Block 5 SJ3

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  1. Aus welchen Zellen besteht die Leber? ungefähre Anteile?
    • aus Hepatozyten 60-80% und nicht-hepatozyten 20-40%
    • Nicht-Hepatozyten:
    • Endothelzellen
    • Kupferzellen
    • Lymphozyten
    • Gallengänge —> 5%
    • Sternzellen —> weniger als 1%
  2. Aufgaben der Leber?
    • Filtern
    • Speichern
    • Entgiften
    • Ausscheiden
    • Synthetisieren
    • Stoffwechsel
  3. Was machen die Sternzellen in der Leber? Synonym?
    • Sternzellen haben die Funktion Vitamin A in der Leber zu speichern.
    • Synonym: Ito-Zellen
  4. Was wird in der Leber synth.? Relevante Halbwertszeiten?
    • Albumin —> Halbwertszeit von 21 Tagen
    • Gerinnungsfaktoren: Halbwertszeit von Stunden. Parameter ist FV weil Vit. K unabhängig.
    • Komplementfaktoren
    • Apolipoproteine.
    • CRP
  5. Welche Enzyme sagen etwas über die Leber aus? Werden getestet?
    • ASAT —> Hepatozytenschaden, unspezifischer als ALAT
    • ALAT —> Hepatozytenschaden
    • alk. Phosphatase —> Hinweis auf Gallenwegproblematik wenn erhöht.
    • gamma-Glutamyltransferase —> Gallenwegproblematik, Alkohol, Medikamente, Adipositas.
  6. Welche 3 Stoffe werden Hauptsächlich in die Galle ausgeschieden und was ist die Folge bei einem schlechten Verhältnis der Stoffe?
    • Cholesterin, Gallensalze und Phospholipide über 3 verschiedene Transporter.
    • Wenn Verhältnis nicht stimmt kann es zu Gallensteinen kommen.
  7. Was macht FXR? FGF15? In welchen Zusammenhang relevant?
    FXR ist ein Rezeptor, welcher durch Gallensäure im Enterozyt aktiviert wird und zur Expression von FGF-15 führt. FGF-15 hemmt die Synthese von Gallensalzen im Hepatozyt, was sinnvoll ist, da im Rahmen des enterohepatischen Kreislaufs die Gallensäure schon wieder gewonnen wurde.
  8. Morbus Wilson?
    Durch ein Gendefekt des Wilson Disease Protein kann Kupfer nicht in die Galle ausgeschieden werden. Dadurch mitochondrieller Stress und Untergang der Hepatozyten. Leberzirrhose.
  9. Beispiele für Phase I und Phase II Enzyme?
    • Phase I: CYP3A4 —> wichitgster Vertreter der Cytochrome, CYP2E1 —> Abbau von Alkohol.
    • Phase II: (sind vor allem Transferasen) UGTs —> z.B. UGT1A1 für den Abbau von Bilirubin
  10. Abbau von Ethanol? Welche 2 Wege? Japanische Bevölkerung? Antagonist im Abbau, Name + zu welchem Zweck?
    • Ethanol durch Aldehydehydrogenase zu Acetaldehyd, durch Acetaldehyddehydrogenase zu Acetat —> in Krebszyklus Acetyl-CoA = Energie.
    • alternativer Weg über CYP2E2 (induzierbar) auch zu Acetaldehyd.
    • japanische Bevölkerung Mutation in Acetaldehyddehydrogenase.
    • Antagonist der Acetaldehyddehydrogenase —> schlimme Beschwerden, da Acetaldehyd hoch toxisch, Alkoholiker verzichten auf Konsum.
  11. Wie lange oberer Ösophagussphikter offen, wieso? Wie lange von Mund in Magen?
    • nur 300-400 ms unabhängig von Bolusgrösse —> damit kein Reflux aus dem Magen!
    • Passage dauert etwa 10-15 sek.
  12. primäre vs sekundäre Ösophagus Peristaltik?
    • primäre: nach Schlucken
    • sekundäre: bei Dehnung (z.B. zum Verhindern von Reflux aus dem Magen) reflektorische Kontraktion.
  13. Deglutitiv?
    Das Schluckend betreffend.
  14. Achalasie?
    durch zerstörte neurale Zellen, welche Peristaltik im Ösophagus steuern, kann Nahrung nicht mehr nach unten befördert werden, weil das Signal nach dem oberen Ösophagus Sphinkter versandet. Darum auch kein Öffnen des unteren Ösophagussphinkter, dadurch Stauung Nahrungsresten, welche sich anfänglich als Dysphalgie bis zu Brustschmerz mit Nahrungsrestenaufstossen äussern. Wird häufig mit Refluxkrankheit verwechselt!
  15. Welche 2 Methoden gibt es zur Messung der Magenentleerung?
    • Szintigraphie —> Radioaktive Boli werden verabreicht und dann in Magenregion Menge der Strahlung über die Zeit gemesssen. Verlauf gibt Aufschluss über die Magenentleerung. Nachteil: ionisierende Strahlung.
    • Magen MRI —> Über mehrere Stunden Messung des Magenvolumens, schauen Verlauf. Nachteil —> Aufwändig besetzt MRI für mehrere Stunden. Aber keine Strahlenbelastung.
  16. Welche Arten der Dysfunktion kann der Magen aufweisen?
    • Akkomodationsstörungen (Dyspepsie) —> kann viele Ursachen haben! Symp.:Übelkeit, Aufstossen, Sodbrennen, retrosternaler Schmerz, Völlegefühl.
    • Magenentleerungsstörungen (Gastroparese) —> Motalitätsstörungen bei welchen Mabgen hypoton oder schlaff ist. Nahrungsbestandteile verweilen im Magen.
  17. Mögliche Verfahren zur Messung der Colontransitzeit?
    • Mittels Sitzmarks —> röntgensichtbaren Tabletten, während 6 Tage 1 Tablette, 7. Tag Röntgen, Anzahl sichtbare Kapseln gibt Aufschluss wie schnell Colontransit
    • wie bei Magen —> Szintigraphie
  18. Gastrocolischer Reflex?
    Nach der Mahlzeit muss man aufs WC —> Ursache ist die Magendehnung, welche einen Reiz setzt für die Erhöhung der Motalität im Colon, darum aufs WC (Nahrungsbestandteile sind aber nicht die, welche man gerade gegesssen hat!)
  19. schlaf vs wach Zustand und Colonmotalität?
    • im Schlafzustand weist Colon keine Motalität auf
    • im Wachzustand hat Colon seine Motalität.
  20. Was ist die Hauptfunktion des Colons?
    • Resorption von Wasser
    • Transport und Elimination von Nahrungsresten, auch mit Hilfe der Flora (Abbau von Cellulose etc.)
  21. Ruhedruck, Klemmdruck, Relaxation? Anus?
    Messung mittels Katheter dieser Drücke —> Ruhe wenn normal Verschlossen, Klemm —> wenn aktives Zusammenziehen des externen Sphinkter. Relaxaton beim Stuhlgang!
  22. Welche Möglichkeiten für Laxantien gibt es?
    • Ballasstoffe —> Nahrung und Zusätze
    • Osmotische Laxantien —> Salze, Zucker und Polymere
    • Motalitäts und Sekretions beeinflussende Substanzen —> Senna
    • Einläufe —> weichen den Stuhl ein und bewirken eine Darmentleerung.
  23. Beispiele für Balaststoffe? Wirkung? Nebenwirkungen? In Kombination mit was sinnvoll? Maximale Menge?
    • Früchte —> Aprikosen und Pflaumen getrocknet haben viel, Apfel wenig. Reis auch sehr wenig Balaststoffe aber Mais sehr viel, auch Weizen. Spezifische Zusätze für Balaststoffe.
    • Wirkung: wirkt als Laxantium, Nebenwirkung in Form von Blähung, weil zum Teil Gährung durch Bakterien statt findet.
    • Wirkt nur verzögert und wenn mit Kombination Wasser!
    • max. 30 g/d —> sonst überwiegend Blähungen.
  24. Welche Osmostischen Laxantien gibt es? Vor und Nachteile?
    • Salze —> können zu Hypernaträmie führen, Flüssigkeitsverlust möglich.
    • Zucker/Zuckeralkohol —> Spaltung durch Darmbakterien, Fettsäuren werden gut resorbiert, aber Blähungen (Unwohlsein), aber auch Anregung der Motalität durch Gas, Flüssigkeitsverlust auch Elektrolyt.
    • Polymere —> kein Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyt, bekanntestes: Polyethylen-Glykol.
  25. Was machen Rizinusöl, Senna etc.?
    Motilitäts + Sekretionssteigerung: Spaltung durch Darmbakterien, freisetzen aktive Metabolite, diese bewirken Steigerung der Kontraktionen und fördern Sekretion oder hemmen Rückresorption.
  26. Prucalopride? Wirkungsmechanismus?
    ein 5-HT4-Agonist —> 5-TH4 ist ein Rezeptor auf der Präsynapse, welcher Wiederaufnahme von Acetylcholin im Spalt zu der neuromuskulären Platte hemmt. Wirkt so also stimulierend auf die Motalität.
  27. Wirkung von Lubiproston?
    Ist ein Chloridkanalaktivator (CIC2) im Enterozyt, dadurch gelangt mehr Chlor ins Darmlumen, was bewirkt, dass mehr Flüssigkeit im Lumen, wirkt dann abführend.
  28. Linaclotide?
    Ein cGMP Aktivator im Enterozyt —> Steigerung des cGMP-Spiegel = 2 Effekte —> 1. Einbau von Mehr Chlorkanälen, also mehr Flüssigkeit und Chlor im Lumen. 2. Hemmung der basalen Schmerzrezeptoren im Enterozyt.
  29. Welche Laxativa sind geeignet für Langzeittherapie? Welche für den kurzfristigen Einsatz?
    • Balaststoffe und Polimere
    • kurzfristig: Salze und Stimulantien, weil rasche Wirkung, auch Einläufe.
  30. Welche Mediakmente kann man bei der aktuen Diarrhoe einsetzen?
    • Opiate
    • Bismuth
    • Adsorbierende Substanzen
    • Octreotid
  31. Loperamid? Handelsname? Wirkung
    • Opiat, welches bei Diarrhoe eingesetzt wird.
    • Handelsname: Imodium
    • kaum zentral aber periphere Wirkung
  32. Wann sollte auf den Einsatz von Opiathen gegen Diarrhoe verzichtet werden?
    • Bei febriler Diarrhoe —> Bein Infektion, sinnvoll dass Erreger ausgeschwemmt wird.
    • Bei blutigem Stuhlgang —> Finden der Ursache steht im Vordergrund
  33. Bismuth Subsalicylat? Einsatz? Effekte?
    • Wirkung gegen Diarrhoe—> Einsatz bei aktuer infektiöser Gastroenteritis.
    • Effekte: reduziert Stuhlgang um 50%, Rückgang Vomitus.
  34. Beispiele für Adsorptiva? Wirkung?
    • aktiv-Kohle, Silikate
    • binden Wasser im Darmlumen
    • oft in Kombination mit Loperamid verwendet.
  35. Mittel der Wahl bei akuter und chronischer Diarrhoe?
    Loperamid
  36. Welche Reize stimulieren das Brechzentrum?
    • Psychische Reize (ZNS)
    • Bewegung, Position (H1 Rezeptoren)
    • Medikamente (Dopmain-Rez. D2)
    • Urämie (Dopamni-Rez. D2)
    • Magendehnung
    • Peritonale Reizung
  37. Was ist ein Prokinetika? Wirkung? Prominente Beispiele? Wirkstoff?
    • Prokinetika sind Arzneimittel, welche Gastrointestinale Motilität fördern. Wirkung über Blockade des D2 Rezeptors, führt zur Motalitätssteigerung, was dem Erbrechen entgegen wirkt.
    • Prominente Wirkstoffe: Metoclopramid (Primperan) und Domperidon (Motilium).
  38. Ondasetron? Handlesname? Wirkung? Einsatz?
    Zofran, blockeirt 5HT3-Rezeptoren, dadurch wird der Magen schneller entleert, Reize für Nausea kleiner. Wirkt auch zentral, darum Einsatz auch bei Chemotherapie (zentralinduziert).
  39. Welche 4 Strategien haben Antiemetika (nicht zentral)?
    • Steigerung der Darmmotilität (Metoclopramid, Domperidon)
    • beschleunigte Magenleerung (Ondansetron)
    • Sekretionshemmung im Magen (Hyoscinbutylbromid, Octreotid)
    • Reduktion der Entzündung mittels Steroiden (Dexamethason) —> Wirkung auch zentral!
  40. Welche Medikamente wirken antiemetisch über das Brechzentrum?
    • Cyclizin/Dimenhydrinat —> Antihistaminika H1
    • 5HT2-Antagonist —> Levomepromazin
  41. Welche Medis zentrale antiemetische Wirkung?
    • Brechzentrum: Antihistaminka, Levomepromazin
    • Chemorez. TriggerZone: Dopaminantagon. + Ondasetron
    • Cerebraler Cortex: Benzo, Cannabinoide, Steroide.
  42. Welche Zelltypen gibt es im Magen und was ist ihre Funktion?
    • Paritetalzellen —> Magensäure- und Intrinsicfactorproduktion
    • Nebenzellen —> Produktion von Mucin und Ausschüttung ins Lumen
    • Hauptzellen —> Synthese von Pepsinogen und deren Ausschüttung
  43. Wie wird die Parietalzelle reguliert? Welche Hormone und Zellen, welche sie produzieren?
    • Stimulatoren: Gastrin (G-Zelle), Histamin (ECL-Zelle), Acetylcholin (N. vagus)
    • Inhibitoren: Somatostatin (D-Zelle)
    • alle beeinflussen Pepsinogensynthese indirekt durch Regulation des cAMP-Spiegels
  44. Wie wird die D-Zelle reguliert?
    • Stimulus durch H+
    • Inhibition durch Gastrin
  45. Wie wird die G-Zelle reguliert?
    • Stimulation durch Ach
    • Inhibition durch Somatostatin
  46. Wie wird die ECL-Zelle reguliert?
    • Stimulatino durch Ach
    • Inhibition durch Somatostatin
  47. Welche Möglichkeiten hat man um die Säuresekretion in den Belegzellen zu hemmen? Vor- bzw. Nachteile?
    • Mittels Hemmung des H2 Rezeptors auf Belegzelle (Histamin stimuliert Sekretion). Wirkstoff: ranitidin (Zantic).
    • Protonenpumenhemmer (PPIs) —> Omeprazol (Antra), weniger H+ ins Lumen gepumpt, irreversible Hemmung der Pumpe!
    • PPIs sind viel effektiver als die Histamin-Rez. Antagonisten.
