Derma 05

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  1. Hyperämie von Kapillarschlingen in der Dermis
    Petechie
  2. oberflächliches, umschriebenes, unscharf begrenztes, flüchtiges Ödem der oberen Dermis
    • - Urtica
    • - oder Quaddel / Nässel
  3. umschrieben kleine Eiteransammlung im Bereich der Subkutis
    - Pustel
  4. kleine feste Erhabenheit der Haut durch Zellvermehrung in der Epidermis
    - Papula
  5. Leukonychie
    - beschreibt weiße Flecken innerhalb der Nagelplatte.

    - Dieses Phänomen kann angeboren sein oder tritt bei Eisenmangelanämien auf
  6. Uhrglasnägel
    - sind Nägel, bei denen sich eine verstärkte Konvexität der Nagelplatte zeigt.

    - Dieses Krankheitsbild weist, in Verbindung mit Trommelschlägelfingern, der schwer herzinsuffiziente Patient auf
  7. Koilonychie
    - Unter Koilonychie versteht man einen Hohl- oder Löffelnagel.

    - Dieses Symptom findet sich bei der Eisenmangelanämie oder Ekzemen.

    - Dabei ist die Nagelplatte partiell löffelartig gedellt
  8. Anonychie
    - Fehlende Anlage des Nagels
  9. Mees-Streifen
    - Der Mees-Streifen ist das Nagelband, ein 1 mm breiter Streifen der eine temporäre Wachstumsstörung, z.B. im Rahmen eines schweren Infektes oder einer Arsenvergiftung anzeigt
    • - Die Abbildung (Nagelveränderungen bei Psoriasis, erythemato-squamöser Plaque am Fußrücken rechts, knotige Veränderungen im Bereich der Zehen) und die
    • Fallbeschreibung (Schmerzen im Großzehengrundgelenk, Podagra) lassen am ehesten
    • an Gichttophi bei Psoriasis denken.

    - Gichttophi sind zunächst weiche gelblich-weiße kutane Knötchen, welche später hart werden und v.a. im Bereich der Gelenke, Ohrmuscheln und Fußrücken lokalisiert sind.

    - Teilweise kann sich krümeliges Konkrement entleeren.

    - Therapeutisch kann eine Exzision störender Knötchen vorgenommen werden.
  10. Xanthome
    - sind gelblich-nodöse Hautveränderungen, die durch lokale Einlagerung von Serumlipoproteinen in gewebsständige Makrophagen (Schaumzellen) zustande kommen.

    - Auch ein normolipämisches Auftreten ist möglich.

    • - Die Xanthome vom tuberösen Typ können bis zu mehrere Zentimeter groß werden und zeigen gelegentlich einen roten Randsaum mit Lokalisation v.a. im Bereich der Ellenbogen, Knie, Achillessehnen,
    • Hände und Füße
    • - Auf der Abbildung ist am wahrscheinlichsten eine Candida-Intertrigo bei der übergewichtigen 60-jährigen Diabetikerin (prädisponierender Faktor
    • bei einer Candidose) dargestellt.

    - Klinik: Rhagadenbildung, weißliche Mazeration auf gerötetem Grund, scharf begrenzte, peripher teils schuppende Erytheme v.a. submammär, inguinal, axillär, interdigital und am Mundwinkel lokalisiert.

    - Häufig finden sich papulovesikulöse bis pustulöse Satelliten (Pustelsaum) um die betroffenen Hautareale.

    - Diagnostik: Mykologie, Klinik.

    - Therapie mit Nystatin-haltigen Externa.
  11. Fall: Bei einem 5 Monate alten Säugling bestehen seit drei Wochen stark zerkratzte Papeln, z.T. mit Bläschen, verkrustete Erosionen und streifenförmige, erhabene Hautrötungen im Kopf- und Achselbereich, am Skrotum sowie an Handtellern und Fußsohlen einschließlich der Finger- und Zehenzwischenräume. Die Schleimhäute sind frei von Veränderungen
    - v.a. Skabies

    - Bei dem 5 Monate alten Säugling ist die wahrscheinlichste Diagnose die Skabies.

    - Bei der Skabies des Erwachsenen finden sich die Primärläsionen bevorzugt in den Interdigitalfalten, den vorderen Achselfalten, Penis, Regio Perumbilicalis. Kopf und Hals bleiben bei sonst gesunden Erwachsenen typischerweise frei.

    • - Bei kleinen Kindern sind Gesicht, Finger, Fußrücken
    • sowie Palmae und Plantae mitbetroffen.

    - Erreger der Skabies (Krätze) ist die Krätzmilbe (Sarcoptis scabiei).

    - Die Weibchen bohren Gänge in die Haut, in welche auch die Eier gelegt werden. Am Ende des Grabganges ist die Milbe als schwarzes Pünktchen erkennbar.

    - Die Manifestationsformen der Skabies sind abhängig vom Alter und der Immunlage des Patienten.

    - Zu den typischen Symptomen gehört der Juckreiz, der zur Nachtzeit in der Bettwärme besonders intensiv wird.

