Uro 03-05

Card Set Information

Author:
miriam86
ID:
65812
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Uro 03-05
Updated:
2011-02-12 16:12:15
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Uro
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Uro 03-05
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  1. Paranephritischer Abszess
    • - Der paranephritische Abszess kann sich aus Nierenkarbunkeln (konfluierende Eiterherde der Nierenoberfläche), einer Pyonephrose (eitergefülltes Nierenbecken) oder durch hämatogene Streuung
    • entwickeln.

    • - Er verursacht Fieber und starke, dumpfe
    • Flankenschmerzen, im Röntgenbild ist der Psoasschatten verstrichen.

    - Die Therapie besteht in Inzision und Drainage (retroperitonealer Zugang) unter Antibiose
  2. vesikulouretraler Reflux
    - Unter vesikoureteralem Reflux (VUR) versteht man den unphysiologischen Rückfluss von Urin aus der Blase in den Ureter, das Nierenbecken oder sogar in die Sammelrohre bei Insuffizienz des Ventilmechanismus der Ostien (primärer VUR) oder chronisch erhöhtem Blaseninnendruck (sekundärer VUR).

    - Nach Heikel und Parkkulainen wird der Reflux in 5 Schweregrade unterteilt:

    • Grad I
    • - Reflux bis in den unteren Ureter

    • Grad II
    • - Reflux bis zum Nierenbecken ohne Dilatation

    • Grad III
    • - Reflux mit geringer Dilatation von Ureter und Nierenbecken

    • Grad IV
    • - Reflux mit deutlicher Dilatation von Ureter, Nierenbecken und Nierenkelchen ohne Elongation des Ureters

    • Grad V
    • - Reflux mit ausgeprägt dilatiertem und geschlängeltem Ureter sowie dilatiertem Nierenbecken und Nierenkelchen

    - Man unterscheidet außerdem den "High-pressure-Reflux" bei Miktion vom "Low-pressure-Reflux", der bereits in der Füllungsphase der Blase auftritt.

    - Der Pendelurin prädestiniert zu rezidivierenden Harnwegsinfekten.

    • - Ein Miktionszysturethrogramm (MCU), welches der Diagnosestellung des VUR dient, muss demnach bei rezidivierenden Harnwegsinfekten im Kindesalter
    • erfolgen.

    - Die langfristige Gefahr besteht in Nierenparenchymveränderungen mit Vernarbungen (Refluxnephropathie) durch die Kombination von Reflux und Infekt.

    - Therapeutisch bietet sich bei Reflux Grad I-II die langfristige Antibiotikaprophylaxe

    • - bei Grad III die Kollagenunterspritzung der Uretermündung und bei höhergradigen Refluxen
    • eine operative Antirefluxplastik an.
  3. Hydrocele Testis beim Säugling
    • - Unter einer Hydrozele versteht man ein pathologisches Transsudat zwischen den serösen Hodenhüllen oder im unvollständig obliterierten
    • Processus vaginalis des Samenstrangs.

    - Diese Obliterationsstörungen sind die wichtigste Ursache für eine Hydrozele im Kindesalter, besonders bei Neu- und Frühgeborenen.

    - Auch tumoröse, entzündliche und traumatische Prozesse können eine Begleithydrozele aufweisen.

    - Eine primäre Hydrozele äußert sich als schmerzlose prall-elastische Skrotalschwellung.

    • - Zur Abgrenzung einer Leistenhernie, der wichtigsten
    • Differentialdiagnose, kann die Diaphanoskopie - und im Zweifelsfalle die Sonographie eingesetzt werden.

    - Eine Hydrozele ist diaphanoskopie-positiv, d.h. das Licht einer Lampe leuchtet rot durch.

    - Im ersten Lebensjahr verschwindet die Mehrzahl der Hydrozelen spontan, nach dem ersten Geburtstag oder bei Begleithernie wird sie operativ behandelt.
  4. Conn-Syndrom
    - Das Conn-Syndrom (primärer Hyperaldosteronismus) beruht in 70% der Fälle auf einem Nebennieren-Adenom, welches in der Regel klein ist, und in 20-30% auf einer bilateralen Nebennierenrindenhyperplasie.

    - Nebennierenkarzinome mit Conn-Syndrom sind extrem selten.

    • - Hauptsymptome sind Hypertonie, Hypokaliämie - richtige Antwort Hyperkaliurie, Proteinurie, Hyposthenurie, Muskelschwäche, Polyurie,
    • Hypernatriämie.

    • - Die Diagnose kann, neben den oben erwähnten Laborveränderungen, durch den Nachweis einer supprimierten und nicht stimulierbaren Plasmareninaktivität in Kombination mit einer erhöhten
    • Aldosteronsekretion gestellt werden.

    • - Die Lokalisationsdiagnostik erfolgt mittels Sonographie, CT, MR, evtl. venöse Katheterisierung mit selektiver Blutentnahme aus den beiden
    • Nebennierenvenen.

    - Der Unterscheidung von Adenom und Hyperplasie kommt große Bedeutung zu.

    - Ein Adenom wird operativ entfernt, bei einer beidseitigen Hyperplasie erfolgt eine Therapie mit Aldersteronantagonisten (z.B. Spironolacton).

    • - Die wichtigste DD ist der sekundäre Hyperaldosteronismus verschiedener Ätiologie mit vermehrter Aldosteronsekretion bei erhöhter
    • Plasmareninaktivität.
  5. Blasentumor
    - Harnblasentumoren sind meistens Urothelkarzinome.

    - Adenokarzinome und Plattenepithelkarzinome sind selten.

    - Eine Exposition mit aromatischen Aminen und Rauchen sind Risikofaktoren.

    - Harnblasenkarzinome zeigen meist eine papilläres, seltener solide infiltrierendes oder ulzerierendes Wachstumsmuster.

    - Eine Sonderform ist das Carcinoma in situ, eine schwerstgradige, intraepitheliale Dysplasie.

    - Das charakteristische Leitsymptom ist eine schmerzlose Makrohämaturie, aber auch therapieresistente dysurische Miktionsbeschwerden.

    - Erst in fortgeschrittenem Stadium kommt es zu suprasymphysären Schmerzen und Flankenschmerzen.

    - Neben Ausscheidungsurographie und Sonographie kommt der Urethrozystoskopie die größte Bedeutung in der Diagnosestellung zu.

    - Es erfolgt dann die transurethrale Tumorresektion, mit Biopsien aus anderen Stellen der Harnblase und bimanueller Untersuchung der Harnblase in Narkose .

    - Die histologische Untersuchung des Tumors dient der Einschätzung des Tumorstadiums und des Differenzierungsgrades.

    - Bei muskelinfiltrierenden Tumoren ist weiteres Staging zur Metastasensuche angezeigt.

    - Bei oberflächlichen Tumoren ist die transurethrale Tumorresektion bereits therapeutisch!

    - Zusätzlich kann eine Blaseninstillationstherapie mit verschiedenen Chemotherapeutika (z.B. BCG-Impstoff) erfolgen.

    - Besondere Bedeutung kommt bei der hohen Rezidivneigung des Blasenkarzinoms der Kontrollzystoskopie zu.

    • - Bei muskelinfiltrierenden Tumoren muss eine radikale Zystektomie durchgeführt werden, mit nachfolgender Harnableitung (z.B. Ileum- oder
    • Kolon-Conduit) oder der Konstruktion einer Neoblase oder eines Pouches.
  6. Harnsteinleiden
    • - Harnsteinleiden ist eines der häufigsten urologischen
    • Krankheitsbilder. Harnsteine entstehen durch die Übersättigung des Urins mit steinbildenden Bestandteilen und bestehen aus zwei Komponenten:

    - dem kristallinen Material und der organischen Matrix.