  48. Sollten PPIs bei Bedarf oder 1x täglich eingenommen werden?
    Studien belegen, dass die tägliche Einnahme den Heilungsprozess steigern oder Rückfallrisiko minimieren. Keine Symptome bedeuten nicht, dass Heilung stattgefunden hat. Läsion kann weiterhin bestehen.
  49. Wie viele Pat. weisen bei PPIs Nebenwirkungen auf? Welche?
    • 1-3%
    • Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Diarrhö - Obstipation, Blähung, Exantheme, Schwindelgefühl.
    • schwere NW:
    • interstitielle Nephritis und weitere Nierenerkrankungen.
    • Demenz
    • Karzinome —> eigentlich keine Assoziation gefunden, nur in der Theorie.
    • Ausfall Säurebarriere —> GI Infektion, Clostridium difficile verursachte Colitits, Pneumonien (weil die PPIs die Funktion der Lysozymen in den Granulozyten stört), bakterielle Peritonitis (umstritten, ob Kausalität vorhanden).
  50. Langfristige Nebenwirkungen von Säurehemmern?
    • Malabsorption von Fett, Vitaminen (besonders B12!) und Mineralien (Eisen, Calcium, Mg2+)
    • Medikamenteninteraktion —> Cyt. P450 (selten) und evt. mit Clopidogrel (nicht bestätigt).
  51. Wie lange dauert es bis die Vit.B12 Speicher erschöpft sind? Bei wem geht es schneller?
    3-4 Jahre Dauer bis Speicher erschöpft sind. Bei Pat. über 65 sind Speicher schneller leer.
  52. Welchen Zusammenhang haben PPIs und Osteoporose?
    Hohe Dosierungen von PPIs erhöhen das Risiko für eine Schenkelhalsfraktur um ein 2-3 Faches. Besonders bei Älteren Patienten ein Problem! Darum bei langfristiger Gabe aufteilen in mehrere dafür niedrig dosierte.
  53. Atenatal? atenatale Faktoren?
    • Frühgeburtlich
    • Soziale Faktoren —> Stress, Alter Mutter, körperliche Arbeit
    • Mütterliche Faktoren —> Infektion, Anämie, Diabetes, Suchtmittelabhängigkeit, Unterernährung
    • Fetale Faktoren —> Mehrlinge, Fehlbildung, Hypotrophie, Infektion
  54. Welche Proteasen werden von der Pankreas gebildet?
    Trypsinogen, Chymotrypsinogen und Procarboxypeptidase
  55. Was und wo schneidet Trypsin?
    Trypsin schneidet Peptide nach basischen AS (Arginin und Lysin) im Dünndarm
  56. Wo liegt die Gangzelle, was ist ihre Funktion und wie wird sie reguliert?
    • Die Ganzelle kommt in dem Pankreas vor, sie produziert Bicarbonat und dient der Neutralisation des sauren pH-Wertes.
    • Reguliert wird sich durch cAMP Spiegel, welcher durch Sekretin oder VIP hochreguliert wird.
  57. Wo liegt die Acinuszelle, welche Funktion hat sie und wie ist sie reguliert?
    • Die Acinuszelle liegt in der Pankreas und produziert hydrolytische Enzyme und Proenzyme.
    • Sie wird durch Ca2+ Spiegel reguliert, welcher sich bei Ach (N. vagus) erhöht.
  58. Wie Trypsin im Pankreas gespeichert? Was passiert wenn es in Dünndarmlumen gelangt?
    Als Trypsinogen in Zymogengranulas gespeichert. Freisetzung und gelangen in Dünndarm wo Enterokinase (welche auf Enterozyten sitzt) Trypsin spaltet. Durch Spaltung Trypsin, welches sich jetzt auch autoaktiviert. Trypsin selber aktiviert andere Enzyme im Darmlumen —> Chymotrypsin, Elsastase, Carboxylpeptidase, Phospholipase.
  59. SPINK1?
    Ein Serinprotease-Inhibitor, welcher die Aktivierung von Trypsniogen zu Trypsin verhindert und auch das Trypsin andere Verdauungsenzyme aktiviert!
  60. Ursache für akute Pankreatitis?
    • 40-50% Gallensteine, welche die Papilla duodenalis major verstopfen —> Cholesterinsteine, Billirubinsteine, Gemischte.
    • 20-30% Alkohol —> gibt keine Grenzwerte!! Braucht aber Co-Faktoren —> RAUCHEN. Beides mit Dosis-Wirkungsbeziehung! 5% aller schweren Alkoholiker entwickeln eine Pankreatitis.
    • 20-40% Seltener: Trauma, Steroide, Mumps, Autoimmun (IgG4), Skorpiongift, Hyperlipid, ERCP (Endoskopuntersuchung Gallengang + Pankreasgang) 1-10%!, Drogen/Medikamente. Zum Schluss idiopathisch —> Mutationsbedingte Herditäre Pankreatitiden —> Trypsin/Trypsniogenbeeinflussung.
    • Merkspruch: Get smashed
  61. Was ist wichtig bei idiopathischen Pankreatitiden? Bekannte Erkrankung wo Pankreatitis auch entstehen kann?
    • Da diese Pat. ein hohes Risiko für Karzinomentwicklung haben —> Muss man diese gut monitorisieren, alle 2-3 Jahre!
    • Bekannte Erkrankung: CFTR-Gen Mutation —> macht das Sekret nicht gut aus Pankreas raus sekretiert wird —> chronische Pankreatitis.
  62. Neben der Gallensteinobstruktion als Ursache der Pankreatitis, an welche weitere obstruktive Ursache ist zu denken?
    Pankreaskarzinom, welche die Pankreasgänge abdrückt!
  63. Nenne drei häufigsten hereditären Pankreatiden und ihre Ursachen?
    • Spink1-Gen ist mutiert, fugiert als PSTI (pancreatic secretory trypsin inhibitor —> wenn nicht mehr Hemmung von Trypsin, überexprimiert = Autolyse.
    • CFTR-Gen Mutationen —> Viskosität Sekret im Pankreas erhöht, verursacht hydrostatischer Schaden + pH-Abfall, was die Autoaktivierung von Trypsin begünstigt.
    • PRSS1-Gen (autosomal dominant) —> Trypsin wird nicht mehr inaktiviert (resistent).
  64. Ursachen für eine chronische Pankreatitis? Merkspruch?
    • Tigaro
    • T: toxisch metabolisch —> vor allem Alkohol, Medikamente
    • I: idiopatisch —> weiss man noch nicht
    • G: genetisch
    • A: Autoimmun
    • R: rezidivierende akute Pankr.
    • O: Obstruktion
  65. Definition der akuten Pankreatitis?
    • 2 von 3 Kriterien müssen erfüllt sein
    • 1. akute reversible typische abdominelle Schmerzen
    • 2. Messung der Lipase im Blut —> deutlich erhöht
    • 3. (nach Untersuchung 1 und 2) Veränderungen Drüsen im US oder CT sichtbar.
  66. Typische Symptome bei einer akuten Pankreatitis?
    • Starke abdominelle Schmerzen, gürtelförmig
    • Übelkeit, Erbrechen
    • Meteorismus —> übermässige Ansammlung von Gasen im Darm mit entweichen über natürliche Ventile (Aufstossen, Windabgang)
    • Aszites
    • Subileus
    • Fieber
    • leichter Ikterus
  67. Welche 2 Zeichen sind bei einer akuten Pankreatitis ein ungünstiges Zeichen?
    • Grey-Zeichen —> blaue seitliche Verfärbung am Bauch
    • Cullen-Zeichen —> Periumbilikal auftretende bläuliche Flecken
    • Mortalität 37%!
  68. Welche Verlaufsformen der akuten Pankreatitis gibt es? Häufigkeit? Letalität?
    • ödemantös: 90%, Letalität unter 1%
    • Hämorrhagisch-nekrotisieren: 10%, Letalität 20-50%
  69. Was macht eine aktute chronische Pankreatitis z.B. bei Gangruptur für lokale Komplikationen?
    • Durch Anschwellen des Pankreas:
    • Obstruktion des Duodenums
    • Obstruktion der Portalvene mit Thrombose
    • Obstruktion der Gallengänge mit Ikterus
    • Obstruktion der Milzvene mit Thrombose
    • Magenobstruktion
  70. Therapie bei akuter Pankreatitis?
    • Volumengabe! bis 12 L am Tag
    • Entfernung des nekrotisierten Gewebe, wenn infiziert.
  71. Wie viel ist ein Standardglas?
    10g reiner Alkohol, entspricht einer Stange Bier, einem Glas Wein oder einem Schnapsgläsli.
  72. Ab wann hat man Risikoreicher Alkoholkonsum?
    • Gefährung anderer durch Konsum (Verkehr)
    • chronischer Konsum 2(w)/3(m) Standardgläser / Tag
    • episodisches Rauschtrinken: 4(w)/5(m) Standardgläser 2x im Monat.
  73. Welche Krankheitskategorien aufgrund von Alkohol gibt es?
    • Krebs —> Mund, Rachen, Speiseröhre, GIT, Leber, Brust.
    • Psychisch —> Abhängigkeit, Depression, organische Hirnerkrankung
    • GIT —> Leberzirrhose, Gallensteine, Pankreatitis
    • Kardiovaskulär —> Schlaganfall, hypertensive Herzkrankheit
    • Neonatal —> FAS, Wachstumsstörung (intrauterin), niedriges Geburtsgewicht.
    • akut toxisch —> Alkoholvergiftung
    • Unfälle —> Verkehrsunfälle, Selbstmord, Ertrinken etc.
    • Gewalt —> Suizid, Mord
  74. Wie etwa Verteilung der Todesfälle aufgrund von Alkohol?
    • 1/3 durch Todesfälle aufgrund von Unfällen und Suizid
    • 10% psychische Störungen
    • 10% Krebs
    • 26% Leberzirrhose
  75. Wie hoch sind die Einnahmen des Bundes/Kantone durch Alkoholsteuer? Was passiert mit diesen Einnahmen?
    • etwa 350 Mio Fr. insgesamt 250 Mio Spirituosen 100 Mio Bier, 90% für Bund, 10% für Kantone
    • Bundeseinnahmen gehen in die AHV, kantonales Geld in die Prävention.
  76. Welche Massnahmen gibt es, um den Alkoholkonsum wirksam einzuschränken?
    • Preise Besteuerung —> sehr effektiv, kosteneffizient
    • Verfügbarkeit —> Einschränkung auf bestimmte Wochentage, Tageszeiten etc. Mindestkonsumalter, Entzug Lizenz Auschänker bei Verstoss. Kosteneffizient!
    • Trinkumgebung
    • Alkohol am Steuer —> Strafen, Kontrollen
    • Werbung
    • Erziehung und Aufklärung —> kostenineffizient, nur kurzweilige Wirksamkeit.
  77. Wird Alkoholsucht in der Schweiz adäquat behandelt?
    Nein —> 92% Pat. mit Alkoholabhängikeit sind nicht in Behandlung.
  78. CAGE-Anamnese?
    • Anamnese, welche man macht um ernsthafte Alkoholproblematiken zu erkennen.
    • Cut down: Haben Sie daran gedacht Konsum zu reduzieren?
    • Annoyed: Haben Sie sich schon mal über Kritik an Ihrem Trinkverhalten geärgert?
    • Guilty: Jemals schlechtes Gewissen wegen dem Trinken?
    • Eye opener: Morgens Alkohol getrunken, um gut in den Tag zu starten?
    • Bei 3x Ja —> 99% Ernsthafte Alkoholproblematik, 2x Ja 82%, 1x Ja 62%
  79. Welche Marker kann man für Alkoholkonsum verwenden? (Spinner sowie Snouter)?
    • EtG = Hautproben, wenn negativ kann man Alkoholkonsum sicher ausschliessen.
    • Carbohydrat-defficient-transferrin —> zum Spinnen (87%)
    • gamma-GT + MCV Spezifität von 98% (guter Spinner).
  80. Wie berechnet man Alkoholgehalt im Blut? Mann vs Frau?
    • Alkohol in g/(Körpergewicht x 0.68) beim Mann! Dabei Abnahme um 0.1/h
    • Alkohol in g/(Körpergewicht x 0.56) bei Frau!
    • Alkohol in g kann man so berechnen: getrunkener Alkohol in ml * Volumenprozent * Dichte von Alkohol (0.8 g/cm^3)
  81. Ab welchem Blutalkohol ist man ziemlich sicher tot?
    Bei etwas über 4 Promille
  82. Welche 2 typischen Syndrome können durch chronischen Alkoholabusus hervorgerufen werden? Unterscheidung? Symptome? Ursache? Erholungswahrscheinlichkeit?
    • Ursache der Syndrome ist ein chronischer Vit. B1 (Thiamin) Mangel.
    • Wernicke-Enzephalopathie: Tritt meisten vor dem Korsakow-Syndrom auf, Symptomtrias: 1.Gedächnisstörungen, desorientiert 2. Gangunsicherheit, Ataxie 3. Nystagmus, Doppelbilder, Augenmuskellähmungen. Erholungsrate praktisch 100%
    • Korsakow-Syndrom (Amnestisches Syndrom): tritt meistens nach Wernicke oder zusammen auf. Zeichnet sich durch Retrograde und anterograde Amnesien aus (vor allem anterograde). Erholungsrate 20%
  83. Steatose?
    Fettleber!
  84. Welche Auswirkungen hat Alkohol in pathophysiologischer Hinsicht auf die Leber?
    • 1. Alkohol steigert die Permeabilität der Darmwand für Bakterien. Dadurch gelangen mehr Gramm negative Bakterien zu der Leber. Durch erhöhtes LPS im Blut, werden die Kupferzellen aktiviert und sie sezernieren verschiedene Cytokine, wie TNF-alpha und TGF-beta. Dadurch Entzündung, erleichterte Apoptose der Hepatozyten etc.
    • 2. Abbauprodukt von Alkohol = Acetat = Energie —> Einbau in Fett (Steigerung der Fettsynthese) + mehr NADH in Zelle, dadurch Lipolyse gehemmt.
    • 3. Durch Alkohol, Induktion der CYP2E1, welche Ethanol in Acetaldehyd umsetzt, dabei entstehen ROS, welche auch dazu führen, dass Antikörper gegen Hepatozyt gebildet werden —> Immunreaktion.
  85. ASH? Symptome? Mortalität? Behandlung?
    • Alkoholische Steatohepatitis
    • Symptome: AZ-Verschlechterung, leicht fiebrig, Ikterus, müde, Leukozytose, AST etwas erhöhter als ALAT, aber nicht dramatisch 150-300.
