A_16

Card Set Information

Author:
cb48
ID:
64942
Filename:
A_16
Updated:
2011-02-08 08:00:22
Tags:
sozsich
Folders:

Description:
demografische ENtwicklung
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  1. Determinanten der Bevölkerungsentwicklung
    • Exogene Schocks: Kriege
    • Fertilitätsrate (durchschnittliche Zahl der Geburten je Frau
    • Lebenserwartung
    • Zuwanderung (Höhere Migration um Entwicklung auszugleichen)
  2. Exogene Schocks
    Knicke in der Bevölkerungabbildung deuten auf Unsicherheit

    z.B. Kriege, Pillenknick => generell schwache Fertilitätsraten
  3. Fertilitätsraten der Frauen geht zurück:

    Erklärung
    a) Ökonomische Erklärungsansatz:

    • Gesetzliche Rentenversicherung -> Kinder als Alterssicherung nicht mehr notwendig
    • Kinderbetreuungsangebot
    • Entwicklung der Frauenlöhne (Opportunitätskosten)
    • Elternzeit
    • Kinderkosten

    b) Soziologische Erklärungsansätze:

    • Verändertes Rollenverständnis der Frau
    • Veränderte Einstellung zu Familie und Ehe
    • besseres Verhütungswissen
    • demografische Trends (Anstieg des durchschnittalters bei Heirat u Kindergeburt)
  4. Erklärungsansätze für steigende Lebenserwartung:
    • Medizinisch technischer Fortschritt
    • Übergang von Agrar- zu Indurstriegesellschaft => verbesserte allg. wirt. Situation
    • Verbesserung der sanitären Verhältnisse
    • Ausbleiben on milit. Konflikten u. Epidemien
  5. Pflege:

    Rechtfertigung eines Staatseingriffs

    (Marktversagen bei der Absicherung des Pflegefallrisikos?)
    a) Angebotsseite: Ist das Pflegefallrisiko versicherbar?

    => Voraussetzung: Dem Versicherungsunt. müssen risikobestimmende Parameter bekannt sein.

    Problem: ASIV (Adv. Sel. od. M.H.)

    b) NF-Seite: Warum versichert sich niemand freiwillig?

    • -> Unkenntnis der Schadens-WK
    • -> Minderschätzung zukünftiger Bedürfnisse
    • -> Ext. Effekte: Bsp. Sozialhilfe
  6. Adverse Selection / Moral Hazard
    A.S:

    • Dem Versicherten steht mehr Info. über seine individuelle SchadensWK zur Verfügung als dem Versicherungsunternehemen
    • --> trifft kaum zu, Risikowahrscheinlichkeiten können gut zugeordnet werden

    • Moralisches Risiko:
    • dann, wenn Versicherungsnehmer, die Höhe des Schadens nach Abschluss erhöht...
    • --> eher unwahrscheinlich, absichtlich krank machen?
  7. Systeme zur Absicherung des Pflegefallrisikos:
    • 1. Freiwilige Eigenvorsorge
    • 2. Private oder staatliche Pflegeversicherung mit Versicherungspflicht
    • 3. Sozialversicherungslösung (Pflichtversicherung) (Verletzung des Prinzips der Risikoäquivalenz für gleiche Leistung verschiedene Preise bei verschiedem Risiko)
    • 4. Finanzierung durch staatl Transfers
  8. Der Weg zur gesetzlichen Pflegeversicherung
    Gründe für die Einführung:

    • Pflegebedingt Sozialhilfeabhängigkeit
    • => Gemeinde konnten diese Ausgabenlast nicht länger tragen
  9. Status quo d. Pflege in Deutschland:
    • Sozialversicherungslösung für das Pflegeproblem:
    • - umfasst alle Personen, die i d GKV pflichtversichert sind
    • - erfolgt durch Umlageverfahren
    • - paritätisch finanzierter Beitragssatz
  10. Pflegeformen:
    • 1. Pflege in privaten HH
    • 2. Heimpflege
  11. Leistungsempfänger der sozialen Pflegeversicherung
    Gesamt:

    2/3 ambulant <=> 1/3 statinär

    knapp 2 Mio. Menschen
  12. 3 Stufen der Pflege:
    • Stufe 1 -> meißt ambulant
    • Stufe 2 -> eher stationär
    • Stufe 3 -> zu gleichen Anteilen
  13. Beitrags- und Leistungsprofile der SPV
    • Beiträge Männer, deutliche höher als Frauen
    • Leistung an Frauen deutlich höher als Männer!
    • => Gehen öfter zum Arzt
  14. Alters- u. geschlechtsspezifische Pflegeprävalenzraten:
    sagt aus, wie viele Menschen einer best. Poulation an einer best. Krankheit erkrankt sind!