    • - Es wird unterschieden zwischen Kalzium-Steinen (Kalzium-Oxalat, Kalzium-Phosphat)
    • und Kalzium-freien Steinen (Harnsäure,
    • Magnesiumammoniumphosphat = Struvit, Zystin).

    - Die Analyse jedes Steines ist indiziert, da die Zusammensetzung Konsequenzen für Therapie und Metaphylaxe hat.

    - Wenn die Harnsteine dieses Patienten bisher nie auf den Röntgenübersichtsaufnahmen zu sehen waren, bedeutet das, dass sie nicht kalkhaltig und damit nicht röntgendicht sind.

    - Bei Harnsäure- und Zystinsteinen ist eine Alkalisierung des Urins - als Metaphylaxe wirksam.

    - Bei Infektsteinen ist die Sanierung des Infekts vordringlich.

    - Urikosuria steigern den Harnsäuregehalt des Urins und damit die Gefahr der Entstehung von Harnsäuresteinen
  7. erektile Dysfunktion
    - Die erektile Dysfunktion hat zahlreiche Ursachen, z.B. vaskulär-arterielle oder vaskulär-venöse, neurogene und endokrine Störungen, als Folge von Operationen oder Traumen, aber auch psychisch bedingt; vielfach auch in Kombinationen.

    - Die multifaktorielle Genese dieses sensiblen Krankheitsbildes verlangt eine subtile interdisziplinäre Diagnostik in Form eines Stufenplans, der von körperlicher Untersuchung, Hormonstatus über Psychodynamik, Tumoreszenzmessung, Pharmakontest bis zur Kavernosographie reicht.

    - Je nach Ursache gibt es verschiedene Therapieansätze: Medikamente, Vakuumpumpe, Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie (SKAT), Penisprothese, Psychotherapie u.a..

    • - Das viel diskutierte Viagra® (Sildenafil) ist ein
    • Phosphodiesterase-Hemmer. Durch die Hemmung der PDE 5, welche sich in der glatten Muskulatur von Gefäßen und der Corpora Cavernosa befindet, erhöht sich das cGMP mit der Folge einer Relaxation der glatten Muskulatur des Schwellkörpers.

    • - Der erhöhte Bluteinstrom in die Corpora Cavernosa
    • führt zu einer verbesserten Erektion, die Gefäßdilatation andernorts zu Kopfschmerzen und Flush.

    - Bei zusätzlicher Gabe von weiteren gefäßdilatierenden Medikamenten (z.B. Nitrate) kann es zu einer bedrohlichen Potenzierung der blutdrucksenkenden Wirkung kommen!
  8. Eingeschränkte sonographische Beurteilbarkeit in Uro
    - Ureter kann nur dargestellt werden, wenn dilatiert
  9. Diagnostik Harninkontinenz
    - Urethrozystometrie
  10. Harninkontinenz
    Man unterscheidet folgende Inkontinenzformen:

    • - Belastungsinkontinenz, Stressinkontinenz -
    • Sphinkterschwäche

    • - motorische Drang- (Urge-) Inkontinenz -
    • Detrusorhyperaktivität

    • - sensorische Drang- (Urge-) Inkontinenz -
    • reflektorische Blasenhalsöffnung

    • - obstruktive Überlaufinkontinenz -
    • Blasenauslassobstruktion

    • - funktionelle Überlaufinkontinenz -
    • Detrusorinsuffizienz

    • - Reflexinkontinenz -
    • Spinalläsion

    • - ungehemmte neuropathische Blase -
    • Zerebralläsion

    • extraurethrale Inkontinenz -
    • Ureterdystopie, Urinfistel

    - Bei postmenopausalen Frauen sind Stress- und Urge- Inkontinenz besonders häufig.

    • - Stress-Inkontinenz ist gekennzeichnet durch unwillkürlichen Urinverlust ohne Harndrang bei Erhöhung des intraabdominellen Druckes und
    • Sphinkterinsuffizienz durch Beckenbodenschwäche.

    - Unter Urge-Inkontinenz versteht man den Urinabgang mit imperativem Harndrang.

    - Die Unterscheidung symptomatischer und idiopathischer Formen ist von großer Bedeutung.

    - Urodynamische Untersuchungen (Urethrozystometrie) haben einen bedeutenden Platz in der Inkontinenzdiagnostik

    • - Eine Stress-Inkontinenz muss in der Regel operativ behandelt werden, bei symptomatischer Urge-Inkontinenz (infolge Tumor, Harnwegsinfekt,
    • Blasensteinen) muss die Ursache behandelt werden, die idiopathische Urge-Inkontinenz ist einer Therapie mit Anticholinergika zugänglich.
  11. totale Makrohämaturie
    - Von einer totalen Makrohämaturie spricht man, wenn die gesamte Urinportion blutig ist.

    - Eine Makrohämaturie muss immer abgeklärt werden, da sie bis zum Beweis des Gegenteils tumorverdächtig ist.

    - Die wichtigsten Differenzialdiagnosen der schmerzlosen Hämaturie sind Nierentumor, Nierenbeckentumor, Harnleitertumor, Blasentumor, Prostatakarzinom, hämorrhagische Diathese, Tuberkulose.

    • - Bei schmerzhafter Hämaturie stehen Nephro-
    • und Urolithiasis, Nierentrauma, und hämorrhagische Zystitis in Vordergrund.

    • - Das diagnostische Vorgehen umfasst Sonographie der Niere und Blase, Nativröntgen, Urogramm, Urethrozystoskopie, retrogrades Ureteropyelogramm,
    • evtl. CT, MR, Angiogramm, Ureterorenoskopie.

    - Bei unauffälligem Sonogramm und Koagulogramm ist der nächste Schritt (aus der gegebenen Auswahl) somit die Urethrozystoskopie
  12. akuter Harnverhalt
    - Unter einem akuten Harnverhalt versteht man die Unmöglichkeit zu miktionieren, trotz normaler Urinproduktion und voller Blase.

    - Die Unterscheidung Anurie - Harnverhalt ist wegen der vollkommen verschiedenen Notfalltherapie anhand des Füllungszustandes der Blase (Palpation, Sonographie) zu treffen.

    - Ein Harnverhalt ist meist schmerzhaft, eine Anurie nicht.

    - Die bedeutendste Ätiologie für einen akuten Harnverhalt ist die Prostatahyperplasie.

    • - Weitere mögliche Ursachen sind Prostatakarzinom,
    • Blasenhalsstenose, Prostata-Abszess, Harnröhrenstriktur, Blasenventilstein, Querschnittslähmung oder Bandscheibenprolaps (Cave: schmerzloser Harnverhalt!), exzessiver Alkoholgenuss und Medikamente (Anticholinergika, trizyklische Antidepressiva).

