Radio 03

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Author:
miriam86
ID:
66722
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Radio 03
Updated:
2011-02-17 07:23:07
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Radio
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Radio 03
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  1. - Auf der Röntgenabbildung sieht man eine Luftansammlung unter den Zwerchfellkuppeln.

    - Dies ist Zeichen eines Chilaiditi-Syndroms.

    - Es handelt sich um eine Lageanomalie des Darms mit Interposition der Flexura coli dextra des Kolons zwischen Leber- und Zwerchfell v.a. bei Anomalien der Leber, des Zwerchfells (Lähmung, Hernie) oder Kolons (bei Dolichokolon, starkem Dickdarmmeteorismus).

    - Die Symptome sind: örtlicher Druck, krampfartige Schmerzen (meist im Liegen nachlassend).
  2. Einheiten Strahlung
    • - Gray (Gy) ist die Einheit der Energiedosis. Sie ist Maß für die absorbierte Strahlenenergie pro durchstrahlte (Körper-)Masse (SI-Einheit
    • Joule/kg). Die zur verabfolgende Dosis wird in der Strahlentherapie im allgemeinen in dieser Einheit angegeben.

    - Becquerel (Bq) ist die Einheit der Radioaktivität. Sie gibt an, wie viel Zerfälle pro Sekunde stattfinden (SI-Einheit: 1/s).

    - Curie ist eine veraltete Einheit für Radioaktivität. 1 Curie entspricht 3,7*1010 Bq.

    - rem ist eine veraltete Einheit der Äquivalentdosis, ein rem entspricht 0,01 Sievert.

    • - Sievert ist die aktuelle Einheit der Äquivalentdosis man könnte die therapeutische Strahlendosis auch in Sievert angeben, ist aber nicht üblich. Angesichts der Tatsache, dass das Sievert keine rein physikalische,
    • sondern eine abgeleitete Einheit ist, die schlecht quantifizierbare biologische Effekte berücksichtigen will, und deren Berechnung sich außerdem von Zeit zu
    • Zeit ändert (aktuelle q-Faktoren), ist die Energiedosis (in Gray) sicherlich die sinnvollere Einheit.
  3. Zefall Tc99 (HWZ = 6h); nach 3h noch 70,7%
    Wie viel nach 9h?
    - Kopfrechnen: Das Nuklid 99mTc (Technetium) hat eine Halbwertszeit von 6h. Nach 6h ist also noch 50% Aktivität vorhanden. 3 Stunden später, also nach 9h, sind von den 50% nur noch 70,7% übrig, also 70,7 / 2 = 35,35% ≈ 35,4%
  4. Um wievielfach geringer ist Strahlung im Abstand von 10cm im Vgl. zu 1mm?
    • - Abstandsquadratgesetz
    • - 1mm * 100 = 10cm
    • 100^2 = 10.000
  5. Strahlenempfindlichkeit Auge
    - Die strahlenempfindlichste Struktur des Auges ist mit Abstand die Linse. Schon bei 2-5 Gray Belastung ist die Entwicklung einer Strahlenkatarakt möglich. In übrigen Strukturen des Auges sind Schäden erst bei Dosen über 40-50 Gray zu erwarten.
  6. - Der Strahlenkatarakt liegt eine Schädigung des Linsenepithels zugrunde, die zu einer Störung des Flüssigkeitshaushalts der Linse mit Aufquellen der Fasern führt.
  7. - Noch wesentlich strahlensensibler als die Augenlinse sind embryonale Gewebe,
    Gonaden, lymphatische und hämatopoetische Zellen sowie Dünndarmepithel. Hier treten Strahlenschäden zum Teil schon unter einem Gray auf, beim Embryo sogar unter 0,1 Gray.
  8. - Die Beurteilung des Strahlensensibilität betrachtet grundsätzlich deterministische Schäden, also Veränderungen, die ab einer bestimmten
    • Schwellendosis zu erwarten sind. Davon abzugrenzen sind die stochastischen
    • Schäden (in erster Linie die Kanzerogenese), für die es keine Schwellendosis gibt. Diese Unterscheidung ist (nicht nur für das IMPP)
    • wichtig!
  9. Röntgenverordnung 2001
    • - Die Röntgenverordnung aus dem Jahr 2001 regelt den Umgang mit Röntgeneinrichtungen und Störstrahlern bis max. 1 MeV. Die RöV schreibt neben der natürlich zu bestehenden ärztlichen Indikation eine dokumentierte Anamnese bezüglich Schwangerschaft und bereits durchgeführter
    • gleichartiger Untersuchungen vor. Jede Patientin muss sich schriftlich zu einer evtl. bestehenden Schwangerschaft äußern!
    • Auch eine regelmäßige Überprüfung des bilderzeugenden Systems ist in der RöV vorgeschrieben.
    • Eine Menstruationsanamnese wird hingegen nicht gefordert.
  10. Isotope
    - Isotope stehen im Periodensystem an gleicher Stelle (gr. isos gleich; topos Ort).

    • - Sie haben die gleiche Kernladungszahl , also die gleiche Zahl von Protonen im Kern. Sie unterscheiden sich aber in der Anzahl der Neutronen im Kern und somit in der Atommasse, die aus Protonen und Neutronen zusammensetzt. Nukleonen ist ein Überbegriff für Protonen und Neutronen.
    • Verschiedene Isotope eines Elements zeichnen sich durch verschiedene physikalische Eigenschaften wie Halbwertszeit, Zerfallsart und somit Zerfallsspektren aus, während ihr chemisches Verhalten gleich ist.
  11. Photoeffekt
    - Der Photoeffekt ist ein Vorgang, bei dem ein auftreffendes Röntgen-Photon komplett von einem Hüllenelektron resorbiert wird.

    - Er findet vor allem in den inneren Atomschalen statt.

    - Die übertragene Energie führt dazu, dass sich das Hüllenelektron als sog. Photoelektron von dem Atom löst, mit der Restenergie davonfliegt und ein ionisiertes Atom zurücklässt (“Photoionisation”).

    • - Die Vakanz in der inneren Schale wird nun von Elektronen aus weiter außen gelegenen Schalen aufgefüllt, die dabei Energie in Form von
    • Lichtquanten abgeben.

    • - Diese Quanten sind niedriger energetisch als das
    • auslösende Röntgenphoton und führen zu keiner Reaktion auf einem Röntgenfilm.

    - Der Photoeffekt tritt vor allem bei weicher Röntgenstrahlung bis ca. 100keV und in Atomen mit hoher Ordnungszahl auf

    - Diese finden sich im menschlichen Körper vor allem in Knochen und Kontrastmittel.

    - Der Photoeffekt ist also wichtiger Kontrastgeber im Röntgenbild

    - Albert Einstein erhielt für seine Arbeiten über den Photoeffekt den Nobelpreis (und nicht für die Relativitätstheorie!).
  12. Einheiten Strahlung
    - Rad ist eine veraltete Einheit der Energiedosis und entspricht 0,01 Gray.

    - Coulomb ist die Einheit der elektrischen Ladung
  13. CT
    - Anhand der registrierten Strahlungsintensitäten wird ein Bild der durchstrahlten Körperschicht berechnet

    - Stimmt. Im Gegensatz zum MRT kann das CT übrigens nur Schnitte in koronarer Schichtführung anfertigen, andere Ebenen werden dann aus den Koronarschnitten sekundär errechnet.

    • - Humbug. Mit denselben Rechenprozeduren können sowohl aus MRT- wie auch aus
    • CT-Schnitten sekundär andere Ebenen und vor allem auch 3D-Darstellungen berechnet werden.

    - Die Röntgenquelle kreist bei der Untersuchung um den Patienten. Während bei älteren CTs das Empfängersystem auf der gegenüberliegenden Seite mitrotiert ist, sind neuere CTs (der sogenannten 4. Generation) mit einem 360 Grad-Detektorring ausgestattet, der nicht mehr mitrotieren muss.

    • - Beim Spiral-CT wird der Patient kontinuierlich durch den Detektorring geschoben, während die Röntgenquelle um ihn rotiert. Dieses Verfahren erlaubt einen lückenlosen Scan beispielsweise des Thorax in weniger als 30 sec (Tendenz
    • fallend). Solange kann ein Patient auch mal Luft anhalten, es sind also hochscharfe Schnittbilder ohne Bewegungsartefakte möglich.
  14. Angioplastie
    - Unter Angioplastie versteht man die Aufdehnung von Gefäßen durch ins Lumen eingeführte Katheter.

    • - Das üblichste Verfahren ist mittlerweile die
    • perkutane transluminale Angioplastie PTA.

    - Sie wird meist in Seldingertechnik durchgeführt.

    - Dabei wird mit einer Kanüle das Zugangsgefäß (oft A. femoralis) zunächst durchstoßen.

    - Anschließend wird die Kanüle wieder zurückgezogen, bis pulsierendes Blut aus ihr kommt.

    - Nun wird über die Kanüle ein Führungsdraht ins Gefäßlumen geschoben.

    - Die Kanüle kann dann unter Verbleib des Drahts gezogen werden.

    - Über den Führungsdraht wird jetzt der Katheter einführt und unter Durchleuchtungskontrolle bis zur der therapiebedürftigen Gefäßenge vorgeschoben.

    - Dort kann nun ein länglicher Ballon aufgeblasen werden, der die Stenose dilatiert (und in dieser Zeit das Gefäß komplett verschließt!).

    • - Die Technik wird insbesondere bei Koronarstenosen (sog. PTCA) eingesetzt, ferner bei vielen umschrieben Stenosen mittelgroßer
    • Gefäße.
  15. lokale Fibrinolyse
    - Bei der lokalen Fibrinolyse werden Fibrinolytika wie Urokinase, Streptokinase oder t-PA (tissue plasminogen activator) über einen endoluminalen Katheter möglichst nah an einem thrombotisch verschlossenen Gefäßteil appliziert.

    - Diese Technik hat weniger Nebenwirkungen als die systemische Fibrinolyse.
  16. Aspirationsthrombektomie
    Bei der Aspirationsembolektomie wird thrombembolisches Material über einen Katheter abgesaugt. Es handelt sich somit um ein rekanalisierendes Verfahren.
  17. LET
    - LET ist die Abkürzung für linearen Energietransfer, ein Maß für den Energieverlust von Strahlung pro zurückgelegte Strecke.

    - Je höher der LET, desto größer ist die Wechselwirkung der Strahlung mit der Materie, und desto größer ist auch die biologische Wirkung, die vor allem auf Ionisationsprozesse zurückzuführen ist.

    - Zwischen LET und relativer biologischer Wirksamkeit RBW besteht daher eine starke Korrelation.