    - Die Erkrankung ist durch engen körperlichen Kontakt übertragbar, die Milben können 2-3 Tage in der Wäsche und Bettwäsche überleben.

    - Die Beschwerden sind auf die immunologischen Reaktionen auf Milbenbestandteile zurückzuführen.

    - Bei einer Erstmanifestation treten die Symptome in der Regel nach 3-6 Wochen, bei einer Reinfektion innerhalb von 24 Stunden auf.

    - Kratzerosionen, Ekzematisation, Exanthem.

    - Diagnose: Klinik und mikroskopischer Milbennachweis.

    • - Therapie: Benzylbenzoat bei Säuglingen
    • und Schwangeren, Gamma-Hexachlorcyclohexan, ggf. Mitbehandlung von Kontaktpersonen.
  12. Gianotti-Crosti-Syndrom
    - häufig schubweise auftretende rote, teils konfluierende Papeln im Bereich des Gesichts, des Gesäßes und der Extremitätenstreckseiten bei Kleinkindern im Rahmen einer Hepatitis-B-Infektion.
  13. nummulär-mikrobielles Ekzem
    - Beim nummulär-mikrobiellen Ekzem finden sich scharf begrenzte münzförmige Ekzemherde, ggf. auch flächenhafte Erytheme meist an den Extremitätenstreckseiten, Stamm und Gesäß lokalisiert.
  14. Seborrhoisches Ekzem
    • - wenig gerötete, kaum entzündliche Herde im Bereich der Nasolabialfalten, der vorderen Schweißrinne, der medialen Augenbrauen und der Retroaurikularregion,
    • ggf. gelbliche Schuppenbildung.
  15. polymorphe Lichtdermatose
    - Bei der 28-jährigen Patientin besteht möglicherweise eine polymorphe Lichtdermatose.

    • - Die polymorphe Lichtdermatose ist ein relativ häufig
    • vorkommendes durch Sonneneinwirkung (bevorzugt durch UVA-Strahlung) ausgelöstes vesikulöses, papulöses oder lichenoides Exanthem dessen Ätiologie unbekannt ist.

    - Überwiegend sind Frauen betroffen.

    • - Die polymorphe Lichtdermatose kommt auch bei
    • dunkelhäutigen Rassen vor.

    • - Klinik: Im Frühjahr und Sommer nach starker
    • Sonnenbestrahlung kommt es nach wenigen Stunden bis Tagen ausschließlich an den exponierten Hautarealen zum Aufschießen von vesikulären, papulösen, lichenoiden oder pruriginösen Hauterscheinungen.

    - Das morphologische Bild ist bei den einzelnen Patienten meist monomorph.

    • - Der Verlauf ist schubweise mit zunehmender
    • Abschwächung im Laufe des Jahres.

    • - Die Abheilung erfolgt bei Lichtkarenz oder im
    • Winter ohne Narbenbildung.

    - Gelegentlich wird eine Abschwächung der Dermatose nach Jahren und Jahrzehnten beobachtet.

    - Die Hautveränderungen bestehen für mehrere Tage bis Wochen, Hände und Gesicht können ausgespart sein.

    - Pathogenetisch handelt es sich wahrscheinlich um eine Spättypreaktion, die bevorzugt durch UVA-Bestrahlung ausgelöst wird.

    • - Die Therapie besteht u.a. aus Meiden weiterer UV-Bestrahlung, Lichtschutz, ggf. im Schub kurzfristig
    • Glukokortikoide (A), prophylaktische (P)UVA- und UVB-Bestrahlung (Lichtkonditionierung) (D), (E). Auch eine orale Behandlung des Erkrankungsschubes mit einem Antihistaminikum wäre denkbar (B).

    - Die orale Gabe von Doxycyclin zur Prophylaxe einer Superinfektion macht wenig Sinn (C).
  16. - Die Abbildung zeigt am ehesten die scheibenförmigen, zentral abgeblassten und am Rand verstärkt betonten, roten, kokkardenförmigen Effloreszenzen mit zentraler Blasenbildung, wie diese beim Erythema exsudativum multiforme (E.e.m.) auftreten.

    - Man unterscheidet das E.e.m. major, das den ganzen Körper betrifft, und das E.e.m. minor, welches lokalisiert auftritt.

    • - Das E.e.m. major führt zu einer starken Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, nicht
    • zuletzt auch durch den starken Schleimhautbefall bedingt.

    - Der Pschyrembel setzt das E.e.m. major und das Stevens-Johnson-Syndrom synonym.

    • - Auslöser für das Krankheitsbild sind meist Arzneimittel (z.B. Sulfonamide oder Hydantoine),
    • Virusinfektionen (z.B. Herpes-simplex-Infektion (postherpetisches rezidivierendes E.e.m.), Mykoplasmeninfektion, bakterielle Infektion (z.B. mit
    • Streptokokken), mykotische Infektionen, maligne Tumoren.

    - Pathogenetisch werden zirkulierende Immunkomplexe, die sich an Blutgefäße im oberen Korium ablagern, diskutiert.

