IS-U Grundbegriffe

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Author:
cardiff97
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50150
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IS-U Grundbegriffe
Updated:
2010-11-17 10:39:35
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IS-U Grundbegriffe
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  1. Wofür ist der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) verantwortlich?
    • für Betrieb, Wartung und Ausbau der Hochspannungsnetze
    • Liefern den Strom über große Entfernungen
    • Verbinden Verteilnetze miteinander
    • muss den prognostizierten Energiebedarf decken
    • muss die Regelenergie on demand bereitstellen
  2. Nenne die möglichen Marktrollen in der Energiewirtschaft
    • - Übertragungsnetzbetreiber
    • - Verteilnetzbetreiber
    • - Lieferant
    • - Messstellenbetreiber
    • - Bilanzkoordinator
    • - Bilanzkreisverantwortlicher
    • - Kunde / Verbraucher
  3. Was versteht man unter Regelenergie?
    • wird nötig, um unerwartete Spitzen auszugleichen
    • wird auch als Regelleistung bezeichnet
    • Muss on demand bereitgestellt werden können
    • Unterscheidung in:
    • * Primärregelung
    • * Sekundärregelung
  4. Was bedeutet Primärregelung?
    gleicht Schwankungen im Sekundenbereich aus, z. B. durch Erhöhung der Turbinenleistung
  5. Was bedeutet Sekundärregelung
    stellt die Sollfrequenz innerhalb von 15 Minuten wieder her, z. B. durch zusätzlichen Reaktor, Kraftwerk
  6. Erkläre die Rolle des Verteilnetzbetreiber
    • Für Betrieb, Wartung und Ausbau der Nieder- und Mittelspannungsnetze
    • Stellen das Bindeglied vom Hochspannungsnetz des ÜNB zum Hausanschluss des Kunden dar
    • Liefern den Strom über geringe bis mittlere Entfernungen
    • Es existieren ca. 900 VNB in Deutschland
  7. Erkläre die Rolle des Lieferanten
    • Schließt mit dem Stromkunden einen Stromliefervertrag ab
    • Lieferant beliefert daraufhin den Kunden mit Strom
    • Dazu nimmt der Lieferant Kontakt mit dem bisherigen Lieferanten auf um die Kündigung dort vorzunehmen und informiert den VNB
    • Veranlasst eine Ablesung der entsprechenden Geräte
    • Erstellt dem bisherigen Lieferanten eine Schlussrechnung
    • Lieferant und Netzbetreiber können sich unterscheiden
  8. Erkläre die Rolle des Messstellenbetreibers
    • Verantwortlich für Installation, Wartung und Austausch der Geräte
    • Diese Rolle wurde früher vom VNB wahrgenommen
    • Der Verteilnetzbetreiber ist im Notfall noch Messstellenbetreiber
  9. Erkläre die Rolle des Messdienstleisters
    • Verantwortlich für die Ablesung der Messgeräte
    • Verantwortlich für die Übermittlung der Ablesedaten an den VNB
  10. Welche Ableseverfahren gibt es?
    • Zählerfernauslese (ZFA)
    • Übermittlung diskreter Zählerstände
  11. Erkläre die Rolle des Bilanzkoordinators (BIKO)
    • Verantwortlich für die Bilanzkreisabrechnung seiner Regelzone
    • Diese Rolle wird durch den ÜNB (Übertragungsnetzbetreiber) wahr genommen
  12. Erkläre die Rolle des Bilanzkreisverantwortlichen (BKV)
    • Verantwortlich für die ausgeglichene Bilanz zwischen Einspeisungen und Entnahmen seiner Bilanzkreise
    • Zuständig für einen oder mehrere Bilanzkreise
    • ca. 650 BKVs und ca. 1350 Bilanzkreise
  13. Welche EDIFACT Nachrichtentypen wurden zur Abwicklung der Geschäftsprozesse definiert?
    • UTILMD
    • MSCONS
    • REQDOC
    • CONTRL
    • INVOIC
    • REMADV
    • APERAK
  14. Wozu dient UTILMD?
    UTILMD (utilities master data message) - Stammdatentausch zu Kunden,Verträgen und Zählpunkten
  15. Wozu dient MSCONS?
    MSCONS (metered services consumption report message) - Zählerstände, Ableseergebnisse, Energiemengen
  16. Wozu dient REQDOC?
    REQDOC (request document) - Anforderung von Daten, Dokumenten,Informationen
  17. Wozu dient CONTRL?
    Protokollnachricht
  18. Wozu dient INVOIC?
    INVOIC (invoice message) - Leistungsabrechnungen für Netz- und Energiedienstleistung
  19. Wozu dient REMADV?
    REMADV (remittance advice) – Zahlungsavis
  20. Wozu dient APERAK?
    APERAK - Bestätigungsmeldungen und Anwendungsfehlermeldungen
  21. Erkläre das IS-U Haus
  22. Erläutere das Stammdatenmodell
  23. Beschreibe Zählpunkt
    • Netzpunkt an dem Energiefluss messtechnisch erfasst bzw. dieVersorgungsleistung für einen Kunden erbracht wird.