    • - Man kann zwischen locker ionisierender Strahlung (geringer LET), wie z.B. Röntgenstrahlung, und stark ionisierender Strahlung wie Neutronen- und
    • Alphastrahlung unterscheiden.

    - Die biologische Wirkung steigt natürlich mit der Gesamtdosis. Das gilt für die deterministischen Wirkungen jeglicher ionisierender Strahlung.

    • - Fraktionierung und Protrahierung (Verteilung der Bestrahlung über einen längeren Zeitraum) führen bei gleicher Dosis zu geringeren Schäden, da die
    • Zellen mehr Zeit für Reparaturprozesse haben.

    • - Hypoxische Bedingungen führen zu einer wesentlich geringeren zytotoxischen Wirksamkeit der Bestrahlung. Der Grund dafür ist, dass weniger aggressive Sauerstoffradikale und Peroxide gebildet werden können, die die
    • Zellen schädigen. Dieses Phänomen der geringeren Wirksamkeit unter Hypoxie wird
    • als Sauerstoff-Effekt bezeichnet und ist in der Strahlentherapie von großer Relevanz.

    - Wie oben bereits erwähnt, besteht eine enge Korrelation zwischen biologischer Wirksamkeit und LET. Je höher der LET, desto mehr Ionisierung, desto toxischer die Strahlung.
  18. Zellschädigungen bei 8Gy
    - Für das Knochenmark sind Strahlendosen ab 1-2 Gray akut toxisch.

    • - Da die Reifung der weißen Blutzellen etwa 4-6 Tage dauert, zeigen sich die durch Knochenmarkschäden bedingten Blutbildveränderungen nach Bestrahlung mindestens mit dieser Verzögerung, das voll ausgeprägte hämatopoietische Syndrom stellt
    • sich nach 2-3 Wochen ein. (Wesentlich eher, nämlich nach 3-5 Tagen, tritt das gastrointestinale Syndrom ein, das ab ca. 5 Gray auftritt).

    - Durch Zelluntergang reduziert sich die Anzahl der Knochenmarkstammzellen.

    - Als akute Reaktion auf die Bestrahlung kommt es zur Ausschwemmung von Granulozyten, daher entsteht initial eine Granulozytose. Diese geht dann in eine Granulozytopenie über, die mit der Erholung des Knochenmarks eine zunehmende Linksverschiebung aufweist.

    - Stimmt. Myelo- und Thrombo- und Erythropoiese sind beeinträchtigt

    • - Auch die Thrombozytenzahl sinkt wegen der
    • Knochenmarksschädigung.

    - Eine Anämie tritt nur selten und dann spät auf, da Erythrozyten sehr strahlenresistent sind und eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 100 Tagen haben.

    - Die Knochenmarkserholung (nach einmaliger Bestrahlung) tritt also ein, bevor die Erythrozytenzahl signifikant abgefallen ist.

    • - Ferner tritt eine ausgeprägte Lymphozytopenie auf, da Lymphozyten sehr strahlensensibel sind.
    • Abbruchkriterien für eine Strahlentherapie sind Granulozyten unter 1000 /mm3 und Thrombos unter ca. 20.000 /mm3.

    Durch Gabe von Knochenmark-Wachstumsfaktoren, insbesondere verschiedenen CSF (colony stimulating factor), versucht man, dem hämatologischen Syndrom entgegenzuwirken.
  19. Kontrastmittel
    - MRT und CT verwenden natürlich nicht das gleiche Kontrastmittel.

    - Das CT arbeitet mit Röntgenstrahlen, hier werden also Röntgenkontrastmittel eingesetzt. Sie enthalten schwere und damit stark röntgenschwächende Atome, meist Jod oder Barium.

    • - Die MRT-Untersuchung hingegen erfasst das
    • Kernspin-Verhalten von Wasserstoffkernen (Protonen). Als Kontrastmittel werden hier Gadolinium-haltige Substanzen eingesetzt. Gadolinium verkürzt vor allem die T1- Relaxationszeit der umliegenden Protonen und führt so zur einer Signalanhebung im T1-gewichteten MRT (erscheint also i.A.
    • hell).

    • - Bei den jodhaltigen, wasserlöslichen Kontrastmitteln unterscheidet man in der
    • Tat ionische und nichtionische Vertreter. Nichtionische Kontrastmittel reizen empfindliche Oberflächen wie Endothel, Ependym und Schleimhäute weniger. Allerdings sind sie auch teurer, weswegen z.B. bei retrograden Harnwegsdarstellungen, Arthrographien, Sialographien und Fisteldarstellungen ionische Kontrastmittel bevorzugt werden.

    - Bariumsulfatbrei wird zur Darstellung des Gastrointestinaltrakts eingesetzt, allerdings nur, wenn keine Perforation anzunehmen ist, denn Barium kann zu einer bedrohlichen Mediastinitis bzw. Peritonitis führen.

    • - Besteht aus irgendeinem Grund der Verdacht auf eine Perforation, werden deshalb jodhaltige
    • Kontrastmittel eingesetzt (beliebte IMPP-Frage).

    • - Luft und Gas haben eine geringere Röntgendichte als das Körpergewebe und
    • werden daher als negative Kontrastmittel bezeichnet. Neben der natürlicherweise
    • in Magen-Darm-Trakt vorkommenden Luft wird Gas auch beim Doppelkontrastverfahren eingesetzt. Dabei wird der Darm (nach gründlicher
    • Abführung) zunächst einem Bariumbrei-Einlauf kontrastiert, der sich an der Schleimhaut absetzt, anschließend wird der Brei wieder abgelassen und das Lumen durch Luftinsufflation dargestellt. Dieses Verfahren ermöglicht eine gute Darstellung der Schleimhaut und eventueller Veränderungen, z.B. Polypen. Nichts verloren hat Luft übrigens unter anderem im Peritoneum (sog. freie Luft sammelt sich im Stehen unter dem Zwerchfell und ist Hinweis auf eine Darmperforation) und in den Gallenwegen (Hinweis auf biliodigestive Fistel).

    - Auch die Angiographie ist ein röntgenologisches Verfahren und verwendet daher Röntgenkontrastmittel, die, da sie sich mit dem Blut vermischen sollen, logischerweise wasserlöslich sein müssen. Praktisch alle wasserlöslichen Kontrastmittel sind jodhaltig.
  20. Radioiodtherapie
    - Die Radiojodtherapie wird mit 131Iod (β- und γ-Strahler; HWZ 8 Tage) durchgeführt.

    Ihre vier Hauptindikationen sind vom IMPP aufgezählt:

    - Adjuvante Behandlung eines differenzierten Schilddrüsenkarzinoms nach Operation zur Zerstörung von Tumorrestgewebe und Metastasen.

    - M. Basedow (B) alternativ zur Operation.

    - Euthyreote Struma bei Inoperabilität, aber durchaus auch bei kleineren Strumen.

    - Funktionelle Schilddrüsenautonomie


    • -NICHT: Thyreoiditiden sind heterogen und keine allgemeine Indikation für eine Radiojodtherapie. Bakterielle Thyreoiditiden (selten) werden antibiotisch behandelt. Bei der Autoimmunthyreoiditis Hashimoto wird nur ggf. im Spätstadium mit L-T4 substituiert (Immunsuppressiva bringen nichts); die subakute
    • Thyreoditis de Quervain wird, wenn sie nicht spontan abklingt, mit nichtsteroidalen Antiphlogistika und ggf. Steroiden therapiert.

    - Zu erwähnen wäre an dieser Stelle aber auch noch der M. Basedow, der durchaus als Thyreoiditis betrachtet werden kann. “Am wenigsten” zutreffend ist wohl trotzdem Antwort






    • Merke: Bei benignen Schilddrüsenerkrankungen wird die
    • Radiotherapie alternativ zur Operation eingesetzt, bei malignen Erkrankungen
    • additiv. Ein erhöhtes Malignomrisiko durch Radiojodtherapie konnte nicht
    • belegt werden, daher ist sie mittlerweile auch bei jüngeren Patienten indiziert.
    • Kontraindikationen sind allerdings Schwangerschaft und
    • Wachstumsalter.

    • Aus Strahlenschutzgründen muss die Radiojodtherapie stationär durchgeführt
    • werden. Da ein Teil der Radioaktivität über den Urin (und auch alle anderen
    • Körpersekrete) ausgeschieden wird, müssen die sanitären Anlagen mit einer
    • speziellen Rückhalteeinrichtung (Abklinganlage) ausgestattet sein.
  21. Szinti Schilddrüsenautonomie
    . Die Schilddrüsenszintigraphie wird wegen der günstigen physikalischen Eigenschaften meistens mit 99mTc (reiner γ-Strahler; HWZ ca. 6h) durchgeführt, das im Körper ähnlich wie Jod behandelt und daher von der Schilddrüse aufgenommen wird.

    • - Ein Areal, das vermehrt Technetium aufnimmt,
    • zeichnet sich also durch eine erhöhte Jodaufnahme aus, was auf vermehrte Schilddrüsenhormonsekretion schließen lässt.

    - Das supprimierte TSH zeigt eine von TSH unabhängige Schilddrüsenhormonproduktion an, die über den physiologischen negativen Feed-Back die TSH-Sekretion erniedrigt.

    - Ein solches Verhalten wird als Schilddrüsenautonomie bezeichnet.

    - Die Information, dass im Ultraschall eine knotige Struktur zu erkennen ist, benötigt man eigentlich nicht mehr, um die Diagnose einer funktionellen Schilddrüsenautonomie zu stellen.

    - Therapeutisch kommt die Operation (nach Erreichen der Euthyreose durch Thyreostatika!) oder eine Radiojodtherapie in Betracht

    - Hauptursache von Schilddrüsenautonomien ist übrigens die Jodmangelstruma.
  22. Gallensteine in Sono
    - Größere Gallenkonkremente führen genauso wie z.B. Knochen zu einer praktisch kompletten Reflexion des Ultraschalls.

    - Daher sind sie echostark und führen zu einer dorsalen Schallauslöschung (sog. Schallschatten).
  23. Zysten in Sono
    - Typisches Bild von größeren flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen wie Zysten oder der Gallenblase (ohne Steine).

    • - Das homogene Wasser leitet den Schall sehr gut
    • und erzeugt praktisch kein Echo.

    • - Daher kommt der Schall ungeschwächt dorsal
    • einer Zyste an.

