Hypovolämischer Schock.txt

Card Set Information

Author:
draltan
ID:
64754
Filename:
Hypovolämischer Schock.txt
Updated:
2011-02-07 16:57:10
Tags:
Chirurgie
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Description:
Chirurgie
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  1. Wann liegt ein Volumenmangelschock vor ?
    wenn das Herz aufgrund eines zu geringen intravasalen Volumens nicht in der Lage ist, ein ausreichendes Herzzeitvoluemn aufzubauen.
  2. Was ist hypovolämischer Schock ?
    Volumen aus dem Gefäßsystem ist verloren gegangen (absoluter Volumenmangel)
  3. Was ist relativer Volumenmangel ?
    Das Gefäßsystem ist für das vorhandene Volumen plötzlich zu groß
  4. Sonderformen des hypovolämischen Schocks
    • Hypovolämischer Schock im engeren Sinne
    • Hämorrhaischer Schock
    • Traumatisch-hämorrhagischer Schock
    • Traumatisch-hypovolämischer Schock
  5. Definition “Hypovolämischer Schock im engeren Sinne”
    Kritische Abnahme des zirkulierenden Plasmavoluemns ohne akute Blutung
  6. Ursachen “Hypovolämischer Schock im engeren Sinne”
    • Exsikkose
    • Diarrhö
    • Erbrechen
    • Fieber
    • mangelnde Flüssigkeitszufuhr
  7. Definition “Hämorrhagischer Schock”
    Akute Blutung ohne wesentliche Gewebeschädigung
  8. Ursache “Hämorrhagischer Schock”
    • Schnittverletzung einer Arterie
    • Gastrointestinalblutung etc
  9. Definition “Traumatisch-hämorrhagischer Schock”
    Akute Blutung mit ausgedehnter Gewebeschädigung
  10. Ursache “Traumatisch-hämorrhagischer Schock”
    • Stumpfes Trauma
    • Polytrauma
  11. Definition “Traumatisch-hypovolämischer Schock”
    Kritische Abnahme des zirkulierenden Plasmavolumens ohne akute Blutung mit ausgedehnter Gewebeschädigung
  12. Ursache “Traumatisch-hypovolämischer Schock”
    Großflächige Verbrennung
  13. Abschätzung des Blutverlusts
    Schockindex nach Allgöwer : Herzfrequenz / systolischer Blutdruck
  14. Normalwert des Schockindex
    60/120 = 0,5
  15. Wenn der Schockindex > 1
    intravasaler Volumenverlust mehr als 30% (1500 ml)
  16. Parameter, die zur Abschätzung des Blutverlustes dienen
    • Herzfrequenz
    • Atemfrequenz
    • Blutdruck
    • Pulsamplitude
    • Kapillare Reperfusion
    • Urinausscheidung
    • Bewusstsein
  17. Klasse 1
    • Menge des Blutverlustes (% des totalen Blutvolumens) : < 0,75 l (%<15%)
    • Herzfrequenz : normal
    • Atemfrequenz : normal
    • systolischer Blutdruck : normal
    • Urinausscheidung (ml/h) : normal
  18. Klasse 2
    • Menge des Blutverlustes (% des totalen Blutvolumens) : 0,75-1,5 l (15-30%)
    • Herzfrequenz : > 100
    • Atemfrequenz : 20-30
    • systolischer Blutdruck : normal
    • Urinausscheidung (ml/h) : 20-30
  19. Klasse 3
    • Menge des Blutverlustes (% des totalen Blutvolumens) : 1,5-2 l (30-40%)
    • Herzfrequenz : >120
    • Atemfrequenz : 30-40
    • systolischer Blutdruck : erniedrigt
    • Urinausscheidung (ml/h) : 5-15
  20. Klasse 4
    • Menge des Blutverlustes (% des totalen Blutvolumens) : >2,0 l (>40%)
    • Herzfrequenz : >140
    • Atemfrequenz : >35
    • systolischer Blutdruck : stark erniedrigt
    • Urinausscheidung (ml/h) : minimal
  21. Monitoring im hämorrhagischen Schock
    • Herzfrequenz
    • Blutdruck
    • Urinproduktion
    • Kapillardurchblutung
    • neurologischer Status
    • arterielle Blutgasuntersuchung mit Serumlaktat
    • Bestimmung des Serumhämoglobinwertes
    • Sauerstoffsättigung mittels Pulsoxymetrie
  22. Was ist deas therapeutische Ziel ?
    • normale Herzfrequenz
    • normaler Blutdruck
  23. Erstmaßnahmen:
    • Pat. beruhigen, Wärmeerhalt
    • Zugang legen, O2 Gabe
    • BZ messen (Ausschluss Hypo/Hyperglykämie)
    • 2 - 3 großvolumige periphere Zugänge, ZVK
    • Plasmaersatz (kolloidale Lösung = Plasmaexpander)
    • Elektrolytenersatz (Kochsalzlösung, Ringerlaktatlösung)
    • Transfusion von Erythrozytenkonzentrat mit Ziel Hkt > 35-40%
    • zentralvenöser Katheter mit ZVD-Messung (8 - 12 mmHG)
    • Azidose korrigieren bei Basendefizit > -10 mval/l: Natriumbikarbonat
  24. Verlust < 30% Blutvolumen:
    • 500 - 1500ml kolloidale Plasmaersatzlösung
    • Kristalloide Lösungen
  25. Verlust > 30% Blutvolumen:
    • Volumenersatz (ZVD Kontrolle)
    • O2 Gabe, ggf. Intubation und Beatmung
    • Hypotonie: erst Flüssigkeitssubstitution, ggf. Dopaminperfusor
    • Blutungsschock: Bluttransfusion

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