BK - 09. Holz

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Author:
Karter8
ID:
80118
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BK - 09. Holz
Updated:
2011-04-17 12:17:33
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Definitive Fragen
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  1. Der Wald ist bekanntlich für den Menschen von sehr grossem Nutzen. Seine Bedeutung ist schon von unsern Vorfahren erkannt worden. Seit 1902 steht der Schweizer Wald unter dem Schutz des Forstgesetzes. Dieses Gesetz schreibt im wesentlichen vor, dass die Waldfläche nicht verringert werden darf. Trotzdem birgt die neue Zeit mit der Luftverschmutzung grosse Gefahren für die Erhaltung der bestehenden Waldflächen.
  2. Seit wann gibt es das Forstgesetz und was schreibt es vor?
    Seit 1902 steht der Schweizer Wald unter dem Schutz des Forstgesetzes. Dieses Gesetz schreibt im wesentlichen vor, dass die Waldfläche nicht verringert werden darf.
  3. Was für Aufgaben nehmen die Wälder war?
    Bei Niederschlägen saugt der Waldboden das Wasser auf wie ein Schwamm. Anschliessend gibt er es langsam weiter. Dadurch verhindert der Wald Überschwemmungen, Trockenzeiten und starke Schwankungen des Grundwasserspiegels. Er reguliert somit den Wasserhaushalt. In Hanglagen halten die Wurzeln der Bäume Erdmaterial und Schnee zurück. So verhindern sie Erdrutsche, Lawinen und Steinschläge.
  4. Durch fortlaufende Wasserverdunstung sind die Luftmassen über den Wäldern feuchter und kühler als anderswo. Wälder in Stadtnähe fördern die Luftzirkulation über bebauten Gebieten, bremsen zudem den Wind und verringern so Sturmschäden. Durch Dämpfung des Verkehrslärms und Filterung der Luft ist der Wald überdies Garant für ein "gutes" Klima. (1 Hektare Wald vermag jährlich an die 70 Tonnen Staub und Russ zurückzuhalten !)
  5. Holz ist ein einheimischer Rohstoff, welcher einerseits zu Heizzwecken und anderseits als Baustoff genutzt wird. Indem in der Forstwirtschaft zahlreiche Leute ihre Beschäftigung haben ist der Wald auch ein beachtlicher "Arbeitgeber".
  6. Wälder bieten eine enorme Artenvielfalt in Flora und Fauna. Sie sind lebensnotwendige Räume für Pflanzen und Tiere. In unsern Buchenwäldern leben über 4000 Pflanzen- und gegen 7000 Tierarten. Fleischfresser suchen auch waldbenachbarte Felder auf und tragen so zur Schädlingsbekämpfung bei.
  7. Was hat der Wald für Aufgaben?
    • Aufsaugen des Regenwassers
    • Förderung der Luftzirkulation
    • Schützt (Sturm,Lawinen usw.)
    • Einheimischer Rohstoff
    • Schafft Arbeitsplätze
    • Grosse Artenvielfalt
  8. Wielange dauert es bis ein Baum so gewachsen ist, dass man ihn wirtschaftlich nutzen kann?
    Bis ein Baum so gewachsen ist, dass er wirtschaftlich genutzt werden kann (insbesondere in der Bauindustrie), dauert es in mitteleuropäischen Breitengraden im Schnitt etwa ein Jahrhundert. Die zwar nur noch langsam steigende Bevölkerungszahl hierzulande und der damit verbundene zunehmende Holzverbrauch bedingen auch heute einen sehr haushälterischen Umgang mit dem Rohstoff Holz. Die Entwicklungen der Holztechnik vorab im Sektor der Holzverarbeitung ermöglichen es, sämtliche (auch qualitativ weniger wertvolle) Holzteile restlos zu verwenden. Der Gebrauch von Vollhölzern und besonders die Herstellung von Holzwerkstoffen für die Bauindustrie bietet mannigfaltige Möglichkeiten, das gesamte für die Nutzung vorgesehene Holzvolumen zu verwerten.
