Stahlbetonbau - Teil 2

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Author:
Karter8
ID:
68143
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Stahlbetonbau - Teil 2
Updated:
2011-02-22 13:31:18
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Fragen
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  1. Wie sind Stösse, bei Bewehrungsstäben die grösser sind als ø12, anzuordnen?
    Die Stösse müssen versetzt zueinander angeordnet werden.
  2. Was versteht man unter direkten Stossverbindungen?
    Das sind Stossverbindungen welche eine geschweisste Verbindung haben, oder eine Muffe.
  3. Was kennt man für Verbindungsarten für Stösse? (3)
    • Geschweisst Übergreifungsstoss
    • Geschweisst Laschenstoss
    • Stumpfstoss
  4. Was ist bei Richtungsänderungen der Bewehrung zu beachten?
    Bei Richtungsänderungen der Bewehrung entstehen Umlenkkräfte welche durch spez. Bewehrung aufgenommen werden muss.
  5. Was darf in Ecken beim bewehren nie gemacht werden?
    Bewehrungsstäbe dürfen nie über Ecken gebogen werden. Bis zum Winkel von 15° dürfen sie gebogen werden, ansonsten müssen sich die Stäbe kreuzen (Verankern).
  6. Was für fertig Produkte aus verschweisstem Stahl gibt es? (4)
    Netze; Kragplattenanschluss; Distanzhalter; Fertigelemente zur Querkraftübertragung.
  7. Wie kann die minimale Überdeckung von Bewehrungsstäben eingehalten werden?
    Diese wird mit Distanzhaltern eingehalten.
  8. Was für Distanzhalter gibt es für die untere Deckenbewehrung?
    Beton- oder Plastikklötzchen mit der vorgeschriebenen Dicke.
  9. Was für Distanzhalter gibt es für die obere Deckenbewehrung?
    Distanzkörbe, Stellbügel.
  10. Was für Distanzhalter gibt es für die Wandbewehrung?
    Beton- oder Plastikklötzchen mit der vorgeschriebenen Dicke.
  11. Was ist ein Kragplattenanschluss und wofür wird dieser gebraucht?
    Bei Balkonen entsteht eine Kältebrücke, wenn die Deckenplatte ohne Zwischenisolation als Balkon weitergezogen wird.
  12. Was besitzen die Kragplatenanschlüsse um ihre Funktion zu erfüllen?
    Kragplattenanschlüsse besitzen einen Isolationsstreifen, der von geschützten (z.B. Sandgestrahlt und mit Mennige gestrichen) Bewehrung durchbohrt ist.
  13. Wo müssen bei Bauteilen grosse Querkräfte übernommen werden?
    Bei Durchgehenden Fugen (Bodenplatten / Beton Strassenbau) und Anschlüsse von Vorfabrizierten Bauteilen (z.B. Träger) müssen grosse Querkräfte übernommen werden.
  14. Mit was für einem Bauteil werden die Querkräfte im Beton übernommen?
    Querkräfte werden durch fertige Dorn-Bügelkonstruktion aufgenommen.
  15. Was für Massnahmen müssen getroffen werden, wenn Risse im Beton erwartet werden?
    Wo Risse erwartet werden, muss eine Konstruktive Bewehrung eingeplant werden.
  16. Was versteht man unter dem Begriff Hauptbeweherung?
    Sie übernimmt die Hauptaufgabe. Sie nimmt die Biegezugkräfte auf. Lage im Querschnitt möglichst aussen an der Schalung.
  17. Was versteht man unter dem Begriff Verteilbewehrung?
    Muss das Biegemoment in der Querrichtung aufnehmen. Verteilbewehrung verteilt Belastungen auf die Hauptbewehrung und verhindert das Entstehen von Schwindrissen. Die Stäbe werden an der Hauptbewehrung befestigt.
  18. Was versteht man unter dem Begriff Druckbewehrung?
    Als Verstärkung der Druckzonen, vor allem in Stützen.
  19. Was versteht man unter dem Begriff konstruktive Bewehrung?
    Zur Aufnahme von Kräften, die rechnerisch schwer oder nicht erfassbar sind. Zum Beispiel Wirkungen durch Schwinden, Kriechen & Zwängungen usw.
  20. Wofür braucht man Montageeisen?
    Sie haben keine statische Funktion. Sie dienen einzig zur Befestigung der Bewehrungsstäbe.
  21. Was haben die Fundamente für eine Aufgabe?
    Fundamente übertragen Last des Bauwerks auf den Baugrund. Grösse gegeben durch: Baulast / Baugrund.