    - Die Entleerung der Blase ist die wichtigste Therapie, meist durch sterilen Einmalkatheterismus, wenn dies nicht möglich ist, durch suprapubische Blasenpunktion
  13. Perkutane Nephrostomie
    - Eine perkutane Nephrostomie ist eine Methode zur temporären Harnableitung bei ureteralem Abflusshindernis durch Einlage eines Katheters in das Nierenbecken nach Punktion unter sonographischer Kontrolle.
  14. Überrolltrauma mit blutigem Urin und sonographisch voller Blase
    - Urethrozystographie
  15. Miktionszystogramm
    - Diagnostik der Wahl bei vesikourethralem Reflux
  16. Ausscheidungsurographie
    - zeigt z.B. Steine und Tumoren im ableitenden Harnsystem
  17. Zystometrie
    - Bestimmung der Druckverhältnisse in der Blase
  18. Urethrozystoskopie
    - verbietet sich bei v.a. Harnröhrenverletzung, da Katheterismus nötig
  19. Blasenruptur
    - Man unterscheidet die intraperitoneale von der extraperitonealen Blasenruptur.

    - Die extraperitoneale Blasenruptur sowie Harnröhrenverletzungen sind oft mit Beckenringfrakturen vergesellschaftet.

    - Hauptsymptome sind Harndrang ohne Miktion sowie Hämaturie.

    • - Solange eine Verletzung der Harnröhre nicht ausgeschlossen ist, darf ein transurethraler Katheterismus auf keinen Fall durchgeführt
    • werden! (Gefahr der Verschlimmerung einer Harnröhrenverletzung und der Keimverschleppung in ein Hämatom des kleinen Beckens).

    - Die Primärdiagnostik erfolgt durch Urethrogramm und Zystogramm

    - Bei intraperitonealer Blasenruptur muss zur Vermeidung einer Peritonitis immer die sofortige Operation erfolgen.

    - Bei der extraperitonealen Blasenruptur ist die Urinableitung mittels Katheter (bei begleitender Harnröhrenverletzung suprapubische Harnableitung) für einige Tage meist ausreichend.
  20. Penisruptur
    - Die häufigste Penisverletzung während des Koitus ist die sogenannte Penisfraktur oder Penisruptur, d.h. die Ruptur eines Corpus cavernosum mit Hämatombildung.

    • - Auch autoerotische Verletzungen des Penis
    • sind nicht selten.

    - Die Corpora cavernosa (Gliedschwellkörper) bestehen aus einem Labyrinth endothelausgekleideter Hohlräume, welche sich bei der Erektion durch Blut aus den Aa. profundae penis füllen.

    • - Sie sind von der Tunica albuginea corporum cavernosum - umgeben.
    • - Penisruptur = Ruptur der Tunica albuginea

    - Eine Penisfraktur äußert sich in einer Abknickung des Penis mit Hämatom.
  21. Corpus spongiosum
    - Das Corpus spongiosum umgibt die Harnröhre und ist bei der Erektion nur weich angeschwollen, damit die Harnröhre nicht zugedrückt wird.
  22. Colles Band
    - Das Colles-Band (Ligamentum reflexum) stellt die mediale Begrenzung des äußeren Leistenringes dar
  23. Vena dorsalis penis
    - Die V. dorsalis penis, eine unpaare klappenreiche Vene am Penisrücken, drainiert die Corpora Cavernosa über die Vv. cavernosae.
  24. Drang- / Urge- Inkontinenz
    - Die Drang- oder Urgeinkontinenz imponiert durch einen imperativen Harndrang mit konsekutivem unwillkürlichem Harnabgang.

    - Ätiologisch ist meist eine Entzündung oder Tumor in der Blase, Urethra oder kleinen Becken.

    - Die Inkontinenz verstärkende oder auslösende Medikamente sind α-Blocker, Sympatholytika, Diuretika und Lithium.

    • - Eine reduzierte Wahrnehmung der Blasenfüllung und/oder Dranginkontinenz besteht bei Sedativa und
    • Neuroleptika.

    - Therapeutika der 1. Wahl sind Anticholinergika (Oxybutynin, Flavoxat, Trospiumchlorid), die parasympatholytisch durch Blockade des Muscarinrezeptors wirken.

    - Cave:Aufgrund der Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Tachykardie, Glaukomanfall werden Anticholinergika von vielen v.a. älteren Patienten nicht toleriert.

    - Kein Medikament wirkt selektiv auf die Blase, andere NW sind häufig!

    • - Imipramin gehört zu der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva, die neben der Hemmung der Catecholaminaufnahme auch eine anticholinerge
    • Wirkkomponente haben.
    • --> daher können auch sie eingesetzt werden

    • - NICHT: Doxazosin --> Alpha-Blocker bei Prostatahyperplasie
    • (E)

    • Doxazosin ist ein Alpharezeptorenblocker der als Antihypertensivum und
    • bei der Behandlung des Prostataadenoms eingesetzt
    • wird.
  25. Hydronephrose
    - Unter Hydronephrose versteht man das fortgeschrittene Stadium einer Harnstauung mit extremer Weitstellung des Hohlraumsystems und mehr oder minder fortgeschrittener Atrophie des Nierenparenchyms.
  26. Morbus Ormond
    Die idiopathische retroperitoneale Fibrose (Morbus Ormond) ist eine pathogenetisch ungeklärte benigne Erkrankung mit fibröser Ummauerung von Nerven, Gefäßen und Ureteren im Lumbo-Sakralbereich.

    - Dadurch kann es zur Harnstauung und Hydronephrose kommen
  27. familiäre renale Glucosurie
    - dabei ist ein proximaler Tubulusdefekt dafür verantwortlich, dass trotz normaler Blutglukosewerte die tubuläre Reabsorption von Glukose gestört ist.
  28. De toni Debre Faconi Syndrom
    - = idiopathisches Fanconi-Syndrom

    - ist eine renal-tubuläre Funktionsstörung mit renalem Verlust von Phosphaten, Glukose und glomerulär filtrierten Aminosäuren.
  29. Zystinose
    - ist eine autosomal-rezessive Stoffwechselkrankheit, bei der es durch den Defekt eines lysosomalen Zystintransporters zur intrazellulären Zystinakkumulation kommt.

    • - Dies führt zu einem Fanconi-Syndrom mit schweren
    • Wachstumsstörungen, chronischer Niereninsuffizienz und Zystinablagerungen in der Hornhaut der Augen
  30. Hodentorsion
    - Unter einer Hodentorsion versteht man die totale oder partielle Stieldrehung des Hodens.

    - Typisch ist die in Ruhe oder bei Aktivität plötzlich einsetzende akute Schmerzsymptomatik im Hoden und in der Leistengegend.

    - Charakteristisch ist auch ein hochstehender Hoden und eine abdominelle Symptomatik mit Übelkeit.

    - Durch die Drehung des Samenstranges wird die venöse Gefäßversorgung des Hodens abgeschnitten, so dass es zu einem Rückstau mit massiver Schwellung kommt.

    • - Es gibt 2 Häufigkeitsgipfel: das Säuglingsalter und
    • das Jugendalter.

    - Die wichtigste Differenzialdiagnose ist die akute Epididymitis.

    • - Klinisches Unterscheidungsmerkmal kann das Prehn-Zeichen sein: Bei einer Epididymitis nimmt der Schmerz bei Anheben des Hodens ab, bei einer
    • Hodentorsion hingegen zu, dies ist aber nicht beweisend!

    - Auch eine Dopplersonographie kann bei der Diagnose hilfreich sein.

    - Im Zweifel muss aber immer der Hoden innerhalb von 4 Stunden operativ freigelegt und retorquiert werden.

    - Eine Fixierung des kontralateralen Hodens ist ebenfalls sinnvoll.

    - Merke:Jede schmerzhafte Schwellung des Hodens muss im Kindesalter primär unter dem Verdacht einer Hodentorsion abgeklärt werden und sollte im Zweifelsfalle zur sofortigen operativen Exploration Anlass geben.