  9. In der schweizerischen Holzindustrie wird vorab einheimisches Holz verarbeitet. Nicht ganz ein Fünftel des genutzten Holzes wird aus dem Ausland importiert.
  10. Zählen Sie einige Verwendungsarten von Holz auf.
  11. Was sind Bautechnische Vorteile von Holz?
    • gute Wärmedämmung
    • einfache Verbindung
    • leicht Bearbeitbar
    • leichte Gewinnung
    • geringes Gewicht
    • einheimischer Baustoff
  12. Bautechnische Nachteile von Holz?
    • beschränkte Abmessungen
    • anfällig auf Schädlingen
    • brennbar
    • Schwinden und Quellen
    • geringe Druckfestigkeit senkrecht zur Faser
  13. Wie ist das Holt aufgebaut von I. nach A.?
    • Mark
    • Kernholz
    • Splintholz
    • Kambium
    • Bast
    • Korbkambium
    • Borke
  14. 0 Mark, Markstrahlen
    Bei älteren Stämmen beträgt der Durchmesser des Markes etwa 1 bis 2 mm. Die horizontal und strahlenartig vom stamminnersten Mark zum Kambium verlaufenden Zellbündel heissen Markstrahlen. Sie dienen der Versorgung des Kambiums und haben wegen ihres Einflusses auf das Aussehen der Hölzer vor allem Bedeutung bei der Auswahl von Holzarten im Innenbau.
  15. 1 Kernholz
    Die in der Mitte des Baumstammes angeordnete Säule ist die eigentliche Stütze des Baumes. In diesem Stammteil ist der Nährstofftransport eingestellt. Je mehr in der Mitte des Querschnitts, desto älter ist das Kernholz.
  16. 2 Splintholz
    Bildet die Nährstoffleitung des Baumes von den feinsten Haarwurzeln bis hinauf zur Baumkrone.
  17. 3 Kambium
    Es ist das Wachstumsgewebe, bei welchem sich durch Zellteilung nach innen Holzzellen und nach aussen Bastzellen bilden (cambiare=wechseln). Während des Jahres ist die Tätigkeit des Kambiums unterschiedlich. Im Frühjahr entstehen durch seine rege Tätigkeit weite, eher dünnwandige Zellen, während durch das Nachlassen der Tätigkeit im Herbst kleinere, dickwandige Zellen entstehen. Das hellere, weichere Frühholz bildet zusammen mit dem dunkleren, härteren Spätholz die Jahresringe. Durch den Unterbruch der Tätigkeit des Kambiums im Winter entsteht ein schroffer Übergang zwischen dem Spät- und dem Frühholz. Dadurch werden Jahrringe deutlich abgegrenzt. Demgegenüber erfolgt der Übergang vom Frühholz zum Spätholz gleichmässig.
  18. 4 Bast
    Innerer Teil der Rinde, welcher ebenfalls der Versorgung des Baumes mit Aufbaustoffen dient.
  19. 5 Borke
    Äusserer Teil der Rinde. Bast und Borke bilden zusammen die Rinde. Durch den Holzzuwachs reisst die Rinde je nach Dicke und Holzart mehr oder weniger auf. Die gesprengten Schichten sterben ab und werden zur Borke.
  20. Wozu dient das Mark und die Markstrahlen (Kurz)?
    • Mark ist der Kern des Baums
    • Markstrahlen dienen der Versorgung des Kambiums und haben Einfluss auf das Aussehen der Hölzer
  21. Wozu dient das Kernholz (Kurz)?
    Kernholz ist die Stütze des Baumes und werden die Nährstoffe transportiert.
  22. Wozu dient das Splintholz (Kurz)?
    Splintholz bildet die Nährstoffleitung des Baumes von den feinsten Haarwurzeln bis hinauf zur Baumkrone.
