KL - 03. Der Baugrund

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Author:
Karter8
ID:
78810
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KL - 03. Der Baugrund
Updated:
2011-04-24 17:01:45
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Definitive Fragen
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  1. Was ist bezüglich von Setzungen zu sagen? Wann sind diese schlimm und wann sind sie nicht tragisch?
    • gleiche Setzung über ganzes Objekt = nicht tragisch
    • Unterschiedliche Setzungen des Objekts = tragische Folgen (Risse - Einsturz des Objektes).
  2. Mit was befasst sich das Themengebiet der Geologie?
    Geologie befasst sich mit Boden. Gesetzte der Bodenmechanik. Die Geologie hat vielen Unbekannte.
  3. An was lassen sich Setzungen und Rutschen in einem Gelände erkennen?
    Rutschungen & Setzungen lassen sich auch an topographischen Verhältnissen erkennen (Pflanzenwuchs, Feuchtigkeit etc.).
  4. In welche 4 Gruppen werden Böden aufgeteilt?
    • Felsböden
    • Nicht bindige Böden
    • Bindige Böden
    • Organische Böden
    • (Auffüllungen: alle Materialien möglich)
  5. Aus was für Material bestehen Felsböden? Was ist bei diesen bezüglich Baueigenschaft zu sagen?
    • Kalkstein, Granit, Gneis, Sandstein sehr belastbar daher geeignet als Baugrund.
    • Bei Porösen Gesteinsarten (Bims, Sandstein) darauf achten das Fundament Frosttiefe erreicht.
  6. Aus was für Material bestehen nicht bindige Böden? Was ist bei diesen bezüglich Baueigenschaft zu sagen?
    • Auch rollige Böden genannt. Bestehen aus Geröll, (Steine, Blöcke) Kies, Sand und Silt (Silt = Mehlfeiner Sand)
    • Merkmale:
    • gute Wasserdurchlässigkeit / weder Ton noch Lehm / gut bis sehr guter Baugrund...
  7. Aus was für Material bestehen bindige Böden? Was ist bei diesen bezüglich Baueigenschaft zu sagen?
    • Das sind Problemböden da Material mit hohem Anteil an Ton, Lehm, Mergel, Silt & feinem Sand
    • je Höher Tongehalt desto stärker die Bindigkeit
    • Tragfähigkeit abhängig vom Wassergehalt.
    • Mässig bis ungenügender Baugrund.
  8. Aus was bestehen organischen Böden?
    Entstehen durch Verwesung und Verfaulung von tierischen und pflanzlichen Stoffen: Humus; Torf; Schlamm; Seekreide
  9. Was ist von organischen Böden bezüglich Baugrund zu sagen?
    Als Baugrund absolut unbrauchbar.
  10. Aus welchem Material bestehen bindige Böden?
    • Ton
    • Lehm
    • Mergel
  11. Was ist über Auffüllungen zu sagen?
    • Verdichtungsgrad kann unterschiedlich sein, je nach Alter und Art der Verdichtung.
    • Prüfen ob Verdichtung überall gleich erfolgt ist.
    • Schlechter bis mässiger Baugrund (Vorsicht).
  12. Was ist über Regenwasser im Boden zusagen?
    In guten Böden versickert Regenwasser und stellt keine Probleme dar. Probleme gibt es bei undurchlässigen Bodenformationen. Das Wasser muss sich den Weg durch die Adern und Linsen suchen.
  13. Was ist über Grundwasser im Baugrund zu sagen?
    Grundwasser (GW) ist auch bei Trockenwetter vorhanden. Grundwasser muss geschützt werden weil es Trinkwasser ist. Bei Objekten im GW besteht Auftriebsgefahr!
  14. Wo ist ersichtlich welche Gebiete Grundwasser führen?
    Grundwassergebiete sind in speziellen Kartenwerken ersichtlich (Ausdehnung GW-Höchst, GW-Tiefststand etc).
  15. Um wieviel vergrössert sich das Volumen wenn der Baugrund gefriert?
    Wenn das Wasser im Boden gefriert, vergrössert sich sein Volumen um ca. 9%.
