Makroökonomik 1

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Author:
amyTNT
ID:
68372
Filename:
Makroökonomik 1
Updated:
2011-02-25 05:50:14
Tags:
VWL Makroökonomik Volkswirtschaftslehre
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Volkswirtschaftslehre 1 Makroökonomik 1
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  1. Was ist das Bruttoinlandsprodukt? Wie kann dies berechnet werden?
    • Gross Domestic Product = GDP = BIP
    • Summe aller Güter und Dienstleistungen, die während eines Jahres produziert und an die Endnachfrage ausgeliefert werden
    • ist Indikator für wirtschaftliche Aktivität
    • Entstehungsrechnung: Summe der produzierten Güter aller Firmen
    • Verwendungsrechnung: Summe der gesamten Ausgaben im Inland
    • Verteilungsrechnung: Summierung der Einkommen und Gewinne
    • Das Ergebnis aller drei Rechnungen müssen gleich sein!
    • Beachte: Lagerinvestitionen: wird das zusätzliche Gut auf Lager gelegt, dann wird in der VGR getan, als ob die Firma das Gut für die Lagerhaltung ankauft
  2. Was sind indirekte Steuern?
    • Abgaben, die nicht direkt vom Steuerträger eingehoben werden
    • der Steuerpflichtige kann die Steuer auf andere überwälzen
    • setzen nur direkt an der Leistungsfähigkeit der Steuerträger ab (Besteuerung der Einkommensverwendung)
    • Bsp.: Verbrauchersteuer
  3. Was sind direkte Steuern?
    • Abgaben, die unmittelbar von jenen PErsonen eingehoben werden, die gemäß der Absicht des Gesetzgebers die Steuerlast zu tragen haben
    • hängen von der Leistungsfähigkeit des Steuerträgers ab
    • Bsp.: Einkommenssteuer, Vermögenssteuer, Körperschaftssteuer, etc.
  4. Was sind Transferleistungen?
    • Ausgaben des Staates
    • dienen nicht zum Kauf von Gütern oder Dienstleistungen
    • Beispiel: Familienbeihilfe, etc.
  5. Was sind die vier Endnachfragekomponenten der VGR? Wie schaut die Verwendungsrechnung dementsprechend aus?
    • Privater Konsum (C)
    • Investitionen (I)
    • Öffentlicher Konsum (Staatsausgaben) (G)
    • Exporte (Nachfrage aus dem Ausland) (Ex)

    Verwendungsrechnung: Y = C + I + G + Ex - Imp
  6. Was versteht man unter dem "privaten Konsum" (C)?
    • Ausgaben der Haushallte für Konsumgüter und Dienstleistungen
    • möglich ist eine Unterscheidung zwischen dauerhaften (z.B. Autos) und nicht dauerhauften Konsum (Bsp.: Lebensmittel) möglich
  7. Was wird den "Investitionen" im VGR zugerechnet?
    • Ausgaben der Firmen für Ausrüstungsgüter (Maschinen, die nicht innerhalb eines Jahres "verbraucht" werden) und Gebäude
    • privater Wohnbau
    • positive Lagerinvestition= Produzieren auf Lager
    • negative Lagerinvestition= Verkauf vom Lager
  8. Was ist eine nominelle Größe? Im welchen Bezug steht diese zum realen BIP?
    • nominelle Größe = Güter und Dienstleistungen werden mit den jeweiligen Preisen bewertet
    • reale BIP = nominelle BIP / BIP Deflator
    • beim realen BIP werden die produzierten Güter und Dienstleistungen eines Jahre smit den Preisen einer bestimmten Basisperiode bewertet
  9. Wie wird der reale Wirtschaftswachstum berechnet?
    ( BIP t - BIP t-1) / BIP t-1 * 100
  10. Was ist der BIP-Deflator? Wie unterscheidet sich dieser zum Verbraucherpreisindex?
    • Mit Hilfe von Preisindizes wird die Inflationsrate berechnet
    • BIP Deflator: ist ein Preisindex aller produzierten Güter und Leistungen im Inland; die Gewichtung ändert sich jedes Jahr, da sich auch die Zusammensetzung des BIP Jahr für Jahr ändert
    • Verbraucherpreisindex: der jährliche Warenkorb einer Durchschnittsfamilie (inkl. Imp) wird berücksichtigt; die Gewichte des VPI, mit denen die einzelnen Preise in den Index eingehen, verändern sich nicht im Laufe der Zeit