  23. Wozu dient das Kambium (Kurz)?
    Kambium ist das Wachstumsgewebe, bei welchem sich durch Zellteilung nach innen Holzzellen und nach aussen Bastzellen bilden
  24. Wozu dient der Bast (Kurz)?
    Bast ist der innere Teil der Rinde und die ebenfalls der Versorung des Baumes mit Aufbaustoffen.
  25. Wozu dient die Borke (kurz)?
    Borke ist der äussere Teil der Rinde. Die gesprengten Schichten der Rinde sterben ab und werden zu Borke.
  26. Wie nennt man Mark und Kernholz zusammen?
    Totes Holz
  27. Wie nennt man Splitholz und Kambium zusammen?
    Frisches Holz
  28. Was bilden Bast, Korkkambium und Borke zusammen?
    • Rinde
    • Schutzschicht
  29. Wie ist der Chemische Aufbau von Holz?
    • ca. 50% Kohlenstoff
    • ca. 44% Sauerstoff
    • ca. 5% Wasserstoff
    • 0.6% Mineralsubstanzen
    • 0.1% Stickstoff
  30. Die Zellulose bildet in allen Pflanzen den Gerüststoff (Fasern). Sie hat die chemische Formel C6H10O5. Ihre Moleküle sind faden- oder kettenförmig. Die Zellulose ist dafür verantwortlich, dass Holz Zugspannungen aufnehmen kann. Der Anteil von Zellulose im Holz beträgt zwischen 40 und 55%.
  31. Nebst der Zellulose enthält Holz auch noch sog. Hemizellulosen. Sie sind ein Gemisch aus zelluloseähnlichen Stoffen. Im Holz dienen sie einerseits als Gerüststoff, anderseits sind sie auch Reservestoffe, welche die Pflanze bei Bedarf zur Zuckernahrung abbauen kann. Hemizellulosen sind beliebt bei Holzschädlingen ! Ihr Anteil liegt zwischen 15 und 35%.
  32. Das Lignin wird bei der Verholzung am Ende des Zellenwachstums in die Zellenhohlräume eingelagert. Durch den hohen Kohlenstoffgehalt (ca. 65 %) hat das Lignin eine hohe Dichte. Durch das Ansteigen des Ligningehaltes bei fortschreitendem Baumalter wird die Holzdichte grösser und die mechanischen Eigenschaften des Holzes verbessern sich. Das Lignin ist vor allem im Kernholz zu finden und übernimmt im Holz die Druckspannungen. 20 bis 30% des Holzes bestehen aus Lignin.
  33. Gegen was wirkt die Gerbsäure?
    Die Gerbsäure (Tannin) und die Harze sind in allen Holzarten in unterschiedlichen Mengen vorhanden. Sie wirken gegen das Faulen des Holzes und ihr Anteil im Holz liegt bei etwa 2 bis 7%.
  34. Die Waldfläche der Schweiz besteht aus?
    • 30% Laubbäume
    • 70% Nadelbäume
  35. Was sind Eigenschaften vom Nadelholz Fichte?
    • weich
    • elastisch
    • leicht brennbar
    • harzig
    • mässig wetterfest
    • leicht glänzend
  36. Wo wird das Nadelholz Fichte verwendet?
    • Bau- und Papierholz
    • Spriesse
    • Schalungen
    • Schreinerarbeiten
    • Fensterbau
    • Riemenböden
    • Balkenlagen und Dachstühle
  37. Was gibt es für Nadelbäume und wieviel % macht ihre Anteil aus?
    • 10% Lärchen
    • 20% Tannen
    • 40% Fichten
  38. Welche zwei Hauptholzarten gibt es?
    • Laubbäume
    • Nadelbäume
  39. Erkläre, was geschieht, wenn das Holz "schwindet" bzw. wenn es "quillt".
    Das Holz schwindet, wenn es austrocknet und es quillt, wenn das Holz Wasser aufnimmt. Schwinden ( =Faserschrumpfung) erfolgt durch Entzug von Wasser aus den Zellwänden. Umgekehrt setzt ein Quellen ( =Fasererweiterung) des Holzes bei Einlagerung von Wasser in die Zellwände ein.