    • Mortalität liegt bei 40% und seit 70ger Jahren die selbe Therapie (nicht wirklich Fortschritte gemacht) —> Prednison
  86. Wieso ist Paracetamol ab gewisser Dosis toxisch? Welche Pat. gefährdet? Wieso?
    • Paracetamol wird über Glucorinidierung oder Sulfation (Konjugation) ausgeschieden. Wenn aber zu viel gegeben wird, ist Konjugation ausgeschöpft. Darum wird CYP2E1 aktiviert, was dazu führt das eine Metbolit entsteht —> NABQUI, welcher zytotoxisch für die Leberzellen ist.
    • Weil Mangel an Glutation sind Alkoholiker Risikopat. (Glutation nötig für Detoxifikation)
  87. Welche Therapieansätze kann man bei Paracetamolintoxikation verfolgen?
    • Durch Gabe von Acetylcystein kann man die Synthese von Glutathion steigern, welches schädlicher Metabolit von Paracetamol (NABQUI) bindet und Ausscheidung über Niere ermöglicht.
    • Ein neuer Ansatz ist durch die Blockierung der John Kinase, die Entstehung von NABQUI zu verhindern! Kommt evt. in den nächsten Jahren.
  88. Was kann man als Biomarker für Apoptose der Hepatocyten verwenden?
    macht ELISA von Cytokeratin 18 welches bei der Apoptose vermehrt ins Serum freigesetzt wird.
  89. Hepatits A? Erreger? Transmission? Auswirkungen? Impfung vorhanden?
    • Durch Hepatitis A Virus verursacht (RNA-Virus)
    • Transmission: fäkal-oral
    • Auswirkungen: macht eine akute Hepatitis (niemals chronisch), Symptome schlimmer bei älteren Pat.
    • Impfung vorhanden!
  90. Hepatits B? Verbreitung? Virustyp? Wie viele Proteine? Welche? Auswirkung? Pathophysiologie (grob!)? Therapie?
    • Hepatits B verursacht durch DNA Virus. Zuerst akute Hepatits dann in 10% der Fälle entwickelt sich eine chronische Hepatits.
    • DNA für 7 Proteine: Polymerase, HBs Ag (klein, mittel, gros), HBe Ag und Hbc Ag (s für surface, e für envelope und c für core).
    • Übertragung durch Blut, Geschlechtsverkehr und vertikal
    • Viren selber nicht zytolytisch, aber Immunsystem reagiert auf Antigene und zerstört Hepatozyten.
    • Impfung beste Prävention! Sonst Behandlung mit Interferonen (wirkt nicht immer + starke Nebenwirkungen!), alternativ mit Steroiden.
  91. Hepatitis C? Virustyp? Übertragung? Prävalenz? Impfung? Therapie?
    • RNS Virus, macht chronische Hepatits
    • Übertragung via Geschlechtsverkehr unter Männern und über Blut.
    • 1% Prävalenz
    • keine Impfung vorhanden.
    • Seit 2 Jahren (geschrieb. in 2017) neue Medikamente vorhanden, welche Virus clearen, Pat. geheilt! Medikament —> Sovaldi (sofosbuvir)
  92. Welche Endogenen Substanzen können einer chronischen Hepatitis und dann schliesslich eine Leberzirrhose herbeiführen
    • Eisen bei der Hämochromatose
    • Kupfer bei Morbus Wilson
    • NASH (non alcoholic steatohepatitis) —> häufige moderne Krankheit, Entstehung durch ungünstige Ernährung, Darmflora und genetische Disposition.
    • Alfa1-Antitrypsin Mangel
  93. Alfa1-Antitrypsin? Welche Pathologien Zusammenhang?
    • Wird in der Leber produziert und Inaktiviert die Neutrophilenelastase (Produziert in UAW).
    • Pathologie: Wenn Mutation Gen für Alfa1-Antitrypsin, dann kann von Leber nicht mehr gut sezerniert werden —> Akkumulation in der Leber. Folge: chronische Hepatitis, Leberzirrhose und HCC.
    • Mutation äussert sich in emphysematäsen Veränderungen an der Lungenbasis.
  94. Welche Durchblutungsprobleme kann die Leber haben?
    • Bud-Chiari-Syndrom —> Thrombose der 3 Lebervenen (Abfluss behindert!)
    • Thrombose der Portalvene
    • Thrombose der Sinusoiden (SOS —> sinusoid obstruction syndrom).
    • Ischämie z.B bei Shock —> Shockleber
    • Thrombose der Leberarterien (unwahrscheinlich).
  95. Was können Ursachen eines Budd-Chiari Syndrom sein? Symptome?
    • Tritt in 50% Fälle Myeloproliferaitves Syndrom auf.
    • 42% bei Thrombophilien —> Daran denken bei jüngeren Frauen mit Ankonzeptiva und akture Hepatitis.
    • in vielen Fällen auch multifaktoriell
    • Hepatomegalie, Aszites und Bauchschmerzen
  96. Durch welche Ursachen kann es zu einer Ischämie der Hepatozyten kommen?
    • beim Shock (Shockleber)
    • Schlafapnoesyndrom mit tieferer Sättigung des Blutes
    • chirurgische Eingriffe
    • Herzinsuffizienz
  97. Was passiert bei der Pfortaderthrombose? Häufige Faktoren? Symptome?
    • Thrombosierung der Portalvene —> Perfusion nicht beeinträchtigt, weil Bildung neuer kleineren Gefässe welche Thrombose umgehen.
    • Häufig multifaktoriell, myeloproliferatives Syndrom 21%, Thrombophilie 23%, bei Trauma, Tumor etc.
    • Symptome: Fieber, Bauchschmerzen, minimaler Aszites
  98. Welche Autoimmunprozesse können die Leber angreifen?
    • AIH: Auto-immun-Hepatitis, unklarer Mechanismus. Äussert sich mit Gelbsucht, Müdigkeit, AST und ALT. Im Labor: Auto-Antikörper gegen Hepatozyten hoch, hohes gesamt IgG.
    • PBC: Primär billiäre Zirrhose, Reaktion gegen kleine Gallengänge, nur Erwachsene, 90% Frauen, Ursache —> evt. Kosmetik oder Bakterielle Antigene.
    • PSC: Primär sklerosierende Cholangitis, Autoimmunreaktion auf grosse Gallenwege, häufig bei Männern, Symptome: Infekte Gallenwege und Juckreiz.
  99. Raumforderungen welche Leber gefährden?
    • Zysten —> Polyzystische Leberkrankheit, viel bei Frauen, Effekt von Schwangerschaft, viel auch Leberzysten, machen nie eine Leberinsuffizienz, Probleme sich zu ernähren (weil riesige Leber, welche Magen keinen Platz lässt).
    • Haemangiom —> häufig, können gross werden, asymptomatisch, wichtig: in Ruhe lassen!
    • Hepatozelluläres Karzinom, komplikation der Zirrhose in 70% Fälle.
    • Cholangiokarzinom
  100. Welche Phasen gibt es beim Bakterienwachstum?
    • lag-Phase / Adaptationsphase —> Adaptation der Bakterien an Umgebung (Bereitstellung der Enzyme, welche nötig für Nährstoffe)
    • log-Phase / Logaritmisches Wachstum —> Exponent. Vermehrung Bakterien
    • steady state —> Gleich viel Teilungen wie Absterben.
    • Absterbephase, log. Zellsterben —> Zu wenig Nährstoffe, Bildung Endotoxine um andere Bakterien zu töten.
  101. Was muss man bei der Gabe von Penicillin beachten?
    Penicillin wirkt nur auf die Wachstumsphase der Bakterien, heisst wenn sie sich teilen. Darum hat es keinen Sinn Penicillin zu geben wenn diese Phase bereits überschritten ist. Bakterien werden dann nicht mehr angegriffen.
  102. Welche Massnahme ist sinnvoll bei einer Collitis durch Cl. difficile nach einer Antibiotikatherapie?
    Eine weitere Antibiotikatherapie ist nicht sinnvoll, da durch Antibiotika die Normalflora von Ihrem Platz verdrängt wurde. Dafür eignet sich die Fremdstuhltransplantation besser, weil man zwar fremde aber Normalflora zurück in den Dickdarm bringt 90% Heilung).
  103. Nenne Beispiele wo Biofilme im klinischen Alltag problematisch sind? Erkrankung? Bakterien?
    • Legionellen (L. pneumophilia) —> machen Malaise, Muschelschmerz, trockener Husten und hohes Fieber innerhalb von einem Tag. Meistens Pat. älteren Semesters (Co-Morbidität). Vorkommen in Wasseraufbereitungsanlagen und Klimaanlagen.
    • Protheseinfektionen
  104. Mikrobiom?
    Gesamtheit aller Bakterien welche im Menschen oder Organismus besiedelt sind. Typisch ist das individuelle Gleichgewicht der Normalflora von Organismus zu Organismus.
  105. Welche Möglichkeiten gibt es um ein Bakterium nachzuweisen?
    • Kolonialisierung auf Agrarplatten und dann anhand von Morphologie und verschiedenen Tests (Färbung, Stoffwechselprodukte, Enzyme, etc.) Typisierung des Bakteriums. Dauert aber mind. 24h weil Bakterium noch wachsen muss! Auch Resistenznachweis benötigt Zeit.
    • Antigen-Test: besonders bei Streptokokken eingesetzt. Machen von Abstrichen Tonsillen oder Rachen. Schauen, ob gefragtes streptokoktypisches Antigen vorhanden. Dann weiss man, ob man behandeln mit AB muss oder nicht. Vorteil: sehr schnelles Resultat!
    • PCR —> Nachweis des Bakteriums durch Identifikation der Erbinformation, Nachteil: Tote Bakterien können auch gefunden werden (welche gar nicht mehr erregend wären). Vorteil: wenn Pat. schon mit AB behandelt, Bakt. schwierig zum Wachstum zu bringen, also zu Kolonialisieren.
    • Revolution seit 3-4 Jahren —> Malditof! Man kann kleines Sample von Bakterien nehmen und Maschine analysiert welches Bakterium am wahrscheinlichsten. Sehr schnelle Identifikation des Bakteriums, noch genauere Unterscheidung möglich!
  106. Was bietet eine aufkommende alternative zu den Antibiotikas? Vor- und Nachteile?
    Bakteriophagen im Ostblock entwickelt, haben einen ganz anderen Ansatz. Wirken sehr spezifisch auf ein Bakterium und wirken auch sehr viel schneller als Antibiotikas!. Nachteile: Sind noch nicht gut nach westlichen Standards erforscht, nur kokale Applikation möglich (macht man bei Verbrenungsopfern), weil Bakteriophagen zu gross sind zum injezieren. Resistenzen vielleicht möglich, könnte Bakterien genetisch verändern.
  107. Was ist eine weitere Alternative zu den Antibiotika und den Bakteriophagen? Mechanismus?
    • Antitoxine: Hemmen Toxine, welche die Bakterien in ihrem Steady state produzieren. Dadurch wird Bakterium zwar belassen, aber es kann so auch nicht den Körper schaden. Liposome fangen die Toxine ab, Mortalität konnte durch Behandlung mit Antitoxinen reduziert werden!
    • Hoffnung, dass durch Ansetzten in Stationärer Phase, weniger Resistenzen getriggert (da keine natürliche Selektion während dieser Phase passiert).
  108. Wie ist die Zellwand bei Bakterien aufgebaut?
    • Netz aus Sacchariden und AS.
    • Disaccharidkette abwechselnd aus N-Acetylmuraminsäure und N-Acetylglucosamin.
    • Quervernetzt durch Pentaglycin (5x Glycin) bei gramm positiven und bei grammnegativen Peptide direkt querverbunden und beide in der vertikalen durch Tetrapeptid.
  109. Was macht die DD-Transpeptidase? Bedeutung? Was wirkt ähnlich? Wie gehemmt? Nutzen? Synonym für Transpeptidase?
    • Vernetzt die beta-lactam-Ketten untereinander mit Pentaglycinen bei den Bakterien. Indem es Ansatzpunkt für Antibiotika, die Beta-Laktame (grösste AB-Klasse). Einbau von beta-Laktam, welches kompetitiv irreversibel an Transpeptidase bindet und dieses so inhibiert.
    • Lysoenzym: spaltet die Disaccharide
    • PBP —> Penicillin binding protein, weil man damals DD-Transpeptidase noch nicht entdeckt hatte.
  110. Wieso heissen beta-Laktame so? Wie wirken sie? Was definiert ihre Eigenschaften?
    • aufgrund ihres charakteristischen Betalactamring
    • Wirken irreversibel-kompetitiv auf die DD-Transpeptidase, dadurch Verküpfung der Zellwand (Betalactamketten) der Bakterien mit Pentaglycinen inhibiert.
    • Die Seitenketten der Antibiotika definieren wie säurestabil, Halbwertszeit etc.
  111. Was machen Neuramidasehemmer? Wirkstoff?
    • Hemmen die Replikation von Viren, indem sie die Neuramidase hemmen. Die Neuramidase ist ein Enzym des Influenzavirus, welches das Virus nach Exozytose vom Wirtszellrezeptor trennt. Wenn gehemmt kann Virus sich nicht mehr von Wirtszelle lösen.
    • Wirkstoffname: Oseltamivir (Tamilflu).
  112. Protease-Inhibitoren? Sinn? Wirkung? Wirkstoffe?
    • Werden Eingesetzt gegen HIV und HCV. Sie wirken selektiv auf die Proteasen der Viren. Dadurch können die viralen Proteasen Vorläuferproteine der Viren nicht mehr spalten, was dazu führt, dass sich die Viren nicht mehr replizieren können. Dadurch kann sich der Virus nicht weiter ausbreiten.
    • Wirkstoffe: (für HIV) —> Ritonavir, Indinavir
  113. Welche ABs wirken auf die Ribosomen und greifen somit die Proteinsynthese von Bakterien an?
    Tetracyclin (Doxycilin), Makrolide, Aminoglykoside (Gentamycin, Tobamycin).
  114. Welches AB bindet an RNA-Polymerase der Bakterien? Gegen was eingesetzt?
    • Rifamycine (wie: Rifampicin, Rifabutin)
    • wirken selektiv auf RNA-Polymerasen der Bakterien, dadurch keine RNA für dann Translation produziert! wichtig gegen Mykobakterien —> Tuberkulose, und Biofilmbakterien.
  115. Quilonone? Wirkstoffe? Wirkung?
    • Norfloxacin, Ciprofloxacin
    • Hemmen die Topoisomerasen der DNA der Bakterien. Dadurch ist DNA nicht mehr gut organisiert, die wichtigen Gene für die Transkription können nicht gefunden werden. DNA nicht mehr gut gefaltet.
  116. Was ist das Penicillin der Pilze? Wie wirkt es?
    Echinokandine, wirken auf die Glucan-Synthetase, welche die Zellwand der Pilze synthetisiert.
