KL - 06. Wasserhaltung im Baugrund

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Author:
Karter8
ID:
81139
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KL - 06. Wasserhaltung im Baugrund
Updated:
2011-04-25 04:57:04
Tags:
Definitive Fragen
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LAP
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  1. Was versteht man unter dem Begriff Wasserhaltung?
    Unter den Begriff "Wasserhaltung" fallen sämtliche Arbeiten, die dazu dienen, Oberflächenwasser, Grundwasser oder offenes Wasser von der Baugrube fernzuhalten.
  2. Welche zwei Wasserhaltungen werden unterschieden?
    • offene Wasserhaltung
    • geschlossene Wasserhaltung
  3. Der Wasserkreislauf: Pro Tag fallen über 1000 Mrd. m3 Wasser auf die Erde. Dies in Form von Regen, Hagel, Schnee und Tau. Ein Teil verdunstet gleich nach erreichen der Erde wieder, ein andere gelangt durch Seen und Flüsse wieder ins Meer. Der letzte Teil versickert in der Erde und speisst das Grundwasser.
  4. Was gibt es für Ökologische Aspekte; Die Erhaltung des Grundwassers ist aus naheliegenden Gründen von grösster Wichtigkeit. Viele Tätigkeiten führen zur Verschlechterung unserer Grundwassersituation:
    • Ausbau von Gewässern
    • Draingage landwirtschaftlicher Flächen
    • Strassen, Parkplätze, Gebäude
    • Grundwasserabsenkung
    • Alle diese Einwirkungen stören den ökologischen Kreislauf und führen dazu, dass das Wasser nicht versickern kann.
  5. Die Hohlräume die der Boden besitzt werden Poren genannt. Sie sind mit Luft oder Wasser gefüllt. Es gibt verschiedene Arten von Wasser im Boden. Haftwasser wird von Bodenteilchen angesaugt und umgibt die Körner mit einer feinen Wasserhülle. Kapillarwasser (Porensaugwasser) unter dem Grundwasserspiegel und unmittelbar darüber füllt es Poren mit Wasser. Sickerwasser ist die Verbindung zwischen dem Niederschlagswasser und dem Grundwasser. Dieses bewegt sich frei im Untergrund, füllt alle Poren und wird durch die Schwerkraft beeinflusst.
  6. Welches sind die "drei Bereiche" im Boden?
    • Grundwasserbereich
    • Kapillarwasserbereich
    • Lufthaltrige Schicht
  7. Freies Grundwasser
  8. Schwebendes Grundwasser
  9. Artesisches Grundwasser
  10. Grundwasser-Stockwerke
  11. Problem: während und nach dem Aushub füllt sich die Baugrube bei wasserhaltigem Baugrund mit Wasser. Auch wenn das Wasser aus der Baugrube weggepumpt wird, fliesst bzw. sickert immer wieder Wasser nach.
  12. Was ist für Lösungsmöglichkeiten, wenn Baugruben im Grundwasser sind?
    • Möglichkeit
    • 1: undurchlässige Schicht vorhanden
    • 2: künstliche undurchlässige Schicht einbringen
    • 3: Grundwasserspiegel absenken
  13. Möglichkeit 1: undurchlässige Schicht vorhanden
  14. Möglichkeit 2: künstliche undurchlässige Schicht einbringen
  15. Möglichkeit 3: Grundwasserspiegel absenken
  16. Die Wahl der Wasserhaltung wird durch den Grundwasserstand, die Eigenschaften des Baugrunds, wie auch durch die Baugrube weitgehend bestimmt.
  17. Was ist eine offene Wasserhaltung?
    Das in der Baugrube sichtbar anfallenede Wasser wird gefasst und an der Tiefsten stelle der Baugrube gesammelt. Wo dann ein Pumpensumpf installiert wird. Mit hilfe der Pumpe wird das Wasser in Vorfluter oder die Kanalisation gepumpt.
  18. Das in der Baugrube sichtbar anfallenede Wasser wird gefasst und an der Tiefsten stelle der Baugrube gesammelt. Wo dann ein Pumpensumpf installiert wird. Mit hilfe der Pumpe wird das Wasser in Vorfluter oder die Kanalisation gepumpt. Anwendungsmöglichkeiten: .........
    • Baugruben mit kleinem Wasserandrang, welche nicht sehr tief sind
    • bei standfesten Böden mit Wasserführenden schichten
    • bindige Böden, bei welchen keine Auftriebsgefahr besteht
    • sandigen und kiesigen Böden sofern es die Wassermenge erlaubt
  19. Was ist eine geschlossene Wasserhaltung?
    Wenn das Grundwasser in die Baugrube eintritt und somit den Bau stört, ist eine Grundwasserabsenkung vorzunehmen. Eine 2. Möglichkeit ist, dass man mit Hilfe von Beton- bzw. Spundwänden den Grundwasserandrang verhindert.
  20. Was gibt es für varianten der GW absenkung bei geschlossener Wasserhaltung?
    • Grundwasserabsenkung durch Schwerkraft
    • Grundwasserabsenkung durch Vakuum
    • Grundwasserabsenkung durch Elektrosmose-Verfahren
  21. Wie funktioniert die Grundwasserabsenkung durch Schwerkraft?
    Durch Hilfe von einem oder mehreren Filterbrunnen wird das Grundwasser so abgesenkt, dass der Grundwasserspiegel unter der Baugrubensohle liegt. Es werden 2 Arten von Filterbrunnen unterschieden. Die Vollkommenen Brunnen reichen bis in die wasserundurchlässige Schicht. Wobei die unvollkommenen Brunnen oberhalb dieser Schicht enden.
  22. Wie funktioniert die Grundwasserabsenkung durch Vakuum?
    In Böden wo zu wenig Fliesskraft des Wassers vorhanden ist muss mit Hilfe eines Vakuums Unterdruck erzeugt werden. Somit sickert das Wasser unter einflusses des Luftdrucks zum Brunnen. Anwendung nur in Böden welche nur gering oder gar nicht Luftdurchlässig sind. Ein Wellpoint verfahren ist hier eine sehr gutes beispiel.
  23. Wie funktioniert die Grundwasserabsenkung mit Hilfe des Elektrosmose-Verfahren?
    Dieses Verfahren kann man als letzt Möglichkeit in betracht ziehen. Weil es zugleich sehr teuer ist wird es nur selten angewandt. In der Schweiz hat es keine Bedeutung.
  24. Merkpunkte zur Grundwasserabsenkung. Was muss beachtet werden und was kann passieren?
    Für die umliegenden Objekte können unter Umständen schwerwiegende Folgen eintreten, weil durch den Wasserentzug im Boden die Gefahr von Setzungen auch in der nahen Umgebung besteht. Dies ist vorallem bei Lehm- und Tonschichtigen Boden der Fall.
  25. Was sind die wichtigsten Merkpunkte zur Grundwasserabsenkung?
    • Durch eine Grundwasserabsenkung kann es bei Lehm und Torfschichtig durchmischtenBöden, zu Setzungen kommen. und bei naheliegenden Gebäude zu rissen.
    • Wenn um die Baugrube genügend Platz ist wird das Wasser wieder in das Erdreich zurückgepumpt um die Absenkung auf das Minimum zu beschränken.
    • Das Grundwasser muss so lange abgesenkt werden, bis das neue Gebäude schwer genug ist und nicht mehr vom Grundwasser angehoben wird.

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