Ortho 03-05

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Author:
miriam86
ID:
65456
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Ortho 03-05
Updated:
2011-02-11 10:50:31
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Ortho
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Ortho 03-05
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  1. Scapula alata
    - flügelartiges Abstehen des Schulterblattes infolge einer Schädigung des N. thoracicus longus.

    - Zur Untersuchung stemmt sich der Patient im Stehen mit gestreckten Armen nach vorn gegen eine Wand, das Schulterblatt wölbt sich daraufhin flügelartig nach oben
  2. Trousseau-Phänomen
    - beschreibt die Pfötchenstellung der Finger bei Tetanie oder Hypokalziämie.

    - Man kann das Trousseau-Phänomen durch Stauung am Oberarm provozieren.
  3. Schober-Test
    - dabei handelt es sich um einen Test zu Erfassung der Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule.

    - Man misst des Auseinandertreten der lumbalen Dornfortsätze beim Vorbeugen des Patienten.

    - In Höhe des stehenden Patienten wird vom Processus spinosus von S1 10 cm nach kranial gemessen.

    - Beide Punkte werden mit einem Stift markiert.

    - Dann bittet man den Patienten, sich nach vorn zu beugen, jetzt misst man erneut.

    - Der Abstand sollte sich im Gesunden um mehr als 5 cm vergrößern.

    - Eine typische Erkrankung, die mit pathologischen Schoberwerten einhergeht, ist die Spondylitis ankylosans (M. Bechterew)
  4. Mennell-Zeichen
    - Beim Mennell-Zeichen werden die Iliosakralgelenke des Patienten untersucht.

    - Dabei wird beim auf dem Bauch liegenden Patienten mit einer Hand das Becken auf der Unterlage fixiert.

    • - Mit der anderen Hand wird das gestreckte Bein
    • ruckartig nach oben gezogen
  5. Lagerungsprobe nach Ratschow
    - dabei beurteilt man arterielle Verschlusskrankheiten oder periphere arterielle Durchblutungsstörungen.

    - Der Patient liegt dabei auf dem Rücken, hebt seine Beine senkrecht hoch und führt dann mit den Füßen kreisende Bewegungen in den Sprunggelenken aus.

    • - Anschließend beurteilt man die Füße nach
    • Hautfarbe der Fußsohlen, Schmerzen beim Gehen, reaktiver Hyperämie sowie Venenfüllung und Temperaturdifferenz.
  6. Morbus Bechterew
    - auch als ankylosierende Spondylitis bekannt ist.

    - 90% dieser Patienten haben das HLA B27-Gen (Normalbevölkerung nur 8%).

    • Symptome:
    • - Sakroiliitis: besonders nachts/morgens auftretende
    • Kreuz-/Gesäßschmerzen, evtl. mit Ausstrahlung in den Oberschenkel, positives Mennell-Zeichen.

    - Spondylitis. Schmerzen im thorakolumbalen Übergang der Wirbelsäule

    - zunehmende Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule und des Thorax

    - es treten pathologischer Hinterhaupt-Wand-Abstand und pathologische Kinn-Sternum-Distanz auf (normalerweise sind beide 0 cm)

    - pathologisches Schober-Maß: Die im Stehen gemessene Distanz vom 5. LWK 10 cm nach kranial muss sich beim Gesunden um mindestens 4 cm vergrößern

    - pathologisches Ott-Maß: Im Stehen gemessene Distanz vom 7. HWK 30 cm nach kaudal muss sich nach Rumpfbeugung beim Gesunden um mindestens 2 cm vergrößern.
  7. Coxa vara
    - Der Schenkelhals ist in einem kleineren Winkel (kleiner als 120° Centrum-Collum-Diaphysen-Winkel = CCD) als ursprünglich zusammengewachsen.

    - Damit liegt die Spitze des Trochanter major höher als die Hüftkopfkalotte.

    - Daraus resultiert eine Beinlängenverkürzung.
  8. Protusio acetabuli
    - ist eine pathologische Vorwölbung des gesamten Hüftgelenks ins kleine Becken.

    Man unterscheidet 2 Formen:

    • Primäre Form:
    • - Sie entsteht idiopathisch im pubertären Wachstumsschub überwiegend bei Frauen.
    • - Tritt immer doppelseitig auf und ist von einer Coxa vara begleitet.

    • Sekundäre Form:
    • - entwickelt sich aus die Pfanne erweichenden Krankheiten.
    • - In der Regel ist nur eine Hüfte betroffen, eine Coxa vara besteht meist nicht.
  9. Genu recurvatum
    - beschreibt eine abnorme Überstreckbarkeit des Kniegelenks nach hinten.
  10. Adduktionskontrakur Hüfte bei 10° aus dieser Stellung 20° weiter adduzierbar
    - Die geschilderte Adduktionskontraktur wird beschrieben mit 0/10/30

    - Bei der Neutral-Null-Methode werden Gelenkkontrakturen ebenfalls in 3 Zahlen notiert.

    - Der Wert der zum Erreichen der Neutral-Null-Stellung fehlt, wird in die Mitte geschrieben, in diesem Fall also 10.

    - Die nicht durchführbare Bewegung bezeichnet man mit 0.

    • - Die weitere noch mögliche Beweglichkeit wird von der 0-Stellung aus gemessen und dann mit der
    • Kontraktur addiert, also 10 + 20 = 30.

    - Daraus ergibt sich 0/10/30.
  11. Tinel-Zeichen
    - Von einem positiven Tinel-Zeichen spricht man, wenn sich eine Klopfschmerzhaftigkeit des Karpaltunnels, insbesondere bei Extensionsstellung, im Handwurzelbereich auslösen lässt.

    - Typischerweise findet man es bei dem Karpaltunnelsyndrom
  12. Ott-Zeichen
    - wird zur Beweglichkeit der Wirbelsäule im Bereich der Brustwirbelsäule verwendet.

    - Im Stand markiert man einen Punkt 30 cm distal von C7.

    - Anschließend wird der Abstand in In/Reklination gemessen
  13. Ankylose
    - spontane Versteifung eines Gelenks mit vollständiger Zerstörung des Gelenkspalts

    • Ursache:
    • - Infektionen, Traumata, degenerative Veränderungen, Lähmungen, Keloide sowie schmerzbedingte Fehl- und Minderbelastung.
  14. Arthrodese
    - operative Versteifung eines Gelenks und wird

    - an der Wirbelsäule als Spondylodese bezeichnet.

    - Angewandt wird dieses Verfahren zur Stabilisierung bei häufig lähmungsbedingten Instabilitäten.

    • - Daneben findet es seine Anwendung bei
    • der Ruhigstellung von Gelenksdestruktionen, die durch entzündliche oder septische Erkrankungen ausgelöst werden. Die Arthrodesen können nach Anfrischung
    • der Gelenkflächen entweder artikulär oder auch durch Überbrückungen des Gelenks juxtaartikulär hergestellt werden.

    - Insbesondere bei jungen Patienten stellt sie aufgrund ihrer guten Belastungsstabilität eine häufig wichtige operative Alternative dar
  15. Tendopathia calcanea
    - manifestiert sich mit Schmerzen im Schultergelenk bei radiologisch nachweisbaren Kalkdepots im Ansatzbereich der Rotatorenmanschette.

    - Am häufigsten ist hier der Ansatzbereich des M. supraspinatus betroffen, so dass die Kalkdepots meist in der Nähe am Ansatz des Tuberculum majus sichtbar werden.

    - Klinisch leiden die Patienten meistens an sehr ausgeprägten Schulterschmerzen, die bis hin zu Berührungsempfindlichkeit führen können.

    - In der Regel lässt sich dieses Krankheitsbild mit lokalen Steroidinjektionen therapieren.

    • - In seltenen Fällen muss eine Indikation zur
    • operativen Entfernung gestellt werden.
  16. Algodystrophie
    - Die Sudeckdystrophie (Sudecksyndrom oder M. Sudeck) ist im Wesentlichen eine pathologisch gesteigerte Heilentzündung.

    - Meist entsteht diese infolge von Traumata oder Operationen.

    - Die Pathogenese ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

    • - Man diskutiert jedoch entzündliche, neurogene,
    • neurovaskuläre, neurohumorale, vasculäre, biochemische Faktoren.

    - Ebenso können die Aktivität oder mechanische Ursachen zu einem M. Sudeck führen.

    Die Erkrankung verläuft in der Regel in drei Stadien:

    • Stadium I:
    • - akuter, starker, neuralgischer Ruhe- und Bewegungsschmerz.
    • - Man findet eine Überwärmung der Haut bei bläulich-livider Verfärbung.
    • - Neben der geschwollenen, glänzenden Haut kann es zu Schwellungen der Gelenke kommen.

    • Stadium II
    • - ist durch einen subakuten Verlauf gekennzeichnet.
    • - Es tritt typischerweise 2-4 Monate nach Verlauf des Stadiums I auf
    • - ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Schmerzen sowie einem Schwund der Subkutis mit
    • Hautathrophie.
    • - Durch eine Schrumpfung des Kapselbandapparates kommt es zu einer funktionellen Bewegungseinschränkung von Gelenken.
    • - Die Haut selbst ist zyanotisch und kühl bei vermehrter Behaarung und Hyperhydrosis.
    • - Radiologisch findet man eine fleckige Knochenentkalkung durch Verdünnung der
    • Kompacta und dem Schwund von Spongiosa bei gleichzeitiger Markraumerweiterung.

    • Im chronischen Stadium III
    • - entfallen die Schmerzen.
    • - Die Patienten zeigen jedoch eine generalisierte Atrophie des Weichteilgewebes und des Skeletts.
    • - Häufig findet sich eine fibröse Gelenksteife mit erheblicher Bewegungseinschränkung.
    • - Radiologisch manifestiert sich dieses Stadium mit einem Bild des so genannten Glasknochens.
    • - Zur Behandlung werden Kalzitonin,
    • Antiphlogistika und Sympathikolytika zur besseren Durchblutung gegeben.

    - In Stadium II und III zeigen medikamentöse Behandlungen meist keinen weiteren Erfolg.
  17. Arthorose von Handwurzelknochen mit Handmittelknochen
    - bevorzug am Os trapezium
  18. Komplikationen Reposition einer Hüftgelenksluxation beim Säugling
    - auch bei korrekter Durchführung kann es zu Hüftkopfnekrose kommen

    - Voraussetzung einer nicht traumatischen Hüftgelenksluxation stellt die Dysplasie dar.

