BETTINA UHLIG, STEPHAN WAHNER. ORIENTIERUNG: KUNSTVERMITTLUNG

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  1. Kunst bzw. Beschäftigung mit Kunst erhält Bildungspotentiale
    Kulturelle Kompetenz Geistige Entwicklung Differenzierung des Denkens Hilft, die Welt zu verstehen, zu kritisieren und neu zu entwerfen
  2. KUNST ALS BILD IM VERHÄLTNIS ZUR WELT- als was gilt Kunst?
    als originäre, einzigartige & unersetzbare visuelle „Sprache“
  3. Kunst- Eingenschaften
    • ist bedeutungsoptional
    • kann im Menschen tiefes Erleben hervorrufen und sinnreiche Erkenntnis stiften
  4. Was kann die Kunst zur Kunst machen?
    • Handwerkliche und gestalter. Qualität
    • Ausdruckskraft
    • Bedeutungshaltigkeit ihrer Inhalte
    • 3 Form Betrachter Kontext Inhalt
    • Wirksamkeit ihres Kommunikationspotentials
    • „seismographische“ Wahrnehmung zeitgeschichtlicher Veränderungen
  5. Neuerliche Diskussionen in den Kunstwissenschaften- worüber?
    Fragen der Bildlichkeit und bildlichen Präsenz
  6. „ICONIC TURN“
    Wende von Dominanz der Sprache zur Dominanz des Bildes
  7. Bild
    • kein Artefakt im herkömmlichen Sinn
    • ist etwas,das visuell in Erscheinung tritt
  8. Potenzial von Bildern
    • verändert Auffassungen von Bildern und von Kunst
    • Veränderung der Wahrnehmung sowie der Umgang mit Bildern
  9. Bilddidaktik
    • Entwicklung einer allg. Bildkompetenz,
    • anwendbar auf Kunst & auf andere Bildwelten
  10. Was ist heute zu beachten bei Fachbetrachtung?
    Im Zuge des „Iconic Turn“ & der Globalisierung Erweiterung des Gegenstandsbereiches des Faches hin zur Weltkunst
  11. WERKAUSWAHL & PRÄFERENZEN
    Otto (1987), Busse (2004) und Sturm (2004)
    keine Hinweise zu systematischer Werk- & Bildauswahl & Berücksichtigung von Zielgruppen
  12. Ines Seumel (2001): „Assoziative Rezeptionsmethoden“
    • Keine Zielgruppe
    • Grenzt Auswahl der Kunstwerke ein & empfiehlt zu ausgewählten Ausdrucksformen geeignete Künstler
    • Benennt „ungeeignete“ Ausdrucksformen
    • nurfür Grundschulbereich Aswahl von Kunstwerken hinsichtlich der Altersgruppe reflektiert & empirisch überprüft
  13. ConstanzeKirchner (1999) & Bettina Uhlig (2005):
    • Kinder interessieren sich für Kunstwerke, die lebensweltliche Bezugspunkte aufweisen (Farben, Formen, Motive, Themen usw.)
    • Bezugspunkte sehen beide v.a. in moderner & zeitgenössischer Kunst gegeben
  14. WO sind zahlreiche Leerstellen in der Vermittlungslandschaft anzutreffen?
    • Werkauswahl & Präferenzen
    • Vermittlungspotentialen histor. Kunst & Weltkunst,
    • Rezeptionsvoraussetzungen von Kindern & Jugendlichen
  15. VERMIITTLUNGSKONZEPTE
    Was sind die „Koordinaten“ der Kunstvermittlung?
  16. Image Upload
  17. Wo liegt der größte Kontrast in den Koordinaten d. Kunstvermittlung?
    • zwischen Favorisierung des Betrachters (Subjektbezug) und
    • Auffassung vom Kunstwerk als Einheit von Form& Inhalt (Werkimmanenz)
  18. Nennen extrem subjektbezogener Vermittlungskonzepte!
    • Assoziative Methoden von Seumel(2001)
    • „Kunstvermittlung als Kunst“ von Sturm(2005)
  19. Nennen extrem werkbezogene Vermittlungskonzepte!
    • Methodenpool von Kirschenmann/Schulz (1999)
    • Dornhaus (1985)
  20. Wo ist die Mehrzahl der Vermittlungskonzepte zu verorten?
    zwischen subjektbezogenen und werkbezogenen Herangehensweisen!
