Diabetes mellitus

Card Set Information

Author:
quamzin
ID:
97649
Filename:
Diabetes mellitus
Updated:
2011-08-21 02:47:44
Tags:
altenpflege geriatrie diabetes
Folders:

Description:
Diabetes mellitus
Show Answers:

Home > Flashcards > Print Preview

The flashcards below were created by user quamzin on FreezingBlue Flashcards. What would you like to do?


  1. Definition
    Chronisch metabolische Störung des Kohlenhydratstoffwechsels mit absolutem oder relativem Insolinmangel.

    • Typ I: absoluter Insulinmangel
    • -Zerstörung der B-Zellen der Pankreas durch Autoimmunprozess
    • -entwickelt sich innerhalb von Wochen -Monaten

    • Typ II: relativer Insulinmangel
    • -Insulinresistenz durch Beschädigung des Insulinrezeptormechanismus und schlechtes Rezeptorverhalten
    • -Es wird mehr Insulin benötigt
    • -Pankreas produziert zunächst mehr Insulin
    • -Krankheit bricht aus, wenn die Pankreas dies nicht mehr leisten kann
    • -Produktion fällt auf normale oder erniedrigte Werte zurück
  2. Symptome
    • Polydipsie (erhöhtes Durstgefühl / vermehrtes Trinken)
    • Polyurie (erhöhte Ausscheidung)
    • Müdigkeit
    • Abgeschlagenheit
    • verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
    • Heißhungerattacken, vermehrter Appetit
    • Gewichtsabnahme
    • erhöhte Anfälligkeit für Harnwegsinfekte
    • erhöhte Infektanfälligkeit (Haut->Bakterien, Pilze=>Juckreiz)
    • rote Bäckchen (erweiterte Blutgefäße im Wangenbereich)
  3. Insulinarten
    • Normalinsulin
    • Verzögerungsinsulin (Intermediär- und Langzeitinsulin)
    • Mischinsulin
    • Insulinanalogon (Lys-Pro)
  4. Spritz-Ess-Abstand
    • Normalinsulin: 20-30min
    • Verzögerungsinsulin: 30-40min
    • Mischinsulin: ca. 30min
    • Insulinanalogon (Lys-Pro): 0min
  5. Konventionelle Insulintherapie
    • 2-3x pro Tag Mischinsulin
    • nicht optimal
    • Vorteil: wenige Injektionen notwendig
    • Nachteil: Tages- und Essablauf muss an das Wirkprofil des Insulins angepasst werden.
  6. Intensivierte Therapie
    • 1-2x pro Tag Langzeitinsulin
    • zu jeder Mahlzeit Normalinsulin/Lys-Pro
  7. Insulinpumpentherapie
    • Bolus-Basis-Konzept
    • Basisspiegel
    • zu den Mahlzeiten Bolus
  8. Therapieziel bei älteren Patienten
    • Stoffwechselengleisungen vermeiden
    • Pat. fühlt sich wohl
    • Typische Symptome werden vermieden
    • Nierenschwellwert für Glukose wird nicht erreicht
  9. HbA1 / HbA1c
    • Glykosyliertes Hämoglobin: In Abhängigkeit zum Blutzuckerspiegel lagert sich Glukose an die Hämoglobinmoleküle der Erythrozyten an.
    • Kann Aussage über den BZ in den letzten 100 Tagen treffen (Lebensdauer der Erythrozyten)
  10. nichtmedikamentöse Therapie Typ II
    • moderate Gewichtsreduktion bei TypIIb
    • Vermeidung von rasch resorbierbaren Kohlenhydraten (auch Alkohol)
  11. orale Antidiabetika
    • Sulfonylharnstoffe
    • Alpha-Glukosidase-Hemmer
    • Biguanide
  12. Sulfonylharnstoffe
    • Euglucon
    • setzt aus der Pankreas vermehrt Insulin frei
    • ->bei Erstmedikation evtl. Hypoglykämie
    • lange Wirkdauer (bis 36h)
    • ->Pat. muss lange beobachtet werden
  13. Alpha-Glukosidase-Hemmer
    • Glucobay
    • Zuckerbindungen werden bei der Verdauung nicht getrennt
    • Glukose kann nicht resorbiert werden
    • Stärke bleibt im Darm
    • Gärungs- und Fäulnisprozesse
    • Blähungen, Durchfall, Meteorismus, Flatulenz
  14. Biguanide
    • Metformin
    • verbessert Ansprechen der Insulinrezeptoren
    • Kontraindiziert bei Niereninsuffizienz
    • ->kann zu Lactatazidose führen -> Koma -> Tod
  15. Akutkomplikationen
    • Hypoglykämischer Schock (Hypoglykämie)
    • Diabetisches Koma: Hyperosmolares Koma, Ketoazidotisches Koma
  16. Hypoglykämie
    BZ <50mg/dl
  17. Hypoglykämie
    Ursachen
    • Überdosierung von Insulin oder Sulfonylharnstoffen
    • Nach Insulin oder Antidiabetikaeinnahme nichts Essen
    • Zu großer Spritz-Ess-Abstand
    • Alkoholgenuss
    • schwere körperliche Anstrengung
  18. Hypoglykämie
    Symptome
    • Symptome entwickeln sich oft innerhalb weniger Minuten
    • Heißhunger
    • Haut ist feucht, schweißig
    • blasse Gesichtsfarbe
    • Bewusstseinseintrübung
    • Bewusstlosigkeit

