Gastroenterologie

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  1. Ösophagusatresie
    • häufige Fehlbildung mit blind endenen Ösophagus, häufige Komb. mit Trachealfistel (85%)
    • Störung der Diff. des prim. Vordarms in Ösophagus, Trachea und Lunge
    • 50% zusätzlich Fehlbildung zB VACTERL Assoziation
    • Klassifikation nach Vogt:

    • 9897038_m
    • häufigste Form Vogt 3b (90%)
    • Klinik:
    • Pränatal häufig Polyhydramnion (Risiko Frühgeburt)
    • Postnatal vermehrte Schaumbildung vor dem Mund
    • Bei Trinkversuch Husten, Zyanose, Aspiration
    • Magensonde lässt sich nicht schieben
    • Diagnostik:
    • Magensondierung
    • RöntgenTx und Abdomen bei liegender Magensonde, vorsichtig wasserlösliches KM geben
    • Therapie: mögl. frühe operative Versorgung wg. Aspirationsgefahr
    • Prognose: abhäng. von GG und Begleitfehlb.
  2. VACTERL Assoziation
    • V: vertebral - Spina bifida, Skoliose
    • A: anorektal - Analatresie
    • C: cardial - VSD
    • T: tracheal - tracheoösophageale Fistel
    • E: ösophageal - Ösophagusatresie
    • R: renal - Nierenagenesie
    • L: limbs - Syndaktilie, Klumpfuß
  3. Gastroösophagealer Reflux (GÖR)
    • physiolog. GÖR: Reflux von Magensäure über den nicht vollst. schließbaren unteren Ösophagussphinkter
    • patholog. GÖR: Refluxepisoden zu häufig oder zu lang
    • GÖR-Refluxkrankheit: Reflux verursacht kl. Symptome oder Ösophagitis
    • erhöhtes Risiko: Mukoviszidose, Asthma, Hiatushernie, Motilitätsstr. d. Ösoph. und neurol. Erkrankungen
    • GÖR bei NG  (40%) sehr häufig und selten behandlungsbedürftig
    • Ätiologie:
    • erhöhter intrabd. Druck
    • klaffende Kardia
    • stumpfer His-Winkel
    • Hiatushernie
    • Kuhmilchproteinallergie
    • Patho: durch Reflux von sauerem Mageninhalt -> Ösophagitis (bis hin zu narbigen Strikturen, Bradyösophag. oder intest. Metaplasie - Barrett-Ösophagus)
    • Klinik:
    • zunächst keine kl. Symptome
    • Symptome nur bei Ösophagitis
    • bei Sgl. vermehrte Unruhe, häufiges Schreien, rez. Erbrechen, ggf. Hämatinbeimengung
    • zT. rein respirator. Symptome mit Stridor, rez. Aspirationspneumonien, Heiserkeit, Apnoen
    • Ältere Kinder - Sodbrennen und epigastr. Schmerzen
    • Komplikationen: Aspirationspneumonien, obstr. Bronchitiden, hämorrag. Ösophagitis, Eisenmangelanämie, Narbige Strikturen
    • Diagnostik:
    • bei sonst gesunden Sgl. eher abwartend
    • Sono - GÖR-Krankheit weder bewiesen noch ausgeschlossen
    • Langzeit-pH-Metrie - sensitivste Methode für sauren Reflux, nichtsaure Refluxe werden nicht erkannt
    • Impedanzmessung - pH-Wert-unabhängige Messung
    • ÖGD mit Biopsie wenn klin. eine Ösophagitis vermutet wird
    • Obere Magen-Darm-Passage - Röntgen-KM von Ösophagus und Magen (Hiatushernien/ Magenentleerungsstörungen/ Ausschl. von Malrotation)
    • Gastroösophag. Szintigraphie mit Tc - geringe Strahlenbelast, geringe Invasivität
    • Therapie:
    • Allgemeinmaßnahmen (OK-Hochlagerung, kein Andicken der Nahrung empfohlen, ggf. kuhmilchfreie Ernährung)
    • Prokinetika (Erythromycin)
    • Säuresuppr. Medis (nur bei endosk. Nachweis einer Ösophagitis,  Omeprazol oder Ranitidin)
    • Operation: Fundoplication, Hemifundoplicatio, Hiatusplastik nur nach Scheitern d. konservat. Therapie
  4. Hiatushernie
    • Durchtritt von Magenteilen aus den Bauch in die Brusthöhle
    • Gleithernie: häufigste Form
    • Paraösophageale Hernie: Kardia bleibt fest an ihrem Platz, Magenfundus schiebt sich an Kardia vorbei
    • Klinik: GÖR, Schleimhautulzeration, Blutungen, narb. Umbau
    • Diagnostik:
    • Obere Magen-Darm-Passage (KM Darstellung)
    • ÖGD mit Biopsie
    • Therapie: retroösophageale Hiatusplastik mit Gastropexie
  5. Ösophagusachalasie
    • funkt. Stenose des unteren Ösophagussphinkters mit abnormer Peristaltik