  117. Welches sind die Substratblockierenden ABs? Wie funktionieren sie? Wirkstoffe? Wie Resistenz?
    • Wirken auf die Zellwand der Bakterien und blockieren das Substrat. Im Falle von Vancomycin, bindet dieses am Tetrapeptid, welches die Zuckerketten verbinden würde (an der Alanin AS). Dadurch kann das Cross-linkin Enzyme nicht mehr Tetrapeptid mit Zuckerkette verknüpfen.
    • Weiterer Wirkstoff: Teicoplanin.
    • Resistenz: Indem das Tetrapeptid eine andere AS statt Alanin einbaut, kann die Wirkung von Vacomycin umgangen werden.
  118. Welche ABs greifen vitale Strukturen an und stören ihre Funktion?
    • Sind amphiphile Substanzen.
    • Polyene (Nystatin, Amphotercin —> selektiv für Pilzmembrane (darum geringe Toxizität)
    • Polymyxine (Colistin) für Bakterien gehen auch auf menschliche Membran, darum starke Toxizität!.
  119. Wieso ist es schwierig Viren zu bekämpfen mit Medis? Probleme? Targets?
    • Aufgrund das Virus obligat intrazell. und keine eigene Proteinsynthese hat, gibt es nicht viele Targets bei den Viren!
    • Targets: Man kann das Genom angreifen (DNA-Polymeras bei Herpes oder Reverse Transkriptase bei HIV) oder auf funktionelle Proteine gehen wie die Neuramidase beim Influenzavirus, Proteasen und Integrasen.)
  120. Welche Angriffspunkte hat man bei den Pilzen? Problematik? Wirkstoffe?
    • Problematisch bei den Pilzen ist, dass sie der menschlichen Zelle ähnlicher sind (sind auch Eukaryonten).
    • Targets:
    • Zellmembran: Da mit Ergosterol Membran gemacht schon anders als bei Mensch —> Wirkstoffe = Azole, Allylamine, Porine wie Amphotericin B)
    • DNA Synthese: eher problematisch, weil menschlich. DNA ähnlich. 5-Fluorocytosin.
    • Zellwand: gutes Target da Mensch keine Zellwand. Wirkstoff —> Echinocandin.
  121. Wieso kam es bei der Spanischen Grippen zu so vielen Todesopfer (50 Mio Tote)?
    • Weil 2 massgebliche Faktoren zusammen kamen:
    • 1. Das Influenzavirus hat sich beträchtlich verändert —> Was dazu führt, dass Bevölkerung so immunologisch nicht geschützt ist.
    • 2. Zeitgleich hatte der 1. Weltkrieg geendet und alle Truppen wurden zurück in ihre Länder stationiert, was das Virus in der ganzen Welt verteilt hat.
  122. Wie viel Flüssigkeit wird etwa im GIT sezerniert und wie viel davon wieder resorbiert? Welche Organe machen Hauptteil aus? Wie lange GIT?
    • ca. 9L pro Tag sezerniert (Orale Aufnahme 2L, Magen 2.5L, Speichel, Pankreas, Darm und Galle. Davon werden 99% resorbiert! Dünndarm resorbiert etwa 7 L und Dickdarm weitere 1.9L. Der Rest wird ausgeschieden.
    • Länge etwa 7m
  123. Welche 3 wichtige Disaccharide gibt es und aus was werden sie gebildet?
    • Maltose —> Glukose + Glukose
    • Lactose —> Glukose + Galactose (gespalten durch Lactase! Nicht vorhandne bei Lactoseintoleranz; osmotische Diarrhöe)
    • Saccharose —> Glukose + Fructose
  124. Sprue? ungefährer Pathomechanismus? Symptome? Morphologie?
    • Synonym für Zölikaie
    • Pathomechanismus: Gluten durch panktreatische Enzyme und Magen zerstückelt, Aufnahme durch die tissueTransglutaminase in Enterozyt und nach basolateral. Dendritische Zellen, welche hohe Affinität haben, binden Glutenfragment und präsentieren es CD4+ Lymphozyten. Wenn dendritische Zellen HLA-DQ2 oder 8 (MHCII Gen!) haben —> Prädisposition für Aktivierung. CD4+ Aktiviert, sezernieren von proinfl. Cytokinen. Aktivierung von Intraepithelialen CD8+ zytotoxischen Zellen —> Zottenatrophie.
    • Symptome: Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, chronische Diarrhö, Fettstühle, Anämie.
    • Morphologie: abgeflachte Mukosa, Zottenatrophie und Kryptenhyperplasie, vermehrte intraepitheliale Lymphozyten.
  125. Welches sind die sogenannte Red flags bei der Anamnese von Diarrhö? Heisst, wann sollte man unbedingt abklären und nicht auf eine spontane Remission warten?
    • Bei Gewichtsverlust (mehr als 5% in 3 Monaten)
    • Blut im Stuhl oder Anämie vorhanden.
    • Schmerzen
    • Auslandaufenthalte
    • Medikamente —> wenn ABs Cl. diff. wahrscheinlich.
  126. In welchen Bereichen ist die Wirksamkeit von Akupunktur wissenschaftlich bewiesen?
    • Übelkeit und Erbrechen
    • Myofasziale Schmerzen
  127. Was sind Gemeinsamkeiten und welche nicht zwischen Collitis ulcerosa und Morbus Crohn? Was sind die Auswirkungen?
    • Morbus Crohn ist segmental und kann von Mund bis Anus auftreten, Gegensatz Colitis ulc. nur im Kolon. M. Crohn macht chronische Diarrhö, Colitis ulc. macht blutiger Stuhlgang mit Frischblut —> Anämie!
    • Beide machen krampfartige Schmerzen
    • Morbus Crohn macht Subileus. Colitis ulc. macht Tensemen (Schmerzen beim Stuhlgang).
    • Beide machen Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit.
    • M. Crohn kann Malabsorptionen machen —> Anämien.
    • Fieber nur bei Colitis ulc.
    • Auswirkungen: M. Crohn —> kann zu Fisteln, Abszessen und Stenosen führen, da Entzündung nicht nur oberflächlich ist! Colitis ulcerosa —> toxisches Megacolon und Perforation.
  128. Was sind Tenesmen?
    Schmerzhafter Stuhl- oder Harndrang.
  129. Was ist ein Subileus?
    Noch nicht voll entwickelter Verschluss des Darmes.
  130. Welche Symptome müssen an eine chronische entz. Darmerkrankung denken lassen? Welche Altersgruppe oft betroffen?
    • Diarrhöe seit 3-4 Wochen
    • Schmerzen im Bauch
    • Blutbeimischung
    • Flüssiger/breiiger Stuhlgang
    • mehr als 2x am Tag.
    • Oft sind junge Leute zwischen 20-30 Jahren betroffen!
  131. Welche Vitamine und Spurenelemente werden mangelhaft resorbiert bei M. Crohn?
    • Eisen, Folsäure —> Anämie!, Eisenmangel multifaktoriel bedingt —> Resorption, Inflammation und hämorrhagisch
    • Vit. B12 —> auch Anämie!
    • Calcium —> Osteoporose!
    • Vitamin D —> Osteoporose! Wieso Mangel?
  132. In welche 3 Gruppen kann man die Parasiten einteilen?
    • Helminthen —> Würmer, gehören ins Tierreich
    • Protozoen —> Sind zwar Einzeller, aber gehören zu den Eukaryonten
    • Arthtopoden —> Sind die Gliederfüssler (Zecken, Milben, Flühe, Mücken, Wanzen, Fliegen).
  133. Protozoen? Morphologie? Physilogie?
    • Sind Parasiten und zwar Eukaryonten.
    • 2-100 mikrometer gross.
    • Ernähren sich durch Phagozytose und anschliessender Verdauungsvakuole.
    • Was sie brauchen können —> Speichervakuole, was sie nich verwenden können —> Exozytose.
    • Hohe Vermehrungsrate möglich.
  134. Wo teilt man die Amoeben ein?
    Amoeben sind Parasiten, genauer Protozoen (also Eukaryontische Einzeller). Einteilung in Amoeben aufgrund der Motalität durch Pseudopodien.
  135. Was sind Sporozoen? Prominentes Beispiel?
    • Sporozoen sind Parasiten, genauer Protozoen (also eukaryontische Einzeller).
    • Einteilung in Sporozoen aufgrund der nicht vorhandenen Fortbewegungsapparat und Vermehrung —> Vegetative Vermehrungsphasen und dann wieder sexuelle.
    • Prominentes Beispiel: Malaria Erreger —> Plasmodium falciparum
    • Sporozoen sind allgemein gefürchtete Protozoen.
  136. Wie sind Helminthen aufgebaut? Einteilung nach was? Nährstoffaufnahme?
    • Sind 1mm - 1m lang. Haben Haft und Fresswerkzeug (Saugnäpfe, Haken, Zähne, Reibplatte). Besitzen keine Blutzirkulation!
    • Einteilung nach Aufbau des Verdauungstrakt:
    • Rundwürmer (m/w) —> tubuläres System von Mund bis After
    • Saugwürmer (zwittrig) —> verzweigtes blind endendes System
    • Bandwürmer (zwittrig) —> kein Verdauungstrakt
    • Nährstoffaufnahme oral oder durch Absorption.
  137. Welche Arthropoden sind medizinisch relevant? Welche temporäre und welche stationäre Parasiten?
    • Insekten (Läuse,Mücken,Fliegen, etc.) und Spinnentiere (Milben, Zecken)
    • Einziger stationärer ist der Laus, alle anderen sind temporäre Parasiten.
  138. Monoxene vs Heteroxene Parasiten?
    • Monoxene Parasiten bleiben immer im selben Wirt.
    • Heteroxene Parasiten müssen Wirtswechsel machen um sich zu Entwicklen (Vermehrungszyklus). Dabei unterscheidet man Endwirt (sexuelle Vermehrung) und Zwischenwirt (Entwicklungsvorgänge, wie Larvenentwicklung).
  139. Welches sind die 2 wichtigen Übertragungswege für Protozoen? Welcher spielt eine untergeordnete Rolle?
    • Übertragung zwischen verschiedenen Organismen, Stadien in verschiedenen Organismen nötig für Entwicklung des Protozoen. Reservoir in der Umwelt oder in Vektoren —> Arthropoden.
    • Untergeordnete Rolle —> direkte Übertragung von Mensch zu Mensch (z.B. Trichomonas vaginalis).
    • Infektionsweg ist immer fäkal-oral oder nur oral (Verspeisen von Schweinefleisch mit Larven des Bandwurms) oder Kutan (aktive Penetration der Haut (auch durch Vektoren).
  140. Was ist ein Vehikel?
    Ein biologisches Medium, welches durch ein Parasit kontaminiert ist —> Lebensmittel, Wasser).
  141. Erreger Malaria? Name des Vektors? Vermehrung? Wieso sehr virulent?
    • Plasmodium falciparum —> Ein Protozoen, genauer: ein Sporozoen.
    • Vektor und Hauptwirt (da sexuelle Vermehrung) ist die weibliche Anopheles Mücke.
    • Vermehrung: Mensch dient als Zwischenwirt, wo die vegetative Vermehrung stattfindet. Zuerst gelangen “Larven” in Hepatozyten, wo sie sich vermehren. Nach gewissen Entwicklungsschritten gelangen die “Larven” in Blutzellbahn, wo sie die Erythrozyten befallen. Weitere Reifung in den Erythrozyten, Expression von Proteinen, welche Aggregation an Endothelwand machen, bis schliesslich auch dort platzen und Untergang der Erys (Fieberschübe). Dann Aufnahme der Geschlechtsformen (Gametozyten) durch die Anopheles Mücke.
    • Durch die Expression von Knobs auf dem Erythrozyt —> Aggregation und Verklumpung, Verstopfung der kleinen Gefässen, führt zur Cerebralen Malaria, Nierenversagen, Sepsis, Tod.
  142. Amöbenruhr? Erreger? Vermehrung? Übertragung? Wie viele Wirte?
    • Infektion, wobei blutige Diarrhö, Bauchkrämpfe, Fieber auftreten.
    • Erreger ist die Entamoeba histolytica —> wird oral über kontaminiertes Wasser/Nahrungsmittel aufgenommen und gelangt so in den Darm des Menschen. Dort schlüpft der Protozoen aus der schützenden Zyste und vermehrt sich vegetativ. Dann Penetration des Enterozyten, später Lyse des Enterozyten. (führt zu blutigem Stuhl!). Ausscheidung des Entamoeba histolytica wieder in Zystenform und gelangen auf Nahrungsmittel, Wasser etc. (indirekte Übertragung). Oder direkt (selten) indem nichtzysten-Form direkt auf Mensch geht, bei schweren mangelnden hygienischen Verhältnissen.
    • Ist ein Monoxener Parasit, lebt also nur im Menschen.
  143. Spulwurm? lat. Name? Vermehrung? Einteilung? Krankheitsbild/Symptome? Grösse?
    • Ascaris lumbricoides, ein Parasit, Helminth. Resistente Dickwandige Eier werden durch Mensch ausgeschieden, dort reifen sie im günstigen Millieu zu Eiern mit reifen infektiösen Larven. Dann indirekte Übertragung durch Aufnahme der reifen Eier via Nahrung (direkte Übertragung nicht möglich, weil unreife Eier nicht im Menschen überleben). Dann Schlüpfen der Reifen Eier im Dünndarm, Aufnahme in Blutbahn und Leber, von der Leber in die Lunge. Von dort Trachea rauf und wieder verschlucken Ansiedelung und Endentwicklung im Dünndamrm Männliche und weibliche (grösser) Form. Ausscheiden von Reifen Eiern.
    • Symptome: Asthmaanfälle, Schleimbildung, Husten, Fieber (Ascaris-Pneumonie). Mangelernährung, mechanischer Illeus, Kolliken durch Gallengängenverschluss.
    • Weibchen ist grösser als Männchen: w = 40cm, m = 20 cm
  144. Rinderbandwurm? lat. Name? Lebenszyklus? Symptome? Wie heisst Schweinebandwurm? Was wenn Mensch Zwischenwirt?
    • Taenia saginata, ein Parasit, Helminth. Fäkale Ausscheidung der Eier durch den Menschen. Gelangen in Abwasser Vegetation, Weideflächen. Aufnahme der Eier durch Kuh (Zwischenwirt). Schlüpfen der Eier und bilden von Finnen (Art Larven). Penetration Darmwand und Ablagern in Rindermuskulatur ab. Durch Verzerr von schlecht oder ungekochten Fleisch gelangen der Finnen in den Menschen (Hauptwirt). Entwickeln des Bandwurms im Dünndarm, geschlechtsreif. Ablagerung befruchteter Eier. Also ein heteroxener Parsit.
    • Symptome: eigentlich keine, Gewichtsabnahme möglich.