    - Weitere DD: Hydatidentorsion, Orchitis, inkarzerierte Hernie, Hodentumor.
  31. Prehn-Zeichen
    Bei einer Epididymitis nimmt der Schmerz bei Anheben des Hodens ab, bei einer Hodentorsion hingegen zu, dies ist aber nicht beweisend!
  32. Phimose
    • - Als Phimose wird eine Verengung des Präputiums
    • bezeichnet, die das normale Zurückstreifen der Vorhaut (normal ab dem 2. Lebensjahr möglich) erschwert oder verhindert.

    - In Folge der Vorhautverengung können Smegmaretention, Balanitis, Harnwegsinfektionen und Harnwegsobstruktion mit Ballonierung der Vorhaut bei Miktion auftreten.

    • - Bei Retraktionsversuchen kann es zu Rhagaden und Fissuren sowie zur Paraphimose kommen, d.h. die
    • verengte Vorhaut wird in den Sulcus coronarius zurückgezogen, was zu einer Minderperfusion der Glans penis mit Gefahr der Nekrose führt.

    - Die Therapie der Wahl bei Phimose ist die Zirkumzision, welche entweder Vorhaut erhaltend oder Vorhaut resezierend erfolgen kann.
  33. dorsale Inzision
    - ist die Therapie bei Paraphimose (urologischer Notfall!), wenn ein manuelles Repositionsmanöver gescheitert ist.
  34. Bougierung
    - dient der Diagnosestellung bei Meatusstenose
  35. Kryptorchismus
    - Unter Kryptorchismus versteht man einen nicht im Skrotum befindlichen Hoden.

    - Dabei unterscheidet man die Retentio testis = Maldescensus testis, wobei der Hoden während des Deszensus auf dem Weg liegen bleibt, von der Hodenektopie.

    - Folgen einer Hodenfehlanlage (Hoden im Alter von 2 Jahren nicht im Skrotum) ist eine verminderte Fertilitätserwartung und ein höheres Entartungsrisiko dystoper Hoden.

    - Die Therapie besteht im 1. Lebensjahr in einer Hormonbehandlung und bei fehlendem Erfolg in einer Orchidopexie.

    - Ein Skrotalhoden ist ein regelrecht im Skrotum platzierter Hoden.

    - Bauchhoden: eine Form der Retentio testis.

    - Pendelhoden: normal ins Skrotum deszendierte Hoden, die durch äußere Reize und lebhaften Kremasterreflex vorübergehend eine inguinale Lage einnehmen können, nicht therapiebedürftig.

    - Leistenhoden: eine Form der Retentio testis.

    - Gleithoden: meist im Bereich des äußeren Leistenringes zu tasten, lässt sich ins Skrotalfach ausstreifen, verbleibt jedoch nicht dort, therapiebedürftig.
  36. Harnröhren
    - Harnröhrenklappen sind segelartige Membranen, welche bei Knaben in der Pars prostatica der Harnröhre ausgespannt sein können.

    • - Diese bedingen eine schwere infravesikale
    • Obstruktion und können oft schon in der Fetalzeit urodynamisch wirksam sein (Oligohydramnion!).

    - Zu den Folgen gehören irreversible Schäden der Harnblase, der Ureteren und des Nierenparenchyms.

    - Die Neugeborenen sind oft schwer krank mit Niereninsuffizienz und Pyelonephritis bis zur Sepsis.

    - Der Verdacht kann bereits durch pränatale Sonographie gestellt werden, die Diagnose wird postnatal durch ein MCU bestätigt.

    - Postnatal muss zunächst die Harnableitung mittels transurethralem oder suprapubischem Katheter erfolgen.

    - Später werden die Harnröhrenklappen endoskopisch reseziert.

    • - Dennoch benötigen viele der Kinder lebenslange
    • urologische Betreuung oder entwickeln eine Niereninsuffizienz.
  37. Primärer Hyperaldosteronismus
    - Frauen etwas doppelt so häufig betroffen wie Männer

    - KEINE Striae rubrae distensae
  38. Nierenzellkarzinom
    - Das Nierenzellkarzinom (Grawitz-Tumor, Hypernephrom) ist beim Erwachsenen der häufigste maligne Nierentumor.

    - Frühsymptome fehlen, die sogenannte klassische Trias Hämaturie, Flankenschmerzen und palpabler Tumor findet sich nur bei 10%.

    - Hämaturie bedeutet den Einbruch des Tumors in das Hohlsystem der Niere, Koliken bei Abgang von Koageln sind möglich, ebenso eine Varikozele bei Behinderung des venösen Abflusses durch Tumorkompression oder einen Tumorthrombus.

    - Die Diagnostik beruht auf Ausscheidungsurographie, Sonographie, CT, MRT.

    - Eine Angiographie erfolgt bei Frage nach nierenerhaltender Therapie (z.B. bei Einzelniere).

    - Metastasen werden durch Staging-Untersuchungen (Röntgen-Thorax, Leber-Sonographie, Knochenszintigramm) erfasst.

    - Bei Fehlen von Kontraindikationen erfolgt die radikale Tumornephrektomie (En-bloc-Entfernung von Niere, Nebenniere, perirenalem Fettgewebe sowie des proximalen Ureters durch transabominalen oder retroperitonealen Zugang).

    - Eine palliative Therapieoption besteht in der Tumorembolisation.

    - Radiatio ist unwirksam, Chemotherapie, Immuntherapie oder Immunmodulation erzielen in ca. 25% der Fälle temporäre Remissionen.
  39. Prostatakarzinom
    - Das Prostatakarzinom ist das häufigste (oder zweihäufigste - je nach Quelle) Karzinom des Mannes und eine Erkrankung des höheren Lebensalters.

    • - Man unterscheidet das manifeste Prostatakarzinom vom inzidentellen Prostatakarzinom (zufällig bei Therapie einer BPH gefunden), dem latenten
    • Prostatakarzinom (zufällig bei Autopsie gefunden) und dem okkulten Prostatakarzinom (Manifestation durch Metastasen bei unauffälligem rektalem Tastbefund).

    - Prostatakarzinome gehen meist von der peripheren Drüsenzone aus

    - Es entwickelt sich unabhängig von einer Prostatahyperplasie

    - Das Prostatakarzinom tritt meist multifokal auf, wobei bei der Hälfte der Patienten unterschiedliche Differenzierungsgrade in den einzelnen Tumoranteilen gefunden werden

    - Die Vorsorgeuntersuchung, bestehend aus rektaler Palpation und PSA-Bestimmung, wird ab 45 Jahren empfohlen.

    - Prostatakarzinome, aber auch andere Prostataerkrankungen, führen zu einer Erhöhung des PSA

    - Die Sicherung der Diagnose erfolgt durch sonographiegesteuerte transrektale multiple Stanzbiopsie.

    - Die Therapie der Wahl bei lokalisierten Tumoren ist die radikale Prostatektomie, bei metastasiertem Prostatakarzinom kommt eine endokrine Therapie mittels Orchiektomie oder medikamentöser Androgensuppression (LH-RH-Analoga, Antiandrogene, Östrogene) in Frage.
  40. Harnröhrentumor
    - Maligne Tumoren der weiblichen Harnröhre sind selten.

    - Die inguinalen Lymphknoten sind das primäre Metastasierungsgebiet bei Karzinomen der äußeren Geschlechtsorgane und auch der distalen Harnröhre

    • - während Karzinome der hinteren Harnröhre
    • bevorzugt in die iliakalen Lymphknoten metastasieren und damit eine wesentlich schlechtere Prognose haben.