    • - Therapie: Absetzen der angeschuldigten Arzneimittel,
    • Kortikoide systemisch, bei Schleimhautbefall z.B. Mundspülungen, augenärztliche Behandlung bei Augenbefall, Verhindern einer Superinfektion.
  17. Erythema gyratum repens
    - ist eine obligate kutane Paraneoplasie. Auftreten v.a. bei Bronchial-Ca, Mamma-Ca, Karzinomen des weiblichen Genitales, des Pharynx und Magens.

    - Man findet anuläre oder girlandenförmige makulöse, die Gestalt schnell verändernde, erythematöse Streifen mit randständiger Schuppung.
  18. Porphyria cutanea tarda
    - Syn. Chronische hepatische Porphyrie, PCT

    - ist die häufigste Porphyrie.

    - Symptome sind eine erhöhte Verletzlichkeit und Druckempfindlichkeit (v.a. seitlicher Druck) von lichtexponierter Haut.

    • - Es entstehen prall gefüllte Blasen, bei Einreißen der Blasen Erosionen und Ulzerationen, die schlechte
    • Heilungstendenz haben und unter Narben- und Milien- (= horngefüllte Hautzysten) Bildung abheilen, da die Haut toxisch vorgeschädigt ist.

    - Man findet Hyperpigmentierungen, Sklerosierungen und, v.a. um den Mund, eine Hypertrichose (vermehrte Behaarung).
  19. - Die Anamnese (Auftreten nach Lichtexposition, Arthralgien, Abgeschlagenheit) und die Abbildung sprechen für einen subakut-kutanen Lupus erythematodes bei dem 35-jährigen Mann.

    - Man unterscheidet den chronisch-kutanen L.E., den subakut-kutanen L.E. (SCLE) und den systemischen L.E. (SLE).

    • - Der subakut-kutane Lupus erythematodes stellt eine chronisch verlaufende, meist im Gesicht, am oberen Thorax und an den Armen lokalisierte entzündliche
    • Dermatose dar.

    - Klinik: Häufig im Gesicht, oberer Thorax und Armen finden sich die scharf begrenzten, kleinfleckigen teils auch flächenhaften geröteten anulären und gyrierten Herde.

    - Papulosquamöse und psoriasiforme Hautveränderungen kommen vor.

    - Die Herde vernarben in der Regel nicht.

    - Ein leichter viszeraler Befall (Polyarthritis, Serositis, selten ZNS- und Nierenbeteiligung) kommt vor.

    - Im Serum des Patienten können u.a. ANA, seltener Antikörper gegen native Doppelstrang-DNS, Ro/La-Antikörper (80% der Fälle) nachgewiesen werden.

    - Therapie: Immunsuppression, Chloroquin, Steroide, Lichtschutz.
  20. Granuloma anulare
    - An der Dorsalseite von Fingern, Füßen, Zehen und Händen entstehende derbe hautfarbene Papeln, die sich zentrifugal ausbreiten und zentral ohne Narbenbildung abheilen.

    - Bildung von polyzyklischen Figuren mit hautfarbenem Randwall,

    - kein Juckreiz.
  21. - Das nicht schmerzende Ulkus im Bereich des Vorfußballens deutet auf ein Malum perforans bei der 41-jährigen Patientin hin.

    - Das Malum perforans (neurotrophe Ulzeration) ist eine schmerzlose, chronische, nicht inflammatorische Ulzeration im Bereich anästhetischer Hautbezirke und tritt bevorzugt an Körperstellen an denen ständig Druck oder Traumatisation vorliegt (Fußsohle, Großzeh- und Kleinzehballen, Ferse) auf.

    - Eine Knochenmitbeteiligung ist möglich.

    • - Ursachen sind u.a. periphere Nervenverletzungen,
    • Syringomyelie, Polyneuropathie (z.B. bei Diabetes mellitus und chron. Alkoholabusus), Tabes dorsalis, spinale vaskuläre Erkrankungen.

    • - In der Regel findet sich eine lokale Mikrozirkulationsstörung in den betroffenen
    • Hautbezirken.

    - Therapie: Druckentlastung, Ulkusreinigung, Behandlung der ursächlichen Faktoren und der Grunderkrankung.
  22. Pyoderma gangraenosum
    - Klinik: mit Pusteln beginnende Entwicklung einer schmerzhaften Ulzeration, (die z.B. auch nach Operationen bei disponierten Patienten auftritt oder nach kleinen Verletzungen) mit polyzyklischer Begrenzung.

    - Der Randwall der Ulzeration ist unterminiert und zeigt einen lividen Randsaum.

    - Man findet Krusten und Nekrosen
  23. Ulcus bei CVI
    - Meist Schienbeinmitte betroffen, aber auch Zehen, Fußrand und Fersen,

    - schmerzhaft.
  24. Zeichen bei Psoriasis
    - Phänomen des "blutigen Taus" (Auspitz-Phänomen) als diagnostisches Zeichen

    - Auslösung von Hautveränderungen durch äußere Provokationsfaktoren (isomorpher Reizeffekt)

    - Pustelentwicklung an Handflächen und Fußsohlen

    - bilaterale Onychodystrophie an mehreren Nägeln

    - Rückbildung ohne Atrophie der Haut
  25. kongenitaler Riesenpigmentnävus
    - Die größte Tendenz zur malignen Transformation der angegebenen Nävi hat der kongenitale Riesenpigmentnävus.