    • Taenia solium —> wenn Mensch fälschlicherweise Zwischenwirt (statt Schwein). Ablagerung der Larven im Gehirn (raumfordernder Prozess), führt zu Epilepsien.
  145. Schistosomatidae? Vorkommen? Lebenszyklus? Erkrankung? Ähnlicher Parasit in der Schweiz?
    • Ist ein Parasit, Helminth, auch Päärchenegel genannt.
    • Vorkommen in den Tropen und Subtropen.
    • Ablagerung im Mensch (Hauptwirt) in den Mesenterialvenen. Ausscheidung von Eiern in Wasser. Dort schlüpfen schwimmfähiger Larve, Penetration einer Schnecke. Dort Reifung zu Zerkarie. Diese schwimmt im Wasser und wenn Mensch im Wasser, Penetration des Fusses. über Blut gelangen in Mesenterialvene und erreichen der Geschlechtsreife, verweilen in Venen während Jahren.
    • Schistosomiasis: Es kommt zu Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit —> Weil Eier in umliegendes Gewebe der Venen, Fremdkörper und Immunreaktion.
    • Schweiz: Wasserhibel —> Hauptwirt die Ente. Mensch als Fehlwirt beim Baden möglich: Pentration der Zerkarie verursacht allergischer Hautausschlag. Absterben der Zerkarie im Menschen. Besonders wenn heiss (viele Schnecken) darum Pathologie wahrscheinlicher.
  146. Fuchsbandwurm vs Hundebandwurm? Lat. Namen? Lebenszyklus? Mensch als Fehlwirt?
    • Beides Helminthen.
    • Echinokokkus granulosus beim Hund vs Echinokokkus multilocularis beim Fuchs
    • Lebenszyklus: Hund —> Sexuelle Vermehrung im Hund, dann Aufnahme der Eier welcher auf Wiese durch Wiederkäuer, entwickeln des Larvenstadiums, Ablagerung im Gewebe, Verzerr der Wiederkäuer und gelangen der Larve in den Hund. Selbes beim Fuchs, dort aber Zwischenwirt die Maus. Mensch kann jetzt als Fehl(Zwischen)wirt fugieren. Es entwickeln sich Hyatiden (Kopfanlage des Wurms).
    • Beim Hundebandwurm —> Entwickeln der zystischen Echinokokkose —> verdrängende zysten
    • Beim Fuchsbandwurm —> Entwickeln der alveolären Echinokokkose —> invasive Zysten
    • beide befallen vor allem der Leber und auch Lunge.
  147. Welche 2 Möglichkeiten der Adaptation haben Bakterien (allg. Mikroben) um zu überleben?
    • Genetische Anpassung —> DNA-Sequenzmutationen oder Änderung des Gengehalts —> Aneignung von Fremd-DNA oder Aufnahme von Plasmiden.
    • Phänotypische Anpassung —> Genexpression (Wie viel Genprodukt wird synth.), Produktfunktion (Aktivität des Genproduktes welches prod.)
  148. Welches sind die Träger von genetischer Information bei den Bakterien (mehrere)? Wie viele Gene etwa?
    • Bakterienchromosom —> dsDNA etwa 3000 Gene, autonome Replikation
    • Plasmid —> dsDNA 1-300 Gene. Möglichkeit der horizontalen Übertragung von Genen unter Bakterien.
    • Bakteriophage —> =Bakterienviren, ca. 4 Gene, oft DNA für Toxine vorhanden.
    • Transponierbare Elemente = Springende Gene —> können sich innerhalb des Chromosoms bewegen oder auf Plasmide und Bakteriophagen DNA springen!, Unterscheidung zwischen Insertions-Sequenzen (IS-Elemente), welche nur Gen fürs springen enthalten (codiert die Transposase) und Transposons (Tn-Elemente), welches neben Transposase-Gen, noch weitere Gene hat.
  149. Strukturelle Chromosomenaberrationen? (6 Arten)
    • Deletion
    • Insertion
    • Duplikation (oder Amplifikation)
    • Inversion
    • Translokation
    • Punktmutation —> vertauschen einer Base, Folgen: Stop-Codon, abbrechen der Peptidkette —> verstümmeltes Protein, oder falsche AS eingebaut, missense Codon —> verändertes Protein.
  150. Wie oft passiert eine spontane Mutation?
    alle 10^-6 bis 10^-9 Male, heisst —> Mutation erst nach 1 Mio replizierter Basen.
  151. Kann man die Entwicklung einer Antigenresistenz als Evolution bezeichnen?
    Nein, eher als Mikroevolution, besser Manifestation = strukturelle/funktionelle Proteinmodifikation als einzelnes Ereignis unter Selektionsdruck.
  152. Was besitzen enteritische Salmonellen für eine mikrobielle Adaptation bei den Flagellen? Mechanismus? Sinn?
    Können durch die Inversion des DNA-Promoters die Flagellen und so auch das Antigen variieren. H2 Promotor vor H2 Gen, gleich dahinter Repressor für H1 (Gesselfilamentprotein). Also stoppen der DNA-Polymerase. Wenn jetzt aber umdrehen der Promotorregion durch Inversion des Gens —> Repressor von H1 kommt erst nach dem H1 Gen auf Chromosom. So zu sagen ein ON-OFF Schalter für beide Gene, einfach versetzt.
  153. Nenne ein Beispiel wo Amplifikation oder Deletion als mikrobielle Anpassung Sinn macht?
    Haemophilus influenzae Typ b. Bedient sich der Amplifikation oder Deletion wenn er in den Körper gelangt. Polysaccharid-Kapsel schützt Bakterium vor Phagozytose. Mit Kapsel, aber Penetration des Epithelwand (meistens in der Lunge) schwierig. Darum durch Amplifikation, vermehrte Kapselproduktion, durch Deletion erniedrigte Ausprägung der Kapsel bis vollständiges fehlen. Dies geschieht während der Replikation, die eine Tochterzelle hat dann 1 Gen mehr und die andere Tochterzelle ein Gen weniger.
  154. Welche 3 Formen zur Änderung des DNA-Gehalts in einem Genom gibt es?
    • Transformation: freie DNA-Fragmente werden durch Bakterium aufgenommen und in eigenes Genom integriert. (Pneumokokken brauchen Transformation für Kapsel, werden so von avirulentem Stamm zu virulentem!).
    • Transduktion: Bakteriophage iniziert sein Genom in Bakterium, dieses wird repliziert, transkibiert und translatiert. So neue Phagen enstanden, Einbau des Bakteriophagengenoms und manchmal durch Zufall auch des Bakteriengenom(teile) = Generalisierte Transduktion. Spezialisierte Transduktion wenn einfach Nachbargene des Bakteriophagen Genoms auch rausgeschnitten und mit verpackt werden in neue Bakteriophagen.
    • Konjugation: Mittels Plasmid und Sexpilli, Übertragung von Genen.
  155. Lytische vs Lysogene Infektion durch Bakteriophagen? Welche 2 Arten der DNA Insertion gibt es bei Lysogener Infektion?
    • Lytische Infektion —> Wenn Bakteriophage Bakterium DNA injeziert. Diese DNA dann dazu führt das bakterielle DNA abgebaut wird und Virus-DNA + Kapsel repliziert wird. Führt schliesslich zur Lyse des Bakteriums.
    • Lysogene Infektion (Latenz) —> Die Bakteriophage injeziert DNA und diese fügt sich in Bakterium ein, 2 Möglichkeiten: 1. als Prophage ins bakterielle Genom oder 2. als Episom, heisst wie ein Plasmid aus reiner Bakteriophagen DNA, welche im Bakterium vorhanden ist. Durch Trigger kann die lysogene Infektion in eine lytische Infektion umgewandelt werden.
  156. Was sind Pai’s? Mechanismus? Beispiel?
    • Pai’s —> Pathogenitätsinseln, sind mehrere virulente Gensequenzen en bloc, welche sekundär durch z.B. Bakteriophagen integriert wurden. Diese Pai’s können harmlose Bakterien schlagartig zu aggressiven Pathogenen machen!
    • Uropathogener E. coli z.B.
  157. Wie viel kg Bakterien tragen wir in uns? Wo vor allem? Dichte?
    etwa 1-1.5 kg Bakterien in uns. Vor allem im Kolon —> 10^11/g
  158. Wo findet man welche Immunzelle im Dickdarm, (Dünndarm)?
    • In der Lamina propia:
    • Makrophagen, welche rasch phagozytieren und dabei keine Zytokine sezernieren (also keine Immunantwort). Zusätzlich keinen Rezeptoren für LPS (CD14, TLR4)
    • Unreife dentritische Zellen, welche erst bei massiver Antigenlast ausreifen und dann den T-Zellen präsentieren.
    • Plasmazellen (80% aller Plasmazellen) —> Sezernieren IgA (macht keine C-Aktivierung, Protease resisten, so längere HWZ in Lumen!)
    • regulatorische T-Zellen, welche immunsupprimierende Zytokine sezernieren (IL-10 + TGD-beta —> B-Zellen machen IgA Isotype-switch).
    • In der Epithelzelle:
    • Lymphozyten gegen Virusinfektion und Entartung.
    • Im Lumen:
    • IgA
  159. Intestinale Toleranz?
    Nur eine lokale und limitierte Immunreaktion auf ein Antigen. Wichtig -> Immunantwort findet statt, einfach limitiert. Mehrere Faktoren der Immunzellen im Darm machen die immunologische Toleranz.
  160. Il-22?
    Wird durch Immunzellen im Darm sekretiert um Mukusproduktion und anti-mikrobielle Peptide zu steigern.
  161. Pathogenese von M. Crohn und Collitis ulcerosa? Korrekte Definition?
    • Durch eine Erhöhung der Permeabelität der Barriere im Darm (durch Apoptose der Enterozyten) gelangen Bakterien (zahlenmässig zu viele) in die Lamina propia, anfänglich durch Makrophagen welche keine systemische Immunreaktion auslösen phagozytiert. Aber weil Bakterien persistieren, Sekretion von Chemokinen, welche fremde Makrophagen mit Rezeptoren für LPS anlocken, diese sezernieren dann Immunsystem aktivierende Chemokine, welche die Entzündung hochfahren. Systemische Entzündung tritt ein.
    • Definition: Per se keine Autoimmunerkrankung, weil die Reaktion auf fremdes Antigen (von Bakterien) statt findet. Man muss hier von einer Dysregulation des lokalen Immunsystems sprechen.
  162. Was sind Faktoren welche sich auf die Permeabelität der Epithelbarriere im Darm auswirken können (im Zusammenhang mit M. Crohn und Col. ulc.)?
    • genetische Faktoren: Qualität Chemokine, Hanlding der Bakterien, Antimicrobille Peptide
    • Faktoren von aussen: Bakterienarten, Ernährung, Rauchen, NSAID, Rauchen.
  163. Welchen Therapieansatz verfolgt man bei chron. entz. Darmerkrankungen?
    Versuch der Unterdrückung der Immunantwort, indem man spezifische Cytokine mittels AK hemmt. Hemmung von TNF durch Infliximab. Weitere targets sind IL-12+23 und IL-6
  164. Wie wird diagnostisch Vorgegangen wenn man Zöliakie sucht?
    • Anamnese
    • Suchen nach IgA anti-transglutaminase (Bei Zöliakie macht Immunsystem AK gegen Enterozyt-eigen Transporter). Wenn erhöht:
    • Entnahme einer Biopsie —> Suchen nach Zottenatrophie, Kryptenhyperplasie, vermehrte Lymphozyten in Enterozyt.
  165. Wie viele Menschen an spanischer Grippe gestorben?
    1/3 der Weltbevölerung! —> bis 50 Mio Todesfälle (mehr als 1. + 2. Weltkrieg zusammen).
  166. Seit wann gibt es Resistenzen gegen ABs?
    Wurden schon bereits in der Eiszeit gefunden, damals gab es noch keine Abs, aber Mikroorganismen untereinander haben sich konkurrenziert, was zum Ausbilden von Resistenzen führte. AB Resistenzen gingen gleich nach Entdeckung von Penicillin schon wieder rauf.
  167. Welche Möglichkeiten gibt es zur Entstehung einer Resistenz der Bakterien gegen ABs?
    • Durch Punktmutation (Veränderung des Targets z.B.)
    • Durch Überproduktion des Targets —> AB reicht nicht mehr aus um Mechanismus zu blockieren.
    • Aquisition von Gen welches Resistenz beinhaltet über Plasmide oder Bakteriophagen evt. auch Transformation.
  168. Welche Möglichkeit zur Resistenzentwicklung haben Viren?
    Praktisch nur genetische, weil kein eigener Stoffwechsel. Also durch Punktmutation eines Targets oder Auswechseln eines Gens von einem ähnlichen Virus.
  169. Wie sollte ein HIV Virus behandelt werden um Resistenzen zu vermeiden?
    Sollte von Anfang an mit Tripple-Therapie behandelt werden, weil wenn nur 1 Medikament (nur ein Target) ist die Wahrscheinlichkeit eine Resistenz zu entwickeln viel höher als wenn man Virus gleichzeitig an 3 verschiedenen Targets angreift.
  170. Wieso braucht man einen D-Test?
    Bakterien können neben den konstitutiven Resistenzen auch induzierbare haben. Heisst diese Resistenzen entwicklen sich nur wenn etwas sie triggert/induziert. Darum muss man D-Test machen —> 2 ähnliche ABs auf Agrarplatte, wenn jetzt Bildung eines D, weil durch 1 AB, Bakterium gegen das andere resistenter wird —> positiver D Test mit induzierbarer Resistenz.
  171. Welche Resistenzmechanismen gegen Antibiotika gibt es ganz allgemein?
    • Inaktivierung des AB’s durch Enzyme des Bakteriums.
    • Efflux-Pumpen welche das AB wieder aus dem Bakterium befördern, damit es nicht wirken kann. (meistens keine starke Resistenzen)
    • Das target im Bakterium wurde durch Mutation modifiziert, somit kann AB nicht mehr an Zielprotein andocken. (Str. pneumoniae, resist. gegen beta-Lactamase, weil Andockstelle AB oder Peptidoglycan verändert.
    • Permeabilitätsänderung der Bakterienzellwand durch —> Änderung des Zellwandproteins (meistens Porine), Verlust des Proteins, Herunterregulierung der Produktion.
  172. Wie wird der Str. pneumoniae meistens resistent? Welcher Mechanismus?
    Meisten ist Bakterium nicht von Anfang an wenn es in den Körper gelangt resistent. Der Str. oralis welcher zur Normalflora des Mundes gehört überträgt seine Resistenzgene via Plasmid. Str. oralis ist deshalb resistent, weil diese Resistenz durch frühere AB-Gabe gezüchtet wurde.
  173. MRSA? Nachweis? Epidemiologie? cMRSA?
    • methicillin-resistent staphylokokkus aureus —> gegen alle beta-Lactame resistent!
