Abfallwirtschaft

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Author:
Anonymous
ID:
92370
Filename:
Abfallwirtschaft
Updated:
2011-06-29 07:51:48
Tags:
Abfall Waste MVB
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Abfallwirtschaft - allg. Fragen
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  1. Was bedeutet die Abkürzung AT4?

    Welche Abfallinhaltsstoffe und –eigenschaften werden durch die AT4
    beschrieben?
    • Atmungsaktivität (g O2/kg Abfall), Testdauer 4 Tage
    • bei 20°C

    AT4 ist ein Parameter für „feste“ Abfallstoffe.

    • Kennzeichnet das aerobe Abbaupotenzial der im Abfall vorhandenen
    • biochemischen abbaubaren Inhaltsstoffe.
  2. Was bedeutet die Abkürzung GB21?

    Welche Abfallinhaltsstoffe und –eigenschaften werden durch die GB21
    beschrieben?
    Gasbildungsrate (Liter Gas/kg Abfall), Testdauer 21 Tage bei 35°C

    Kennzeichnet das anaerobe Abbaupotenzial der im Abfall vorhandenen biochemischen abbaubaren Inhaltsstoffe.
  3. Was bedeuten die Abkürzungen TC und GV?

    Welche Abfallinhaltsstoffe und –eigenschaften werden durch sie beschrieben?
    TOC > total organic carbon (gesamter organischer Kohlenstoff

    GV > Glühverlust (organischer Anteil der Trockenmasse)
  4. Nennen Sie eine Größenordnung für die spezifische jährliche Abfallmenge von Hausmüll und hausmüllähnlichem Gewerbeabfall (kg/(E x Jahr)).
    • Gesamtmenge 500 kg /(E*a)
    • davon Restmüll +Sperrmüll 250 kg /(E*a)
    • davon Biomüll 100 kg/ (E*a)
    • davon trockeneWertstoffe 150 kg /(E*a)
  5. Benennen Sie die Zuordnung von Abfallarten nach KrW-/AbfG.
    • Abfälle zu Beseitigung
    • - überwachungsbedürftige Abfälle
    • - besonders überwachungsbedürftige Abfälle
  6. Abfälle zur Verwertung
    • - überwachungsbedürftige Abfälle
    • - besonders überwachungsbedürftige Abfälle
    • - nicht überwachungsbedürftige Abfälle
  7. Was versteht man unter dem europäischen Abfallkatalog?
    Systematisierung der Abfälle, baumartig von grob nach fein und Einteilung nach getrennter Sammlung. Die Zuordnung erfolgt brachenbezogen.
  8. Nach KrW-/AbfG ist eine Verwertung
    der Abfälle gegenüber der Ablagerung vorzuziehen, wenn…
    - Die Verwertung umweltverträglicher ist als die Entsorgung.

    • - Die Verwertung technisch realisierbar und ökonomisch zumutbar
    • ist.

    - Ein Markt für das Recyclingprodukt vorhanden ist.
  9. Benennen Sie drei Stoffeigenschaften und die zugehörige Beanspruchungsart für eine erfolgreiche Zerkleinerung des Materials.
    Hart – Schlag und Druck

    Weich – Scherung und Prall

    Faserig – Schnitt
  10. Welche Abfalleigenschaften sind bei
    der Auswahl eines geeigneten Siebverfahrens zu berücksichtigen?
    Plansiebe: Bauschutt und Kompost neigen leicht zur Verstopfung und Sieböffnungen können durch Folien oder Pappen abgedeckt werden.

    Spannwellensiebe: Durch ständigen Spannungswechsel werden Sieböffnungen zufriedenstellend frei gehalten.

    Trommelsieb: geringe Verstopfungsgefahr, Siebgütegrad bis 90%
  11. Nennen Sie zwei grundsätzliche
    Einsatzgebiete der biochemischen Abfallbehandlung.
    • Abfälle zur Verwertung
    • - Restmüll zu Zuordnungswert-konformem Deponiegut

    • Abfälle zur Behandlung
    • - Biomüll zu Kompost
  12. Nennen Sie die technischen Fachbegriffe für

    a) Aerobe Abfallbehandlung

    b) Anaerobe Abfallbehandlung
    a) Kompostierung / Rotte

    b) Vergärung / Faulung
  13. Für Siedlungsabfälle zur Ablagerung kommen zwei Vorbehandlungsarten infrage, um die Zuordnungswerte für die Ablagerung auf einer Deponie Klasse II zu erfüllen. Dies sind…
    • a) die Verbrennung
    • mit Zuordnungswerten für die biochemisch relevanten Parameter GV und TOC

    • b) die mechanisch-biologische Vorbehandlung (Aufbereitung)
    • mit Zuordnungswerten für die biochemisch relevanten Parameter TOC, AT4, GB21, H
  14. Warum ist eine mechanisch-biologische Vorbehandlung als Alternative zur thermischen Behandlung für besonders überwachungsbedürftige Abfälle nicht vorgesehen?
    Die Mikroorganismen arbeiten im „giftigen Milieu“ nicht, d.h. MBV funktioniert nicht!
  15. Listen Sie die Unterschiede zwischen aerobe und anaeroben Abfallbehandlungs-verfahren auf, hinsichtlich der Kriterien:
    a) Anforderungen an das Inputmaterial:
    b) Betriebsbedingungen, Betriebsmittel, Störanfälligkeit, Wärmebilanz
    c) entstehende Endprodukte
    • Aerob:
    • strukturiertes Material, Wassergehalt 40-60%
    • Erhitzung auf 65°C (Hygienisierung) / O2-Zufuhr!
    • CO2 + H2O (Endprodukt)