    • Störung des neuronalen Innervation im Plexus myentericus des Ösophagus
    • Klinik:
    • Leitsymptom - progrediente Dysphagie mit Regurgitationen und Erbrechen
    • Gewichtsverlust, Gedeihstörung häufig
    • retrosternale Schmerzen
    • nächtliche Hustenattacken
    • Diagnostik: Rö-Tx (Mediastinalverbreit., Megaösophagus mit Flüssigkeitsspiegel)
    • ÖGD- Ösophagusdilatat., Enge am unteren Sphinkter
    • Manometrie- Erhöhter Tonus d. unteren Sphinkters, fehlende Relaxation
    • Ösophagusbreischluck - Kalibersprung (Sektglasform)
    • Therapie:
    • Medikamentös - Nifedipin
    • Interventionell - zunächst Versuch der Ballondilatation, ohne Erfolg Ösophagosphinkteromyotomie
    • Komplikation: Rez. Aspirationspneum, Bronchiektasen, stenosierend. Narben
    • Prognose: hohe Rezidivrate, GÖR postoperativ, ehöhtes Ösophaguskarzinomrisiko
  6. Ösophagitis
    • Entzündliche Schleimhautveränderung meist des unteren Ösophagusdrittels
    • Ätiologie:
    • Chemisch - Säure- oder Laugenverätzung
    • Immunologisch - Nahrungsmittelallergie
    • Infektiös - Candida-Ösophagitis
    • Traumatisch - Bestrahlung
    • Systemisch - Morbus Crohn
    • Idiopathisch - Eosinophile Ösophagitis
    • Klinik: Dysphagie, retrosternale Schmerzen, Hämatinerbrechen
    • Diagnostik: ÖGD mit Schleimhautbiopsie und histolog. Nachweis d. Ösophagitis
    • Therapie: Behandlung der Grunderkrankung
  7. Ösophagusverätzung
    • meist durch akzidentelle von Säuren und Laugen
    • meist Kinder zwischen 1. - 4. LJ
    • Laugenverätzung schwerwiegender, perforationsgefährdete Kolliquationsnekrose, sek. bakt. Infekt. möglich
    • Säureverätzung, Ingestion führt zu Koagulationsnekrose
    • Klinik:
    • schmerzhafte Schleimhautschw. im Mund (CAVE reflekt. Schluckakt)
    • schmerzhafte Dysphagie
    • vermehrter Speichelfluss
    • retrosternale Schmerzen u Ebrechen
    • rezid. Hustenfallen
    • Larynx- und Trachealödem, Stridor
    • Gefahr des Schocks
    • Diagnostik: ÖGD, ggf. mit therapeut. Maßnahmen
    • Therapie: kein Ebrechen!
    • Intubation
    • Magenspülung und Belassen der Magensonde
    • Methylpredisolon zur Stenoseprophylaxe
    • Antibiotika, H2-Rezeptor-Antagonisten
    • Analgesie, Flüssigkeitssubst.
    • Komplikation:
    • Früh - Aspirationspneum., Perforation mit Mediastinitis, Sepsis
    • Spät - Fisteln, Strikturen, Stenosen, Karzinome
    • Prognose: Mortalität 5 -14%, Risiko für Karzinom um 1000 faches erhöht
  8. Ösophagusfremdkörper
    • meist Kinder zwischen 6 Mo. und 4 Jahre
    • meist ungehinderte Passage
    • Fremdkörper kann ich an den drei physiologischen Engen verfangen (unterhalb M. cricopharyngeus, Querung d. Aortenbogens, knapp unterhalb d. Zwerchfells)
    • Klinik: meist keine Symptome
    • Schluckstörung, vermehrtes Speicheln, Essensverweigerung, retrosternale Schmerzen
    • Diagnostik:
    • Rö-Tx seitl. inkl. Pharynx
    • Rö-Abdomen Leeraufnahme
    • Therapie: bei feststeckenden Fremdkörpern endoskopische Entfernung
    • immer entfernt werden Mikrobatterien, bleihaltige, quecksilberhaltige Sachen, spitze Gegenstände, Sachen die den Magen nach 3 - 4 Tagen nicht verlassen haben
    • regelmäßige Stuhlinspektion
    • Prognose: 90% passieren den GI-Trakt problemlos
  9. Gastritis
    • häufigste Ursache im Kinderalter H.pylori Infekt. (6% aller deut. Kinder, 45% aller türk. Kinder)
    • akute Gastritis - va. Granulozyten
    • chronische Gastritis - va. Lymphozyten
    • makroskopisch zeigte sich bei H.pylori nouläre Antrumschleimhaut
    • Klinik:
    • Oberbauchbeschwerden und Übelkeit, vorübergehend Anazidität
    • chronische Infekt. meist asymptomatisch
    • Diagnostik: C13-Atemtest (wird durch Urease von H.pylori zu Ammoniak und C13O2 gepalten, bei Kindern unter 6 viele falsch pos. Testergebnisse, Verlaufskont. nach Eradikationstherap.)