  22. Wie klein darf ein Fundament mindestens sein? (Höhe & Breite)
    Mindestens 30cm Breit und 25cm Hoch.
  23. Was muss bezüglich der Tiefe von Fundamenten beachtet werden.
    Fundamente müssen unter der Frosttiefe liegen. Das heisst min. 80cm oder die Höhenmeter in mm.
  24. Was ist als Unterlagsbeton gemeint? Welche Qualität hat dieser?
    Dient als Sauberkeitsschicht und hat eine Stärke von 6-10cm. Material: Magerbeton min. CEM I 100kg/m³.
  25. Wie gross ist die Anschlusslänge für Eisen in Fundamenten?
    Sie ist mit Hacken ø40 und ohne Hacken ø60 (Achtung: Unfallgefahr).
  26. Was ist ein Streifenfundament (Querschnitt, Eigenschaft, Bewehrung)?
    Bei kleinen Fundamente ist der Querschnitt rechteckig. Die Oberfläche ist bei grossen Fundamenten geneigt. Bei unterbrochenen Belastung des Fundamentes ist eine konstruktive Bewehrung notwendig. Verteilungsbewehrung As,v = 1/5 der Hauptbewehrung.
  27. Was für Eigenschaften hat das Einzelfundament?
    Der Stützenquerschnitt ist geometrisch (gleiches Seitenverhältnis). Anschlusseisen nach statischer Berechnung, doch mindestens 0.6% des Stützenquerschnittes (Haken).
  28. Was sind die Vorteile einer Fundamentplatte?
    Vorteile von Fundamentplatten: weniger Handaushub; weniger Schalung; bei Grundwasser kann Platte wasserundurchlässig erstellt werden; Fundamentplatte = Fundament & Kellerboden.
  29. Wovon geht man bei Fundamentplatten aus, wenn sie nur kleine Wandlasten aufnehmen muss (rechnerisch)?
    Bei Fundamenten mit kleinen Wandlasten geht man von der Annahme aus, das im Fundament eine Lastenverteilung entsteht. (gleich unbewehrter Fundamente)
  30. Wie dick ist eine Fundamentplatte mindestens und was ist über die Betonqualität sowie die Bewehrung zu sagen?
    Die minimale Plattenstärke beträgt 20cm. | Beton: B35/25, CEM I 42.5, 300kg/m³, evtl. Wasserdicht | Bewehrung: min pmin= 0.15% meist oben & unten durchgehen.
  31. Was ist der Unterschied zwischen einer Stütze und einer Wand? (Wandverhältniss)
    Stütze: Seitenverhältniss bis 3:1 | Wand: Seitenverhältniss grösser als 3:1.
  32. Was ist die minimale Stärke einer Stütze (normal & Vorfabriziert)?
    Die minimale Stärke ist 20cm, bei Vorfabrizierten Stützen ist die Stärke 15cm.
  33. Was für eine Betonqualität braucht man bei normalen und hoch belasteten Stützen?
    Bei normalen Stützen: Beton B35/25, CEM I 42.5, 300kg/m³ | Bei hoher Belastung: Beton B40/30, CEM I 42.5, 350kg/m³.
  34. Was verhindern Bügel bezüglich den Längsstäben?
    Sie verhindern das Ausknicken der Längsstäbe.
  35. Was ist der minimale und maximale Bewehrungsgehalt in einer Stütze?
    Minimaler Gehalt ist p=0.6% des Stützenquerschnittes und maximal p=8% des Stützenquerschnittes.
  36. Was für Stäbe müssen bei Stützen als Knicksicherung angeordnet werden?
    Zur Verhinderung des Ausknickens von Längsstäben muss jeder zweite Stab mit Rückhaltebügel oder S-Haken gesichert werden.
  37. Was ist die Spaltbewehrung?
    Bei den Krafteinleitungszonen an Stützenkopf und Fuss ist auf 1/5 der Stützenhöhe der Bügelabstand zu halbieren. Dies gilt nur für Stützen mit mehr als 1% Längsbewehrung haben. Bsp. Stütze 30/40cm.
  38. Was ist bei Stützen von mehr als 40cm Dicke bezüglich Bewehrungsgehalt zu beachten?
    Bei Stützen welche Dicker als 40cm sind, nimmt man zum berechnen des Bewehrungsgehaltes jeweils eine Wandstärke von 20cm an.