    • - Da jedes Ultraschallgerät die Signale auf tiefen Gewebeschichten verstärkt, um deren generell niedrigere Signalintensität auszugleichen, kommt es
    • dorsal einer Zyste zur (artifiziell erzeugten) Schallverstärkung.
  24. Herz-Szinti
    • - Das 99mTc-MIBI lagert sich nicht spezifisch in
    • arteriosklerotischen Gefäßwänden ab, sondern reichert sich perfusionsabhängig im Myokard an. Moykardszintigraphisch gering signalgebende Bereiche sind also schlecht durchblutet.

    - Die Herzszintigraphie wird meistens als Belastungsszintigraphie (analog zum Belastungs-EKG) durchgeführt, entweder auf dem Fahrrad-Ergometer oder durch medikamentöse Provozierung von Ischämien.

    • - Durch Vergleich der Aufnahmen in Ruhe
    • und unter Belastung lassen sich dauerhaft minderperfundierte (z.B. Infarktnarben) und belastungsischämische Gebiete identifizieren.

    - Hämodynamisch relevante Koronarstenosen (Stenosen, die den Blutfluss merklich behindern), machen sich natürlich besonders bei erhöhtem Durchblutungsbedarf, also unter Belastung bemerkbar. Klinisches Korrelat ist die belastungsabhängige Angina pectoris.

    • - Früher wurden Myokardszintigraphien mit 201Thallium durchgeführt.
    • Es hat allerdings wesentlich ungünstigere physikalische Eigenschaften (niedrige Gammaenergie, lange Halbwertszeit von 73h) als 99mTc (HWZ ca. 6h).

    - 99mTc-MIBI liefert daher eine bessere Bildqualität bei niedrigerer Strahlenbelastung.

    - Die Myokard-Szintigraphie sollte vor allem dann eingesetzt werden, wenn Klinik und Belastungs-EKG keine eindeutigen Befunde liefern, um die Indikation zur Herzkatheterisierung zu stellen.
  25. Folgende Segmente sind abgebildet:

    - 1 apikale Oberlappensegment

    - 2 anteriores Oberlappensegment

    - 3 posteriores Oberlappensegment

    - 4/5 mediales und laterales Mittellappensegment

    - 6 apikales Unterlappensegment

    - 7 anterobasales oder mediobasales Unterlappensegment

    - 8 posterobasales Unterlappensegment

    - Zwischen 2 und 4/5 liegt der kleine Lappenspalt, zwischen 4/5 und 7 der große.
    • - Die klinische Angabe der chronischen Pneumonie im linken Mittelfeld spricht
    • für eine Bronchusobstruktion.

    - Die Thoraxaufnahmen zeigen einen aufgetriebenen, für Gefäße völlig untypischen linken Hilus sowie eine nach kranial konkav begrenzte Verschattung im linken Mittelfeld, also eine Atelektase.

    - Diese Konstellation ist bis zum Beweis des Gegenteils dringend verdächtig auf das Vorliegen eines Bronchialkarzinoms
  26. akute Lungenstauung
    • Zeichen:
    • - vermehrte Gefäßzeichnung
    • - unscharfe Hili
    • - linksseitiger basaler Pleuraerguss
    • - Herzvergrößerung

    NICHT: Kalibersprung zwischen zentralen und peripheren Gefäßen

    • Die vermehrte Gefäßzeichnung beruht auf einer Dilatation der zentralen
    • und peripheren Venenabschnitte. Es ist ein Zeichen der peripheren Lungengefäße,
    • das nur in Kenntnis des Normalbefundes auffällt. Die absolute Weite, die
    • Relation der Gefäßkaliber von zentral nach peripher und die Relation der
    • Gefäßkaliber der oberen und unteren Lungenabschnitte zueinander sind auch
    • Kriterien der peripheren Gefäßzeichnung. Das Kaliber nimmt von cranial nach
    • caudal wohl aufgrund der Schwerkraft und der fehlenden Gefäßmuskulatur zu. Eine
    • weitere Erklärung ist die stärkere Beteiligung der unteren Lungenabschnitte am
    • Gasaustausch aufgrund der Zwerchfellatmung.

    (C)

    • Die zentralen Gefäße sind insbesondere am rechten Hilus gut zu beurteilen.
    • Das Hauptgefäß, die A. pulmonalis oder A. interlobaris dextra misst bei Männer
    • in der Regel bei maximaler Inspiration 16 mm, bei Frauen 15 mm. Die Lungenvenen
    • sind oft nur durch genaues Verfolgen in die Peripherie als vertikale oder
    • schräge Strukturen im Oberlappen oder als horizontale oder die Lungenarterien
    • kreuzende Strukturen im Unterlappen zu erkennen. Bei der zentralen Stauung
    • verwischen diese Strukturen aufgrund eines perivaskulären Ödems und es zeigen
    • sich unscharfe Hili.

    (D)

    • Ein linksseitiger basaler Pleuraerguss kann auftreten, wenn die
    • Stauung länger fortbesteht und der intravasale kolloidosmotische und onkotische
    • Druck überschritten wird. Dadurch tritt Flüssigkeit über das Interstitium aus
    • und sammelt sich an der tiefsten Stelle im Thorax. Durch die Umverteilung der
    • Durchblutung (Kranialisation), tritt dieses Phänomen aufgrund der größeren
    • Kapazitäten bei der rechten Lunge später auf. Durch die interstitielle
    • Flüssigkeitseinlagerung kommt es zudem zur Bronchialwandverbreiterung
    • (peribronchiales Ödem) mit Demarkierung der Lappenspalten und Ausbildung
    • kostodiaphragmaler, interlobulärer Septumlinien (Kerley B Linien) sowie
    • hilusradiärer Linien in den Oberlappen (Kerley A Linien).

    (E)

    • Bei einer akuten kardialen Dekompensation ist zwar nicht zwingend eine
    • Herzvergrößerung nachweisbar. Bei chronischer Linksherzinsuffizienz liegt
    • aber meist ein Vergrößerung des linken Ventrikels und seltener auch des Vorhofs
    • vor. Die Folge davon ist schließlich eine Lungenstauung mit einer so genannten
    • Kranialisation der Durchblutung, bei der die Blutversorgung der cranialen
    • Lungenanteile verstärkt ist.
  27. Kalibersprünge zwischen zentralen und peripheren Gefäßen
    - Zu Kalibersprüngen zwischen zentralen und peripheren Gefäßen mit erweiterten zentralen und normalen bis verengten peripheren Gefäße kommt es bei einem pulmonalen Hochdruck.

    - Dieser zeigt sich unter anderem bei einer ausgeprägten Lungenembolie, einem Cor pulmonale oder einem Mitralvitium.
  28. streifenförmig retikuläre Zeichnungsvermehrung im Rö
    • - progressive systemische Sklerose
    • - Strahlentherapie
    • - Sarkoidose
    • - Pneumocystis-carinii-Infektion

    Nicht: exsudativ-kavernöse Lungentuberkulose
  29. 3-Phasen Skelett-Szinti
    - Die 3-Phasenskelettszintigraphie (Mehrphasenskelettszintigraphie) erfolgt hauptsächlich bei Verdacht auf maligne Erkrankungen (osteoblastische Metastase (C)), zur differenzierten Erfassung der Verteilungsräume (arterielle/venöse/Bloodpool-/Skelett-Phase) und schließlich zur Differenzierung zwischen entzündlichen (Spondylarthritis (B)) und tumorösen Prozessen.

    • - Bei degenerativen Prozessen, wie einer Osteochondrosis intervertebralis (A) oder einer Sinterungsfraktur bei Osteochondrose (E) zeigt sich
    • häufig eine Mehranreicherung im spätstatischen Ganzkörperskelettszintigramm, die auf den Umbauvorgängen zur Stabilisierung der veränderten Statik beruht.

    - Das Knochengewebe setzt sich aus der Grundsubstanz (Osteoid) und den Mineralsalzen (Ca, P, F, etc.) zusammen.

    - Mukopolysaccharide und Kollagenfasern bilden das Osteoid. Im Erwachsenenalter stehen die ständigen An- und Abbauvorgänge des Knochengewebes im Gleichgewicht, wobei im Kinder- und Jugendalter ein erhöhter Knochenstoffwechsel an den Epiphysenfugen nachweisbar ist.

    - Pathologische Prozesse verschieben dieses Gleichgewicht entweder zu einer gesteigerten Osteolyse oder einer gesteigerten Osteoplasie.

    - Eine Mehrphasenskelettszintigraphie erfolgt nach der Schilddrüsenblockade mit Na-Perchlorat durch i.v. Gabe von 400-600 MBq 99mTechnetium-MDP.

    • - Es folgen Einzelaufnahmen oder Ganzkörperaufnahmen direkt nach i.v. Gabe (5-10 Sek.
    • p.i. = 1. Phase), nach 5-10 Min. p.i. (2. Phase) und 2-4 Std. p.i. (3. Phase).
  30. Zeichen Osteoporose LWS Röntgen
    • - Rahmenwirbel
    • - Hervortreten der vertikalen Trabekularstrukturen
    • - Verschmälerung der Kortikalis
    • - Keil- oder Fischwirbel

    - Nicht: zentral verschmälerte Zwischenwirbelräume



    • - Bei einer seitlichen Aufnahme der LWS kommt es zu einer relativen Dichtezunahme der Wirbelkörperabschlussplatten und zur Resorption der
    • Spongiosatrabekel, was zu einem Bild der "leeren Schachtel" bzw. einem so genannten Rahmenwirbel führt.

    • - Die Resorption der - weniger Gewicht tragenden - queren Trabekelstrukturen führt konsekutiv zu einem Hervortreten der vertikalen Trabekelstrukturen.
    • Mit zunehmender Ausprägung kommt es zum so genannten "Milchglasaspekt".

    • - Typischerweise kommt es bei allen Osteoporoseformen zu einer Verschmälerung der Kortikalis. Insbesondere an den langen Röhrenknochen führt dies zu einer erhöhten Frakturgefährdung - ganz besonders z.B. am
    • proximalen Oberschenkelhals.

    • - Falsch. Im Rahmen degenerativer Bandscheibenveränderungen kommt es zum
    • Flüssigkeitsverlust der Bandscheiben und konsekutiv zentral verschmälerten Zwischenwirbelräumen. Durch den entstehenden Unterdruck kann es zu Gasansammlungen in der Wirbelscheibe kommen (sog. Vakuumphänomen). Im weiteren Verlauf finden sich Osteophyten an den Rändern der angrenzenden Wirbelkörper. Im Spätstadium kann es zu einer degenerativen Spondylolisthese (Wirbelgleiten)
    • kommen. Diese Veränderungen sind zwar degenerativen Charakters, finden sich aber
    • nicht bei der Osteoporose. Diese Veränderungen darzustellen ist die Domäne der MRT.