  16. Welche Schäden treten auf, wenn das Wasser im Baugrund gefriert?
    • Bei nicht bindigen Böden bildet sich eine Eisschicht, jedoch vergrössert sich das Volumen des Bodens kaum.
    • Bei bindigen Böden gibt es Eislinsen, welche eine Anhebung des Baugrundes zur folge hat.
  17. Welche Ergebnisse liefert eine Baugrunduntersuchung?
    • Baugrunduntersuchung:
    • Liefert die Unterlagen für technische & wirtschaftlich einwandfreie Planung & Ausführung des Bauwerkes.
  18. Welche Erkenntnisse liefern Baugrunduntersuchungen?
    • Tragfähigkeit des Bodens
    • Art & Beschaffenheit des Bodenmaterials
    • Lage & Stärke der einzelnen Bodenschichten
    • Hydrologische Verhältnisse (Wassergehalt, Grundwasser)
  19. Welche Untersuchungsmethoden gibt es zur Baugrunduntersuchung?
    • Voruntersuchung
    • Baggerschlitz
    • Bohrung
    • Entnahme von Bodenproben
    • Sondierungen
    • Geophysikalische Untersuchung
    • Probebelastung
  20. Welche Hilfsmittel beachtet man bei der Voruntersuchung?
    Die geologische Karte (ehemalige Seen & Bäche etc. sind eingezeichnet). Schauen wie andere Häuser in der Umgebung gebaut wurden (Fundation, Schäden an Gebäuden etc.).
  21. Wie werden Baggerschlitze erstellt?
    • Mit Grabenbagger werden mehrere kurze Gräben (dort wo höchste Belastungen später auftreten) mit t=2m ausgehoben.
    • Ergibt gute Erkenntnisse über den Boden (jedoch nur in den obersten Schichten).
  22. Welche zwei Verfahren kennen Sie für Sondierbohrungen?
    Verrohrte & Unverrohrte Bohrung
  23. Nennen Sie die Vorteile von Sondierbohrungen?
    • Durchfahren von Lockergesteinen und Fels kein Problem
    • kein Problem bei Wasserzufluss
    • grosse Tiefen möglich
    • Stärke & Lagen der einzelnen Bodenschichten kann genau Festgestellt werden
  24. Erklären Sie das Vorgehen bei verrohrten Bohrungen?
    Übliches Verfahren bei praktisch allen Böden. Das Rohr wird in den Boden getrieben. Die Bodenprobe aus dem innern des Rohres genommen.
  25. Welche Techniken der verrohrten Bohrungen kennen Sie?
    • Rotationsbohrung:
    • Drehgestänge am Ende des Rohrs ø7-20cm, Kühlung mit Wasser, Tiefe bis 50-300m
    • Bei Brüchigem Material wir mit Doppelkernrohr gebohrt
    • Rammkernbohrung (Schlagbohrung):
    • Anheben & Fallen lassen eines Gewichtes auf ein Rohr.
  26. Was ist über unverrohrte Bohrungen zusagen?
    • Haben kleine Bedeutung. Es wird mit dem Spiralbohrer bei geringen Tiefen in kompaktem Felsmaterial gebohrt.
    • Unverrohrte Bohrungen werden bei geringer Bohrtiefe in kompakten Felsmaterial verwendet.
  27. Was ist über die Bodenprobe zu sagen?
    Wird Sie herausgebohrt, -geschlagen, -geschaufelt, ist der Nachteil, dass feines Gefüge zerstört wird. Bei ungestörten Bodenproben: Entnahmedes Materials aus dem Boden mit Spezialgeräten ohne Erschütterung. (aus Baggerschlitzen, Bodenoberfläche, oder Bohrlöchern)
  28. Wie werden Sondierungen ausgeführt?
    Die Sonden (Stäbe) werden gleichmässig in den Boden eingetrieben oder eingedrückt.
  29. Wie sind bei Sondierungen Rückschlüsse auf die Bodenqualität möglich?
    Über Eindringtiefe, Reibungs- & Veränderungswiderstandes sind Rückschlüsse über Lagerungsdichte, Zustandsform, Zusammendrückbarkeit und Scherfestigkeit der Böden möglich.
  30. Welche zwei Verfahren für Sondierungen kennen Sie?
    Die Rammsondierung und die Drucksondierung.
