2.2-Asthmabronchiale.txt

Card Set Information

Author:
draltan
ID:
57754
Filename:
2.2-Asthmabronchiale.txt
Updated:
2011-01-02 10:16:52
Tags:
Asthma bronchiale
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Asthma bronchiale
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  1. Was ist Asthma bronchiale ?
    chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege
  2. Ursachen Asthma bronchiale
    genetische Anlage und exogene Auslöser (Allergene, Infekte)
  3. Wozu führt die Entzündung bei Asthma bronchiale ?
    zu einer bronchialen Hyperaktivität, die eine Obstruktion des Bronchialsystems verursacht
  4. Welche Faktoren sind für die Obstruktion des Bronchialsystems mitverantwortlich =
    • Anschwellung und Ödem der Schleimhaut
    • erhöhte Schleimviskosität
    • Bronchospasmus
  5. Was ist expiratorischer Stridor ?
    spastische Expiration mit Giemen, Pfiefen und Brummen
  6. Klinik von Asthma bronchiale
    • 1)verlängerte Ausatmungsphase
    • 2)quälender Hustenreiz
    • 3)Dyspnoe
    • 4)Orthopnoe
    • 5)Zyanose
    • 6)Tachykardie
    • 7)Unruhe
    • 8)Schwitzen
  7. Wann gibt es einen inspiratorischen Stridor ?
    bei Obstruktion der oberen Atemwege
  8. Was ist Totalkapazität ?
    das Luftvolumen, das sich nach maximaler Einatmung insgesamt in der Lunge befindet
  9. Woraus setzt sich die Totalkapazität zusammen ?
    aus dem Residualvolumen und der Vitalkapazität
  10. Was ist Residualvolumen ?
    das Gasvolumen, welches nach maximaler Exspiration noch in der Lunge verbleibt
  11. Was ist Vitalkapazität ?
    die Summe aus dem exspiratorischen Reservevolumen (ERV), dem Atemzugvolumen (AZV) und dem inspiratorischen Reservevolumen (IRV)
  12. Das expiratorische Reservevolumen
    das Lungenvolumen, das nach normaler Exspiration bei forcierter Atmung noch zusätzlich ausgeatmet werden kann.
  13. Atemzugvolumen
    die Gasmenge, die pro Atemzugein- und anschließend wieder ausgeatmet wird.
  14. Das inspiratorische Reservevolumen (IRV)
    das Lungenvolumen, das nach normaler Inspiration bei forcierter Atmung noch zusätzlich eingeatmet werden kann.
  15. Wichtiger Parameter, der im Rahmen einer Atemwegobstruktion gemessen wird
    FEV1 = das forcierte expiratorische Volumen in der ersten Sekunde
  16. Wie wird FEV1 gemessen ?
    Der Patient atmet nach tiefer Einatmung forciert aus. Das in der ersten Sekunde ausgeatmete Volumen ist FEV1.
  17. Wie ist FEV1 beim Asthmatiker ?
    vermindert
  18. Wie kann die Reversibilität der Bronchialobstruktion nachgewiesen werden ?
    nach Inhalation von ϐ2-Agonisten (Anstieg von FEV1 > 12%)
  19. Was ist der inhalative Provokationstest ?
    Die Inhalation eines Cholinergikums (Abfall von FEV1 < 20%)
  20. Einteilung des chronischen Asthma bronchiale
    • 1)intermittierend
    • 2)persistierend leicht
    • 3)persistierend mittelgradig
    • 4)persistierend schwer
  21. Ätiologie bei Asthma bronchiale
    • Exogen-allergisches Asthma
    • Nicht-allergishes (endogene) Asthma
    • Sonderformen
  22. Das exogen-allergisches Asthma
    IgE vermittelte allergische Sofortreaktion
  23. Allergene beim exogen-allergischen Asthma
    • Hausstaubmilben
    • Tierschuppen
    • Schimmelpilze
    • Blütenpollen
  24. Das nicht-allergishe (endogene) Asthma
    nicht-allergene Umweltnoxen
  25. Nicht-allergene Umweltnoxen beim endogenen Asthma
    • Virusinfekte der Luftwege
    • körperliche Anstrengungen
    • kalte Luft oder warm-feuchte Luft
    • Stress und Emotionen
    • Inhalationsnoxen : Zigarettenrauch, Parfüm, Ozon, Chlorgase usw.
  26. Sonderformen Von Astma bronchiale
    • Medikamentenrduziertes Asthma
    • Wurmasthma
    • Refluxbedingtes Asthma
    • Asthma bei Sinusitis
  27. Medikamente beim medikamentenrduzierten Asthma