  40. Durch welche drei Gruppen „In Bezug auf den Einfluss“ kann Holz zerstört werden?
    • Zerstörung durch Feuer
    • Zerstörung durch Pilze
    • Zerstörung durch Tiere
  41. Frisch geschlagenes Holz hat bei uns einen Wassergehalt von ca. 40 bis 60 Massen-%.
  42. Lufttrockenes Holz hat einen Wassergehalt von ca. 10 % bis 20 % der Gesamtmasse.
  43. Normwerte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von 12 %.
  44. Welche zwei Holzgruppen werden im bezug auf die Festigkeit unterschieden?
    • Vollholz
    • Brettschichtholz
  45. Definiren Sie Vollholz gemäss Schulstoff.
    Unter Vollholz verstehen wir gewachsenes und/oder zugeschnittenes Holz.
  46. Definiren Sie Brettschichtholz gemäss Schulstoff.
    Unter Brettschichtholz verstehen wir weiterbearbeitetes Holz. Die einzelnen Holzbretter wer- den zu Holzträgern zusammengeleimt.
  47. Welche SIA Norm ist für die Holz Konstruktionen zuständig.
    SIA-Norm 265
  48. Was hat das Holz für Thermische Eigenschaften?
    Die unter dem Einfluss von Wärme längs der Faser entstehende Längendehnung ist gegenüber andern Baustoffen gering. Holz dehnt sich also bei Zunahme der Temperatur längs der Faser nur sehr geringfügig aus. In Richtung quer zur Faser hingegen ist unter Wärmeeinwirkung die Ausdehnung etwa 10 mal so gross. Trotzdem fällt diese Ausdehnung in der Praxis nicht ins Gewicht, weil die Abmessungen der Holzbauteile quer zur Faser meistens sehr bescheiden sind. Deshalb bleiben die Auswirkungen von Temperaturänderungen bei reinen Holzkonstruktionen für die statischen Berechnungen unberücksichtigt.
  49. Ob ein Holz witterungsbeständig ist oder nicht hängt auch weitgehend damit zusammen, inwiefern die entsprechende Holzart durch die ständigen Feuchtigkeitswechsel "Abwehrkräfte" gegen holzzerstörende Schädlinge (Pilze und Insekten) entwickeln kann. Solche Abwehrkräfte sind pilz- und insektenwidrige Stoffe.Wie weit sich die veränderten Umweltbedingungen (schlechtere Luftqualität, saurer Regen, Ozonloch, usw.) auf die Witterungsbeständigkeit von Holz auswirken, ist noch weitgehend unbekannt.
  50. Witterungsbeständigkeit
    Die Beständigkeit von Holz gegen Witterungseinflüsse schwankt in sehr weiten Grenzen, zwischen wenigen Monaten und mehreren hundert Jahren. Die Dauerhaftigkeit des Holzes hängt ab von der Holzart, von der Beanspruchung und von den getroffenen Massnahmen zum Schutze des Holzes.
  51. Das Holz wächst im gesunden Wald mit relativ schlankem Stamm zum "Rundholz" heran. Verwendet wird es jedoch meist kantig, auf bestimmte Längen, Breiten und Dicken zugeschnitten. Die so entstehende Handelsware muss nach erfassbaren Merkmalen geordnet und sortiert werden. Hat das Rundholz in der Sägerei die Säge durchlaufen, so ist es zum "Schnittholz" geworden.
  52. Was sind Furniere?
    Furniere sind dünne (1 bis 10 mm) und nicht selbständig tragende Holzblätter, die durch Sägen, Messerschnitt oder durch Schälen vom Stamm abgetrennt werden.
  53. Sägefurniere zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine Einrisse aufweisen. Sie haben nur eine sehr geringe Neigung, sich zu verziehen. Mit dem Verfahren können sehr lange Furniere hergestellt werden. Wegen der sehr arbeitsintensiven Herstellung sowie den grossen Schnittverlusten sind sie teuer. Die Furniere werden mit Gattersägen oder mit Kreissägen hergestellt.