  31. Wie funktioniert die Rammsondierung?
    Sonde wird durch Rammgerät mit gleich bleibender Kraft in den Boden getrieben. Die erforderliche Schlaganzahl wird im Rammdiagramm festgehalten. Sehr billige und wenig aufwendige Methode.
  32. Wie funktioniert die Drucksondierung?
    • Sonde wird durch Pressen kontinuierlich in den Boden gedrückt. Der an der Sondenspitze gemessene Widerstand wird auf einem Diagramm aufgezeichnet.
    • Der Spitzendruck in Relation zur Sondentiefe gibt Aufschluss über das durchfahrene Material.
  33. Welche Daten ergeben geophysikalische Bodenuntersuchungen?
    • Geophysikalische Bodenuntersuchungenbringen Daten über die Art, Schichtung und das elastische Verhalten und die Festigkeit des Bodens (keine Materialbeschaffenheit).
    • Sie liefern den Überblick über die Gesamtheit der vorliegenden Bodenstruktur bis in grosse Tiefen.
  34. Welche Verfahren für die geophysikalische Bodenuntersuchung kennen Sie?
    • Seismische Bodenuntersuchung
    • Dynamische Bodenuntersuchung
    • Bodenelektrische Untersuchung
  35. Wie funktioniert die seismische Bodenuntersuchung?
    Durch Sprengungen wird der Boden erschüttert. Diese Erschütterungen werden durch Seismographen aufgezeichnet.
  36. Wie funktioniert die dynamische Bodenuntersuchung?
    Basieren auf Messen von dauerhaften Schwingungen im Boden, welche durch eine Erregermaschine erzeugt werden.
  37. Wie funktioniert die bodenelektrische Untersuchung?
    Elektrische Leitfähigkeit des Bodens ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Es wird Gleichstrom über zwei Elektroden (bis 40m Abstand) in den Boden geleitet. Dabei wird der elektrischen Widerstand gemessen.
  38. Was kann man mit der bodenelektrische Untersuchung besonders gut herausfinden?
    Besonders gut um im Fels den Grundwasser- Gehalt herauszufinden.
  39. Wann wendet man die Probebelastungen an?
    • Probebelastungen wendet man nur noch an, wenn an einer bestimmten Stelle die Tragfähigkeit ermittelt werden soll.
    • Dies ist vor allem bei Pfahlfundationen oder stark belasteten Einzelfundationen.
  40. Wie funktioniert die Probebelastung?
    Betonfundament 60/60cm wird durch schwere Materialien belastet. Messen der Einsinktiefe.
  41. Weshalb sind Probebelastungen nicht effizient?
    • Schlechte Methode:
    • Da Last klein ist, kann Material seitlich ausweichen
    • Bei bindigen Böden ist Setzungsprozess viel zu langsam.
  42. Zählen Sie die Merkmale von nichtbindigen Böden auf.
    • Grobes Material, gute Wasserdurchlässigkeit, enthält weder Ton– noch Lehmmaterial, Korngrösse liegt über 0.02mm,
    • je grobkörniger das Material, desto höher die Tragfähigkeit
  43. Zählen Sie zwei Felsböden auf.
    • Kalkstein
    • Granit
    • Gneis
    • Sandstein
  44. Sind Felsböden belastbar?
    Ja, Felsböden sind ausserordentlich gut belastbar und deshalb als Baugrund besonders geeignet.
  45. Zählen Sie die Merkmale von bindigen Böden auf.
    • Feines Material
    • nur wenig mit Grobmaterial durchsetzt
    • schlecht wasserdurchlässig
  46. Bei welchen Böden besteht eine geringe und bei welchen eine hohe Frostgefahr?
    • Geringe Frostgefahr: bei wasserdurchlässigen, nicht bindigen Böden
    • Hohe Frostgefahr: bei wasserundurchlässigen, bindigen Böden
  47. Baugrunduntersuchungen: Welchen Fragen geht man bei der Voruntersuchung nach?
    • Wie ist der Baugrund entstanden?
    • Liegen auf Gelände überwachsene Deponien?
    • Erfahrungen bei benachbarten Bauwerken?