    - Kommt es in der Folge einer nicht therapierten Dysplasie zu einer Dezentrierung des Hüftkopfes aus der Hüftgelenkspfanne, spricht man von einer Luxation.

    - Bei einer beginnenden Dezentrierung kommt es zu einer stark erhöhten Belastung im Bereich des Pfannenerkers.

    - Dieser bleibt im Wachstum zurück, so dass der Hüftkopf im weiteren Verlauf nach cranial/dorsal aus der Gelenkspfanne heraustritt, die sekundär dann nur von Fettgewebe ausgefüllt wird.

    - Das Höhertreten des Hüftkopfes führt dann zu einer erheblichen Beinverkürzung, keinesfalls jedoch zu einer Verlängerung.

    - Um diesen Verlauf zu vermeiden, sollte beim Neugeborenen eine Dysplasie bzw. Luxation ausgeschlossen werden.

    • - Kommt es jedoch dennoch zu einer Luxation, muss
    • diese unbedingt zur Reposition gebracht werden.

    - Anschließend muss mit entsprechenden Retentionsverfahren (Spreizhose, Pavlik-Bandage oder Gipsbehandlung) therapiert werden.

    • - Dennoch kommt nach wie vor bei korrekter
    • Reposition die Hüftkopfnekrose als typischste Komplikation in Betracht.

    - Bei diesen kommt es dann zu einem partiellen oder totalen Absterben der Hüftkopfepiphyse.

    - Um dies zu vermeiden, sollte man unbedingt zu starke Repositionsmanöver, Extrempositionen oder schlecht zentrierte Gelenkstellungen vermeiden
  19. Tortikollis
    - Der muskuläre Schiefhals (Torticollis) bezeichnet eine beim Neugeborenen oder jungen Säugling auftretende fixierte Schiefstellung des Kopfes.

    - Unbehandelt kann eine sekundäre Fehlentwicklung der HWS und des Gesichtschädels auftreten.

    - Dieses wird als Gesichts- oder HWS-Skoliose bezeichnet

    - Durch bindegewebige Verkürzung des Musculus sternocleidomastoideus kommt es zur typischen Kopfstellung, mit Neigung desselben zur erkrankten und Rotation zur gesunden Seite
  20. akute bakterielle Spondylitis
    - Von einer akuten bakteriellen Spondylitis, die in der Regel von Staphylococcus aureus, TBC ausgelöst wird, spricht man, wenn eine Entzündung von Wirbelkörpern oder der gesamten Wirbelsäule vorliegt.

    - In der Regel treten die umschriebenen Entzündungen zuerst bandscheibennah auf.

    - Weitet sich der entzündliche Prozess auf die Bandscheiben aus, spricht man von einer Spondylodyszitis.

    - Die Patienten leiden typischerweise unter Rückenschmerzen, die persistieren und auch nachts bestehen können.

    - In der Regel findet man eine Fixierung sowie einen lokalen Klopfschmerz

    - Daneben findet man praktisch immer septische Temperaturen sowie erhöhte Entzündungsparameter

    .- Wie bei allen entzündlichen Prozessen kommt es durch den erhöhten Umsatz zu einer Mehranreicherung im Knochenszintigramm

    - Typisch sind noch Schonhaltung, Steifhaltung der Wirbelsäule
  21. Blockwirbelbildung
    - davon spricht man, wenn eine knöchernde Fusionierung im Bereich der Wirbelkörper stattgefunden hat.

    • - Man findet dieses im Rahmen von Fehlbildungen
    • Dysostosen), beim M. Bechterew und als Folgezustand einer ausgeheilten Spondylodyszitis.
  22. Dermatome Bein
  23. Schädigung L3
    - Dermatom: Schmerz, Sensibilitätsstörung Oberschenkelvorderseite

    • - Reflexverlust: PSR
    • - Parese: Quadriceps, Mm. quadriceps femoris und iliopsoas
  24. Schädigung Nervenwurzel L4
    - Dermatom: Oberschenkelaußenseite über Patella und Innenseite des Unterschenkels

    • - Reflexverlust: PSR
    • - Parese: Fußheber/Großzehenstrecker, Mm. quadriceps und tibialis anterior
  25. Läsion Nervenwurzel L5
    - Dermatom: Fußrücken, Großzehe, ventrolateraler Unterschenkel

    • - Reflexverlust: TPR
    • - Parese: Fußheber/Großzehenstrecker, Mm. extensor hallucis longus und extensor digitorum brevis
  26. Läsion Nervenwurzel S1
    - Dermatom: Ferse, Kleinzehe, latero-dorsaler Ober- und Unterschenkel

    • - Reflexverlust: ASR
    • - Parese: Fußsenker/Gluteus maximus mit Mm. peronaei, triceps surae, gluteus maximus
  27. Sulcus- ulnaris - Syndrom
    - dabei handelt es sich um ein Kompressionssyndrom der oberen Extremität.

    - Der N. ulnaris verläuft proximal nach distal zuerst durch den Sulcus ulnaris des Epicondylus ulnaris humeri und distal durch die Loge de Guyon.

    • - Dort kann es zu Kompressionen bei einer Arthrose, chronischer Polyarthritis, Tumoren, aber auch
    • anatomischen Varianten kommen.

    • - Klinisch manifestiert sich dieses Syndrom durch
    • Parästhesien der vom N. ulnaris betroffenen Finger.

    - Häufig kombiniert findet man Dehnungsschmerz bei Flexion des Ellbogengelenks.

    - Die operative Therapie besteht in einer subkutanen Verlagerung des Nerven auf die Beugeseite mit eventuell kombinierter intraneuraler Neurolyse
  28. Supinatortunnelsyndrom
    - kommt es durch Irritationen des Ramus profundus bei Durchtritt durch den Musculus supinator.

    • - In der Folge kann es zu einer Parese der Daumen,
    • Fingerstrecker und der Daumenabduktion kommen.
  29. Supinatussehnensyndrom
    - entsteht in der Regel durch eine degenerative Veränderung der Supraspinatussehne.

    • - Im Bereich des Akromions kommt es dann durch
    • häufigere Mitbeteiligung der Bursa subachromialis zu einem mechanischen Reizzustand der Sehne.

    - Insbesondere bei Adduktion und Abduktion kommt es in der Folge zu einer Druck- und Reibespannung.

    - Daraus resultiert häufig ein Impinchmentsyndrom mit dem sogenannten Painful arc.

    - Bei diesem handelt es sich um einen äußerst schmerzhaften Bereich während des Abduktionsvorgangs des Arms.

    - Diese Erkrankung ist somit ein Engpasssyndrom, nicht aber durch einen Nervenengpass.
  30. plötzlichem Kraftverlust im linken Bein, suprapatellärer Delle sowie einem aktiven Streckverlust
    - v.a. Quadricepssehnenruptur

    - führt zu Partella-Tiefstand
  31. Ruptur Ligamentum Patellae
    - würde ebenfalls zu einem aktiven Streckverlust führen.

    - In diesem Fall wäre jedoch unterhalb der Patella eine Delle zu tasten und es käme zu einem Patellahochstand (Patella alta)
  32. 10/10/0 in Ex/Flex
    - Versteifung 10° Extensionsstellung
  33. Versteifung in 10° Flexion (Ex/Flex)
    - 0/ 10/ 10
  34. habituelle Patella-Luxation
    - Bei den Patellaluxationen handelt es sich meist um habituelle Luxationen, die durch eine Kombination von luxationsfördernden anatomischen Voraussetzungen zu erklären sind.

    - Das sind am Skelett: Patelladysplasie, Kondylendysplasie, Genu valgum, genu recurvatum, pathologische Femurantetorsion, pathologische Tibiaaussentorsion sowie eine Lateralisation der Tuberositas tibiae.

    - Muskulär führen eine Atrophie des musculus vastus medialis oder eine Hypoplasie des musculus vastus medialis obliquus zu diesem Krankheitsbild.

    - Von Seiten des Bandapparates kann eine Laxizität, ein Riss des medialen Reklinakulums sowie eine Patella alta zu habituellen Patellaluxationen führen.

    - Von einer habituellen Luxation spricht man, wenn die Patella in leichter Beugung ohne wesentliche Beschwerden luxiert und dieser Vorgang ohne weiteres reversibel ist.

    - bei einer Luxation nach Lateral ist am ehesten ein Patella- Hochstand (Patella-alata) zu erwarten, da eine Patella alata aufgrund fehlender Gleitlager zu habituellen Luxationen führt
  35. Fraktur Os scaphoideus
    • Symptome:
    • - Schmerzen Handgelenk
    • - Schmerzen Tabatiere
    • - endgradige Bewegungseinschränkung im Handgelenk
  36. Tendovaginitis stenosans
    - Der schnellende Finger kommt durch eine einschnürende Veränderung der Sehnenscheide der Fingerbeuger über dem Grundgelenk zustande.

    - Aufgrund der Stenose des Ringbandes wird somit die Mobilität der Beugesehne behindert.

    - Typischerweise findet man eine schnellende Bewegung beim Strecken der Finger.

    - Beim chronischen Verlauf kann es dann zu Beuge- und Streckhemmungen des Daumens kommen.

    • - Therapiert werden sollte operativ durch eine in
    • Längsrichtung durchgeführte Spaltung des Ringbandes
  37. Meniskuseinklemmung
    - führt zur federnden Streckhemmung im Knie

    - Bei Männern findet man häufiger Meniskusschäden als bei Frauen.

    • - Aufgrund der stärkeren Fixierung des medialen Meniskus an der Kapsel und dem medialen
    • Seitenband ist er 10-30 mal häufiger verletzt als der Außenmeniskus.

    • - Typisches Hauptsymptom sind die federnden Streckhemmungen im Kniegelenk, gefolgt
    • von Reizergüssen.

    • - Häufig machen im weiteren klinischen Verlauf die
    • Streckhemmungen zunehmend geringere Beschwerden und die Reposition eingeschlagener Meniskusteile, die letztendlich diese federnde Streckhemmung
    • ausmachen, kann der Patient häufig selbsttätig durch Schütteln oder Drehbewegungen ausführen.