    • - Bei Lokalisation im Lenden-/Gesäßbereich wird er
    • auch als Badehosennävus bezeichnet.

    - Eine maligne Entartung kann bereits in der Kindheit erfolgen.

    - Therapie: Exzision verdächtiger Areale, ggf. Dermabrasion in den ersten Lebenswochen, regelmäßige Kontrollen.

    • - Der Naevus flammeus zeigt keine, erworbene dermale Nävuszellnävi und Becker-Nävus praktisch
    • nie und der blaue Nävus selten eine maligne Transformation.
  26. Therapie Naevus flammeus
    - Am ehesten ist bei der 8-jährigen Patientin die Behandlung des Naevus flammeus an der Wange mit dem Farbstofflaser indiziert.

    - Auch eine kosmetische Abdeckung der Hautveränderungen ist möglich.

    - Der Naevus flammeus kann sich in den ersten Lebensjahren teilweise zurückbilden.

    - Ein Naevus flammeus kann u.a. beim Sturge-Weber-Krabbe-Syndrom und beim Hippel-Lindau-Syndrom vorkommen.
  27. - Der M. Bowen ist ein intraepitheliales Karzinom (Carcinoma in situ), welches in eine invasiv wachsende Form übergehen kann.

    - Man findet einzeln oder multipel scharf begrenzte, leicht erhabene, bräunlich schuppende Hautveränderungen (psoriasiformes oder ekzemartiges Bild).

    - Einen spezifischen Prädilektionsort gibt es nicht.

    - Die Therapie besteht in der Regel in der Exzision, auch Kryotherapie, Photodynamische Therapie und topische Chemotherapie mit 5-Fluoruracil können in Betracht gezogen werden.

    - Die Erkrankung findet sich meist im mittleren bis höheren Lebensalter.
    • - Abbildung und Fallbeschreibung (innerhalb von 7 Wochen gewachsen) zeigen am wahrscheinlichsten ein Keratoakanthom, einen schnell wachsenden, benignen
    • epithelialen Tumor.

    - Altersgipfel > 60 Jahre; Männer > Frauen.

    - Klinisch findet sich ein halbkugeliger, zentral eingedellter, bis mehrere Zentimeter großer, zentral keratotischer, papulöser oder knotiger Herd, meist an lichtexponierten Hautregionen.

    - Im Randbereich kommen Teleangiektasien vor.

    - Histologie: atypische Spindelzellen mit Bildung von Hornperlen; in einzelnen Arealen Ähnlichkeit mit spinozellulärem Karzinom möglich.

    • - Eine Unterscheidung zum spinozellulären Karzinom (= Plattenepithelkarzinom) ist histologisch nur bei Bewertung des gesamten Knotens und durch den
    • Wachstumsverlauf möglich.

    - Das Keratoakanthom wächst innerhalb von Tagen bis Wochen zu beachtlicher Größe und kann sich spontan zurückbilden.
  28. Histiozytom (Dermatofibrom)
    - tritt häufig an den Extremitäten z.B. nach Insektenstichen auf.

    - Klinisch findet sich ein derber gelb-roter flacher Tumor.
  29. Therapie Agne conglobrata
    • - Therapie nach Schweregrad: u.a.
    • - Hautreinigung (Entfettung),
    • - Schälbehandlung mit Vitamin-A-Säure,
    • - Isotretinoin,
    • - Benzoylperoxid lokal,
    • - mechanische Entfernung der Komedonen (Aknetoilette),
    • - äußerlich antibiotische Therapie (z.B. Erythromycin inalkoholischer Lösung),
    • - Antibiotika intern (z.B. Tetrazykline wie Minozyklin),
    • - Monotherapie mit Isotretinoin (D) (Cave! teratogene Wirkung, daher kontraindiziert bei gebärfähigen Frauen und in der Stillzeit, falls doch erforderlich muss Konzeptionsschutz gewährleistet sein),
    • - antiandrogen wirksame Kontrazeptiva,
    • - Östrogene,
    • - Glukokortikoide kurzfristig intern bei Acne fulminans,
    • - operative Sanierung bei Acne inversa.
  30. - Das Melkersson-Rosenthal-Syndrom ist eine seltene Erkrankung unklarer Ursache

    • - Trias: periphere Fazialisparese (oft einseitig), Lingua
    • plicata und Cheilitis granulomatosa (anfangs reversibel, nach wiederholten Rezidiven persistent).

    - Familiäre Häufung wird beschrieben.

    - Die Symptome können auch einzeln auftreten. Die Lippen sind oft asymmetrisch verdickt, gerötet und parästhetisch.

    - Auch andere Teile des Gesichts (Wangen, Augenlider etc.) können verdickt sein.

    - Die Lingua plicata (Faltenzunge) ist verdickt mit symmetrischer, z.T. verzweigter Furchung und in der Beweglichkeit eingeschränkt.

