist der Urinstatus? Wann wird er durchgeführt?
    • Stufendiagnostik -> Nach der makroskopischen und evtl. physikalischen Untersuchung erfolgt die chemische Untersuchung mittels Teststreifen
    • -> bei positivem Teststreifen erfolgt eine mikroskopische und evtl. mikrobiologische Untersuchung
  3. Woraus setzt sich das Sediment allgemein und im Einzelnen zusammen?
    • Zellen:
    •    Erys
    •    Leukos
    •    Platten- und Tubulusepithel, Urothel
    •    
    • Zylinder:
    •    Hyaline-, Granulierte- und Wachszylinder
    •    Zellzylinder

    • Kristalle
    • Mikroorganismen:
    •    Bakterien
    •    Hefen
    •    Trichomonas
  4. Welche Kristalle haben stets pathologische Bedeutung?
    • Cystin
    • Leucin
    • Thyrosin

    -> saurer pH-Wert
  5. Kristalle im sauren Urin
    • amorphe Urate (6 bis neutral)
    • Harnsäure (<6)
    • Calciumoxalat (sauer bis schwach alkalisch)
  6. Kristalle im alkalischen Urin
    • amorphe Phosphate (neutral bis alkalisch)
    • Tripelphosphat (neutral bis alkalisch)
    • Calciumphosphat (alkalisch)
    • Calciumoxalat (sauer bis schwach alkalisch)
  7. Was sind Zylinder?
    Proteinausgüsse von Nierentubuli
  8. Welche Zylinder gibt es? Med. Bedeutung?
    • Hyaline Zylinder: 
    •    kommen bei Gesunden & Kranken vor
    •    physiologisch; körperliche Anstrengung
    •    pathologisch; Fieber, chron. Niereninsuffizienz

    • Granulierte Zylinder:
    •    vz. bei Gesunden
    •    chron.Glomerulonephritis, akutes Nierenversagen

    • Wachszylinder:
    •    immer pathologisch
    •    Nephropathie länger als 4 Wochen dauernd
    •    Transplantatabstoßung
    •    Niereninsuffizienz

    • Zellzylinder:
    •    Ery-Zylinder -> Glomerulonephritis, Nierenfraktur
    •    Leuko-Zylinder -> Pyolenephritis
    •    Epithelzylinder -> intestinelle Nierenerkrankungen (toxisch, allergisch)

    • weitere Zylinder 
    • (Mischformen, Fettkörnchenzylinder, Hefezylinder...) -> immer pathologisch
  9. Welche Erythrozytenformen kann man im Urin finden? Kann man auf die Herkunft schließen?
    • Isomorphe Erys (rund, ähnlich groß,kernfrei); nicht-glomerulär
    • Dysmorphe Erys (mit Deformitäten); glomerulär

    • -> erleiden Deformitäten beim Durchtritt der glomulären Basalmembran
    •     bei Glomerulopathie
  10. Wie werden Erys auf dem Teststreifen nachgewiesen? Störfaktoren?
    • Intakte Erys hämolysieren auf dem Testfeld
    • Hb katalysiert (Peroxidasewirkung) die Oxidation eines Farbstoffes -> grüne Punkte
    • Hb frei -> gleichmäßige grüne Anfärbung

    Störfaktoren:

    falsch ↑ : Myoglobin, bakterielle Peroxidasen, oxidierend wirkende Desinfektionsmittel

    falsch ↓ : hohe Proteinkonzentration, hohe Dichte verhindert Hämolyse
  11. Wie werden Leukos auf dem Teststreifen nachgewiesen? Störfaktoren?
    NW der Granulozytenesterase -> bestimmter ester wird gespalten -> Produkt reagiert mit Kopplungskomponente -> violetter Farbstoff

    Störgrößen:

    • falsch positiv: Medis, starke Urineigenfarbe
    • falsch negativ: Lymphos werden nicht erfasst
    • falsch ↓: starke Protein- oder Glucosekonz.
  12. Welche Auswirkungen hat das Urinmilieu auf das Aussehen von Erys?
    • isoton (pH 6,5) -> normales Aussehen
    • hyperton (pH <6,5) -> Erys schrumpfen (Stechapfelformen)
    • hypoton (>6,5) -> aufgequollene Formen mit Hb-Austritt bis Zellumrisse (Erythrozytenschatten)
  13. Welche Auswirkungen hat das Urinmilieu auf das Aussehen von Leukos?
    • alkalischer Urin -> Leukos lösen sichinnerhalb von Stunden auf (nur Teststreifen möglich)
    • saurer Urin -> gut erhalten
  14. Wie werden Zylinder im Segment gesucht?
    10er Objektiv, Phasenkontrast -> durchmustern von 10 Gesichtsfeldern
  15. Welche Epithelien haben pathologische Bedeutung?
    Tubulusepithelzellen -> Tubulusschädigungen, Viruserkrankungen
  16. Welche Proteine reagieren auf dem Teststreifen?
    Albumin

