Arbeitsmethodik

Card Set Information

Author:
quamzin
ID:
97107
Filename:
Arbeitsmethodik
Updated:
2011-08-15 11:35:50
Tags:
altenpflege arbeitsmethodik pflegeplanung
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Arbeitsmethodik
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  1. Definieren Sie den Begriff Pflegeziel
    Ein Pflegeziel ist ein Ergebnis, das Bew., PK und Angehörige in einem festgelegten Zeitraum erreichen wollen. Es beschreibt welche Fortschritte erreicht und Fertigkeiten erhalten werden sollen.
  2. Sie kennen 5 verschiedene Bereiche auf die sich Pflegeziele beziehen. Nennen sie diese.
    • Leistungen: Bew. wäscht sich selbstständig
    • Kenntnisse: Bew. ist über den Ernährungsplan informiert
    • Verhalten: Bew. kann über persönliche Probleme sprechen
    • Befunde: Bew. trinkt 1,5l pro Tag
    • Zustände: Bew. hat intakte Haut
    • Emotionales Erleben: Bew. akzeptiert seine Behinderung
    • Gefahren: Veränderung des RR wird frühzeitig erkannt
  3. Welche Intentionen können Pflegeziele haben?
    • Rehabilitationsziele: Wiederherstellung eines Zustandes
    • Erhaltungsziele: Die Ist-Situation bleibt erhalten
    • Bewältigungsziele: Schaffung von Akzeptanz
  4. Welche Bedeutung hat die Pflegeplanung für die Qualitätssicherung?
    Pflegeplanung sichert durch geplante Pflege und ein einheitliches Arbeiten des Teams ein sichtbares Ergebnis und macht die Qualität nachweisbar. Pflegeplanung und einheitliches Arbeiten ergeben die Pflegequalität.
  5. Pflegemaßnahmen müssen genau geplant werden. Schildern Sie Ihr Vorgehen bei der Planung anhand von W-Fragen.
    • Wer – macht es?
    • Was – wird gemacht?
    • Wann – wird es gemacht?
    • Wo – wird es gemacht?
    • Wie – wird es gemacht?
    • Womit – wird es gemacht?
    • Wie lange – wird es gemacht?
    • Wie oft – wird es gemacht?
  6. Welche Anforderungen werden an die Formulierung der Pflegeziele gestellt?
    • Sie müssen:
    • so konkret sein, dass sie überprüfbar sind
    • falls möglich, mit dem Bew. und ggf. seinen Angehörigen abgestimmt sein
    • für den Bew. wünschenswert sein und möglichst auch von ihm angestrebt werden.
    • realistisch und erreichbar sein
    • Zeiträume enthalten, in denen sie erreicht werden sollen
    • einen Bezug zum Pflegeproblem herstellen
  7. Was bedeutet Evaluation?
    Bei der Evaluation wird die Wirkung der Pflegemaßnahmen nach einem definierten Zeitraum nachvollzogen und beurteilt.
  8. Welche Fragen stellen Sie sich, wenn das Ziel nicht erreicht wurde?
    • War das Ziel unrealistisch?
    • Waren die Pflegemaßnahmen falsch?
    • War Intensität oder Ausmaß der Pflegemaßnahmen zu gering?
    • Hat sich der Pflegebedarf geändert?
    • Verhält sich der Bew. nicht kooperativ?
    • Verträgt der Bew. bestimmte Pflegemittel nicht?
    • Wurde das Problem nicht richtig erkannt?
  9. Sie kennen 5 verschiedene Arten von Problemen, nennen sie diese.
    • aktuelle Probleme: sofort erkennbar und eindeutig
    • potentielle Probleme: machen prophylaktisches Handeln notwendig
    • individuelle Probleme: für den einzelnen Bew. spezifische Probleme
    • generelle Probleme: treten typischerweise unter bestimmten Bedingungen auf
    • verdeckte Probleme: zwischenmenschliche oder emotionale Probleme, die der Betroffene nicht äußert
  10. Definieren Sie den Begriff Pflegeproblem.
    Ein Pflegeproblem liegt vor, wenn eine Einschränkung in einem Lebensbereich erkennbar ist, die die Unabhängigkeit des Bew. einschränkt, von diesem nicht selbstständig ausgleichbar ist und professionelle Hilfe erforderlich macht.
  11. Was verstehen sie unter Ressourcen?
    Ressourcen sind Fähigkeiten und Möglichkeiten, die gefördert und erhalten werden können.
  12. Nennen sie die 6 Punkte des Regelkreises der Pflegeplanung.
    • Informationssammlung