    - Evtl. ist der Geschmackssinn gestört.

    - In der Histologie findet man epitheloidzellige Granulome in der Submukosa mit umgebenden Ödem und perivaskuläre Infiltrate.

    • - Der Verlauf ist chronisch, therapeutisch kommt die
    • operative Entfernung von granulomatösem Gewebe in Frage.
  31. - Abbildung und Anamnese des Patienten sprechen am wahrscheinlichsten für das Vorliegen von perianal lokalisierten Condylomata lata.

    - Condylomata lata sitzen breitbasig auf und sind nicht papillomatös (keine Möglichkeit der Auffaltung durch eine Knopfsonde, im Gegensatz zu Feigwarzen).

    - Am ehesten besteht bei dem Patienten damit eine Syphilisinfektion im Stadium II.

    - Treponema pallidum (T.p.) ist der Erreger der Syphilis (= Lues), gehört zur Familie der Spirochäten, ist ein gram-negatives Bakterium, nach Giemsa und durch Silberimprägnation färbbar
  32. flächigen traumatischen Abschürfung der Kutis von der Subkutis an der Kutis-/Subkutisgrenze
    Exkoriation
  33. nässender, oberflächlicher, nur das Epithel betreffender Substanzverlust der Haut
    - Erosio
  34. - intradermale Spalt- und Blasenbildung durch den Verlust der intrazellulären Haftstellen (Desmosomen)
    - Akantholyse

    • - lässt sich insbesondere bei Pemphigus-Erkrankungen
    • nachweisen.
  35. Zeichen für Alopezia areata
    - Bei der Untersuchung findet man glatte, nicht schuppende haarlose Stellen und an deren Rändern Ausrufezeichenhaare (= kurze abgebrochene, nur am distalen Ende pigmentierte Haare, welche sich zur Kopfhaut hin verjüngen)
  36. Alopecia areolaris specifica
    - dabei handelt es sich um einen mottenfraßartigen Haarausfall meist am Hinterkopf bei Syphilis im Stadium II.
  37. - Maßnahme laut IMPP:

    mykologischer Abstrich und Hautbiopsie; Ciclopirox(olamin) extern, bis Ergebnis vorliegt

    - Die Abbildung und die Fallbeschreibung sprechen am ehesten für das Vorliegen einer Tinea capitis profunda bei dem 13-jährigen Patienten.

    - Es finden sich mäßig schmerzhafte, teils juckende, abgegrenzte, hochrote, kissenartig erhabene Knoten am behaarten Kopf der meist jungen Patienten.

    - Erreger sind hauptsächlich Trichophyton mentagrophytes oder Trichophyton verrucosum.

    - Die Therapie ist lokal und systemisch antimykotisch
    • - Spalthauttransplantate eignen sich im Vergleich zu
    • Vollhauttransplantaten insbesondere zur Deckung großer Defekte (z.B. bei großem Ulcus cruris) (B).

    - Es handelt sich hierbei um ein freies Transplantat (ohne Gefäßstiel (A)), bestehend aus Epithel und einem Teil der Kutis.

    - Die kosmetischen Ergebnisse (C) sind weniger gut als bei Vollhauttransplantaten und eine Schrumpfungstendenz (D) ist gegeben.

    - Die mechanische Belastung ist nach Einheilung geringer als bei Vollhauttransplantaten (E).
  38. Erkrankungen mit Befall der Mundschleimschaut oder angrenzender BG-Strukturen
    • - Lichen ruber planus
    • - Pemphigus vulgaris
    • - progressive systemische Sklerodermie
    • - Stevens-Johnson-Syndrom

    • - Mundschleimhautveränderungen werden bei der Psoriasis vulgaris nicht angetroffen, diese können jedoch bei der Psoriasis pustulosa generalisata
    • (Typ Zumbusch) auftreten.
  39. - Die Fallbeschreibung und die Abbildung zeigen am wahrscheinlichsten eine orale Leukoplakie.

    - Leukoplakien sind an Schleimhäuten und Übergangsschleimhäuten auftretende, dysplastische und durch vermehrte oder abnorme Verhornung gekennzeichnete Veränderungen.

    - Normalerweise verhornt das Plattenepithel der Mundschleimhaut nicht.

    - Die weißliche Farbe kommt durch die Änderung der Lichtbrechung und -reflexion zustande.

    • - Ein Übergang in ein Spinaliom (spinozelluläres Karzinom) ist möglich, Leukoplakien können eine
    • Präkanzerose sein.

    - Ursachen: exogen-irritativ, durch chronische, mechanische (z.B. schlecht sitzende Zahnprothese), physikalische oder chemische (z.B. Tabaksrauch, Kautabak) Noxen, evtl. auch onkogene Viren.

    - Klinik: meist an der Mund- und Wangenschleimhaut, Lippen, Genitale und Zunge lokalisierte, anfangs scharf begrenzte und flache, schmerzlose, nicht abstreifbare, weiße Veränderungen.

    - Die Herde können auch verrukös, erosiv oder gefleckt aussehen.