  11. Wie wird die Arbeitslosenrate berechnet? Welche Unterschiede liegen zwischen der klassischen und der EU-Methode?
    • u = Arbeitslose / (Beschäftigte + Arbeitslose)
    • traditionelle Berechnung: Arbeitslose = gemeldete Arbeitslose, Beschäftigte = nur unselbstständige
    • EU-Methode (ILO-Methode): Arbeitslose = Personen, die nicht einmal eine Stunde arbeiten & gleichzeitig aktiv Arbeit suchen, Beschäftigte = selbstständig und unselbstständig
  12. Was sagt der Okun's Law aus?
    negative Zusammenhang zwischen Arbeitslosenrate und realen Wachstum des BIPs
  13. Was ist eine Hsysteresis?
    • trendhaftes Ansteigen der Arbeitslosenrate
    • Vermutung, dass durch eine (Über)reglementierung der europ. Arbeitsmärkte eine wichtige Rolle für Hysteresis spielt
  14. Was sagt die Phillipskurve aus?
    • negativer Zusammenhang zwischen Arbeitslosenrate und Inflationsrate
    • steigt die Inflation, sinkt die Arbeitslosenrate
  15. Was sind Preisrigiditäten?
    • die Preise der angebotenen Güter bleiben konstant (kurz. Analyse)
    • Preisstarrheit
    • Preise werden von den Firmen nur von Zeit zu Zeit verändert
    • Gründe: Handeln von Gütern findet eher auf oligopolist. Märkten oder auf Märkten monopolistischer Konkurrenz (und nicht auf vollkommenden Markt); die Firmen bestimmen daher den Preis ihrer Güter selbst und meistens ist es für das Unternehmen nicht vom Vorteil, wenn bei einer Nachfrage- oder Kostenänderung mit Preisanpassungen zu reagieren
  16. Wie wird die Konsumfunktion definiert?
    • C = c(0) + c(1) (Y-T)
    • (Y-T): persönlich verfügbares Einkommen
    • c(0): autonomer Konsum, vom Einkommen unabhängig
    • c(1): marginale Konsumquote; 1. Ableitung der C-Funktion nach Y; um wie viel sich der Konsum verändert, wenn das Einkommen um eine Einheit steigt
  17. Erläutern Sie die Investitionsfunktion.
    • 1.) I = I(q)
    • q: Summe der erwarteten Nettoerträge einer zusätzlichen Kapitaleinheit
    • gesamtwirtschaftliche Investitionen hängen von den für die Zukunft erwarteten, abgezinsten (Realzins) Nettoerträgen ab, die aus einer Erhöhung des Kapitalstocks resultieren (y1 = y0 + y0*1, etc.; y1 = erwartete Nettoertrag für das erste Jahr) )
    • die Erwartungen über die zukünftige Wirtschaftslage sind von entscheidenen Einfluss für q und damit für Investitionen

    • 2.) I = I (Y+, r-)
    • steigt r, dann sinkt I (Zinsreagibilität); steigt Y, dann steigt I (marginale Investitionsquote)
  18. Was ist die IS Kurve?
    • negative Zusammenhang zwischen Realzins (r) und Gleichgewichtseinkommen (Y)
    • jeder Punkt auf der IS Kurve entspricht einen Einkommens-Ausgabengleichgewicht, jedoch mit alternativen Realzinsniveau
  19. Wie ist der Realzins definiert?
    • r = i - π^e
    • i: Nominalzinssatz
    • π^e: erwartete Inflationsrate
  20. Wie verändert sich die Lage der IS-Kurve?
    • abhängig von den autonomen (nicht veränderbaren) Ausgaben im Zusammenhang mit dem Multplikator
    • bei konstanten Zinsniveau verschiebt sich die IS-Kurve genau um den Multiplikator
    • steigt die autonome Ausgabe, dann steigt Y (Gleichgewichtseinkommen)
    • mögliche Definition von I = I (Y, i - π^e), da r= i - π^e; hier: Lage vom der Inflationsrate π^e abhängig
  21. Wovon ist der Anstieg der IS-Kurve abhängig?
    • abhänging von der Zinsreagibilität und vom Multiplikator
    • flache IS-Kurve, d.h. hohe Zinsreagibilität Ir und hoher Multiplikator
    • Zinsreagibilität = 0, d.h. vertikale IS-Kurve
  22. Wie wird der Zinsertrag berechnet?
    • i = (100- pB) / (pB)