    • Helicobacter-pylori-Antigennachweis im Stuhl
    • Serologie - Nachweis von IgA- und IgG AK gegen H.pylori, keine Unterscheid. zw. aktiver und ausgeheilter Infekt.
    • ÖGD mit Schleimhautbiopsie, mit kulturell. Anzüchtung des Keims und Antibiogramm
    • Therapie:
    • Behandelt wird nur d. symptomat. Infekt.
    • Eradikationstherapie - Omeprazol sowie 2 Antibiotika (Amoxicillin und Clarithromycin) über 1 Woche - gelingt in 90% der Fälle
    • Prognose:
    • bei persist. Infektion in 10 - 15% Ulkus,
    • Risiko für Magenkarzinom 3 - 6 fach erhöht, ob Eradikationstherapie Risiko senkt unklar
  10. Hypertrophe Pylorusstenose
    • Postnatal entstehende Hypertrophie der zirkulären Mukulatur des Pylorus
    • Jungen viermal so häufig betroffen
    • genaue Ätiologie unklar, genet. Diposition
    • verminderung inhibitor. Nervenzellen -> sek. muskuläre Hypertrophie des Pylorus
    • Klinik:
    • beginnt in 2. - 6. Lebenswoche
    • Leitsymptom - schwallartiges Erbrechen
    • Kinder sind hungrig, trinken gierig, bekommen Schmerzen und erbrechen
    • ggf. sichtbare Magenperistaltik
    • zT. palpabler Pylorus
    • schwere Gedeihstörung und Dehydratation mit hypochlorämischer Alkalose (DD agrogenitales Syndrom - hyperkaliämische Azidose)
    • Diagnostik:
    • hypochlorämische Alkalose
    • Hypokaliämie
    • Sono - Nachweis typ. Pyloruskokarde, Zunahme des Querdurchmessers und Verlängerung des Pyloruskanals, Magen ist dilatiert
    • Röntgen-Abdomen mit KM meist nicht erforderlich
    • Therapie:
    • Pyloromyotomie nach Weber-Ramstedt (Längsspaltung d. Muskulatur bis auf Schleimhaut)
    • Präoperative Rehydrierung und Elektrolytausgleich
    • Prognose: nach Therapie ausgezeichnet
  11. Duodenalatresie und Duodenalstenose
    • bei einem Drittel der Pat. liegt ein Down-Syndrom vor
    • Klinik:
    • Polyhydramnion in 50%
    • Postnatal hoher Ileus mit schwallart. Erbrechen bei fehlendem Mekoniumabgang (galliges E bei Verschluss dist. der Papilla vateri)
    • vorgewölbtes Epigastr. und sichtbare Peristaltik
    • bei Stenose spätere klinische Manifestation
    • Diagnostik:
    • pränatale Sonographie
    • Röntgen-Abdomenleeraufnahme im Hängen (Double-Bubble-Phänomen)
    • Therapie: operative Duodenoduodenostomie
  12. Atresie und Stenose von Jejunum und Ileum
    • Klinik:
    • 25% Polyhydramnion
    • in 36 h postnatal Bild des mittelhhen Ileus mit galligem Erbrechn bei fehlendem Mekoniumabgang
    • geblähtes Abdomen
    • Dysnpoe bei Zwerchfellhochstand
    • schwere Dehydratation mit Gewichtsabnahme und Hypochlorämie
    • Diagnostik:
    • Pränatale Sonographie
    • Röntgen-Abdomenleeraufnahme im Hängen (Nachweis von Luft-Flüssigkeitsspiegeln)
    • Therapie: Resektion der atretischen oder stenotischen Darmanteile und End-zu-End-Anastomose

Card Set Information

Author:
Anonymous
ID:
330899
Filename:
Gastroenterologie
Updated:
2017-04-29 10:44:02
Tags:
Pädiatrie
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Pädiatrie
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