    Störfaktoren:

    • falsch positiv: Medis, pH starkalkalisch
    • falsch negativ: Anwesenheit von anderen Proteinen als Albumin
  17. Welche NW-Methoden kennen Sie für Proteine  im Urin noch?
    • Sulfosalicylsäure-Probe
    • Urin-elpho
    • immunchemisch (NW spezieller Harnproteine)
  18. Wie werden Bakterien auf dem Teststreifen nachgewiesen? Störfaktoren?
    • NW von Nitrit 
    • -> manche Bakterien reduzieren Nitrat mithilfe der Nitratreduktase zu Nitrit

    Störfaktoren:

    • falsch positiv: Medis, Bakterienkontimation
    • falsch negativ: nitratarme/-freie Kost, Bakterien ohne Nitratreduktase
  19. Welche Bedeutung hat Bilirubin/Urobilirubin im Urin?
    • Bilirubin: Hepatitis, Gallensteine
    • Urobilinogen: Hepatitis, Leberzirrhose, toxisch bedingte Leberschäden

    • Stauung des Gallensaftes
    • -> Bilirubin ↑ (glucuronidiert -> Urin)
    • -> Urobilirubin ↓ (wenig/kein glucoronidiertes Bili kommt zum Darm -> keine Umwandlung)

    • Lebererkrankungen
    • -> Urobilirubin ↑ (Funktionseinschränkung, kann nicht weiter verarbeitet werden)

    • gesteigerter Hb-Abbau
    • -> Urobilirubin ↑  (erhöhter Anfall -> hämolytische Anämie, intravasale Hämolyse)
  20. Nennen Sie eine äußerst wichtige Fehlerquelle beim Bilirubinnachweis?
    • falsch positiv: Medis
    • falsch negativ: Ascorbinsäure in großer Menge, Licht (oxidiert Bilirubin)
  21. Welche Bedeutung hat eine Glucoserie?
    • physiologisch: Schwangerschaft
    • pathologisch: Diabetes mellitus
    •                      Nierenschaden (Tubulopathien, Intoxikationen, Diabetes renalis)
  22. Welchen Stellenwert haben Ketokörper im Urin?
    • Verwertungsstörung von Glucose
    • spezifische Enzymdefekte im Aminosäuren- und Fettstoffwechsel

    => Diabetes mellitus,Hungerzustand
  23. Welche Parameter beinhaltet der Teststreifen?
    • Dichte
    • pH-Wert
    • Leukos
    • Nitrit
    • Proteine
    • Glucose
    • Keton
    • Urobilinogen
    • Bilirubin
    • Erys
  24. Warum wird das Teststreifenscreening durchgeführt?
    Herausfinden von mikroskopisch und mikrobiologisch interessanten Urinproben
  25. Uringewinnung: Zeitpunkt
    • bei Bedarf gelassener Urin
    •   häufig bei Notfalluntersuchungen
    • Morgenurin
    •   1. Morgenurin -> sauer & konzentriert
    •                        -> NW von Bakterien & Proteinen
    •   2. Morgenurin -> durchschnittliche Konz. 
    •                      -> Ersatz für Sammelurin
    • Postprandialer Urin
    •   2h nach KH reicher Nahrung -> Glucose-NW
    • Sammelurin
    •   -> quantitative Harnuntersuchungen 
    •    Sammelbeginn - mit leerer Blase
    •    Sammelende - vollständige Blasenentleerung am Ende der Sammelzeit
    •    Lagerung während der Sammelzeit - dunkel & kühl
  26. Uringewinnung: Technik
    • Mittelstrahlurin:
    • -> chemische, mikroskopische & bedingt bekteriologische Untersuchungen

    • Katheterurin
    • ->

    • Blasenpunktionsurin:
    •  -> steriler Urin

    • Beutelurin:
    •  Säuglinge
  27. Warum werden standardisierte Sedimente durchgeführt?
    Zur genauen Quantifizierung von Bestandteilen des Urinsediments
  28. Fehlerquellen bei der Sedimentherstellung, die zu erhöhten bzw.erniedrigten Zellzahlen führen können.
    • erhöht:      zu viel Überstand abpipettiert (konzentrierter)
    • erniedrigt: zu wenig Überstand abpipetiert (mehr verdünnt)
    •                  zu stark zentrifugiert (Zelltrümmer)

Card Set Information

Author:
Sarah105
ID:
328237
Filename:
Urinstatus
Updated:
2017-02-12 13:55:06
Tags:
Urin KC
Folders:
Klinische Chemie
Description:
Urinstatus
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