    - Ein Karzinom der vorderen Urethra imponiert meist als rötlicher Tumor am Orificium externum urethrae und verursacht Schmerzen beim Wasserlassen sowie beim Koitus und blutet leicht.

    - Die Therapie besteht in lokaler Exzision und anschließender Strahlentherapie.

    - Bei Karzinomen der hinteren Harnröhre ist eine vordere Becken-Exenteration die beste Therapie
  41. Minimal Change Glomerulonephritis
    - Als Glomerulonephritiden bezeichnet man strukturelle und funktionelle Veränderungen des Glomerulus mit entzündlicher Ursache.

    - Man unterscheidet primäre und sekundäre Glomerulonephritiden (idiopathisch bzw. im Rahmen einer Systemerkrankung).

    • - Von den Glomerulonephritiden abzugrenzen sind Veränderungen der Glomeruli im Rahmen von
    • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Amyloidose).

    - Die Glomerulonephritiden lassen sich nach den klinischen Leitsymptomen in 3 Gruppen einteilen:

    • - I. Leitsymptom: Hämaturie und meist milde
    • Proteinurie

    - II. Leitsymptom: Nephrotisches Syndrom

    - III.Leitsymptom: Rapid progredienter Verlauf

    - Die Minimal-Change-Glomerulonephritis ist die häufigste Ursache des nephrotischen Syndroms im Kindes- und Jugendalter.

    - Lichtmikroskopie und Immunhistologie sind unauffällig.

    - Elektronenmikroskopisch finden sich Verschmelzungen der Fußfortsätze der Podozyten

    • - Die Erkrankung beginnt plötzlich mit einem nephrotischen Syndrom: selektive, große Proteinurie bis 20 g/d, Hypoproteinämie, Hyperlipidämie
    • und Ödeme.

    - Im Urin finden sich hyaline Zylinder. Die Krankheit geht nicht mit Niereninsuffizienz einher, ausgeprägte Hypertonie ist selten.

    • - Zur Diagnosesicherung, insbesondere zur Abgrenzung anderer Ursachen eines
    • nephrotischen Syndroms, ist eine Nierenbiopsie erforderlich.

    - In 90% der Fälle spricht die Minimal-Change-Glomerulonephritis gut auf eine Therapie mit Corticosteroiden an.

    - In ca. 20% kommt es zu Rezidiven.
  42. Schlingennekrosen der Glomeruli
    - treten bei der Purpura Schoenlein-Henoch auf.
  43. Halbmondbildung
    - ist ein Kennzeichen der rapid progredienten Glomerulonephritis (Proliferation der Bowman-Kapsel).
  44. IgA-Ablagerungen
    - finden sich bei der IgA-Nephropathie, einer mesangioproliferativen Glomerulonephritis.
  45. Ablagerungen von IgG-Antikörpern gegen die Basalmembran
    - finden sich z.B. beim Goodpasture-Syndrom.
  46. Bonney-Test
    - Die Stressinkontinenz lässt sich im sogenannten Stresstest simulieren.

    - Dabei wird die Patientin in Steinschnittlage gelagert.

    - Wenn es durch Husten zu Urinabgang kommt, ist der Test positiv.

    - Der paraurethrale Elevationstest (Bonney-Test) ist positiv, wenn der Urinabgang beim Hustenstoß nach beidseitiger paraurethraler Elevation des Blasenhalses ausbleibt
  47. Belastungsinkontinenz, Stressinkontinenz
    - Sphinkterschwäche
  48. motorische Drang-(Urge-)Inkontinenz
    Detrusorhyperaktivität
  49. sensorische Drang-(Urge-)Inkontinenz
    reflektorische Blasenhalsöffnung
  50. obstruktive Überlaufinkontinenz
    Blasenauslassobstruktion
  51. funktionelle Überlaufinkontinenz
    Detrusorinsuffizienz
  52. Reflexinkontinenz (neurogene Blase)
    Spinalläsion
  53. ungehemmte neuropathische Blase
    Zerebralläsion
  54. extraurethrale Inkontinenz
    Ureterdystopie, Urinfistel, z.B. Blasen-Scheiden-Fistel
  55. Benigne Prostatahyperplasie
    - Die benigne Prostatahyperplasie ist die häufigste Ursache einer Behinderung der Blasenentleerung.

    - Diese gutartige Adenomyofibromatose kann bei fast allen Männern über 50 Jahre nachgewiesen werden, verursacht aber nur bei einem Teil klinische Symptome in Form von verzögertem Miktionsbeginn, schwachem Strahl, Nachträufeln, Pollakisurie, Nykturie, chronischer Harnretention.

    - Ausgangspunkt der Hypertrophie ist das submuköse Gewebe der sogenannten Übergangszone, hormonelle Faktoren sind an der Pathogenese mitbeteiligt.

    - Der transrektale Ultraschall ermöglicht eine genaue Bestimmung der Drüsengröße und eine Abgrenzung zum Prostatakarzinom.

    • - Es lassen sich 3 Stadien festmachen:
    • I: Initialstadium oder Reizstadium
    • II:Restharnstadium
    • III:Stadium der chronischen Harnretention

    - Ein akuter Harnverhalt kann in jedem Stadium auftreten.

    - Im Stadium I und II sollte eine Therapie mit Phytotherapeutika, α1-Rezeptorenblockern oder 5-α-Reduktasehemmern erfolgen.

    • - Im Stadium III ist die transurethrale Resektion der
    • Prostata (TUR-P) oder die offene Prostatektomie mittels suprapubischem transvesikalen oder retropubischem Zugang die Therapie der Wahl.

    • - Verfahren wie Laser-, Thermo- oder Kryotherapie
    • wurden entwickelt, um eine schonendere Behandlung bei gleichem Erfolg zu erzielen.

    - Bei einer Bedrohung der Nierenfunktion infolge eines akuten oder chronischen Harnverhalts, insbesondere bei infiziertem Harnstau, ist als Erstmaßnahme die Urinableitung mittels suprapubischer Zystostomie geboten
  56. autosomal-dominat zystische Nierendegeneration
    - Bei der autosomal-dominanten polyzystischen Nierendegeneration entwickeln sich die Zysten aus blind endenden Nierentubuli, die mit funktionstüchtigen Glomerula verbunden sind.

    - Im Laufe des Lebens vergrößern sich diese Zysten und komprimieren funktionstüchtiges Nierengewebe.

    - Die Krankheit tritt in 95% der Fälle bilateral auf.

    - Die Krankheit zeigt eine 100%-ige genetische Penetranz, manifestiert sich jedoch typischerweise erst jenseits des 40. Lebensjahres.

    - Häufige Symptome bei Erstmanifestation sind Abdominal- und Flankenschmerzen, Makrohämaturie, Bluthochdruck, tastbar vergrößerte Nieren (Gewicht bis zu 5 kg!), Anämie, Urämie, Proteinurie.

    - Die Diagnose kann durch Familienanamnese, Urogramm, Sonogramm und im Zweifelsfalle mit der Computertomographie gestellt werden.