    Bild
  54. Messerfurnier: Das Messer und der Druckbalken gleiten waagrecht und mit schräg ziehendem Schnitt über den Stamm. Der eingespannte Stamm bleibt fest und hebt sich nach jedem Schnitt um die Furnierdicke. Die Furniere erhalten auf der Unterseite feine Haarrisse. Diese Seite wird als die linke Seite bezeichnet, die nach Möglichkeit aufgeleimt werden soll. Die Herstellung kann auch vertikal erfolgen.
  55. Schälfurnier: Das Schälen ist die rationellste Methode. Sie gibt die grösste Ausbeute und erfordert den geringsten Zeitaufwand. Der Stamm wird wie bei einer Drehbank zwischen zwei Backen gespannt und in drehender Bewegung gegen ein Messer geführt, welches pro Umdrehung des Stammes um die Furnierdicke dem Drehzentrum näherrückt. Es entsteht ein "endloses" Furnierband.
  56. Was ist der Unterschied zwichen einem Säge- und einem Messerfurnier?
    ....
  57. Durch welche drei Gruppen „In Bezug auf den Einfluss“ kann Holz zerstört werden?
    • Zerstörung durch Feuer
    • Zerstörung durch Pilze
    • Zerstörung durch Tiere
  58. Holz kann zerstört werden durch die Einwirkung von Hitze (Feuer), durch den Befall mit Pflanzen (Pilzen) sowie durch das Eindringen von Tieren (Insekten).
  59. Zerstörung durch Feuer Bis rund 1500 C ist Holz thermisch beständig. Bei höheren Temperaturen wird es unter Bildung von Gasen sichtbar abgebaut. Bei etwa 200° C kann sich das Holz entzünden. Von 250° C bis etwa 300° C bildet sich beim Verbrennungsvorgang an der Holzoberfläche eine Holzkohleschicht, deren Wärmeleitfähigkeit nur noch etwa 20% von unverbranntem Holz beträgt. Dadurch wird die Wärmezufuhr ins Holzinnere während der Hitzeeinwirkung erheblich erschwert. Die um den Holzquerschnitt entstehende Kohleschicht stellt quasi einen temporären Schutzmantel gegen die weitere Feuereinwirkung dar. Bei längerer Branddauer allerdings wird der gesamte Holzquerschnitt zerstört.
  60. Je nach Holzart und Zustand des Holzes dauert seine Zerstörung durch Feuer länger oder weniger lang:
    • Schwere Holzarten sind beständiger gegen Feuer als leichte
    • Grosse Querschnitte werden durch die Holzkohleschicht länger geschützt als kleine
    • Feuchtes Holz brennt langsamer durch vorgängigen Verbrauch von Verdampfungswärme
    • Harzreiche Holzarten brennen schneller
  61. Zerstörung durch Pilze Über 100 Pilzarten wirken zerstörend auf das Holz. Alle diese Pilze haben gemeinsam, dass sie sich vorwiegend im feuchten Holz und in relativ warmen Umgebungstemperaturen optimal entfalten können. Sie ziehen als Schmarotzerpflanze ihre Nahrung aus dem Holz heraus und mit der Zeit zerstören sie so das Holz. Das Holz beginnt zu faulen. Es gibt keine Holzfäule ohne Pilze. Pilze sind pflanzliche Lebewesen, die von der Zersetzung organischer Stoffe leben. Die im Holzbau anzutreffenden Arten treten äusserlich meist durch formen- und farbenreiche Fruchtkörper in Erscheinung. Diese säen Sporen aus und dienen somit der Fortpflanzung. Auf feuchter, der Lebensfähigkeit des Pilzes angepasster Unterlage treibt die Spore einen feinen Schlauch aus. Dieser wächst, verzweigt sich und bildet ein Pilzmycel (Pilzfadengeflecht). Das Auge kann an der Oberfläche des befallenen Materials Strangbündel, Häute und watteartige Gebilde feststellen. Die am Holz auftretenden Eigenschaftsveränderungen sind je nach Pilzart verschieden. Gewisse Pilze ernähren sich von den Zellinhaltsstoffen des Speichergewebes und verfärben das Holzflecken- oder streifenartig. Andere Pilze bauen die Holzfasern ab und zerstören so die Festigkeit des Baustoffs. Für das Bauwesen sind diejenigen Pilzarten wichtig, welche das Konstruktionsholz angreifen.