  21. Worin liegt der Spagat zwischen kunstpädagogischen Intentionen?
    • Den Heranwachsenden bedeutsame Erfahrungen & Einsichten über Kunst ermöglichen
    • & sie dabei persönlich involvieren
    • dabei konkretes Kunstwerk „kunstgemäß“ behandeln ohne es zu instrumentalisieren
  22. HISTORISCHE HERLEITUNG & BEZÜGE
  23. Wer war Alfred Lichtwark?
    erster Fachvertreter, der kunstpädagogische Fachvermitllung betrieb
  24. Nennen d Geistigen „Väter“ der Kunstvermittlung
    • J.J. Winckelmann,
    • G.W.F. Hegel, F. Schlegel,
    • C. Fiedler
    • & Pädagogen wie J.-J. Rousseau oder J.H. Pestalozzi
  25. Worin lag Lichtwarks Zielsetzung?
    • Fähigkeit anzuschauen & Freude am Einfachen,
    • Gediegenes Sachgemäßes Empfinden
    • Geschmacksbildung
  26. Intention K. Langes?
    Erziehung zur Erlebnis- & Genussfähigkeit
  27. Grenzziehungen von E. Betzler:
    Abgrenzung der wahrhaft schönen Erscheinung der Kunst von Modischem & Experimentellem bzw. von Rationalem & Bewusstem
  28. Kunstvermittlung Ende der 50er:
    • formaler Kunstunterricht etabliert sich
    • nicht rezeptive Betrachtung, sondern nachahmende Gestaltungspraxis nach Vorlagen der ungegenständlichen Kunst soll zu „bildnerischem“ Denken führen
  29. Kunstvermittlung 70er Jahre:
    Vertreter der visuellen Kommunikation legen Augenmerk stark auf Analysemethoden
  30. Was ist das primäre Ziel der Vertreter d. visuellen Kommunikation?
    politische Mündigkeit und Emanzipation der Schüler
  31. Was ist problematisch bezüglich Kunstvermittlung der visuellen Kommunikation ?
    • Schüler & Kunst werden ideologiekritisch vereinnahmt
    • Vorhaben der visuellen Mündigkeit bleibt uneingelöst
  32. Was intendiert Gunter Ottos Theorie der Ästhetischen Erziehung?
    selbstbestimmtes & emanzipiertes Handeln von Schülern
  33. Worauf basiert Ottos Didaktik?
    • auf erziehungswiss. & kunstwiss. Fundamenten,
    • Verschränkung v. Rezeption & ästhetischer Praxis im Lernprozess
  34. Was betonen Otto & Regel?
    • Wichtigkeit von Wahrnehmen und subjektivem Auslegen
    • sowie problematisierendes Reflektieren, Deuten & Verstehen von Kunst & ihren kontextuellen Bezügen
  35. Ab 80ern Kunstvermittlung:
    subjektpädagogische Tendenzen
  36. Beispiele für subjektpädagogische Tendenzen
    • „Subjektorientierte Kunstpädagogik“ (Selle)
    • & „Künstlerische Bildung“ (Buschkühle)
  37. Was ist typisch für diese subjektpädagogische Tendenzen?
    • selbstreflexive & selbstpoietische Prozesse im Zentrum
    • Selbst-Vermittlung von Kunst als „kunstanaloge Erfahrung“
  38. Was ist problematisch bei diesen subjektpädagogische Tendenzen?
    wenige Aussagen zu Entwicklungsprozessen, Interessen und Bedürfnissen
  39. Was ist charakteristisch für neuere Fachgeschichte?
    Vermittlungskonzepte, die rezeptive & künstlerische Praxis integrieren
  40. Was wird durch diese neueren Vermittlungskonzepte gefördert?
    • Nachdenken & Handeln kommt den Weltzugangsweisen entgegenen
    • Förderung von mehrperspektivischen und komplexen Sichtweisen auf die Wirklichkeit
  41. AKTUELLE POSITIONEN
    „Auslegen“ von Otto
  42. Rolle von „Auslegen“ (Otto)?
    Schlüsselrolle in neuer Vermittlungslandschaft
  43. Was intendiert Otto durch Auslegen von Bildern?
    Erkenntnisprozesse
  44. Was ist Ottos Ziel des Auslegens?
    sich selbst, andere & die Welt vergewissernd, überschreitend oder kritisch in Erfahrung bringen können
  45. Ähnlichkeiten und Grundlagen Ottos Konzept
    • Auslegen entspricht entdeckendem Lernen
    • basiert auf offenem, dem Verstehen verpflichtendem Setting
  46. Was sind Ottos Auslegungsschritte?
    Perceptbildung & Kontextbildung
  47. Was sind Auslegungsprozeduren Ottos?
    sprechen, schreiben, malen, zeichnen, sammeln, lesen usw.