    - Durch die bogenförmige Ausdehnung der LWS werden die geschwächten Boden- bzw. Deckplatten eingedrückt und es entstehen typischerweise bikonkave Fischwirbel. In fortgeschrittenen Fällen sintert der Wirbelkörper weiter keilförmig zusammen (Keilwirbel). Im Bereich der BWS kommt es dadurch zu einer verstärkten Kyphosierung oder Gibbusbildung.
  31. - Die klinischen Angaben über zunehmende monoradikuläre Taubheitsgefühle im Bereich des linken Armes und die Diagnose einer Neurofibromatose Recklinghausen bei einer 27-jährigen Patientin lassen eigentlich nur den Schluss auf ein zervikales Wurzelneurinom (Sanduhrtumor) zu.

    - Zudem kann man auf der linken Schrägaufnahme ein extrem großes Foramen intervertebrale von ca. HWK 6/7 erkennen
  32. - Radiusköpfchenfraktur
  33. - paraösophageale Hernie
    • - Die Anamnese macht eine Femurkopfnekrose
    • wahrscheinlich, da nach einer kopferhaltenden Operation bei Verwendung einer Hüftschraube wahrscheinlich die Blutversorgung über die A. capitis femoralis gestört wurde.

    - Dadurch zeigt sich ein nekrosebedingter Signalverlust des linken Femurkopfes in der T1-Wichtung.
  34. -

  35. - Eine Osteonekrose (oder aseptischen Knochennekrose) wird röntgenologisch erst dann sichtbar, wenn es zu einer Demarkierung des abgestorbenen Knochenstückes gekommen ist.

    • - Im Kindesalter betreffen sie meistens die
    • sekundären Ossifikationszentren, wie auch hier das distale Ende des Metatarsale II.

    - Dabei sintert der Epiphysenkern bis zum völligen Verschwinden zusammen.

    • - Bei der hier dargestellten Knochennekrose spricht man auch von einer Köhler-Freiberg- oder kurz Köhler-II-Krankheit, die vor allem bei Mädchen
    • zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr vorkommt und auch mal den Metatarsale III und IV betreffen kann.

    - Die Ursache ist unbekannt, möglicherweise ist sie auf eine Dauerbelastung zurückzuführen
  36. - Die Verknöcherung entspricht der etwas cranial der Plantaraponeurose gelegenen Ursprungsstelle des M. flexor digitorum brevis sowie der Plantaraponeurose selbst
  37. - antero-septale Belastungsischiämie
  38. Herzfehler bei verminderter Lungengefäßzeichnung beim Säuglinge
    - Fallot-Tetralogie

    - Bei der folgenden Frage muss man sich grundsätzlich klarmachen, wann es zu einer verminderten Lungengefäßzeichnung im Röntgenbild eines Säuglings kommen kann. Dies ist exakt dann der Fall, wenn entweder ein Rechts-links-Shunt oder ein Strömungshindernis vorliegt, die beide dem Lungenkreislauf schlicht das Volumen entziehen. Die große Preisfrage ist jetzt, welcher der genannten Herzfehler das am ehesten macht

    • - Eine totale Lungenvenenfehleinmündung bewirkt sogar eine verstärkte Lungengefäßzeichnung i.S.e. Lungenstauung bis hin zum Lungenödem, weil das Blut
    • in die Cava oder direkt in den rechten Vorhof fließt, anstatt normal in den linken Vorhof zu münden.

    • - Richtig. Die Fallot-Tetralogie besteht aus einer valvulären oder infundibulären Pulmonalstenose, einer Dextro- oder Anteposition der Aorta, einer Rechtsherzhypertrophie und einem subaortal gelegenen Ventrikelseptumdefekt (VSD). Der bestehende Rechts-links-Shunt über den VSD und die dadurch bewirkte Zyanose wird durch das Ausmaß der Pulmonalstenose bestimmt. Durch die typische
    • Hockstellung der Kinder wird der systemische Widerstand erhöht und der Rechts-links-Shunt nimmt ab, die Lungendurchblutung wird erhöht.

    • - Bei einem Truncus arteriosus communis Typ I nach Collet und Edwards (ohne Eisenmenger-Reaktion) sind die A. pulmonalis und die Aorta zu einem Stamm
    • verschmolzen. Dadurch steigt die Lungendurchblutung extrem an und es resultiert eine Herzinsuffizienz mit nachfolgender Eisenmenger-Reaktion.

    • - Der Ventrikelseptumdefekt ist mit 30% der häufigste angeborene Herzfehler. Man unterscheidet kleine und große VSD, die entsprechend einen kleinen oder
    • großen Links-rechts-Shunt aufweisen. Ein isolierter Ventrikelseptumdefekt ohne Eisenmenger-Reaktion ist meist ein kleiner VSD. Bei großen Defekten kommt es zur ausgeprägten Widerstandserhöhung mit Shunt-Umkehr, der sog. Eisenmenger-Reaktion.

    • - Ein isolierter Vorhofseptumdefekt (ASD) bewirkt einen Links-rechts-Shunt, da der Druck im linken Vorhof größer, als im rechten ist. Dadurch resultiert eine Rechtsherzbelastung, die jedoch erst im frühen
    • Erwachsenenalter zu einer pulmonalen Vaskulopathie führt. Bei einem Säugling hat der ASD erst mal keinen Einfluss auf die Lungendurchblutung, da das Foramen
    • ovale noch durchgängig ist. In 25-30% aller Erwachsenen ist das Foramen ovale auch später noch für eine Sonde durchgängig.
  39. Allergische Reaktion Kontrastmittel
    - Maßnahmen -
    - Nicht: inhalative Gabe von Kortison

    • Leichte Reaktion
    • -RR- Kontrolle
    • -EKG
    • - O2-Gabe (E)
    • - Sedierung mit z.B. Valium
    • - Gabe von Antihistaminika bei Hautsymptomen (H1- und H2-Blocker, z.B. Fenistil® und Tagamet®)

    • Schwere allgemeine Reaktion
    • - Beatmung / Intubation
    • - Schockbekämpfung mit Volumensubstitution (B)
    • - Glukokortikoide
    • - H1- und H2-Blocker
    • - β2-Sympathomimetika z.B. als inhalative Gabe von Salbutamol (D)

    • Bei Kreislaufstillstand
    • - intravenöse Gabe von Adrenalin (A)
    • -Herzdruckmassage
    • - Defibrillation
    • - Katecholamine (Dopamin)
    • - Natriumbicarbonat
  40. - epiphysiolysis capitis femoris

    - bei adipösem Habitus und Großwuchs
  41. Nachweis Neuroblastom beim Säugling
    NaDie 131I-MIBG-Szintigraphie ist das sensitivste

    Verfahren zur Verlaufskontrolle und zum Nachweis von Neuroblastomen im

    Nebennierenmark (!) während des gesamten Krankheitsverlaufes. Der Tracer

    MIBG (Metaiodbenzylguanidin) wird als Noradrenalinanalogon in den chromaffinen

    Granula des Nervengewebes gespeichert. Weil es nicht durch Monoaminoxidase und

    Katechol-o-Methyl-Transferase verstoffwechselt wird, reichert es sich in den

    Speicheldrüsen, Leber, Milz, Kolon, sowie Nieren und Harnblase (Ausscheidung)

    • an.Die 131I-MIBG-Szintigraphie ist das sensitivste
    • Verfahren zur Verlaufskontrolle und zum Nachweis von Neuroblastomen im
    • Nebennierenmark (!) während des gesamten Krankheitsverlaufes. Der Tracer
    • MIBG (Metaiodbenzylguanidin) wird als Noradrenalinanalogon in den chromaffinen
    • Granula des Nervengewebes gespeichert. Weil es nicht durch Monoaminoxidase und
    • Katechol-o-Methyl-Transferase verstoffwechselt wird, reichert es sich in den
    • Speicheldrüsen, Leber, Milz, Kolon, sowie Nieren und Harnblase (Ausscheidung)
    • an.Die 131I-MIBG-Szintigraphie ist das sensitivste
    • Verfahren zur Verlaufskontrolle und zum Nachweis von Neuroblastomen im
    • Nebennierenmark (!) während des gesamten Krankheitsverlaufes. Der Tracer
    • MIBG (Metaiodbenzylguanidin) wird als Noradrenalinanalogon in den chromaffinen
    • Granula des Nervengewebes gespeichert. Weil es nicht durch Monoaminoxidase und
    • Katechol-o-Methyl-Transferase verstoffwechselt wird, reichert es sich in den
    • Speicheldrüsen, Leber, Milz, Kolon, sowie Nieren und Harnblase (Ausscheidung)
    • an.Die 131I-MIBG-Szintigraphie ist das sensitivste
    • Verfahren zur Verlaufskontrolle und zum Nachweis von Neuroblastomen im
    • Nebennierenmark (!) während des gesamten Krankheitsverlaufes. Der Tracer
    • MIBG (Metaiodbenzylguanidin) wird als Noradrenalinanalogon in den chromaffinen
    • Granula des Nervengewebes gespeichert. Weil es nicht durch Monoaminoxidase und
    • Katechol-o-Methyl-Transferase verstoffwechselt wird, reichert es sich in den
    • Speicheldrüsen, Leber, Milz, Kolon, sowie Nieren und Harnblase (Ausscheidung)
    • an.
  42. Nachweiß Neuroblastom in NN bei Säugling
    • - Die 131I-MIBG-Szintigraphie ist das sensitivste
    • Verfahren zur Verlaufskontrolle und zum Nachweis von Neuroblastomen im Nebennierenmark (!) während des gesamten Krankheitsverlaufes.

    - Der Tracer MIBG (Metaiodbenzylguanidin) wird als Noradrenalinanalogon in den chromaffinen Granula des Nervengewebes gespeichert.

    - Weil es nicht durch Monoaminoxidase und Katechol-o-Methyl-Transferase verstoffwechselt wird, reichert es sich in den Speicheldrüsen, Leber, Milz, Kolon, sowie Nieren und Harnblase (Ausscheidung) an.
  43. Bestrahlung Seminom Stadium I
    • - Die prophylaktische (adjuvante) Bestrahlung der
    • paraaortalen Lymphknoten wird beim Seminom deshalb durchgeführt, weil entwicklungsgeschichtlich der Hoden einen Deszensus durchmacht und daher seine Blut- und Lymphgefäße vom Nierenpol "mitnimmt".