    • - Diagnostiziert werden kann ein Meniskusriss
    • durch Schmerzauslösung durch Druck, Scherung oder Zug des betroffenen Meniskus.

    • - Die wichtigsten sind: Druckschmerz, Streckungsschmerz, Überbeugeschmerz, Add-
    • und Abduktionsschmerz, Schmerzen auf Rotation und Scherung.
  38. Spitzfuß
    - = Pes equinus

    • Morphologie:
    • - im oberen Sprunggelenk fixierte Plantarflexion.
    • - Nur Zehenstand möglich.
    • - Ist dabei eine passive Dorsalextension möglich, bezeichnet man diesen Fall als Hängefuß.

    • Ätiologie:
    • spastische/schlaffe Lähmung, posttraumatisch, iatrogen

    • Therapie:
    • Im Krankenhaus Spitzfußprophylaxe gegen iatrogenen Spitzfuß, sonst Achillessehnenverlängerung mit dorsaler Kapsulotomie der Sprunggelenke, evtl. T-Arthrodese.
  39. Hackenfuß
    • Morphologie
    • - Dorsalextension des Fußes,
    • - nur Fersenbelastung möglich

    • Ätiologie
    • - schlaffe Lähmung

    • Therapie
    • Muskelersatzplastiken der Wadenmuskulatur, korrigierend T-Arthrodese.
  40. Klumpfuß
    • - pes varus
    • - meist Kombination von pes varus, equinus, adductus, cavus

    • Morphologie
    • - der Rückfuß ist in Varusstellung fixiert bei gleichzeitiger Adduktionsstellung des Vorfußes, deshalb keine Pronation möglich.
    • - Typisches Gangbild mit Außenkantenbelastung des Fußes.

    • Ätiologie
    • angeboren, posttraumatisch, Lähmungen

    • Therapie
    • am Tag der Geburt Gipsretression, nach drei Monaten operative Korrektur der Restdeformität (z-förmige Achillessehnenverlängerung, dorsale Kapsulotomie OSG, USG)
  41. Knickfuß
    - Pes valgus

    • Morphologie
    • - Valgusfehlstellung des Rückfußes.
    • - Bei zusätzlichem Vorliegen einer Abduktionsfehlstellung des Vorfußes spricht man von einem Knickplattfuß

    • Ätiologie
    • Lähmung, statische Deformität

    • Therapie
    • Fußgymnastik, Einlagenversorgung
  42. Plattfuß
    - Pes planus

    • Morphologie
    • - das Längsgewölbe des Fußes ist derart deformiert, so dass die gesamte Fußsohle auf dem Boden liegt.
    • - Bei nur teilweiser Abflachung des medialen Längsgewölbes spricht man von einem Senkfuß.

    • Ätiologie
    • - Lähmungen posttraumatisch, statische Deformitäten

    • Therapie
    • - Fußgymnastik, Einlagenversorgung
  43. Spreizfuß
    - pes transversoplanus

    • Morphologie
    • - Abflachung des vorderen Fußquergewölbes

    • Ätiologie
    • - statische Deformität, rheumatische Erkrankung

    • Therapie
    • - Pelottenbehandlung am Schuh

    - Der Spreizfuß stellt die am häufigsten vorkommende Fußdeformität dar, die zu Schmerzen führt.

    - Durch das Absinken des Fußquergewölbes resultiert eine Verbreiterung des Vorfußes.

    - Letzteres führt zu vermehrter Druckbelastung der Metatarsalköpfchen II-IV.

    - Aufgrund dessen kommt es dort zur Ausbildung von schmerzhaften Schwielen
  44. Sichelfuß
    - Pes adductus

    • Morphologie
    • - verstärkte Adduktion des Fußes und der Zehen

    • Ätiologie
    • - angeboren, nach Klumpfußbehandlung

    • Therapie
    • - korrigierende Einlagen, selten Osteotomie der Metatarsalia
  45. habituelle beidseitige Unterkieferluxation
    - IMPP: es besteht Kiefersperre

    - Die ein- oder beidseitig auftretende Unterkieferluxation findet am häufigsten nach ventral statt, seltener nach hinten, außen oben oder divergierend.

    - Bei der ventralen Luxation kommt der Gelenkkopf vor dem Tuberculum und dem Discus articularis zu liegen, die Gelenkpfanne ist leer.

    • Symptome:
    • - Unfähigkeit zum Mundschluss (Kiefersperre )
    • - bei einseitiger Luxation Abweichung des Unterkiefers zur gesunden Seite und Mundschiefstand, - bei beidseitiger Luxation Kiefersperre und Medialverlagerung des Unterkiefers.

    • - Ursachen:
    • - extreme Mundöffnung, Trauma, habituell.

    • Therapie:
    • - Reposition mit dem Daumen nach kaudal und dorsal mit dem Handgriff des Hippokrates und anschließend Ruhigstellung.

    - Unter Kieferklemme versteht man eine erschwerte Mundöffnung z.B. durch Trauma, Tumore, Entzündungen oder Muskelkrämpfe.
  46. Skoliose
    - Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule mit einer Rotationskomponente zur konvexen Seite der Verkrümmung.

    - In der Regel ist diese mit einem Rippenbuckel verbunden.

    • Weitere Symptome:
    • - Lendenwulst
    • - Asymmetrie der Taillendreiecke
    • - Asymmetrie der Schulter-Nacken-Linie
    • - Schulterblattvorfall
    • - Schulterhochstand
  47. Pectus excavatum
    - Die Trichterbrust oder Pectus excavatum

    - ist eine Einziehung des unteren Sternums mit Verkleinerung des Raumes zur BWS.

    • - Ursachen hierfür sind:
    • - angeborene Trichterbrust,
    • - Rachitis oder Osteomalazie
  48. Messung Beinlängendifferenz
    - Mit einem schmalen Maßband wird von der Spina iliaca anterior superior bis zur Spitze des Malleolus lateralis gemessen.

    • - Die Werte der beiden Beine werden dann
    • verglichen
  49. - Auf dem Bild erkennt man einen linken Fuß, bei dem die Großzehe im Grundgelenk in Richtung der Kleinzehe des gleichen Fußes abgeknickt ist.

    - Dabei handelt es sich um einen Hallux valgus
  50. Neutral-Null-Methode
    - Die Neutral-Null-Methode dient der Vereinheitlichung der Messwerte bei der orthopädischen Untersuchung.

    • - Das Ausmaß von Bewegungen wird in 3 Zahlen
    • angegeben:

    1. Zahl: Bewegung einer Extremität vom Körper weg (Extension, Adduktion, Außenrotation)

    2. Zahl: Null-Stellung bzw. bei einer Bewegungsbehinderung die Zahl, welche die Extremität beim Versuch die Null-Stellung zu erreichen, einnimmt.

    3. Zahl: Bewegung einer Extremität zum Körper hin (Flexion, Adduktion, Innenrotation).

    - Versteifungen von Gelenken (Ankylosen) werden bei der Neutral-Null-Methode ebenfalls in 3 Zahlen notiert.

    - Der Wert, der zum Erreichen der Neutral-Null-Stellung fehlt, wird in die Mitte (2. Zahl s.o.) geschrieben, in diesem Fall also 20, da sich der Arm in 20° Beugung versteift befindet.

    - Die nicht durchführbare Bewegung, in diesem Fall die Streckung, bezeichnet man mit 0.

    - Der Arm befindet sich in der Beugestellung (also zum Körper hin), deshalb ist die erste Zahl 20.
  51. Osteochondrosen
    - entstehen wahrscheinlich auf dem Boden von Vaskularisationsstörungen unbekannter Genese.

    - Morphologisch und radiologisch ist der Verlauf mit einer Knochennekrose vergleichbar.

    • - Die sogenannten aseptischen Osteochondrosen
    • können praktisch in allen Epiphysen auftreten.

    • - Die typischsten Vertreter wären der M. Scheuermann bei den Wirbelkörpern, der M. Kienböck beim Os lunatum, M. Köhler mit Beteiligung des Os naviculare pedis, Osgood-Schlatter mit der Apophyse der Tuberositas tibiae oder M. Perthes mit Beteiligung des Femurkopfes
    • und -halses.

    - Davon abzugrenzen ist die Osteochondrose dissecans, bei der es sich um eine aseptische Osteochondrose eines umschriebenen Gelenkflächenareals handelt.

    • - In der Folge kommt es zur Abstoßung eines
    • Gelenkflächenfragmentes unter Hinterlassung eines Defektes
  52. Aseptische Knochennekrosen (5)
    • - M. Scheuermann bei den Wirbelkörpern,
    • - M. Kienböck beim Os lunatum,
    • - M.Köhler mit Beteiligung des Os naviculare pedis
    • - Morbus Osgood-Schlatter mit der Apophyse der Tuberositas tibiae
    • - M. Perthes mit Beteiligung des Femurkopfes und -halses.
  53. Ermüdungs- / Stressfrakturen
    - entstehen wahrscheinlich durch Mikrotraumen

    - Stressfrakturen entstehen durch eine kontinuierliche, unphysiologische Überbelastung des Knochens.

    - Sie machen ca. 2% aller Frakturen aus.

    - Vergleichbar sind sie mit Materialbrüchen in der Werkstoffkunde.

    • - Ermüdungsfrakturen finden sich typischerweise an der unteren Extremität, am häufigsten im Bereich des Fußskeletts, wobei hier speziell der Mittelfußknochen und das mittlere bis distale Drittel der Tibia am
    • häufigsten betroffen sind.
  54. Cobb-Winkel bei Skoliose
    - Zur Messung der Seitausbiegung wird der Cobb-Winkel erhoben.

    - Dabei werden die Neutralwirbel (Wirbel, bei denen die Konvexität zur Konkavität umschlägt) auf dem Röntgenbild aufgesucht.

    - Die Parallelen zu den Wirbelkörperabschlussplatten der Neuralwirbel bilden in ihrem Schnittpunkt den Winkel der Wirbelsäulenseitausbiegung
  55. Spondylitis tuberculosa
    - Die Wirbelsäule stellt die häufigste Lokalisation der Skeletttuberkulose dar.