    • Nachweis mit AB-Plättchen auf Agrarplatte.
    • Resistenz im Spital wegen strengen Hygiene Massnahmen abgenommen. Ambulanter Bereich zunehmend -> Pat. schneller entlassen aus Spital, Mehr Tierkontakt (starke AB Industrie in der Fleischproduktion), Pflegeheime Zunahme,
    • cMRSA —> der communityMRSA, ist sensibler auf gewisse ABs als das normale MRSA. Verbreitung zunehmend!
  174. Quinolon? Welcher Keim immer resistenter?
    • Sind ABs welche Bakterium daran hindern DNA zu replizieren und zu transkribieren, durch Hemmung der Topoisomerasen.
    • Resistenz durch Modifikation der Zielenzyme.
    • E. coli immer resistenter, weil häufig HWIs macht und oft Gabe bei harmlosen HWIs.
  175. Welche Resistenzmechanismen haben die gramm - eher und welche die gramm + ?
    • gramm negative Bakt. —> eher Resistenz durch AB inaktivierende Enzyme, wie Betalactamase, weil Zwischenmembran Raum gegensatz zu gramm positiven.
    • gramm negative Bakt. —> eher Resistenzen durch Veränderung des Zielenzyms.
  176. ESBL vs ESCR? Wo häufig? Wie kann man aquirieren?
    • extendet spectrum beta lactamase
    • extended spectrum cephalosporine Resistenz
    • kann man eigentlich gleichsetzten, weil die meisten, welche Resistenz haben gegen alle beta lactame resistent sind. Häufiges Vorkommen in Ländern wo es warm ist, viele Durchfallerkrankungen, enges zusammenleben mit Tieren —> Indien! Haben sehr hohe ESBL Rate!
  177. Was können Auswirkungen/Gefahren von ABs sein?
    • Allergien —> besonders bei Betalactamen, Exantheme bis zum Shock, wichtig, Notierung wie Pat. reagiert hat, (AB-Allergie reicht nicht!)
    • Organspezifische Schäden —> Nephritits, Cholestasen, Ototoxizität, Knochenmarkzytopenien.
    • gestörte endogene Flora —> Vaginalpilz, C. difficile.
  178. Tode wegen AB Resistenzen? Hochrechnungen?
    Annahme dass 10Mio Tote/Jahr in 2050 wegen AB-Resistenzen (eher hoch geschätzt), mehr als Krebstote pro Jahr.
  179. Wie kann man versuchen eine Bronchitits von einer Pneumonie zu unterscheiden? Wieso wichtig?
    Pneumonie: Fieber zu 80%, Schüttelfrost, CRP erhöht, Leukozytose, z.T. Desorientiertheit, Husten (aber bei Bronchitis auch!, Tachypnoe und abnormale Thoraxaskultation sprechen stark für Pneumonie und gegen Bronchitis!, Radioloigsche Zeichen wie Infiltrate.
  180. Wieso ist es wichtig zu wissen welche Keime eine Pneumonie machen und resistent sein könnten? Welche Keime?
    • Schwierige Diagnostik, findet nur in 1/3 Fälle Erreger, wenn man sogar Biopsie macht. Darum wenn behandeln wissen was es sein könnte und wie es reagieren könnte, schauen in Tabelle welche Keime gegen welche ABs resistent.
    • Erreger: Zielkeim ist S. pneumoniae, denken an andere Keime wenn Aetiologie zulässt, z.B. wenn im Ausland war, COPD, Schluckstörung, hospitalisiert.
  181. Welche Zellen sonst noch im Fettgewebe vorhanden? Wieso sind sie wichtig?
    • Entzündungszellen vorhanden wie Makrophagen (Entzündungshemmende Funktion), Th2, Regulatorische T Zellen, eosinophyle, weitere innate Lymphozyten.
    • Entzündungszellen im Fettgewebe sind wichtig, weil sie die Regulation von Insulin mitbeeinflussen. Bei Mäusen konnte gezeigt werden dass Elimination von z.B. Neutrophilen für Empfindlichkeit für Gewichtszunahme sorgte.
  182. Welche Rolle spielen immunologische Elemente im Muskel beim normalen Metabolismus?
    Muskel selber keine Entzündungszellen, aber kann selber IL6 produzieren, welche Autokrin wirken: Erhöhung der Glukoseaufnahme durch den Muskel und erhöhte Fettoxidation. Zudem wirkt das IL6 systemisch auch auf die Leber —> erhöhte Glukoneogenese während sportlicher Aktivität und auf die Fettzellen —> Erhöhte Lypolyse.
  183. Wieso ist Bewegung gesund? Myokine? Effekte?
    • Bewegung ist gesund, weil es den Muskel dazu stimuliert Myokine zu produzieren, welche verschiedene Effekte haben.
    • Hypertrophie des Muskels
    • Fettoxidation (IL-6)
    • Insulinsensivität erhöht
    • Antiinflammatorisch (IL-6)
    • Anti-tumor
  184. Auf welche Organe hat Muskelgewebe endokriner Effekt?
    • Leber —> Erhöhung Glukoneogenese
    • Gefässe —> Revaskularisation
    • Pankreas —> Insulin-Sekr. gesteigert
    • Knochen —> Wachstumsfaktoren
    • Fettgewebe —> Erhöhte Lipolyse
  185. Leptin? Wo produziert? Welcher Effekt? Wie entdeckt?
    • Leptin ist ein Hormon, welches vom Fettgewebe sezerniert wird. Leptin löst im Hypothalamus ein Sättigungsgefühl aus welches die Nahrungsaufnahme reduziert. Weitere Wirkung auf das Immunsystem, z.B. Induktion von Th1 Zellen (proinflammatorisch).
    • Entdeckt wurde der Mechanismus aufgrund einer zufälligen Mutation der Maus Obi Obi, welche kein Leptin hat und dadurch stark übergewichtig wurde.
    • Neben dem Sättigungsgefühl hat Leptin noch zahlreiche Effekte auf das natürliche sowie adaptive Immunsystem!
    • Zusätlich wird Leptin auch von Zellen des Immunsystems synth.
  186. Adiponektin? Funktion? Wo synth?
    • Von verschiedenen Zellen sezerniert —> Endothel, Adipozyten und Skelet- und Herzmuskel.
    • Wirkung: Gegenspieler zum Leptin, wirkt antientzündlich (Hemmung der Th1 Differenzierung), senkt die Fettakkumulation (gut für Gefässe).
  187. Was sind die metabolischen Folgen von Überernährung? Wie nennt man diesesn Zustand?
    • Durch das übermässige Angebot sind zelluläre Mechanismen überfordert (zu wenig Kapazität), dadurch entsteht oxidativer Stress, mitochondriale Dysfunktion etc. Dies führt zur Aktivierung einer pro inflammatorischen Signalkaskade mit Entzündungsreaktion und als chronische Folge zum Remodeling z.B. des Fettgewebes. (Antientzündliche Leuk zu entzündlichen. Folge ist auch Insulinresistenz.
    • Metaflammation: leichtgradige chronische Entzündung, metabolischen Ursprungs durch Nahrungsexcess.
  188. Welche Folgen gibt es im Pankreas bei nutritiven Überangebot?
    Durch den erhöhten Spiegel an Fettsäuren und Glukose sind Inselzellen stärker aktiviert, sezernieren zu viel IL-1beta, was dazu führt, dass eine inadäquate Immunreaktion statt findet, welche zur Zerstörung der Betazellen führt also zu Insulinreduktion.
  189. Efferozytose? Zusammenhang Arteriosklerose?
    Als Efferozytose beschreibt man den Vorgang, bei dem Makrophagen Zellen oder hier Ablagerungen in der Intima phagozytieren und dabei als Antwort antiinflammatorische Stoffe sezernieren. Ist die Menge der Ablagerung in der Intima in einem zu grossen Ausmass, nekrotisieren die Makrophagen bei Versuch der Phagozytose, was dazu führt das sich eine Entzündliche Situation in der Intima einstellt, welche noch mehr proinflammatorische Zellen anlockt.
  190. PPAR?
  191. Autophagie? Was wenn gestört?
    • Fähigkeit der menschlichen Zelle für gewisse Situtationen (Energiemangel, unerwünschte Organelle), seine eigenen Organellen zu Autophagieren, zu rezyklieren und Energie daraus zu gewinnen. Wenn Autophagie der Mitochondrien = Mitophagie. Hat fundamentale antiinflammatorische Funktion.
    • Wenn der Abbau und Rezyklierung gestört ist, kann dies zu einer Entzündungsreaktion führt.
  192. Welche Alarmsymptome im Zusammenhang mit abdominellen Schmerzen gibt es?
    • Gewichtsverlust, B-Symptome
    • Blutung —> Melena = Teerstuhl, Hematemesis —> Blut kotzen
    • Ikterus
    • Schmerzen in der Nacht
    • Fam Anamnese mit Kolon CA und entzündlichen Darmerkrankungen.
  193. Welche Tatsachen induzieren eine direkte Gastroskopie? Was sind häufige mögliche Befunde?
    • Wenn epigastrische Bauchschmerzen im Zusammenhang mit folgenden anamnistischen Befunden:
    • Körpergewichtsabnahme
    • Schluckbeschwerden (entzündlicher oder maligner Vorgang).
    • persistierendes Erbrechen
    • Blutungszeichen gastrointestinal
    • pos. Famillienanamnese und wenn Pat. schon etwas Älter.
    • Reflux (begünstigt durch Adipositas) 40%
    • Gastritis bis 45%
    • Ulcus bis 20%
    • Karzinom selten! unter 2%
  194. Welches sind Alarmzeichen welche eine direkte Colonskopie veranlassen sollten?
    • Bauchschmerzen i mZusammenhang mit:
    • Gewichtsabnahme
    • Blut im Stuhl (auch wenn nur fäkalocculter Bluttest positiv).
    • chornische Diarrhoe
    • erhöhtes Calprotectin
    • positive Familienanamnese oder Pat. ist über 50 Jahre.
  195. Calprotectin?
    Messung des Stuhlcalprotectin —> Gibt Auskunft wie viele Granulozyten sich im Stuhl befinden. Daher ein Marker für Entzündung der Darmschleimhaut!
  196. Was ist wichtig bei der Qualitätssicherung der Kolonskopie?
    • gut abgeführt!
    • Gerät welches Aufnahme gemacht hat.
    • Erfahrung des Untersuchers —> Adenom-Detektionsrate.
  197. Welche Diagnosen im Colon häufig? Welche nicht so häufig?
    Im Kolon oft kein Befund (altersabhängig), meistens finden von Polypen, selten M. Crohn, Colitiden oder Carcinom.
  198. Dyspepsie vs funktionelle Dyspepsie? Rome Kriterien?
    • Von einer Dyspepsie spricht man wenn abdominelle Beschwerden vorhanden sind, welche aber noch nicht abgeklärt wurden.
    • Von einer funktionelle Dyspepsie spricht man wenn bereits abgeklärt wurde, aber keine organische Ursache gefunden wurde.
    • Rome Kriterien definieren eine Dyspepsie, 4 Kriterien, welche schon seit 6 Monaten oder seit 3 Monaten kontinuierlich:
    • störendes postprandiales Völlegefühl
    • frühzeitiges Sättigungsgefühl
    • epigastrische Schmerzen
    • epigastrisches Brennen
    • diese 4 Kriterien ohne Hinweis auf organischen Ursprungs.
  199. Welche Pathologien sollte man sicherlich ausschliessen wenn eine Dyspepsie vorhanden ist?
    • H. pylori —> Magenbiopsie
    • Ausschluss von Ösophagitis, Gastritis, Duodenitis, Ulkus Magen/Dünndarm oder Karzinom. Gallenblasepath. ausschliessen.
  200. Was ist das Reizdarmsyndrom?
    • chronische rekurente GIT Symptome:
    • Unterbauchschmerzen
    • veränderter Stuhlgang
    • Blähung
    • aber keine strukturellen/biochem. Abnormalitäten
  201. Wo hat es am meisten Normalflora? Welche Eigenschaften? Wo am dichtesten besiedelt?
    • Dichteste Besiedelung im Colon Zotten enger als Krypten, meisten sind strenge Anerobier, oft eng mit aplikaler Epithelseite assoziert. Mund auch sehr zahlreich besiedelt! Viele Bakterien, welche Biofilm produzieren. Im Ileum auch viele.
    • wenig besiedelt —> Oberer Dünndarm und Magen
    • gar nicht besiedelt —> Leber, Gallenblase + Wege und Pankreas.
  202. Beschreibe grob in 5 Konzepten wie Bakterien im GIT überleben können/pathogenetisch wirken?
    • Besitzen Virulenzeigenschaften, welche ihnen das überleben ermöglicht. z.B. Adhäsine, Geisseln, Enzyme (Toxine).
    • Keine Penetration, Manifestation der Pathogenese intraluminal
    • Penetration der Darmwand, gelangen nach systemisch evt. organspezifisch
    • Verlagerung der Darmflora von Luminal nach basolateral bei Ischämie z.B. oder gelangen in Magen (overgrowth-Syndrom) etc.
    • Durch gestörte Darmfloragleichgewicht, pathologische Auswirkung. z.B. Clostridium difficile nach AB-Therapie.
  203. Welche Typen von GIT Infektionen gibt es? bekannte Beispiele?
    • nicht entzündliche —> durch Enterotoxin oder Adhärenz —> Vibrio cholerae durch Choleratoxin, ETEC = enterotoxigener (E. coli) typisch bei Reisedurchfall, Norovirus, St. aureus, Rotavirus, Bacillus cereus, Giardia lambila.
    • entzündliche Infektion —> Invasion/Zytotoxizität —> EPEC (enteropathogen), Shigella, Clostridium diff., Salmonella enteritits, Campylobacter jejuni.
    • invasiv —> Pentetration mit systemischer Auswirkung —> Salmonella typhi, Yersina enterocolitica.
    • Nichsche —> H. pylori im Magen
    • Eintrittspforte (ohne Symptome im GIT selber) —> Parasiten, Lysreria monocytogenes.
  204. Intoxikation vs Infektion im Bezug auf gastroenteritische Infektionen? Wie äussert sich? Welche Erreger typisch für Intoxikation?
    • Intoxikation —> Toxin wurde bereits im Lebensmittel vorproduziert und war bereits bei der Einnahme vorhanden. Dabei kann das virulente Bakterium bereits tot sein. Also nicht infektiös!
    • Infektion —> Das virulente Bakterium wird eingenommen und die Toxinproduktion beginnt erst im Wirt nach dem Bakterium sich genügend vermehrt hat.
    • Manifestation: Schon nach kurzer Zeit 30 min bis 6h kommen Symptome —> Erbrechen und wässriger Durchfall.