    - Nicht: Bestrahlung der Leisten-LKs, z.B. bei Anal-Ca!
  44. Enteroklysma nach Sellink
    • - Das Enteroklysma nach Sellink wird eingesetzt bei Verdacht auf M. Crohn, weil damit das typische Pflastersteinrelief sichtbar wird. Dieses Zeichen
    • entsteht durch die abwechselnde Konstrastierung der verbliebenen gesunden Schleimhautinseln, Ulzerationen, vergrößerten Lymphfollikeln und einem
    • entzündlichem Ödem. Des Weiteren zeigen sich teils kurz-, teils langstreckig umschriebene Stenosen, verbreiterte Kerkring’sche Falten durch Wandödeme, feine Ulzerationen und Fissuren der Schleimhaut, bis hin zu Fisteln.

    • - Das Enteroklysma nach Sellink wird zwar zur Suche nach einem Dünndarmtumor angewandt, aber es ist zu bedenken, dass zum Einen Dünndarmtumoren selten
    • sind (3-5% aller Tumoren des MDT) und zum Anderen oft keine Symptome verursachen. Meist fallen sie durch eine Ileussymptomatik, Blutungen oder
    • kolikartige Schmerzen mit Erbrechen und Diarrhöen auf. Die Diagnose von Dünndarmtumoren gelingt in der Regel erst ab einer Größe von einem Zentimeter,
    • jedoch stellt der Sellink die Methode der Wahl dar, da hiermit Lumeneinengungen, Strikturen und prästenotische Dilatationen zu entdecken sind.

    • - Falsch. Wenn solch ein Wort wie "grundsätzlich" verwendet wird, sollte man bei der Aussage "grundsätzlich mit iodhaltigen KM" aufhorchen, denn
    • meist sind diese Antworten auch falsch. So auch dieses Mal, denn für einen Sellink sollte man ein Barium-Wasser-Gemisch und Methylzellulose verwenden, um einen Doppelkontrast zu erhalten.
    • "Grundsätzlich" gilt für die Kontrastmittelanwendung: Barium bewirkt eine bessere Benetzung der Schleimhaut und somit eine bessere Detailerkennbarkeit. Iodhaltiges wasserlösliches Kontrastmittel sollte nur bei V.a. Perforation oder
    • eine Fistel angewandt werden - der Chirurg wird’s danken, weil er sonst in der weißen Pampe operieren muss. Falls jedoch die Möglichkeit besteht, dass die
    • Fistel in die Lunge führt oder der Patient sich etwa verschluckt, dann ist Barium oder ein isoosmolares KM besser, da mit hyperosmolarem iodhaltigen
    • Kontrastmittel (Gastrografin®) der Patient in ein Lungenödem geschickt werden kann.

    • - Die Anlage einer Dünndarmsonde ist erforderlich, damit man zum einen das Kontrastmittel direkt "vor Ort " ab der Flexura duodenojejunalis applizieren
    • kann, ohne die Magenpassage abwarten zu müssen bzw. um auch die Überlagerung durch den (retrograd gefüllten) Magen zu vermeiden. Zum anderen ist es dann möglich den Doppelkontrast durch Luft- oder Wasser-Methylzellulose-Insufflation über die Duodenalsonde zu erzielen.

    - Es ermöglicht die Beurteilung des terminalen Ileums - sonst würde man es ja nicht zur Diagnose der Ileitis terminalis Crohn einsetzen, oder? Mit der retrograden Darmspiegelung oder Kontrastmittelfüllung übers Kolon (Kolonkontrasteinlauf) kann man zwar auch das terminale Ileum beurteilen (insbesondere bei Kindern), jedoch ist der Öffnungsdruck der Bauhinschen Klappe nicht immer retrograd zu überwinden.
  45. - Pfeil zeigt linke Nierenvene mit Einmündung in V. cava
  46. - CT Zysten
  47. Sono Zeichen Pankreas-Ca
    • - umschriebene Raumforderung
    • - peripankreatische Infiltration
    • - Dilatation der Gallenwege und/oder des Ductus pancreaticus
    • - Vergrößerung der regionalen Lymphknoten

    • - Nicht: - Exsudatstraßen entlang verdickter Faszien
    • --> akute Pankreatitis
  48. - Die häufigste Komplikation nach einem großen Eingriff, wie der Hemikolektomie, ist die Ausbildung einer teils luft-, teils flüssigkeitsgefüllten Abszessformation.

    - Die klinischen Symptome wie septische Temperaturen, Leukozytose und linksseitiger Flankenschmerzen bestätigen dies nur.

    - Dass eine Nephrektomie vor 11 Jahren durchgeführt wurde, bedeutet lediglich, dass das Restkolon bzw. der Abszess etwas anders in der ehemaligen Nierenloge zu liegen kommt.
  49. - Angabe: Struktur 1 hat HE von 40

    - Bei einem Zustand nach Verkehrsunfall mit Anpralltrauma und Rippenfrakturen, sollte man immer an die davon ausgehenden Verletzungen, wie Lungenkontusionen, Milzverletzungen, Pneumothorax oder an ein subkapsuläres Leberhämatom denken.

    - Dabei hilft, dass noch ein schmaler Saum des Leberparenchyms um das vorgewölbte, nicht mehr "perfundierte" Hämatom sichtbar ist.
  50. - solitärkonkrement Gallenblase
  51. - AIDS-Patient mit Epileptischen Anfällen und Gewichtsverlust
    - im CT haselnussgroßer Herd mit großem perifokalem Ödem und ringförmiger Kontrastmittelanreicherung im linken Schläfenlappen
    - v.a. Toxoplasmose-Encephalitis

    - Die Toxoplasmose ist eine Infektion mit einem obligat intrazellulär lebenden Protozoon. Sie führt zu einer Herdenzephalitis, die typischerweise zu rundlichen, abszessartigen Läsionen mit großem perifokalem Ödem und ringförmiger Kontrastmittel-Anreicherung (aufgrund einer zentralen Nekrose oder Abszedierung) führt. Unter Therapie verschwindet das Ödem rasch, jedoch kann es bei der Abheilung zu Gewebedefekten mit Verkalkungen kommen. Die Toxoplasmenenzephalitis ist die häufigste Infektion bei Immungeschwächten. Sie tritt uni- oder multifokal bevorzugt an der Mark-Rinden-Grenze, periventrikulär, in den Stammganglien und dem Thalamus auf und wird selten größer als 2 cm. Die MRT ist der CT in der Regel da überlegen, wo Veränderungen der weißen Substanz, Entzündungen der Meningen, des Ependyms oder infratentorielle Läsionen nachgewiesen werden sollen.

    • - Differentialdiagnostisch kommt bei der Toxoplasmose auch ein primäres Hirnlymphom bei AIDS-Patienten in Betracht. Hirnlymphome sind meist
    • Non-Hodgkin-Lymphome der B-Zell-Reihe und in der Regel größer als Toxoplasmoseherde. In der CT wirken sie meist homogen iso- bis hyperdens. Nach
    • KM-Gabe reichern sie kräftig und homogen an. In der MRT sind die Lymphome selbst aufgrund ihres hohen Zellgehalts unauffällig, im Vordergrund steht eher das
    • ausgeprägt hohe Ödemsignal. Mittels dynamischer MRT zeigen sie ein intensiveres Kontrastmittel-Enhancement und eine regional stärkere Durchblutung, als die Toxoplasmose. Eine weitere Möglichkeit der Differenzierung besteht in der unterschiedlichen Glukose-Verwertung und deren Diagnose mittels
    • 18FDG-PET
  52. - Toxoplasmose-Encephalitis
  53. Artery dense Sign
    - Größere Territorialinfarkte können schon nach 2-3 Stunden in der CT gesehen werden.

    - Zudem kann differentialdiagnostisch eine Blutung ausgeschlossen werden.

    • - Weitere Frühzeichen eines ischämischen Schlaganfalles sind das sog. "artery dense sign", bei dem ohne Kontrastmittel sich die A. cerebri media
    • verdichtet darstellt (in 50%).

    - Dieses Phänomen beruht auf einer physikochemischen Dichteänderung des Thrombus, der dadurch direkt sichtbar wird.

    - Ein weiteres Frühzeichen ist der fokale Dichteausgleich zwischen grauer und weißer Substanz (auch im Bereich der Stammganglien) und das Verstreichen der Rindenfurchen.
  54. direkte Zeichen Sinusthrombose
    • - Ein direktes Zeichen einer Sinusthrombose ist in der CT etwa das
    • - Delta-Zeichen (= der Kontrastmittel-umflossene Thrombus im Sinus rectus formt ein Dreieck),

    - tentorielles Enhancement durch Kollateralisierung und das

    - interhemisphärale Duraenhancement (durch Verschluss des Sinus sagittalis treten Lakunen und parasagittale Venen besser hervor).
  55. indirekte Zeichen Sinusthrombose
    - Ein indirektes Zeichen einer Sinusthrombose sind die Auswirkungen auf das Gehirn selbst, wie das

    - hyperdense Sinus-rectus-Zeichen (= Flussverlangsamung durch Thrombus),

    - ein diffuses oder fokales Hirnödem (= stauungsbedingte Ischämie subkortikal),

    - hämorrhagische Infarkte (= stauungsbedingte venöse Diapedeseblutungen) oder eine

    - lokale Hyperämie.
  56. - Bei einem Einbruch einer Blutung in das Ventrikelsystems droht eine Ventrikeltamponade, weil das Blut visköser als Liquor ist und es durch Koagulieren den Abfluss über den dritten Ventrikel verstopft.

    - Prädilektionsstellen sind perforierende Stammganglienarterien, penetrierende Ponsarterien und Kleinhirnarterien von 50-200 μm, daher ist von der Lokalisation eine Stammganglienblutung infolge Ruptur lentikulostriärer Arterien als Blutungsquelle anzunehmen.

    - Die abgebildete Lokalisation (in den Stammganglien und im Thalamus) gehört zu den Vorzugslokalisationen hypertensiver intrazerebraler Blutungen.

    - Falsch, denn die Blutung zeigt keinen hypodensen Resorptionssaum, daher muss sie aktuell sein.

