BETTINA UHLIG, STEPHAN WAHNER. ORIENTIERUNG: KUNSTVERMITTLUNG

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Anonymous
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80196
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BETTINA UHLIG, STEPHAN WAHNER. ORIENTIERUNG: KUNSTVERMITTLUNG
Updated:
2011-04-17 16:41:05
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KUNSTVERMITTLUNG Kunstdidaktik
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AKZENTUIERUNG IN DER KUNSTVERMITTLUNGSLANDSCHAFT
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  1. Kunst bzw. Beschäftigung mit Kunst erhält Bildungspotentiale
    Kulturelle Kompetenz Geistige Entwicklung Differenzierung des Denkens Hilft, die Welt zu verstehen, zu kritisieren und neu zu entwerfen
  2. KUNST ALS BILD IM VERHÄLTNIS ZUR WELT- als was gilt Kunst?
    als originäre, einzigartige & unersetzbare visuelle „Sprache“
  3. Kunst- Eingenschaften
    • ist bedeutungsoptional
    • kann im Menschen tiefes Erleben hervorrufen und sinnreiche Erkenntnis stiften
  4. Was kann die Kunst zur Kunst machen?
    • Handwerkliche und gestalter. Qualität
    • Ausdruckskraft
    • Bedeutungshaltigkeit ihrer Inhalte
    • 3 Form Betrachter Kontext Inhalt
    • Wirksamkeit ihres Kommunikationspotentials
    • „seismographische“ Wahrnehmung zeitgeschichtlicher Veränderungen
  5. Neuerliche Diskussionen in den Kunstwissenschaften- worüber?
    Fragen der Bildlichkeit und bildlichen Präsenz
  6. „ICONIC TURN“
    Wende von Dominanz der Sprache zur Dominanz des Bildes
  7. Bild
    • kein Artefakt im herkömmlichen Sinn
    • ist etwas,das visuell in Erscheinung tritt
  8. Potenzial von Bildern
    • verändert Auffassungen von Bildern und von Kunst
    • Veränderung der Wahrnehmung sowie der Umgang mit Bildern
  9. Bilddidaktik
    • Entwicklung einer allg. Bildkompetenz,
    • anwendbar auf Kunst & auf andere Bildwelten
  10. Was ist heute zu beachten bei Fachbetrachtung?
    Im Zuge des „Iconic Turn“ & der Globalisierung Erweiterung des Gegenstandsbereiches des Faches hin zur Weltkunst
  11. WERKAUSWAHL & PRÄFERENZEN
    Otto (1987), Busse (2004) und Sturm (2004)
    keine Hinweise zu systematischer Werk- & Bildauswahl & Berücksichtigung von Zielgruppen
  12. Ines Seumel (2001): „Assoziative Rezeptionsmethoden“
    • Keine Zielgruppe
    • Grenzt Auswahl der Kunstwerke ein & empfiehlt zu ausgewählten Ausdrucksformen geeignete Künstler
    • Benennt „ungeeignete“ Ausdrucksformen
    • nurfür Grundschulbereich Aswahl von Kunstwerken hinsichtlich der Altersgruppe reflektiert & empirisch überprüft
  13. ConstanzeKirchner (1999) & Bettina Uhlig (2005):
    • Kinder interessieren sich für Kunstwerke, die lebensweltliche Bezugspunkte aufweisen (Farben, Formen, Motive, Themen usw.)
    • Bezugspunkte sehen beide v.a. in moderner & zeitgenössischer Kunst gegeben
  14. WO sind zahlreiche Leerstellen in der Vermittlungslandschaft anzutreffen?
    • Werkauswahl & Präferenzen
    • Vermittlungspotentialen histor. Kunst & Weltkunst,
    • Rezeptionsvoraussetzungen von Kindern & Jugendlichen
  15. VERMIITTLUNGSKONZEPTE
    Was sind die „Koordinaten“ der Kunstvermittlung?