    - Leukoplakien können sich nach Meiden der Noxe spontan zurückbilden.

    - Therapie: Exzision, Kryotherapie, Vitamin A-Säure, Röntgenweichstrahlen.

    - DD Soor: Soor ist abstreifbar
  40. Plaque opaline
    - stellt eine Mundschleimhautveränderung bei Lues II dar und entwickelt sich aus den Plaques muqueses.

    - Die Farbe der Mundschleimhautveränderungen zeigt einen grauen bis opalinen Aspekt
  41. periorale Dermatitis
    - Rosazeaartige Dermatits oder periorale Dermatitis:

    - Der Altergipfel dieser chronischen Hauterkrankung liegt zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr (A),

    - überwiegend sind Frauen betroffen.

    • - Ätiologie: unbekannt, diskutiert werden Ursachen wie flourierte Zahnpasta, unkontrollierte vorausgegangene Kortikoidanwendungen (C), Kosmetikaintoleranz, Ovulationshemmer,
    • Candida-Infektionen.

    • - Prädilektionsstellen: Nasolabialfalten, Perioralregion unter Aussparung eines schmalen freien Streifens um das Lippenrot, Kinn, Glabella, seitliche Unterlidpartien, bei starkem Befall auch
    • die Oberlider, Stirn und Wangen (B).

    • - Klinik: Auf gelbrotem Erythem befinden sich gruppiert stehende Papeln, Papulovesikel und evtl. Papulopusteln, die ein wechselndes Bild bieten, Spannungsgefühl, Brennen. Prognose: narbenlose
    • Abheilung nach Wochen und Monaten mit Rezidivmöglichkeit.

    • - Therapie: oral Tetrazyklin (E), keine Kosmetika, keine Kortikoide, da nach Kortikoidgebrauch eine deutliche Verschlechterung eintritt, erythromycinhaltige
    • Externa u.a.
  42. - v.a. Skabies
  43. - Die Abbildung zeigt am ehesten Striae distensae (bei Cushing-Syndrom) bei dem 32-jährigen erheblich übergewichtigen Mann.

    - Hierbei handelt es sich um streifenförmige Atrophien der Haut.

    - Die Veränderungen können z.B. während der Schwangerschaft, in der Pubertät, bei M. Cushing und anderen endokrinen Störungen auftreten.

    - Klinik: zunächst blau-rötliche, später auch weiße z.T. gezackte atrophische Streifen.

    - Die Haut ist leicht eingesunken und quergefältelt.

    - Therapie: Vermeidung von starken Gewichtsschwankungen, Kortikoiden und Hormonen, evtl. endokrinologische Abklärung.

    - Eine kausale Therapie ist nicht bekannt.
  44. Larva migrans (= Hautmaulwurf).
    - Dies ist eine Sammelbezeichnung von Infektionen mit Larvenstadien von Pferdebremsen und Hakenwürmern.

    • - Meist werden die Fliegenlarven beim barfuß gehen
    • am Strand (z.B. Afrika) erworben.

    • - Die in der Haut wandernden Larven führen durch
    • Irritation entlang der von ihnen gebohrten Gänge zu entzündlichen Reaktionen, der Mensch ist Fehlwirt.

    • - Erreger sind z.B. Larven der Pferdebremse oder
    • Hakenwürmer wie Ankylostoma brasiliense, A. canium, A. duodenale etc..

    - Therapie: Exzision oder Kryotherapie der Larve am Gangende, Thiabendazol systemisch oder lokal
  45. - Auf der Abbildung ist am wahrscheinlichsten eine Parapsoriasis en plaque (M. Brocq) dargestellt.

    • - Im Jahre 1902 prägte Brocq den Begriff der
    • Parapsoriasis, um verschiedene erythematosquamöse Hauterkrankungen von der eigentlichen Psoriasis abzugrenzen.

    - Die Parapsoriasis besitzt keine nosologische Verwandtschaft zur Schuppenflechte.

    • - Brocq teilte die Gruppe der Parapsoriasis in
    • die 3 folgenden Untergruppen ein:

    • Parapsoriasis gutata
    • Parapsoriasis lichenoides (= Pityriasis lichenoides)
    • Parapsoriasis en plaque

    - Die Parapsoriasis en plaque (M. Brocq) ist eine exanthematische meist stammbetonte entzündliche Hauterkrankung mit chronisch-rezidivierendem Verlauf unbekannter Ätiologie.

    • - Man unterscheidet die benigne-kleinherdige, die
    • großherdig-entzündliche und die großherdig-poikilodermatische Form.

    - Klinik: kleinfleckige bis großflächige, runde bis ovale meist stammbetonte scharf begrenzte rote und teilweise juckende Herde mit kleieförmiger Schuppung.

    - Die Hautveränderungen sind häufig entlang der Hautspaltlinien angeordnet.

    - Eine Besserung unter Sonnenbestrahlung ist v.a. bei der kleinfleckigen Form gegeben.

    • - Die kleinherdige Form tritt meist bei männlichen
    • Erwachsenen, die großherdig-poikilodermatische Form im mittleren Lebensalter auf.