    - Die autosomal-dominante polyzystische Nierendegeneration ist die vierthäufigste Ursache des Nierenversagens
  57. Markschwamm-Niere
    - ist eine nicht erbliche, angeborene zystische Fehlbildung, die mit einer erhöhten Inzidenz von renal tubulärer Azidose und Urolithiasis verbunden ist.
  58. autosomal-rezessive polyzystische Nierendegeneration
    - manifestiert sich bereits im Kindesalter und verläuft meist im Neugeborenenalter letal
  59. - Im MCU sollte sich ein normaler Ureter nicht darstellen, daher spricht das Bild für einen Vesikuorethralen Reflux rechts
  60. - Die chronische Obstruktion ruft an der Harnblase Veränderungen hervor, die man als Balkenblase bezeichnet:

    • - in das Blasenlumen vorspringende hypertrophierte
    • Bündel der Blasenwandmuskulatur und dazwischen gelegene Pseudodivertikel
  61. Harnblasen-Karzinom
    - Harnblasenkarzinome zeigen, mit Ausnahme des Carcinoma in situ, meist ein papilläres Wachstum

    - 92% sind histologisch Übergangszellkarzinome, in 7% kommen jedoch Plattenepithelkarzinome und in 1% Adenokarzinome vor.

    • - Das Harnblasenkarzinom neigt zu multizentrischem Auftreten, wie so genannte Mapping-Studien nach
    • Cystektomie zeigen.

    - Da es sich um eine maligne Entartung des Blasenepithels handelt, ist ein ektopes Auftreten im perivesikalen Fettgewebe unwahrscheinlich

    - Als Risikofaktoren gelten aromatische Amine, Zigarettenkonsum, chronische Harnwegsinfekte, Bilharziose und die Balkannephropathie.

    • - Das Hauptsymptom ist die schmerzlose Makrohämaturie, bei ausgedehnten Tumoren
    • können Miktionsbeschwerden auftreten.

    - Zur Diagnostik eines Harnblasenkarzinoms ist die Zystoskopie unerlässlich.

    • - Außerdem kommen exfoliative Urinzytologie, Urographie, Sonographie, Computertomographie zum
    • Einsatz.

    - Die endgültige Sicherung der Diagnose erfolgt durch die transurethrale Resektion des Tumors, bei lokalen Tumoren (Ta, T1) ist dies bereits die Therapie, gefolgt von der Rezidivprophylaxe mittels Instillation von Chemo- oder Immuntherapeutika in die Blase.

    • - Bei lokalinvasiven Tumoren (T2, T3) sollte die
    • Zystektomie erfolgen.

    • - Die postoperative Harnableitung kann mittels
    • der Harnleiter-Darm-Implantation, eines Ileum-Konduits, einer Neoblase oder eines kontinenten Pouches erfolgen.
  62. Hodentumore
    - Über 90% der Hodentumoren gehören zur Gruppe der Keimzelltumoren.

    - Aufgrund der therapeutischen Konsequenzen unterscheidet man bei den Keimzelltumoren weiter zwischen reinen Seminomen (50-55%) und Nichtseminomen (45-50%).

    • - Als Nichtseminome werden alle Keimzelltumoren bezeichnet, die nicht reine Seminome sind (Embryonales Karzinom, Dottersacktumor,
    • Chorionkarzinom, Teratom), Kombinationen eines Nichtseminoms mit einem Seminom kommen vor

    • - Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen sind
    • Keimzelltumoren eher selten, in der Altersgruppe der 20-35 Jahre alten Männer jedoch die häufigste Krebserkrankung.

    - Nichtseminome haben ihren Altersgipfel zwischen 25 und 30 Jahren, Seminome zwischen dem 35 und 40 Jahren

    • - Das klassische Leitsymptom ist die schmerzlose einseitige Hodenschwellung, in der Diagnostik spielen die bimanuelle Palpation, die Sonographie und die
    • onkofetalen Tumormarker eine Rolle.

    - AFP und β-HCG sind allerdings nur in 20% aller Seminome und in 60% aller Nichtseminome positiv

    • - Als erste therapeutische Maßnahme gilt bei allen Hodentumoren die inguinale Semikastration (kein skrotaler operativer Zugang!!!), bei Seminomen erfolgt anschließend eine retroperitoneale Radiatio, bei
    • Nichtseminomen die retroperitoneale Lymphknotenausräumung, da diese nicht strahlensensibel sind.

    - Fortgeschrittene Tumoren können mit Chemotherapie kurativ behandelt werden.

    • - Die Prognose ist bei beiden Entitäten gut mit 100%
    • 5-Jahres-Überlebensrate im Stadium I und bis zu 85% (Nichtseminome etwas schlechter) im Stadium III
  63. Priapismus
    - Beim Priapismus handelt es sich um eine krankhafte, schmerzhafte Dauererektion bei fehlender Libido, fehlender Ejakulation und fehlendem Orgasmus.

    • - Er tritt in 60% der Fälle idiopathisch auf, in 40% sind Erkrankungen wie Sichelzellanämie, Querschnittslähmung, neurologische Erkrankungen,
    • Gerinnungsstörungen ursächlich.

    - Priapismus kann auch als Nebenwirkung bei der Schwellkörperautoinjektionstherapie (SKAT) in der Therapie der erektilen Dysfunktion vorkommen.

    • - Therapeutische Optionen sind die Punktion
    • der Corpora cavernosa durch die Glans, dadurch wird ein Shunt zwischen den Corpora cavernosa und den nicht betroffenen Corpora spongiosa hergestellt und somit ein Abfluss ermöglicht.

    - Bei Erfolglosigkeit kommt die intracavernöse Injektion eines Sympathomimetikums, z.B. Etilefrin zum Einsatz

    • - Sollte auch dies erfolglos bleiben, muss versucht
    • werden, operativ einen Shunt zu schaffen

    - Kalte Umschläge sind wirkungslos!
  64. Therapie Penisfraktur
    - Die so genannte Penisfraktur oder Penisruptur ist die häufigste Penisverletzung während des Koitus.

    - Sie bezeichnet die Ruptur eines Corpus cavernosum mit Hämatombildung.

    - Eine Penisfraktur äußert sich in einer Abknickung des Penis mit Hämatom.

    • - Corpusverletzungen und Harnröhrenverletzungen bedürfen der operativen Freilegung, der Hämatomdrainage und der Rekonstruktion bei
    • gleichzeitiger suprapubischer Harnableitung.
  65. Nierenfunktionsszintigraphie
    - dient der Diagnostik von Harnabflussstörungen aus der Niere beim Säugling

    - dynamische Nierenszintigraphie erlaubt neben der morphologischen Darstellung beider Nieren auch eine Bestimmung der Nierendurchblutung und die seitengetrennte Berechnung der tubulosekretorischen Funktion (seitengetrennte Clearance) und damit die Beurteilung der Nierenfunktion.

    - Dabei kommen radioaktiv markierte Pharmaka wie Tc-99-MAG-3 zum Einsatz.
  66. i.V. Urographie
    - oder Ausscheidungsurographie (AUG) erlaubt eine genaue morphologische Darstellung der ableitenden Harnwege und kommt insbesondere bei der Fragestellung nach Obstruktionen zum Einsatz
  67. retrograde Zystographie
    • - Als retrograde Zystographie bezeichnet man die Kontrastdarstellung der Harnblase nach Einbringen eines Kontrastmittels mittels Harnblasenkatheter in
    • die entleerte Blase.

    • - Das Zystogramm dient z.B. der Diagnostik von
    • Megazystis, Schrumpfblase, Tumoren, vesikoureteralem Reflux
  68. Normales Harnblasenvolumen bis Drang
    - Wenn man den Normwert nicht auswendig gelernt hat, hilft vielleicht eine Vorstellung der üblicherweise abgesetzten Urinportionen.