    • Bsp.: Kauf eines Wertpapiers zum Kurs pB=96, d.h. i = 4,17%
    • Je höher der Kurs pB, desto niedriger der Zinsertrag
  23. Wie kann das Finanzvermögen auf dem Finanzmarkt einfacherweise aufgeteilt werden?
    • liquide Mittel / Geld
    • zinsbringendes Wertpapier
    • W (gesamte Finanzvermögen) = M + pB*B
    • B= Bestand an Wertvermögen mit durchschnittlichen Preisen
  24. Was sind die Motive für die Geldnachfrage / Geldhaltung?
    • Transaktionsmotive
    • nur mit Geld ist der Kauf von Waren möglich
    • ständiges Umwechseln von Wertpapier in Geld und V.V. ist mit zeitlichen Aufwand und Transaktionskosten verbunden
  25. Wovon wird das Ausmaß der Geldhaltung bestimmt?
    • Transaktionsumfang: (ist vom noimellen Einkommen abhängig!) umso höher das Einkommen, desto mehr wird konsumiert und daraus folgt ein höheres Transaktionsvolumen
    • Zinsatz i: dieser entspricht den Opportunitätskosten, d.h. steigt der Zins, dann steigt die Anlage vom WP, sodass die Geldhaltung sinkt bzw. sinkt der Zins, steigt die Geldhaltung (Opportunitätskosten sind dann niedriger, sodass sich WP nicht lohnen würden)
    • (negativer Zusammenhang zwischen Geldnachfrage und Zinssatz)
  26. Was ist das Geldangebot?
    • existierende, sich gerade im Umlauf befindliche Geldmenge
    • Niveau d. Geldmenge wird durch Notenbanken bestimmt (sie drucken das Geld!) durch Geldschöpfung: Ankauf von Vermögenswerten, welche mit Banknoten bezahlt werden, sodass Geld im Umlauf ist
    • Art der Geldschöpfung "Offenmarktgeschäfte": An- und Verkauf von Wertpapieren
    • weitere Möglichkeiten, um das Geldangebot zu regulieren: An- und Verkauf von Gold und Devisen, Ausweitung oder Verringerung des Kreditvolumens an Geschäftsbanken
  27. Wann befindet sich ein Gleichgewicht am Geldmarkt?
    • Ms = Md
    • Ms = pY * L (i)
    • Schnittpunkt Ms mit Md = optimale Zinssatz i*
    • der Zinssatz muss sich immer so anpassen, sodass die Anleger liquide Mittel in jener Höhe halten wollen, die der existierenden Geldmenge genau entspricht
  28. Welche Auswirkungen hat der Anstieg der Geldnachfrage auf das Gleichgewicht auf dem Geldmarkt? Was ist der Spezialfall?
    • desto steiler die Geldnachfrage (d.h. eine geringere Reaktion auf Zinsänderungen), desto höher ist die nötige Zinsänderung um die Finanzmärkte wieder ins Gleichgewicht zu bringen
    • Spezialfall "Liquiditätsfalle": eine nahezu horizontale Geldnachfragefunktion führt zu jeder beliebigen Geldmengenerhöhung, ohne eine weitere Senkung des Zinssatzes zu fordern
  29. Was ist die LM-Kurve?
    • positiver Zusammenhang zwischen gleichgewichtigen Zinsatz i und alternativen Realeinkommensniveau Y
    • jeder Punkt auf der LM-Kurve entspricht einem Gleichgewicht am Geldmarkt und auch am Kapitalmarkt bei alternativen EInkommensniveau
    • die LM-Kurve ist die Menge aller Einkommens- und Zinssatzkombinationen, für welche die Finanzmärkte im Gleichgewicht sind
  30. Wovon ist der Anstieg der LM-Kurve abhängig?
    • die LM-Kurve hat einen positiven Anstieg (↑Einkommen = Geldnachfrage ↑, ↑ Zins)
    • steiger Anstieg: wenn die Anleger gering bei ihrer Liquiditätsentscheidung auf Zinsentscheidungen reagieren, d.h. | Li = klein|, d.h. der Zins steigt stark bei minimalem Anstieg des Einkommens
    • Spezialfall "Liquiditätsfalle": LM - Kurve ist nahezu horizontal
  31. Wovon ist die Lage der LM-Kurve abhängig?
    • Ms = pY * L (i)
    • die Lage ist von den exogenen Variablen abhängig, d.h. das Preisniveau p und das Geldangebot Ms
    • verändert sich die Geldmenge durch die Notenbank, dann verschiebt sich die LM-Kurve nach links oder rechts
    • verändert sich das Preisniveau, dann verschiebt sich die LM-Kurve nach links oder nach rechts und es kommt zu einer Veränderung des Zinsniveaus i (Keynes Effect)

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