    Durch Medikation mit Beta-Blockern oder bei einer diabetischen Neuropathie können die Symptome verzögert auftreten.
  19. Symptome einer nächtlichen Hypoglykämie
    • Nachtschweiß
    • Schlafstörungen
    • Albträume
    • Morgenkopfschmerz
  20. Hyperosmolares Koma
    • BZ steigt über den Nierenschwellwert
    • Glukose und unverhältnismäßig viel Wasser wird über den Urin ausgeschieden
    • BZ steigt weiter auf Werte von 600-1000 mg/dl oder mehr
    • Klassische Komplikation bei Typ II
  21. Hyperosmolares Koma
    Behandlung
    • Flüssigkeit i.v.
    • etwas Insulin i.v.
  22. Ketoazidotisches Koma
    • Es fehlt Insulin oder es gibt keine Kohlenhydrataufnahme (0-Diät)
    • Energtiebedarf wird durch Fettabbau gedeckt
    • Beim Fettabbau entstehen Ketonkörper: Azetessigsäure, Beta-Hydroxy-Buttersäure, Azeton
    • Stoffwechselgesunde können Ketonkörper verstoffwechseln, Diabetiker benötigen dafür Glukose
    • Durch die Ketonkörper übersäuert das Blut -> Azidose
    • Körper versucht durch CO2 Abatmung gegenzusteuern -> Kussmaulatmung
    • BZ-Werte liegen bei 300-400mg/dl
  23. Ketoazidotisches Koma
    Behandlung
    • Glukose + Insulin i.v.
    • Bicarbonatgabe
  24. Diabetisches Koma
    allgemeine Symptome
    • Polyurie
    • Polydipsie
    • Schwäche
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • nach Stunden bis Tagen oder sogar Wochen zunehmende Bewusstseinseintrübung und schließlich Koma
  25. Spätkomplikationen
    • treten ca. 15-25 Jahre nach der Manifestation des Diabetes mellitus auf
    • bestimmen die Lebenserwartung und -qualität
    • 70-80% sterben daran
    • vermehrte Produktion von Collagen und Umwandlung von Glukose in Sorbit
    • Makro-Angiopathien -> Arteriosklerose
    • Mikro-Angiopathien -> betrifft Organe mit Kapillarnetzen
    • Herzkranzgefäße
    • Muskulatur
    • Retina - Retinopathie
    • Nieren - Nephropathie
    • Vasa vasorum - Angiopathie
    • Vasa nervorum - Neuropathie
  26. Polyneuropathie
    • Sensibilitätsstörungen
    • Schmerzen
    • Lähmungen
    • Missempfindungen (kribbelndes, kälte Gefühl)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Blutdruckregulationsstörungen
    • Inkontinenz
    • Impotenz
  27. Diabetischer/Neuropathischer Fuß
    • Kombination aus Angiopathien, Neuropathien und erhöhter Infektanfälligkeit
    • Durch die Neuropathie begünstigte Druckstellen infizieren sich leicht mit Bakterien oder Pilzen
    • Wunden heilen aufgrund von Angiopathien schlecht
    • Rattenbissnekrosen
    • trockene und feuchte Gangrän

What would you like to do?

Home > Flashcards > Print Preview