V24. Psychopathologie

Home > Preview

The flashcards below were created by user catfood on FreezingBlue Flashcards.


  1. befunderhebung bei psychischen störungen
    • beobachtung, sprache als wichtige werkzeuge
    • kaum diagnose-gebende laborparameter oder bildgebende befunde
    • aber: somatische untersuchung wichtig zum ausschluss anderer ursachen psychischer störungen
    • -> ist immer eine ausschlussdiagnose
  2. zeichen vs symptome
    • symptome, deren vorhandensein nicht festgestellt werden kann, können nur erschlossen werden
    • DSM-5
    • zeichen: objektive manifestation eines pathologischen zustandes (katalepsie)
    • symptom: subjektive manifestation eines pathologischen zustandes (stimmenhören)
  3. deskription
    • auch deskription nicht frei von vorannahmen! -> muss möglichst frei von zb wissenschaftlichen annahmen sein (bsp gewisse patientengruppre für studie interessan: gehäuftes auftreten von stimmenhören)
    • beziehungsaspekt: phänomene der übertragung & gegenübertragung (auch aufgrund davon kann man die diagnose erfahren)
  4. realdefiniton psychischer krankheiten
    • der pat hat eine krankheit
    • objektive, fotografische abbildung des krankhaften sachverhaltes
    • naturwissenschaftlich fassbar
    • kahlbaum -> kraepelin: natürliche krankheitseinheiten
  5. normaldefinition psychischer krankheiten
    • erfassung der aktuellen wissenschaftlichen wertigkeiten von subjektiven und objektiven momenten bei der psychopathologischen befunderhebung
    • DSM-IV, ICD-10 -> abschaffung von begriffen wie endogenität, neurose (wahrscheinlich nur bei den genetisch bedingten depressionen antidep. helfen, bei den neurotischen nicht so stark)
    • nicht: was ist schizophrenie, sondern; unter welchen umständen sprechen wir von schizophrenie?
  6. karl jaspers
    • erklären vs verstehen (statisch/phänomologisch <-> genetisch)
    • klare begrifflichkeit
    • psychische vorgänge nur über den ausdruck bzw äusserungen des erlebenden erfassbar
    • ganzheit: biografisch gewordene einzigartigkeit
  7. kurt schneider
    • klinische psychopathologie
    • deskriptiv-analytisch
    • sorgfältig klinisch begründete, möglichst trennscharfe psychopathologische begrifflichkeit als richtschnur
    • symptome ersten (simmenhören mit befehlen, ich-störungen) und zweiten (formale denkstörungen) ranges -> DSM-IV / ICD-10 (operationalisierung!)
  8. sinnestäuschungen
    • wahn: fehlinterpretaitonen/-informationen in seine gedanken integrieren. illusionen oft vorbote von einem wahn, muss aber nicht krankhaft sein
    • illusionene, verkennung: bsp kind im erlkönig
    • halluzinationen: kann jedes sinnesgebiet erfassen
  9. halluzinationen
    • akoasmen: klopfen, schnalzen, hämmern,...
    • körperhalluzinationen: ziehen, einfach missemfpindungen bis sachen in sich
    • taktile H: berührung nicht vorhanderen objekte empfunden
    • zoenästhesien: qualitativ abnorme, fremdartige, negativ getönte leibesensationen (ziehen, ..)
    • -> akustische und taktile, visuelle eher bei LDS oder delirium
  10. wahn
    • krasse fehlbeurteilung der realität, die mit weitgehend erfahrungsunabhängiger gewissheit vertreten wird, auch wenn sie im widerspruch zur wirklichkeit der mitmenschen steht
    • wahnsymptome: wahnstimmung, - wahrnehmung (nimmt das heraus, was in das schema passt), -einfall, -gedanken, systematisierter wahn, wahndynamik.
    • wahntemata: beziehungsw. (andere schauen komisch), verfolgung, eifersucht, querulanten (behörden)
  11. ich-störungen
    • derealisation (umwelt fremdartig, unvertraut) & depersonalisation (dto für eigene person)
    • symptome ersten ranges: gedankenausbreitung (andere wissen, was man denkt), gedankenentzug, gedankeneingebung: von-aussen-gemacht
  12. denken und sprechen
    • inhaltliche (wahnthemata) vs formale denkstörungen (verlangsamt, gehemmt)
    • hemmung, verlangsammung
    • weitschweifigkeit, einengung, ideenflucht (eine idee nach der anderen)
    • grübeln, gedankendrängen
    • vorbeireden
    • inkkohärenz: zusammenhang und verständlichkeit geht verloren, max sprachzerfall und paragrammatismus
  13. antrieb und zielgerichtetheit
    • unterformen von schizophrenie: kein schwung, antrieb.
    • -> antrieb, wille, intentionalität
  14. antrieb
    lebensenergie, schwung, erkennbar an aktivitätsniveau, psychomotorik -> antriebsarmut, -hemmung, -steigerung
  15. wille
    bedeutungslos, da schwer definierbar, frage: gibt es einen freien willen? befehlsautomatismus, negativismus
  16. intentionalität
    fähigkeit in unmittelbare und weitere zukunft handlungsstrategien zu entwerfen
  17. affektvität
    • stimmung: überdauernde, allenfalls in langwelligen schwankungen verändernd
    • affekt: kurz, spontan, aus der jeweiligen situation
    • begriffe: depressivität, angst, störungen der vitalgefühle, affektarmut/-starre, innere unruhe, klagsamkeit, euphorie / dysphorie
    • ambivalenz: gleichzeitge existenz wiedersprüchlicher gefühle
    • parathymie: gefühlsausdruck und erlebnisinhalt nicht kongruent
    • affektlabilität -> affektinkontinenz (rascher wechsel)
  18. psychomotorik
    stupor, parakinesien, manieriertheit
  19. stupor:
    kommunikationsstörung, dh keine reaktion auf versuche der kontaktaufnahme
  20. parakinesien
    • oberbegriff: bez. verschiedene, teils komplexe störungen im bewegungsablauf, gestik und mimik.
    • stereotypien: sich wiederholende sprachliche und motorische äusserungen.
    • verbigeration: kontinuierliches widerhohlen von stereotypischen sätzen
    • haltungsstereotypien: max. flexibilitas cerea
  21. manieriertheit
    posenhaft, verschobenes verhalten
  22. zwang
    • von patienten, obwohl als unsinnig (ich-dyston) erlebt, kaum unterdrückbar. wenn man sie unterdrücken will, entstehen angstgefühle. kann den alltag massiv einschränken.
    • obessions: zwangsdenken, sich aufdrängende gedanken und vorstellungen, zb sexuelle inhalte.
    • compulsions (führen allenfals zu kurzer erleichterung): zwangsimpulse, handlungen sollen zb zur kontrolle ausgeführt werden, ausstossen obszöner worte (koprolallie), z.handlungen, durchführung ritualisierter handlungen, wasch- und kontrollzwang.
  23. psychopathologische befund
    • psychostatus
    • prägnant, dh kondensation der phänomene
    • wenn möglich keine anamnestischen angaben (aufmerksamkeit, auffassung überprüfen)
  24. syndrome
    • symptomverbände
    • bsp: katatones, maniformes, depressives, organisches psychosyndrom, halluzinatorisches (kann in verschiedenen rahmen auftretten, schizophren, drogen, organisch bedingt).
    • -> (verdachts-)diagnose

Card Set Information

Author:
catfood
ID:
331435
Filename:
V24. Psychopathologie
Updated:
2017-05-13 10:36:04
Tags:
24
Folders:

Description:
psychopathologie
Show Answers:

Home > Flashcards > Print Preview