    • ASS und andere nicht-steroidale Antiphlogistika
    • Betablocker
  28. Pathogenese von ASS und anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika
    Bronchokonstriktion über eine Hemmung der Zyklooxygenase und damit des bronchodilatatorisch wirkenden Prostaglandin E2.
  29. Pathogenese von Betablocker
    Hemmung der Betarezeptor-vermittelten Bronchialdilatation
  30. Refluxbedingtes Asthma
    • Aspiration von Magensaft
    • reflektorische Vagusreizung mit nachfolgender Bronchialverengung
  31. Was ist Asthmaanfall ?
    plötzlich auftretende Atomnot
  32. Was ist Status asthmaticus ?
    Wenn der Zustand trotz therapeutischer Interventionen innerhalb von 24 Stunden nicht deutlich verbessert
  33. Wie therapiert man einen Asthmaanfall ?
    • Sauerstoffgabe
    • Glukokortikosteroide
    • Kurzwirkende β-Sympathomimetika
    • Parasympatholytika
    • Theophyllin
    • Expektoranzien
    • Propyhlaxe eines Stressulkus (Säureblocker)
  34. Sauerstoffgabe beim Asthmaanfall
    • 2-4 Liter/min per Nasensonde
    • Intubation und mechanische Beatmung evtl. eine Bronchiallavage, wenn Saurstoffpartialdruck (pO2) < 50 mmHG oder pCO2>50 mmHG
  35. Glukokortikosteroide beim Asthmaanfall
    zur Wiederherstellung der β2-Rezeptoren-Empfindlichkeit (Prednisolon 125-250 mg alle 4-6 h i.v)
  36. Kurzwirkende β2-Sympathomimetika beim Asthmaanfall
    eine bronchodilatative (Atemwegserweiternde) Wirkung (3 Hübe alle 30 Minuten, evtl. kontinuierliche Inhalatation bis zu einer Stunde)
  37. Parasympatholytika beim Asthmaanfall
    Additiv zu β2-Sympathomimetika (Ipratropium)
  38. Theophyllin beim Asthmaanfall
    • initiall 20 mg langsam i.v, danach als Dauerinfusion 1 mg/kg/h zur Bronchospamolyse
    • Theophyllin führt primär zu einer Erschlaffung der glatten Muskulatur der Atemwege und somit zu einer
    • Erweiterung der Bronchien
  39. Was ist bei Theophyllin zu beachten ?
    Auf Grund der z.T. schwerwiegenden Nebenwirkungen spielt Theopyllin beim Asthmaanfall von Erwachsenen keine Rolle
  40. Expektoranzien beim Asthmaanfall
    Veflüssigung des Bronchialschleims
  41. Was ist kontraindiziert beim Asthmaanfall ?
    • Sedirung
    • Betablocker
    • ASS
  42. Nebenwirkungen von β-Sympathomimetika
    • Herzrhythmusstörungen
    • Tachykardien
    • Blurdrucksteigerung
    • Tremor
  43. Nebenwirkungen von Theophyllinpräparate
    • Herzrhythmusstörungen
    • Tachykardien
    • GIS-Störungen
    • ZNS-Störungen (Unruhe, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen)
  44. Nebenwirkungen von Glukokortikosteroiden
    • Lokale Pilzinfektionen (Mundspüungen)
    • Bei systemischer Anwendung oder hoher inhalativer Dosis :
    • Osteoporose
    • verzögerte Wundheilung
    • Thrombosen
    • Ödeme
    • Katarakt
    • Magenulzera
  45. Wodurch wird die vorhandene pulmonale Obstruktion verstärkt oder verschlimmert ?
    Durch pulmonare Infekte
  46. Verantwortliche Keime für Verstärkung der pulmonalen Obstruktion ?
    • Pneumokokken
    • Haemophilus influenza
  47. Symptomatische Dauertherapie beim Erwachsenen
    • Stufe 1 : Bedarfsmedikation = kurzwirksame β2-Sympathomimetika (Salbutemol :Ventolin®) und Dauermedikation = keine
    • Stufe 2 : B= Salbutemol D=inhalative Kortikoide in niedriger Dosis
    • Stufe 3 : B=Salbutemol D=inhalative Kortikoide in mittlerer Dosis, lang wirkende β2-Sympathomimetika nur in Kombination mit inhalativen Kortikoiden, Theophyllin
    • Stufe 4 : B=Salbutemonl D= wie Stufe 3, jedoch inhalative Kortikoide in hoher Dosis + orale Kortikoide
  48. Inhalative Glukokortikoide
    • Beclometason-dipropionat
    • Budesonid
    • Flunisolid
    • Fluticason-dipropionat
    • Triamcinolonacetat

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