    - Es sollte dann nicht allzu schwer fallen, auf das richtige Ergebnis: 300-600 ml zu kommen.

    Eine zu kleine Blase bezeichnet man als Mikroblase, eine zu große Harnblase als Megazystis
  69. Harnröhrenstriktur
    - Eine Harnröhrenstriktur kann die Folge einer Harnröhrenverletzung sein.

    - Meist kann diese durch eine endoskopische Urethrotomie behandelt werden, in Einzelfällen sind offene Sekundäroperationen erforderlich.

    • - Akupunktur (B) sowie Corticoid-Instillationen (E)
    • sind keine anerkannten Therapie-Optionen, auch eine prästenotische Fistelung (D) ist nicht sinnvoll.

    • - Die Dauerableitung mittels suprapubischen Katheters kann eine überbrückende Maßnahme
    • darstellen, wenn Harnverhalt und Niereninsuffizienz drohen.
  70. Crush-Niere
    - Der geschilderte Patient leidet an einer so genannten Crush-Niere nach Marathon-Training

    • - Dies bezeichnet die akute, lebensbedrohliche Niereninsuffizienz infolge des Zerfalls größerer Muskelmassen [Rhabdomyolyse - ] nach
    • Muskeltrauma, ausgedehnter Verbrennung, Elektrounfall, Kohlenmonoxid-Vergiftung und bei ausgedehnten ischämischen Muskelnekrosen.

    - Es handelt sich um ein prärenales Nierenversagen durch eine plötzliche Verlegung der Nierentubuli durch Myoglobin und nachfolgender Tubulusnekrose.

    • - Neben der Rotfärbung des Urins (Myoglobinurie) kann es zu Oligurie bis zur Anurie kommen, desweiteren zeigen sich eine CK-Erhöhung
    • und ein Anstieg des Serumkreatinins.

    - Therapeutisch muss akute Hämodialyse durchgeführt werden.
  71. Ischuria paradoxa
    - oder auch Überlaufblase bezeichnet man das ständige Harntröpfeln bei chronischer mechanischer Blasenentleerungsstörung
  72. Nierenvenenthrombose
    - (Thrombosierung der V. renalis oder ihrer Äste) mit nachfolgendem hämorrhagischem Niereninfarkt ist eine mögliche Ursache des prärenalen Nierenversagens und geht mit Dauerschmerz oder Koliken, schmerzhaft geschwollenen Nieren und Hypertonie einher
  73. Zystitis
    - Als Zystitis bezeichnet man eine Entzündung der Blase, unabhängig von der Ursache.

    - Am häufigsten ist die bakterielle Genese.

    - Typische Symptome sind Pollakisurie, Dysurie, evtl. Dranginkontinenz, selten Hämaturie.

    - Eine reine Zystitis geht nicht mit Fieber einher.

    - Häufiger Geschlechtsverkehr kann zu Zystitiden prädisponieren (Honeymoon-Zystitis).

    - Ist die Niere mit betroffen, spricht man von Pyelonephritis, es kommt zu Fieber und Flankenschmerzen.

    • - Laborchemisch lassen sich eine Leukozytose
    • und eine CrP-Erhöhung nachweisen.

    - Die Diagnose wird durch eine Untersuchung des Urin gestellt.

    - Eine signifikante Leukozyturie bei entsprechender Klinik erlaubt die Einleitung einer Behandlung.

    - Eine Urinkultur bestätigt die Diagnose.

    • - Dabei muss man sich jedoch vor Augen halten, dass je nach Gewinnungsmethode und damit möglicher Kontramination - Beutelurin, Mittelstrahlurin,
    • Einmalkatheter, Blasenpunktion - erst eine höhere Anzahl von Bakterien als signifikant anzusehen ist,

    • - beim Mittelstrahlurin beispielsweise 100.000
    • Keime/μl.
  74. Verschiedene Untersuchungsindikationen
    - Ausscheidungsurogramm - V.a. Urolithiasis

    • - Urodynamische Untersuchungen - V.a.
    • Blasenentleerungsstörungen

    - Ein Miktionszysturethrogramm - V.a. vesikorureteralen Reflux

    - Eine Urethrozystoskopie z.B:. bei Makrohämaturie und generell bei V.a. Blasentumor indiziert
  75. Polycystische Nierendegeneration Typ Potter III
    • - Die polyzystische Nierendegeneration vom Erwachsenentyp (Potter III) wird auch als autosomal-dominante polyzystische Nierendegeneration
    • bezeichnet

    - Die Krankheit tritt in 95% der Fälle bilateral auf.

    - Es entwickeln sich Zysten aus blind endenden Nierentubuli, die mit funktionstüchtigen Glomerula verbunden sind.

    • - Im Laufe des Lebens vergrößern sich
    • diese Zysten und komprimieren funktionstüchtiges Nierengewebe.

    - Die Krankheit zeigt eine 100%ige genetische Penetranz und ist im Kindesalter asymptomatisch bereits nachweisbar, manifestiert sich jedoch typischerweise erst jenseits des 40. Lebensjahres.

    - Häufige Symptome bei Erstmanifestation sind Abdominal- und Flankenschmerzen, Makrohämaturie, Hypertonie, tastbar vergrößerte Nieren, Anämie, Urämie, Proteinurie.

    - Die autosomal-dominante polyzystische Nierendegeneration ist die vierthäufigste Ursache des Nierenversagens
  76. urethro-urethraler Reflux
    • - Beim Ureter fissus kann es jedoch zum so genannten Jo-Jo-Phänomen kommen, wobei die peristaltische Welle vom Nierenbecken der einen Anlage den
    • Ureter entlang bis zur Einmündung des zweiten Ureter und dann retrograd zum Nierenbecken der anderen Anlage wandert, was zu Harntransportstörungen und
    • Flankenschmerzen führen kann.
  77. Enuresis
    - bis zum Erreichen des Ende des 4. Lebensjahres ist abwarten angesagt!

    - Eine dauerhafte Kontrolle über die Harnentleerung ist ab einem Alter von 4-5 Jahren zu erwarten

    • - Ist ein Kind in diesem Alter (tags bzw. nachts) noch nicht kontinent, spricht man von Enuresis (diurna bzw.
    • nocturna).

    - Man unterscheidet die primäre (das Kind war noch niemals trocken) von der sekundären Enuresis.

    Die Ursachen sind vielfältig:

    • - funktionelle Blasenentleerungsstörungen
    • - eurogene Blasenfunktionsstörungen
    • - Fehlbildungen der unteren Harnwege
    • - Harnwegsinfekte
    • - Diabetes mellitus
    • - psychische Ursachen

    • - Die Diagnostik umfasst neben ausführlicher Anamnese mit Führen eines Enuresis-Kalenders die Überprüfung der Nierenfunktion, Urinstatus, Sonographie der Nieren und der Blase, urodynamische Untersuchung und ggf. radiologische
    • Diagnostik.

    • - Die Therapie richtet sich nach der Ursache: Verhaltenstherapie (z.B. Klingelmatte, Belohnung) kann bei nicht organisch bedingter Enuresis
    • hilfreich sein, ebenso ein Therapieversuch mit Desmopressin (B) unter der Vorstellung, dass betroffene Kinder einen erniedrigten Vasopressinspiegel aufweisen.