  16. Wo liegt der größte Kontrast in den Koordinaten d. Kunstvermittlung?
    • zwischen Favorisierung des Betrachters (Subjektbezug) und
    • Auffassung vom Kunstwerk als Einheit von Form& Inhalt (Werkimmanenz)
  17. Nennen extrem subjektbezogener Vermittlungskonzepte!
    • Assoziative Methoden von Seumel(2001)
    • „Kunstvermittlung als Kunst“ von Sturm(2005)
  18. Nennen extrem werkbezogene Vermittlungskonzepte!
    • Methodenpool von Kirschenmann/Schulz (1999)
    • Dornhaus (1985)
  19. Wo ist die Mehrzahl der Vermittlungskonzepte zu verorten?
    zwischen subjektbezogenen und werkbezogenen Herangehensweisen!
  20. Worin liegt der Spagat zwischen kunstpädagogischen Intentionen?
    • Den Heranwachsenden bedeutsame Erfahrungen & Einsichten über Kunst ermöglichen
    • & sie dabei persönlich involvieren
    • dabei konkretes Kunstwerk „kunstgemäß“ behandeln ohne es zu instrumentalisieren
  21. HISTORISCHE HERLEITUNG & BEZÜGE
  22. Wer war Alfred Lichtwark?
    erster Fachvertreter, der kunstpädagogische Fachvermitllung betrieb
  23. Nennen d Geistigen „Väter“ der Kunstvermittlung
    • J.J. Winckelmann,
    • G.W.F. Hegel, F. Schlegel,
    • C. Fiedler
    • & Pädagogen wie J.-J. Rousseau oder J.H. Pestalozzi
  24. Worin lag Lichtwarks Zielsetzung?
    • Fähigkeit anzuschauen & Freude am Einfachen,
    • Gediegenes Sachgemäßes Empfinden
    • Geschmacksbildung
  25. Intention K. Langes?
    Erziehung zur Erlebnis- & Genussfähigkeit
  26. Grenzziehungen von E. Betzler:
    Abgrenzung der wahrhaft schönen Erscheinung der Kunst von Modischem & Experimentellem bzw. von Rationalem & Bewusstem
  27. Kunstvermittlung Ende der 50er:
    • formaler Kunstunterricht etabliert sich
    • nicht rezeptive Betrachtung, sondern nachahmende Gestaltungspraxis nach Vorlagen der ungegenständlichen Kunst soll zu „bildnerischem“ Denken führen
  28. Kunstvermittlung 70er Jahre:
    Vertreter der visuellen Kommunikation legen Augenmerk stark auf Analysemethoden
  29. Was ist das primäre Ziel der Vertreter d. visuellen Kommunikation?
    politische Mündigkeit und Emanzipation der Schüler
  30. Was ist problematisch bezüglich Kunstvermittlung der visuellen Kommunikation ?
    • Schüler & Kunst werden ideologiekritisch vereinnahmt
    • Vorhaben der visuellen Mündigkeit bleibt uneingelöst
  31. Was intendiert Gunter Ottos Theorie der Ästhetischen Erziehung?
    selbstbestimmtes & emanzipiertes Handeln von Schülern
  32. Worauf basiert Ottos Didaktik?
    • auf erziehungswiss. & kunstwiss. Fundamenten,
    • Verschränkung v. Rezeption & ästhetischer Praxis im Lernprozess
  33. Was betonen Otto & Regel?
    • Wichtigkeit von Wahrnehmen und subjektivem Auslegen
    • sowie problematisierendes Reflektieren, Deuten & Verstehen von Kunst & ihren kontextuellen Bezügen
  34. Ab 80ern Kunstvermittlung:
    subjektpädagogische Tendenzen
  35. Beispiele für subjektpädagogische Tendenzen
    • „Subjektorientierte Kunstpädagogik“ (Selle)
    • & „Künstlerische Bildung“ (Buschkühle)
  36. Was ist typisch für diese subjektpädagogische Tendenzen?
    • selbstreflexive & selbstpoietische Prozesse im Zentrum
    • Selbst-Vermittlung von Kunst als „kunstanaloge Erfahrung“
  37. Was ist problematisch bei diesen subjektpädagogische Tendenzen?
    wenige Aussagen zu Entwicklungsprozessen, Interessen und Bedürfnissen
  38. Was ist charakteristisch für neuere Fachgeschichte?
    Vermittlungskonzepte, die rezeptive & künstlerische Praxis integrieren
  39. Was wird durch diese neueren Vermittlungskonzepte gefördert?
    • Nachdenken & Handeln kommt den Weltzugangsweisen entgegenen
    • Förderung von mehrperspektivischen und komplexen Sichtweisen auf die Wirklichkeit