    - Die unspezifische, akut bakterielle Spondylitis wird in der Regel durch Eitererreger verursacht, wobei am häufigsten Staphylococcus aureus zu finden ist

    - Die Spondylitis Tuberculosa befällt vorwiegend die untere Brust- und obere Lendenwirbelsäule.

    • - Durch die anatomische Lage kann sich ein Abszess
    • entlang des M. psoas bis in den Oberschenkel hinein fortsetzen, man spricht dann von einem Senkungsabszess.

    - Typischerweise kann es im Verlauf der Spondylitis Tuberculosa zur Gibbusbildung (winkelförmige Abknickung) der Wirbelsäule kommen.

    • - Im schlimmsten Fall führt dies zu einer
    • Querschnittslähmung.
  56. Mandelung-Deformität
    - Unter einer Madelung-Deformität versteht man eine radial und palmar gerichtete Abweichung der Hand.

    • Diese, durch eine erbliche Wachstumsstörung
    • der distalen Radiusepiphyse ausgelöste Deformität, führt zu einer Bajonettstellung und zum Teil zu einer radialen Klumphand.

    - Klinisch findet sich eine Verkürzung und Fehlstellung des Radius mit radial-palmarseitiger Verschiebung der Hand, wobei das Ulnaköpfchen deutlich sichtbar wird.

    - Radiologisch findet man eine karpale Radiusgelenksfläche, die nach ulna- und palmarwärts verkippt ist.

    - Zusätzlich zeigt sich eine Verkürzung des Radius im Vergleich zur Ulna.

    - erscheint die Elle im proximalen Radioulnargelenk länger, sie ist jedoch nicht verschoben.

    - Handwurzeln können keilförmig deformiert sein.

    - Die operative Therapie sollte erst nach Wachstumsabschluss durchgeführt werden.
  57. Phokomelie
    - Die Phokomelie gehört zu den Missbildungssyndromen, wobei entweder Ober- und Unterarm oder Ober- und Unterschenkel fehlen.

    - In diesem Fall setzen Hand oder Fuß in Form von Robbengliedmaßen unmittelbar am Rumpf an.
  58. Löffelhand
    • - Extremform der Syndaktylie
    • - sämtliche Finger sind verwachsen
  59. - Auf der Abb. ist das typische Zeichen einer Schwanenhalsdeformität zu sehen.

    - Durch die Schnittverletzung kam es zu einer Schädigung der Beugesehne, so dass die Musculi interossii überwiegen.

    - Daraus resultiert eine Beugestellung im Grund- und Endgelenk bei gleichzeitig überstrecktem Mittelgelenk.
  60. Knopflochdeformität
    - Bei der Knopflochdeformität kommt es nach Zerstörung der Streckaponeurose zu einem Abgleiten des Streckapparates nach lateral.

    - Dadurch entsteht eine Deformität mit Überstreckung des distalen und Beugestellung des proximalen Interphalangealgelenkes.


    - Merke:Auch eine traumatische Durchtrennung der Streckaponeurose führt zur Knopflochdeformität.
  61. Coxa saltans
    - wird definiert als ein schmerzhaftes Springen des Tractus iliotibialis über den Trochanter major

    - Dieses Phänomen, welches insbesondere beim Gehen vorkommt, kann vom Patienten meist willkürlich herbeigeführt werden.

    • - Die Folge kann eine Reizung des Bindegewebes mit resultierender schmerzhafter Bursitis trochanterica
    • sein.
  62. Gelenkchondromatose (M. Reichelt)
    - darunter versteht man eine zumeist monoartikuläre Ansammlung von multiplen freien Gelenkkörpern.

    - Die Bildung dieser freien Gelenkkörper geschieht durch eine metaplastisch umgewandelte Synovia in Knorpelgewebe.

    - Die eigentliche Ursache ist unbekannt.

    - Es werden endogene Faktoren wie eine embryonale Fehlanlage oder ein Neoplasma diktiert, wobei die Veränderungen selbst nicht maligne sind.

    - Eine Chondromatose kann lange Zeit symptomarm verlaufen, meist gefolgt von einer Zunahme der Bewegungs- und Belastungsschmerzen, Kapselverdickung und Ergussbildung.

    - Daneben kann diese Erkrankung durch Dislokationen zu Gelenkblockierungen führen.

    • - Meist sind die klinischen Untersuchungsbefunde
    • uncharakteristisch, da man die freien Körper selten tasten kann.

    • - Bei Nachweis der Krankheit sollten die freien Gelenkkörper möglichst bald operativ entfernt
    • werden um weitere Schäden am Gelenkknorpel zu verhindern.

    - Zur Rezidivprophylaxe muss zusätzlich eine Synovektomie durchgeführt werden.
  63. malignes Osteosarkom
    - In der Regel sind männliche Jugendliche betroffen, wobei die Hauptlokalisation im Bereich der Metaphysen aufzutreffen ist.

    - Knapp 2/3 der Tumoren liegen kniegelenksnah in der distalen Femur- oder proximalen Tibiametaphyse.

    - Anfänglich sind die Symptome im Frühstadium wenig aussagekräftig, im weiteren Verlauf findet man Schmerz und Schwellung.

    • - Radiologisch sind hier die typischen Zeichen mit Osteolyse, periostalen Knochenschalen (Zwiebelschalen) sowie die vermehrte Anreicherung
    • im Knochenszintigramm zu finden.

    - Zusätzlich findet man im MRT die Infiltration in die Weichteilgewebe, die ebenfalls typisch sind.

    - Die Prognose ist heute mit radikaler Resektion des Tumors und vorheriger oder nachheriger Chemotherapie relativ gut mit 5-Jahres-Überlebensraten bis 80%.
  64. Adamantiom
    • - oder auch Ameloblastom,
    • - dabei handelt es sich um einen meist benignen
    • dysontogenetischen Tumor im Kieferbereich.

    - Häufig zeigt dieser ein expansives und lokal infiltratives Wachstum mit Zystenbildung.
  65. juvenile Knochenzyste
    • - (solitäre Knochenzyste)
    • - ist eine tumorähnliche Knochenläsion.

    - Das bedeutet, klinisch und radiologisch findet man alle Zeichen eines Knochentumors, ohne dass die Kriterien eines echten Tumorwachstums erfüllt werden.

    - Die juvenile Knochenzyste tritt meist zwischen dem 8. und 15. Lebensjahr auf, Prädilektionsstellen sind der proximale Humerus und der proximale Femur.

    - In der Regel treten keine Symptome auf, bevor es zu einem spontanen Einbruch der Zyste kommt.

    • - Radiologisch findet man meist eine kolbige
    • Auftreibung der Metaphyse mit großer Osteolyse und einhergehender Verdünnung der Kortikalis.

    - Typisch ist die zarte Randsklerose, die das umgebene spongiöse Gewebe begrenzt.

    • - Therapiert wird mittels Kürretage und
    • Spongiosaauffüllung, wobei die Rezidivrate zwischen 10 und 40% liegt.
  66. Spondylolyse
    - Nach einer Spondylolyse (Unterbrechung der Interartikularportion der Wirbel), die meist doppelseitig auftritt und deren bevorzugte Lokalisation der Arcus vertebrae des 5. Lumbalwirbels ist, kann es zu einer Spondylolisthesis kommen.

    - Darunter versteht man eine Verschiebung des betreffenden Wirbelkörpers gegenüber dem darunter stehenden nach vorne.
  67. Spondylolistesis
    - IMPP: entstehen oft bereits im Kindes-/ Jugendalter

    - tritt gelegentlich in Kombination mit anderen Wirbelfehlbildungen (Spina bifida, Fortsatz und Körperasymmetrien) auf.

    - Je nach Stellungsvarianten der Facettengelenke kann es zu einem Umbauvorgang der Interartikularportion kommen.

    - Werden kritische Biege- und Scherkräfte überschritten, kann so eine Lyse induziert werden.

    - Bei zunehmender Belastung im Wachstumsalter (Kinder und Jugendliche) können die geschwächten Bogenabschnitte die Kräfte nicht mehr kompensieren, so dass die Listhese in Gang gesetzt wird
  68. Auslöser Spondylolyse/ - listesis
    - Sportarten, die eine hyperlordotische Haltung der LWS (Turnen, Gymnastik) erfordern, führen zu einer vermehrten Belastung der Interartikularpartionen der Wirbel.

    • - Diese Art Sport wird als hauptsächliche
    • Ursache der Spondyloyse angesehen.

    - nicht typisch: Bob-Fahren, Rennfahrer : Beugung!

    - In der Tat haben bei Wachstumsabschluss ca. 6% der Bevölkerung eine Spondylolyse.

    - In der Regel kann eine beginnende Spondylolisthesis zunächst einmal konservativ therapiert werden.


    • - Kommt es zu einer Progression, muss beim
    • Erwachsenen die Stabilisierung des hypermobilen Segmentes durch eine dorso-vektrale Spondylodese (Wirbelversteifung) durchgeführt werden.
  69. Quantifizierung der Spondylistesis
    - Die Ventralverschiebung der Segmente wird nach Meyerding quantifiziert.

    • - Dabei erfolgt die Einstufung anhand der Stellung der
    • Hinterkante der Wirbelkörper in Relation zu einen in vier Abschnitten eingeteilten Sakralplateau

    • - beginnend mit Grad 1 im dorsalen Anteil bis Grad 4
    • im ventralen Anteil.

    - Je nach Belastung kann eine Spondylolisthesis Meyerding Grad 2 natürlich klinisch asymptomatisch sein.
  70. degenerative Schultergelenkserkrankungen
    - IMPP: bevorzugt im subakromialen Nebengelenk zwischen Humeruskopf und Akromion

    • Kommentar:
    • - Ein subachromiales Nebengelenk zwischen Humeruskopf und Akromion gibt es meiner Meinung nach nicht.

    • - Was es an der Schulter an Gelenken gibt, sind die
    • folgenden:
    • - Glenohumeralgelenk,
    • - Sternoklavikulargelenk
    • - thorakoskapulare Gelenk.

    • - Was das IMPP hier wahrscheinlich meint, ist die
    • degenerative Veränderung im subacromialen Raum.

    - Das sogenannte Supraspinatussyndrom wurde 1972 von Neer als subakromiales Impingementsyndrom neu definiert.