    - Eine Abheilung unter Narbenbildung findet nicht statt.

    • - Prognose: Die kleinfleckige Form hat einen gutartigen chronischen Verlauf, die großherdige
    • Form stellt sich in ca. 1/3 der Fälle als ein frühes Stadium der Mykosis fungoides (kutanes T-Zell-Lymphom) dar, ebenso ist bei der großherdig-poikilodermatischen Form der Übergang in ein malignes T-Zell-Lymphom möglich.

    - Therapie: UV-Bestrahlung, PUVA, klinische Kontrollen, Steroide lokal.
  46. Abbildung und Fallbeschreibung deuten am ehesten auf das Vorliegen einer Porphyria cutanea tarda (Syn. Chronische hepatische Porphyrie, PCT) bei dem 48-jährigen Patienten hin.

    - Die Porphyria cutanea tarda ist die häufigste Porphyrie.

    - Die Prävalenz liegt bei 20-50 Fällen pro 100.000.

    - Männer sind 2 mal häufiger betroffen.

    - Es gibt seltene Fälle mit einem homozygoten Defekt der Uroporphyrinogen-Decarboxylase.

    - Auch bei allen anderen Fällen ist die Aktivität dieser Carboxylase vermindert. Dieser Defekt kann ebenfalls genetisch bedingt (50%) oder erworben sein.

    • - Damit sich eine Porphyrie entwickelt, muss ein
    • Leberschaden hinzu kommen, der toxisch (Alkohol, Polychlorierte Phenole wie Hexachlorbenzol), infektiös (Virus-Hepatitis), pharmakogenetisch (Östrogene, Kontrazeptiva) oder durch Hämodialyse verursacht sein kann.

    - Die PCT ist eine Porphyrin-Speicherkrankheit (vgl. die akuten hepatischen Porphyrien sind Dysregulations-Krankheiten ohne Porphyrin-Speicherung).

    • - Durch die gestörte Decarboxylierung von Uroporphyrinogen vom Typ III zu Koproporphyrinogen III kommt es zu einer Ansammlung von in der Porphyrin-Synthese vorgeschalteten Molekülen und normalerweise in sehr geringem Ausmaß gebildeten "unphysiologischen" Metaboliten vom Typ I (Isomere vom Typ
    • III).

    - Diese Isomere können bei hohen Körperkonzentrationen in der Haut gespeichert werden und sind für die Photosensibilität verantwortlich.

    - Bei Absorption von Licht unter Anwesenheit von Sauerstoff werden zytotoxische Peroxide gebildet.

    - Die Symptome sind eine erhöhte Verletzlichkeit und Druckempfindlichkeit (v.a. seitlicher Druck) von lichtexponierter Haut.

    • - Es entstehen prall gefüllte Blasen, bei Einreißen der Blasen Erosionen und Ulzerationen, die schlechte Heilungstendenz haben und unter Narben- und Milien-
    • (= horngefüllte Hautzysten) Bildung abheilen, da die Haut toxisch vorgeschädigt ist.

    - Man findet Hyperpigmentierungen, Sklerosierungen und, v.a. um den Mund, eine Hypertrichose (vermehrte Behaarung).

    - Im Urin weist man die erhöhte Porphyrin-Ausscheidung nach.

    - Urin mit hohen Konzentrationen von Porphyrinen färbt sich beim Stehenlassen rot.

    - Histologisch findet man einen Leberzellschaden und eine Rotfluoreszenz der Organe im Wood-Licht (langwelliges UV-Licht, 366 nm).

    - In der Haut findet man PAS-positive Hyalinisierungen der Gefäße im oberen Corium und eine Blasenbildung durch glatte Abhebung der intakten Epidermis vom Corium.

    • - Therapiert wird mit niedrig dosiertem Chloroquin oral, das mit den "unphysiologischen" Porphyrinen wasserlösliche Komplexe bildet und so die renale
    • Ausscheidung ermöglicht.

    - Die lebertoxische Noxe ist zu meiden.

    - Die Prognose ist gut, unter Therapie verschwinden die Symptome oft ganz nach 2-3 Monaten.
  47. Culicosis bullosa
    - dabei handelt es sich um eine Bildung einzelner oder mehrerer Blasen nach einem Insektenstich. Lokalisation v.a. am Unterschenkel.
  48. Urticaria pigmentosa
    - Bei der Urticaria pigmentosa (Mastozytose) finden sich multiple oder solitäre unscharf begrenzte, gelblich-bräunliche Erytheme oder flache Knoten, bei Kleinkindern auch dickere Knötchen.

    - Die Manifestation erfolgt meist schon im frühen Kindesalter.

    - Die Ätiologie ist unbekannt (B).

    • - Charakteristisch ist eine urtikarielle Anschwellung bei mechanischer Reizung (Reibung, warmes oder
    • kaltes Wasser) durch die Freisetzung von Histamin durch die Mastzellen.

    - Histologisch finden sich Mastzellinfiltrate (D) im oberen Korium.