  39. Was sind Wände? Worauf werden sie Belastet?
    Wände sind auf Druck und/oder Zug beanspruchte, bewehrte oder unbewehrte Betonscheiben.
  40. Was ist die minimale Stärke für Wände: vor Ort betoniert / Vorfabriziert / unbewehrte Wände?
    Die minimale Stärke beträgt: 15cm vor Ort betoniert / 10cm für Vorfabrizierte Wände / 12cm für unbewehrte Wände.
  41. Was für eine Betonqualität wird für Wände benötigt?
    Beton B30/20. CEM I 42.5, 250kg/m³ bis B35/25, CEM I 42.5, 300kg/m³ (Bei kleinen und dicht bewehrten Wänden, plastifizierer Verwenden.)
  42. Was ist der minimale Bewehrungsgehalt der vertikalen Bewehrung bei Wänden?
    Min. Gehalt p= 0.6% des Betonquerschnittes pro Laufmeter Wand. Schwach belastete Wände: p=0.3% | Maximaler Bewehrungsgehalt: p=8% pro Laufmeter.
  43. Was ist der minimale Bewehrungsgehalt der horizontalen Bewehrung bei Wänden?
    min 50% der vertikalen Bewehrung. Aus Verleggründen nicht Eisen unter ø8mm. (gibt es auch nicht mehr)
  44. Wo ist eine konstruktive Bewehrung in den Wänden nötig?
    Bei Ecken und Wandenden sowie Wandöffnung sind konstruktive Bewehrungen nötig.
  45. Was sind Platten?
    Das sind Decken, Flächenfundamente oder Balkonplatten. In der Statik ist eine Platte ein Flächentragwerk.
  46. Eine Platte kann auf einer, zwei, drei oder vier Seiten ein Auflager haben. Wie nennt man diese Platten?
    Kragarm | zweiseitig gelagerte Platte | dreiseitig gelagerte Platte | vierseitig gelagerte Platte.
  47. Was ist über die einachsig gespannte Platte zu sagen?
    Die Platte ist wie ein Balken von Auflager zu Auflager gespannt. Die Bewehrung läuft einachsig von Auflager zu Auflager.
  48. Was ist über die zweiachsig gespannte Platte zu sagen?
    Die Platte ist drei- oder vierseitig gelagert. Sie ist zweiachsig auf zwei benachbarte Wänden gelagert.
  49. Was braucht es für Betonqualität für die einachsig eigespannte Platte?
    Beton B35/25, CEM I 42.5, 300kg/m³.
  50. Was ist die minimale Dicke einer einachsig eigespannten Platte?
    Normalerweise Plattenstärke h=1s/30 der Stützenweite. Im Wohnungsbau mindestens 16cm.
  51. Weshalb ist das Biegemoment in der Mitte der Decke bei zweiachsig eingespannten Platten kleiner, als bei einachsig eingespannten Platten?
    Platte liegt auf mindestens zwei Auflagern auf. Deshalb ist das Biegemoment in der Mitte der Decke kleiner, als bei einfach eingespannten Platten.
  52. Weshalb ist eine Eckbewehrung bei zweiachsig eingespannten Platten notwendig?
    Die Ecke einer frei aufliegenden Platte hebt sich unter Belastung vom Auflager ab. Das Abheben wird durch Auflasten oder Verankerung in die Auflagerwände verhindert.
  53. Worauf muss man bei Durchlaufplatten achten?
    Im Bereich der negativen Biegemomente. Über den Biegemomenten muss eine obere Bewehrung eingelegt werden.
  54. Was für Betonqualität benötigt man für zweiachsig eingespannte Platten?
    Beton B35/25, CEM I 42.5, 300kg/m³.
  55. Was muss man bei Aussparungen bezüglich der Bewehrung beachten?
    Bei Aussparungen müssen die Ränder verstärkt werden. Man benützt dazu die Stäbe, welche in den Aussparungsflächen zu liegen kommen würden.
  56. Welcher Anfall von Lasten ist für den Bewehrungsgehalt massgebend?
    Die jeweils ungünstigste Anordnung von Kräften ist für den Stahlgehalt massgebend.
  57. Wozu sind Pilzdecken gut?
    Durch die äusserst starke Belastung in Zonen um den Stützen (Stützenkopf), müssen diese mit Beton oder Stahl verstärkt werden.
  58. Was versteht man unter Pilz- bez. Flachdecken?
    Unter Pilz- bez. Flachdecken versteht man kreuzweise gespannte Decken, die nicht auf Wänden, sondern auf Stützen stehen.