    • Beispiele: Staph. aureus —> Enterotoxine (typisch auf Softice), Bacillus cereus —> emetisches (Brech) Toxin.
  205. Bacillus cereus? Vorkommen? Virulent?
    • Sporenbildner, wächst in Lebensmittel 5 bis 60° Celsius —> Getreideprodukte (Reis!), Rohmilch, viele andere!
    • Produziert hitzeresistentes Toxin, welches emetisch wirkt.
  206. ETEC? Pathophysilogie? Behandlung?
    • Enterotoxische E. coli —> nicht invasiv aber toxisch. Typischer Erreger bei Reisedurchfall
    • Durchdringen Schleim bis zu Enterozyt dann dort Vermehrung, Produktion Toxin, selber Mechanismus wie bei Choleratoxin.
    • keine AB-Therpaie induziert, weil Besserung nicht relevant schneller! Etwas 72h ausser Gefecht! ABs könnten sekundär Probleme machen (Cl. difficile).
  207. Rotaviren? Pathologie in Darm? Wer betroffen?
    • Nicht entzündliche Infektion, verursacht durch das NSP4 = Non structure Protein 4, welches als Enterotoxin wirkt (Einfluss auf Ionentransportsysteme nimmt, Cl- Sekretion erhöht und Disaccharidaufnahme gestört) und eine Diarrhoe mit starker Dehydratation machen kann.
    • Oft Vorschulkinder betroffen!
  208. EPEC? Pathomechanismus?
    • Enteropathogene E. coli —> wirken entzündlich auf Darmepithel.
    • Pathomechanismus —> gelangen auf Enterozyt, Adhäsion, Injektion von Toxin via Injektionsnadel (Typ III Sekretion, entwickelt aus einer Flagelle), Umbau des Zytoskelets im Enterozyt, Bakterium thronen auf Sockel. Durch Umbau Zytoskelett = Entzündung. Durch Sockelbildung und verkleinerter Enterozytenoberfläche ist der Elektrolytenfluss gestört —> Diarrhoe.
  209. EHEC? Pathomechanismus?
    • Entero hämorrhagischer E. coli. Vom Pathomechanismus her das gleiche wie EPEC, aber noch zusätliches Toxin:
    • Shiga-like toxin, welches durch Enterozyt in Blutbahn geht und in Endothel wirkt (vor allem Glomerulus), dort Hemmung Proteinsynthese, Zellnekrose, Gerinnnungsaktivierung, Mikrothroben, akutes Nierenversagen. —> hämolytisch-urämische Syndrom.
  210. Clostridium difficile? Merkmale? Pathogenese? Toxine? Diagnostik?
    • Anaerobier, gram positiv, sporenbildnende Stäbchen
    • Erkranken nach AB Therapie
    • Normalflora = natürliche Resistenz gegen Cl. difficile, wenn aber fehlen —> kann sich problemlos Ausbreiten, Toxinproduktion —> Fieber, schwere Colitis mit Durchfall, Schmerzen, Perforation, sieht massive pseudomembranöse Auflagerung im Colon.
    • Zwei Toxine welche zusammen wirken. Zuerst Toxin A —> In Enterozyt, dort bewirken loslösen der Zellverbindungen unter den Enterozyten, so kann Toxin b nach basolateral gelangen, macht Entzündung und Apoptose der Enterozyten.
    • Suchen nach den Toxinen A und B für den Nachweis von Cl. diff.
  211. Campylobacter spp.? Was macht er für Symptome?
    • wässriger oder blutiger Durchfall, wenn invasiv —> Arthritis
    • Oft auf Geflügel, Lebensmittelassoziert.
  212. Shigella und Salmunella? Pathomechanismus? Klinik?
    • Mikroinjektion (Typ III Sekretionsapparat) von Effektorproteinen → Signaltrans- duktionskaskade → Reorganisation Zytoskelett = „Membran „ruffling“ (Art Plasmaausstülpung).
    • Invasion Shigellen —> Nach Invasion Induktion Apoptose Makrophagen Submukosa, aber Zytokinsekretion, massive Einwanderung von Neutrophilen —> hochentzündliche Ulzera, Shigellenruhr (blutiger Diarrhoe).
    • Invasion Salmonellen: gleich wie Shigella ausser, das nicht Apoptose Makrophagen sondern verweilen in Makrophagen.
  213. Typhus abdominalis? Erreger? Symptome?
    • Salmonella typhi
    • Über GIT macht systemische Infektion, weil Invasion. Besonders bei Tropenrückkehrern.
    • 1-3 Wochen Inkubationszeit.
    • Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, “Bronchitis”, Bradykardie, Verwirrung, roter Hautausschlag (Roseolen).
  214. H. pylori? Virulenzfaktoren? Überleben?
    • gram negatives Bakterium, welches bei 30-100% Menschen vorhanden.
    • Flagellen —> Schwimmen weg von Säure, so gelangen zu Magenschleimhaut.
    • Urease —> Spaltet Harnstoff in Ammoniak und CO2 = Anheben des umliegenden pH
    • Adhäsion und Injektion von Toxin, welches Umbau Magenepithel macht (so besseres einnisten).
    • Kann Ursache von Ulzerationen und Magenkarzinom sein.
  215. Pathomechanismus bei Lyst. monocytogenes?
    Eindringen oral und Überwindung der Epithelwand, Invasion von Monozyten und Neutrophilen und gelangen in Gehirn (Enzephalitis, Meningitis) oder bei Schwangeren —> Fetus-Schädigung.
  216. Welche Funktionen hat die Sternzelle? Synonym? Durch was wird sie aktiviert? Welche besonders effizient? Wieso pathologisch?
    • =Ito-Zele —> speichert Vitamin A und produziert die EZM zwischen Endothelzelle und Hepatozyt.
    • Aktivierung durch:
    • T-Zelle
    • Hepatozyt, bei Apoptose (freie Radikale) oder durch Wachstumsfaktoren, Apoptose sehr effizient! Bewirkt Aktivierung direkt oder auch via Kupferzellen.
    • Gallengangzellen
    • Kupferzellen —> Kupferzellen auf LPS sensitiv, führt zu Ausschüttung Zytokinen, welche Sternzelle aktivieren!
    • TNFA-alpha, welches von meisten Zellen in der Leber sekretiert wird.
    • In allen Leberkrankheiten geschieht Apoptose von Hepatozyten, was zu Aktivierung von Sternzellen und schliesslich zur Fibrosierung führt.
  217. Ist eine Fibrosierung der Leber reversibel?
    Ja konnte gezeigt werden, dass wenn Behandlung mit Prednison kann Fibrosierung rückgängig gemacht werden!
  218. Was ist der Fibroscan?
    • Misst wie steif die Leber ist. So kann man abschätzen, wie stark die Fibrosierung ist.
    • 4-8 kPa ist normal
    • über 8kPa ist verhärtet
    • wenn 2x über 9.5 gemessen Stadium III —> heisst Hep. C Therapie kassenpflichtig
    • 20-30 kPa ist eine Zirrhose
  219. Welche Ansatzpunkte hat man zur Behandlung einer Leberzirrhose?
    • Behandlung der Grundursache —> z.B. Elimination der Hep. C Viren, Reduktion Alkoholkonsum etc.
    • Unterdrückung der Immunantwort und somit Verhinderung der Sternzellaktivierung.
    • Elimination der Sternzellen oder versuch sie zu inaktivieren.
    • Abbau der EZM fördern.
  220. Definition Leberzirrhose?
    • Fibrose und Abnorme Knoten (Regenerationsknoten) in der Leber
    • Endpunkt aller chronischen Lebererkrankungen
    • Man kann von einem abnormen Remodeling der Leber nach Proliferation sprechen!
  221. Wie ist die Regenerationsfähigkeit der Leber? Was bei Stimulus durch Zelluntergang?
    • Leber besitzt die Fähigkeit sich innerhalb eines Jahres vollständig zu regenerieren.
    • 1 auf 20’000 Hepatozyten gerade in Teilung.
    • Alle Hepatozyten in G 0 Phase, wenn nicht am Teilen.
    • Bei Zellschaden grössere Zahl Hepatozyten zerstört, darum mehr als 1 / 20’000, welcher proliferiert. Darum Aktivierung von Stammzellen um Portalfeld herum.
  222. Wie verläuft die Präregenerative Phase beim Remodeling in der Leber?
    • Priming (Wechseln von G 0 Phase in G1):
    • Autokrine Sekretion von TGF-alpha, Parakriner Effekt durch HGF und IL-6 (von Kupferzelle z.B.)
    • Aufhebung der Sinusoide:
    • Voraussetzung ist keine Matrix im Disseraum, weil sonst Fibrosierung im Weg ist. (Kapilarisierung des Sinusoids).
    • Bildung von Hepatozytencluster:
    • autonome Proliferationeinheiten von 10-12 Hepatozyten. (Bei Fibrose können sich Hepatozyten nicht mehr in Clustern zusammenfinden:)
    • Transitorischer Trabekelverlust:
    • Aufhebung der Tight junctions zwischen den Hepatozyten
  223. Wieso kann aus der Zirrhose ein hepatocelluläres Karzinom entstehen?
    Durch das fehlerhafte Remodeling sind Hepatozyten eingeschlossen und können sich nicht in Trabekel zusammenfinden. Sie beginnen mit der inadäquaten Proliferation und beginnen Aberrationen auf zu weisen. (Welche aber nicht typisch für die späteren Hepatocellulären Karzinome sind). Genetische Instabilität resultiert schliesslich in hcC.
  224. Was ist der First-passeffekt?
    Fraktion einer Dosis welche z.B. oral gegeben wurde und nie das Ziel —> systemische Kreislauf erreicht.
  225. Bioverfügbarkeit F?
    Fraktion Dosis, welche z.B. oral gegeben wurde und intakt das Ziel erreicht.
  226. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Verteilungsvolumen, Clearance und der Halbwertszeit? Formel?
    • Die Halbwertszeit hängt von Verhältnis Verteilungsvolumen und Clearance ab. Ist die Clearance sehr hoch und das Verteilungsvolumen sehr klein, ist die Halbwertszeit klein.
    • Formel: t1/2=(0.693*V)/CL
  227. Was ist eine Prodrug?
    Medikament welches inaktiv ist und erst seine Wirkung entfaltet wenn es durch die Leber metabolisiert wird.
  228. Was passiert in den verschiedenen Phasen der Detoxifikation in der Leber?
    • Phase I: Metabolit wird reaktiv gemacht, Veränderung der Struktur —> Mittels CYP450 Isoenzymen (im ER) Oxidation, Reduktion, Hydrolyse, Desaminisierung oder Desalkylierung.
    • Phase II: reaktiv gemachter Metabolit soll wasserlöslich werden —> Glucuronidierung oder Sulfatierung = Koppelungsreaktion.
    • Phase IIIa: Ausscheidung in die Kanalikuli via ATP Effluxpumpen
    • Phase IIIb: Ausscheidung in das Blut und dann via Niere aus dem Körper.
  229. Wann gibt man lieber Oxazepam als Diazepam? Wieso?
    Bei Alten Menschen Gabe von Oxazepam besser als Diazepam, weil Oxazepam ein Metabolit von Diazepam ist (nach dem die Phase I durchlaufen wird). Weil die Phase I im Alter beeinträchtigt wird, im Gegensatz zu Phase II, gibt man besser Oxazepam (keine Wechselwirkungen).
  230. Welche CYP450 Enzyme machen den grössten Teil des Abbaus aus? Welche können Polymorphismen haben?
    • CYP3A macht über die Hälfte aller Phase I Reaktionen, keine Polymorphismen!
    • CYP2D6 macht etwa ein Viertel, vor allem Abbau von Psychopharmaka, Polymorphismen vorhanden, also ultra rapid metabolizer etc.
    • CYP2C viele Schmerzmittel darüber abgebaut, etwa 10%, Polymorphismen in 2C19 und 2C9
    • CYP1A2 —> Koffeinabbau
    • CYP2E1 —> Paracetamol
  231. PGP? Synonym? Wo wirkt er? Problematik?
    • PGP —> P-Glykoprotein
    • Synonym —> MDR1 = Multi drug resistant protein 1
    • In Gehirn (Bluthirnschranke), Niere, Leber und Darm (hier rausbefördern von Alkaloiden, von Pflanzen, machen sie um sich vor Verzerr zu schützen).
    • Problem: In mutierten Zellen befördern PGPs Chemopharmaka gleich wieder aus Zelle raus.
  232. Welchen Effekt kann Johanneskraut haben? Wieso nimmt man es ein? Mechanismus bei Interaktion mit anderern Medis? Beispiele?
    • Eigentlich setzt man es ein gegen Angst und Unruhe. Es kann aber schwere Nebenwirkungen machen, weil es das PGP (MDR1) raufreguliert und auch CYP3A4 aktiviert. So kann Bioverfügbarkeit von Medikamenten (wie Cyclosporin, orale Kontrazeptiva) stark gesenkt werden.
    • Johanneskraut aktiviert den Pregnan X Rezeptor (PRX), welcher Gene für Arzneimittelausscheidung aktiviert —> MRP1+2, CYP3A4 und CYP2B6 und auch Phase II Enzyme, wie UGT (Glucuronidierung) und Sulfotransferase.
    • Beispiele: Aufhebung Wirkung von Cyclosporin, rifampin (gegen Tuberkulose) und viele Antiepileptika.
  233. Was ist problematisch wenn man Codein neben den Einsatz gegen Husten auch für Schmerzen gibt?
    Codein wird durch CYP2D6 zu Morphin verstoffwechselt, aber in 10% der Pat. keine CYP2D6 vorhanden, also keine Wirkung als Schmerzmittel!
  234. Wie ist etwa Verteilung der Ultra rapid metabolizer?
    • In der Schweiz 1% welche mehrere Alelle für 2D6 haben und sehr schnell verstoffwechseln.
    • Gewisser Nord-Südgradient vorhanden!
    • Spanien 7%
    • Saudiarabien 21%
    • Äthiopien 29%
  235. Was ist der Vorteil einer hohen Bioverfügbarkeit?
    Durch eine hohe Bioverfügbarkeit, ist man sicherer gegen Wechselwirkungen, da bei einer Bioverfügbarkeit von 95% die Hemmung der CYP nicht zu einer wesentlichen Steigerung der Medikamentenspiegels führt. Hingegen wenn man eine tiefe Bioverfügbarkeit hat, kann plötzlich ein sehr hoher Medikamentenspiegel vorhanden sein.
  236. Wie verändert sich die Pharmakokinetik bei Leberzirrhose?
    • Durch den Verlust der funktionellen Lebermasse nimmt vor allem die Phase I ab, CYP3A4 und CYP1A2 betroffen. Dadurch wird die hepatische Clearance schlechter und die Bioverfügbarkeit nimmt zu.