  62. Was kennen sie für Holzzerstörende Pilze?
    • Der echte Hausschwamm
    • Der Kellerschwamm
    • Der weisse Porenhausschwamm
  63. Zerstörung durch Tiere Wie die Pilze sind auch die Insekten von der Temperatur abhängig, bedeutend weniger aber von der Holzfeuchtigkeit. Die Entwicklung des Insektes geht so vor sich, dass zunächst ein Ei ins Holz gelegt wird. Daraus entschlüpft eine Larve, welche wächst, sich vom umliegenden Holz ernährt und sich verpuppt. Die schlüpfenden Insekten suchen sich neue Fortpflanzungsstätten entweder im bereits befallenen Holz oder aber durch Ausfliegen in neue Hölzer.
  64. Man weiss heute, dass der Insektenbefall von Holz mannigfache Gründe hat: ........
    • Insekten zernagen das Holz zwecks Anlage von Brutstätten
    • Larven zerfressen das ihnen als Nahrung dienende Holz
    • Insekten suchen Schutz im Holz
    • Pilzbefallene Hölzer ziehen oft Insekten an (Pilze dienen teilweise als Larvennahrung)
  65. Für Konstruktionsholz ist der gefährlichste Schädling die Larve gewisser Insekten. Die Entwicklung von der Eiablage über das Stadium der Larve und der Puppe zum Vollinsekt ist sehr unterschiedlich. Die Larven zerstören vor allem das Splintholz der Nadelhölzer. Die gefährlichsten Holzzerstörer sind der Hausbock, die Anobien und der Mulmbock.
  66. Was gibt es für Tiere die das Holz zerstören könnn?
    • Der Hausbock
    • Der Holzwurm
  67. Was gibt es für Baulich konstruktiver Holzschutz
    Konstruktive Massnahmen bei der Anlage von Holzgebäudeteilen tragen dazu bei, verwendetes Holz vor Nässe zu schützen. Solche Massnahmen sind beispielsweise die Anordnung von genügenden Vordächern und Fassadenvorsprüngen, Abhebung der Holzteile aus der Bodennähe, usw. Eine gute, wohldurchdachte konstruktive Durchbildung aller Details und eine entsprechend günstige Materialwahl ist - auf dieser Stufe - ebenfalls Garant für Holzschutz. Gegen holzzerstörende Insekten ist baulich konstruktiver Holzschutz nur sehr beschränkt wirksam.
  68. Materialwahl
    Werden vorgesehene Holzbauteile besonders stark durch Feuchtigkeit und Nässe beansprucht, so besteht ausser dem Einsatz chemischer Schutzmittel auch die Möglichkeit, pilzresistente Holzarten zu verwenden: Eiche, Sipo und Iroko (zentralafrikanische Holzarten). Normalerweise werden für schweizerische Bauten die einheimischen Bauhölzer Fichte und Tanne verwendet. Da diese Hölzer geringe Pilzwiderstände aufweisen, sind oft baulich konstruktive Schutzmassnahmen und chemische Vorkehrungen erforderlich. Allerdings lässt sich auch bei diesen Hölzern die Gefahr von Schäden durch sorgfältige Holzauslese vermindern.
  69. Oberflächenschutz
    Mit Hilfe von Anstrichen und Beschichtungen wird das Holz unmittelbar an seiner Oberfläche gegen äussere Einflüsse abgedeckt.