  48. Was soll am Ende Ottos Vorhaben stehen?
    • nicht entschlüsseltes Bild,
    • sondern: eine Vielfalt der ausgeschrittenen Dimensionen & gewonnenen Aufschlüsse
  49. Worum geht es beim Auslegen?
    • nicht um rein subjektive Auslegungspraxis,
    • sondern: um In-Beziehung-Setzen zwischen dem, was im Bild gemeint ist und dem Verstehens- & Deutungshorizont des Betrachters
  50. SUBJEKTIVE AUSLEGUNG- Vertreter
    • Klaus-Peter Busse
    • Christine Heil
  51. Klaus-Peter Busse: Bildumgangsspiele (2004)
    Was steht im Zentrum?
    • kultureller Gebrauch von Bildern !
    • Betrachter kann mit dem Bild etwas anderes machen, als es vom Künstler beabsichtigt war
  52. Christine Heil: Kartierende Auseinandersetzung mit Kunst (2007)
    ???
  53. Fazit: Gemeinsamkeit von Heil und Busse
    Beide stark in Sphäre des Subjektiven verankert
  54. Beispiele für Vermittlungen im Bereich der (Kunst-)Pädagogik
    • Sturm
    • Schulz/Kirschenmann & Thomas/Seydel/Sowa
  55. Sturm: Kunstvermittlung als Kunst (2004)
    ???
  56. Schulz/Kirschenmann & Thomas/Seydel/Sowa – Vermittlung durch?
    • aufmerksam machen,
    • Rezeptionsprozesse anregen & begleiten,
    • gangbare Wege anbieten,
    • wesentliche Informationen bereitstellen
  57. Vertreter für Vermittlungen im Grundschulbereich?
    • Constanze Kirchner
    • Bettina Uhlig
  58. Constanze Kirchner (1999): Fragestellung
    • inwieweit lassen sich Kinder durch Materialität & Stofflichkeit von Kunstwerken anregen
    • wie können sie über eigene ästhetische Erfahrungen Einsichten in Form-Wirkung-Zusammenhänge erhalten
  59. Bettina Uhlig (2005):Arbeitsbereich
    • Verschränken von Nachdenken & Kommunizieren über Kunst
    • Angeregt vom Philosophieren mit Kindern
    • Mit künstlerisch-ästhetischer Handlungspraxis
  60. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 1
    Wie kann sich Kunstvermittlung bewähren?
    Kunstvermittlung bewährt sich nur, wenn sie den Bedingungen einer veränderten Schule Rechnung trägt (Multikulturalität, Medienwirklichkeit, Heterogenität usw.)
  61. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 2
    Was sollte Kunstvermittlung stärker berücksichtigen?
    Stärker berücksichtigen, welche Erfahrungen, Interessen und Bedürfnisse die Schüler in Vermittlungssituationen einbringen;Leerstelle der Präferenzforschung & zum Bildverständnis von Kindern & Jugendlichen sind zu schließen
  62. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 3
    Wo beginnt Kunstvermittlung?
    Kunstvermittlung beginnt im Elementarbereich
  63. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 4
    Woran sollte sich Kunstvermittlung abarbeiten?
    Kunstvermittlung sollte sich der ganzen Breite & Vielfalt von Kunst zuwenden (histor. & zeitgenöss. Kunst eigener und anderer Kulturen)
Author:
Anonymous
ID:
80196
Card Set:
BETTINA UHLIG, STEPHAN WAHNER. ORIENTIERUNG: KUNSTVERMITTLUNG
Updated:
2011-04-17 20:41:05
Tags:
KUNSTVERMITTLUNG Kunstdidaktik
Folders:

Description:
AKZENTUIERUNG IN DER KUNSTVERMITTLUNGSLANDSCHAFT
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