    • Glukoridierung bleibt aber lange erhalten.
  237. Was sollte man bei Leberinsuffizienz und Medikamentengabe beachten?
    • vorwiegend renal geclearte Medis kann man in der selben Dosierung wie ohne Leberinsuffizienz geben.
    • Hepatisch eliminierte Medis (parenteral sowie enteral) mit hoher Bioverfügbarkeit, kann man geben, sollte aber Erhaltungsdosis um die Hälfe reduzieren, da die Clearance eingeschränkt ist.
    • Wenn enterale Gabe von Medis mit tiefer Bioverfügbarkeit, aufpassen! Da Abbau extrem verschlechtert sein kann! Darum von unten Anschleichen mit Initialdosis und Erhaltungsdosis.
    • Prodrugs ganz meiden, weiss nicht was passiert!
  238. Wie verändert sich die Leberclearance im Alter? Was kann man machen?
    • Im Alter ist die Cytochrom Funktion (Phase I) eher verschlechtert, darum ist die Clearance im Alter tendenziell schlechter als bei jungen Menschen. Man muss aber auch beachten, das die Variabilität bei alten Menschen beträchtlich grösser ist als bei Jungen, weil diese eher krank sind (Leberinsuffizienz z.B.)
    • Elegante Lösung ist die Gabe von Medis welche nur über die Phase II laufen, da diese weniger beeinträchtigt ist im Alter.
  239. Welche Veränderungen macht die Leberzirrhose? (3 Kategorien)
    • Histologie —> Veränderung der Leberstruktur, Fibrosierung, BM-Bildung bei Endothel, Proliferationsknötchen.
    • Haemodynamisch —> Portale Hypertension durch erhöhten Wiederstand. Arterielle Vasodilatation, Portosystemische Kollateralen.
    • Biochemie —> Albumin reduziert, Bilirubin erhöht, Hyaluronat (Abbauprodukt Firbrose) gesteigert, Kreatinin gesteigert.
  240. Welches sind Symptome der Leberzirrhose?
    • Ikterus
    • Ösophagusvarizen
    • Spidernävi
    • Caput medusae
    • Palmarerytheme
    • Aszites
    • Cholestase mit Juckreiz
    • Hepatische Enzephalopatie —> Durch Ammoniak
  241. Was ist der Child-Pugh? Welche Alternative?
    • Beurteilung von versch. Parametern (Bilirubin, Albumin, Quick, Aszites, Enzephalopatie), jeder Parameter Punkte 1-3, dann Einteilung in Kategorien A,B unc C, C hat dabei die schlechteste 1-Jahrenüberlebensrate.
    • Der MELD-Score bietet eine gute Alternative mit nur 3 Werten
  242. Welcher pathophysiologischer Vorgang verstärkt die portale Hypertension bei der Leberzirrhose noch zusätzlich?
    Durch die Portale Hypertension ist im Darm die Motilität gestört, dadurch verweilen Nahrungsreste länger als sie sollten dort. Dies erleichtert es den Bakterien sich zu breit zu vermehren, Darmpermeabilität erhöht sich. Bakterielle Bestandteile (LPS) oder Bakterien selber gelangen in Portalvene, bewirken dort eine Vasodilatation (Endothel reagiert mit iNOS) darum noch gesteigerte Hypertension. Zusätzlich werden die Kupferzellen aktiviert, welche mit Cytokinen antworten, Sternzellen aktivieren und diese dann Fibrose durch Fibrogenproduktion noch verstärken.
  243. Nach welchen 2 Komplikationen muss gescreent werden, wenn eine Leberzirrhose bekannt ist?
    • Ösophagusvarizen
    • Hepatocelluläres Karzinom.
  244. Was ist der HVPG? Wann problematisch?
    Hepatic venous pressure gradient. Messung in der Portalvene zuerst ohne aufgeblasenen Katheter und dann mit aufgeblasenen. Messung des Druckunterschiedes. Wenn über 12mmHg Gradient, Hinweis für eine relevante Leberzirhrose mit Varizenblutungsrisiko.
  245. Welche Interventionsmöglichkeiten hat man bei akuten Ösophagusvarizenblutungen?
    • Medikamentös —> Senkung des Druckes mittels Vasokonstriktion der A: mesenterica sup und des tr. coeliacus
    • TIPS: = transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt.
    • Macht Umgehung der Leber von der Portalvene direkt in die V. cava inf.
    • Art Stent wie bei Herz einfach viel grösser.
    • Gabe von Antibiotika um Entzündung in Portalvene zu senken.
    • Mittels Endoskop Verschluss der blutenden Varizen.
  246. Wieso findet bei einer progredienten Leberzirrhose eine Abnahme der GFR statt?
    Mit zunehmender Zirrhose und einhergehender Portalen Hypertension, ist die Perfusion der Niere immer schlechter, weil die Vasodilatation des Tr. coeliacus und der A. mesenterica sup. immer stärker werden. Durch die verschlechterte Perfusion nimmt die GFR kontinuierlich ab, weil auch ATN durch Mangelperfusion zu erwarten ist.
  247. Parazentese? Wann indiziert? Was können Komplikationen sein und Massnahme?
    • Parazentese = Punktion eines Hohlorgans zur Entlastung durch Draingage.
    • Verwendet es vor allem für Aszitespunktion.
    • Indikation: Wenn klinisch evidente Aszites, tiefe Quickwerte beim Zirrhotiker keine KI, weil auch weniger prothrombotische Faktoren prod. werden. Thrombozyten sollte es aber genug haben!
    • Komplikation: Durch Volumenverlust reagiert der Körper mit RAAS und Sympathikusaktivität (system. Vasokonstr.) dadurch leidet die Nierenfunktion stark, Auswirkungen auf Überlebenszeit. Durch die Gabe von Albumin kann diese Komplikation vorgebeugt werden.
  248. Wie behandelt man eine Aszites langfristig?
    Entwässern! Gabe von Aldosteronrez. Antagonisten oder Schleifendiuretikum.
  249. Welche Laborparameter bestimmt man bei der Asitespunktion?
    • Albumin —> wenn grosse Differenz Serum und Punktat —> Bestätigung, dass von portalen Hypertension, sonst muss man adere Ursache, wie Peritonealkarzigonese vermuten.
    • Proteine
    • Neutrophile —> spontane bakterielle Peritonitis
    • Proteine —> Steigerung korelliert mit spontaner bakterieller Peritonitis
    • Hämkulturen -> für adäquate antibiotische Behandlung
  250. Wieso sammelt sich Ammoniak an bei Leberinsuffizienz? Alternativer Abbau? Pathomechanismus hepatischer Enzephalopatie? Massnahme?
    • Ammmoniak wird durch Darmbakterien produziert, entsteht bei Deamination von Glutamin und wird auch durch N-haltige Nahrung aufgenommen.
    • Muskel baut auch Ammoniak ab, also Muskelmasse erhalten!
    • Pathomechanismus: Durch das erhöhte Ammoniak wird vermehrt Glutamat zu Glutamin transaminiert in den Astrozyten, weil Glutamin osmotisch aktiv, kommt es zu anschwellen der Astrozyten (Hirnödem). Glutamin wird dann in den Mitochondrien abgebaut, was zu oxidativen Stress führt. Zusätzlich werden noch Proteine transaminiert.
    • Massnahme: Gabe von ABs zur Eindämmung der Bakterien und somit der Ammoniak-Produktion.
  251. Was verändert sich physiologisch am Herzen im Alter?
    • Diastolische Funktion —> Durch die verminderte Compliance, füllt sich das Herz weniger gut, dies wird teilweise durch eine erhöhte Füllung spätdiastolisch durch die verstärkte Vorhofkontraktion kompensiert.
    • Systolische Funktion —> in Ruhe nicht eingeschränkt, unter Belastung Abnahme der Myokardkontraktion, O2-Aufnahme auch vermindert, max Puls tiefer, EF auch kleiner. Also HMV kleiner als beim Jungen (kann 4x steigern) Betagter kann nur doppeltes HMV Ruhe.
  252. Wie verändert sich die Physiologie der Lunge im Alter?
    • Vor allem nimmt das FEV1 ab! -> durch Compliancezunahme ist die elastische Kraft schwächer, darum ist die Ausatmung erschwert.
    • Residualvolumen nimmt auf Kosten der VK zu, darum TLK konstant!
    • Die Compliance der Brustwand nimmt aber ab (Kyphoskoliose, Verkalkung Knorpel, Arthros) —> Viel fragiler, Reanimation häufiger Frakturen etc.
    • Leichte Abnahme des pO2 weil periphere Luftwege eher kollabieren, Re-Li Shunts. Aber nur leichte Abnahme! Darum sollte im Normbereich bleiben.
  253. Wieso nimmt VO2 max im Alter ab?
    • Weil HMV im Alter abnimmt
    • Atemminutenvolumen ist kleiner weil FVK abnimmt.
    • Muskelmasse reduziert (verbrennende Maschinerie).
  254. Wie verändert sich der Blutdruck im Alter? Wie viele haben arterielle Hypertonie?
    • Der systolische Blutdruck nimmt zu weil der Widerstand in den Gefässen allgemein grösser wird (Compliance Abnahme).
    • Weil die Gefässe starrer sind ist auch die Windkesselfunktion eingeschränkt und dadurch der diastolische Blutdruck kleiner. In allem nimmt also die BD Amplitude im Alter zu!
    • Arterielle Hypertonie haben 70% der 75 Jährigen.
  255. Wie verändert sich die Nierenfunktion im Alter? Kalium?
    • Abnahme der GFR um etwa 8ml/min jede Lebensdekade, Kreatininclearance bleibt aber etwa konstant, weil Muskelmasse im Alter auch abnimmt.
    • Konzentrationsfähigkeit Urin ab 30 schlechter um 30mosmol/kg alle 10 Jahre, weil Na-Rückresorption im distalen Tubulus schlechter wird und Sammelrohr weniger auf ADH anspricht. Also anfälliger für Exsikkose bei Durchfall etc.
    • Das Serumkalium ist eng reguliert und nimmt im Alter nicht ab. Das Gesamtkörperkalium nimmt aber ab, weil viel Kalium im Muskel gespeichert. Darum bei Verlust durch Diahrroe z.B. sensibler weil weniger Rentention möglich und Speicher auch schon kleiner. Kaliumexkretion auch schlechter!
  256. Ernährung im Alter? Was verändert sich in der Verdauung? Etwas Ruheenergiebedarf?
    • Magen: Durch die schlechtere Compliance ist der Magen weniger gut dehnbar und daher schneller gefüllt —> Sättigungsgefühl tritt vorher ein, darum viele kleine Mahlzeiten über Tag verteilt.
    • Dünndarm: Resoption nicht relevant betroffen nur für spezifische Dinge —> Calcium (weil Vit. D Mangel), Eisen und Vit. B12.
    • Energiebedarf —> Frau 75J 1600 Kca, Mann 75J 2100Kcal (nur Ruhebedarf!)
  257. Wie verändert sich der Knochen im Alter?
    • Vit. D reduziert (verminderte Aufnahme und Synthese), also auch verminderte Ca2+ Aufnahme.
    • PTH erhöht, also verstärkter Knochenabbau.
  258. Welche molekularen und zellulären Ursachen für das Altern gibt es?
    • genomische Instabilität
    • Verkürzung der Telomere
    • epigenetisch Veränderungen (Methylierung, Histon Acytilierung) —> Veränderung der Transkriptionsrate
    • Verlust der Proteostase —> Synthese und Abbaugleichgewicht der Proteine etc.
    • Deregulierte Ernährung
    • Mitochondrielle Dysfunktion —> Im Alter Ansammlung von Sauerstoffradikalen, mtDNA Mutation, Mitochondrienuntergang.
    • Seneszenz der ZellenStammzellerschöpfung
    • Veränderte interzell. Kommunikation
  259. Was ist die Hayflick Limitation? Was wenn wieder Verlängerung mit Telomerase? Gefahr?
    • Versuch mit Fibroblasten, geschaut wie viel mal sie sich Teilen. Zwischen 50-60x geteilt (Zählt allgemein!). Danach in Ruhephase, weil Telomere (TTAGGG) zu kurz, Risiko für Fehler zu gross! Werden zu kurz weil der RNA-Primer beim 5’ Ende nicht ersetzt werden kann durch DNA, da nur von 3’ Richtung 5’
    • Versuch in Mäusen —> Gentherapie mit Telomerase, Mäuse leben länger und gesünder.
    • Gefahr für Entartungen! In 80% Tumore Telomerase reaktiviert.
  260. Sirtuine?
    Deacetylieren Histone der DNA, so wird DNA weniger abgelesen, führt in der Tendenz zu einem verminderter Metabolismusgeschw. —> wirkt lebensverlängernd.
  261. Aus welchen Elementen besteht die Proteostase? Wie im Alter?
    • Autophagie —> ungefaltete/ schlecht gefaltete Proteine werden durch Hsp markiert oder auch spontan autophagiert und anschliessend abgebaut.
    • Proteosomaler Abbau von schlecht/nicht gefalteten Proteinen durch vorgängiges Markieren durch Ubiquitinierung.
    • Chaperone (vor allem Hsp) welche Helfen Protein sich richtig zu falten.
    • Wenn die oben genannten Mechanismen im Alter nicht mehr funktionieren, kommt es zur Aggregation der Proteine (Paradebeispiel: Beta-amyloid Plaque).
  262. Auswirkung Ernährung auf Alter?
    Viel Ernährung steigert Insulin und IGF-1 was zu mehr Wachstum und Proliferation führt. Dies führt zu Altern. Experiment in Affen konnte zeigen, durch kalorische Restriktion Leben konnte verlängert werden.
  263. Stammzellerschöpfung? Welche Faktoren tragen dazu bei?
    • Im Alter ist nicht die Zahl der Stammzellen reduziert (eher erhöht), aber die Differenzierung in die funktionellen Zellen ist nicht mehr sehr effizient.
    • Faktoren: Unterscheidung in intrinsische und extrinsische Faktoren
    • intrinsische —> Sauerstoffradikale, Mitochondrienuntergang, Proteostase gestört, epigenetische Veränderungen.
    • extrinsische —> Veränderung der Stammzellnischen, Änderung des Gesamten Mileus (proentzündlich)
  264. Welches klinische Bild macht das Delir?
    • akuter Beginn, flukturierend
    • Störung Aufmerksamkeit
    • Desorganisiertes Denken
    • Bewusstseinsveränderung (Benommen, Somnolenz).
  265. FXR?
    Nuklärer Rezeptor welcher bei der Regulierung der Gallensalze beteiligt ist, wenn aktiviert, Suppresion der Gallensalzproduktion aus Cholesterin.

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cecchi_star
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2017-05-28 15:06:12
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