    • Wie wurde fundiert? Musste eine Pfahlfundation gemacht werden?
    • Sind an den Gebäuden Risse entstanden?
    • Gab es Rutschungen?
    • Zeigten sich Bauschäden aufgrund von Setzungen?
    • Wie sind die Grundwasserverhältnisse?
    • Gibt es Quellen auf dem Grundstück?
  48. Erklären Sie das Vorgehen beim Baggerschlitz.
    Mit dem Grabenbagger werden ein oder mehrere kurze Gräben ausgehoben. Tiefe bis 2m, seitlich abgeböscht oder gespiesst. Die Baggerschlitze sollten insbesondere an den Stellen mit der grössten erwarteten Belastung ausgehoben werden.
  49. Nennen Sie mir die Vorteile von Bohrungen.
    • Durchfahren von Lockergestein und Fels kein Problem
    • Keine Behinderung durch Wasserzufluss wie beim Baggerschlitz
    • Untersuchungen bis in grossen Tiefen möglich
    • Die Lage und Stärke der einzelnen Bodenschichten kann genau festgestellt werden
  50. Sonden sind Stäbe, die man gleichmässig in den Boden eindrückt oder eintreibt. Welche Angaben erhält man aus der gemessenen Eindringtiefe, des Reibungs- und Verdrängungswiderstandes nach einer gewissen Anzahl Schläge?
    • Lagerungsdichte
    • Zustandsform
    • Zusammendrückbarkeit
    • Scherfestigkeit
  51. Wie nennt man Böden, die durch Verwesung und Verfaulung von tierischen und pflanzlichen Stoffen entstanden sind?
    Organische Böden
  52. Aus was besteht Mergel?
    Ein felsartiges Gemenge aus Lehm und Kalk (Jura)
  53. Nennen Sie ein anderes gebräuchliches Wort für bindiges Material. (Umgangssprache)
    • Lehmiger Boden
    • toniger Boden
    • Mergel (Umgangssprachlicher Begriff für bindiges Material!!)
  54. Zählen Sie drei Arten von Fels auf, die besonders tragfähig sind.
    • Granit
    • Gneis
    • Kalkstein
  55. Von was hängt die Fliessgeschwindigkeit eines Grundwasserstroms ab?
    • Von der Durchlässigkeit des Bodenmaterials.
    • Vom Gefälle des Grundwasserträgers.
  56. Gelten Auffüllungen mit Erdmaterial als guter Baugrund?
    Nein, wenn sie nicht speziell verdichtet wurden.
  57. Was verstehen Sie unter dem Begriff „Submission“?
    Submission: Wird bei öffentlichen Bauten für die Offertausschreibung verwendet.
  58. Warum ist die Schütthöhe von Humus begrenzt?
    Lagerdauer weniger als 1 Jahr = Schütthöhe 2,5 m
    Lagerdauer mehr als 1 Jahr = Schütthöhe 1,5 m
    Es handelt sich um teures Material und wird in der Regel wieder verwendet. Damit der Humus nicht faulig und damit unbrauchbar wird, ist die Schütthöhe in Abhängigkeit der Lagerdauer vorgegeben.
  59. Der Boden kann untersucht werden, indem Wellen im Boden erzeugt werden, die von Bodenerschütterungen herrühren. Wie heisst diese Methode?
    Seismische Bodenuntersuchung
  60. Beschreiben Sie die einfachste Methode der Bodenuntersuchung.
    Baggerschlitz: Seitlich abgespriesste oder abgeböschte kurze Gräben von maximal 2 m Tiefe. Sie werden an Stellen ausgehoben, wo grosse Lasten zu übertragen sind.
  61. Nennen Sie 4 Vorteile der Baugrunduntersuchung mittel Bohrungen.
    • Durchfahren von Fels kein Problem
    • Grosse Untersuchungstiefen möglich
    • Lage und Stärke der einzelnen Schichten klar ersichtlich
    • kein Problem bei Wasser
  62. Welches Bohrverfahren eignet sich speziell für nasses Kiesmaterial?
    Schlagbohrung (Rammkernborhung)
  63. Nennen Sie drei Arten von organischen Böden.
    • Humus
    • Torf
    • Schlamm
    • Seekreide

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