    • Erkennen von Problemen und Ressourcen
    • Festlegung der Pflegeziele
    • Planung der Pflegemaßnahmen
    • Durchführung der Pflegemaßnahmen
    • Evaluation
  13. Welche Bedeutung hat die Informationssammlung für die Pflegeplanung?
    Die Informationssammlung hat zum Ziel, den Bew. kennenzulernen, seine Ressourcen und Einschränkungen zu erfassen, den Grad seiner Hilfsbedürftigkeit abzuklären und herauszufinden, welche pflegerische Hilfe er in seiner momentanen Situation braucht.
  14. Wie erhalten sie Informationen über einen Bewohner?
    • Aussagen des Bew.
    • Aussagen der Bezugspersonen (Angehörige, Bekannte, Nachbarn, anderes (Pflege-)personal)
    • pflegerische Beobachtungen
    • Aufnahmeformulare
    • Erstgespräch und weitere Gespräche mit dem Bew.
    • objektive Daten (Größe, Gewicht, etc.)
    • ärztliche Diagnosen und Verordnungen
    • Pflegeberichte Verlegungsberichte
  15. Wie müssen Pflegeprobleme formuliert werden?
    • Kurz
    • knapp
    • präzise
    • objektiv
    • aus Bewohnersicht
    • keine medizinischen Diagnosen
    • Ursache für Problem angeben
    • Ziele müssen ableitbar sein
  16. Welche zusätzlichen Informationsquellen haben Sie, wenn der Bewohner keine Auskünfte zur Erstellung der Informationssammlung geben kann?
    • Angehörige
    • Bekannte
    • Nachbarn
    • andere Berufsgruppen
    • andere Pflegepersonen
    • Arztberichte
    • Verlegungsberichte
    • Pflegeberichte
    • eigene Beobachtung
  17. Körperliche Ressourcen
    Ressourcen, die ein Mensch durch seine körperlichen Fähigkeiten hat. z.B. gehen, stehen, sitzen, waschen, essen, lesen, schreiben, etc.
  18. Kreative Ressourcen
    Ressourcen, die ein Mensch durch seine erschaffenden Fähigkeiten hat. z.B. singen, malen, zeichnen, Geschichten schreiben/erzählen, kochen, backen, putzen, nähen, basteln, etc.
  19. Materielle Ressourcen
    Ressourcen, über die ein Mensch in Werten und Gegenständen verfügt. z.B. Geld, barrierefreie Wohnung, Hilfsmittel, etc.
  20. Gesetzliche Grundlagen zur Pflegedokumentation sind zum einen die Rahmenverträge nach §75 Abs.1 SGB XI und die Qualitätsrichtlinien der gemeinsamen Grundsätze und Maßstäbe zur Qualität und Qualitätssicherung nach §80 SGB XI, wozu sich jede zugelassene Einrichtung vertraglich verpflichtet hat. Was beinhaltet ein sachgerechtes Führen der Dokumentation?
    • Pflegeanamnese
    • Pflegeplanung
    • Pflegebericht
    • Angaben über den Einsatz von Hilfsmitteln
    • Angaben über durchgeführte Pflegeleistungen
    • aktueller Stand und Verlauf des Pflegeprozesses muss ersichtlich sein
  21. Was versteht man unter den inneren Ressourcen eines Menschen?
    • Ressourcen, die ein Mensch aufgrund seiner persönlichen Fähigkeiten hat.
    • Größte innere Ressource: Motivation.
  22. Warum sollen Nahziele formuliert werden?
    Um den Bew. nicht zu überfordern, kleine erreichbare Fortschritte aufzuzeigen und die Motivation zu fördern.
  23. Bitte stellen sie die einzelnen Schritte des Pflegeprozesses als Regelkreis dar und erläutern kurz mit eigenen Worten warum man diesen auch als „lebendigen Vorgang“ bezeichnet.
    • Informationssammlung
    • Erkennen von Problemen und Ressourcen
    • Festlegung der Pflegeziele
    • Planung der Pflegemaßnahmen
    • Durchführung der Pflegemaßnahmen
    • Evaluation
    • Die Schritte sind niemals vollendet und müssen ständig weitergeführt oder wiederholt werden. Durch neue Informationen und die Evaluation ergeben sich neue Probleme und Ziele und Maßnahmen müssen geändert oder neu geplant werden.
  24. Was versteht man unter direkten und indirekten Informationen?
    Direkte Informationen sind Informationen vom Bew., von anderen Personen und eigene Beobachtungen. Indirekte Informationen sind schriftliche Informationen.

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