    - Jedes "Wachstum" (sei es eine Blutung oder eine Raumforderung) ist potentiell gefährlich, da eine Verdrängung von gesundem Gewebe stattfindet und es somit zu einer Mittellinienverlagerung kommen kann - und "des is net gsund
  57. Zeitlicher Verlauf CT Ischiämischer Hirninfakt
    • < 3 Std:
    • - Schwellung der Endothelzellen
    • - perizelluläres Ödem
    • - CT Befund normal

    • 3-6 Std.
    • - Ödem der Nervenzellen
    • - Schwellung von Mikroglia und Astrozyten
    • - beginnendes Infarktödem als unscharf begrenztes, hypodenses Areal

    • 6-24 Std.
    • - Zerfall der Nervenzellen
    • - Leukozyteninfiltration
    • - CT: Zunahme der Hypodensität
    • - CT: Verschärfung der Konturen des Infarktareals

    • 24-48 Std.
    • - Karyorrhexis der Neuronen
    • - CT: weitere Zunahme der Hypodensität und der raumfordernden Wirkung des Ödems

    • 2-7 d
    • - Makrophageninfiltration
    • - Einsprossung von Gefäßen
    • - maximale Ödemausbildung

    • 7 d-Wochen
    • - Organisation
    • - Narbenbildung
    • - Organisation als Glianarbe/zystischer Defekt
  58. Gutachterlicher Nachweis residualen Hämatoms nach SHT vor 2 Jahren
    - MRT am besten geeignet

    - Nicht PET
  59. Verlauf Hämatom MRT
    • hyperakut: < 24 h Oxyhämoglobin
    • T1: isointens T2: hyperintens

    • akut: 1-3 Tage Deoxyhämoglobin
    • T1: leicht hypointens T2: hypointens

    • subakut: früh > 3 Tage Methämoglobin
    • T1: stark hyperintens T2: hypointens

    • subakut: spät > 7Tage Methämoglobin
    • T1: stark hyperintens T2: hyperintens

    • älter > 14d
    • --> Zentrum Hämosiderin
    • T1: Isointens T2: hyperintens

    • --> Rand Hämosiderin
    • T1: leicht hyperintens T2: hypointens

    • alt: > 3 Monate Hämosiderin
    • T1: isointens T2: hypointens
  60. - Meningeome sind (meist) benigne extrazerebrale Tumoren, die von den arachnoidalen Deckzellen ausgehen.

    - Die typischen Lokalisationen sind in absteigender Häufigkeit: parasagittal, Falx cerebri, Großhirnkonvexität, die gesamte Schädelbasis (insbesondere die Sella-Region), die hintere Schädelgrube, das Tentorium und die Seitenventrikel.

    • - Durch die typische Anheftung an der Dura
    • haben Meningeome meist eine halbkugelige bis kugelige Form mit inhomogenem Binnenmuster.

    • - Nach der Symptomatik mit zunehmender Wesensveränderung, Kopfschmerzen und sensomotorische Hemisymptomatik, handelt es sich um eine Raumforderung, die entweder den sensomtorischen Kortex selbst oder den Verlauf
    • der absteigenden Bahnen betrifft.

    • - Die Dauer der Erkrankung über die letzten drei
    • Jahre, sowie das Erkrankungsalter der 56-jährigen Patientin sind typische Merkmale der langsam wachsenden Meningeome
  61. - Aneurisma A. carotis interna

    - Aneurysmen sind die häufigste Ursache für nicht-traumatische Subarachnoidalblutungen.

    • - Die Risikofaktoren sind Arteriosklerose, Hypertonie,
    • Rauchen, im geringen Ausmaß Alkoholabusus.
    • - Zudem treten sie bei Marfan, Ehlers-Danlos Syndrom Typ IV, tuberöser Sklerose, fibromuskulärer Dysplasie und polyzystischen Nierenerkrankungen gehäuft auf.
    • - Mehr als 80% gehen vom vorderen Anteil des Circulus arteriosus Wilisii (überwiegend A. carotis interna und A. cerebri anterior) aus.
    • - Klinisch fallen die Patienten mit einer langsam
    • progredienten Visusminderung oder Paresen von N. oculomotorius, N. trochlearis und/oder des N. abducens, manchmal kombiniert mit einer Trigeminusneuralgie auf.

    - Die Karotisangio zeigt ein Aneurysma knapp oberhalb des typisch geschwungenen Carotissyphons der A. carotis interna.

  62. - Der CCT-Befund weist ein hyperdenses, kalottennahes, sichelförmiges Areal auf, das von einem ipsilateralen Ödem begleitet ist.

    • - Es ist zu einer Massenverschiebung auf die kontralaterale Seite mit Verlagerung der Mittellinie
    • gekommen.

    - Zudem kann man ein ausgeprägtes subgaleales Hämatom links temporal erkennen.

    - Durch eine Abflussblockade der Foramen Monroi kann der kontralaterale Seitenventrikel erweitert werden.

    - Durch einen traumatischen Abriss von Brückenvenen und Eröffnung der Pacchioni-Granulationen oder Pia-Gefäßen ist ein subdurales Hämatom entstanden.

    - Es kann sich über große Teile einer Hemisphäre ausbreiten und führt so innerhalb von Stunden bis ca. 2 Tagen zur Kompression dieser Hirnhälfte.

    • - Die Subduralblutung ist eine häufige Komplikation
    • (50%) bei SHT im Vergleich zur epiduralen (25%), subarachnoidalen (10%) oder parenchymatösen Blutung (10%).
  63. Pachimeningeosis hämorrhagica interna
    • - Bei der Pachymeningeosis haemorrhagica interna handelt es sich um eine flächenförmige, von Blutungen durchsetzte, gefäß- und bindegewebige Auflagerung
    • an der Innenfläche der Dura mater.

    - Ursächlich sind SHT, chronische Nierenerkrankungen, Arteriosklerose, Vitamin B1-Mangel, hämorrhagische Diathese etc..

    • - Es zeigen sich ähnliche Symptome, wie subdurale
    • Hämatome. Ich gehe mal davon aus (da ich in der einschlägigen Literatur nichts gefunden habe), dass das CCT nicht eine so ausgeprägte sichelförmige Blutung und keine Mittellinienverlagerung zeigt
  64. Rindenangiomatose
    • - Die Rindenangiomatose (syn. Morbus Sturge-Weber) zählt zu den Phakomatosen, der die Gefäße der Gesichtshaut, der Leptomeninx und des Auges
    • betrifft.

    • - Klinisch zeigt sich ein Naevus flammeus im Gesicht, ein kongenitales Glaukom, Anfallsleiden mit frühkindlichem Beginn und eine pyschomotorische
    • Retardierung mit Hemisymptomatik.

    • - In der CT lässt sich die eigentliche Angiomatose auf der Hirnoberfläche nur selten darstellen, es zeigen sich
    • lediglich Sekundärphänome, wie eine kortikale Atrophie der Dysplasieseite, eine Kalottenverdickung in diesem Bereich und eine Verkalkung der Hirnfurchen.
  65. Röntgenzeichen M. Scheuermann
    • - keiilförmige Wirbelkörperdeformierung
    • - ventral betonte Verringerung der Diskushöhe
    • - Vergrößerung des ventrodorsalen Wirbelkörperdurchmessers
    • - Schmorl-Knötchen

    • - Nicht: - Sequesterbildung: ist nur bei einer vorher durchgemachten Spondylitis möglich. Eine Spondylitis
    • trägt aber nicht zur Pathogenese des M. Scheuermann bei
  66. Röntgen Lugenmetastasen
    - Lungenmetastasen zeigen typischerweise multiple glattberandete und nicht verkalkte Rundherde beidseits, wie beschrieben.

    - Diese nehmen nach basal an Zahl und Größe zu, da in den basalen Lungenabschnitten die Durchblutung stärker ist.

    - Diese Veränderungen gehen nicht zwingend mit Hilus- oder Pleuraveränderungen einher
  67. - Eine Infarktpneumonie entwickelt sich innerhalb von 12-24 Stunden und zeigt sich als keilförmige peripher gelegene Lungeninfiltration.

    - Bei Ausbildung eines Ödems mit einer mehr oder minder ausgeprägten Hämorrhagie ist eine Rückbildung innerhalb von ein bis zwei Wochen möglich.

    - Wenn sich jedoch eine ischämische Nekrose oder Superinfektion ausbildet (siehe Temperaturanstieg), kann sich die Rückbildung über Wochen und Monate erstrecken

    - Na ja die Differenzierung fällt nicht gerade leicht ohne Aufnahme in der zweiten Ebene.

    - Die 15-minütige Bewusstlosigkeit kann ein Hinweis auf eine Aspiration sein.

    - Die sich daraus entwickelnde Aspirationspneumonie zeigt - je nach Art der aspirierten Substanz - verschiedene radiologische Zeichen.

    - Neutrale Flüssigkeiten, wie Wasser, Schleim oder Blut führen zu schnell auftretenden Infiltrationen in den abhängigen Lungenpartien.

    - Nach Stunden können sich Subsegment oder Segmentatelektasen entwickeln (wie im Bild!), die sich nach Absaugen rasch zurückbilden können.

    • - Die Aspiration von Magensaft oder anderen
    • toxischen Substanzen kann neben dem Infiltrat zur Schädigung der Alveolarwand mit Ausbildung eines Lungenödems führen.

    • - Üblicherweise wird die Aspirationspneumonie nur im Zusammenhang mit entsprechender Anamnese und
    • klinischen Befunden diagnostiziert.

    • - Sie treten bevorzugt in Rückanlage in den
    • dorsalen Lungenpartien und hier v.a. in den apikalen Unterlappensegmenten und den posterioren Oberlappensegmenten auf.

    - Das Aspirieren von Magensäure mit Ausbildung eines hämorrhagischen Lungenödems wird Mendelson-Syndrom genannt.

    • - Durch eine bakterielle Superinfektion, meist infolge einer Mischinfektion, bilden sich nach 2-3 Tagen herdförmige entzündliche Lungeninfiltrate. Diese
    • füllen meist die Lungenlappen oder Lappensegmente nicht vollständig aus.

    - Bei der Aspiration von Fremdkörpern kommt es je nach Größe zur Entwicklung einer Atelektase innerhalb von Stunden.
  68. Rö-Zeichen pulmonalarterielle Hypertonie
    - eine Dilatation des Pulmonalarterienhautstammes (verbreitertes Pulmonalissegment )

    - einen normalen bis vergrößerten Herzdurchmesser (v.a. Rechtsherzverbreiterung )

    - Kalibersprünge zwischen zentralen und peripheren Lungenarterien

    - erweiterte zentrale Lungenarterien, normale bis verengte periphere Lungenarterien (= Gefäßrarefizierung in der Lungenperipherie)

    - teilweise verbreiterte sternocardiale Kontaktfläche und pathologische Lungenstruktur

    • - NICHT: basoapikale Umverteilung
    • Eine basoapicale Umverteilung der Gefäße (Kranialisation) findet sich bei der Ausbildung eines Mitralvitiums, durchgestauten Aortenvitien und weniger ausgeprägt bei Linksherzinsuffizienz.
  69. Ursachen kalter Knoten in Szinti
    - Ein kalter Knoten zeigt eine Minderspeicherung von Technetium-Pertechnetat

    - Kalte Knoten treten bei benignen Veränderungen im Rahmen einer Struma nodosa, bei Zysten, Blutungen, Thyreoiditis, Metastasen, regressiver Degeneration und bei Schilddrüsenkarzinomen auf.