    - Bei organisch bedingter Enuresis, insbesondere neurogenen Blasenfunktionsstörungen, kann die Blockierung des Detrusors durch Anticholinergika zum Erreichen der Kontinenz hilfreich sein.
  78. Therapie Urothelkarzinom des Nierenbeckens
    - Die Therapie der Wahl des infiltrativen nicht-metastasierten Nierenbeckentumors ist die Nephroureterektomie unter Mitnahme einer Blasenmanschette um das Harnleiterostium
  79. PSA
    - PSA - das prostata-spezifische Antigen - ist ein wertvoller Marker sowohl beim Screening als auch als Therapiekontrolle eines Prostatakarzinoms.

    • - Es handelt sich um ein Glykoprotein, welches
    • ausschließlich im Prostatagewebe gebildet wird

    - Als Protease dient PSA zur Verflüssigung des Spermas.

    - Nach radikaler Prostatektomie sinkt der PSA-Wert unter die Nachweisgrenze

    - Jeder Anstieg des PSA-Wertes ist hoch verdächtig als Zeichen eines Wiederauftretens der Tumorerkrankung.

    • - In der Früherkennung des Prostatakarzinoms ist die Bestimmung des PSA-Wertes neben der rektalen Palpation eine wichtige diagnostische Option, jedoch kann auch eine benigne Prostatahyperplasie zu einer
    • PSA-Erhöhung führen.

    • - PSA-Werte < 4 mg/l gelten als normal, 8% aller Männer über 50 haben einen leicht erhöhten PSA-Wert (4-10 mg/l), 25% davon haben ein
    • Prostatakarzinom - 2% aller Männer über 50 haben eine deutliche PSA-Erhöhung > 10 mg/l, 60% davon haben ein Prostatakarzinom.

    - 20% aller neu diagnostizierten Prostatakarzinome haben allerdings einen normalen PSA-Wert.
  80. Asthenie
    - schnelle Ermüdbarkeit, Kraftlosigkeit, Schwäche.
  81. Strangurie
    - Schmerzen bei der Miktion, wie sie bei Harnwegsinfekten, Tumoren und nach Traumen vorkommen.
  82. Urogenital-Tbc
    - Tuberkulose äußert sich in unspezifischen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Inappetenz, Gewichtsverlust, Leistungsschwäche, subfebrilen Temperaturen und Nachtschweiß.

    • - In Verbindung mit Dysurie, Algurie, Pollakisurie,
    • Hämaturie, Hämatospermie, Menstruationsbeschwerden u.ä. muss an eine
    • Urogenitaltuberkulose gedacht werden.

    • - Mykobakterien werden mittels PCR
    • aus Urin oder Eijakulat nachgewiesen.

    - In der retrograden Urethrographie oder Ausscheidungsurographie zeigen sich typische Hinweise in Form von Schleimhautveränderungen, Strikturen oder Kavernen
  83. - Uroflow bei Harnröhrenstriktur
  84. Ischuria paradoxa
    - Überlaufinkontinenz bei Detrusorschwäche mit stetigem tropfendem Urinverlust

    - z.B. bei BPH
  85. Detrusor-Sphinkter- Dysgenesie
    - funktionelle Obstruktion
  86. Varikozele
    - Unter Varikozele versteht man eine varizenartige Erweiterung der Venen des Plexus pampiniformis bei Insuffizienz der Venenklappen der Vena spermatica und venöser Abflussbehinderung.

    - Eine idiopathische/primäre Varikozele tritt aufgrund der anatomischen Gegebenheiten bevorzugt linksseitig auf (rechtwinklige Einmündung der Vena spermatica in die linke Vena renalis).

    - Die symptomatische/sekundäre Varikozele beruht auf einer venösen Einflussstauung infolge retroperitonealer Raumforderungen oder Thrombosierungen des Plexus pampiniformis und kann deshalb auf beiden Seiten auftreten.
  87. Harnröhrenkarzinome
    - Harnröhrenkarzinome sind selten.

    - Bei Blasentumoren muss in ca. 10% ein Mitbefall der hinteren Harnröhre erwartet werden.

    - Plattenepithelkarzinome kommen bevorzugt in der vorderen bzw. penilen Harnröhre vor.

    • - Die inguinalen Lymphknoten sind das primäre Metastasierungsgebiet bei Karzinomen der distalen Harnröhre, während Karzinome der hinteren Harnröhre bevorzugt in die iliakalen Lymphknoten
    • metastasieren und damit eine wesentlich schlechtere Prognose haben.

    - Die Symptome: Abschwächung des Harnstrahls, Restharnbildung, Pollakisurie, Dysurie, Algurie, Hämaturie werden oft fehlgedeutet.

    • - Klinisch findet sich gelegentlich ein indurierter Bereich in der rektalen oder vaginalen Untersuchung oder ein leicht blutender, rötlicher Tumor am Orificium
    • externum urethrae.

    - Im retrograden Urethrogramm oder Miktionszysturethrogramm lassen sich unscharf begrenzte Kontrastmittelaussparungen nachweisen.

    - Die Therapie besteht in lokaler Exzision und anschließender Strahlentherapie.

    • - Bei Karzinomen der hinteren Harnröhre ist eine vordere Becken-Exenteration mit pelviner und ggf.
    • inguinaler Lymphadenektomie die beste Therapie.
  88. Urogenital-Tbc
    • - sterile Leukozyturie
    • - saurer Urin
  89. Sono-Befund akute Pyelonephritis
    - vergrößerte, im Parenchym aufgelockerte, gut atemverschiebliche Niere
  90. vergrößerte Niere mit schmalem Parenchymsaum und
    - z.B bei Aufstau (Hydronephrose)
  91. Ursachen terminaler Niereninsuffizienz bei Erwachsenen
    • 1. Diabetes mellitus - 34%
    • 2. arterielle Hypertonie - 27%
    • 3. chronische Glomerulonephritis - 10%
    • 4. obstruktive Uropathie, chronische Pyelonephritis, Refluxnephropathie - 6%
    • 5. polyzystische Nierendegeneration - 3%
    • 6. andere Ursachen (z.B. tubulo-interstitielle Nephritis, Lupus erythematodes, Goodpasture-Syndrom, multiples Myelom, Analgetikamissbrauch ) - 20%
  92. Blasentamponade
    - Unter einer Blasentamponade versteht man die massive Auffüllung der Harnblase mit Blutkoageln bei einer Blasenblutung.

    • - Die Urinmenge reicht nicht zur Blutverdünnung oder zur Fibrinolyse (Urokinase), so dass sich Koagel
    • bilden.

    - Die häufigsten Ursachen sind Blutungen nach transurethralen Resektionen von Prostata und Blasentumoren sowie spontan blutende Blasentumoren und die Strahlenzystitis.
  93. Anlage Blasenschrittmacher nach Querschnittslähmung T4 mit Reflexblase
    - Vorderwurzeln S2-S4

    - Die Blase wird durch den Plexus hypogastricus inferior vegetativ innerviert.

    • - Der M. detrusor vesicae, verantwortlich für die
    • Blasenentleerung, wird vom Parasympathikus aktiviert.

    • - Die parasympathischen Anteile des Plexus entstammen den Segmenten S2 bis S4, die
    • sympathischen den Segmenten Th 12 bis L2 (B),(C).

    - Der Schließmuskel der Harnröhre (M. sphincter urethrae) wird vom somatomotorischen Nervensystem (N. pudendus) innerviert
  94. Urethraldivertikel
    - kann sich während der bewussten Miktion Urin sammeln, der später unfreiwillig abgeht
  95. PBH mit Prostatavolumen 120g und Restharn
    • - offene chirurgische Resektion
    • - Prostata zu groß für TUR-P

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