Diarrho.txt

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Author:
draltan
ID:
59117
Filename:
Diarrho.txt
Updated:
2011-01-11 08:59:36
Tags:
Gastrointestinaltrakt
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Description:
Gastrointestinaltrakt
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  1. Schwankung des normalen Stuhlgangs des Erwachsenen
    3-mal pro Tag und 3-mal pro Woche und kaum geformt und hart
  2. Medizinische Definition Diarrhö
    Stuhlgewicht von mehr als 300g/Tag
  3. Definition er Diarrhö als grobe Arbeitsregel
    zu häufige Stuhlentleerungen (mehr als 3-mal pro Tag) oder zu flüssige Stuhlkonsistenz (ungeformt bis wässrig)
  4. Definition akute Diarrhö
    eine <3 Wochen dauernde Diarrhö
  5. Chronische Diarrhö
    >3 Wochen ahaltende Diarrhö
  6. Pathogenese der Diarrhö
    • Osmotische Diarrhö
    • Sekretorische Diarrhö
    • Entzündliche Diarrhö
    • Diarrhö durch Motilitätsstörungen
  7. Pathogenese der osmotischen Diarrhö
    Flüssigkeit übertritt in das Darmlumen, ween sich dort größere Mengen an nicht absorbierten hypertonen Substanzen sammeln.
  8. Ursachen der osmotischen Diarrhö
    • aufgenommene nicht absorbierbare, hypertone Substanzen : Abführmittel (Magnesiumsulfat), magnesiumhaltige Antazida, nicht resorbierbare Zucjeraustauschstoffe (Xylit, Sorbit)
    • Substanzen infolge einer Malabsorbtion : Laktose bem Laktasemangel
  9. Pathogenese der sekretorsichen Diarrhö
    Aktive Sekretion von Flüssigkeit und Elektrolyten aus den Krypten
  10. Ursachen der sekretorischen Diarrhö
    • Erreger
    • bakterielle Enterotoxine
    • sezernierte Hormone
    • bestimmte Laxanzien
    • Gallensäuren
    • Fettsäuren
  11. Erreger der sekretorischen Diarrhö
    • Norwalk
    • Rotavirus
    • Giardia lamblia
  12. Bakterielle Enterotoxine der sekretorischen Diarrhö
    • aufgenommene Enterotoxine (LEbensmitelvergiftung) Staph. aureus, Bacills cereus, Clostridium perfringens
    • im Darm produzierte Enterotoxine : enterotoxinische E. coli, V. cholerae
  13. Sezerniere Hormone bei der sekretorischen Diarrhö
    Vasoactive intestinal polypeptide bei pankreatischen Tumoren
  14. Pathogenese der entzündlichen Diarrhö
    Strukturelle Schädigung der Darmmukosa im Rahmen der entzündlicher Prozesse
  15. Was sind die Folgen dieser entzündlichen Prozesse ?
    • interstitiellen Flüssigkeitsverlust
    • Blutverlust
    • Flüssigkeits- und Elektrolytabsorption
  16. Klinik der entzündlichen Diarrhö
    • Schleim- und Blutbeimengung
    • Bauchschmerzen
    • Fieber
    • Gewichtsverlust
  17. Auslöser der Zellschädigung
    • Direkte Schleimhautinvasion : durch Enteritiserreger (Schigellen, Salmonellen, Campylobacter, Yersinien, enteroinvasive E. coli, seltener Viren (Zytomegalie))
    • zytotoxinbedingte Schleimhautschädigung : enterohämorrhagische E. coli, Clostridium difficile, Vibrio parahaemolyticus
    • chronsich entzündliche Darmerkrankungen : Colitis ulcerose oder M. Crohn
  18. Pathogenese der Diarrhö durch Motilitätsstörungen
    • erhöhte Dünndarm-Motilität mit nachfolgender Malabsorbtion
    • erhöhte Dickdarm-Motilität mit verminderter Wasserresorption
    • Verlangsamte DÜnndarm-Motilitä, die eine bakterielle Überwucherung begünstigt
  19. Ursachen für Diarrhö durch Motilitätsstörungen
    • Sympatische Stimulation (Aufregung, Angst)
    • Phöochromazystom und Karzinoid-Syndrom
    • Hyperthyreose
    • Nach Vagotomie und Magenresektion
    • Diabetische NEuropathie
    • Colon irritable
  20. Was ist osmotische Lücke ?
    Der Unterschied zwischen der geschätzten und der im Labor direkt gemessenen Osmolalität des Stuhls und liegt normalerweise unter 50 mosm/kg.
  21. Hinweise auf osmotische Diarrhö
    • erniedrigter Stuhl-pH
    • erhöhte osmotische Lücke
    • Rückgang des Stuhlvolumens durch Fasten
  22. Hinweise auf sekretorische Diarrhö
    • große Stuhlvolumina (>1000-1500 g/Tag)
    • kein Rückgang des Stuhlvolumens durch Fasten (=auch nächtlich bestehende Durchfälle)
  23. Hinweise auf entzündliche Prozesse
    • Leukozyten im Stuhl
    • Blut und Schleim
    • Abdominalschmerzen
    • Fieber
    • Gewichtsverlust
  24. Hinweise auf Motilitätsstörungen
    • systemische Grunderkrankungen ( Diabetes)
    • Abdominalchirurgie
    • vegetativ (Angst oder Nervosität)
  25. Begleitende Erkrankungen der akuten Diarrhö ?
    • Bauchschmerzen
    • Erbrechen
  26. Warum ist akute Diarrhö gefährlich ?
    wegen der resultierenden Dehydratation und Elektrolytenentgleisungen
  27. Die 3 häufigsten Ursachen der akuten Diarrhö
    • Erreger
    • Erregertoxine
    • Medikamente
  28. Welchen Leitfragen soll die Abklärung beim diagnostischen Vorgehen bei der chronischen Diarrhö folgen ?
    • Bestehen Zeichen einer Mukosaentzündung ?
    • Bestehen Zeichen der Malassimilation ?
    • Bestehen Zeichen für strukturelle oder funktionelle Darmstörungen ?
  29. Anamnese bei der chronischen Diarrhö
    • Gewichtsverlust, Fieber, Abgeschlagenheit : schwere entzündliche Diarrhö oder Tumorerkrankung
    • mit der Nahrungsaufnahme fluktuierende Symptome : Disaccharidasemangel
    • Fehlende nächtliche Symptome : osmotisch oder abnorme Motilität bedingte Diarrhö (verbesserte Diarrhö durch Fasten)
    • Nächtliche Diarrhö oder Inkontinenz : sekretorisches bzw. entzündliches Geschehen
  30. Untersuchung des Stuhls
    • Blut- oder Schleimbeimengungen : entzündliche Diarrhö
    • Okkultes Blut : entzündliche Diarrhö oder Tumor
    • Leukozyten : netzündliches Geschehen
    • erniedrigter pH-Wert : Kohlenhydratmalabsorption
    • erhöhte osmotische Lücke : osmotische Diarrhö
    • Stuhlkultur, Gram-Färbung : Mikroorganismen
  31. Labor und bildgebende Verfahren bei der chronischen Diarrhö
    • Blutbild
    • Serumelektrolyte
    • BSG
    • Albunim
    • Quick-Wert : als Marker für die Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren und Fettresorption)
    • endoskopische Untersuchung
  32. Ursache des erniedrigten pH-Werts des Stuhls bei der Kohlenhydratmalabsorption
    Nicht aufgenommene und ins Kolon übergetretene Kohlenhydrate werden von Darmbakterien in Fettsäuren verwandelt.

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