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Author:
quamzin
ID:
97556
Filename:
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Updated:
2011-08-19 10:13:02
Tags:
altenpflege sog
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  1. Demographie
    Bevölkerungswissenschft, die sich mit dem Altersaufbau, der Geburtenentwicklung, der Sterberate und Wanderungsprozessen in der Gesellschaft beschäftigt.
  2. Merkmale des Altersstrukturwandel
    • Zeitliche Ausdehnung der Altersphase
    • Differenzierung des Alters
    • Ethnisch-kulturelle Differenzierung des Alters
    • Verjüngung des Alters
    • Feminisierung des Alters
    • Singularisierung des Alters
    • Hochaltrigkeit
  3. Demographischer Wandel
    Einflussfaktoren und deren Ursachen
    Durch den demographischen Wandel verschiebt sich dir Bevölkerungszusammensetzung immer mehr in Richtung alter Menschen. Ursächlich hierfür sind zum einen die sinkende Geburtenrate, verursacht durch steigenden ökonomischen Druck, die schwierige Vereinbarkeit von Kindern und Beruf, einen erhöhten individuellen Freiraumbedarf und das steigende Alter von Erstgebärenden, besonders bei Frauen mit höherem Bildungsabschluss, und zum anderen durch die steigende Lebenserwartung, verursacht durch bessere medizinische Versorgung, leichtere Arbeitsbedingungen und gesündere Ernährung.
  4. Auswirkungen der Ausweitung der Altersphase für den Pflegealltag
    Es kommt zur Kompression der Morbidität, also einem Hinauszögern altersbedingter Erkrankungen, was zu einem höheren Heimeintrittsalter führt. Des weiteren steigt der Anteil gesundheitlich beeinträchtigter und pflegebedürftiger alter Menschen. Hieraus ergeben sich wachsende Anforderungen an die Altenpflege.
  5. positive und negative Auswirkungen der Überalterung
    • Positive Auswirkungen der Überalterung sind ein mögliches höheres Renteneintrittsalter, was eine längere berufliche Aktivität ermöglicht. Desweiteren ist eine Ausweitung Ehrenamtes und bürgerschaftlichen Engagements möglich, da eine größerer Bevölkerungsanteil für solche Aufgaben Zeit hat und auch noch dazu in der Lage ist.
    • Negative Auswirkungen sind, dass ein höherer Kostendruck im Gesundheitswesen finanzielle Umverteilungen nötig macht. Des weiteren geraten die Renten in Gefahr und es kann zum Pflegenotstand kommen. Politisch besteht die Gefahr einer Altenherrschaft.
  6. Wie wirkt sich die Hochaltrigkeit im Pflegealltag aus?
    Es kommt zu einer erhöhung der Multimorbidität und einer Zuhname gerontopsychatrischer Erkrankungen wie Demenz. Dies führt zu einem steigenden Bedarf an stationären Versorgungsleistungen und macht gerontopsychatrische Kentnisse in einem immer höheren Maße erforderlich.
  7. Defizit-Modell des Alters
    Das Defizit-Model geht davon aus, dass Altern im Wesentlichen ein Abbau wichtiger körperlicher und geistiger Funktionen ist.
  8. Warum kann sich das Defizit-Modell negativ auf das Pflegeverständnis auswirken?
    Mit einer solchen Sichtweise würde es nicht als nötig erachtet werden die Ressourcen alter Menschen zu erhalten oder zu fördern sowie Defizite zu kompensieren.
  9. Was ist unter dem Aktivitätsansatz zu verstehen?
    Es wird davon ausgegangen, dass Aktivität positiv für die Lebenszufriedenheit alter Menschen ist und es wird versucht die Aktivität aus dem mittleren Lebenalter beizubehalten.
  10. Was sind die Gefahren des Aktivitätsansatzes im Pflegealltag und worauf ist daher in der Pflege besonders zu achten?
    Die Gefahr ist hierbei, dass alte Menschen in ein Aktivprogramm gezwungen werden, das ihren Bedürfnissen evtl. nicht entspricht. Deswegen ist in der Pflege darauf zu achten, dass eine Aktivität für den alten Menschen sinnvoll ist und in seinen biographischen Hintergrund passt.