    • Im Netz existiert für jede Anlage genau ein ZP (eindeutige Identifikation)
    • Zählpunktbezeichnung wird vom VNB einmalig vergeben
    • dient u. A. Zur Marktkommunikation zwischen Lieferanten, Netzbetreibernund Bilanzkoordinatoren
    • dient zur Kommunikation zwischen Zählerfernauslesung (ZFA) und EDM
  24. Erkläre Standardlastprofil (SLP)
    • Repräsentiert Verbrauchsverhalten einer Anlage
    • Für Entnahmestellen mit Verbrauch < 100.000 kWh
    • Branchenspezifische SLPs für Sparte Strom vorhandenz. B. Bäckerreibetrieb, Privathaushalt ...
    • Ist auf 1.000 kWh/a normiert d. h. 1.000kWh werden anhand des SLPs auf die1/4h-Werte eines Jahres verteilt
  25. Erkläre den Begriff Verbrauchsfaktor
    • Variable für die automatische Berechnung des Prognoseverbrauchs
    • Wird in Anlage mit SLP verwaltet
    • In jeder Anlage individuell definiert
    • Wird nach jeder Abrechnung anhand von Ist-Daten aktualisiert
    • Beispiel: Jahresverbrauch = 2.000 kWh => Verbrauchsfaktor = 2,00
  26. Erkläre den Begriff Lastgang
    • Historisches Profil in dem alle 1/4h-Werte hinterlegt sind
    • Keine Prognose nötig, da 1/4h-Werte in der Regel täglich ausgelesenwerden
    • Daher bei Anlagen mit Lastgangsmessung kein SLP und keinVerbrauchsfaktor
    • Stattdessen: Registrierte Leistungsmessung (RLM)-Profil
    • Zählwerk mit Lastgang (Bilanzierungsrelevant)
  27. Was versteht man unter Energiedatenmanagement?
    • Bezeichnet die Verwaltung und Berechnung von Energiedaten imliberalisierten Strom- und Gasmarkt.
    • Es wird ermittelt, welcher Lieferant wie viel Energie an seine Kunden geliefert hat
    • Da die brancheninterne Abrechnung im Strommarkt im Viertelstundenraster,im Gasmarkt im Stundenraster erfolgt, ist es notwendig, mit umfangreichenZeitreihendaten die von Lieferanten an ihre Kunden gelieferten Mengennachzuhalten, um überprüfen zu können, ob sie gleichzeitig auchEntsprechende Mengen in die Netze eingespeist haben (Bilanzierung!).
  28. Wie wird im EDM der Verbrauch von Klein- und Großkunden erfasst?
    • Der Verbrauch von Großkunden wird im Viertel- bzw. Stundenraster erfasst
    • Für Kleinkunden, bei denen nur eine Messung der Jahresverbrauchsmengeerfolgt, werden die entsprechenden Verbrauchsmengen mittels vordefinierterLastprofile (SLP) ermittelt, welche auf statistischen Durchschnittswerten derentsprechenden Kundengruppe beruhen
  29. Was versteht man im EDM unter Real Time Pricing?
    • RTP ist eine Komponentenschnittstelle im EDM, ermöglicht es Lastgangsdatenauszuwerten
    • Aufbereitung der empfangenen Lastgangsdaten z. B. HT/NT
    • Komplexe Berechnungen mit Hilfe von Formelprofilen möglichm z. B. Mittelwert, Summenbildung, Durchschnitt
  30. Wozu dient die Bilanzierung?
    Ermittlung der Differenz aller Einspeise- und Bezugsmengen imVersorgungsnetz
  31. Was ist ein Bilanzkreis?
    Ein imaginäres Versorgungsgebiet
  32. Was ist ein Bilanzkreisverantwortlicher?
    Trägt Verantwortung für ausgeglichene Bilanz seiner Bilanzkreise
  33. Was ist eine Bilanzierungseinheit?
    • Zusammenfassung mehrer Zählpunkte zur gemeinsamen Bilanzierung
    • Z. B. Alle Zählpunkte des selben Lieferanten
  34. Was versteht man unter einem Bilanzierungslauf?
    • Bei einem Bilanzierungslauf werden die Verbrauchsmengen pro Zählpunkt ermittelt und ein Summenprofil pro Bilanzierungseinheit (und somit pro Lieferant) gebildet
    • Die hier ermittelten Lastgänge werden an die entsprechenden Stellen weitergeleitet

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