  70. Chemischer Holzschutz
    Durch Behandlung mit chemischen Stoffen wird Holz gegen den schädlichen Einfluss mehr oder weniger immun gemacht.Keine der 4 genannten Möglichkeiten ist in der Lage, den Anforderungen an den Holzschutz in ausreichendem Masse Rechnung zu tragen. Daher soll eine sinnvoll ausgewogene Kombination der erwähnten Schutzmöglichkeiten angestrebt werden.
  71. Holzschutz gegen Feuer Die sicherste Massnahme gegen die Zerstörung von Holz durch Feuer ist die Summe aller baulichen Massnahmen, wie sie die feuerpolizeilichen Vorschriften vorsehen, wie zum Beispiel das Verkleiden von Holzbauteilen mit feuerhemmenden Gipsplatten, oder das grundsätzliche Verbot für die Anwendung von Holzbauteilen in besonders feuergefährdeten Räumen (Heizungen), oder das Abschirmen von Holz gegen grosse Hitzestrahlungen (bei Ofenrohren).Holz ist und bleibt aber ein Baustoff, der nicht unbrennbar gemacht werden kann. Mit gewissen Massnahmen gelingt es hingegen, den Zeitpunkt der Entflammung bis gegen 20 Minuten hinauszuzögern, so dass die Organisation von Lösch- und Rettungsarbeiten besser möglich wird
  72. Was gibt es für Vergütetes Vollholz?
    • Pressvollholz
    • Formvollholz
    • Tränkvollholz
  73. Pressvollholz
    Ist Holz, das durch ein- oder mehrseitigen Druck verdichtet worden ist. Dabei werden die Holzzellen fast vollständig geschlossen. Bei derartig behandeltem Holz wird die Zugfestigkeit fast verdoppelt und die Druck- und Biegefestigkeiten erreichen Steigerungen um das 2 bis 4- fache. Beispiele: Lager, verschleissfeste Bauteile.
  74. Formvollholz
    (Biegeholz) ist Holz, welches durch Dämpfen im Vakuum erweicht und anschliessend in Faserlängsrichtung gestaucht wurde. Es ist wesentlich elastischer als unbehandeltes Holz. Beispiele: gebogene Bauteile im Möbelbau, Innenbau, Flugzeug- und Fahrzeugbau.
  75. Tränkvollholz
    Tränkvollholz entsteht durch Tränken von Holz mit Kunststoffen (Parafin, Wachs, Harze, Öle, flüssige Metalllegierungen). Das behandelte Holz hat ein geringeres Wasseraufnahmevermögen, eine bessere Formbeständigkeit und eine bessere Wärmeleitfähigkeit. Beispiele: Gleitlager, Maschinenbau
  76. Was gibt es für Lagenholz?
    • Schichtholz
    • Sperrholz
    • Sternholz
    • Tischlerplatten
  77. Lagenholz
    • Lagenholz wird aus verleimten Furnierschichten hergestellt. Die
    • verschiedenen Lagenhölzer unterscheiden sich in der Art, wie die
    • einzelnen Furniere verleimt werden (was sich dann selbstverständlich
    • auch in den unterschiedlichen Eigenschaften der entsprechenden
    • Holzwerkstoffe zeigt). Werden die Furniere des Lagenholzes unter hohem
    • Druck verleimt, so entsteht das verdichtete Lagenholz.
  78. Schichtholz
    • Zur Herstellung von Schichtholz werden die Furniere faserparallel verleimt. Beim entstehen- den Holzwerkstoff ist die Festigkeit dadurch natürlich abhängig von der Faserrichtung. Die Festigkeiten sind gegenüber Vollholz verbessert, weil die qualitativ guten Furniere einen homogeneren, regelmässiger aufgebauten Holzquerschnitt bilden.
    • Mit dieser Methode werden auch Holzträger hergestellt. Die einzelnen Schichten weisen eine stärke von etwa 30 mm auf. Die Breiten und Höhen werden nach den Regeln beim Vollholz gewählt. Es können aber auch grössere Gesamtmasse als beim Vollholz gewählt werden.