    - Dabei kommt es im Glenohumeralgelenk zu einer Enge des subakromialen Raumes bei einer Abduktion des Armes ab ca. 80°.

    • - Bedingt durch degenerative Veränderungen der Supraspinatussehne oder einer chronischen Bursitis subakromialis, findet sich bei den Patienten
    • typischerweise eine Schmerzexazerbation bei aktiver Abduktion gegen Widerstand.

    - Die aktive sowie passive Beweglichkeit ist häufig lediglich schmerzbedingt eingeschränkt.
  71. positives Trendelenburg-Zeichen
    - Insuffizienz des M. gluteus medius

    - Das Trendelenburgzeichen ist positiv, wenn bei einer Insuffizienz der pelvitrochantären Muskulatur (Mm. glutaei medius, minimus) das Becken zur gesunden Seite verlagert wird.

    - Diese Insuffizienz kann z.B. postoperativ nach Implantation einer Hüfttotalprothese auftreten.
  72. femoro-patelläres Schmerzsyndrom
    - früherer Begriff: Chrondropathia patellae

    - tritt vorweigend im Jugendalter mit Schmerzen im Bereich der Patella auft

    - Nicht zu verwechseln ist dieses Krankheitsbild mit der Chondromalacia patellae, das eine Erweichung des retropatellaren Knorpels unterschiedlichen Schweregrades darstellt.

    - Klinisch sind meist Mädchen im Pubertätsalter betroffen, die über einen Spontanschmerz im Patellarbereich klagen.

    • - Insbesondere treten diese Beschwerden
    • bei Treppab- oder Bergabgehen vermehrt auf.

    - Typischerweise leiden die Patienten unter einem Patellaanpress- oder Verschiebeschmerz.

    - Klinisch findet man häufig eine Lateralisation der Patella mit gelegentlicher Ergussbildung.

    • Therapie:
    • - Zunächst sollte immer eine konservative Therapie versucht werden.
    • - Diese besteht in einer Krankengymnastik mit selbständigem Trainingsprogramm, wobei insbesondere der M. vastus medialis (zum Ausgleich der Lateralistation) sowie eine Dehnung der ischiokuralen Muskulatur im Vordergrund
    • steht.

    - Daneben stehen Iontophorese, Ultraschall, Elektrotherapie, Eis- und Wärmeapplikationen zur Verfügung

    - sehr hohe Spontanheilungstendenz
  73. Thomas Handgriff
    - dient der Prüfung der vorzeitigen Beckenaufrichtung bei der Beugekontraktur des Hüftgelenks.

    - Man legt dazu seine flache Hand unter die lordosierte Lendenwirbelsäule, anschließend beugt man ein Bein im Hüftgelenk passiv zum Ausgleich der Lendenlordose.

    • - Im Normalfall (also ohne Kontraktur) kann das
    • andere Bein im Hüftgelenk gestreckt werden
  74. Menellscher Handgriff
    - Eine Arthrose des Iliosakralgelenks wird mit Hilfe des Mennellschen Handgriffs festgestellt.

    • - Dabei wird beim auf dem Bauch liegenden Patienten
    • mit einer Hand das Becken fixiert und mit der anderen Hand das gestreckte Bein des Patienten ruckartig nach oben gezogen.

    - Durch den ruckartigen Zug löst man bei Patienten mit einer Entzündung oder Arthrose im Iliosakralgelenk Schmerzen im Gelenk auf der bewegten Seite aus.
  75. Epiphysiolysis capitis femoris
    - ist eine der seltenen orthopädischen Notfallsituationen.

    - Im Wesentlichen sind bei diesem Krankheitsbild adipöse, männliche jugendliche Menschen von eunochoidem Hochwuchs betroffen.

    - Jungen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren sind ca. 2-3-mal häufiger betroffen als gleichaltrige Mädchen.

    • - Anamnestisch sind uncharakteristische Hüftschmerzen, Leistenschmerzen, Schmerzen im ganzen Bein (Knieschmerzen) oder im Rücken sowie
    • vorzeitige Ermüdung beim Gehen typisch.

    - Meist kommt es zu einer Verschlimmerung nach einem unbedeutenden Trauma.

    • - Klinisch fällt dann danach eine schmerzbedingte
    • Abduktion und Innenrotationsminderung auf.

    - Durch einseitige fortgeschrittene Dislokation kann es zu einer Beinverkürzung kommen.

    - Beachte, dass das klinische Bild einer Schenkelhalsfraktur sehr ähnlich ist.

    - Fast immer findet man ein so genanntes Drehmann’sches Zeichen.

    - Dabei kommt es bei zunehmender Hüftbeugung in neutraler Spreizstellung zu einer Zunahme der Außenrotation des Oberschenkels mit Abduktionsbewegung.
  76. Drehmannsches Zeichen
    - bei Epiphysiolysis capitis femoris

    • - Dabei kommt es bei zunehmender Hüftbeugung in neutraler Spreizstellung zu einer Zunahme der Außenrotation des Oberschenkels mit
    • Abduktionsbewegung.
  77. Osteodystrophia fibrosa generalisata von Recklinghausen
    - Bei der Osteodystrophia fibrosa generalisata von Recklinghausen kommt es infolge vermehrter Ausschüttung von Parathormon bei primärem Hyperparathyreoidismus mit Hyperkalzurie, Hyperphosphaturie und Hyperkalzämie.

    • Weitere Symptome:
    • - Knochenschmerzen und Neigung zu Spontanfrakturen

    • posttraumatische Knochenzysten und Pseudozysten
    • (Osteoklastome)
    • bei allgemeiner Knochenatrophie und kortikaler Atrophie mit subperiostaler
    • Resorption
  78. Chrondrodystrophia calcarea
    (Conradi-Hünermann-Syndrom)
    - dabei handelt es sich um eine Störung der Blutgefäßbildung des Epiphysenknorpels und der knorpeligen Anlage der kleinen Knochen, kombiniert mit meta-epiphysärer Verkalkungsstörung.

    - Daraus resultieren Verkürzungen des langen Röhrenknochens und eine Sattelnase.

    - Histologisch findet man punktförmige Kalkeinlagerungen in allen knorpelig präformierten Skelettteilen.

    - Häufig ist diese Krankheit kombiniert mit Herzfehlern und Keilwirbeln.

    - Das Serumkalzium ist normal bis leicht vermindert, Phosphat vermindert, alkalische Phosphatase vermehrt.
  79. fibröse Dysplasie
    - dabei handelt es sich meist um eine einseitige Störung der Knochenentwicklung des spongiösen Knochens.

    - Das Knochenmark wird durch zellarmes, faserreiches Bindegewebe ersetzt.

    - Typischerweise finden sich sichtbare Deformierungen wie die Hirtenstabdeformation.

    - Komplikationen können Spontanfrakturen sein.

    - In der Regel ist der Serumkalzium- und phosphatspiegel normal
  80. Kniegelenk Extension/Flexion 0°/5°/10°.
    - Beugekontraktur von 5°
  81. - Varusgonarthrose

    - bei Umstellungsosteotomie Entnahme eines Knochenkeils mit lateraler Basis

    - Der Grundgedanke dieser Operation ist der, dass die mechanische Achse, die bei einem Varusknie durch das mediale Kompartiment verläuft, in Richtung lateral verschoben wird.

    - Auf diese Weise werden die Hauptbelastungskräfte in das laterale gesunde Kompartiment verlagert.
  82. unhappy triad
    - Verletzung des vorderen Kreuzbandes, medialer Meniskus, mediales Seitenband)

    - kann zu einem Hämarthros führen.
  83. Test für Meniskusläsion
    - Apley-Grinding: Gleicher Vorgang wie beim Steinmann-Zeichen, nur in 90° Flexion bei gleichzeitiger Bauchlage.

    - McMurray-Zeichen: Wird das in Hüfte und Knie 90° flektierte Bein bei am Fuß außen gedrehtem Unterschenkel gestreckt, tritt bei lädiertem Innenmeniskus ein Schmerz am medialen Gelenksspalt auf.

    • - Payr-Zeichen: Drückt man im Schneidersitz das betroffene Knie nach unten, deutet ein Schmerz auf Läsionen im Hinterhornbereich des Innenmeniskus
    • hin.

    • - Steinmann I: Schmerz am medialen Gelenkspalt, der bei forcierter Außendrehung des 90° gebeugten Unterschenkels auftritt (Innenmeniskus).
    • Umgekehrt bei Innenrotationsschmerz deutet dies auf Außenmeniskusschaden hin.

    - Nicht: Lachmann Test!
  84. Steinmann I
    - Schmerz am medialen Gelenkspalt, der bei forcierter Außendrehung des 90° gebeugten Unterschenkels auftritt (Innenmeniskus).

    - Umgekehrt bei Innenrotationsschmerz deutet dies auf Außenmeniskusschaden hin.
  85. Payr-Zeichen
    • - Drückt man im Schneidersitz das betroffene
    • Knie nach unten, deutet ein Schmerz auf Läsionen im Hinterhornbereich des Innenmeniskus hin.
  86. Mc-Murray-Zeichen
    - Wird das in Hüfte und Knie 90° flektierte Bein bei am Fuß außen gedrehtem Unterschenkel gestreckt, tritt bei lädiertem Innenmeniskus ein Schmerz am medialen Gelenksspalt auf.
  87. Apley-Grinding-Zeichen
    Gleicher Vorgang wie beim Steinmann-Zeichen, nur in 90° Flexion bei gleichzeitiger Bauchlage

    • (Steinmann I):
    • Schmerz am medialen Gelenkspalt, der bei forcierter Außendrehung des 90° gebeugten Unterschenkels auftritt (Innenmeniskus). Umgekehrt bei Innenrotationsschmerz deutet dies auf Außenmeniskusschaden hin
  88. Gelenkbefall bei Gicht
    • - Meist nachts kommt es bei der Gicht zu einer akuten Entzündung, bevorzugt im Großzehengrundgelenk, seltener im Daumengrundgelenk, verbunden mit
    • starken Schmerzen, Schwellung, Rötung und Erwärmung.

    - Weitere Gelenke, die häufig von Harnsäureablagerungen und damit auch von Gichtanfällen betroffen werden, sind das obere Sprunggelenk, Kniegelenk, Fingergelenk und Handgelenk sowie Ellenbogen.