  40. AKTUELLE POSITIONEN
    „Auslegen“ von Otto
  41. Rolle von „Auslegen“ (Otto)?
    Schlüsselrolle in neuer Vermittlungslandschaft
  42. Was intendiert Otto durch Auslegen von Bildern?
    Erkenntnisprozesse
  43. Was ist Ottos Ziel des Auslegens?
    sich selbst, andere & die Welt vergewissernd, überschreitend oder kritisch in Erfahrung bringen können
  44. Ähnlichkeiten und Grundlagen Ottos Konzept
    • Auslegen entspricht entdeckendem Lernen
    • basiert auf offenem, dem Verstehen verpflichtendem Setting
  45. Was sind Ottos Auslegungsschritte?
    Perceptbildung & Kontextbildung
  46. Was sind Auslegungsprozeduren Ottos?
    sprechen, schreiben, malen, zeichnen, sammeln, lesen usw.
  47. Was soll am Ende Ottos Vorhaben stehen?
    • nicht entschlüsseltes Bild,
    • sondern: eine Vielfalt der ausgeschrittenen Dimensionen & gewonnenen Aufschlüsse
  48. Worum geht es beim Auslegen?
    • nicht um rein subjektive Auslegungspraxis,
    • sondern: um In-Beziehung-Setzen zwischen dem, was im Bild gemeint ist und dem Verstehens- & Deutungshorizont des Betrachters
  49. SUBJEKTIVE AUSLEGUNG- Vertreter
    • Klaus-Peter Busse
    • Christine Heil
  50. Klaus-Peter Busse: Bildumgangsspiele (2004)
    Was steht im Zentrum?
    • kultureller Gebrauch von Bildern !
    • Betrachter kann mit dem Bild etwas anderes machen, als es vom Künstler beabsichtigt war
  51. Christine Heil: Kartierende Auseinandersetzung mit Kunst (2007)
    ???
  52. Fazit: Gemeinsamkeit von Heil und Busse
    Beide stark in Sphäre des Subjektiven verankert
  53. Beispiele für Vermittlungen im Bereich der (Kunst-)Pädagogik
    • Sturm
    • Schulz/Kirschenmann & Thomas/Seydel/Sowa
  54. Sturm: Kunstvermittlung als Kunst (2004)
    ???
  55. Schulz/Kirschenmann & Thomas/Seydel/Sowa – Vermittlung durch?
    • aufmerksam machen,
    • Rezeptionsprozesse anregen & begleiten,
    • gangbare Wege anbieten,
    • wesentliche Informationen bereitstellen
  56. Vertreter für Vermittlungen im Grundschulbereich?
    • Constanze Kirchner
    • Bettina Uhlig
  57. Constanze Kirchner (1999): Fragestellung
    • inwieweit lassen sich Kinder durch Materialität & Stofflichkeit von Kunstwerken anregen
    • wie können sie über eigene ästhetische Erfahrungen Einsichten in Form-Wirkung-Zusammenhänge erhalten
  58. Bettina Uhlig (2005):Arbeitsbereich
    • Verschränken von Nachdenken & Kommunizieren über Kunst
    • Angeregt vom Philosophieren mit Kindern
    • Mit künstlerisch-ästhetischer Handlungspraxis
  59. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 1
    Wie kann sich Kunstvermittlung bewähren?
    Kunstvermittlung bewährt sich nur, wenn sie den Bedingungen einer veränderten Schule Rechnung trägt (Multikulturalität, Medienwirklichkeit, Heterogenität usw.)
  60. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 2
    Was sollte Kunstvermittlung stärker berücksichtigen?
    Stärker berücksichtigen, welche Erfahrungen, Interessen und Bedürfnisse die Schüler in Vermittlungssituationen einbringen;Leerstelle der Präferenzforschung & zum Bildverständnis von Kindern & Jugendlichen sind zu schließen
  61. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 3
    Wo beginnt Kunstvermittlung?
    Kunstvermittlung beginnt im Elementarbereich
  62. AUSBLICK IN VIER THESEN: These 4
    Woran sollte sich Kunstvermittlung abarbeiten?
    Kunstvermittlung sollte sich der ganzen Breite & Vielfalt von Kunst zuwenden (histor. & zeitgenöss. Kunst eigener und anderer Kulturen)

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