  79. Sperrholz
    Werden die Furniere kreuzweise verleimt, so entsteht das Sperrholz. Im Gegensatz zum Schichtholz können sich die Sperrholzplatten praktisch nicht verwerfen, weil das unter- schiedliche Arbeiten der Furniere in Längs- und Querrichtung weitgehend verhindert wird. Beim Verkleben der Furniere muss darauf geachtet werden, dass die oberste und die unterste Schicht faserparallel verlaufen. Sperrholzplatten weisen deswegen auch immer eine ungerade Anzahl verleimter Furniere auf.
  80. Sternholz
    Beim Sternholz werden die Furniere so verleimt, dass ihre Faserrichtungen jeweils einen spitzen Winkel zwischen 150 und 450 bilden. Die Fasern der Furniere verlaufen also sternförmig zueinander. Wie beim Sperrholz werden auch hier die beiden äussersten Furniere faserparallel verleimt. Das Sternholz weist in allen Richtungen nahezu die gleiche Festigkeit auf.
  81. Tischlerplatten
    Die Tischlerplatten entstehen, wenn auf eine Mittelschicht verleimter Holzstäbe oder Holz- streifen beidseitig Absperrfurniere aufgeleimt werden. Die Dicke der Holzstäbe im mittleren Bereich der Tischlerplatten beträgt zwischen 13 und 45 mm. Eine verbreitete Anwendung der Tischlerplatten im Bauwesen sind die Schaltafeln.
  82. Was gibt es für Span- und Faserwerkstoffe?
    • Holzwolle-Leichtbauplatten
    • Holzspanplatten
    • Holzfaserwerkstoffe
  83. Holzwolle-Leichtbauplatten
    Wird Holzwolle mit einem mineralischen Bindemittel (z.B. mit Zement oder Gips) zu Platten geformt, so entstehen nach dem Erhärten Holzwolle-Leichtbauplatten. Bedingt durch ihre gute Wärmedämmung werden diese Holzwerkstoffe als feuerhemmende Materialien im Ingenieurhochbau vielfach eingesetzt. Überdies ermöglichen sie eine ausgezeichnete Haftung von Verputzen.
  84. Holzspanplatten
    Durch das unter Druck und Hitze stattfindende Verleimen von Holzspänen entstehen die Holzspanplatten. Kunstharze werden vielfach als Leimmasse verwendet. Die Qualitäten der Spanplatten variieren je nach verwendetem Bindemittel und Herstellungsart. Ebenso vielfältig kann ihre Oberflächenbeschaffenheit sein (pressblank, geschliffen, furniert, beschichtet, usw.). Die Anwendung von Holzspanplatten ist heute sowohl im Hoch- wie im Tiefbau sehr verbreitet: Tragende Bauteile, Schalungen, Innenausbau, Möbelbau, usw.
  85. Holzfaserwerkstoffe
    Holz kann selbstverständlich noch weiter als bloss bis zu Spänen zerkleinert werden. Man kann Holz bis auf die Fasern auflösen und die entstehende Fasermasse mit Hilfe eines Bindemittels unter Hitze zu Platten pressen. So entstehen die Holzfaserwerkstoffe. Die Herstellung der Faserplatten erfolgt unter sehr unterschiedlichen Druckverhältnissen, womit die Plattenqualitäten weitgehend beeinflusst werden können. Verwendung wie Holzspanplatten.
  86. Verbundwerkstoffe - Holzverbundplatten
    Bei den Holzverbundplatten werden Span- oder Faserplatten ein- bzw. beidseitig so mit einer Schicht belegt, dass Platte und Beschichtung unverschieblich miteinander verbunden sind. Soll die Aussenschicht die Platte gegen Feuchtigkeit schützen oder ihr aus ästethischen Gründen ein "schönes" Aussehen verleihen, so spricht man von einer Beschichtung der Verbundplatte. Hat die Aussenschicht hingegen die Aufgabe, statische Eigenschaften der Platten zu verbessern, so ist die Aussenschicht eine Beplankung der Verbundplatte.

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