    - Unbehandelt wiederholen sich die Gichtanfälle meist unter Zunahme der Schmerzen und der Dauer sowie der Anzahl der betroffenen Gelenke.

    - Therapiert wird der akute Gichtanfall mit Ruhigstellung und Kühlung des betroffenen Gelenkes.

    • - Weiterhin sollten die Patienten eine purinarme Diät
    • durchführen, genügend Flüssigkeit aufnehmen und ihr Übergewicht reduzieren.
  89. atlanto-axiale Instabilität
    - bei ca. 10-20% der M. Down Patienten
  90. aseptische Knochennekrosen (7)
    • - M. Panner - Capitulum humeri
    • - M.Kienböck - Os lunatum
    • - M. Perthes-Legg-Calve - Hüftkopfepiphyse (Kinder)/Caput femoris (Erwachsene)

    • - M. Ahlbäck - Medialer Femorkondylus
    • - M. Osgood-Schlatter - Tuberositas tibiae (Tibiaapophyse)
    • - M. Köhler I - Os naviculare pedis
    • - M. Köhler II - Metatarsalköpfchen II-IV
  91. Degenerative Wirbelsäulenveränderungen
    • Chondrosis intervertebralis
    • - Unter einer Chondrose versteht man eine regressive Veränderung der Bandscheibe, die durch Dehydration des Gallertkerns zu einem Elastizitätsverlust führt.

    • - In der Folge entstehen Risse im Anulus fibrosus mit
    • Sinterung der Bandscheibe und daraus resultierender Instabilität im Bewegungssegment


    • Spondylarthrose
    • - Durch Instabilitäten im Bewegungssegment kann es zu Inkongruenz im Bereich der kleinen Wirbelgelenke kommen.

    - Daraus resultiert eine vermehrte Belastung mit in der Folge daraus sich entwickelnder Spondylarthrose


    • Spondylosis deformans
    • - Unter einer Spondylose versteht man eine vermehrte Bildung von Spondylophyten an den Wirbelkörperrändern.

    - Diese entstehen dadurch, dass infolge einer Gefügelockerung im Bewegungssegment eine vermehrte Zugbeanspruchung der Bänder entsteht.

    • Osteochondrosis intervertebralis
    • - Infolge einer Chondrose kommt es zur vermehrten mechanischen Belastung.

    - Daraus resultieren degenerative Prozesse im Bereich der Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper mit vermehrter subchondraler Sklerosierung und exophytärer Randzackenbildung.

    • nicht degenerativ: Skoliose!!
    • - darunter versteht man eine 3-dimensionale Wachstumsdeformität der Wirbelsäule, wobei es
    • zu einer seitlichen Ausbiegung mit einer Torsion der Wirbel und Rotation des gesamten Achsenorgans kommt.
    • - Nicht zu verwechseln mit skoliosieformen Veränderungen als Folge einer Fehlhaltung
    • . - Unterschieden werden 13 verschiedene Formen der Skoliose, wobei sicherlich die idiopathische
    • die wichtigste und häufigste Form ist.
    • - Interessanterweise werden die meisten
    • Skoliosen erst im Alter von 10-14 diagnostiziert.
    • - Dies liegt daran, dass die Skoliose vermutlich infolge von Wachstumsstörungen der Wirbelkörperdeckplatten entsteht.
  92. Genu valgus bei 5-jährigem Kind
    - Bei einem 5-jährigen Mädchen mit Valguswinkel von 15° wird sich dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit im weiteren Wachstum korrigieren.

    - Um eine eventuelle Verschlechterung oder Persistenz auszuschließen, sollten dennoch regelmäßig Befundkontrollen durchgeführt werden.
  93. Schuh-Außenranderhöhung
    - bei Genu varus
  94. Thomas-Handgriff
    - Der Thomas’sche Handgriff wird zur Bestimmung des Extensionsdefizites bzw. einer Beugekontraktur des Hüftgelenkes durchgeführt.

    - Bei Anwendung des Griffes kommt es infolge der Beugekontraktur zu einer kompensatorischen Beckenkippung, die durch passive maximale Beugung der Gegenseite ausgeglichen wird.

    • - Aufgrund der Extensionseinschränkung kommt der
    • Oberschenkel der erkrankten Seite in Beugestellung, wobei der gemessene Winkel in aller Regel dem Kontrakturausmaß entspricht.
  95. Lumbago
    - Dabei kommt es durch falsche Belastung, wie in diesem Fall dem Heben einer Kiste Bier, zu akuten Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule.

    - Diese Schmerzen agravieren bei Husten, Niesen und Pressen.

    • - Auch das Fehlen von neurologischen Symptomen
    • spricht eher für das Vorliegen einer Lumbago
  96. Tendovaginitis crepitans
    - dabei handelt es sich um eine entzündliche Verdickung der Sehnenscheidenwand als Folge chronischer Überbelastung oder häufiger Traumen
  97. Osteochondrosis dissecans
    - dabei handelt es sich um eine meist traumatisch bedingte subchondrale aseptische Knochennekrose

    - Die Erkrankung findet man an allen größeren Gelenken, am häufigsten jedoch am Ellbogen- und Kniegelenk.

    - Symptome sind lange asymptomatische Einklemmungserscheinungen sowie Bewegungsbehinderungen.

    • - Auch diese Antwortmöglichkeit ist als unwahrscheinlich anzunehmen, da sie nicht
    • plötzlich auftritt.
  98. angeborener Klumpfuß
    - IMPP: keine Achillessehnenverlängerung in den ersten 6 Wochen!

    - Der angeborene Klumpfuß besteht im Wesentlichen aus vier Komponenten

    - Radiologisch erkennt man durch den Fersenhochstand eine Parallelstellung des Talus und Calcaneus.

    - Im Normalfall beträgt dieser Winkel bei einem Neugeborenen 30 Grad.

    - Für die Frühbehandlung des angeborenen Klumpfußes hat sich neben dem frühen Beginn mit Krankengymnastik der so genannte Etagengips durchgesetzt.

    - Dabei werden die Füße zuerst manuell redressiert und daraufhin ein Gips in Korrekturstellung (zur Behebung der Adduktions-Supinationskomponente) für wenige Tage bis Wochen angelegt,

    - Bis zur vollständigen Korrektur wird dieses Verfahren wiederholt

    • - Problem dieser Deformität ist, dass sie eine
    • starke Tendenz zu Rezidiven hat.

    • - Deshalb muss noch jahrelang meistens bis
    • zum Verschluss der Epiphysenfugen, Krankengymnastik verordnet werden.

    - Trotz optimaler konservativer Therapie in den ersten Lebensmonaten ist vielfach eine z-förmige Achillessehnenverlängerung notwendig, diese aber sicher nicht innerhalb der ersten 6 Lebenswochen

    - In diesem Fall wird die Insertion lateralseitig erhalten, um den Rückfuß zu valgisieren.

    - Außerdem folgt eine dorsale Kapsulotomie im oberen und unteren Sprunggelenk
  99. kartilaginären Exostosen
    - Bei den kartilaginären Exostosen handelt es sich um die häufigste, gutartige Knochentumorart.

    - Überwiegend gehen sie von der Kortikalis der Epi-Metaphysengrenze aus und führen dort zu haken-, zapfen- oder knollenförmigen Knochenauswüchsen, die mit hyalinem Knorpel überzogen sind

    - Kleinere Exostosen bleiben oft lange Zeit unbemerkt und werden als Zufallsbefunde diagnostiziert

    - Die Exostosen können solitär oder multipel auftreten

    - In der Regel kommt es zu einem Wachstumsstillstand nach Beendigung der Pubertät.

    - So lange nehmen sie an Größe zu und können durch störende Vorwölbungen imponieren oder durch Raumforderungen Kompressionen benachbarter Strukturen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen.

    • - Regelmäßige Röntgenuntersuchungen sowie
    • klinische Verlaufskontrollen sollten durchgeführt werden, da die maligne Entartungstendenz je nach Studien zwischen 2% und 20% angegeben wird.

    - Die Indikation zur chirurgischen Entfernung richtet sich nach dem jeweiligen klinischen Befund und sollte zurückhaltend gestellt werden.

    - Empfohlen wird nur die Entfernung einzelner, plötzlich schnell wachsender, Exostosen
  100. häufigster maligner Knochentumor
    - Metastasen!!
  101. Morbus Paget
    - dabei handelt es sich um eine Osteopathie mit progredient rasch ablaufendem Knochenumbau, der nur bei Menschen jenseits der 4. Lebensdekade auftritt.

    - Dieses Krankheitsbild manifestiert sich monostotisch oder polyostotisch, jedoch nie generalisiert.

    • - Typischerweise findet man radiologisch eine
    • Säbelscheidentibia, Kartenherzbecken sowie eine Zunahme des Schädelumfanges.

    - Darüber hinaus kommt es zu vermehrter Ausscheidung von Hydroxyprolin im Urin.

    - Merke: Eine maligne Entartung zum Osteosarkom tritt in weniger als 2% der Fälle auf.
  102. Osteomalazie
    - dabei handelt es sich im Prinzip um die Rachitis des Erwachsenenalters.

    - Infolge eines Vitamin D-Mangels kommt es zur Verringerung der Knochendichte, der ausschließlich den Mineralanteil des Knochens betrifft.

    • - Der Kalziumspiegel sowie Phosphorspiegel sind erniedrigt, bei gleichzeitig erhöhter alkalischer
    • Phosphatase.
  103. primäre Osteoporose
    - es liegen Normwerte für alkalische Phosphatase vor

    - organischer und anorganischer Knochenanteil gleich stark betroffen
  104. Osteomyelitis
    - Tuberkulose häufigste spezifische Osteomyelitis, die weitere: Syphillis, Mykose oder M. Bang

    - Generell kann die Osteomyelitis konservativ, d.h. durch hoch dosierte i.v.-Antibiotikagabe als ausschließliche Maßnahme durchgeführt werden, wenn die Therapie höchstens zwei Tage nach Ausbruch der Erkrankung beginnt.

    - Sollten sich durch diese Behandlungen die Entzündungsparameter nicht schnell zurückbilden, muss zusätzlich ein operatives Vorgehen angestrebt werden.