    - Eine Differenzierung ist szintigraphisch zwischen gut- und bösartigen Schilddrüsenveränderungen differenzialdiagnostisch nicht möglich.

    - Daher ist ein 131I-Ganzkörperszintigramm kontraindiziert, da durch die Iodgabe eine Radioiodtherapie inhibiert werden kann
  70. - Hier handelt es sich um eine Zwerchfellruptur mit Verlagerung des luftgefüllten Magens in den Thoraxraum.

    • - Am äußersten linken Randwinkel kann man
    • noch belüftete Lungenabschnitte erkennen.

    - Meist werden Zwerchfellrupturen initial nicht erkannt, weil sie von Hämatothoraces, Lungenkontusionen oder Atelektasen maskiert werden.

    • - Zudem sind sie oft klinisch stumm und werden daher
    • manchmal nach Monaten oder Jahren entdeckt.
  71. Lungensequestration
    - Die Lungensequestration ist eine kongenitale Fehlbildung der Lunge ohne Einfluss auf deren Funktion.

    • - Es handelt sich um einen funktionsuntüchtigen
    • zusätzlichen Lungenlappen ohne Anschluss an das Bronchialsystem bei primärer Versorgung viszerale Äste der Aorta.

    • - Der Lungensequester fällt meist als rechts
    • paravertebral gelegene homogene Verdichtung mit teils zystischen oder bronchiekatischen Prozessen in Höhe der Unterlappen auf
  72. - Das Nierenzellkarzinom zeigt im Nativ-CT iso- bis hypodense HE-Werte und nach Kontrastmittelgabe ist es hypodenser als das angrenzende normale Nierenparenchym und zeigt zudem eine zentrale Nekrose
  73. Solider fettreicher Tumor in Niere
    - Eigentlich reicht die alleinige Angabe eines fettäquivalenten Nierentumors zur Diagnose eines Angiomyolipoms.

    - Andere Raumforderungen haben schlicht und ergreifend keine Fettanteile
  74. Untersuchung bei v.a. Harnröhrenruptur
    - Die retrograde Urethrozystographie ist Mittel der Wahl um eine traumatische Verletzung der Harnröhre und evtl. Kontrastmittelaustritte zu diagnostizieren.
  75. i.V. Urogramm
    - Das i.v.-Urogramm erstellt vor allem ein Nephrogramm der Niere und eine Prallfüllung der ableitenden intra- und extrarenalen Hohlräume.

    - Die Harnröhre selbst ist so nur von antegrad darzustellen, was je nach Traumamechanismus ungenügend ist.

    • - Zudem dauert die Untersuchung mindestens 20
    • Minuten.
  76. -
  77. - Die Kahnbeinfraktur, oder auch Synonym Naviculare-, Skaphoidfraktur, ist die häufigste Fraktur der Handwurzelknochen.

    • - Sie entsteht durch Sturz auf die
    • gestreckte Hand bei gleichzeitiger ulnarer Abduktion.

    - Mit knapp 80% findet man Frakturen des mittleren Drittels (wie hier abgebildet), gefolgt von Frakturen des proximalen Drittels (15%) und Frakturen des distalen Drittels mit lediglich 5%.

    - Meist verlaufen die Frakturlinien horizontal schräg oder quer.

    - Selten einmal vertikal schräg mit lediglich knapp 3%.

    • - Die Klinik manifestiert sich in einer leichten Weichteilschwellung im Handgelenk, insbesondere radial und einem Druckschmerz in der Tabatière sowie
    • Zug- und Stauchungsschmerz am Daumen.

    - Zusätzlich sind ruckartig durchgeführte Radialabwinklungen der Hand sehr schmerzhaft.

    - Zur Diagnose ist eine Röntgenaufnahme in vier Ebenen (Naviculare-Quartett) nötig.

    • - Trotzdem kann auch häufig erst nach zwei Wochen durch eine erneute Röntgenaufnahme eine sichere
    • Fraktur erkannt werden.

    • - Gefürchtet sind die vier Hauptkomplikationen mit
    • verzögerter Frakturheilung, Handgelenksarthrose im radialen Bereich, Pseudarthrosenbildung (D) richtig und Nekrosebildung des proximalen Fragments.

    • - Therapiert wird die navikulare Fraktur - wenn möglich - durch exakte Reposition und Ruhigstellung in einem immobilisierenden Gipsverband der oberen
    • Extremität mit Daumeneinschluss für mindestens 2-3 Monate (Navikularegips).

    • - Die doch lange Dauer erklärt sich durch die langsame Knochenkonsolidation aufgrund
    • der sehr heiklen Gefäßversorgung.
  78. - Symphysensprenung
  79. - Es handelt sich hier um ein Aortenvitium, am ehesten eine Aortenklappenstenose im Anfangsstadium.

    • - Diese zeigt üblicherweise zu Beginn eine Dilatation der Aorta ascendens im poststenotischen Bereich und
    • später eine Verbreiterung des Herzquerdurchmessers nach links.

    • - Konsekutiv kann der linke Vorhof durch den diastolischen Druckanstieg im linken Ventrikel
    • ebenfalls verbreitert sein.

    • - Des Weiteren zeigt sich eine ausgeprägte Herztaille,
    • eine abgerundete und in die Zwerchfellkontur eintauchende Herzspitze und möglicherweise eine leichte Stauung der Lungenvenen.

    - Eine kompensierte Aortenklappeninsuffizienz zeigt eine Verbreiterung des Herzquerdurchmessers nach links, eine ausgeprägte Herztaille, eine abgerundete und in die Zwerchfellkontur eintauchende Herzspitze sowie eine Dilatation der Aorta ascendens und des Bogenbereichs.

    • - Eine Aortenstenose äußert sich meist in einem parasternalen Systolikum im 2. ICR (meist rechts, in der Fragestellung allerdings untypischerweise links)
    • mit Fortleitung in die Karotiden und einem aortal konfigurierten Herz.

    - Das war aber auch schon alles was uns weiterhilft.

    - Wenn wir von der Aortenisthmusstenose ausgehen, zeigt sich ein sichtbarer Kalibersprung im Bereich des Aortenbogens in Höhe der Einmündung des Ductus arteriosus Botalli mit prästenotischer Dilatation der A. ascendens und der linken Aortenbogengefäße.

    • - Druckusuren durch erweiterte Interkostalarterien
    • an den Rippenunterkanten der III.−IX. Hinterrippen zeigen sich erst ab dem 10. Lebensjahr, wenn der Ductus geschlossen ist.

    - Wenn einseitige Usuren vorliegen, ist die A. subclavia mit in die Stenose einbezogen.

    • - Klinisches Leitsymptom ist die Hypertonie an den oberen Extremitäten mit Hypotonie an den unteren
    • Extremitäten.

    - Bei Aortenklappenstenose besteht eine reine Druckbelastung des linken Ventrikels.

    - Es gibt erworbene oder angeborene valvuläre Formen und angeborene sub- und supravalvuläre Formen.

    • - Die valvuläre Form zeigt eine poststenotische
    • Dilatation der Aorta ascendes, die übrigen nicht.

    - Bei der erworbenen Aortenklappenstenose finden sich in 80−90% der Fälle verkalkte Klappen.

    - Bei voller Kompensation treten keine Lungenzeichen auf.
  80. V.a. akuten Verschluss der A. femoralis bei niereninsuffizientem Patient
    - Die Angiographie kann in konventioneller Blattfilmtechnik oder als digitale Substraktionsangiographie (DSA) durchgeführt werden.

    • - Auch Letztere sollte im Regelfall durch arterielle Kontrastmittelinjektion erfolgen, da die transvenöse
    • DSA im Unterschenkelbereich meist kein ausreichendes Auflösungsvermögen besitzt
    • und vor Gefäßrekonstruktion die Darstellung und Dokumentation der gesamten Strombahn einschließlich des Ausstromes wünschenswert ist.

    • - Bereitet der arterielle Zugang ungewöhnliche Probleme, so kann auf die transvenöse DSA
    • zurückgegriffen werden, wenn zur klinischen Entscheidung auf die Darstellung der distalen Strombahn verzichtet werden kann, die kardiale Leistung für eine genügende Kontrastmittelanflutung ausreicht und die Nierensituation die größere
    • Kontrastmittelbelastung zulässt.

    • - Bei schwerer Kontrastmittelunverträglichkeit
    • kann auf eine CO2-Arteriographie zurückgegriffen
    • werden.

    • - Inwieweit die MR-Angiographie als nicht-invasives Verfahren im Extremitätenbereich eine klinisch ausreichende und kostengünstige Alternative oder Ergänzung zur Duplexsonographie bzw. Arteriographie darstellt, ist derzeit noch unklar; ihre routinemäßige Verwendung ist daher derzeit nicht
    • gerechtfertigt, was vor allem durch die ungenügende Ausstattung der Institute mit Geräten der neuesten Generation bedingt ist.

    • - Eine intraarterielle DSA wird in der Regel mit
    • jodhaltigem, wasserlöslichem Kontrastmittel durchgeführt.

    - Ich habe ehrlich gesagt nur an einer Stelle im Internet und gerade mal 4 Zeilen in einem Spezialbuch etwas zur intraarteriellen DSA mit CO2 gefunden.

    - Das klingt irgendwie nach den heroischen frühen Jahren der Radiologie, als mit CO2 als negativem Kontrastmittel experimentiert wurde.

    - Aber bei einem niereninsuffizienten Patienten kann man das wohl anwenden.

    - Man sollte jedoch unterhalb des Herzens bleiben und maximal 10-20 ml CO2 wegen der Gefahr der Gasembolie anwenden
  81. Granulozytenszintigraphie
    - Die Granulozytenszintigraphie wird mit radioaktiv markierten monoklonalen AK durchgeführt.

    - Die Markierung erfolgt "in vivo" mittels an 99mTechnetium gebundenen Antikörpern und vollzieht sich automatisch durch Ag-Ak-Reaktion.

    - Das Knochenmark wird auch mit dargestellt, da sich das Zielantigen schon auf den Vorläuferstufen der Granulozyten findet.