  59. Was sind Flachdecken?
    Die Gefahr ist, dass die Säule durch die Decke durchgestanzt wird.
  60. Was ist die Gefahr bei Flachdecken?
    Im Bereich von Stützenköpfen sollte der Betonquerschnitt nicht verringert werden. Lücken nur nach Absprache mit dem Ingenieur anordnen (später auf dem Bau kontrollieren).
  61. Was muss bei einem Anschluss einer Stütze in die Decke verhindert werden? Was gibt es für Schäden?
    Im Gegensatz zu der Pilzdecke haben diese keine Verstärkung am Stützenkopf.
  62. Was ist bezüglich Aussparungen und Stützen zu beachten?
    Das sind Träger, welche als Unterzüge ausgebildet sind.
  63. Was sind Gurtstreifen?
    Sie bilden sich von Stütze zu Stütze und sind Träger (Gurtstreifen) welche die Hauptlast tragen.
  64. Wie werden Balken und Plattenbalken auch noch genannt?
    Es muss verhindert werden, dass die Stütze die Platte durchstanzt. Dabei entsteht eine kegelförmige Bruchfigur. Rings um den Stützenkopf bilden sich radial und tangential verlaufende Risse.
  65. Was sind Feldstreifen?
    Die Bewehrungselemente sind: Zugsbewehrung, Schubbewehrung, Bügelbewehrung.
  66. Welche Bewehrungselemente hat ein Unterzug?
    Neben den Gurtstreifen entstehen Feldstreifen mit reduziertem Bewehrungsgehalt.
  67. Was versteht man unter einer Zugbewehrung?
    Die Zugspannungen bei Balken mit zwei Auflagern sind in Mitte am höchsten und nehmen gegen die Auflager ab. Bei den Zwischenauflagern (Stützen) gibt es negative Momente was eine obere Bewehrung erfordert.
  68. Welcher Anteil von Stäben muss bei einer Zugbewehrung bis auf ein Auflager geführt werden?
    1/3 der Zugbewehrung muss auf das Auflager geführt werden.
  69. Welche Spannungen verursacht die Schubbewehrung im Beton? Wie wird diese aufgefangen?
    Die Schubbeanspruchung erzeugt im Beton Zug- und Druckspannungen, welche durch eine spezielle Schubbewehrung aufgenommen wird.
  70. Welche Ereignisse verursachen eine Querschubspannung?
    Querkräfte wollen eine Verschiebung nebeneinander liegender Querschnitte verursachen, was eine Querschubspannung verursacht.
  71. Was hat die Bügelbewehrung für eine Funktion?
    Bügel müssen die Bewehrung vollständig umschliessen und sind über die ganze Stützenweite zu verteilen.
  72. Was für Bügel müssen bei einer Balkenbreite ab 40cm verlegt werden?
    Für Balkenbreiten von über 40cm müssen so genannte vierschnittige Bügel verlegt werden.
  73. Was ist der minimale und der maximale Abstand von Bügel?
    max. 25-fache Bügeldurchmesser | min. 0.2% des zugehörigen Betonquerschnittes.
  74. Wie gross müssen Vibrierlücken sein?
    Bei enger Bewehrung (oben und unten) sind Vibrierlücken von 6-8cm anzuordnen?
  75. Mit welchem anderen Arbeitsschritt werden die Unterzüge Betoniert?
    Unterzüge werden gleichzeitig mit der Decke betoniert.
  76. Was ist unter dem Begriff Rahmen zu verstehen?
    Rahmen sind statische Systeme. Die Stützen und Träger sind biegsteif miteinander verbunden. (Durch gegenseitiges Einspannen entstehen in den Ecken Biegemomente.)
  77. Für was werden Konsolen gebraucht?
    Die Anwendung von Konsolen sind: Kranbahnkonsolen, Deckenauflager, Auflager bei Dilatationsfugen.
  78. Was ist die Gefahr beim Bewehren einer Konsole?
    Die Gefahr beim Bewehren von Konsolen besteht im Abscheren entlang der Stütze. Die Auflast durch die Kranschiene erzeugt Scherkräfte, welche im Konsolquerschnitt Schubspannungen erzeugen.
  79. Was für statische Beanspruchung erfährt eine Treppe?
    Ist längs in Laufrichtung gespannt und auf zwei Podesten aufliegend | Quergespannt, seitlich auf Wänden lagernd | Als Kragarm in einer Seitenwand eingespannt.

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