    - In diesem Fall müssen subperiostale Eiteransammlungen, infizierte Markhöhlen oder Sequester entfernt werden.

    • - Parallel dazu muss anschließend die Antibiotikabehandlung - je
    • nach Erreger bis hin zu sechs Monaten - weitergeführt werden
  105. hämatogene Säuglingsosteomyelitis
    - dabei handelt es sich um eine eitrige Infektion des Knochenmarks, vorwiegend im metaphysären Bereich, die infolge der anatomischen Gefäßanlagen der Epiphysenfuge jedoch auch die Epiphyse selbst befallen kann.

    - im Erregerspektrum kann man meistens Streptokokken, Pneumokokken und Staphylokokken nachweisen.
  106. unspezifische Osteomyelitis
    - Der häufigste Erreger der unspezifischen Osteomyelitiden ist in über 90% der Fälle der Staphylococcus aureus.

    - Selten kann man Streptokokken, Salmonellen, Proteus, Klebsiella oder Pseudomonas nachweisen
  107. Morbus Perthes
    • - Der M. Perthes zeigt fünf verschiedene radiologische
    • Stadien.

    - Das erste, Initialstadium, zeigt anfänglich lediglich eine Abflachung der Kopfkalotte, Unregelmäßigkeiten in der Kopfbegrenzung oder einen verbreitert erscheinenden Gelenkspalt.

    • - Danach folgt das Kondensationsstadium
    • mit Verdichtung und Aufhellungen in der Kopfkalotte und auch in der Metaphyse.

    • - Schließlich scheint die Kopfkalotte in einzelne Fragmente zu zerfallen, wobei die Knochenpartikel zusammensintern. Dies wird als Stadium der
    • Fragmentation bezeichnet

    - Insgesamt erscheint der Kopf abgeplattet und verbreitert.

    • - Der Gelenkspalt selbst bleibt gut erhalten, er kann
    • sogar - wie in diesem Fall - breiter erscheinen.

    - Der Hals wird plumper und kürzer, was man auch später als Pistolgrip (Pistolengriff) bezeichnet.

    - An das Stadium der Fragmentation schließt sich die so genannte Reparation an, wobei es wieder zu einer Regeneration der spongiösen Feinstruktur und schließlich zur Ausheilung kommt.

    - Letzteres ist insbesondere abhängig von einer rechtzeitigen geeigneten Behandlung.

    • - Die Ausheilung kann entweder zu einer physiologischen Kongruenz, einer pathologischen
    • Kongruenz oder einer Inkongruenz mit Deformierung des Gelenkes und späterer Sekundärarthrose führen.

    - Therapiert wird der M. Perthes durch die konsequente Entlastung, bis der Kopfwiederaufbau radiologisch erwiesen ist.
  108. Zeichen Initialstadium Morbus Perthes
    • - Schmerzen im Kniebereich
    • - Einschränkung der Hüftinnenrotation
    • - Hüftgelenkspaltverbreiterung im Röntgenbild
    • - Einschränkung der Hüftabduktion
  109. aseptische Knochennekrosen (9)
    • - M. Panner - Capitulum humeri
    • - M.Kienböck - Os lunatum
    • - M. Perthes-Legg-Calve - Hüftkopfepiphyse(Kinder)
    • Caput femoris (Erwachsene)
    • - M. Ahlbäck - Medialer Femorkondylus
    • - M. Osgood-Schlatter - Tuberositas tibiae (Tibiaapophyse)
    • - M. Köhler I - Os naviculare pedis
    • - M. Köhler II - Metatarsalköpfchen II-IV
    • - M. Sinding-Larsen-Johnsson - Distaler Patellapol
    • - M. Haglund-Sever - Apophysitis calcanei
  110. bandförmige Mehranreicherung in Knochenszinti der WS
    - IMPP: osteoporotische Fraktur

    - Die Osteoporose manifestiert sich im Szintigramm nicht als spezielles Aktivitätsmuster.

    - Typisch jedoch sind bandförmige Mehranreicherungen der Wirbelkörper bei Spontanfrakturen.

    • - Das morphologische Bild und das Fehlen von
    • anderen Skelettherden erlaubt meist, osteoporotische Frakturen von pathologischen Frakturen zu unterscheiden.
  111. Innenrotationsgang
    "Einwärtsgang" durch
    - Coxa antetorta

    - Unter einer Coxa antetorta versteht man eine Vortorsion des Schenkelhalses.

    • - Typisch für die Coxa antetorta ist ein vermehrt innen
    • rotiertes Gangbild, da die Patienten nur in dieser Stellung ihre Hüftgelenke optimal zentrieren können.
  112. Coxa valga
    - Unter einer Coxa valga versteht man eine Steilstellung des Schenkelhalses bei einem CCD-Winkel über 130°.

    • - In der Regel entwickelt sie sich als
    • Teildeformität der Hüftdysplasie.

    - Die isolierte Coxa valga ist ein röntgenmorphologischer Befund ohne jegliche klinische Relevanz
  113. Coxa vara
    - Von einer Coxa vara spricht man bei Vorliegen eines CCD-Winkels < 120°.

    - In der Regel handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung, zum Teil kombiniert mit weiteren Fehlbildungen der betroffenen Extremität.

    • - Durch den deutlich reduzierten CCD-Winkel entwickelt sich ein Trochanterhochstand
    • relativ zum Hüftkopfdrehzentrum.

    - Aufgrund einer daraus resultierenden Insuffizienz der hüftabduktorischen Muskulatur findet man bei diesen Patienten einen Watschelgang (positives Trendelenburg-Zeichen).
  114. Coxa retrotorta
    - ist gleichbedeutend mit einer Rückwärtstorsion des Schenkelhalses.

    - Dieses kann zu einem Auswärtsgangbild führen, ist in der Regel aber klinisch völlig unproblematisch
  115. Komplikationen nach Hüftgelenksendoprothesen
    • - tiefe Beinvenenthrombose
    • - Implantatluxation
    • - periartikuläre Verkalkungen (Prophylaxe Indometazin)
    • - Infektion
    • - Implantatfraktur

    - hiervon Implantatfraktur laut IMPP am seltensten!
  116. Hinweise Kreuzbandruptur
    • - Lachman-Test
    • - Hämarthros
    • - Schubladenphänomen
    • - Pivot-Shift-Zeichen

    - Nicht: Steinmann-I-Zeichen --> Meniskus
  117. Congenitaler Plattfuß
    - IMPP: die Steilstellung des Talus ist typisch!

    - Beim kongenitalen Plattfuß (Talus verticalis) handelt es sich um eine seltene Deformität mit Steilstellung des Talus bei kontrakter Valgusstellung der Ferse.

    • - Des Weiteren findet man einen Fersenhochstand,
    • Abduktion und Pronation des Vorfußes bei gleichzeitiger Abflachung der Fußlängswölbung.

    - Diagnostiziert wird dieses Krankheitsbild mit Hilfe der konvex gebogenen Fußsohle (Tintenlöscherfuß).

    - Die Therapie gestaltet sich schwierig und besteht in manueller Redression und Gipsbehandlung.

    - Operativ kann eine Reposition im Alter von vier bis sechs Monaten nach Achillessehnenverlängerung und medialer, lateraler Kapsulotomie versucht werden.
  118. radiologische Hüftuntersuchung Säugling
    - frühestens ab 3. Monat,. vorher keine ausreichende Ossifikation
  119. Ektromelie
    - Die Ektromelie gehört zu den Dysmelien.

    • - Dabei unterscheidet man transversale Defekte, die entsprechend einer Amputation aussehen (Amelie,
    • Peromelie) von den longitudinalen Defekten (Ektromelien) wie z.B. Fokomelie, Hypo- und Aplasien sowie angeborenen Femurdefekten.
  120. positives Drehmannzeichen
    - Bei einem positiven Drehmann-Zeichen findet man eine aufgehobene oder stark eingeschränkte Innenrotationsfähigkeit bei gebeugtem Hüftgelenk.

    - Das heißt, dass die Hüfte in Außenrotation ausweicht.

    - Die Füße drehen sich aufgrund der Außenrotation in Richtung der Körperlängsachse.

    • - Kommt es beidseits zu einer Außenrotation des Beines, führt dies zu einem Überkreuzen der Unterschenkel bei dem Versuch sich hinzuknien
    • (der Ausdruck des Scherenphänomens existiert meiner Meinung nach in der Orthopädie nicht).

    - Merke: Ein positives Drehmann-Zeichen ist typisch bei Epiphysiolysis capitis femoris und bedarf dringend einer weiteren Abklärung.
  121. - Hier handelt es sich wahrscheinlich um eine erstmalige, traumatisch bedingte Patellaluxation.

    - Bei dieser kommt es in der Regel zu einer Zerreißung des medialen Retinakulums und als Begleitverletzung zu einer Zerreißung des femuropatellären Bandes.

    - Da es sich um eine laterale Luxation der Patella handelt, wäre eine chondrale Läsion am lateralen Femurcondylus möglich
  122. Radiosynoviothese
    - Die Radiosynoviorthese gehört zu den Strahlentherapien in der Orthopädie.

    • - Zur Indikation der Radiosynoviorthese gehört die
    • therapieresistente Synovitis, die länger als 6 Monate andauerte.

    - Diese tritt häufig bei rheumatoider Arthritis auf.

    - Weitere Indikationen sind Rezidive nach operativer Synovektomie, die vilonodulläre Synovitis und chronisch rezidivierende Ergüsse bei Arthrose.

    • - Durchgeführt wird die Radiosynoviorthese
    • mittels intraartikulärer Injektion (Gelenkpunktion notwendig) eines Beta-Strahlers wie Yttrium, Rhenium oder Erbium.

    • - In der Regel wird Yttrium für die großen und Erbium für die kleinen Gelenke
    • benützt.

    • - Durch Fibrosierung der Synovialmembran aufgrund der zerstörenden Wirkung der Beta-Strahlung, findet man in der Regel bei 50-60% der Patienten
    • Erfolge nach einem Jahr.

    - Aufgrund der radioaktiven Strahlung sollte diese Form der Behandlung erst bei Patienten jenseits des 4. Lebensjahrzehntes durchgeführt werden.