    - Bei chronischen Entzündungen sind Markierungen mit 111In sinnvoller, da die Darstellung oft erst nach 24-48 Stunden gelingt.
  82. Karzinomzeichen Mammographie
    Primäre Karzinomzeichen der Mammographie sind:

    - eine meist unscharfe Randstruktur (Ausnahme: medulläres Karzinom) mit Tumorausläufern (Szirrhusbildung (B))

    - vermehrte und inhomogene Dichte

    - gruppierte polymorphe Mikroverkalkungen (A) mit Formen des Alphabet-Endes ("w", "x", "y" und "z")

    - Größendiskrepanz von Palpation und Mammogramm

    • Sekundäre Karzinomzeichen sind
    • - die Hautverdickung (C),
    • die Mamillen- oder Hauteinziehung (D),
    • - Gefäßdilatationen und eine streifige Zeichnung zwischen Tumor und Mamille.


    - Nicht: grobschollige Verkalkungen, diese treten auf bei gutartigen Befunden wie Fibroadenomen, Fettgewebsnekrosen oder verkalkenden Makrozysten.
  83. - Die Duodenalatresie zeigt das typische "double-bubble" Zeichen mit der luftgefüllten Magenblase und dem luftgefüllten Pars horizontalis des Duodenums.

    - Die übrigen Darmabschnitte sind luftfrei, was natürlich auch bei einem Neugeborenen pathologisch ist.

    - Die Duodenalatresie kommt häufig bei M. Down vor.

    • Man unterscheidet 3 Arten:
    • - eine membranöse Atresie
    • - eine Atresie mit erhaltener Kontinuität beider Ende mit und ohne Mesenterialdefekt
    • - eine Atresie mit vollständiger Unterbrechung und
    • Mesenterialdefekt

    - In 80% der Fälle liegen meist weitere Fehlbildungen vor.
  84. Hypertrophe Pylorusstenose
    - Die hypertrophe Pylorusstenose ist häufig (1:300-1:900) und zeigt ebenfalls ein schwallartiges, nicht galliges Erbrechen und eine Gedeihstörung.

    - Sie wird meist klinisch durch einen tastbaren "Pylorustumor" und die sichtbare Hyperperistaltik des Magens gestellt.

    - In der Abdomenübersicht zeigt sich ein überblähter Magen bei spärlich luftgefüllten übrigen Darmabschnitten.

    - Im Ultraschall findet sich neben dem Lobus quadratus der Leber eine echoarme, verdickte Kokarde
  85. Strahlentherapie NSCLC
    - Die umgebenden Organe wie Herz, Lunge und Rückenmark sollten zwar - wenn möglich - geschont werden, aber 45 Gy im Zielvolumen selbst (= Tumorzentrum) sind für das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom wenig, es sind Werte von 55-65 Gy zur primär kurativen Strahlentherapie zu erreichen.

    - Postoperativ wird bei kurativer OP und N0-Situation nicht bestrahlt.

    • - Die Überlebensraten für die alleinige Bestrahlung sind nach einem Jahr bereits bei ca. 30%, nach drei Jahren bei 10-20% und nach 5 Jahren (wenn man
    • quasi von Heilung sprechen kann) noch 5-7%.

    • - Die Bestrahlung mit Neutronen findet zur Zeit nur in wenigen Zentren in Deutschland statt, da es aufwändige und teure Geräte sind. Die hohen
    • Erwartungen aufgrund der günstigen strahlenbiologischen Eigenschaften haben sich
    • nicht erfüllt, da trotz allem ein unbefriedigender Tiefendosisverlauf (wie harte Röntgenstrahlen) und starke Nebenwirkungen am gesunden Gewebe zu verzeichnen sind.

    • - Richtig. Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom ist spät metastasierend, das lokoregionäre Geschehen steht daher im Vordergrund. Je nachdem kann mit der Therapie auch zugewartet werden. Daher ist es nicht
    • verwunderlich, dass sie im Stadium M0 nicht prophylaktisch am Neurokranium bestrahlt werden.

    • - Eine intensitätsmodulierte Strahlentherapie wird mittels verschieblicher Kollimatorblenden durchgeführt. Hiermit können unregelmäßig
    • konfigurierte Zielvolumina definiert werden und das umgebende gesunde Gewebe besser geschützt werden. Jedoch wird mit dieser Methode keine Therapie bis 110-120 Gy im Zielvolumen erreicht bzw. benötigt.
  86. PET
    • Mögliche Indikationen
    • - zur Bestimmung der Tumorvitalität
    • - zum Staging eines malignen Lymphoms
    • - zur Detektion von Epilepsiefoci
    • - zur Diagnostik des sogenannten "hibernierenden
    • Myokards"

    - Nicht: bestimmung der frakturheilung

    • - Die Positronen-Emissions-Tomographie ist heutzutage eine schon recht weit verbreitete Technik in der Onkologie, Neurologie und Kardiologie.
    • - Sie benutzt hauptsächlich die 18-Fluor-Desoxyglukose (18F-FDG), die mittels eines Zyklotrons hergestellt wird und die einen pathologisch
    • erhöhten Zuckerstoffwechsel von Organen oder Geweben darstellt.

    - Genau dies trifft auf fast alle Tumoren zu (A), die aufgrund hoher Proliferationsraten einen gesteigerten Energiebedarf und -umsatz besitzen.

    - Erstmals ist es mittels dieser Methode möglich, den Primärtumor und die Metastasen gleichzeitig nachzuweisen.

    - Des Weiteren wird die Methode zur Rezidivprophylaxe eingesetzt, da die Sensitivität und Spezifität sehr hoch sind.

    - Daher eignet sie sich auch zum Staging eines Hodgkin- (70% Befall stammnaher, dabei mediastinaler [38%], zervikaler [57%], axillärer Lymphknoten [33%]) oder Non-Hodgkin-Lymphoms

    • - Die Detektion von Epilepsiefoci (D) gelingt oft auch dann recht gut, wenn diese Bezirke im CT oder MRT eine unauffällige Morphologie zeigen, weil sie
    • einen erhöhten Stoffwechsel aufweisen.

    • - Die Diagnostik eines hibernierenden Myokards (E) (= winterschlafendes Myokard) zeigt ein reversibel
    • funktionsgestörtes Myokard bei chronischer Ischämie und kontraktiler Dysfunktion, das oft nach Revaskularisation die Pumpfunktion wieder
    • aufnimmt.

    - Diese Methode birgt kein Risiko und keine Belastung für den Patienten.

    • - Das Frakturalter lässt sich einfacher mittels 3
    • Phasen-Knochenszintigramm nachweisen. Dabei zeigt sich bei peripheren Frakturen bei unter 60-70-Jährigen innerhalb von 2-10 Tagen eine Anreicherung.

    - Bei Frakturen der Wirbelsäule zeigen sich erst nach 6-10 Tagen erste Anreicherungsherde.

    - Die Intensität nimmt eine Woche nach dem Trauma zu, anschließend wieder ab, um nach 1/2 bis 1 Jahr ganz zu verschwinden.
  87. Radiopharmaka zur Beurteilung der Harnabflussverhältnisse
    • - 99mTc-MAG3
    • - 99mTc-DTPA
    • - 131I-Hippuran
    • - 123I-Hippuran

    - Nicht: 99mTc-DMSA

    • - Eine schwierige Frage, wenn man nicht gerade Vollblut-Nuklearmediziner ist, aber manchmal ist die goldene Mitte bei "Nicht-Wissen" das einzig
    • Vernünftige.

    - Zur Funktionsszintigraphie wurde früher 131I-Hippuran benutzt

    - Später kam 123I-Hippuran wegen der niedrigeren Strahlenexposition und günstigeren Gammaenergie zum Einsatz

    • - Da jedoch bei Iodanwendung freie Anteile von Iodid zu berücksichtigen waren und eine Blockade der Schilddrüse notwendig machten, werden seit einigen Jahren vor allem Tc-markierte Radiopharmaka wie
    • 99mTc-MAG3 oder das glomerulär filtrierte
    • 99mTc-DTPA (B) bevorzugt.

    - Mit 99mTc-MAG3 werden die Ganzkörper-Clearance und die prozentualen Seitenanteile beider Nieren an der Gesamtfunktion gemessen.

    - Indikation ist die einseitige Nierenerkrankung, aber auch Abflussuntersuchungen im Sinne eines Nephrogramms können angefertigt werden.

    - Dabei zeigt sich eine weiter ansteigende Kurve durch sich anreicherndes Technetium.

    - Bei verzögertem oder fehlendem Abfluss wird eine forcierte Diurese mit Gabe von Furosemid eingeleitet.

    - Dabei kann differenziert werden, ob es sich um eine organisch fixierte relevante Obstruktion handelt oder eine funktionelle Obstruktion vorliegt.

    • - Falsch. 99mTc-DMSA wird als statische Szintigraphie zur Existenz, Lage Form und Größe bzw. Anomaliedarstellung der Niere eingesetzt.
    • DMSA wird tubulär fixiert und kaum ausgeschieden.

    - Sie wird heute nur noch selten durchgeführt.
  88. - Die Achalasie zeigt einen im Gegensatz zum Ösophaguskarzinom glatt begrenzten, dilatierten und spindelförmigen distalen Ösophagus.

    - Der Speisebrei passiert oft erst nach Minuten oder Stunden in kleinen Portionen die Kardia.

    - Der Mechanismus ist die Aganglionose des Plexus Auerbach mit Öffnungsunfähigkeit des Vestibulum gastrooesophageale, die sich unter anderem auch bei Sklerodermie findet.

    - Durch Speisenretention kommt es oft zur Ösophagitis, die an Aussparungen im longitudinalen Faltenrelief zu erkennen ist.
  89. Zeichen Gallenblasen-Ca
    - Die beschriebenen sonographischen bzw. computertomographischen Symptome wie tumoröse Auftreibung der Gallenwand (A), Ausfüllung des Gallenblasenlumens (B), Nachweis unbeweglicher Gallenblasenkonkremente (C) sowie die Infiltration in Lebergewebe und Leberpforte (D) sind alle Zeichen eines Gallenblasenkarzinoms.

    - Die Erweiterung der intrahepatischen Gallengänge weist auf eine hoch sitzende, die gleichzeitige Erweiterung extrahepatischer Gänge und evtl. ein Gallenblasenhydrops auf eine tief sitzende Stenosierung hin.

    • Nicht: Mirizzi-Syndrom:
    • Der argentinische Chirurg Pablo Mirizzi hat erstmals ein Syndrom beschrieben, bei dem ein Stein im Ductus cysticus den angrenzenden Ductus hepatocholedochus komprimiert und gelegentlich so stenosiert, dass es zu einem schmerzlosen Ikterus kommt. Differenzialdignostisch muss immer ein
    • Pankreaskopfkarzinom ausgeschlossen werden.

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