    Frauen künftig mehr erkrankt als Männer!
  15. Pflegeproblematik:
    Der demografische Wandel hat auch Einfluß auf die Finanzierung der Generationenverträge GKV und SPV

    • 1. + 2. Direkte demografische Effekte
    • 3. Indirekte Ausgabeneffekte
    • 4. Baumol'sche Kostenkrankheit
    • 5.Auswirkungen sozio-ökonomischer Veränderungen
    • 6. Dynamisierungsproblematik der Pflegeversicherung
  16. 1. + 2. Direkte demografische Effekte
    Steigerung der Pflegefälle von 3,8% d. Bevölkerung bis 10,4% der Bevölkerung in 2050
  17. 3. Indirekte Ausgabeneffekte
    • A) Medikalisierungsthese 60:24 vs.
    • b) Kompressionsthese 64:20

    A) geht von einer überproportionalen Steigerung der Gesundheitskosten mit zunehmender Alterung der Bevölkerung aus: Annahmem dass die Morbidität (Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe) mit zunehmenden Lebensalter stark zunimmt

    B) Nach d. ~ nimmt die Morbidität bei steigender Lebenserwartung ab bzw. die Leenserwartung steigt zwar weiter an, aber sie bleiben enfach länger aktiv und gesund. Die Krankheitsfälle, die mit dem ALter typischerweise auftreten, verschieben sich einfach nach hinten, sodass sich auf d. Ausgabenseite nichts ändern wird.
  18. 4. Baumol'sche Kostenkrankheit:
    bezeichnet die Problematik der schlechten Rationalisierbarkeit von Diestleistungen i. Geg.sast zu anderen Sektoren. Um die Qualität der Dientleistungen aufrechtzuerhalten, müssen die Löhne jedoch mit der allg. Lohnerhöhung d. Bevölkerung mithalten.

    Bsp. Friseuer: Schere und Material kostete vor 20 Jahren genausoviel wie heute. Aber ei Haarschnitt kostet deutlich mehr als vor 20 Jahren.
  19. 5. Auswirkungen sozio-ökonomischer Veränderungen
    Abnehmendes Pflegepotential => Ein-Sog-Effekt

    d.h. immer mehr Leute werden in der Pflege behandelt als zu Hause

    • Begründung:
    • - Frauenerwerbsquote (Opp.kost.)
    • - Single-HH (keine Töchter die pflegen)
    • - Haushaltsstrukturen: Viele Scheidungen -> Ex-Frau pflegt nicht

    Dies bedeutet steigende Leistungsausgaben d. GPV
  20. 6. Dynamisierungsproblematik der Pflegeversicherung:
    Welche Dynamisierung (Anpassung)?

    => Anpassung an Leistungsniveau oder Ausgabenentwicklung?

    => Wenn keine Dynamisierung stattfindet, dann sinkt das reale Leistungsniveau der SPV um 60%

    Die NHL der SPV "Status quo" beträgt 30,8% des BIP
  21. Kurzer institutioneller Überblick über das GKV-System
    • ca. 85% d. D i. GKV,
    • vom Bruttolohn erhoben
    • Beitragsb.gr. -> 3750
    • Bestimmte Gruppen freigestellt (>4.162,6 mtl.)
    • Sachleistungsprinzip (d.h. Leisungserbringer rechnen dirket mit den Krankenkassen ab)
    • Risikostrukturausgleich (Finanzausgleich zw. den gesetzl. Krankenkassen)
  22. Unterschiede zw. GKW und PKV
  23. Stellschrauben für Reformen im Gesundheitswesen
    Einnahmenseite:

    • - Änderung der Versichertenstruktur
    • - Änderung der Beitragsbemessung
    • - Änderung der Beitragshöhe


    Ausgabenseite:

    • - Reduktion des Leistungskatalogs
    • - Reduktion der Überkonsumption (M.H.)
  24. Bürgerversicherung:
    => Ausweitung des Versichertenkreises auf Selbstständige, Beamte und Freiberufler

    Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze

    Ausweitung der Beitragsbemessungsgrundlage durch Einbeziehung v. Zins u. Kapitaleinkünften sowie Mieteinkünften
  25. Kopfpauschale
    Einheitliche Prämien für alle GKV Versicherten

    Prämiensubvention für Bedürftige

    Finanzierung der Prämiensubvention über Versteuerung ausbezahlter Arbeitgeberbeiträge bei individueller Versteuerung u. Steuererhöhung

    Problem: Hoher oder niedriger Sozialausgleich?
  26. Fondsmodell der Großen Koalition
    bestimmte wbliche Beschränkungen sollen aufgehoben werden

    Steuerzuschuss soll systematisch zur Finanzierung d. Kinder i.d. GKV aufgebaut werden

    Beitrag weiterhin einkommensabhängig bezahlt, jedoch findet eine Aggregation in einem Gesundheitsfonds statt

    Kassen können eine kleine Pauschale zur Finanzierung ihre Mehrbedarfs verlangen, jedoch m.Überlastungsgrenze
  27. Die Freiburger Agenda:
    • - Selektives kontrahieren zw. Krankenkassen und Krankenhäusern
    • - Einführung d. Kostenerstattung u eines Selbstbehalts v. 800 - 1000€ p.a. i. ambulanten Bereich
    • - Vollst. Ausgliederung best. Bereiche (Bsp. Zahnmedizin)

    • => Stellt Verursacherprinzip wieder i d Vordergrund
    • macht echten Wettbewerb i. Gesundheitswesen möglich

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