    • Anaerob:
    • keine Strukturpartikel, Wassergehalt >60%
    • Isolierung oder Beheizung auf mesophiles oder thermophiles Niveau / O2-Abschluss
    • CO2 + CH4 (thermisch nutzbar)
  16. Listen Sie das Hauptzielsetzung der thermischen Abfallbehandlung auf.
    Inertisierung der Abfälle entsprechend den Zuordnungswerten für Deponien
  17. Listen Sie die Nebenziele einer thermischen Abfallbehandlung auf.
    Rückstandsverwertung

    Energienutzung

    Reduzierung der zu deponierenden Masse/Volumen

    Hygienisierung

    Schadstoffaufkonzentrierung
  18. Was unterscheidet die Abgasqualität von Abfallverbrennungsanlagen von der Abgasqualität von z.B. Kohlekraftwerken?
    MVA hat größeres Schadstoffspektrum und unregelmäßigere Inputzusammensetzungen.
  19. Aus welchem Grund fordert die 17. BImSchV jederzeit einen O2-Gehalt von >6% in der Abluft?
    Damit eine vollständige Oxidation gewährleistet wird.
  20. Aus welchem Grund ist bei Müllverbrennungsanlagen der Nachweis einer Überschreitung der Verbrennungstemperatur von 850°C für mehrere Sekunden zu erbringen?
    Damit ein vollständiger Ausbrand der Rauchgase gewährleistet wird und Dioxine und Furane verbrannt werden.
  21. Nennen Sie 4 Ausschlusskriterien für die Standortauswahl einer Deponie?
    Wasserschutzzonen mit den entsprechenden Vorranggebieten

    Überschwemmungsgebiete

    Abstand zur Wohnbebauung

    Gebiete mit Gefahr von Hangrutschen
  22. Entsprechend den Zuordnungswerten existieren drei Deponieklassen. Wie werden diese benannt?
    Deponieklasse I - Bauabfall

    Deponieklasse II - Siedlungsabfall

    TASON - Sonderäbfälle
  23. Warum gibt es Obergrenzen für die Sammelfrequenz von Rest- und Biomüll?
    Hygiene (Abfall soll nicht gammeln)
  24. Geben Sie ein Beispiel für Umleer-, Wechsel- und Einwegbehälter.
    Mülltonne > Umleerbehälter

    Container für Bauschutt > Wechselcontainer

    Gelber Sack > Einwegbehälter
  25. Welchen Zwecken dient ein DV- und GPS-gestütztes Wiege- und Behälteridentifikationssystem?
    Es dient zur Bestimmung des Abfallgewichts schon während des Einsatzes. Der Müll könnte so nach Gewicht abgerechnet werden und dem Kunden zugerechnet werden. Des Weiteren könnte einen Tourenkontrolle erfolgen.
  26. Fassen Sie in einem Satz die Zielsetzung der Abfallsammlung zusammen.
    Ziel der Abfallsammlung ist technisch zuverlässige, betriebssichere, wirtschaftliche Sammlung und Transport des Abfalls durch den Entsorgungsträger vom Abfallerzeuger zu Stätten der Zwischenlagerung, Sortierung, Behandlung, Verwertung oder Ablagerung.
  27. Was sollten die vier Grundprinzipien einer Abfall-Gebührenerhebung sein?
    Gleichheitsprinzip

    Kostendeckungsprinzip

    Verursacherprinzip

    Nachvollziehbarkeit
  28. Was ist das „Duale System Deutschland“?
    Der Grüne Punkt. Dieses System hat es sich zur Aufgabe gemacht Handels- und Industrieunternehmen von ihrer Rücknahme- und Verwertungspflicht für Verpackungsabfälle zu befreien. Hierfür wurde ein zweites, duales System neben der öffentlich-rechtlichen Abfallsammlung entwickelt und eingeführt.
  29. Was sind gemäß Verpackungsverordnung die Aufgaben von Herstellern bzw. Vertreibern bzgl. der Transport-, Um- und Verkaufsverpackungen?
    • Hersteller und Vertreiber von Verpackungen müssen sich am flächendeckenden Rücknahmesystem (DSD) der Verkaufs- und Umverpackungen beteiligen.
    • > Rücknahmepflicht

    Transportverpackungen sind wiederverwertbar auszuführen / zu benutzen.
  30. Was sind die zwei Aufgaben des „Dualen System Deutschland“?
    Sammlung und Verwertung
  31. Was ist eine Verwertungsquote? In welcher Größenordnung liegen die gesetzlichen Vorgaben für z.B. Kunststoffe?
    Selbstentsorger und duale Systeme müssen einen bestimmten Anteil der von ihnen in den Verkehr gebrachten bzw. angemeldeten Verpackungen verwerten.

    • Glas 75%;
    • Papier 70%
    • Kunststoffe 20%
  32. Nennen Sie die wesentliche Organisationsstruktur sowie die wesentlichen Aufgabenbereiche eines in das „Duale System Deutschland“ eingebundenen Unternehmens der Abfallwirtschaft.
    (z.B. Tönsmeier)
    Das DSD vergibt die von ihnen entgegengenommenen Aufträge an eingebundene Unternehmen weiter, da das DSD ein reines Dienstleistungsunternehmen ist.

    Sammlung, Verwertung, Entsorgung und Recycling

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