    - Bei Kindern bleibt die Urticaria pigmentosa meist auf die Hauterscheinungen beschränkt, bei Erwachsenen finden sich bei systemischer Beteiligung auch Osteoporosen, Lymphknoten-, Leber- und Milzvergrößerungen sowie Gastroenteritiden.

    - Die Urticaria pigmentosa kann sich im Verlauf der Kindheit spontan zurückbilden.

    - Therapie: u.a. Lichttherapie (E), Kortikosteroide lokal, Antihistaminika.
  49. atopische Stigmata
    • - starker, anfallsweiser Juckreiz (durch Schwitzen),
    • - Sebostase,
    • - evtl. diffuser Haarausfall,
    • - Cheilitis sicca, Pulpitis sicca (D),
    • - Mamillenekzeme (E),
    • - Beugenekzeme an Kniekehlen und Armbeugen, Hand- und Fußgelenken
    • - später auch Papeln und Prurigoknoten auf ekzematisierter Haut
    • - pelzmützenartiger Haaransatz,
    • - Rarefizierung der lateralen Augenbrauen
    • (Hertoghe-Zeichen),
    • - doppelte Lidfalte (Dennie-Morgan-Infraorbitalfalte)
    • - trockene, leicht schuppende Haut,
    • - weißer Dermographismus,
    • - blasses Gesichtskolorit,
    • - Wolleunverträglichkeit
  50. Verruca seborrhoica (seborrhoische Warzen)
    - IMPP: es finden sich Pseudo-Hornzysten

    - Bei der Verruca seborrhoica (seborrhoische Warzen) handelt es sich um eine Erscheinung des Alterungsprozesses.

    • - Die gutartigen, gelblich bis schwarz-braunen, scharf begrenzten, wie aufgesetzt wirkenden Veränderungen
    • beruhen auf einer starken Hyperkeratose und Papillomatose der Epidermis.

    - Morphologisch finden sich (Pseudo-)Hornzysten

    • - Das multiple eruptive Auftreten von seborrhoischen Warzen ist als paraneoplastisches Syndrom bekannt
    • (Leser-Trélat-Syndrom).

    - Therapie: Kürettage, falls kosmetisch störend.
  51. Vakuolisierte Keratinozyten
    - finden sich z.B. bei Condylomata acuminata
  52. Akantholyse
    findet sich z.B. beim Pemphigus vulgaris
  53. weiße, ovale mit gezähntem Rand versehene Flecken beim Säugling
    - white spots im Rahmen von M. Bourniville-Pringle

    - Die tuberöse Hirnsklerose (M. Bourneville-Pringle) ist eine autosomal-dominant vererbte Erkrankung, die sich in früher Kindheit manifestiert.

    • - Klinik: charakteristische Trias mit Epilepsie, zentrofaziales Adenoma sebaceum (Auftreten 3.-10. Lebensjahr), geistige Retardierung, weitere Symptome sind weiße, ovale mit gezähntem Rand versehene
    • Flecken (white spots, Auftreten meist schon im 1. Lebensjahr), Nagelfalzfibrome (Koenen-Tumoren, Auftreten in der Pubertät), tuberöse Hirnsklerose infolge von Gliawucherungen, intrakranielle Verkalkungen, Netzhauttumoren, Stauungspapille, Sehnervatrophie, Angiofibrome und Agiome,
    • lumbosakrale Bindegewebsnävi (Pflastersteinnävi), knotige Zahnfleischwucherungen, Rhabdomyome im Herzen, gelegentlich maligne Entartung (Fibrosarkome).

    - Therapie: antiepileptisch, Exzision von Koenen-Tumoren, Schleifbehandlung des Adenoma sebaceum.
  54. Angiomatosis enzephalotrigeminalis
    (Sturge-Weber-Krabbe-Syndrom):
    • - Trias mit Naevus flammeus, meist im Versorgungsgebiet des 1. oder 2. Trigeminusastes, Angiomatose des gleichseitigen Auges mit Glaukom und zerebrale Angiomatose mit neurologischer Symptomatik (epileptische Anfälle, Hemiplegie,
    • Migräne, Demenz, Gefäßverkalkungen etc.).
  55. Hippel-Lindau-Syndrom
    - Naevus flammeus, Angiomatose der Retina und Kleinhirnbrückenwinkel, häufig auch Auftreten von Nieren- und Pankreaszysten, Nierenzell-Ca, Leberkavernome und Phäochromozytom.
  56. Ataxia teleangiektatica Louis-Bar
    - Typische Trias: kutane und konjunktivale Teleangiektasien, zerebelläre Ataxie, humorales Immundefizit (meist IgA-Mangel).
  57. Neurofibromatose von Recklinghausen
    - von Kindheit an auftretende kutane und subkutane Neurofibrome, Café-au-lait-Flecken (mehr als 5 mit einem Durchmesser > 1,5 cm legen den Verdacht auf M. Recklinghausen nahe), kleinfleckige Hyperpigmentierung besonders in den Axillen (axillary freckling), Lisch-Knötchen (Iris-Hamartome, kleine, rundliche braune Knötchen)

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Author:
miriam86
ID:
64633
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Derma 05
Updated:
2011-02-07 16:20:40
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Derma
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