    - Eine Ausnahme dafür bildet die vilonodulläre Synovitis.
  123. - Das Enchondrom gehört zu den benignen Knochentumoren und kommt in der Mehrzahl der Fälle vor dem 40. Lebensjahr vor.

    - Er gehört zu den häufigsten Tumoren im Hand- und Fußbereich.

    - Lokalisiert ist es meistens im zentralen Bereich der Diaphyse der kleinen Röhrenknochen.

    - Therapiert wird es in der Regel mit einer Kürettage und autologer Spongiosaauffüllung.

    - Bei Symptomfreiheit und fehlender Frakturgefährdung ist keine Therapie nötig.

    - Die Prognose des Enchondroms ist von der Lokalisation abhängig und an Hand und Fuß gut.

    - Am Stammskelett und an den langen Röhrenknochen ist potenziell eine maligne Entartung möglich.
  124. Schuhveränderungen
    - Ein Negativabsatz findet Anwendung bei retropatellären Arthrosen und beim M. Osgood-Schlatter.

    - Infolge der Außenbandinsuffizienz ist ein habituelles Umknicken in Form einer Supination zu erwarten. Um diesem entgegen zu wirken, kann der laterale Fußrand in Form eines Absatzes erhöht werden.
  125. Diagnostik Kieferklemme
    • - Bei der Kieferklemme handelt es sich meist um eine entzündungsbedingte mehr oder weniger starke Einschränkung der Mundöffnung - bis hin zur vollständigen Sperre - durch Kiefergelenk- oder Kaumuskelerkrankungen bzw. reflektorisch
    • bedingte Ruhestellung des Unterkiefers;

    • - bedingt durch die Irritation v.a. des M.
    • pterygoideus medialis und des M. masseter bei entzündlichen Prozessen in der Mundhöhle.

    - Die Objektivierung einer Kieferklemme erfolgt über die Messung der Schneidekantendistanz (SKD regulär 40-50 mm).
  126. Pes valgus
    • - Knickfuß
    • - dabei findet sich eine verstärkte Valgusstellung der Ferse mit einer Abflachung des medialen Fußgewölbes
  127. Sichelfuß
    • - Pes adductus
    • - wird die Adduktionsstellung der Vorfußes mit Valgusstellung des Rückfußes verstanden.
  128. Hackenfuß
    • - Pes calcaneus
    • - ist meist angeboren; dabei ist der Fuß im Ganzen nach dorsal aufgebogen.

    - Begleitend finden sich ein Tiefstand der Ferse sowie ein abnormale Dorsalflexionsmöglichkeit
  129. tastbar am Epikondylus lateralis
    - das sich bei Pro- und Supination drehende Radiusköpfchen
  130. beruflich anerkannte Folgeerkrankungen mechanischer Schwingungen
    - Schädigungen durch die Einwirkung mechanischer Schwingungen können gemäß der Berufskrankheitenverordnung als Berufskrankheit unter anderem für folgende Organe anerkannt werden:

    • - vibrationsbedingte degenerative Veränderungen an
    • Handknochen/-gelenk, Ellenbogengelenk und Schultereckgelenk

    - Bandscheiben-bedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule

    • - vibrationsbedingte Schädigung des Ellenbogengelenkes mit Arthrosen und einer
    • subchondralen aseptischen Knochennekrose (Osteochondrosis dissecans)

    - vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen an den Händen

    • -Schädigungen im Bereich der Halswirbelsäule kommen seltener vor als o.g. Schädigungen, insbesondere im Vergleich zu Schäden an der
    • Lendenwirbelsäule. IMPP-Falschaussage!
  131. hämatogene Osteomyelitis
    - bei Kindern zwischen 4-8J bevorzugt in den Metaphysen langer Röhrenknochen!

    • - Die hämatogene Osteomyelitis ist eine schwere Allgemeinerkrankung, die vorwiegend nach dem 2. Lebensjahr im Bereich der Meta- und Diaphyse
    • auftritt.

    • - Häufiger sind Jungen als Mädchen betroffen.
    • Hauptlokalisationsort sind Tibia und Femur.

    - Lokal findet man Rötung, Schwellung und Druckschmerzen.

    - Sind intraartikuläre Metaphysen betroffen, ist ein Einbruch des Infektes in das Gelenk möglich.

    • - Diese Osteomyelitis tritt häufig nach Allgemeininfektionen auf mit daraus
    • resultierender schweren Allgemeinerkrankung mit Fieber und Schüttelfrost.

    - DD: Ewing-Sarkom!
  132. manuelle Redression
    - geht beim Klumpfuß der Gipsanlage voran
  133. Diagnostik beginnende Skoliose
    • - Rippenbuckel beim Vornüberbeugen
    • - IMPP nicht: seitliches Abweichen der Dornfortsätze
  134. skoliose
    • - Unter einer Skoliose versteht man eine Wachstumsdeformität der Wirbelsäule, wobei es zu einer seitlichen Ausbiegung mit einer Torsion der
    • Wirbel und Rotation des gesamten Achsenorganes kommt.

    • - Unterschieden werden 13 verschiedene Formen der Skoliose (neuropathisch, myopathisch, osteopathisch
    • usw.), wobei sicherlich die idiopathische mit ca. 85% und einem Frau-zu-Mann-Verhältnis von ca. 5:1 die wichtigste und häufigste Form ist.

    - Interessanterweise werden die meisten Skoliosen erst im Alter von 10-14 Jahren diagnostiziert, da sie nur selten Beschwerden machen.

    • - Die idiopathischen Skoliosen werden wiederum unterschieden in infantile 1.-3. Lj. (meist Jungen), juvenile 4.-9. Lj. und adoleszente 10.-15. Lj. (meist
    • Mädchen).

    - Erst relativ spät kommt es durch die Fehlstatik der Wirbelsäule zu deren Degeneration, so dass erst dann vermehrt Schmerzen auftreten.

    - Für die Beantwortung der Frage ist es wichtig zu wissen, dass ca. 70-80% der idiopathischen Skoliosen thorakal-rechtskonvex verlaufen.

    • - Als Screening-Methode zur Beurteilung dieser Form der Skoliose wird der so genannte Vorbeugetest
    • angewandt (E) richtig.

    - Bei diesem Test kommt es durch eine Vorwärtsbeugung zu einer deutlicheren Darstellung der Torsionskomponenten in Form eines Rippenbuckels bzw. beim Vorliegen einer Lumbalskoliose zur Entstehung eines Lendenwulstes durch Verlagerung der autochtonen Rückenmuskulatur.

    • - Ein Vergleich der Taillendreiecke gehört auch zur Inspektionsdiagnostik der Skoliose, diese sind jedoch nur bei Lumbal- oder dorso-lumbalen Skoliosen
    • unterschiedlich.

    - Hier wurde aber nach der häufigsten Frühdiagnose gefragt.
  135. Hüftlendenstrecksteife
    - Die ischiokorale Muskulatur (M. biceps femoris, semitendinosus, semimembranosus) gehören alle zu den Hüftgelenksstreckern und sind bei diesem Symptom angespannt

    - kann im Rahmen einer Spondylolisthesis auftreten.

    - Durch die Ventralverschiebung und Verkippung des kranialen Wirbels im erkrankten Segment (Wirbelgleiten) kann es zu einer beidseitigen Irritation der Nervenwurzel L5 kommen.

    - Wird bei diesen Kindern das Lasègue-Zeichen geprüft, so heben diese schmerzreflektorisch den gesamten Rumpf mit an (Hüftlendenstrecksteife).
  136. Spondylosis deformans
    - die zu den degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule gehört. Höhenminderung des Intervertebralraums mit Ausweitung des Anulus fibrosus und Abheben der Bänder von den Wirbelkörperkanten führen unter dem Einfluss der täglichen Bewegungsreize zu einer reaktiven Knochenneubildung.

    - Speziell entstehen hier Spondylophyten, die häufig spangenartige Formen annehmen.

    • - im Rö: Höhenminderung der LWK, keine Osteolysen, jedoch deutliche Sklerosierungen der Grund- und Deckplatten sowie kräftige spangenartige Osteophytenbildungen.
  137. Langzeitfolge nach nicht optimal versorgter Speichenköpfchenfraktur
    - Cubitus valgus

    - Eine pathologische Achsabweichung im Ellbogengelenk ist äußerst selten angeboren und ist meist Folge einer posttraumatischen Fehlstellung.

    - So können Frakturen des Epikondylus ulnaris zu einer Varusdeformität, kongenitale Luxationen oder schlecht reponierte Radiusköpfchenfrakturen zu einem cubitus valgus führen.
  138. Morbus Ahlbäck
    - ist eine ausgedehnte aseptische Nekrose des medialen Femurkondylus im höheren Alter.

    - Die Patienten klagen über diffuse, meist rasch zunehmende Schmerzen im Bereich des betroffenen Kniegelenkes.

    • - Im weiteren Verlauf kommt es dann auch zu
    • einer zunehmenden Bewegungseinschränkung mit varischer Fehlstellung.

    - Ein ausgeprägter und schmerzhafter Erguss tritt praktisch nie auf.
  139. Hallux rigidus
    - Der Hallux rigidus entsteht durch die Steife eines oder beider Großzehengrundgelenke aufgrund einer Arthrosis deformans

    - Sie beginnt meist mit einer Einschränkung der Dorsalflexion, wobei später die Zehe meist in leichter Plantarflexion fixiert ist

    - beginnt nicht mit einer Beugehemmung!!

    - Klinisch manifestiert sich dieses Krankheitsbild mit Schmerzen im Großzehengrundgelenk durch Druck des Schuhes, so dass das Abrollen der Fußes behindert wird

    - In der Folge entwickelt sich meist ein steifer Gang, da der Fuß nur über den lateralen Rand abgewickelt wird.

    - Therapiert wird in der Regel konservativ bei leichten Fällen mit aktiven und passiven Dorsalextensionsübungen sowie einer Einlage mit einer starren Verlängerung unter der Großzehe

    - Auf diese Weise wird das Grundgelenk beim Abrollen entlastet.

    - Ist die konservative Therapie erfolglos, kann operativ entweder eine Arthrodese des Großzehengrundgelenkes oder im fortgeschrittenen Alter eine Teilresektion des Großzehengrundphalangs durchgeführt werden

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