  11. Kernaussage des Kontinuitätsansatzes
    Es wird davon ausgegangen, dass alte Menschen ihren Lebensstil aus dem mittleren Lebensalter weiterführen wollen und selbst wissen, was gut für sie ist.
  12. SOK-Modell
    Beim SOK-Modell geht es darum durch effiziente Ausnutzung der Ressourcen , trotz zunehmender Einschränkungen eine positive Entwicklung im Alter zu erreichen.
  13. Wie kann mit dem SOK-Modell die Anpassung an den Alltag besonders im Alter aufgrund von Einschränkungen besser gelingen?
    • Zuerst werden bei der Selektion aus den vorhandenen Lebensmöglichkeiten diejenigen ausgewählt, die der alte Mensch verwirklichen will.
    • Dann werden bei der Optimierung geeignete Mittel gesucht, das Gewählte möglichst gut zu tun.
    • Bei der Kompensation werden schließlich flexibel neue Wege gesucht die Ziele zu erreichen, wenn Mittel wegfallen.
  14. Was ist unter gerontologischen Interventionen zu verstehen und welches Ziel soll erreicht werden?
    Gerontologische Interventionen sind die Bemühungen ein hohes Lebensalter bei psychophysischem Wohlbefinden zu erreichen. Es ist das Ziel, die Situation oder die Entwicklungsbedingungen für ältere Menschen zu verbessern.
  15. Faktoren, die die Entwicklungsfähigkeit im höheren Alter beeinflussen können.
    • Lebens- und Umweltbedingungen
    • subjektives Erleben
    • körperlicher Zustand
  16. Grundposition von Ursula Lehr
    • "Es kommt nicht darauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird."
    • Es ist nicht wichtig wie hoch das kalendarische Alter ist, sondern wie die Lebensqualität in dieser Zeit ist.
  17. Forderung von Ursula Lehr
    "Wir müssen alles tun, um gesund alt zu werden."
  18. Welche Aufgaben ergenen sich aus der Forderung von U. Lehr für das Individuum?
    Um gesund alt zu werden ist es wichtig auf eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung zu achten. Außerdem ist es günstig regelmäßig Gesundheitsvorsorgemaßnahmen wahrzunehmen und Risikofaktoren wie z.b Rauchen und Alkohol zu minimieren. Auch ist es von Vorteil Stress zu vermindern oder auszugleichen und seinen Geist zu trainieren. Rechtzeitig sollte man sich auch darum kümmern ein soziales Netz aufzubauen, für finanzielle Sicherheit zu sorgen und in eine barrierefreihe Wohnung zu ziehen.
  19. Was muss die Gesellschaft aufgrund der forderung von U. Lehr leisten?
    Auf Bundesebene ist es notwendig, daß Gesundheitsvorsorgemaßnahmen gefördert und eine gute Gesundheitsversorgung für alle sichergestellt wird. Desweiteren wäre es notwendig ein längeres Verbleiben im Beruf zu ermöglichen. Auch die Förderung altengerechter Wohnformen und barrierefreien Wohnraums wäre von Vorteil. Auf kommunaler Ebene wäre es nötig auf eine altengerechte Stadt- und Verkehrsplanung umzuschwenken, z.B. für alle erreichbare Geschäfts- und Erholungszonen sowie Ärzte, Förderung des ÖPNV, Senkung der Geschwindigkeitslimits, längere Ampelphasen barrierefreihe Gehweggestaltung, etc. Auch die Wirtschaft muss sich Gedanken machen über eine altengerechte Produkt- und Verpackungsgestaltung und eine barrierefreie und altengerechte Geschäftseinrichtung.
  20. Interventionskonzepte, die eine besondere Rolle im altenpflegerischen Alltag spielen.
    • Kognitives Training (Gedächtnistraining)
    • Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (Krankengymnastik, Ergotherapie, Beschäftigungstherapie)
    • Kompensatorische umweltbezogene Interventionen (Hilfsmittel, Wohnraumanpassung)
    • Biographieorientierte Interventionen
    • Beratung und Psychoedukation (Case Management, Angehörigenarbeit/-fortbildung, Wohnberatung)
    • Psychosoziale Behandlungsansätze für Demenzpatienten (Validation)
    • Pflegerische Interventionen (Ambulanter Dienst, Kurzzeitpflege)

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